Abpacken ohne Luft Test: Vakuumierer Rommelsbacher

Vakuumierer im Test : Abpacken ohne Luft

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Veröffentlicht 05.04.2020

Wer einen Sous-Vide-Garer oder Stick nutzt, braucht dazu auch ein Vakuumiergerät, denn die Zutaten wollen verpackt werden. Passende Vakuumierer gibt es viele, aber wie gut sind sie? Wir haben 11 Geräte getestet.

Sebastian Jentsch
Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Auch ohne Sous-Vide hat Vakuumieren Vorteile, denn im Vakuum kann man Lebensmittel geschmackserhaltend und schonend garen, außerdem sind die Zutaten damit länger haltbar, sogar wenn sie nicht im Tiefkühlfach sind.

Wir haben uns aus den beliebtesten Vakuumierern einige ausgesucht, ebenso ein Folienschweißgerät, die sich alle für den Privathaushalt eignen. Einige davon können wir empfehlen. Die Geräte wurden alle gründlich getestet und wir weisen im Test auch auf mögliche Probleme und auf Kaufkriterien hin.

Komfortable Bedienung: Rommelsbacher VAC 285

Wir finden den Rommelsbacher VAC 285 toll, seine Verarbeitung ist gut und er wiegt viel, dadurch steht er sehr sicher, auch die Bedienung ist komfortabel.

Komfortable Bedienung

Rommelsbacher VAC 285

Test Vakuumierer: Rommelsbacher VAC 285 VAC 285
Die Bedienung gelingt mit nur einer Hand, es gibt Anzeige des Arbeitsfortschritts, Behältervakuum und Tütenproduktion von der Rolle.

Das Gerät wiegt 1,9 Kilo, der Griff ist groß und steuert die Arretiermechanik. Auf Grund seines Gewichts steht er zudem sehr stabil. Ist der Deckel geöffnet, bleibt er auch so, es gibt außerdem etwas Widerstand, der verhindert, dass er versehentlich zufällt.

Der Deckel lässt sich mit einer Hand öffnen und ebenso schließen, drückt man den Griff herunter, geht er in Betriebs- oder Parkposition. Das Schlosssymbol zeigt die Betriebsposition an, der Deckel wird dann gegen die Schweißnaht straff gedrückt, die Folie wird zusammengepresst und eine ordentliche Naht entsteht.

Rommelsbacher VAC 285: Dank des Hebels können Sie das Gerät mit nur einer Hand bedienen. Sehr praktisch, wenn die zweite gerade mit Marinade verklebt ist.
Der Rommelsbacher VAC 285 lässt sich bequem einhändig bedienen.

Diese einhändige Bedienung ist toll, wenn die andere gerade dreckig ist, etwa beim Marinieren. Das ist das einzige Gerät, bei dem das geht, alle anderen müssen mit Druck auf beide Seiten geschlossen werden.

Zum Vakuumieren in der manuellen Version gibt es eine Taste, in der Praxis gefällt uns das gut. Das heißt nämlich, dass die Vakuumpumpe nur etwas tut, wenn der Finger auf der Taste ist. Will man den Vorgang schnell unterbrechen, lässt man einfach los, das ist viel besser als eine Stopptaste.

Per Status-LEDs wird angezeigt, wie der Fortschritt beim Versiegeln bzw. Vakuumieren ist, die Konkurrenz bietet da nicht so gute Infos.

Die beiden kleinen Folienhaltenasen finden wir gut, sie befinden sich innerhalb der Vakuumkammer. Legt man den Beutel an, gibt es hier einen Fixierpunkt. Sonst kann das nur der CASO VC100.

Rommelsbacher VAC 285: Wasser wird eingesaugt, das macht jeder Vakuumierer
Auch hier wird Wasser eingesaugt.

Außerdem gibt es ein Sichtfenster, damit kann man in die Vakuumkammer schauen. Darin befindet sich die Folie und man sieht, wie die Flüssigkeit ansteigt und in die Rinne zum Auffangen läuft, damit kann rechtzeitig Stopp gedrückt werden, so geht etwa nicht zu viel Marinade verloren.

Reinigung: wenn Flüssigkeiten angesaugt werden, dann müssen Sie die Rinne bzw. den Behälter reinigen. Geräte mit einem entnehmbaren Behälter sind klar im Vorteil.
Die Rinne oder der Auffangbehälter müssen gereinigt werden, entnehmbare Teile helfen hier, ansonsten braucht man Geduld.

Die Kabelrolle ist praktisch, damit kann man das Stromkabel kürzen. Allerdings hat das Gerät nur eine Rinne zum Auffangen der Flüssigkeit, einen herausnehmbaren Auffangbehälter gibt es nicht. Das hätten wir noch besser gefunden, CASO VC100 und Klarstein FoodLocker Slim können das.

Was kann er noch?

Behälter können mit dem Gerät ebenfalls vakuumiert werden. Anschluss und Taste des Vakuumierschlauchs sind direkt am Tastenfeld. Auch ist eine Aufbewahrungshalterung unterm Deckel dabei, so verliert man den Schlauch nicht. Dort findet man zudem ein Slot für das Folienmesser. Somit ist das Zubehör da, wo es sein soll, das finden wir praktisch.

Will man Behälter vakuumieren, findet man den Schlauch dazu unter dem Deckel, angeschlossen wird er in der Nähe des Menüfelds. In die passende Buchse beim Vakuum-Container kommt das andere Schlauchende. Soll die Vakuumierung laufen, muss man den Hebel komplett runterdrücken.

Per »Lebensmittel«-Taste kann zwischen nassen und trockenen Lebensmitteln gewählt werden, das heißt, dass bei Lebensmitteln, die feucht sind, die Pumpgeschwindgkeit niedriger ist. Wir haben aber beim Ansaugen von Öl oder der Marinade keinen Unterschied gesehen, selbst bei »Feucht« saugt es Flüssigkeiten an.

Rommelsbacher VAC 285: das Bedienfeld mit der Manuell-Taste und einer Statusanzeige für den Fortschritt des Vorgangs.
Statusanzeige und eine Taste für die manuelle Bedienung erleichtern das Vakuumieren.

Wir finden vor allem die Taste für »Manuell« gut und einzigartig, so wird ohne Schweißen vakuumiert. Das können andere Geräte zwar auch, aber hier stoppt die Pumpe, wenn der Finger nicht auf der Taste liegt. Bei den anderen Vakuumierern läuft sie weiter, bis man Stopp drückt. Das arbeiten mit dem Rommelsbacher ist deutlich bequemer.

Der Vakuumierer im Test

Dieser Vakuumierer macht das, was er soll, sehr gut. Unseren Lachs hat er fest eingeschweißt, bei Flüssigkeiten gab es jedoch an der Schweißnaht kleinere Schwierigkeiten. FFlüssigkeiten werden von allen Geräten angesaugt, so war unsere Tüte dann nicht immer dicht und es musste nochmal vakuumiert werden.

Aber warum klappt es mit der Schweißnaht nicht? Ganz einfach: das Schweißband kann wegen der Flüssigkeit oft nicht mit genügend Hitze verarbeitet werden, die Temperatur reicht damit nicht für das Schweißen einer intakten Naht aus, denn so wird kein Schmelzpunkt erreicht.

Die Schweißnaht des Rommelsbacher VAC 285 ist an sich nicht schlecht, es ist eine einfache aber breite Naht.
Eine breite, aber einfache Schweißnaht.

Wir haben auch mit sensiblen Zutaten wie Brot und Erdbeeren getestet, die schnell man schnell zerdrücken kann. Das klappt sehr gut. Die Maschine bemerkt aber nicht, wenn sie etwas zerdrückt, das haben wir schnell festgestellt, als eine Brotscheibe zerquetscht wurde. Die Lösung für dieses Problem liegt in der »Manuell«-Taste. Die Kolbenpumpe funktioniert nur, wenn der Finger auf dem Knopf liegt. So stoppt man einfach selbst den Prozess, wenn man es für passend hält.

Rommelsbacher VAC 285: Tütenproduktion von der Rolle, hier ziehen wir die Tüten oben durch und schweißen unten die nächste.
Wir schweißen Tüten von einer Rolle.

Gibt es Nachteile?

Haushaltsvakuumierer schaffen bei Flüssigkeiten oft keine dichte Schweißnaht, das Problem gibt es bei diesen Geräten auch. Vakuumiert man feuchte Zutaten, sollte man die Naht also gleich überprüfen, ist sie undicht, hilft es, einfach eine weitere Naht zu schweißen.

Perfekte Schweißnähte: Severin FS 3611

Perfekte Schweißnähte

Severin FS 3611

Mit dem Severin FS 3611  bekommt man immer eine dichte Schweißnaht, selbst mit Flüssigkeiten. Das finden wir toll.

Bei allen Folien wurde der Inhalt schon beim ersten Mal dicht verschweißt, kein anderer Vakuumierer hat das so zuverlässig hinbekommen.

Severin nutzt definitiv höhere Temperaturen, wir haben das an den Verdampfungsgeräuschen bemerkt, kein anderes Gerät hatte das.

Severin FS 3611: eine dichte Schweißnaht, auch bei Flüssigkeiten, das schaffte nur der Severin
Severin FS 3611: er kommt auch mit Flüssigkeiten zurecht.

Behälter kann man mit dem Severin ebenfalls vakuumieren, ein Schlauch dafür liegt bei. Der Schlauch-Anschluss ist aber nicht am Gerät oben, sondern seitlich angebracht. Daher mussten wir den Stecker kräftig in die Öffnung drücken, ansonsten schob das Kunststoffventil ihn wieder raus. Das ist keine perfekte Lösung. Mit »Canister« wird das Vakuumieren von Behältern oder Flaschen gestartet.

Am unteren Teil des Gehäuses gibt es eine Fixierung für das Kabel, so kann es auf die passende Länge gekürzt werden.

Wir finden aber die Zuverlässigkeit beim Schweißen toll, ansonsten gibt es aber auch Nachteile, die man beachten sollte. Der Deckel beispielsweise kann von alleine zufallen, etwa durch versehentliches Berühren oder Erschütterungen. Die Scharniere verfügen nicht über eine Ruheposition.

Severin FS 3611: die Touch-Tasten betätigen wir beim Hantieren oft ungewollt, bei Druck-Tasten passiert das nicht.
Touch-Tasten können schonmal versehentlich betätigt werden.

Beim Bedienen kommt man manchmal versehentlich an die Touch-Tasten, das startet das Gerät. Leider kann der Vakuumier-Vorgang mit geöffnetem Deckel aktiviert werden, was nicht sonderlich vorteilhaft ist. Scheint die Sonne, sieht man die Status-LEDs, die integriert sind, auch nicht. Ist Ihre Küche also in sonniger Lage, wird man mit dem Severin Probleme bekommen.

Die Anleitung ist nicht besonders umfangreich. Wichtige Bedienaspekte werden genannt, technische Details wie Pumpendruck, Leistung oder anderes fehlen aber, ebenso wie Praxistipps.

Das Hochglanzgehäuse besteht aus Hartplastik, die Qualität überzeugt uns nicht ganz und wir finden die Hochglanz-Optik unpassend für die Küche.

Wer aber oft Flüssigkeiten versiegelt, für den eignet sich dieses Gerät definitiv, eine dichte Schweißnaht ist dabei nämlich besonders wichtig.

Herausnehmbarer Auffangbehälter: Klarstein FoodLocker Slim

Herausnehmbarer Auffangbehälter

Klarstein FoodLocker Slim

Test Vakuumierer: Klarstein FoodLocker Slim
Er schweißt trocken und nass sehr zuverlässig und bleibt durch den herausnehmbaren Auffangbehälter sauber.

Keine Preise gefunden.

Der Klarstein FoodLocker Slim sichert alles mit doppelter Schweißnaht, ist außerdem günstig zu haben und man kann den Auffangbehälter entnehmen. Das macht das Gerät empfehlenswert.

Hier ist dank doppelter Schweißnaht alles dicht – nur nicht bei Flüssigkeiten, da kann es vorkommen, dass die Schweißnaht unterbrochen ist und man das Ganze noch einmal erledigt werden muss.

Klarstein FoodLocker Slim: Dank der doppelten Schweißnaht sind Tüten mit Flüssigkeiten oft - aber nicht immer - dicht.
Klarstein FoodLocker Slim: eine doppelte Schweißnaht sorgt für dichte Tüten, zumindest meistens.

Das Problem haben aber, wie erwähnt, viele Geräte. Insgesamt macht dieses Gerät dank doppelter Schweißnaht seine Sache aber gut.

Den Auffangbehälter kann man herausnehmen. Das hat den Vorteil, dass man nicht das ganze Gerät zur Spüle tragen muss, damit dann auch noch das Öl über den Dichtungsring läuft. Bei diesem Gerät klappt das Reinigen deutlich einfacher.

Toll finden wir die Kabelfixierung unten sowie innerhalb der Vakuumkammer eine Folienfixierung. Das ist praktisch, so kann die Folie beim Schließen des Deckels nicht verrutschen.

Das Gehäuse wirkt stabil, ebenso die Scharniere. Wir finden das Gerät qualitativ hochwertig, aber es lässt sich leider nicht mit einer Hand bedienen. Behälter vakuumieren kann man auch nicht.

Allrounder: CASO VC10

Wer sich mit dem Vakuumieren noch nicht so auskennt und eher ein günstiges Gerät sucht, das sich für Einsteiger eignet, bekommt das mit dem CASO VC10.

Hier gibt es allerdings nur eine Naht und Behälter können damit nicht vakuumiert werden. Tüten mit Flüssigkeit sind auch mit dem CASO ein Problem. Hat man Inhalt wie Erdbeeren oder Brot, der leicht zerquetscht werden kann, sollte man die Stopptaste rechtzeitig betätigen, anschließend wird mit »Seal« manuell vakuumiert.

Mit dabei ist eine Ersatzdichtung, die Anleitung ist mehrsprachig und wir finden sie angenehm ausführlich. Sogar Nahrungsmitteltipps gibt es.

Wer nicht so oft vakuumiert, wird mit dem CASO sicher glücklich werden, nutzt man das Gerät aber häufiger, empfehlen wir eher den Rommelsbacher.

Was gibt es sonst noch?

Der Rommelsbacher VAC 110 bietet etwas weniger Komfort als unsere Empfehlung derselben Marke. Denn man muss ihn mit zwei Händen bedienen. Mit dabei ist ein Vakuumschlauch, mit dem Behälter vakuumieren kann. Der Port für den Schlauch ist aber direkt unterm Deckel, die dazugehörige Bedientaste daneben, das finden wir nicht so gelungen. Mit Tasten kann die Versiegelungszeit reguliert werden je nachdem, ob es sich um nassen oder trockenen Inhalt handelt. Außerdem kann man die Pumpengeschwindigkeit regulieren, bei Lebensmitteln mit Quetschgefahr ist das praktisch.

Ebenso wie unsere Empfehlung, kann dieses Gerät nur eine Naht erzeugen, die ist dafür aber breit. Eine umfangreiche Anleitung ist dabei, die enthält etwa die Aufbewahrungszeiten für viele Lebensmittel. Mit Flüssigkeiten gibt es auch hier Probleme mit undichten Tüten, das können andere aber nicht besser.

Beim Geryon E5700-MS gibt es in der ebenfalls ausführlichen Anleitung ebenfalls Richtlinien, wie gelagert werden soll. Der Vakuumierer selbst besteht aus Kunststoff und Edelstahl und wir finden die Konstruktion solide. Auch der Geryon erzeugt nur eine Naht, die ist aber ziemlich zuverlässig – immer dicht ist damit dennoch nicht alles. Bei diesem Gerät gibt es ebenso eine Taste für »Sensitiv«, damit wird der Unterdruck gemindert und man kann sie etwa für Brot oder Erdbeeren nutzen. Zudem ist eine Taste für »Nass« vorhanden, mit der wird der Unterdruck langsam erzeugt, das ist gut bei Flüssigkeiten, denn so kann man je nach Nässe Stopp drücken.

Behälter lassen sich mit dem Gerät ebenfalls vakuumieren, ein Schlauch dafür ist dabei. Aber bei diesem Gerät finden wir die Behältertaste unter dem Deckel, das ist nicht so praktisch. Durch die Touch-Tasten kann es gelegentlich zur Fehlbedienung kommen, die Pumpe kann auch mit geschlossenem Deckel starten, beides finden wir nicht so toll.

Der ProfiCook PC-VK 1080  kommt in hübscher Hartplastik- und Edelstahl-Optik daher. Die Verarbeitung ist gut und unten gibt es eine Kabelfixierung. Der Vakuumierer ist gut geeignet, wenn man fragilere Lebensmittel vakuumieren möchte, da die Pumpe eher langsam arbeitet. Das Problem mit Flüssigkeiten haben wir aber auch mit dem ProfiCook-Vakuumierer.

Die Anleitung ist eher rudimentär, für die Inbetriebnahme reicht sie aus, aber Küchentipps zu den Nahrungsmitteln zusätzlich wären schön gewesen.

Wissenswertes über das Vakuumieren

Vakuumieren funktioniert, indem aus der Tüte oder dem luftdichten Behälter per Kolbenpumpe die Luft gepumpt wird. Das erzeugt ein fast sauerstofffreies Vakuum.

Damit Bakterien überleben können, brauchen sie Sauerstoff, wird die Luft abgepumpt, können sie nicht überleben. Damit bleiben die Lebensmittel länger frisch, durch das Vakuum wird die bakterielle Zersetzung verlangsamt, in etwa um den Faktor 5 und das ganz ohne Einfrieren.

Ein anderer Grund fürs Vakuumieren ist Sous-Vide, dafür werden eingeschweißte Lebensmittel benötigt. Beim Sous-Vide wird Fleisch, Obst oder Gemüse zuerst gewürzt und dann vakuumiert. Nun gibt man die Tüte ins Wasserbad und mit niedrigen Temperaturen wird nun schonend gegart. Dabei bleiben Vitamine und Mineralien erhalten, auch durchs Kochwasser wird damit nichts ausgespült.

Mit Sous-Vide kann alles punktgenau gegart werden, dazu muss man kein Experte im Kochen sein. Eine Rolle spielt es dabei nicht, ob das Gemüse nun 60 oder 45 Minuten im Topf ist. Die Temperatur stellt man auf das Grad genau ein, so wird nichts matschig.

Für Sous-Vide eignen sich nur Tüten, aber man kann mit entsprechenden Verschlüssen bei Behältern ein Vakuum erzeugen. Diese Behälter und ihre Deckel haben eine robuste Bauweise, so brechen sie unter atmosphärischem Druck beim Unterdruck nicht zusammen. Der atmosphärische Druck ist dafür verantwortlich, dass sich bei Tüten die Folie eng um den Inhalt legt.

Im Handelt findet man viele universelle Verschlüsse und Behälter, auch für Glasflaschen, so bleibt Orangensaft länger frisch im Kühlschrank, ebenso wie geraspelte Karotten.

Ein weiterer Grund fürs Vakuumieren: Vorrat. So kann man viel kaufen und dann in passenden Portionen in den Kühlschrank geben oder einfrieren. Würzt man es davor auch noch, so kann das Gericht direkt vom Gefrierfach in den Sous-Vide- oder Gartopf.

Folienbeutel für das Vakuumieren brauchen Strukturwaben, bei glatten Beuteln kann keine Luft herausgesaugt werden, denn nur Waben-Folien drücken die Folien gegeneinander und dichten so ab. Vakuumfolien kann man als verschieden große Beutel kaufen, ebenso gibt es sie als Rolle. Die Größe kann dann per Schweißfunktion selbst hergestellt werden.

Folien sind universeller, jede Tüte kann mit vakuumiert werden, sofern sie nicht breiter als 30 Zentimeter ist. Folien sind robuster und stärker als herkömmliche Gefrierbeutel, die Stärke beträgt 0,16 Millimeter oder mehr.

Bei unseren Testgeräten können keine Beutel mit mehr als 30 Zentimetern genutzt werden, Geräte für den Haushalt schaffen maximal ein Format von 30 Zentimetern.

Für 15 Euro bekommt man zwei Rollen mit 30 x 600 Zentimetern, Beutel bekommt man 50 Stück mit 15 x 20 Zentimetern und zahlt dafür acht Euro, größere Beutel, etwa 20 x 30 Zentimetern und 100 Stück gibt es für etwa 20 Euro. Wir empfehlen daher Vakuumrollen, das finden wir wirtschaftlicher.

Man kann die Beutel auch reinigen und dann wiederverwenden, dazu muss man aber die Schweißnaht abschneiden, so werden die Beutel immer kleiner.

Welches Gerät?

Ein Unterdruck von bis zu -0,8 bar wird dank Kolbenpumpe beim Vakuumierer erzeugt. Danach wird die Folie dann zugeschweißt. Folienschweißgeräte dagegen saugen per Gebläse die Luft aus den Beuteln, die schmiegen sich an den Inhalt dann besser an.

Mit Folienschweißgeräten bekommt man damit kompakte Pakete etwa für den Froster, darin ist aber noch viel Luft. Man dann aber Folienschweißgeräte auch mit dünnen Gefrierbeuteln benutzen, Wabenstruktur braucht man keine. Bei Vakuumierbeuteln, die eher steif sind, kann das Luftvolumen durch das Gerät nicht verringert werden.

Wer eher einfrieren will und gelegentlich Sous-Vide kocht, kann ein Folienschweißgerät nehmen. Fragilere Lebensmittel wie Brot oder Erdbeeren lassen sich damit leicht eintüten, zerquetscht wird mit Folienschweißgeräten nichts.

Wer vorwiegend für Sous-Vide Lebensmittel eintütet, braucht eher einen Vamuumierer, die Tüten sind da fast luftleer, so kochen sie im Wasserbad besser. Ebenso eignet sich ein Vakuumierer, wenn man die Sachen im Kühlschrank aufbewahren will und möchte, dass sie länger halten, etwa Schinken, Wurst oder Käse.

Welche Bauarten gibt es?

Man unterscheidet zwischen Kammervakuumierern und Außenvakuumierern. Bei Kammervakuumierern legt man den ganzen Beutel mit Inhalt in das Gerät, beim Außenvakuumierer dagegen nur die Beutelöffnung.

Wir haben nur Außenvakuumierer getestet, denn Kammer-Geräte sind eher für den Profi-Bereich gedacht und man zahlt für solche Modelle 600 Euro oder mehr.

Für Außenvakuumierer braucht man Tüten mit strukturierter Oberfläche, so kann die Kolbenpumpe die Luft richtig absaugen. Für Kammervakuumierer nimmt man Siegelbeutel, die haben eine glatte Oberfläche.

Mit Flüssigkeiten haben die Geräte allgemein ein Problem, denn das Wasser wird angesaugt und der Auffangbehälter überschwemmt. Mit dickeren Flüssigkeiten, etwa für Sauce Hollondaise, klappt es, man muss dazu aber schnell genug sein und die Stopp-Taste rechtzeitig drücken.

Die »Nass«-Taste mancher Geräte änderte daran auch nichts, sollte aber eigentlich auf die Pumpgeschwindigkeit Einfluss haben, so soll langsamer gepumpt werden. Stoppt man nicht manuell, verliert man einiges an Flüssigkeit an den Auffangbehälter, der kann auch überlaufen, die Sauerei ist dann recht groß.

Ein Folienschweißgerät ist da besser, denn das saugt kein Wasser an, auch keine Marinade oder Sauce. Die Tüten eignen sich dann aber für Sous-Vide nicht.

Erdbeeren, oder Brot, welches viel Luft enthält, können beim Vakuum durch atmosphärischen Druck zerquetscht werden beim Vakuumieren, daher gibt es bei den Gräten manchmal eine Auswahltaste, womit sich der Vakuumdruck vermindern lässt.

Mit Erdbeeren und Brot haben wir getestet, aber die Tasten hatten im Test meist keinen Effekt, auch hier wurde trotz »Sensitiv« oder »Gentle« einiges zerdrückt, Erdbeeren bekamen wenige Modelle noch ganz gut hin.

Auch das Ansaugen von Flüssigkeiten soll durch die Regulierung vermieden werden, das hat im Test aber auch nicht geklappt. Man muss also selbst aufpassen und rechtzeitig Stopp drücken, die Versiegelung stößt man dann manuell an.

So haben wir getestet

Wir haben Vakuumierer getestet, die sich für Privathaushalte eignen, gekostet haben sie 30 bis 100 Euro. Der Severin FS 3604 ist ein Folienschweißgerät, hier sieht man den Unterschied zum Vakuumierer aber gut.

alle Vakuumierer im Test: CASO VC10, Rommelsbacher VAC 285, Klarstein FoodLocker Slim, CASO VC10, CASO VC100, Severin FS 3611, Severin FS 3604, Rommelsbacher VAC 110, Geryon E5700-MS, Padi Home, Crenova ZK-01, ProfiCook PC-VK 1080
Unsere Test-Vakuumierer auf einen Blick.

Angesehen haben wir uns die Verarbeitung und die Zusatzfunktionen. Ist alles da, wo es sein soll? Wir haben uns die Bedienung angesehen und das Material.

Danach haben wir einen Praxistest gemacht, haben mariniertes Fleisch vakuumiert und uns angesehen, ob Flüssigkeit angesaugt wird. Wir haben für Sous-Vide etwa roten Lachs und Alaska-Seelachs mit Gewürzen und Marinade vakuumiert. Außerdem Rosenkohl, Brokkoli, Aubergine und Zucchini, alles ebenfalls mariniert vorher. Für sensible Speisen haben wir mit Brot und Erdbeeren getestet.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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