Für die perfekte Bräunung Test: Toaster Mf

Toaster im Test : Für die perfekte Bräunung

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Veröffentlicht 03.04.2020

Von Bräunungsgradeinstellung über Aufwärmen bis zum Auftauen haben Toaster heutzutage viel mehr zu bieten als nur Toast zu rösten, ein Blick auf die Ausstattung lohnt sich also vor dem Kauf. Wir haben 26 Modelle getestet.

Christian Lanzerath
Christian Lanzerath
schreibt als Technik-Journalist unter anderem für CHIP, Computer Bild, ITespress, ZDNet und eKitchen und testet regelmäßig IT-Produkte und Consumer Electronic.

Brot rösten können sie alle – aber nicht unbedingt gut. Beim Toasten kommt es vor allem auf die Gleichmäßigkeit des Röstergebnisses an. So schaffen es viele Toaster nicht, beide Seiten gleich stark zu bräunen. Und manche brauchen deutlich länger als andere.

Dabei sind teurer Modelle nicht unbedingt besser als günstige. Unterschiede sieht man da vor allem bei der Verarbeitung. Hier schneiden die billigen Produkte deutlich schlechter ab.

Der Markt ist groß, es gibt für alle Anforderungen passende Geräte: 2-Scheiben-, 4-Scheiben-, Langschlitz- oder Doppellangschlitz-Toaster. Daher haben wir vier Empfehlungen für Sie gekürt.

Schlichte Eleganz: Krups KH442

Der Krups KH442  ist ein klassischer Zwei-Scheiben-Toaster aus Edelstahl mit solider Verarbeitung und schlichtem Design, der in jede Küche passt. Er überzeugt vor allem mit seiner guten Verarbeitung und seinem zuverlässig gleichmäßigen Röstergebnis.

Schlichte Eleganz

Krups KH442

Test: Toaster – Testsieger Krups KH442
Für einen annehmbaren Preis bekommt man ein super Frühstücksbrötchen und verbrennt sich nicht dabei.

Der Toaster von Krups ist aus Edelstahl und Kunststoff gefertigt, Hebel, Einfassung und Knöpfe bestehen aus Plastik, der Qualität tut das aber keinen Abbruch, die Verarbeitung ist gut, das Gerät ist stabil gebaut und verspricht Langlebigkeit.

Ein praktisches Extra des Toasters: Die Krümelschublade muss nicht manuell herausgezogen werden, sondern fährt bei kurzem Druck auf den Griff selbständig aus. Durch die sanfte, federnde Bewegung der Schublade fallen deutlich weniger Krümel daneben als per Hand. Außerdem sorgt der recht hohe Rand der der Krümelschublade dafür, dass nichts daneben geht.

Wer nicht nur Brot toasten, sondern auch Brötchen aufwärmen möchte, kann den mit integrierten Brötchen-Aufsatz verwenden. Der ist ebenfalls stabil und kann durch einen Hebel nach oben geklappt werden.

Sechs Röststufen stehen zur Verfügung, im Praxistest dauert es allerdings etwas über drei Minuten, bis das Brot die richtige Farbe hatte. Es gibt Modelle die toasten schneller, aber zu schnell soll es auch nicht gehen, sonst ist der Toast innen noch weich – das schmeckt nicht.

Der Toaster verfügt über eine Auftaufunktion für tiefgefrorenes Toastbrot, hier wird das Ergebnis – bei gleichzeitigem Auftauen und Rösten – jedoch ein wenig zu hell, sofern man nicht die höchsten Stufen verwendet.

Dazu gibt es auch noch eine Aufwärmfunktion, praktisch, wenn das bereits getoastete Brot nochmal schnell aufgewärmt werden soll. Das Prinzip funktioniert bei allen Geräten gleich: nach kurzem Aufheizen der Toastscheibe wird sie wieder ausgeworfen.

Ein weiteres großes Plus: Beim Toaster von Krups kann man sich kaum die Finger verbrennen, denn einzig die Metallumrandung rund um die Schlitze wird heiß. Das restliche Gerät wird nur handwarm, selbst wenn man viele Scheiben nacheinander toastet.

Auch beim Entnehmen der Toasts besteht keine Verbrennungsgefahr: Auf Wunsch befördert man die Scheiben mit dem Auswurfhebel satte 4 Zentimeter über den Rand, sodass man mit den Fingerspitzen gar nicht erst an das heiße Metall kommt.

Abgesehen von der etwas langen Röstzeit punktet der Krups damit in allen Bereichen. Das gilt auch für den Preis. Für alle, die einen guten, zuverlässigen Zwei-Scheiben-Toaster ohne Langschlitz suchen, ist der Krups KH442 die beste Wahl.

Für den großen Hunger: Severin AT 2509

Für den großen Hunger

Severin AT 2509

Ob Großfamilie oder beim Frühstück mit Freunden: Wenn jeder gleichzeitig Toast will, kann es schnell hektisch werden. Abhilfe schafft ein Gerät, das anstatt zwei gleich vier Scheiben auf einmal toastet. Unsere Empfehlung ist der Doppel-Langschlitz-Toaster Severin AT 2509, der neben normalem Toastbrot auch lange Brotscheiben rösten kann.

Der Toaster von Severin überzeugt mit solider Verarbeitung und kann sich auch durchaus sehen lassen. Der Brötchen-Aufsatz ist im Vergleich zur Konkurrenz sehr stabil. Ein Großteil des Toasters besteht aus Edelstahl. Einziges Manko: Der Metallrand oben um die Heizelemente ist ein paar Millimeter höher als das Gehäuse, da kann man sich verbrennen, wenn man unvorsichtig ist oder beim Zugreifen nicht hinsieht.

Im Gegensatz zum Krups kann das Brot hier zum Entnehmen nicht höher geschoben werden, 2,9 Zentimeter bis zum Toaster sollten aber reichen, um die Scheiben problemlos greifen zu können.

Das Röstergebnis ist gut, bei der Röstdauer ist dieses Modell aber nicht das schnellste. Wen das stört kann sich den Severin AT 2515 ansehen, ein Langschlitz-Toaster mit nur einem Schlitz, der wesentlich schneller fertig wird.

Unterm Strich ist der Severin AT 2509 für uns der beste Toaster für Familien, die vier Toastscheiben oder zwei lange Brotscheiben gleichzeitig rösten wollen.

Für Sparfüchse: Philips HD2581/90

Für Sparfüchse

Philips HD2581/90

Test Toaster: Philips HD2581/90
Philips erfindet den Toast nicht neu, aber das ist auch nicht nötig. Der HD2581/90 ist ein solider, klassischer Toaster.

Der beste günstige Toaster ist der Philips HD2581/90. Er biete alles, was ein Toaster können muss für gerade mal 25 Euro. Dafür bekommt man einen soliden Zwei-Scheiben-Toaster samt Aufsatz für Brötchen, der zudem recht kompakt ist und auch in der kleinsten Küche einen Platz findet.

Der Toaster ist außen aus Kunststoff, das erfüllt seinen Zweck, mehr aber auch nicht. Wo es ihm an Eleganz mangelt, macht der Philips diesen Nachteil durch seine solide Verarbeitung wieder wett.

Der Bräunungsgrad und die Gleichmäßigkeit nach drei Minuten im Test sind zufriedenstellend, bessere Ergebnisse lieferten hier andere Modelle. Auftauen kann er auch, aber nicht besonders gut. Während andere Geräte hierfür eine gesonderte Funktion bieten, findet sich das Programm beim Philips zwischen Stufe 6 und 7, der Bräunungsgrad kann damit also nicht mehr geändert werden.

Nach dem Toasten können die Scheiben durch hochschieben des Hebels noch etwas angehoben werden, das erleichtert das Herausnehmen. Die Krümelschublade erfüllt ihren Zweck gut, fängt Brotreste sicher auf und ein Rand sorgt dafür, dass kaum etwas daneben geht.

Wer nach einem soliden Toaster für wenig Geld sucht, ist mit dem Philips gut beraten.

Platzsparend: WMF Küchenminis Langschlitz-Toaster

Platzsparend

WMF Küchenminis Langschlitz-Toaster

Test Toaster: WMF Küchenminis Langschlitz-Toaster
Der Langschlitz-Toaster von WMF liefert hervorragende Ergebnisse, sieht elegant aus und ist angenehm platzsparend.

Cromargan soll geschmacksneutral sein und nicht rosten, verspricht WMF für seine Metalllegierung. Ob das in der Praxis auch funktioniert, kann man anhand des WMF Küchenminis Langschlitz-Toasters testen, hier wurde das spezielle Material verwendet.

Wie der Name schon sagt, können dank des langen Schlitzes zwei Scheiben nebeneinander getoastet werden. Das Gerät ist dadurch angenehm schmal, aber dafür länger. Optisch ist er hübsch anzusehen, die Verarbeitung überzeugt aber nicht vollkommen, die Kunststoff-Regler wirken nicht hochwertig und zwischen den Schlitzen hat man freien Blick ins Innere des Toasters – neben dem Spülbecken würden wir ihn eher nicht stehen lassen.

Funktion und Ausstattung des WMF-Toasters können sich sehen lassen, der Brötchenaufsatz ist sogar lang genug für Baguette und sehr stabil. Für die bessere Übersicht gibt es beleuchtete Tasten, die sich angenehm drücken lassen. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen ist dieser kompakte Langschlitz-Toaster recht platzsparend.

Tolle Ergebnisse liefert der Toaster beim Rösten: Das perfekt gleichmäßig getoastete Brot übertraf alle anderen Toaster im Test. Dafür benötigte er aber auch deutlich mehr Zeit. Das Auftauprogramm überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie.

Die Krümelschublade verfügt über ausreichend hohe Ränder und eine kleine Ausbuchtung in der Mitte. Mitgedacht hat WMF auch beim Entnehmen des Toasts: dafür wird eine kleine Zange mitgeliefert. Auch ohne dieses Hilfsmittel ließen sich die Scheiben aber problemlos entnehmen, ohne dass man sich die Finger verbrennt.

Wer einen kompakten Langschlitz-Toaster sucht, der sehr gleichmäßig bräunt, liegt mit dem WMF Küchenminis Langschlitz-Toasters richtig.

Was gibt es sonst noch?

Neben den von uns empfohlenen Toastern gibt es noch eine ganze Reihe, die im Mittelfeld liegen. Einige Modelle sind aber auch sehr negativ aufgefallen.

Positiv zu erwähnen ist der Philips HD2637/90. Er bietet im Wesentlichen die gleichen Funktionen und den gleichen Aufbau wie unsere Empfehlung HD2581/90, auch hier lassen sich die fertigen Brotscheiben mit einem Hebel anheben. Verbaut wurde ein Kunststoffrahmen mit Metallblenden, das wirkt etwas eleganter als der reine Kunststoff des HD2581/90. Neu im Gegensatz zum anderen Modell aus den gleichen Hause ist die Auftaufunktion, hier unabhängig vom Bräunungsgrad. Er röstet Toastscheiben sehr gleichmässig, auch wenn er sich dafür etwas Zeit lässt. Allerdings kostet er rund ein Drittel mehr als sein Konkurrent aus Kunststoff, der damit das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Wenn die paar Euro mehr nichts ausmachen, kann aber auch hier bedenkenlos zugreifen.

Es gibt Toaster, die sehen toll aus und haben einen klingenden Namen, enttäuschen aber in der Praxis. Ein solcher Kandidat ist der KitchenAid 5KMT221ECU. Mit seiner Retro-Optik sieht er schick aus, aber das lässt sich der Hersteller auch ordentlich bezahlen. Er hat eine gute Krümelschublade und einen motorisierten Toast-Heber. Dafür hat der Toaster keinen Brötchenaufsatz, das Toast-Ergebnis überzeugt nicht und die Scheiben lassen sich eher schwer entnehmen. Unangenehm ist auch der anfangs chemische Geruch des Toasters, appetitlich ist das nicht. Für das Gebotene ist der KitchenAid-Toaster viel zu teuer.

Ebenfalls mit zweifelhaften Rekorden kann der Russell Hobbs Retro  punkten, dessen Optik und Toast-Ergebnisse uns zunächst überzeugten. Hochwertig ist er, sogar eine Uhr – die anzeigt, wann der Toast fertig ist – wurde integriert. Die Gleichmässigkeit der Bräunung ist gut, nur zu lange sollte die Scheibe nicht im Gerät bleiben, denn dann bekommt man sie pechschwarz wieder zu Gesicht, und das bereits nach 3 Minuten. Denn der Toaster hat richtig Power und röstet mit Abstand am schnellsten. Das ist aber nicht immer ein Vorteil: Durch das schnelle Erhitzen wird nur das Äußere des Toasts knusprig, innen bleibt er weich und labbrig. Das schmeckt gar nicht gut.

 

Tipps zum Toaster-Kauf

Die meisten Toaster rösten zwei Scheiben nebeneinander. Neben dieser Standard-Variante gibt es sogenannte Langschlitz-Toaster, hier liegen die Scheiben in einer Reihe.

Dann gibt es noch Varianten für vier Scheiben Toast gleichzeitig. Entweder werden diese in vier nebeneinanderliegenden Schlitzen getoastet oder in einem Doppel-Langschlitz-Toaster.

Jede Form hat ihre Vor- und Nachteile, längliche Toaster nehmen weniger Platz weg und sorgen für ein gleichmäßigeres Röstergebnis, da die Hitze besser verteilt ist und sich nicht in der Mitte staut.

Langschlitz-Toaster für vier Scheiben eignen sich perfekt für größere Familien, aber auch für alle, die auf Extras verzichten und nur zwei Scheiben Brot toasten wollen, gibt es genügend Auswahl.

Sicherheit ist ebenfalls wichtig: Wie heiß der Toaster wird, ist ein entscheidendes Kriterium, schließlich sollte man sich beim Herausnehmen der Scheiben nicht die Finger verbrennen. Hebel, die das Brot höher schieben, sind hier von Vorteil, einige Modelle bieten auch Extras wie Zangen zum Herausnehmen.

Wie weit die Scheiben aus dem Toaster ragen entscheidet maßgeblich über die Verbrennungsgefahr. Außerdem sollte der Aufsatz für Brötchen stabil sein und die Krümelschublade beim Herausziehen keine Brösel verteilen. Idealerweise verfügt der Toaster auch über eine Auftaufunkion.

So haben wir getestet

Wir haben in zwei Testrunden insgesamt 26 Toaster getestet, davon sind aktuell noch 21 verfügbar. Das günstigste Testmodell kostete gerade mal 10 Euro, der teuerste stolze 130 Euro.

Getestet haben wir alle Toaster mit normalen Weißbrot-Toasts in drei Durchgängen: Einmal in der mittleren Einstellung, einmal mit einer festen Zeit von drei Minuten und einmal gefrorenen Toast mit Auftaufunktion, sofern es eine gibt. Der Drei-Minuten-Test gibt Auskunft darüber, wie schnell ein Toaster röstet. Die Unterschiede sind groß: Von blass bis verkohlt war alles dabei.

Neben Gleichmäßigkeit und Geschwindigkeit beim Rösten haben wir die Verarbeitungsqualität beurteilt und die Hitzeentwicklung am Gerät überprüft. Auch der Preis floss mit in die Bewertung ein.

Toaster im Test
Langschlitz oder lieber viele nebeneinander? Es gibt viele Varianten.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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