Für den schnellen Snack zwischendurch Test: Krups Sandwichmaker

Sandwichmaker im Test : Für den schnellen Snack zwischendurch

Veröffentlicht 16.03.2020

Sandwiches sind ein beliebter Snack, wenn man nicht so viel Zeit für die Zubereitung einer Mahlzeit hat. Mit einem Sandwichmaker können sie außerdem schön knusprig gebacken werden und schmecken auch warm gut. Wir haben 10 Sandwichmaker getestet.

Susanne Möllendorf
ist freie Autorin und Journalistin. Sie schreibt unter anderem Technik-Ratgeber für den O'Reilly Verlag und testet Küchengeräte aller Art.

Wenn es mal schnell gehen muss, ist ein Sandwich einfach zubereitet, warm schmecken sie noch besser, vorausgesetzt, man hat den richtigen Sandwichmaker. Etwas Geld dafür in die Hand zu nehmen lohnt sich, denn bei den günstigen Modellen in unserem Test konnte der schmelzende Käse oftmals schön in die Ritzen laufen, raus bekommt man ihn dann nicht mehr. Diese Modelle waren beinahe alle aus Plastik. Außerdem fiel uns auf, dass viele Sandwichmaker recht kurze Stromkabel haben, wir haben im Test daher sogar zum Verlängerungskabel greifen müssen. Ein Gerät nutzt zum Sandwich-machen aber auch die Mikrowelle, das gefiel uns geschmacklich gut und die Reinigung ging ebenfalls schnell von der Hand.

Solide: Krups FDK 451

Der FDK 451 von Krups ist schwer und groß, das muss aber kein Nachteil sein, denn dadurch ist dieser Sandwichmaker standfester und robuster als manch anderes Modell. Das ist für den Toastvorgang von Vorteil. Außerdem ist die Bedienung leicht und wir finden das Ergebnis gut.

Solide

Krups FDK 451

Zum Gewicht tragen teils die Platten bei. Die sind innovativ und gehen innen über das gesamte Gerät, die Kanten sind außerdem nach oben gebogen. Somit läuft nichts in die Ritzen und zu reinigen ist das Gerät so ebenfalls einfach. Auch die Antihaft-Beschichtung ist praktisch. So bleibt nichts hängen, selbst an den unterteilten Platten nicht.

Bedient wird das Gerät über einen Knopf zum An- und Ausschalten, das ist gut, so muss nicht jedes Mal der Stecker gezogen werden. Außerdem finden wir hinten am Gerät die Kabelhalterung gut, somit kann der Sandwichmaker platzsparend verstaut werden, etwa aufrecht. Darüber hinaus gibt es Antirutsch-Füße, die das Gerät beim Schließen der Klappe am Bewegen hindert. Außen gibt es Kontrolleuchten für die Temperatur und den Betrieb, die sagen aus, ob gerade aufgeheizt oder getoastet wird.

Das Gerät hat 850 Watt und zu heiß wurde es im Test nicht und auch der Griff blieb kühl. Der Verschluss wurde aber während der Bedienung recht warm.

Was den Geschmack angeht, so wurden die Sandwiches gut und gleichmäßig getoastet. Die Scheiben bleiben schön zusammen, mit dem Messer kann man sie mittig einfach trennen. Auch XXL-Sandwiches funktionieren gut. Bei recht dicken Sandwiches ist es aber möglich, dass das Gerät nicht so einfach zugeht. Wir finden, andere Geräte wie dem Warme 30HHH von Aigostar eignen sich dazu besser.

Optisch überzeugt dieser Sandwichmaker ebenfalls, sogar mehr als manch anderes Gerät, kommt keine Plastik-Außenhülle zum Einsatz. Wir finden, dass er hochwertig verarbeitet ist, das macht ihn sicherlich langlebig. Vor allem den Verschluss fanden wir gut, der geht angenehm zu öffnen und schließen und wirkt, als würde er lange halten.

Mit dem Krups bekommt man einen soliden Sandwichmaker, der qualitativ hochwertig ist und mit seiner Handhabung überzeugen kann. Knusprige Sandwiches sind kein Problem und schnell gemacht, dafür finden wir dann den Preis gerechtfertigt.

Leichte Bedienung: Emerio ST-109562

Leichte Bedienung

Emerio ST-109562

Test Sandwichmaker: Emerio ST-109562
Der Emerio bietet eine angenehme Bedienung und kostet nicht viel.

Beim ST-109562 von Emerio gibt es recht große Platten, die sich für XXL-Sandwiches eignen. Dank praktischer Kanten kann hier kein Käse in die Ritzen oder nach außen laufen. Auch dieser Sandwichmaker gefällt uns, vor allem für große Sandwiches.

Einen Knopf zum Abstellen des Heizvorganges gibt es nicht, im Gegenzug bekommt man aber für weniger als 20 Euro einen recht guten Sandwichmaker zum kleinen Preis. Vor allem, wenn man nur gelegentlich Sandwiches essen möchte, bietet sich das Emerio-Gerät an.

Allerdings findet man bei diesem Gerät nicht die typische Sandwichform mit zweigeteilten Platten und die Plastik-Außenhülle überzeugt nicht komplett. Positiv ist jedoch, dass er deshalb nicht heiß wird. Mit 900 Watt klappt es auch gleichmäßig und schnell mit dem Toasten. Wir empfehlen dieses Gerät für alle, die nicht so viel Geld ausgeben möchten.

Für die Mikrowelle: Morphy Richards 511647 Mico

Für die Mikrowelle

Morphy Richards 511647 Mico

Test Multikocher: Morphy Richards 511647 Mico
Der Morphy Richards backt tolle Sandwiches in der Mikrowelle.

Der 511647 Mico von Morphy Richards ist kein klassischer Sandwichmaker, sondern darf in die Mikrowelle. Darin werden die Platten dann erhitzt und man bekommt schön gleichmäßige Sandwiches. Für uns eine Empfehlung für alle, die kein eigenes Gerät, sondern Zubehör für ihre Mikrowelle suchen.

Die Platten sind in Silikonhalterungen, mit diesem Sandwichmaker bekommt man in lediglich vier Minuten schöne Sandwiches. Danach klappt jedes neue Sandwich noch schneller. Ist man mit dem Toasten fertig, kann das Gerät einfach zerlegt werden und darf in den Geschirrspüler.

Leider bietet es nur Platz für ein Sandwich. Das gleicht er aber wieder aus, indem er unter allen Testgeräten am leichtesten verstaut werden kann. Mit dabei ist eine Anleitung auf Englisch, die hat aber Bilder, sodass man zur Not auch ohne Fremdsprachenkenntnisse auskommt.

Wir empfehlen dieses Gerät für alle, die regelmäßig ihre Mikrowelle nutzen und darin hin und wieder ein Sandwich machen wollen.

Was gibt es sonst noch?

Der Sandwichmaker der Lono-Reihe von WMF hat einen Knopf zum An- und Ausschalten, die Platte ist groß und die Bauform sorgt dafür, dass kein Käse daneben läuft. Im Gehäuse gibt es einen kleinen Lüfter, so wird der Sandwichmaker nicht so heiß, dafür ist das Ganze dann aber auch lauter. Die Verarbeitung ist hochwertig, dennoch sind 60 Euro nicht gerade wenig.

Der Warme 30HHH von Aigostar ist vor allem für dicke Sandwiches geeignet, denn hier gibt es ein Scharnier, das flexibel ist. Dafür kann das Gerät aber nicht komplett schließen und auch die Sandwiches werden nicht ganz einheitlich kross. Außen wurde Metall verarbeitet, das Design gefällt uns. Für 20 Euro lohnt sich die Anschaffung des Kontaktgrills aber dennoch für dicke Sandwiches.

Ebenfalls von Aigostar kommt der Sandwichmaker, den empfehlen wir aber nicht. Die Verarbeitung wirkt billig und die Platte ist zu klein, Käse lief am Gehäuse runter und auch in die Ritzen. Selbst bei normalen Sandwiches haben wir den Sandwichmaker nicht so einfach zu bekommen. Außerdem gibt es keinen Knopf zum An- und Aussschalten.

Der Clatronic ST 3477 konnte uns ebenfalls nicht wirklich überzeugen, er ist recht klein und an den Platten floss der Käse vorbei. Die lassen sich aber nicht entnehmen, was die Reinigung erschwert. Die Verarbeitung ist außerdem wackelig und schlecht, das Gerät recht leicht. Dadurch kann er beim Schließen leicht umkippen. 15 Euro sind nicht so viel, vom Kauf raten wir dennoch ab.

Auch vom Tefal SM 1552 waren wir nicht begeistert, obwohl es ein Markenprodukt ist. Die Probleme teilt er sich mit den anderen Geräten, die wir eher nicht empfehlen, außerdem ist die Antihaft-Beschichtung nicht überzeugend. Tefal setzt ebenfalls auf feste Platten, die Reinigung ist dadurch schwer.

Wissenswertes über Sandwichmaker

Wer gerade keine Lust auf frisches Brot hat, greift gerne zum Toaster. Damit ist man flexibel bei Belag und Zubereitungsart. Inklusive Belag ist man mit solche einem Sandwich in zehn Minuten fertig, außerdem schaffen viele Sandwichmaker zwei Toasts gleichzeitig.

Alle Geräte haben einen ähnlichen Aufbau, außer sie eignen sich nur für die Mikrowelle. Sie kommen mit zwei Platten, auf die der Toast gelegt und zusammengedrückt wird. Manche Platten kann man entnehmen, der Großteil ist aber fest verbaut.

Meist haben die Geräte etwa 700 bis 900 Watt, sie toasten aber alle ähnlich schnell. Preislich liegen sie zwischen 16 und 60 Euro.

Sandwichmaker Test: Sadwichmaker Gruppenfoto
Unsere Test-Geräte aus 2019/12 stammten von Emerio, Aigostar, WMF, Clatronic, Krups, Tibek, Morphy Richards und Tefal.

So haben wir getestet

Wir haben Sandwiches mit Käse gemacht und die Scheiben auf der Außenseite mit Margarine bestrichen. Wert legten wir vor allem auf Reinigung und Geschmack. Was den letzten Punkt betrifft, so konnten die meisten Geräte überzeugen, günstige Geräte hatten aber gelegentlich Probleme, denn sie schließen nicht immer ganz. Dadurch liegen auch die Scheiben nicht komplett aufeinander und die Füllung verabschiedete sich nach Außen.

Den ausgelaufenen Käse mussten wir dann wieder entfernen. Tefal, Aigostar und Clatronic hatten kleine Platten, dadurch konnte der Käse schnell daneben laufen und in die Ritzen zwischen Gehäuse und Platten hinein. Einmal drin, wird der Käse hart und kann nicht mehr entfernt werden. Selbst wenn er nicht ins Innere, sondern nur an der Seite herunterläuft, ist der Käse aber alles andere als einfach zu beseitigen, denn nicht jedes Gerät verträgt es, wenn man es unter Wasser hält.

Einzig das Mikrowellengerät von Morphy Richards darf in den Geschirrspüler. Bei zwei Testgeräten gab es Platten zum Abnehmen, die waren natürlich deutlich angenehmer sauberzumachen. Dafür ist das Fett unter die Platten und Heizstäbe gelaufen, auch da bekommt man es kaum mehr heraus.

Wir haben uns außerdem angesehen, wie heiß die Sandwichmaker werden, hier gab es aber keinen Grund zur Beanstandung. WMF bietet in der Lono-Reihe sogar einen Lüfter.

Nicht so gut fanden wir insgesamt die kurzen Stromkabel, außerdem muss man manche Geräte vom Strom nehmen, damit sie sich abschalten. Bei schwer erreichbaren Steckdosen ist das ein Problem.

Negativ aufgefallen sind uns ebenfalls die teils schlechten Anleitungen, Sandwichmaker kann man zum Glück aber recht intuitiv bedienen. Der Mico bietet außerdem nur eine englische Anleitung, dafür aber mit hilfreichen Bildern.

Die billigeren Sandwichmaker wiegen größtenteils weniger. Das scheint auf dem ersten Blick positiv, doch schwerere Geräte haben einfach mehr Standfestigkeit. Vor allem beim Schließen ist das ein großer Vorteil, sonst kippt der Sandwichmaker schnell um.

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