Frittieren für den Heimgebrauch Test: Fritteuse

Fritteusen im Test : Frittieren für den Heimgebrauch

Update 17.02.2022

Ob Pommes, Schnitzel oder Krapfen – Fritteusen können das alles. Wer Zeit und Geld sparen möchte, legt sich eine für Zuhause zu. Natürlich haben Fritteusen für den Heimgebrauch sowohl Vor- als auch Nachteile. Wir haben 20 Modelle ab 40 Euro getestet.

Update 17. Februar 2022

Wir haben weitere fünf Fritteusen getestet. Neue Empfehlungen sind die Tefal FR5101 Filtra Pro Inox und die Tefal FR3100 Super Uno Access.

1. Februar 2021

Wir haben sieben weitere Fritteusen getestet. Eine neue Empfehlung ist die Clatronic FR 3195.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Fritteusen frittieren Lebensmittel bei einer Temperatur zwischen 150 und 290 Grad in Öl oder Fett, idealerweise wird das Essen dabei außen knusprig und innen ausgebacken.

Wo heißes Öl im Spiel ist, geht Sicherheit vor, die Funktionsweise der Fritteuse ist daher wichtig – kann man das frittierte Essen aus dem heißen Fett nehmen, ohne sich die Finger zu verbrennen und ohne Spritzer? Auch über die Reinigung sollte man sich vor dem Kauf einer Fritteuse Gedanken machen. Wir hatten 20 Fritteusen im Test. Hier sind unsere Empfehlungen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Maximaler KomfortFür häufigen EinsatzEingebauter FilterMaximale SicherheitDie Sparsame
Test Fritteuse: Tefal FR8040 Oleoclean ProTest Fritteuse: DeLonghi PremiumFry F44532CZTest: Tefal Fr5101 Filtra Pro InoxTest: Tefal Fr3100 Super Uno AccessTest Fritteuse: DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse
Modell Tefal FR8040 Oleoclean Pro DeLonghi PremiumFry F44532CZ Tefal FR5101 Filtra Pro Inox Tefal FR3100 Super Uno Access DeLonghi Rotofritteuse F 28.311.W1
Pro
  • Hohe Temperatur & leistungsstark
  • Einfache Reinigung
  • Integrierter Öltank
  • Große Menge an Frittiergut
  • Einfache Reinigung
  • Öl-Ablassschlauch
  • Leistungsstarke Heizung
  • Gute Verarbeitung aller Teile
  • Simpler Blech-Filter in der Wanne
  • Alles inkl. Deckel in die Spüle
  • Kein Standby-Stromverbrauch
  • Sichtfenster
  • Hohe Sicherheit
  • Alles inkl. Deckel in die Spüle
  • Schnelles Aufheizen
  • Arbeit ohne Korb möglich
  • Gute Verarbeitung aller Teile
  • Bedien-Elemente vom Fett entfernt
  • Echter Power-Off
  • 1,2 Liter Öl reichen aus
  • Frittiergut aus Öl heben, ohne Deckel zu öffnen
  • Öl-Ablassschlauch
  • Geruchsfilter
Contra
  • Timer, aber der schaltet das Gerät nicht ab
  • Scharfkantige Metallteile
  • Scheibe sinnlos, weil beschlagen
  • Lange Aufheiz-Zeit bei 4 Liter
  • Heißer Dampf vor Bedien-Element
  • Keine Kaltzone, Öl verdirbt schneller
  • Nur max 187 Grad, kleinere Mengen wählen
  • Sichtfenster nutzlos da beschlagen
  • Leistungsschwach, langsam
  • Reinigung des integrierten Tanks schwierig
  • Zeitweise quietschende Geräusche des Antriebs
Bester Preis
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Maximaler Komfort: Tefal FR8040 Oleoclean Pro

Maximaler Komfort

Tefal FR8040 Oleoclean Pro

Die Tefal FR8040 Oleoclean Pro hat einige praktische Vorteile hinsichtlich des Umgangs mit Öl. So gibt es hier einen integrierten Tank, in den das Öl nach der Benutzung fließt. Das passiert allerdings nur, sobald es kühl genug ist, ansonsten würde es den Kunststoff beschädigen oder man könnte sich die Finger am Tank verbrennen. Daneben überzeugt die Tefal-Fritteuse vor allem mit ihrer Leistung und eignet sich für Frittiergut bis zu 800 Gramm.

2300 Watt bietet die Fritteuse und ist damit beim Frittieren schnell. Der Korb ist für bis zu 1,2 Kilo ausgelegt, das auszureizen würden wir aber nicht empfehlen und raten zur halben Menge. Der Grund? Die Temperatur innerhalb der Fritteuse wird durch weniger Gargut weniger gesenkt. So entsteht schneller eine Kruste und die Lebensmittel haben gar keine Zeit, sich mit Öl vollzusaugen.

Test Quarkbällchen / Krapfen: Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro - gelingen dank der hohen Leistung sehr zügig
Quarkbällchen mit der Tefal FR8040 Oleoclean gehen schnell.

Getestet haben wir daher mit 400 Gramm, das Ergebnis hat uns überzeugt. Neben Pommes kamen auch Quarkbällchen bzw. Krapfen zum Einsatz, hier wählten wir 175 Grad und haben auch nach dem Aufschäumen nur eine Differenz von drei Grad gemessen. Die Leistung der Tefal-Fritteuse kann sich also sehen lassen. Ohne Inhalt, also nur mit Öl, erreicht sie sogar 210 Grad, davon können wir bei anderen Testkandidaten nur träumen.

Test Pommes: Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro
Pommes mit der Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro.

Sowohl Pommes als auch Krapfen sind durchweg gelungen und haben nicht allzu viel Zeit in Anspruch genommen. Nach dem Frittieren hängt man den Korb zum Abtropfen in die Wanne, ohne den Deckel abzunehmen. So kühlt nichts zu schnell ab.

Auch die Reinigung ist wichtig, ebenso wie das Material. Die Tefal-Fritteuse überzeugt mit Edelstahl, der sich einfach reinigen lässt. Allerdings gibt es einige scharfkantige Stellen an Deckel und Gerät selbst.

Das Gerät kann zum Reinigen auch komplett zerlegt werden, das bieten viele Kaltzonen-Fritteusen. Die Einzelteile dürfen überwiegend in den Geschirrspüler, das Heizelement natürlich nicht. Insgesamt ist die Verarbeitung solide und der Tank robust gebaut.

Tefal FR8040 Oleoclean; komplett zerlegt, Rahmen und Edelstahl-Wanne können in die Spülmaschine
Tefal FR8040 Oleoclean: Teile dürfen in den Geschirrspüler.

Ein großer Pluspunkt ist der Öltank, sobald das Öl lauwarm ist, kann es abgelassen werden. Dabei fließt es durch einen Filter, der grobe Reste herausfiltert. Samt Tank kann das Öl so bis zum nächsten Gebrauch gelagert werden und muss nicht entsorgt werden. Lagern sollte man es an einem kühlen und dunklen Ort. Diese Lösung ist definitiv sehr komfortabel, so spart man sich mühsames Umfüllen per Hand.

Heißes Öl wird gar nicht erst abgelassen, so entsteht kein Sicherheitsrisiko. Nachdem das Öl sicher aufbewahrt ist, muss noch der Tank entnommen und der Filter gereinigt werden. Der Tank selbst darf sogar in die Spülmaschine.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die lange Dauer beim Befüllen der Ölwanne, wenn Luft hinein gerät kann auch etwas Öl daneben gehen, ein Zusammendrücken des Tanks kann hier Abhilfe schaffen. Dennoch muss man lange warten.

Der Timer der Tefal ist batteriebetrieben und sendet ein akustisches Signal, wenn der Inhalt fertig frittiert ist. Gestoppt wird der Frittierprozess dadurch aber nicht, das muss man selbst machen. Bei einem Stromausfall frittiert die Tefal übrigens dennoch weiter, auch hier ist das Signal hilfreich.

Tefal FR8040 Oleoclean; der Timer macht durch ein Pipen (auch bei Stromausfall) auf sich aufmerksam, er schaltet das Gerät aber nicht ab
Tefal FR8040 Oleoclean: Der Timer schaltet die Fritteuse nicht ab.

Die Fritteuse verfügt außerdem über einen Netzschalter beim Thermostat. Leider fehlt die Möglichkeit, das Kabel aufzuwickeln, auch unter dem Gerät gibt es keinen Platz dafür und auch einen Geruchs- oder Fettfilter sucht man vergeblich. Dafür gibt es eine Luftöffnung im Deckel, die gegen den Geruch wenig nützt, dafür aber dafür sorgt, dass hier keine Scheibe beschlägt. So hat man seine frittierten Lebensmittel immer im Blick.

Vergleicht man Fritteusen für den Heimgebrauch mit denen aus der Gastronomie, so schneiden erstere natürlich schlechter ab. Das Tefal-Gerät hat teils scharfkantige Stellen und auch die Metallwände sind dünner, mehr kann man für die günstigen Preise aber auch nicht erwarten.

Ob eine automatische Abschaltung der Fritteuse mit dem Timer sinnvoll wäre, bliebe zu überlegen, wirkliche Vorteile bietet das aber nicht. Die Fritteuse muss in jedem Fall manuell bedient werden und unbeaufsichtigt lassen sollte man sie auch nicht unbedingt.

Die Tefal-Fritteuse bietet somit abgesehen von kleinen Nachteilen eine Menge Vorteile wie schnelles Frittieren mit gutem Ergebnis und eine sinnvolle Möglichkeit, das kalte Öl aufzubewahren. Für uns eine klare Empfehlung.

Für häufigen Einsatz: DeLonghi Premium Fry F44532CZ

Für häufigen Einsatz

DeLonghi PremiumFry F44532CZ

Test Fritteuse: DeLonghi PremiumFry F44532CZ
Beweist Leistungsstärke für den täglichen Einsatz und große Mengen und ist einfach zu reinigen.

Wer seine Fritteuse häufig nutzen möchte, sollte sich die DeLonghi Premium Fry F44532CZ ansehen. Sie bietet mit 3200 Watt mehr Leistung als das Modell von Tefal und eignet sich für 5 Liter Öl. Ebenso wie die Tefal-Fritteuse, kann auch die DeLonghi zerlegt werden, was die Reinigung deutlich angenehmer macht. Und auch hier darf alles außer das Heizelement in den Geschirrspüler.

Auch hier gibt es eine praktische Möglichkeit zum Ablassen des Öls: einen Hahn. Damit geht das Umfüllen in ein Gefäß zur Aufbewahrung deutlich schneller und ohne Kleckern. Allerdings gibt es keinen Filter, der Reste vom Frittieren aufhalten würde. Die Öffnung kann – wenn es blöd läuft – auch durch zu große Reste verstopft werden und für den Anschluss eines Schlauchs eignet sich der Hahn nicht.

DeLonghi PremiumFry F44532CZ: Öl-Ablass Schieber
DeLonghi PremiumFry F44532CZ: Hier wird das Öl abgelassen.

Von ihrer Leistung konnte sie uns im Test überzeugen, sowohl Pommes als auch Krapfen wurden ordentlich und schnell frittiert, die Krapfen bei 184 Grad, hier sank die Temperatur nur um zwei Grad gegenüber dem zuvor gemessenen Wert. Durch die große Ölmenge und die Leistung sinkt die Temperatur durch die kalten Lebensmittel auch nicht viel ab.

Die Höchsttemperatur liegt etwas unter der Tefal-Fritteuse bei 203 Grad, einstellen kann man maximal 190. Das Frittier-Ergebnis ist schön goldbraun mit guter Kruste.

Aber auch hier sind die Wände dünn und die Ränder teilweise etwas scharfkantig. Der Deckel macht einen stabilen Eindruck, die Spaltmaße sind ordentlich und hier gibt es auch eine Möglichkeit, das Kabel aufzuwickeln.

Sicherheit geht auch hier vor, so funktioniert das Heizelement nur, wenn es richtig eingerastet ist. Außerdem verfügt die Fritteuse über einen tiefen Ölbehälter, das hat den Vorteil, dass das Öl wenn es aufschäumt nicht so leicht überlaufen kann. Durch die Scheibe im Deckel kann man das theoretisch auch kontrollieren, allerdings beschlägt sie zu sehr und behindert dadurch die Sicht.

Zum Abtropfen muss hier der Deckel abgenommen werden, keine praktikable Lösung, denn so kühlt das Frittierte schneller ab und kann Öl aufsaugen.

Die DeLonghi eignet sich vor allem für alle, die oft und viel frittieren möchten, Verarbeitung und Leistung konnten im Test überzeugen.

Eingebauter Filter: Tefal FR5101 Filtra Pro Inox

Eingebauter Filter

Tefal FR5101 Filtra Pro Inox

Frittieröl ist nicht gerade billig. Deshalb will man es natürlich so oft wie möglich nutzen, bis man es auswechselt. Bis zu achtmal ist das laut Tefal möglich. Die FR5101 Filtra Pro Inox von Tefal hat dafür gleich einen Filter inbegriffen. Der Filtereinsatz befindet sich in der kalten Zone der Fritteuse. Darüber befinden sich Heizwendel und Frittierkorb. Beim Frittieren an- oder besser gesagt abfallende Reste werden vom Filter aufgefangen und lassen sich so anschließend einfach aus dem Fett herausheben. Das Öl bleibt dadurch länger klar und es kommt kaum zu Verkohlung.

Nach der Nutzung kann das wieder erkaltete Öl mit dem Trichtereinsatz in Flaschen abgefüllt werden. Mit Ausnahme der Heizwendel lassen sich alle Teile in der Spüle reinigen. Und das war es auch schon mit der Aufräumarbeit.

Die Verarbeitung der FR5101 von Tefal ist gut. Dank der Musterung des Gehäuses sind Schmierflecken weniger sichtbar. Schön sind auch der stabile Trichter sowie der stabile Korb. Beide sind hochwertig verchromt.

Wie für Tefal typisch, kommt die Anleitung fast gänzlich ohne Text aus, sodass man sich sprachenunabhängig zurechtfindet. Die Garzeit-Tabelle unterscheidet zwischen drei und vier Litern Füllmenge, da zwar volle vier Liter Öl in der Fritteuse Platz haben, drei Liter aber auch ausreichen, um das Gerät nutzen zu können.

Fritteuse Test: Beste Fritteuse Update112021 Tefal Fr5101filtraproinox
Effektiv und einfach: Die Wanne mit eingebauter Filter-Platte.

Das praktische Sichtfenster im Deckel bleibt aufgrund der Luftzirkulation immer klar. Schön ist auch, dass es für das Thermostat ein echtes Power-Off gibt und nicht etwa nur einen versteckten Standby-Modus.

Der mechanische 60-Minuten-Timer der Tefal-Fritteuse verhindert, dass sie ununterbrochen heizt. Außerdem weißt das »Ping«-Geräusch darauf hin, dass die angepeilte Garzeit des Frittierguts erreicht ist. .

Ein Nachteil der Tefal Filtra Pro Inox ist, dass das Gerät bei 4-Liter-Befüllung nur eine maximale Temperatur von 181 Grad erreicht. In unserem Test wurden 300 Gramm Fritten zwar trotzdem goldbraun, was aber der eher geringen Abkühlung auf 160 Grad (bei 4 Liter Füllmenge) zu verdanken ist. Bei größeren Frittiergut-Mengen wird das voraussichtlich weniger gut funktionieren.

Zudem braucht die Fritteuse von Tefal zum Aufheizen insgesamt 14 Minuten, was ziemlich lang ist. Durch den heißen Dampf, der am Bedienelement entlang aufsteigt, sollte das Thermostat vorsichtig genutzt werden.

Maximale Sicherheit: Tefal FR3100 Super Uno Access

Maximale Sicherheit

Tefal FR3100 Super Uno Access

Test: Tefal Fr3100 Super Uno Access
Der sichere Frittiermeister für die Familie mit kleinen Kindern: kein spritzendes Fett, kein heißes Gehäuse, echter Power-Off Schalter

Uns hat der einfache Aufbau und der Fokus auf den Schutz vor Verbrennungen und Ölspritzern der FR3100 Super Uno Access von Tefal überzeugt. Das Kunststoff-Chassis macht die Super Uno Access höher und größer als andere von uns getestete Fritteusen mit ähnlich geringer Ölmenge (2,2 Liter). Der Deckel schließt komplett und lässt keine Fettspritzer entkommen und das Chassis bleibt kühl genug, dass man sich nicht die Finger daran verbrennen kann.

Die Bedienbarkeit ist trotz Vollmantel-Strategie kaum eingeschränkt. Der Korb lässt sich sogar mit geschlossenem Deckel schütteln. Um ihn aus dem Fett zu heben, muss man den Deckel wenigstens teilweise öffnen. Der Deckel hat eine Klapp-Mechanik und öffnet sich auf Knopfdruck komplett. Beispielsweise beim Abtropfen kann es allerdings sinnvoll sein, wenn der Deckel halboffen ist. Dafür wird der Korb in die Abtropf-Position gesetzt.

Fritteuse Test: Beste Fritteuse Update112021 Tefal Fr3100superunoaccess
Der optimale Schutz vor dem heißen Fett macht diese Fritteuse perfekt für Familien mit kleineren Kindern.

Damit die Fritteuse mit wenig Fett auskommt und die kurze Heizphase von nur neun Minuten erreicht werden kann, ist die Heizwendel bei der Super Uno Access in den Ölwannen-Boden integriert. Weil sie verkapselt ist, kann sie aber trotzdem in der Spülmaschine gereinigt werden. Dass es keine offene Heizwendel gibt, mindert zudem die Gefahr eines Defekts. Offene Heizwendeln können zum Beispiel korrodieren und eine kaputte Temperatursonde kann dazu führen, dass sich die Heizwendel nicht mehr abschaltet.

Dieser Aufbau hat neben all seinen Vorteilen aber auch einen gravierenden Nachteil: Die Tefal FR3100 besitzt keine kalte Zone. Fällt beim Frittieren etwas aus dem Korb, landet es dort, wo das Öl am heißesten ist und verkohlt. Dadurch muss das Öl öfter gewechselt werden. Auch sollten Sie das Öl deshalb nach jeder Nutzung filtern, um etwaige Reste zu entfernen. Dass die Heizwendel fest im Gerät integriert ist, erlaubt es allerdings auch, dass man die Fritteuse ohne den Korb nutzt. Bei der kleinen Füllmenge kann das manchmal wünschenswert sein – zum Beispiel bei Krapfen.

Schön ist, dass das Thermostat weit vom heißen Öl entfernt ist. Bei vielen Modellen wird das Bedienfeld durch Dampf oder Fett verschmutzt, bei der Tefal bleibt es trocken. Zudem hat das Gerät keinen unsichtbaren Standby-Verbrauch, denn der Off-Schalter macht die Fritteuse wirklich stromlos.

Die Verarbeitung aller Teile ist solide. Das gilt vor allem für den sauber verchromten, stabilen Korb. Alle Teile, sogar Wanne und Deckel, sind zudem spülmaschinenfest. Zudem erzwingt Tefal quasi, dass man die Wanne abkühlen lässt: Die Griffe zum herausnehmen sind so schmal, dass sie sich nicht mit einem Handschutz anfassen lassen. Man muss also warten, bis das Öl und folglich die Wanne kalt genug sind, um sie mit bloßen Händen herausnehmen zu können.

Die Tefal Super Uno Access hat ein paar Nachteile: Die baubedingt nicht vorhandene Kaltzone, die geringe Maximaltemperatur (wir haben 187 Grad gemessen), wodurch die von uns im Test frittierten 300 Gramm Pommes recht blass blieben (Abkühlungseffekt). Für ein optimales Ergebnis sollten Sie kleinere Mengen nehmen. Hinzu kommt, dass das Sichtfenster immer beschlagen und somit nutzlos ist.

Die Sparsame: DeLonghi F 28.311.W1

Die Sparsame

DeLonghi Rotofritteuse F 28.311.W1

Test Fritteuse: DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse
Kompaktes und komfortables Modell, das mit sehr wenig Öl auskommt.

Wer dagegen nur für sich selbst oder maximal zwei Personen frittieren möchte, ist mit der DeLonghi F 28.311.W1 besser beraten, sie eignet sich laut Hersteller für bis zu 1 Kilogramm Lebensmittel, wir empfehlen aber maximal 400 Gramm zu verwenden. Das liegt an der überschaubaren Ölmenge von 1,2 Litern, die beim Einlegen des Frittierguts schnell abkühlt und dann erst wieder aufgeheizt werden muss. Wenn man Pech hat, bekommt man dadurch auch keine Kruste.

Wir haben im Test mit 400 Gramm oder weniger aber keine Probleme gehabt. Durch das geringe Volumen verbraucht sie auch weniger. Die Ölwanne liegt hier nicht gerade, sondern schräg und hat einen rotierenden Frittierkorb. Dadurch werden die Lebensmittel durch das Öl gezogen, die Abkühlung ist hier nicht das Problem, wohl aber die Bewegung an sich, sofern man z. B. Quarkbällchen machen möchte. Unsere Test-Bällchen waren nicht rund, da sie regelmäßig aus dem Öl gehoben wurden, eine gleichmäßige Form ist damit nicht möglich.

Test Quarkbällchen / Krapfen: DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse - die Bällchen werden nicht schön rund, sie schwimmen nicht im Öl
DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse: die Quarkbällchen sind nicht rund.

Hier kann man das fertig frittierte Essen aus dem Frittieröl heben, ohne den Deckel anheben zu müssen. Aber auch diese Scheibe beschlägt und ist somit nutzlos, dafür geht beim Abtropfen aber keine Wärme verloren.

Der Antrieb machte während des Tests zweimal mit einem Quietschen auf sich aufmerksam, das finden wir weniger vertrauenserweckend.

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten kommt diese Fritteuse mit einem Fettdunst- und Geruchsfilter. Der typische Pommesbuden-Geruch bleibt einem somit weitestgehend erspart, zudem ist der Deckel geschlossen, auch hier kann also nichts entweichen. Lediglich beim Herausnehmen des Frittierguts wird man zwangsläufig mit dem Geruch konfrontiert.

Reinigen lässt sich das Gerät weniger praktisch. Ein Ablassschlauch für das Öl ohne Filter, dafür aber auch ohne Kleckern. Die Wanne kann nicht entnommen werden, ist somit schwierig zu reinigen. Wer stellt schon gerne die ganze Fritteuse in sein Spülbecken.

Wer keinen Wert auf perfekte Quarkbällchen legt und eine kleine Fritteuse mit niedrigem Verbrauch sucht, für den ist die DeLonghi ideal.

Was gibt es sonst noch?

Die Clatronic FR 3195 ist preiswert, aber nicht allzu hochwertig verarbeitet. Einen Aus-Schalter gibt es nicht, dafür ist der Standby-Verbrauch mit 0,27 Watt relativ niedrig. In unserem Test konnten wir das Öl auf 201 Grad erhitzen, wodurch es selbst bei 500 Gramm Frittiergut nur auf 154 Grad abkühlte. Bei geringeren Mengen wird das Ergebnis natürlich noch besser. Allerdings gibt es keine Mengenangeben in der Anleitung, sodass man sich selbst an die optimalen Mengen herantasten muss. Ein Manko der Clatronic-Fritteuse ist, dass der heiße Dampf direkt vor den Bedienknöpfen aufsteigt. Zwar bleiben die Regler kühl, aber um sie zu bedienen muss man mit den Fingern durch den heißen Dampf.

Ein weiteres Kompaktgerät ist die DeLonghi FS 6055: diese Fritteuse bietet einen integrierten Tank und eine Frittierkorb-Mechanik, mit der das Gargut ohne Deckelöffnung aus dem Frittieröl entnommen werden kann. Die Scheibe beschlägt leider so stark, dass man die Bräunung des Garguts nur erahnen kann. Ein Pluspunkt ist der im Deckel befindliche Geruchsfilter. Die Ölwanne ist fest verbaut, lässt sich aber leicht reinigen. Zudem verfügt das Modell über einen Schlauch zum Ablassen des Öls. Mit 1.800 Watt ist die DeLonghi etwas leistungsschwach, selbst ohne Gargut wird das Öl in der höchsten Stufe nur 182 Grad heiß. Durch den Abkühlungseffekt mussten 400 Gramm Pommes so mit 160 Grad auskommen.

Klarstein bietet mit der QuickPro XXL 3000 eine Fritteuse mit – wie der Name schon erahnen lässt – 3000 Watt, einem 5-Liter-Tank und sogar zwei Frittierkörben. Dieser Timer schaltet das Gerät tatsächlich ab und auf den ersten Blick scheint die Fritteuse alle Wünsche zu erfüllen. Das Manko ist die Qualität: Die Materialien sind nicht hochwertig, so etwa der Aluminiumrahmen. In die Spülmaschine darf der Tank nicht und muss daher manuell gereinigt werden. Was uns am meisten abschreckt, war aber trotz der guten Leistung der heiße Dampf. Dieser kommt einem beim Bedienpanel entgegen. Empfehlen können wir die Fritteuse trotz ordentlicher Ergebnisse also nicht.

Die Maxifry von Tefal ist kompakt und hat einen integrierten Alutank. Bereits nach der zweiten Anwendung entstand in ihm ein Schmutzrand auf Füllhöhe, der auch mit Schwamm und Scheuermittel nur schwer zu entfernen ist. Zusätzlich ist die Leistung mit 1.900 Watt schwach, zudem ist die Temperaturskala ungenau. Hier musste ein Infrarot-Thermometer verwendet werden, um herauszufinden, ob die Temperatur für Krapfen passend ist.

Wissenswertes über Fritteusen

So beliebt frittiertes Esse auch ist – ungesättigte Fettsäuren, Acrylamid und Öl, dass sich nicht besonders oft verwenden lässt, schrecken so manchen vom Kauf ab.

Damit das alles nicht passiert oder zumindest keine Risiken birgt, sollte man das passende Öl verwenden, die Gartemperatur anpassen und auch wie das Essen abtropft, ist entscheidend fürs Ergebnis. Wir haben uns hierzu Informationen der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) angesehen.

An heißem Öl kann man sich schnell die Finger verbrennen, noch gefährlicher wird es, wenn es tatsächlich zu einem Brand kommen sollte. Dann darf man keinesfalls versuchen, mit Wasser zu löschen. Hier eignet sich eher ein Löschmittelschaum. Dass Öl schnell überkochen und damit zu einer realen Gefahr werden kann, haben wir im Test leider auch feststellen müssen.

Welches Öl zum frittieren verwendet wird, hängt von persönlichen Vorlieben und der Temperatur ab. Olivenöl z. B. verträgt nicht so viel Hitze, der Rauchpunkt des verwendeten Öls sollte daher über 170 Grad sein. Raffinierte Öle eignen sich hier besser.

So haben wir getestet

Wir haben Geräte für den Hausgebrauch getestet, die Preisspanne lag zwischen 30 und 120 Euro. Somit eignen sich die getesteten Fritteusen vor allem für jene, die das Frittieren einmal ausprobieren möchten oder ein günstiges Gerät suchen.

Getestet wurden alle Fritteusen mit Pommes und Quarkbällchen, dabei wurden beinahe 25 Liter raffiniertes Sonnenblumenöl genutzt.

Bei Gebäck dürfen die Temperaturen niedriger sein, damit verlängert sich aber auch die Garzeit. Hier waren dennoch leistungsstarke Geräte klar im Vorteil, denn sie frittierten schneller.

Um herauszufinden, wie schnell die Fritteuse die gewünschte Temperatur erreicht und ob die eingestellte Temperatur mit der tatsächlichen übereinstimmt, haben wir mit Infrarot-Thermometern nachgemessen.

Tefal FR8040 Oleoclean; sie lassen das Öl in den Tank ab, der Grobfilter hält Frittier-Reste zurück
Tefal FR8040 Oleoclean: Frittierreste werden aufgehalten.

Neben der Temperatur und Leistung interessiert vor allem die Reinigung. Hier haben wir darauf geachtet, ob die Geräte zerlegt werden können und ob die einzelnen Teile in die Spülmaschine dürfen. Leider bieten auch nicht alle Fritteusen einen Ablassschlauch für das Öl. Die meisten getesteten Modelle sind billig hergestellt und das merkt man auch an scharfen Kanten und dünnem Blech.

Sicherheit? Nicht bei allen Modellen gegeben, Öl kann überlaufen, die Zeitschaltuhr stoppt das Gerät nicht automatisch, einige haben keinen Schalter, um die Fritteuse an- oder auszuschalten.

Klarstein QuickPro XXL 3000: Die einzige Fritteuse mit einem Timer, der das Gerät dann auch abschaltet
Klarstein QuickPro XXL 3000: Hier schaltet der Timer die Fritteuse auch ab.

Unsere Test-Fritteusen arbeiten mit 1,2 bis 5 Liter Öl. Durch die Heizelemente wird dieses Öl erhitzt, theoretisch auf 190 Grad, so haben wir es eingestellt, im Praxistest erreichen wir Temperaturen zwischen 200 und 210 Grad. Das liegt daran, dass das Öl beim Einfüllen der kalten Lebensmittel kälter wird, mindestens 20 Grad. Daher ist eine höhere Temperatur von Vorteil, so verliert man keine wertvolle Zeit beim Aufheizen und die Zutaten werden knusprig.

Wer aus Angst vor Acrylamid oder wegen eines Öls, das hohe Temperaturen nicht verträgt, bei niedrigeren Temperaturen frittiert, sollte die tatsächliche Temperatur am besten mit einem Infrarotthermometer ermitteln. Wie das dann aussieht, haben wir im Test dargestellt.

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