Frittieren für den Heimgebrauch Test: Fritteuse

Fritteusen im Test : Frittieren für den Heimgebrauch

Update 01.02.2021

Ob Pommes, Schnitzel oder Krapfen – Fritteusen können das alles. Wer Zeit und Geld sparen möchte, legt sich eine für Zuhause zu. Natürlich haben Fritteusen für den Heimgebrauch sowohl Vor- als auch Nachteile. Wir haben 15 Modelle ab 40 Euro getestet.

Update 1. Februar 2021

Wir haben sieben weitere Fritteusen getestet. Eine neue Empfehlung ist die Clatronic FR 3195.

Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Fritteusen frittieren Lebensmittel bei einer Temperatur zwischen 150 und 290 Grad in Öl oder Fett, idealerweise wird das Essen dabei außen knusprig und innen ausgebacken.

Wo heißes Öl im Spiel ist, geht Sicherheit vor, die Funktionsweise der Fritteuse ist daher wichtig – kann man das frittierte Essen aus dem heißen Fett nehmen, ohne sich die Finger zu verbrennen und ohne Spritzer? Auch über die Reinigung sollte man sich vor dem Kauf einer Fritteuse Gedanken machen. Wir hatten 15 Fritteusen im Test. Hier sind unsere Empfehlungen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Maximaler KomfortFür häufigen EinsatzDie SparsameGünstig
Test Fritteuse: Tefal FR8040 Oleoclean ProTest Fritteuse: DeLonghi PremiumFry F44532CZTest Fritteuse: DeLonghi F 28.311.W1 RotofritteuseTest: Clatronic Fr 3195
Modell Tefal FR8040 Oleoclean Pro DeLonghi PremiumFry F44532CZ DeLonghi Rotofritteuse F 28.311.W1 Clatronic FR 3195
Pro
  • Hohe Temperatur & leistungsstark
  • Einfache Reinigung
  • Integrierter Öltank
  • Große Menge an Frittiergut
  • Einfache Reinigung
  • Öl-Ablassschlauch
  • Leistungsstarke Heizung
  • 1,2 Liter Öl reichen aus
  • Frittiergut aus Öl heben, ohne Deckel zu öffnen
  • Öl-Ablassschlauch
  • Geruchsfilter
  • Leistungsstark 200 Grad
  • Mengen bis 500 Gramm
  • Alles in die Spüle
  • Fettdunstfilter
Contra
  • Timer, aber der schaltet das Gerät nicht ab
  • Scharfkantige Metallteile
  • Scheibe sinnlos, weil beschlagen
  • Leistungsschwach, langsam
  • Reinigung des integrierten Tanks schwierig
  • Zeitweise quietschende Geräusche des Antriebs
  • Heißer Dampf vorm Bedienpanel
  • Dünne Wandungen, Grate im Kunststoff
Bester Preis
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Maximaler Komfort: Tefal FR8040 Oleoclean Pro

Die Tefal FR8040 Oleoclean Pro hat einige praktische Vorteile hinsichtlich des Umgangs mit Öl. So gibt es hier einen integrierten Tank, in den das Öl nach der Benutzung fließt. Das passiert allerdings nur, sobald es kühl genug ist, ansonsten würde es den Kunststoff beschädigen oder man könnte sich die Finger am Tank verbrennen. Daneben überzeugt die Tefal-Fritteuse vor allem mit ihrer Leistung und eignet sich für Frittiergut bis zu 800 Gramm.

Maximaler Komfort

Tefal FR8040 Oleoclean Pro

2300 Watt bietet die Fritteuse und ist damit beim Frittieren schnell. Der Korb ist für bis zu 1,2 Kilo ausgelegt, das auszureizen würden wir aber nicht empfehlen und raten zur halben Menge. Der Grund? Die Temperatur innerhalb der Fritteuse wird durch weniger Gargut weniger gesenkt. So entsteht schneller eine Kruste und die Lebensmittel haben gar keine Zeit, sich mit Öl vollzusaugen.

Test Quarkbällchen / Krapfen: Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro - gelingen dank der hohen Leistung sehr zügig
Quarkbällchen mit der Tefal FR8040 Oleoclean gehen schnell.

Getestet haben wir daher mit 400 Gramm, das Ergebnis hat uns überzeugt. Neben Pommes kamen auch Quarkbällchen bzw. Krapfen zum Einsatz, hier wählten wir 175 Grad und haben auch nach dem Aufschäumen nur eine Differenz von drei Grad gemessen. Die Leistung der Tefal-Fritteuse kann sich also sehen lassen. Ohne Inhalt, also nur mit Öl erreicht sie sogar 210 Grad, davon können wir bei anderen Testkandidaten nur träumen.

Test Pommes: Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro
Pommes mit der Tefal FR8040 Oleoclean Fritteuse Pro.

Sowohl Pommes als auch Krapfen sind durchweg gelungen und haben nicht allzu viel Zeit in Anspruch genommen. Nach dem Frittieren hängt man den Korb zum Abtropfen in die Wanne, ohne den Deckel abzunehmen. So kühlt nichts zu schnell ab.

Auch die Reinigung ist wichtig, ebenso wie das Material. Die Tefal-Fritteuse überzeugt mit Edelstahl, der sich einfach reinigen lässt. Allerdings gibt es einige scharfkantige Stellen an Deckel und Gerät selbst.

Das Gerät kann zum Reinigen auch komplett zerlegt werden, das bieten viele Kaltzonen-Fritteusen. Die Einzelteile dürfen überwiegend in den Geschirrspüler, das Heizelement natürlich nicht. Insgesamt ist die Verarbeitung solide und der Tank robust gebaut.

Tefal FR8040 Oleoclean; komplett zerlegt, Rahmen und Edelstahl-Wanne können in die Spülmaschine
Tefal FR8040 Oleoclean: Teile dürfen in den Geschirrspüler.

Ein großer Pluspunkt ist der Öltank, sobald das Öl lauwarm ist, kann es abgelassen werden. Dabei fließt es durch einen Filter, der grobe Reste herausfiltert. Samt Tank kann das Öl so bis zum nächsten Gebrauch gelagert werden und muss nicht entsorgt werden. Lagern sollte man es an einem kühlen und dunklen Ort. Diese Lösung ist definitiv sehr komfortabel, so spart man sich mühsames Umfüllen per Hand.

Heißes Öl wird gar nicht erst abgelassen, so entsteht kein Sicherheitsrisiko. Nachdem das Öl sicher aufbewahrt ist, muss noch der Tank entnommen und der Filter gereinigt werden. Der Tank selbst darf sogar in die Spülmaschine.

Ein kleiner Wermutstropfen ist die lange Dauer beim Befüllen der Ölwanne, wenn Luft hinein gerät kann auch etwas Öl daneben gehen, Zusammendrücken des Tanks kann hier Abhilfe schaffen. Dennoch muss man lange warten.

Der Timer der Tefal ist batteriebetrieben und sendet ein akustisches Signal, wenn der Inhalt fertig frittiert ist, gestoppt wird der Frittierprozess dadurch aber nicht, das muss man selbst machen. Bei einem Stromausfall frittiert die Tefal übrigens dennoch weiter, auch hier ist das Signal hilfreich.

Tefal FR8040 Oleoclean; der Timer macht durch ein Pipen (auch bei Stromausfall) auf sich aufmerksam, er schaltet das Gerät aber nicht ab
Tefal FR8040 Oleoclean: Der Timer schaltet die Fritteuse nicht ab.

Die Fritteuse verfügt außerdem über einen Netzschalter beim Thermostat. Leider fehlt die Möglichkeit, das Kabel aufzuwickeln, auch unter dem Gerät gibt es keinen Platz dafür und auch einen Geruchs- oder Fettfilter sucht man vergeblich. Dafür gibt es eine Luftöffnung im Deckel, die gegen den Geruch wenig nützt, dafür aber dafür sorgt, dass hier keine Scheibe beschlägt. So hat man seine frittierten Lebensmittel immer im Blick.

Vergleicht man Fritteusen für den Heimgebrauch mit denen aus der Gastronomie, so schneiden erstere natürlich schlechter ab. Das Tefal-Gerät hat teils scharfkantige Stellen und auch die Metallwände sind dünner, mehr kann man für die günstigen Preise aber auch nicht erwarten.

Ob eine automatische Abschaltung der Fritteuse mit dem Timer sinnvoll wäre, bliebe zu überlegen, wirkliche Vorteile bietet das aber nicht. Die Fritteuse muss in jedem Fall manuell bedient werden und unbeaufsichtigt lassen, sollte man sie auch nicht unbedingt.

Die Tefal-Fritteuse bietet somit abgesehen von kleinen Nachteilen eine Menge Vorteile wie schnelles Frittieren mit gutem Ergebnis und eine sinnvolle Möglichkeit, das kalte Öl aufzubewahren. Für uns eine klare Empfehlung.

Für häufigen Einsatz: DeLonghi Premium Fry F44532CZ

Für häufigen Einsatz

DeLonghi PremiumFry F44532CZ

Test Fritteuse: DeLonghi PremiumFry F44532CZ
Beweist Leistungsstärke für den täglichen Einsatz und große Mengen und ist einfach zu reinigen.

Wer seine Fritteuse häufig nutzen möchte, sollte sich die DeLonghi Premium Fry F44532CZ ansehen. Sie bietet mit 3200 Watt mehr Leistung als das Modell von Tefal und eignet sich für 5 Liter Öl. Ebenso wie die Tefal-Fritteuse, kann auch die DeLonghi zerlegt werden, was die Reinigung deutlich angenehmer macht. Und auch hier darf alles außer das Heizelement in den Geschirrspüler.

Auch hier gibt es eine praktische Möglichkeit zum Ablassen des Öls: einen Hahn. Damit geht das Umfüllen in ein Gefäß zur Aufbewahrung deutlich schneller und ohne Kleckern. Allerdings gibt es keinen Filter, der Reste vom Frittieren aufhalten würde. Die Öffnung kann – wenn es blöd läuft – auch durch zu große Reste verstopft werden und für den Anschluss eines Schlauchs eignet sich der Hahn nicht.

DeLonghi PremiumFry F44532CZ: Öl-Ablass Schieber
DeLonghi PremiumFry F44532CZ: Hier wird das Öl abgelassen.

Von ihrer Leistung konnte sie uns im Test überzeugen, sowohl Pommes als auch Krapfen wurden ordentlich und schnell frittiert, die Krapfen bei 184 Grad, hier sank die Temperatur nur um zwei Grad gegenüber dem zuvor gemessenen Wert. Durch die große Ölmenge und die Leistung sinkt die Temperatur durch die kalten Lebensmittel auch nicht viel ab.

Die Höchsttemperatur liegt etwas unter der Tefal-Fritteuse bei 203 Grad, einstellen kann man maximal 190. Das Frittier-Ergebnis ist schön goldbraun mit guter Kruste.

Aber auch hier sind die Wände dünn und die Ränder teilweise etwas scharfkantig. Der Deckel macht einen stabilen Eindruck, die Spaltmaße sind ordentlich und hier gibt es auch eine Möglichkeit, das Kabel aufzuwickeln.

Sicherheit geht auch hier vor, so funktioniert das Heizelement nur, wenn es richtig eingerastet ist. Außerdem verfügt die Fritteuse über einen tiefen Ölbehälter, das hat den Vorteil, dass das Öl wenn es aufschäumt nicht so schnell überlaufen kann. Durch die Scheibe im Deckel kann man das theoretisch auch kontrollieren, allerdings beschlägt sie zu sehr und behindert dadurch die Sicht.

Zum Abtropfen muss hier der Deckel abgenommen werden, keine praktikable Lösung, denn so kühlt das Frittierte schneller ab und kann Öl aufsaugen.

Die DeLonghi eignet sich vor allem für alle, die oft und viel frittieren möchten, Verarbeitung und Leistung konnten im Test überzeugen.

Die Sparsame: DeLonghi F 28.311.W1

Die Sparsame

DeLonghi Rotofritteuse F 28.311.W1

Test Fritteuse: DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse
Kompaktes und komfortables Modell, das mit sehr wenig Öl auskommt.

Wer dagegen nur für sich selbst oder maximal zwei Personen frittieren möchte, ist mit der DeLonghi F 28.311.W1 besser beraten, sie eignet sich laut Hersteller für bis zu 1 Kilogramm Lebensmittel, wir empfehlen aber maximal 400 Gramm zu verwenden. Das liegt an der überschaubaren Ölmenge von 1,2 Litern, die beim Einlegen des Frittierguts schnell abkühlt und dann erst wieder aufgeheizt werden muss. Wenn man Pech hat, bekommt man dadurch auch keine Kruste.

Wir haben im Test mit 400 Gramm oder weniger aber keine Probleme gehabt. Durch das geringe Volumen verbraucht sie auch weniger. Die Ölwanne liegt hier nicht gerade, sondern schräg und hat einen rotierenden Frittierkorb. Dadurch werden die Lebensmittel durch das Öl gezogen, die Abkühlung ist hier nicht das Problem, wohl aber die Bewegung an sich, sofern man z. B. Quarkbällchen machen möchte. Unsere Test-Bällchen waren nicht rund, da sie regelmäßig aus dem Öl gehoben wurden, eine gleichmäßige Form ist damit nicht möglich.

Test Quarkbällchen / Krapfen: DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse - die Bällchen werden nicht schön rund, sie schwimmen nicht im Öl
DeLonghi F 28.311.W1 Rotofritteuse: die Quarkbällchen sind nicht rund.

Hier kann man das fertig frittierte Essen aus dem Frittieröl heben, ohne den Deckel anheben zu müssen. Aber auch diese Scheibe beschlägt und ist somit nutzlos, dafür geht beim Abtropfen aber keine Wärme verloren.

Der Antrieb machte während des Tests zweimal mit einem Quietschen auf sich aufmerksam, das finden wir weniger vertrauenserweckend.

Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten kommt diese Fritteuse mit einem Fettdunst- und Geruchsfilter. Der typische Pommesbuden-Geruch bleibt einem somit weitestgehend erspart, zudem ist der Deckel geschlossen, auch hier kann also nichts entweichen. Lediglich beim Herausnehmen des Frittierguts wird man zwangsläufig mit dem Geruch konfrontiert.

Reinigen lässt sich das Gerät weniger praktisch. Ein Ablassschlauch für das Öl ohne Filter, dafür aber auch ohne Kleckern. Die Wanne kann nicht entnommen werden, ist somit schwierig zu reinigen. Wer stellt schon gerne die ganze Fritteuse in sein Spülbecken.

Wer keinen Wert auf perfekte Quarkbällchen legt und eine kleine Fritteuse mit niedrigem Verbrauch sucht, für den ist die DeLonghi ideal.

Günstig: Clatronic FR 3195

Bei der preiswerten Clatronic FR 3195 wird der Frittier-Korb in einen Rahmen aus Alublech gesetzt, die Bedien-Einheit mit Heizwendel wird in den Alu-Rahmen geklickt. Praktischerweise sind alle Teile außer die Heizwendel spülmaschinengeeignet. Besonders hochwertig ist die Verarbeitung nicht: Die dünnen Alubleche biegen sich schnell bei nachlässiger Behandlung. Zudem gibt es im Kunststoff Grate.

Am Netz hat das Modell mit 0,27 Watt einen niedrigen StandBy-Stromverbrauch. Es gibt keinen wirklichen Aus-Schalter, dafür einen Sicherheitsschalter: Das Heizwendel-Element lässt sich nur einschalten, wenn es auf dem Alu-Rahmen steckt.

Bei 1.715 Watt im Test erreichte das Öl 201 Grad. Dadurch lassen 500 Gramm Pommes vier Liter Fett lediglich auf 154 Grad abkühlen, sodass ein guter Frittier-Effekt entsteht. Das Ergebnis wird noch besser, wenn man nur 300 Gramm verwendet. Dank der kalten Zone unter dem Heizwendel verbrennen Rückstände des Garguts nicht.

Im Deckel gibt es einen auswechselbarer Fettdunstfilter. In der Anleitung finden sich keine Mengenangaben, sodass man sich erstmal an die idealen Gramm-Mengen herantasten muss.

Negativ an dem Modell von Clatronic ist der heiße Dampf vor den Bedienknöpfen: Die Regler bleiben zwar kühl, doch wenn man von vorne greift, streckt man die Finger direkt in den herausströmenden Dampf.

Was gibt es sonst noch?

Ein weiteres Kompaktgerät ist die DeLonghi FS 6055: Diese Fritteuse bietet einen integrierten Tank und eine Frittierkorb-Mechanik, mit der das Gargut ohne Deckelöffnung aus dem Frittieröl entnommen werden kann. Die Scheibe beschlägt leider so stark, dass man die Bräunung des Garguts nur erahnen kann. Ein Pluspunkt ist der im Deckel befindliche Geruchsfilter. Die Ölwanne ist fest verbaut, lässt sich aber leicht reinigen. Zudem verfügt das Modell über einen Schlauch zum Ablassen des Öls. Mit 1.800 Watt ist die DeLonghi etwas leistungsschwach, selbst ohne Gargut wird das Öl in der höchsten Stufe nur 182 Grad heiß. Durch den Abkühlungseffekt mussten 400 Gramm Pommes so mit 160 Grad auskommen.

Klarstein bietet mit der QuickPro XXL 3000 eine Fritteuse mit – wie der Name schon erahnen lässt – 3000 Watt, einem 5-Liter-Tank und sogar zwei Frittierkörben. Dieser Timer schaltet das Gerät tatsächlich ab und auf den ersten Blick scheint die Fritteuse alle Wünsche zu erfüllen. Das Manko ist die Qualität: Die Materialien sind nicht hochwertig, so etwa der Aluminiumrahmen. In die Spülmaschine darf der Tank nicht und muss daher manuell gereinigt werden. Was uns am meisten abschreckt, war aber trotz der guten Leistung der heiße Dampf. Dieser kommt einem beim Bedien-Panel entgegen. Empfehlen können wir die Fritteuse trotz ordentlicher Ergebnisse also nicht.

Die Maxifry von Tefal ist kompakt und hat einen integrierten Alutank. Bereits nach der zweiten Anwendung entstand in ihm ein Schmutzrand auf Füllhöhe, der auch mit Schwamm und Scheuermittel nur schwer zu entfernen ist. Zusätzlich ist die Leistung mit 1.900 Watt schwach, zudem ist die Temperaturskala ungenau. Hier musste ein Infrarot-Thermometer verwendet werden, um herauszufinden, ob die Temperatur für Krapfen passend ist.

Wissenswertes über Fritteusen

So beliebt frittiertes Esse auch ist – ungesättigte Fettsäuren, Acrylamid und Öl, dass sich nicht besonders oft verwenden lässt, schrecken so manchen vom Kauf ab.

Damit das alles nicht passiert oder zumindest keine Risiken birgt, sollte man das passende Öl verwenden, die Gartemperatur anpassen und auch wie das Essen abtropft, ist entscheidend fürs Ergebnis. Wir haben uns hierzu Informationen der Deutschen Gesellschaft für Fettwissenschaft (DGF) angesehen.

An heißem Öl kann man sich schnell die Finger verbrennen, noch gefährlicher wird es, wenn es tatsächlich zu einem Brand kommen sollte. Dann darf man keinesfalls versuchen, mit Wasser zu löschen. Hier eignet sich eher ein Löschmittelschaum. Dass Öl schnell überkochen und damit zu einer realen Gefahr werden kann, haben wir im Test leider auch feststellen müssen.

Welches Öl zum frittieren verwendet wird, hängt von persönlichen Vorlieben und der Temperatur ab. Olivenöl z. B. verträgt nicht so viel Hitze, der Rauchpunkt des verwendeten Öls sollte daher über 170 Grad sein. Raffinierte Öle eignen sich hier besser.

So haben wir getestet

Wir haben Geräte für den Hausgebrauch getestet, die Preisspanne lag zwischen 30 und 120 Euro. Somit eignen sich die getesteten Fritteusen vor allem für jene, die das Frittieren einmal ausprobieren möchten oder ein günstiges Gerät suchen.

Getestet wurden alle Fritteusen mit Pommes und Quarkbällchen, dabei wurden beinahe 25 Liter raffiniertes Sonnenblumenöl genutzt.

Bei Gebäck dürfen die Temperaturen niedriger sein, damit verlängert sich aber auch die Garzeit. Hier waren dennoch leistungsstarke Geräte klar im Vorteil, denn sie frittierten schneller.

Um herauszufinden, wie schnell die Fritteuse die gewünschte Temperatur erreicht und ob die eingestellte Temperatur mit der tatsächlichen übereinstimmt, haben wir mit Infrarot-Thermometern nachgemessen.

Tefal FR8040 Oleoclean; sie lassen das Öl in den Tank ab, der Grobfilter hält Frittier-Reste zurück
Tefal FR8040 Oleoclean: Frittierreste werden aufgehalten.

Neben der Temperatur und Leistung interessiert vor allem die Reinigung. Hier haben wir darauf geachtet, ob die Geräte zerlegt werden können und ob die einzelnen Teile in die Spülmaschine dürfen. Leider bieten auch nicht alle Fritteusen einen Ablassschlauch für das Öl. Die meisten getesteten Modelle sind billig hergestellt und das merkt man auch an scharfen Kanten und dünnem Blech.

Sicherheit? Nicht bei allen Modellen gegeben, Öl kann überlaufen, die Zeitschaltuhr stoppt das Gerät nicht automatisch, einige haben keinen Schalter, um die Fritteuse an- oder auszuschalten.

Klarstein QuickPro XXL 3000: Die einzige Fritteuse mit einem Timer, der das Gerät dann auch abschaltet
Klarstein QuickPro XXL 3000: Hier schaltet der Timer die Fritteuse auch ab.

Unsere Test-Fritteusen arbeiten mit 1,2 bis 5 Liter Öl. Durch die Heizelemente wird dieses Öl erhitzt, theoretisch auf 190 Grad, so haben wir es eingestellt, im Praxistest erreichen wir Temperaturen zwischen 200 und 210 Grad. Das liegt daran, dass das Öl beim Einfüllen der kalten Lebensmittel kälter wird, mindestens 20 Grad. Daher ist eine höhere Temperatur von Vorteil, so verliert man keine wertvolle Zeit beim Aufheizen und die Zutaten werden knusprig.

Wer aus Angst vor Acrylamid oder wegen eines Öls, das hohe Temperaturen nicht verträgt, bei niedrigeren Temperaturen frittiert, sollte die tatsächliche Temperatur am besten mit einem Infrarotthermometer ermitteln. Wie das dann aussieht, haben wir im Test dargestellt.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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