Für das perfekte Frühstücksei Test: Eierkocher

Eierkocher im Test : Für das perfekte Frühstücksei

von
Veröffentlicht 05.04.2020

Eier im Topf kochen klingt einfach, kann aber zur familiären Herausforderung werden, wenn es nach dem Kochen nicht die gewünschte Konsistenz hat. Damit es am Frühstückstisch nicht zu Streitereien kommt, weil das Eigelb zu hart oder das Eiweiß zu weich ist, kann man einen Eierkocher verwenden. Wir haben insgesamt 10 Geräte getestet.

Irene Wallner
Irene Wallner
ist Autorin aus München und schreibt über Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Produkte für Babys und Kinder.

Das Prinzip ist äußerst simpel: Man füllt Wasser ein, wählt aus, wie hart das Ei werden soll, wartet ab und schon hat man das perfekte Frühstücksei. Aber können das auch alle Eierkocher? Bei den Geräten gibt es verschiedene Modelle, die sich je nach Anzahl der Eier für Einzelpersonen oder Großfamilien eignen. Das teuerste Modell in unserem Test lag bei knapp unter 40 Euro. Wir haben 10 Eierkocher getestet. Vier Modelle können wir empfehlen.

Mit Warmhaltefunktion: Arendo Sixcook

Mit Warmhalte­funktion

Arendo Sixcook

Test Eierkocher: Arendo Eierkocher
Kocht schnell, ist günstig und hat sogar eine Warmhaltefunktion.

von 948 Lesern gekauft

400 Watt Leistung bietet der Eierkocher von Arendo und ist damit auch der schnellste im Test, wenn es um hartgekochte und mittelweiche Eier geht.

Zu einem relativ günstigen Preis bekommt man hier einen gut verarbeiteten Eierkocher, der bis zu sechs Eier gleichzeitig kocht.

Ein Schalter regelt hier alles, damit wird das Eierkochen gestartet oder die Warmhaltefunktion angeschaltet, die Bilder auf dem Schalter könnten aber etwas eindeutiger sein. Links z. B. werden die Eier gekocht,  dreht man den Schalter nach rechts, werden sie warmgehalten.

Eine Anleitung liegt bei, das Gerät ist aber eigentlich selbsterklärend.

Das Kochen funktioniert einfach. Eier mit dem im Messbecher enthaltenen Eierstecher anstechen, Wasser für den gewünschten Härtegrad abmessen und in den Kocher füllen, Deckel drauf, Kochfunktion einschalten und es kann losgehen. Ein Signalton zeigt an, wann die Eier fertig sind.

Neben dem unaufdringlichen Signalton ist auch der Eierkocher recht leise, während er kocht. 8:21 Minuten dauerte es, bis unsere mittelweichen Eier fertig waren. Das Ergebnis überzeugt, Eiweiß nicht zu hart, das Eigelb noch angenehm weich. Wer sein Eier lieber hartgekocht mag, muss fünf Minuten mehr warten.

Außerdem kann dieser Eierkocher auch als einziges Testgerät warmhalten. Das ist praktisch, aber nur, wenn die Eier ohnehin hartgekocht sind, ansonsten werden sie es spätestens beim Warmhalten durch die verbleibende Hitze.

Sobald die Eier fertig sind, kann man sie samt Einsatz herausnehmen und abschrecken, zum Warmhalten dann einfach wieder in den Kocher setzen und den Schalter auf die gewünschte Einstellung drehen.

Der Eierkocher besteht aus Kunststoff, die Wanne aus Edelstahl und macht insgesamt einen soliden Eindruck. Optisch passt er auch gut in die Küche und dabei ist er trotz Platz für sechs Eier angenehm platzsparend gebaut. Durch die rechteckige Form lässt er sich einfach in der Küche unterbringen.

Auch verbrennen kann man sich hier fast nicht, der Dampf entweicht durch ein Loch in der Mitte des Deckels, dadurch bleiben die Griffe kühl. Auch das Gerät heizt sich beim Kochen nicht auf und kann angefasst werden.

Kalk entfernt man am Besten mit Essig, einfach ein wenig in die Wanne kippe, mit einem Stück Küchenrolle säubern und feucht nachwischen – fertig.

Wir sehen beim Arendo-Eierkocher keine Nachteile und können ihn daher uneingeschränkt empfehlen.

Stylisch: WMF Stelio Eierkocher

Der WMF-Eierkocher kommt optisch selbst eiförmig daher und macht sich mit dem Edelstahl gut in der Küche. Auch die Ergebnisse beim Kochtest überzeugen uns, wenn er auch nicht ganz so schnell ist wie das Modell von Arendo. Dafür kann man hier nicht nur einen Härtegrad wählen, sondern gleich zwei oder drei gleichzeitig. Aufschluss darüber, wie das geht, gibt die Bedienungsanleitung.

Für Eier aller drei Härtegrade zugleich braucht man zunächst einen vollen Messbecher Wasser, der in den Eierkocher gekippt wird. Eier rein und die Funktion für weiche Eier wählen. Sind die weichen Eier fertig, nimmt man sie heraus, lässt den Rest im Gerät und dreht den Schalter nach links auf das kleine halbe Ei. Um das Ganze dann nachdem die mittelweichen Eier fertig und entnommen sind zu wiederholen, den Schalter nun auf das ganze kleine Ei stellen und auch die harten Eier werden fertig gekocht.

Für nur einen Härtegrad kann man bei den großen Symbolen auch noch anpassen, wie groß die zu kochenden Eier sind, je nachdem wird der Regler eingestellt. Wie weit der Regler für welche Größe gedreht werden muss, lernt man schnell.

Optisch macht der Eierkocher einiges her und die Funktionen überzeugen uns, nur mit der Verarbeitung sind wir nicht vollkommen zufrieden, hier hätten wir von einer so bekannten Marke mehr erwartet. Die Funktionen sind aber überaus praktisch, sodass wir den Eierkocher dennoch empfehlen können, vor allem, wenn es um unterschiedlich hartgekochte Eier geht.

Günstig: Severin EK 3056

Günstig

Severin EK 3056

Ebenfalls ein Eierkocher, bei dem man je nach gewünschtem Härtegrad unterschiedlich viel Wasser einfüllt, ist der Severin EK 3056, dazu ist er noch günstig und auch die Testergebnisse haben uns überzeugt. Eine Empfehlung für alle, die nicht so viel Geld für einen Eierkocher ausgeben wollen.

Ein kleiner Nachteil: Das Gerät piepst, wenn die Eier fertig sind und das in einem recht nervigen Ton.

Eierkocher im Test: Severin EK 3056
Severin: günstig aber dennoch gut.

Die Verarbeitung hat uns gefallen, der Kunststoff wirkt robust, allerdings wird das Gerät während dem Kochen recht heiß, sodass man zumindest vorsichtig beim Anfassen sein sollte. Direkte Verbrennungsgefahr besteht aber nicht.

Mit 20 Euro ist der Severin ein günstiger Eierkocher, der dennoch ganze 6 Eier auf einmal schafft und damit einige Leute auf einmal mit Frühstückseiern versorgen kann. Für weichgekochte Eier braucht der Eierkocher 9:30 Minuten, das ist in Ordnung und für den günstigen Preis lohnt sich die Anschaffung definitiv.

Der Kleine: Krups F234 70

Der Kleine

Krups F234 70

Wer nach einem kleinen Eierkocher sucht, findet ihn mit dem Krups F234 70. Mit ihm kann man zwar nur drei Eier auf einmal kochen, für Haushalte mit wenigen Personen reicht das aber aus, dafür ist er sehr kompakt und auch das Endergebnis überzeugt uns.

Gefertigt ist er aus Kuntstoff, das Material und die Verarbeitung machen einen guten Eindruck. Gereinigt wird auch hier mit Essig, was leicht und schnell geht. Auch das minimalistische Design gefällt uns.

Eierkocher im Test: Krups F234 70
In den Krups passen drei Eier.

Das Wichtigste bei einem Eierkocher ist aber die Leistung und auch hier überzeugt er. Er bereitet schnell Eier im ausgewählten Härtegrad zu und ist daher eine Empfehlung für alle, die nicht mehr als drei Eier brauchen.

Was gibt es sonst noch?

Vor allem niedlich ist der WMF Küchenminis Eierkocher. Doch wo er mit toller Optik punktet, fehlt leider die entsprechende Qualität, um im Test auch überzeugen zu können. Das liegt einerseits daran, dass nur zwei Eier reinpassen und er dafür recht teuer ist, andererseits hat das Gerät bei einigen Käufern wohl nicht lange gehalten. Im kurzen Test machte er eine gute Figur, ist solide verarbeitet und vor allem hübsch anzusehen. Empfehlen können wir ihn aufgrund der Langzeiterfahrung einiger Käufer aber nicht.

Ein Eierkocher, der zwar nicht mit hochwertiger Verarbeitung, dafür aber mit guter Leistung glänzt, ist der Unold 38610 mini. Der Preis von 15 Euro kann sich aber sehen lassen. Unsere Eier waren den Einstellungen entsprechend perfekt gekocht, das Handbuch erklärt die Nutzung des Geräts außerdem gut. Ein an der Wanne verklebtes Kunststoffteil erschwert allerdings die Reinigung etwas und Käufer berichten hier, dass das Plastik sich verbiegt. Wir empfehlen eher ein teureres Gerät.

Der Severin EK 3161 verfügt über einen elektronischen Regler für den Härtegrad der Eier. Das hat den Nachteil, dass das Wasser das Ei weiterkocht, auch wenn das Signal bereits ertönt ist, man sollte die Eier hier also schnell entnehmen. Hält man sich daran, werden die Eier aber gut gekocht. Hinein passen maximal drei Eier.

Einen Schritt weiter versucht der Russell Hobbs Cook@Home zu gehen, denn hier kann man auch noch Spiegeleier braten. Wir finden die Schälchen dafür aber zu klein. Das Eierkochen funktioniert gut, die Bedienung könnte einfacher sein, der Einsatz für die Eier ist hier schwerer zu entnehmen als bei der Konkurrenz. Die Kochdauer für hartgekochte Eier ist außerdem etwas lang.

Weder mit der Verarbeitung, noch mit der Möglichkeit, Eier verschiedener Härtegrade gleichzeitig zu kochen, überzeugte uns der Clatronic EK 3321. Die Eier hatten am Ende nicht die gewünschte Konsistenz, wir empfehlen ihn daher nicht.

Wissenswertes über Eierkocher

Eierkocher können in zwei unterschiedliche Bauarten unterteilt werden: mit elektronischem Timer – das bedeutet, dass man immer gleich viel Wasser einfüllt, egal wie hart das Ei werden soll – und eine Variante, bei der die Wassermenge die Kochzeit bestimmt. Bei der zweiten Version verdampft das Wasser beim Kochvorgang vollständig, das erkennt das Gerät und gibt mit einem akustischen Signal zu verstehen, dass die Eier fertig sind, außerdem schaltet das Gerät dann ab.

Verwirrt hat uns anfangs die Angabe, dass dabei für ein Ei mehr Wasser benötigt wird als für sechs Eier. Das Ganze ist bei näherer Betrachtung aber einfach erklärt: der Luftraum bei sechs Eiern im Kocher ist weniger als bei einem Ei, dadurch muss weniger Wasserdampf erzeugt werden als bei nur einem Ei. Die Eier werden dabei durch die Kondensationsenergie erwärmt. Das Wasser kühlt dann wieder ab, tropft nach unten und wird wieder aufgeheizt. Mehr Eier bedeuten mehr Fläche, dadurch durchläuft dass Wasser den Kreislauf öfter als bei nur einem Ei und man braucht für mehr Eier weniger Flüssigkeit.

Könnte man Eier nicht auch einfach im Topf kochen? Natürlich, das funktioniert in der Praxis aber meist nicht so gut, denn die Eier können schnell platzen und auch die richtige Kochzeit zu finden ist schwierig. Ein Eierkocher dagegen muss nicht überwacht werden und hier gibt es konkrete Angaben zur Wassermenge, sodass das Ei den perfekten Härtegrad hat. So spart man sich auch das Kopfrechnen bei mehreren Eiern.

Außerdem muss man beim Kochen im Topf z. B. auch berücksichtigen, wie groß das Ei ist, wie dick die Schale, ob das Ei zuvor im Kühlschrank war etc., Eierkocher bieten hierfür Richtwerte, die man aber meist selbst noch ein wenig korrigieren kann, um ein perfektes Ei zu bekommen.

Nach dem Kochen sollten Eier – egal ob mit Eierkocher oder im Topf gekocht – immer abgeschreckt werden.Das hat den Grund, dass die Oberfläche heißer ist als das Innere des Eis, dadurch kann es nachgaren. Außerdem löst sich auch die Schale bei hartgekochten Eiern so leichter.

So haben wir getestet

Um uns ein Bild davon zu machen, ob die Eier bei einer Einstellung auch immer gleich gekocht werden und wie gut der eingestellte Härtegrad umgesetzt wird, haben wir alle Eierkocher mehrmals getestet. Teilweise mit nur einem Ei, aber natürlich auch mit der maximalen Anzahl, die das Gerät schafft. Die Zeit während des Kochens haben wir ebenfalls gemessen.

Eierkocher im Test: Testsieger Arendo Sixcook.
All unsere Testgeräte.

Die Kochzeit variiert bei Eiern gleicher Größe eigentlich nicht, allerdings kann es je nach Leistung des Geräts doch zu Unterschieden kommen. Wir haben Kochzeiten zwischen 8:20 Minuten und 11:15 Minuten gemessen für mittelweiche Eier.

Herstellerangaben zu den Zeiten gelten normalerweise für Eier der Größe M, bei größeren Eiern muss man die Zeit dementsprechend verlängern.

Interessiert hat uns neben der Leistung auch die Verarbeitung, das Material und die Verbrennungsgefahr während des Kochens.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.