Für schonendes Trocknen Test: Aufmacher

Dörrautomaten im Test : Für schonendes Trocknen

von
Update 03.02.2021

Das Dörren war ein wenig in Vergessenheit geraten, mit der zunehmenden Anzahl an Vegetariern, Veganern und allen, die Wert auf bewusste Nahrungszubereitung legen, ist es aber wieder aktuell geworden. Passend dazu bieten viele Hersteller Dörrautomaten für den Hausgebrauch an. Wir haben 24 davon getestet.

Update 3. Februar 2021

Wir haben sieben neue Dörrautomaten getestet. Der Graef DA 508 ist eine neue Empfehlung.

Doreen Menz
Doreen Menz
testet als passionierte Hobbyköchin nicht nur Küchen- und Haushaltsgeräte sondern interessiert sich auch für Gesundheitsthemen.

Ähnlich wie beim Sous-Vide-Garen, bleiben beim Dörren Vitamine und Mineralstoffe erhalten , geschmacksintensiv ist gedörrtes Obst oder Gemüse zudem. Bereits für 30 Euro bekommt man Dörrgeräte, es gibt aber auch Luxusversionen, die mit Infrarot arbeiten. Die Geräte sind technisch einfach aufgebaut, Dörrautomaten erzeugen keine hohe Hitze, dafür sollten sie möglichst viel Fläche für Dörrgut zur Verfügung stellen. Wir haben 12 Dörrgeräte getestet. Hier sind unsere Empfehlungen.

Schnell und gleichmäßig: Stöckli Dörrex

Timer, Temperaturregelung, gute Verarbeitung und überzeugende Leistung für einen akzeptablen Preis – was will man mehr von einem Dörrautomaten? Der Dörrex der Schweizer Firma Stöckli bietet dies alles und neben den drei enthaltenen Dörretagen können auch weitere dazu gekauft werden, falls man mehr Platz braucht.

Die Temperaturverteilung ist ebenfalls gut, selbst die oberste Etage bekommt von den eingestellten 60 Grad noch 58 ab. Auf der untersten Ebene haben wir sogar 62 Grad gemessen. Keine störenden Geräusche bei laufendem Gerät und zumindest auch die Größe ist für eine normale Küche noch vertretbar. Wir können den Dörrex daher definitiv empfehlen.

Schnell und gleichmäßig

Stöckli Dörrex 0076.72M

Dörrt gleichmäßig und schnell – da lohnt sich der etwas höhere Anschaffungspreis.

Vor der Inbetriebnahme sollte man das Gerät mit einem feuchten Lappen reinigen und – wie es bei den meisten Geräten wie auch Waffeleisen oder Sandwichmaker der Fall ist – auf der höchsten Stufe ca. 30 Minuten laufen lassen. Nachdem das Gerät wieder kühl ist, nochmal sauber machen und schon kann es losgehen.

In der Anleitung werden die Dörrzeiten für eine ganze Reihe an Lebensmitteln genannt, die Temperatur kann man einfach am Reger einstellen. Wer sich ein wenig auskennt, braucht das Handbuch natürlich nicht, für Einsteiger ist es aber eine praktische Hilfe.

Auch wie breit die Scheiben geschnitten werden sollen, wird angegeben, die Werte finden wir allerdings zu hoch und testen das Ganze lieber mit dünnen Scheiben, schließlich möchten wir Chips aus Banane, Zucchini und Apfel. Das Dörren geht bei dünnen Scheiben auch entsprechend schneller.

Wo und wie ein Dörrautomat steht, ist ebenfalls wichtig, falls man seine Küche nicht in eine Sauna verwandeln möchte. Am besten auf eine ebene Fläche und nicht direkt unter einen Schrank oder Ähnliches stellen, je nachdem wo die heiße Luft ausströmt, darf das Gerät auch nicht zu nah an die Wand, damit die Luft im Raum zirkulieren kann.

Ein Metallgitter dient als Unterlage fürs Dörren, hier kleben aber leider Bananen und Tomaten fest, das passiert bei Kunststoff seltener. Dafür gibt es zwei Lösungen: man bewegt die Scheiben einfach öfter, so klebt nichts zu lange fest, oder man greift zur Silikonmatte, die zugekauft werden kann. Alternativ eignen sich auch für Dörrautomaten geeignete Folien oder Backpapier.

Dörrautomaten Test
Für manche Zutaten ist eine Unterlage empfehlenswert.

Praktisch an diesem Gerät ist, dass alles gleichzeitig fertig wird, egal auf welcher Etage es liegt. Kräuter haben wir mit 40 Grad gedörrt, die brauchten zwei bis vier Stunden und als erstes war die Petersilie fertig – nach nur zweieinhalb Stunden. Dann der Majoran und mit etwas Verspätung – angegeben waren vier Stunden – auch das Basilikum, hier haben aber die meisten Geräte länger gebraucht.

Für Gemüsechips haben wir anstatt der angegebenen Dicke dünne Scheiben geschnitten, dadurch wurde auch die Dörrzeit verkürzt. Tomaten, Äpfel und Bananen sowie Gemüse brauchen 65 bis 70 Grad und dürfen daher auch gleichzeitig ins Gerät, das spart Zeit. Unsere Chips waren schneller fertig, als die für die Zutaten angegebene Zeit, richtet man sich aber nach der angegebenen Dicke, dann kommt das Gerät auf eine Dörrzeit zwischen acht und zehn Stunden. Die Ergebnisse haben uns überzeugt.

Für unsere Test-Lebensmittel – Äpfel, Wirsing, Bananen – hat das Gerät etwa eineinhalb Stunden gebraucht, damit war der Dörrex schneller als alle anderen Testgeräte. Zucchini und Tomaten brauchen mit knapp über zwei Stunden ein wenig länger. Die größte Herausforderung für all unsere Dörrautomaten waren die Heidelbeeren, hier konnte der Dörrex als einziger mit trockenen Beeren nach zehn Stunden überzeugen.

Der Dörrex sollte am besten mit einem feuchten Lappen gereinigt werden, ins Wasser tauchen würden wir nicht empfehlen. Dadurch lässt sich der Dörrautomat schnell und einfach reinigen, außer die Lebensmittel kleben wie unsere Bananen und Tomaten am Gitter, dann dauert es ein wenig länger.

Direkte Verbrennungsgefahr besteht bei den Testgeräten nicht, 65 Grad sind aber auch nicht gerade kühl, daher auch den Dörrex lieber etwas abkühlen lassen, bevor man mit der Reinigung beginnt.

Für uns ist der Dörrex mit überzeugender Leistung, guter Verarbeitung, angemessener Größe und einem guten, wenn auch nicht ganz günstigen Preis ein gutes Gesamtpaket, das wir definitiv empfehlen können.

Viel Platz: Graef DA 508

Eines der größten Modelle im Test ist der DA 508 von Graef: Auf ingesamt sechs Dörretagen aus Kunststoff gibt es hier genügend Platz für viel Dörrgut. Ähnlich wie bei einem Backofen werden die Etagen hier in den Dörrautomaten geschoben. Dank der transparenten Tür gibt es zudem immer freie Sicht auf das Dörrgut. Der Dörrautomat hat eine hochwertige Verarbeitung. Im Zubehör befindet sich neben einer Unterlage aus Kunststoff und einer Dörrfolie, zusätzlich ein Rezeptbuch.

Um Zeit und Temperatur einzustellen, befinden sich auf dem Bedienpanel diverse Tasten. Leider ist es nicht möglich, die Einstellung stufenlos vorzunehmen und man kann die Taste auch nicht zum schnelleren Einstellen durchgehend gedrückt halten. Dadurch ist es ein wenig mühsam. Zwei kleine Displays zeigen die gewählte Temperatur sowie die verbleibende Restzeit an. Bei Beendigung des Dörrvorgangs ertönt kein Piepsen, der Timer läuft nur auf Null herunter.

Die Dörrergebnisse können überzeugen: Die Apfelchips waren trocken, jedoch nicht zu knusprig, sondern leicht saftig. Laut Anleitung dauert das Dörren der Tomaten mit diesem Modell zwischen fünf und neun Stunden. Allerdings waren die Tomatenscheiben im Test schon nach nur vier Stunden fertig gedörrt. Es gibt in der Gebrauchsanleitung jedoch auch keine Hinweise dazu, wie dick die Stücke sein sollen. Im Test waren die Tomatenscheiben recht dünn geschnitten, sodass sie dadurch schon um einiges früher fertig gedörrt waren.

Möchte man viele Lebensmittel dörren und verfügt über den entsprechenden Platz, ist der Graef DA 508 definitiv eine Überlegung wert. Man sollte aber bereit sein, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen.

Für kleine Mengen: WMF Küchenminis Dörrautomat Snack to go

Für kleine Mengen

WMF Küchenminis Snack to go

Test Dörrautomat: WMF Küchenminis Dörrautomat Snack to go
Der Küchenminis Dörrer ist schnell, kompakt und hochwertig. Wer nur kleine Mengen Dörrgut braucht, kann hier zugreifen.

Einen niedlichen, kleinen Dörrautomaten bekommt man von WMF. Die Verarbeitung und das Zubehör überzeugt uns, hier bekommt man zusätzlich eine Silikonform, mit der Müsliriegel gemacht werden können. Daneben gibt es noch zwei Dosen für die Aufbewahrung und eine kleinere Dose, die sich für die Müsliriegel eignet. Rezepthefte runden das tolle Gesamtpaket ab.

Auch mit dem Ergebnis waren wir zufrieden. Zwei Stunden benötigte das gerät für Kräuter, für die Zucchini 30 Minuten mehr, Bananen und Äpfel brauchten dreieinhalb Stunden und eine weitere Stunde mehr, dann waren auch die Tomaten fertig. Auch hier sind einige Lebensmittel angeklebt, unsere Scheiben waren allerdings auch dünner, als es in den meisten Rezepten angegeben wird.

Laut ist das Gerät nicht und auch optisch fügt es sich gut in die Küche ein, ohne dabei zu viel Platz wegzunehmen. Für kleinere Mengen Dörrgut eignet sich der Dörrer von WMF daber perfekt.

Günstig: Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat

Günstig

Rommelsbacher DA 750

Test Dörrgerät: Rommelsbacher 750 Dörrautomat
Mutet seltsam an, doch mit dem oben liegenden Dörraggregat erzielt der Rommelsbacher gute Ergebnisse.

Der Rommelsbacher DA 750 Dörrautomat hat die Heizeinheit im Deckel und kommt dadurch mit einer etwas eigenartigen Optik daher. Er tut allerdings was er soll und das ziemlich gut.

Der Dörrautomat bietet drei Stufen anstatt einer konkreten Temperatureinstellung. Es gibt einen Timer, eingestellt werden können aber nur 20, 40 oder 60 Grad, viel Auswahl hat man dadurch nicht.

Die Etagen bestehen hier aus Kunststoff, Gitter oder Löcher, durch die die Luft zirkulieren könnte sucht man hier vergeblich. In der Praxis funktioniert das aber erstaunlich gut.

Zweieinhalb Stunden bei 40 Grad und alle Test-Kräuter waren fertig gedörrt, selbst das Basilikum, wofür manch anderes Gerät länger brauchte. Nach eineinhalb Studen, aber bei 60 Grad war auch der Wirsing fertig, ebenso einige der Zucchini. Noch eine Stunde mehr brauchten schließlich die Äpfel, Bananen und Tomaten.

Die Tomaten machten auch hier Probleme und verfärbten das Gerät, trotz mehrmaligem Wenden. Die Verfärbung erwies sich als hartnäckig und war nicht wegzubekommen. Dafür hätten wir uns eine Folie gewünscht.

Der Hersteller versicherte uns, dass der Kunststoff nach den Richtlinien für die Beschränkung der Verwendung gefährlicher Stoffe und nach dem LFGB produziert wurde und damit keine gefährlichen Stoffe abgibt, allerdings kommt es dadurch auch schnell zu Verfärbungen. Wer keine Folie kaufen möchte, kann auch einfach Backpapier zuschneiden.

Für gelegentliches Dörren zu einem vergleichsweise günstigeren Preis eignet sich der Rommelsbacher definitiv.

Das Luxusgerät: C.I. IR D5 Infrarotdörrgerät

Das Luxusgerät

C.I. IR D5

Test Dörrgerät: C.I. Infrarot Dörrgerät IR D5
Dörren wie in der Sonne: Infrarotlicht bringt gleichmäßige Dörrergebnisse und noch intensiveren Geschmack – aber das kostet.

Dörren mit Infrarot ist etwas vollkommen anderes als normales Dörren. Für 500 Euro bekommt man hier ein wahres Luxusgerät, das auch einiges an Platz wegnimmt. Wer damit kein Problem und das nötige Kleingeld hat, bekommt dafür ein tolles Gerät.

Gitter aus Edelstahl und Silikonhandschuhe werden mitgeliefert, auch optisch macht das Gerät einiges her. Auch eine Anleitung liegt dem Infrarotdörrgerät bei, die man sich vor der ersten Verwendung durchlesen sollte.

Man kann zwischen »Sonnenmodus« und »Schattenmodus« wählen, das Gerät verfügt außerdem über einen Netzschalter. Wenn man diesen betätigt, kann man auf dem blinkenden Display einen Modus wählen – Modus-Taste drücken – und ein Lichtring zeigt an, in welchem Modus das Gerät aktuell ist. Grün steht hier für den Schattenmodus, orange für den Sonnenmodus, dazu gibt es noch Sonne oder Wolke als Symbol, falsch verstehen kann man hier wohl nichts. Praktisch ist außerdem, dass das Licht abgeschaltet werden kann.

Zwischen Automatik und Manuell kann hier ebenfalls gewählt werden, wenn man Automatik wählt, bestimmt das Gerät selbst Temperatur und Zeit, das Display gibt dann auch keine Informationen dazu. Das Ganze wird entsprechend dem Feuchtigkeitsgrad der Lebensmittel bestimmt, die fehlende Anzeige bei dieser Auswahl finden wir aber nicht besonders gelungen.

Nachdem das Dörren abgeschlossen ist, piept das gerät drei Mal und das Display zeigt »End« an. Wenn das Dörrgut noch nicht die gewünschte Konsistenz hat, kann die Temperatur bzw. Zeit auch manuell nochmal eingestellt werden.

Die Dauer zum Dörren unserer Lebensmittel unterscheidet sich nicht groß von den anderen Geräten, wohl aber das absolut perfekte Ergebnis, selbst beim Basilikum.

Zucchini, Äpfel und Bananen brauchten drei Stunden, eine Stunde mehr die Tomaten und der Wirsing, sie alle wurden im Sonnenmodus mit 65 Grad gedörrt, die Kräuter dagegen im Schattenmodus. Der Unterschied zwischen den beiden Modi ist, dass im Sonnenmodus die Infrarotlampe dazugeschaltet wird. Der intensive Geschmack und auch das gleichmäßige Ergebnis haben uns vollkommen überzeugt.

Wir können das Gerät uneingeschränkt empfehlen, der Preis dürfte aber die meisten abschrecken.Dafür bekommt man allerdings auch geschmacksintensive, perfekt gedörrte Lebensmittel.

Was gibt es sonst noch?

Der Rommelsbacher DA 900 nimmt in der Küche etwas mehr Platz in Anspruch. Zeit und Temperatur lassen sich über Touch-Control-Sensoren auswählen. Ein Display gibt Auskunft über die verbleibenden Minuten und bei Beendigung des Dörrvorgangs ertönt ein Piepton. Die ausführliche Gebrauchsanweisung ist zudem bebildert und dadurch gut verständlich.

Mitgeliefert werden sechs Etagen, eine Unterlage, sowie ein Gitter und Zubehör für die Montage der Kabelaufwicklung. Bei Lebensmitteln, die viel Feuchtigkeit enthalten, wie Bananen oder Tomaten, sollte man Backpapier oder eine Dörrfolie verwenden, damit auf den Etagen keine Rückstände verbleiben. Die Dörrergebnisse überzeugen. Der Dörrautomat scheint stabil und hochwertig verarbeitet zu sein. Die Oberfläche aus Edelstahl verschmutzt leider schnell durch Fingerabdrücke.

Auch der BioChef Airzona Sol benötigt etwas mehr Platz. Ähnlich wie bei dem Modell von Graef werden die Gitter wie bei einem Backofen eingeschoben. Und auch hier ermöglicht eine durchsichtige Tür stets einen Blick in den Automaten.

Auch dieser Dörrautomat liefert gute Ergebnisse. Über die Temperatureinstellung und den Timer hat man volle Kontrolle. Ein kleines Display zeigt die verbleibende Zeit an, die man bei Bedarf über die Plus- und Minustaste anpassen kann. Am Ende des Dörrvorgangs ertönt ein lauter Piepton.

Der Ostba GGJ-261B ist ähnlich aufgebaut wie das WMF-Modell, hält aber weniger Zubehör bereit. Das mitgelieferte Rezeptbuch ist nur in Englisch verfügbar. Hier finden sich dann auch die Angaben zu den empfohlenen Temperaturen und Dörrzeiten.

Über Plus- und Minus-Tasten lassen sich die Zeit und die Temperatur dann einstellen. Ein Display gibt Auskunft über die Reststunden, auf das Ende des Dörrvorgangs macht ein lauter Piepton aufmerksam. Insgesamt hatte das Dörrgut noch eine gewisse Restfeuchtigkeit, sodass man vor allem größere Stücke lieber ein wenig länger dörren sollte.

Das Excalibur-Dörrgerät wirkt hochwertig, auf dem Gitter aus Kunststoff klebt nichts an, wer möchte, kann aber auch eine passende Folie dazukaufen. Dafür gibt es allerdings nur eine Temperatureinstellung, keinen Timer. Die Test-Kräuter waren trotz richtiger Stufe nicht fertig, die verbleibenden Lebensmittel wurden bei 60 Grad gut gedörrt, andere Geräte sind aber dennoch besser. Wenn das Gerät nur wenig Platz wegnehmen soll, ist der Excalibur eine gute Option, der Preis ist aber etwas hoch und die Leistung nicht überragend.

Optisch ähnlich wie der BioChef kommt der Klarstein Fruit Jerky Pro 10 daher und sieht damit auch ein wenig aus wie ein kleiner Backofen. Dörrgitter aus Metall überzeugen auf den ersten Blick, allerdings kann man nur Temperatur und Timer einstellen. Dafür bietet er einiges an Fassungsvolumen. Die Temperatur wird – je nach eingestellter Gradzahl – in Intervallen aufgezeigt, sie variiert daher immer ein wenig. Die Lebensmittel wurden schön gleichmäßig gedörrt, aber das Gerät hat viele unschön scharfe Kanten und ist insgesamt nicht besonders genau gearbeitet. Das Metall der Bleche ist verchromt und da Chrom abplatzen kann, sollte Backpapier dazwischen gelegt werden. Bachpapier sorgt zudem dafür, dass nichts anklebt oder beim Abnehmen zerbricht.

Was uns nicht gefiel, war außerdem die Lautstärke, zudem darf das Gerät nicht zu nah an einer Wand oder bei Möbeln stehen, da es einiges an Wärme abgibt, die Oberfläche auf der der Dörrautomat steht, sollte unempfindlich gegenüber Hitze sein. Die Reinigung funktioniert dagegen sehr einfach, das Gerät kann in Einzelteile zerlegt und so bequem gereinigt werden. Außerdem bietet er sehr viel Platz für viel Dörrgut auf einmal zu einem vergleichsweise niedrigen Preis.

Wissenswertes über das Dörren

Wie funktioniert das Dörren und weshalb benötigt man dazu einen Automaten? Grundsätzlich wird den Lebensmitteln beim Dörren Feuchtigkeit entzogen, das geschieht durch Lufttrocknung, ist wenig genug Feuchtigkeit vorhanden, können sich keine Bakterien mehr vermehren. Dadurch werden die Lebensmittel länger haltbar und der Wassergehalt beträgt dann nur noch maximal 35 Prozent. Während nun die Bakterien eliminiert sind, können Schimmelpilze sogar noch bis zu 15 Prozent Wassergehalt überleben. Das Dörren war daher vor allem früher praktisch, wenn man von der Ernte und unverdorbenen Lebensmitteln abhängig war.

Heute ist das kein Problem mehr, doch stellen immer mehr Menschen fest, dass sie den Geschmack von reinen Naturprodukten besser finden als Geschmacksverstärker oder Konservierungsmittel. Stiftung Warentest z.B. stellte fest, dass Gemüsechips ähnlich ungesund sind, wie normale Kartoffelchips.

Wie funktioniert das Dörren?

Dörren sorgt also dafür, dass Lebensmittel haltbar bleiben, knusprig werden und dabei nicht in Fett totfrittiert werden müssen. Gedörrtes Gemüse oder Obst ist daher eine gesunde und leckere Alternative und ein guter Snack für jene, die ansonsten zu wenig davon essen.

Doch wie funktioniert das Ganze? Durch Dehydrierung, es wird also Wasser entzogen und dazu braucht es die perfekte Temperatur, denn mehr als 60 Grad sollten es nicht sein. Dadurch, dass es sich um einen schonenden Vorgang handelt, kann das Ganze bis zu zwölf Stunden dauern. Damit die Lebensmittel gedörrt werden, braucht man warme Luft, dadurch verdunstet das Wasser auf der Oberfläche, bis schließlich der Großteil des Wassers entzogen wurde.

Das bedeutet aber nicht, dass die Lebensmittel dadurch gekocht werden, sie bleiben roh, die Struktur wird dabei nicht zerstört. Daher beträgt die Temperatur auch meist nur zwischen 40 und 60 Grad. Außerdem bleiben bei diesem Vorgang Vitamine und Mineralstoffe erhalten und die Lebensmittel schmecken nach dem Dörren noch viel intensiver.

Dörren kann man theoretisch alles, je nach Vorliebe.

Ofen statt Dörrautomat?

Ein Ofen ist grundsätzlich eher für hohe Temperaturen zuständignund das kann beim Dörren schnell zum Problem werden. Die niedrigen Temperaturen lassen sich nicht exakt einstellen und schwanken schonmal um ein paar Grad. Außerdem kann die Feuchtigkeit, die den Lebensmitteln entzogen wird, hier nicht gut abgeleitet werden, die Türe müsste hierfür einen Spalt offen bleiben, dadurch geht aber Energie verloren.

Praktischer sind daher Dörrautomaten, die all das berücksichtigen und nur zum Zweck des Dörrens geschaffen wurden. Die neuesten Modelle arbeiten auch mit Infrarot und ahmen somit die Sonnenstrahlen nach, diese Geräte haben aber auch ihren Preis.

Der Unterschied zwischen herkömmliche Dörrautomaten zu Infrarot-Geräten ist die Art und Weise des Trocknens. Normalerweise geschieht das von außen nach innen, mit Infrarot allerdings umgekehrt. Das soll zum Erhalt noch noch mehr Nährstoffen beitragen, zudem sind diese Geräte wirklich leise.

Nach dem Dörren ist vor dem Aufbewahren

Die Lebensmittel sind gedörrt – und jetzt? Alles auf einmal essen kann man wohl kaum, daher müssen die Sachen gelagert werden. Und zwar richtig. Luftfeuchtigkeit zerstört hierbei das in langen Stunden erzielte Ergebnis, daher eignen sich vor allem luftdicht verschließbare Gefäße wie Gläser, Tüten oder Ähnliches. Wasserdicht sollten sie auch sein. Fertig abgefüllt dann einfach dunkel und kühl lagern.

Dörrautomaten Test
In Gläsern ist das Dörrgut vor Feuchtigkeit sicher.

Und was macht man dann mit den gedörrten Lebensmitteln? Entweder essen oder z. B. bei getrockneten Pilzen: kurz in Wasser einlegen und dann (mit)kochen. Außerdem kann man sie noch zu Pulver verarbeiten und damit z. B. Suppen kochen oder aus Früchten Smoothies machen.

So haben wir getestet

Um uns ein möglichst genaues Bild von den Funktionen und der Leistung der Dörrautomaten zu machen, haben wir mit Bananen, Äpfeln, Tomaten, Zucchini, Petersilie, Basilikum und weiterem gedörrt. Die angegebene Dauer des Dörrvorgangs ist bei allen Geräten mehr oder weniger einheitlich, daher haben wir auch immer die gleiche Dörrzeit für jedes Lebensmittel genommen. Nach der vorgegebenen Zeit haben wir das Ergebnis kontrolliert.

Auch eine einfache und sinnvolle Bedienung ist wichtig, daneben spielen vor allem Verarbeitungsqualität und Lautstärke eine Rolle. Zudem haben wir den Stromverbrauch überprüft.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.