Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Aufmacher Kaffevollautomat Mittel

Kaffeevollautomaten im Test : Kaffeegenuss auf höchstem Niveau

Update 30.09.2021

Eine sinnvolle Alternative zu Kaffeemaschinen mit Kapseln oder Pads und Siebträgermaschinen sind Kaffeevollautomaten. Gerade wenn das Gerät viel beansprucht wird, lohnt sich die Investition in ein hochwertiges Modell. Wir haben 15 Kaffeevollautomaten getestet.

Update 30. September 2021

Wir haben unsere Tests der besten Mittelklasse- und High-End-Kaffeevollautomaten zusammengelegt und darüber hinaus zwei neue Modelle getestet.

Die Empfehlungen DeLonghi PrimaDonna Soul, Caffeo Barista TS Smart und Miele CM 7550 haben wir aus dem High-End-Segment übernommen, der Melitta Caffeo CI und der DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B stammen aus dem Testbericht zu Mittelklassemaschinen.

Arne Preuß
ist gelernter Barista und Gründer des Blogs Coffeeness. Er testet alles rund um sämtliche Arten der Kaffeezubereitung.

Anstelle von Kaffee aus Maschinen mit Kapseln oder Pads setzen viele Liebhaber von Latte Macchiato, Cappuccino und Milchkaffee auf Kaffeevollautomaten. Damit der Kaffee geschmacklich auch annähernd an die Barista-Kunst aus der Siebträgermaschine herankommt, sollte man etwas mehr Geld in ein hochwertiges Modell investieren. Diese Kaffeevollautomaten sehen nicht nur besser aus, sondern haben auch die neuste Technik zu bieten. Bereits mit den Grundeinstellungen erzielt man hier tolle Ergebnisse, dank der zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten lassen die sich auch noch weiter an den individuellen Geschmack anpassen.

Daher haben wir 15 Kaffeevollautomaten zwischen 400 und 2.000 Euro getestet. Alle Testmodelle bereiten einen hervorragenden Espresso zu, viel wichtiger ist die Frage, welche Features gewünscht sind und welche Summe man bereit ist auszugeben. Wer nicht so viel Geld ausgeben möchte, dem sei unser Test der günstigen Kaffeevollautomaten ans Herz gelegt.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Stufenloses MahlwerkViele ExtrasSchnell und edelPreiswerter LuxusTop Preis-Leistung
goldene Mitte der Kaffeevollautomaten Test: Delonghi Primadonna Soul 1 E1630067750202Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CIgoldene Mitte der Kaffeevollautomaten Test: Miele Cm 7550Test  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: Melitta Caffeo BaristaTest  Mittelklasse-Kaffeevollautomat: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Modell DeLonghi PrimaDonna Soul Melitta Caffeo CI Miele CM 7550 Melitta Caffeo Barista TS Smart DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B
Pro
  • Guter Espresso & Cappuccino
  • Viele Funktionen
  • Elektronisches Scheiben­mahlwerk
  • Zwei separate Bohnen­fächer
  • Programmierbare Nutzer­profile
  • Sehr edles Design
  • Automatische Auslauf­höhe
  • Schnelle Zubereitung
  • Übersichtlich
  • Guter Kaffee & Espresso
  • Überragend einstellbarer Espresso und Milch­schaum
  • Einfache Reinigung
  • Sinnvolle Funktionen
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
Contra
  • Fragwürdige Bean-Adapt-Technologie
  • Wassermenge ist nicht so frei einstellbar, wie es wünschens­wert wäre
  • Keine App-Steuerung
  • Kein doppeltes Mahl­werk
  • Teurer als der Test­sieger
  • Milchschaum wird nicht so gut
  • Doppeltes Bohnen­fach ist zu klein
  • Plastikgeruch beim ersten Auspacken
Bester Preis
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Stufenloses Mahlwerk: DeLonghi PrimaDonna Soul

Stufenloses Mahlwerk

DeLonghi PrimaDonna Soul

goldene Mitte der Kaffeevollautomaten Test: Delonghi Primadonna Soul 1 E1630067750202
Der DeLonghi hat Innovationen im Geist und besten Kaffee im Herzen.

Die PrimaDonna-Reihe von DeLonghi hat ein neues Mitglied: den PrimaDonna Soul. Mit dem stufenlosen elektronischen Mahlwerk, dem modernen Display und dem starken Bezug zur Coffee Link App erinnert der Soul deutlich an das Modell Maestosa desselben Herstellers und schließt so die Lücke zur Luxusklasse. »PrimaDonna«-typisch bietet er neben einer schicken Optik und dem »LatteCrema«-System auch einen großen Funktionsumfang sowie feinteilige Einstellungen.

Außerdem bietet der Soul die innovative Bean Adapt Technology, die dafür sorgt, dass der Kaffeevollautomat alle wichtigen Brühparameter an die jeweilige Kaffeebohne anpasst. Dafür müssen die Bohnen nur mit einer Vorlage abgeglichen und der entsprechende Röstgrad in der App eingegeben werden. Mit der App kann man zudem bequem auf das Mahlwerk zugreifen.

Zusätzlich zum Mahlgrad lassen sich alle anderen Brühparameter für Latte Macchiato, Espresso und Cappuccino einstellen. Der Espresso des PrimaDonna Souls überzeugt mit einem facettenreichen Körper sowie einer schönen Crema. Der Kaffee läuft ideal temperiert und ziemlich zügig in die Tasse. Auch der Milchschaum kann überzeugen und lässt sich zudem in drei unterschiedlichen Konsistenzstufen zubereiten.

Der Kaffeevollautomat bietet alle wichtigen Hygienefunktionen. Er erinnert zudem daran, die Milch wieder kalt zu stellen, wenn der Milchbehälter über längere Zeit angeschlossen ist. Zusätzlich können der Wassertank, der Tresterbehälter, die Abtropfschale und die Brühgruppe leicht von Hand unter fließendem Wasser gereinigt werden. Das Milchsystem lässt sich für eine gründliche Reinigung auch auseinandernehmen.

Viele Extras: Melitta Caffeo CI

Viele Extras

Melitta Caffeo CI

Test: Mittelklasse-Kaffeevollautomat – Testsieger Melitta Caffeo CI
Für diese Preisklasse bringt er viele Extras mit und was noch wichtiger ist – einen tollen Espresso.

Der Caffeo CI von Melitta ist hochwertig verarbeitet und bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Er verfügt über zwei getrennte Bohnenkammern, ein automatisches Milchschaumsystem und vier Nutzerprofile. Das alles kommt in einem kompakten und ansprechenden Design daher.

Bei diesem Kaffeevollautomaten kommen Milch und Espresso aus denselben Auslauf, sodass man das Gerät nicht umstellen muss. Nach dem Bezug wird der Milchschlauch automatisch durchgespült, was in diesem Preissegment keine Selbstverständlichkeit ist. Da sich der Auslauf bis auf 14 Zentimeter höhenverstellen lässt, passen auch Latte-Gläser darunter.

Der Caffeo CI ist nicht flüsterleise, liegt aber im Mittelfeld in Sachen Betriebslautstärke. Ein gewisser Geräuschpegel ist bei einem günstigen Automaten mit einem Mahlwerk aus Edelstahl auch zu erwarten.

Der Automat von Melitta ist in unterschiedlichen Farben und Versionen erhältlich, worauf die verschiedenen Modellnummern hinweisen.

Schnell und edel: Miele CM 7550

Schnell und edel

Miele CM 7550

goldene Mitte der Kaffeevollautomaten Test: Miele Cm 7550
Schön, schnell und ausgesprochen hochwertig – aber auch wuchtig.

Wie der Name Miele selbst steht auch der CM 7550 für Zuverlässigkeit, Funktionalität und Langlebigkeit. Preislich liegt er deutlich über dem Kaffeevollautomaten von DeLonghi. Der Miele überzeugt aber mit dem reduzierten, edlen Gehäuse, einer unkomplizierten Handhabung und klaren Bedienelementen.

Der wuchtige Kaffeevollautomat von Miele bietet umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten. Die Hygienefunktionen machen zudem Pflege und Reinigung sehr leicht. Der Espresso ist aromatisch und kräftig und auch der Milchschaum kann überzeugen. In einem persönlichen Profil können favorisierte Einstellungen für Brühtemperatur, Kaffeepulvermenge und andere Parameter abgespeichert werden.

Obwohl der Miele CM 7550 im Test überzeugen kann, hat er doch ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis als der PrimaDonna Soul von DeLonghi. Mit dem Kaffeevollautomaten von Miele macht man trotzdem nichts falsch – man muss aber mehr Geld in die Hand nehmen.

Preiswerter Luxus: Melitta Caffeo Barista TS Smart

Preiswerter Luxus

Melitta Caffeo Barista TS Smart

Von Melitta kommt der Luxus-Kaffeevollautomat Caffeo Barista TS Smart. Dieser hat nichts mit dem Filterkaffee-Image zu tun, das man gemeinhin mit dem Namen Melitta verbindet. Der Automat hat ein schickes schwarzes Gehäuse mit TFT-Farbdisplay unter dem sich viele clevere Funktionen und Features verbergen.

Neben einer Bedienung via Touch & Slide gibt es eine gelungene Smartphone-App. Anders als die Menüführung am Automaten ist diese App sehr intuitiv gestaltet. Ohne Umstände kann man Kaffeepulvermenge, Bezugsmenge, Temperatur, die Anzahl der Shots sowie die Auswahl des Bohnenfachs variieren.

Der Caffeo Barista TS Smart kocht guten Kaffee und bietet dabei 21 voreingestellte Getränke. Die vielen Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen können in acht verschiedenen Nutzerprofilen abgespeichert werden. Mit dieser Orientierung am Kundenwunsch wird der Kaffeevollautomaten dem Namen Melitta mehr als gerecht.

Top Preis-Leistung: DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Top Preis-Leistung

DeLonghi Dinamica ECAM 350.55.B

Der kompakte Dinamica ECAM 350.55.B von DeLonghi füllt dank seiner 13,5 Zentimeter Auslaufhöhe auch problemlos große Latte-Macchiato-Gläser. Nach jeder Benutzung reinigt die einstellbare Durchspülfunktion das Milchschaumsystem. Der Wassertank wird nach vorne hin entnommen, sodass die Entnahme und das Befüllen sehr komfortabel ist. Das Mahlwerk aus Edelstahl ist nicht unbedingt leise, liegt mit seiner Lautstärke jedoch noch im Rahmen.

Die Dinamica-Reihe besteht aus unterschiedlichen Modellen, wobei sich die Buchstabenkombinationen und Modellnummern auf die Farbe und kleine Unterschiede in puncto Getränkemöglichkeiten beziehen. Der Dinamica ECAM 350.55.B ist aufgrund des gebotenen Verhältnisses von Preis und Leistung die optimale Wahl.

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Bei diesem Kaffeevollautomaten erhält man bereits mit den Werkseinstellungen einen ordentlichen Latte Macchiato oder Cappuccino. Nur der Milchschaum könnte etwas üppiger ausfallen, was sich aber schnell im Menü korrigieren lässt. Mit dem variablen Milchschaumsystem kann man je nach ausgewählter Einstellung feinen, fließfähigen Schaum und Schaum mit einer festeren Konsistenz herstellen. Die Temperatur ist mit jeder Einstellung ideal.

Auch die Einstellungen für Kaffee können überzeugen: Hier stehen 13 Mahlstufen zu Verfügung. Der Kaffeevollautomat kann selbst Kaffee des feinsten Mahlgrads problemlos verarbeiten. Sogar die optimale Wassermenge von 25 Millilitern lässt sich einstellen und auch die ideale Extraktionszeit ist mit 25 Sekunden gegeben. Somit bereitet der Automat einen Kaffee von hoher Qualität zu. Zudem stehen fünf unterschiedliche Kaffeestärken zur Auswahl. Die individuellen Einstellungen lassen sich dann in vier Nutzerprofilen abspeichern. Hierbei hat man die Wahl, eigene Kreationen abzuspeichern oder die Voreinstellungen der Direktwahl-Getränke dem eigenen Geschmack anzupassen. Das funktioniert unkompliziert und schnell.

Der Dinamica bietet auch die Zwei-Tassen-Funktion, mit der zwei Espressi zugleich zubereitet werden können. Zusätzlich ist eine Long-Coffee-Funktion verfügbar, mit der größere Mengen schwarzen Kaffees gebrüht werden können. Somit eignet sich der Kaffeevollautomat auch für mehrere Personen oder Vieltrinker. Durch das sogenannte Schwallbrühverfahren – das mit geringem Druck arbeitet – ähnelt der Kaffee sehr einem Filterkaffee.

Der Automat von DeLonghi hat einen eingebauten Wasserfilter, der überschüssigen Kalk entfernt. Zudem erinnert das Modell bei Bedarf an einen nötigen Entkalkungsvorgang. Hierfür muss nur bei Inbetriebnahme die richtige Wasserhärte eingestellt werden. Im Lieferumfang findet sich ein Teststreifen, mit dem vor Ort die Wasserhärte ermittelt werden kann.

Der Spülvorgang ist weitgehend selbstreinigend, wenn man das Einstellrädchen beim Milchsystem in die korrekte Position bringt. Tresterbehälter und Wasserauffangschale sind leicht entnehmbar und sollten von Hand gereinigt werden. Befindet sich die Brühgruppe in der Parkposition, lässt sich auch diese einfach entnehmen. Dafür muss der Automat am Hauptschalter ausgeschaltet sowie vom Stromnetz getrennt werden. Alle Bauteile sollten regelmäßig gereinigt und anschließend getrocknet werden.

Was gibt es sonst noch?

Auch der Philips 3200 Latte Go setzt auf Einfachheit: Das Modell aus hochwertigem Kunststoff verfügt über ein Keramik-Scheibenmahlwerk mit zwölf Stufen. Die einfache Bedienung braucht keinen Touchscreen. Die Tasten verfügen je nach Funktion über eine Lichtskala, die die gewählte Stufe anzeigt. Es stehen fünf voreingestellte Getränke zur Wahl: Kaffee, Espresso, Americano, Cappuccino und Latte.

Die Ergebnisse sind gut, kleinere Schwächen bei Milchschaum und Espresso sind verzeihbar. Das automatische Milchschaumsystem ist zweiteilig und ohne Schläuche, sodass die Reinigung einfach ist. Leider ist der Automat von Philips sehr laut, sowohl beim Mahlen der Kaffeebohnen als auch beim Milchaufschäumen.

Mit dem Krups Evidence erhält man einen kompakten Kaffeevollautomaten mit leichter Bedienung. Espresso und Milchschaum sind gut, allerdings liegt die Mindestmenge des Espressos hier bei 40 Millilitern. Die ideale Menge beträgt 25 bis 30 Milliliter. Somit entspricht der Espresso hier nicht dem Ideal.

Das Kegelmahlwerk aus Edelstahl bietet drei Mahlgrade und 15 Kaffeevarianten. Kaffeestärke und Temperatur lassen sich leicht einstellen. Bei dem Automaten ist relativ viel Kunststoff verarbeitet. Die aus Metall bestehende, fest verbaute Brühgruppe kann nicht manuell gereinigt werden. Ansonsten sind die Reinigungs- und Entkalkungsprogramme gut durchdacht.

Beim Saeco PicoBaristo kann man zwischen zwölf vorprogrammierten Getränken wählen. Das Mahlwerk ist aus Keramik und bietet zehn verschiedene Mahlgrade. Der Espresso des PicoBaristo ist sehr gut und auch der Milchschaum kann überzeugen. Zudem kann man den auf der Vorderseite eingesteckten Milchtank in wenigen Handgriffen umbauen zu einem Heißwasserauslauf für Tee. Die Reinigung ist unkompliziert und insgesamt erhält man hier einen soliden und hochwertigen Automaten. Einziger Nachteil ist der Preis von mehr als 600 Euro.

Der Siemens EQ.3 hat ein außergewöhnliches Design, die Leistung ist absolut solide. Das halbautomatische Milchsystem mit mittig platzierter Schaumlanze liefert einen hervorragenden Milchschaum für Cappuccino oder Latte Macchiato. Die Schaumlanze lässt sich auch einfach reinigen, da sie nur aus zwei Teilen besteht. Allerdings kann die Milchschaumdüse immer nur ein Getränk zubereiten, da der Rüssel zum Aufschäumen in die Tasse gehalten wird. Bei Espresso ist aber auch ein Doppelbezug möglich. Der schnellste Kaffeevollautomat ist der EQ.3 nicht, daher ist er auch eher für kleinere Haushalt mit höchstens drei Kaffeeliebhabern geeignet.

Die Ausstattung des EQ.3 ist hinsichtlich der Einstellungsmöglichkeiten und Funktionen gut. Die Tasten und das Display sind übersichtlich, sodass die Bedienung sehr einfach ist. Mahlgrad, Kaffeestärke, Dauer des Milchaufschäumens und Wassermenge lassen sich individuell einstellen. Um die optimalen Einstellungen zu ermitteln, ist Experimentieren und Ausprobieren angesagt. Hat man diese aber einmal gefunden, erhält man einen exzellenten Espresso. Auch der wohl temperierte Milchschaum ist schön fest.

Wissenswertes über Kaffeevollautomaten

Kaffeevollautomaten gibt es viele verschiedene auf dem Markt und in unterschiedlichen Preisklassen: Einsteigermodelle gibt es ab rund 300 Euro, die Mittelklasse beginnt hier bei etwa 500 Euro. Nach oben gibt es preislich keine Grenzen – High-End-Modelle können auch schnell mal mehr als 2.000 Euro kosten. Die einzelnen Preisklassen unterscheiden sich untereinander etwa in der Handhabung, dem Funktionsumfang und den Einstellungsmöglichkeiten.

Teurere Kaffeevollautomaten bestehen zudem aus hochwertigeren Materialen und halten dadurch auch intensiverer Benutzung stand. Darüber hinaus haben sie zusätzliche Extras wie einen Touchscreen, eine App-Steuerung, ein doppeltes Mahlwerk, mehr voreingestellte Getränke oder mehrere Nutzerprofile zu bieten.

Kaffeevollautomaten der Mittelklasse

Die Modelle der Mittelklasse haben zwar keinen großen Luxus zu bieten, allerdings gibt es eindeutige Tendenzen seitens der Hersteller, feinere Justierungen sowie neue Ideen in Sachen Milchschaumsystem einzubauen. Dadurch bieten viele Kaffeevollautomaten der Mittelklasse beste Kaffeequalität.

Für weniger Geld bekommt man allerdings auch viel verbautes Plastik. Die Mahlwerke haben außerdem Schwierigkeiten bei feineren Mahlgraden – aber die sind besonders wichtige für eine hochwertige Espressozubereitung. Doch manchmal wird man auch von einem günstigen Kaffeevollautomaten positiv überrascht – so geschehen beim DeLonghi ECAM 22.110.B.

Bei einem Mittelklasse-Automaten bekommt man also mehr als nur die Basis-Ausstattung. Hat man zwar gewisse Ansprüche, kann aber trotzdem auf besonderen Luxus verzichten, ist man mit einem Modell aus dem mittleren Preissegment gut beraten.

High-End-Kaffeevollautomaten

Bei einem Kaffeevollautomaten der Luxusklasse stehen einem so detaillierte Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, dass man den Kaffee optimal an den individuellen Geschmack anpassen kann. Für eine leichte Bedienung und beste Ergebnisse sorgen weitere Extras wie ein automatisches oder geräuschreduziertes Mahlwerk und ausgeklügelte Reinigungsprogramme.

In dieser Preisklasse wird zudem deutlich mehr Edelstahl, Chrom und Aluminium verbaut. Das sieht nicht nur gut aus, sondern erhöht auch die Lebensdauer der Automaten.

Der Unterschied zwischen preiswerten Einsteiger-Modellen und Profi-Geräten wird auch am Display deutlich: Die kleineren Automaten haben sparsame Displays oder sogar gar keine Darstellung, während die Modelle der Oberklasse große und farbige Touch-Displays zu bieten haben, hinter denen eine ausgefeilte Software steckt.

Programmierung und Einstellungen

Damit ein Kaffeevollautomat funktioniert, sind einige Einstellungsmöglichkeiten besonders wichtig: Wasser- und Kaffeemenge sowie der Mahlgrad der Kaffeebohnen sollten variabel sein. Ohne diese Funktionen ist ein Automat eigentlich nicht brauchbar.

Mittelklasse-Automaten punkten hier besonders mit feineren Abstufungen als preiswerte Maschinen. Teure Modelle bieten dagegen teils mehr Extras als eigentlich nötig sind, somit findet man definitiv die individuell passende Einstellung. Die Kaffeevollautomaten der Oberklasse bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Milchschaumkonsistenz und Wassertemperatur zu variieren.

Nutzerprofile sind mittlerweile Standard: Hier lassen sich die individuellen Einstellungen für Latte Macchiato, Espresso und Cappuccino einspeichern.

Espresso und Milchschaum

Damit die Espresso-Ergebnisse vergleichbar sind, haben wir wenn möglich alle Kaffeevollautomaten mit den gleichen Einstellungen getestet: Es wurde der feinste mögliche Mahlgrad und eine Wassermenge von 25 Millilitern gewählt sowie die maximale Kaffeestärke eingestellt. Die Durchlaufzeit sollte rund 25 Sekunden betragen. Das Aroma ist natürlich in erster Linie abhängig vom verwendeten Espresso. Minuspunkte gab es allerdings, wenn das Ergebnis zu wässrig oder bitter (also verbrannt) war.

Mittelklasse-Kaffeevollautomat Test: Ca209691
Auch der Milchschaum ist ein wichtiges Kriterium beim Kaffeegenuss.

Die verschiedenen Milchschaumsysteme weisen größere Unterschiede auf: Bei den meisten Einsteiger-Modellen gibt es lediglich eine Schaumlanze für manuelles Aufschäumen. Hier muss man den Milchaufschäumer in den Milchbehälter halten und die Milch selbst aufschäumen. Dieser Vorgang erfordert durchaus etwas Wissen und Übung.

Kaffeevollautomaten der Mittelklasse verfügen meist über ein vollautomatisches Milchschaumsystem. Hier saugt der Automat die Milch an, schäumt sie auf und gibt sie wieder aus. Ein gutes Milchsystem erkennt man daran, dass der Milchschaum feinporig und homogen ist und weder Blasen und Löcher aufweist.

Bedienung

In Sachen Bedienung ist die wichtigste Frage, ob man den Vollautomaten bedienen kann, ohne im Vorhinein die Anleitung studieren zu müssen. Die Handhabung ist idealerweise so intuitiv, dass man auch als Laie die gewünschten Funktionen unkompliziert und schnell findet.

Lautstärke

Die einzelnen Arbeitsschritte des Kaffeevollautomaten können durchaus laut sein. Das fängt beim Mahlen der Bohnen an, geht über das Verdichten des Kaffeemehls und das Aufheizen des Wassers bis hin zum Drücken des Kaffees durch die Düsen.

Je nach Maschine ist der Geräuschpegel höher oder niedriger. Das Mahlwerk der Kaffeemühle ist grundsätzlich die lauteste Komponente. Es kommt zwar hauptsächlich auf die Bauweise an, dennoch lässt sich festhalten, dass Mahlwerke aus Edelstahl mehr Krach machen als welche aus Keramik.

Bei Luxusmodellen bauen die Hersteller häufig Technik zur Geräuschisolierung ein. Bei Geräten der Mittelklasse sollte man das aber nicht erwarten. Hier gibt es teils deutliche Unterschiede bei der Lautstärke.

Pflege und Reinigung

Alle Kaffeevollautomaten wurden auch hinsichtlich ihrer Reinigungsprogramme getestet. Zudem ist interessant, ob sich die Maschinen in ihre Bestandteile zerlegen und reinigen lassen. Das betrifft vor allem die Brühgruppen, die meist entnommen und manuell gereinigt werden können.

Einige Hersteller setzen allerdings auf fest verbaute Brühgruppen. Das Argument hierfür sind die ausgeklügelten Reinigungsprogramme, deren Leistung ausreichend sein soll.

 

Es gibt gute Argumente für und gegen entnehmbare Brühgruppen. Wir halten es grundsätzlich für sinnvoll, die Brühgruppe ohne großen Aufwand von Hand spülen zu können.

So haben wir getestet

Die 15 Kaffeevollautomaten wurden hinsichtlich ihrer Einstellungsmöglichkeiten, der Qualität des Espressos und Milchschaums, ihrer Lautstärke sowie der Pflege und Reinigung getestet und bewertet.

Alle Vollautomaten wurden, sofern möglich, mit denselben Einstellungen getestet, um vergleichbare Espresso-Ergebnisse zu erhalten. Es wurde der feinste Mahlgrad und die maximale Kaffeestärke genutzt und die Wassermenge betrug 25 Milliliter. Die Durchlaufzeit sollte rund 25 Sekunden betragen. Das Aroma hängt vom verwendeten Espresso ab. War das Ergebnis aber zu bitter oder wässrig, gab es Minuspunkte.

In Sachen Handhabung sollte man das Gerät bedienen können, ohne vorher die Anleitung zu studieren. Die Bedienung sollte so intuitiv sein, dass auch Laien die gewünschten Funktionen schnell und unkompliziert finden.

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