Milchaufschäumer im Test : Für perfekten Milchschaum

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Update 28.08.2020

Schwarzer Kaffee reicht den meisten nicht, wer Cappuccino oder Latte Macchiato auch zuhause zubereiten will, muss dafür Milch aufschäumen. Wie das am besten geht, haben wir uns angesehen und 18 Milchaufschäumer getestet.

Update 28. August 2020

Wir hatten drei neue Milchaufschäumer im Test. Eine neue Empfehlung ist der Severin SM 3585.

Arne Preuß
Arne Preuß
ist gelernter Barista und Gründer des Blogs Coffeeness. Er testet alles rund um sämtliche Arten der Kaffeezubereitung.

Neben Espresso braucht man für die beliebten Getränke vor allem eins: Milchschaum. Den bekommt man bei einigen Automaten sowieso automatisch. Ist das nicht der Fall, dann muss man ihn mit einem Milchaufschäumer selbst machen, und hierfür braucht man das richtige Gerät. Wir haben uns verschiedene Bauarten und Preisklassen angesehen und verraten Ihnen im Test, wie Sie tollen Milchschaum bekommen und was man dazu braucht.

Klein: Philips Senseo Milk Twister

Klein

Philips Senseo Milk Twister

Test Milchaufschäumer: Senseo Milk Twister
Er macht hervorragenden Milchschaum und punktet mit einem guten Preis.

von 224 Lesern gekauft

Vom Philips Senseo Milk Twister sind wir begeistert. Hier bekommt man tollen Milchschaum, außerdem ist er schick und der Preis ist auch relativ günstig. Das kompakte Gerät beansprucht in der Küche zudem nicht so viel Platz. Stabiler, sahniger und fließfähiger Milchschaum ist das Ergebnis, genau so soll es sein.

Wer nur kleine Mengen braucht, ist hier richtig. Bereitet man allerdings für mehrere Personen Milchschaum zu, würden wir eher ein Severin-Gerät empfehlen. Beim Milk Twister gibt es nur 120 Milliliter Schäummenge, so viel ist das nicht.

Man bekommt hier ein kompaktes Gerät, das merkt man an der Schäummenge und Bauweise. Typisch für diese Bauart gibt es einen Sockel samt Aufsatz, in dem werden Teile von der Induktionstechnik und der Milchbehälter kombiniert. Das WMF-Gerät wirkt edler, aber auch diesen schwarzen Kunststoff-Zylinder finden wir ganz schick.

Für etwa 60 Euro ist er nicht günstig, aber eine lohnenswerte Investition. Die Rühreinheit ist hier am Deckel und nicht am Boden. Dort gibt es einen Metallstab mit einem Quirl am Ende. Bei der Handhabung ist das angenehm, es wirkt dennoch instabiler als herkömmliche Aufsatzrädchen am Boden.

Die Anwendung ist leicht, das ist bei Milchaufschäumern oft so. Man muss nur bis zur Maximal-Markierung die Milch einfüllen, den Deckel aufsetzen, den Knopf drücken und dann warten. Wenn etwa zwei Minuten vorbei sind, schaltet das Gerät automatisch ab und man hat hervorragenden Milchschaum. Ein wenig lauter als die anderen ist das Gerät, aber nicht störend.

Beim Reinigen sollte man darauf achten, dass Einschaltknopf und Bodenkontakte nicht in Kontakt mit Wasser kommen. Dieses Manko ist bauartbedingt und man findet es bei allen kompakten Milchaufschäumern. Den Behälter kann man aber gut reinigen, es bleiben also keine Rückstände vom Aufschäumen zurück. Deckel samt Rühreinheit darf in den Geschirrspüler. Wir sehen das eher kritisch und denken, dass die Rühreinheit abbrechen könnte. Spülen per Hand geht aber auch einfach und schnell.

Was wäre ein guter Milchaufschäumer ohne tollen Milchschaum? Beim Philips Senseo Milk Twister wird er beinahe perfekt, die Milch wird fast komplett durchgeschäumt und in der Kanne verbleiben keine flüssigen Reste. Dieser Milchschaum kommt dem vom Barista recht nahe: fließfreundlich, cremig und blasenfrei.

Größere Füllmenge: Severin SM 3585

Größere Füllmenge

Severin SM 3585

Test: Severin Sm 3585
Ideal für alle, die eine größere Füllmenge als beim Testsieger wünschen.

Für größere Mengen Milchschaum eignet sich der Severin SM 3585. Auch hier – genauso wie bei den älteren Severin-Modellen – wird auf große Schäum- und Füllmenge gesetzt, ebenso auf Funktionalität und ein hochwertiges Kännchen. Man merkt schnell, dass das Äußere moderner geworden ist.

Der Preis ist höher, das ist bei Severin oft der Fall. Der günstigste Milchaufschäumer ist er also sicher nicht. Dennoch lohnt sich die Anschaffung, wenn man regelmäßig große Mengen Milchschaum braucht.

Die Qualität des Milchschaums ist hoch, feinporig und – typisch für den Hersteller – recht fest. Barista-Qualität bekommt man damit zwar nicht, die Erwartungen der Zielgruppe erfüllt der Hersteller aber dennoch. Zudem gelingt nur wenigen vollautomatischen Geräten Milchschaum wie von einem Barista.

Den Severin SM 3585 gibt es mittlerweile in unterschiedlichen Varianten. Wir haben den Spuma 500 getestet, mit einer Füllmenge von 500 Millilitern und einer Schäummenge von 260 Millilitern. Außerdem gibt es noch mit 700 Millilitern Füllmenge den Spuma 700, die Temperatur ist hier einstellbar, sowie den Spuma 700 Plus, der verschiedene Programme hat.

Hochwertig: WMF Lono Milk & Choc

Der WMF Lono Milk & Choc macht tollen Milchschaum, das ist das wichtigste und damit konnte er uns auch überzeugen. Außerdem gefällt uns das Design, das Material sowie die Verarbeitung sind hochwertig.  Hinein passen 350 Milliliter, das sollte ausreichen.

Hochwertig

WMF Lono Milk & Choc

Test Milchaufschäumer: WMF Lono Milk & Choc
Der hochwertige WMF-Schäumer zaubert auch Trinkschokolade ins Kännchen.

von 330 Lesern gekauft

Warum aber »Choc«? Mit dabei ist etwas käfigartiges aus Edelstahl, damit kann man echte Schokostückchen im Gerät auflösen. Der Rühreinsatz, der sich mittig befindet, wird dabei anfangs geschützt, wenn die Stücke noch zu hart sind.

Fast alle Milchaufschäumer können den Inhalt auch nur erwärmen, daher macht es Sinn, damit Trinkschokolade zu machen. Mit WMF bekommen wir richtige heiße Schokolade.

Kapazität, Größe, Erscheinungsbild und das Verhältnis all dessen zueinander überzeugen. Milchschaum braucht Platz, viele Geräte haben daher sehr kleine Füllmengen, die reichen fast nicht für zwei, oder aber die Geräte sind klobig. Vor allem die großen Geräte sind oft auch optisch kein Highlight. Kompaktgeräte sind da ansehnlicher.

WMF Lono macht es hier richtig und bietet eine der größten Füllmengen im Test, wenn es nur ums Erhitzen geht, ist der Severin SM 9685 besser, denn der schafft 700 Milliliter, WMF nur 0,5 Liter. Bei der Schäumung schaffen beide 350 Milliliter.

Die Form ist zylindrisch, die Hülle aus Edelstahl, filigran wirkt das Gerät daher nicht. Aber er ist stilvoll und hochwertig. Mit dem Basisteil schließt der Kännchenaufsatz bündig ab außen. Vorne gibt es fürs Milch-Umfüllen eine Tülle, gegenüber einen schweren und kräftigen Griff, so ist die Handhabung auch nach dem Erhitzen gut.

Etwa zwei Drittel von der gesamten Höhe braucht das Basisteil, es hat einen runden und großen Knopf. Hier kann man Aus- und Anschalten, aber damit geht auch mehr, so ist es üblich bei Induktionsmilchaufschäumern. Um die Taste findet man vier weitere Symbole, mit denen kann man wählen zwischen kaltem und heißem Milchschaum, heißer Milch und heißer Schokolade. Drückt man die Taste mehrmals, so zeigt ein Licht an, bei welchem Symbol und somit bei welcher Funktion man sich gerade befindet.

Der Rühreinsatz heißt »WMF Milk System« und wir finden ihn elegant. Er besteht aus einem Quirl in Rädchenform und einem Stab, unten beim Quirl gehen drei Ausläufer sternförmig ab. Elegant deshalb, weil man das Teil in den Milchbehälter nur lose stellen muss. Drei Ausläufer sorgen dafür, dass die richtige Position beibehalten wird, angetrieben wird der Quirl durch ein Magnetfeld, das sich im Basisteil befindet.

Wir fanden die Handhabung gut und die Reinigung einfach, denn es gibt keine Halterung, die im Weg sein könnte. Außerdem ist der Kännchenboden angenehm glatt. Die Konkurrenz setzt meist auf zwei unterschiedliche Einsätze zum Erhitzen und Aufschäumen, die zu wechseln braucht aber etwas Zeit und dabei könnte auch etwas beschädigt werden oder verloren gehen. Hier muss man nichts wechseln, das macht das Ganze deutlich einfacher.

Wichtig bei solch einem Gerät ist aber vor allem der Milchschaum, der kann sich hier sehen lassen. Nichts Flüssiges bleibt zurück, wir finden auch keine Schaumberge vor, die Temperatur ist gut und der Schaum stabil aber fließfähig. Maximal Clatronic und Senseo können da noch mithalten.

Wir finden den WMF Lono Milk & Choc optisch toll und er macht das, was er soll, sehr gut. Die Handhabung gefällt uns auch, da sie einfach ist. Während des Betriebs brummt es, aber gleichmäßig und tief, das spricht für Qualität.

Die Reinigung finden wir ebenfalls einfach, da alles aus Edelstahl ist, geht das Abwaschen schnell und die Teile dürfen auch in den Geschirrspüler.

Günstig: Clatronic MS 3326

Günstig

Clatronic MS 3326

Test Milchaufschäumer: Clatronic MS 3326
Eine solide Leistung zum fairen Preis macht den mittelgroßen Schäumer zu einer guten Empfehlung.

von 100 Lesern gekauft

Der Clatronic MS 3326 ist ein günstiger, mittelgroßer Milchaufschäumer und liefert tolle Ergebnisse. Er kann bis zu 225 Milliliter Milch aufschäumen und wirkt eher funktional und bodenständig. Eine etwas größere Aufschäummenge wäre durchaus wünschenswert, aber andererseits sind die 225 Milliliter noch deutlich mehr als beim Senseo Milk Twister. Für wenig Geld bekommt man beim Clatronic aber sehr gute Ergebnisse.

Die maximale Füllmenge beträgt 500 Milliliter. Milch kann kalt wie heiß aufgeschäumt oder einfach nur erwärmt werden. Diese Erwärm-Funktion funktioniert übrigens auch für Saucen, darauf weist der Hersteller explizit hin.

Das Kännchen und der Sockel sind getrennt, was besonders beim Reinigen angenehm ist, weil man nicht auf die Elektronik achten muss. Aufgrund der Beschichtung ist der MS 3326 nicht spülmaschinengeeignet. Das ist aber gar nicht so schlimm, da sowieso keine wirklichen Rückstände vom Schäumen bleiben – das Säubern geht also per Hand sehr schnell.

Alles in allem liefert der Clatronic MS 3326 eine wirklich solide Performance mit schönem Milchschaum. Für den kleinen Preis ist er daher sehr empfehlenswert.

Handbetrieb: Bodum Latteo

Handbetrieb

Bodum Latteo

Für alle Freunde von Handarbeit und beim Camping ohne Strom. Der Bodum Latteo macht hervorragenden Milchschaum.

von 59 Lesern gekauft

Der Bodum Latteo ist ein manueller Milchaufschäumer und zugleich einen Klassiker. Dabei ist eine Kanne, die auf hitzebeständigem und dünnem Glas besteht sowie Deckel samt Griff und ein Sieb. Strom braucht man hier nicht, stattdessen Muskelkraft. Für alle, die einen manuellen Milchaufschäumer mit einem Stampfer suchen, ist er unsere Empfehlung.

Mit reiner Muskelkraft wird hier Luft mit Milch vermischt und so Schaum erzeugt. Er kostet etwa 20 Euro, mit ein wenig Übung bekommt man damit tollen Milchschaum hin. Mühsamer als mit einem elektrischen Gerät ist es natürlich, denn hier darf keine Milch überkochen und dann muss erstmal circa 25 Mal gepumpt werden, ehe der Milchschaum fertig ist.

Die Kanne sollte man währenddessen festhalten, vor allem, wenn sie auf einem glatten Untergrund steht, tanzt sie sonst gerne mal beim Pumpen. Sitzt der Deckel dann nicht richtig oder nimmt man ihn mit zu viel Schwung ab, ist Kleckern keine Seltenheit. Reinigen muss man das Gerät nach der Anwendung auch, er darf aber glücklicherweise in den Geschirrspüler.

Da das Glas dünn ist, kann es aber auch springen beziehungsweise brechen, wenn man nicht sanft damit umgeht. Vermeidet man das, klappt aber alles wunderbar.

Ob man nun Automatik oder Handarbeit bevorzugt ist Geschmackssache, sofern man mit einem manuellen Milchaufschäumer aber kein Problem hat, bekommt man hier beste Qualität für maximal 250 Milliliter Milch.

Was gibt es sonst noch?

Der Arendo Milkstar liegt irgendwo zwischen Mittelklasse- und Kompaktgerät. Bis 150 Milliliter kann er schäumen und kommt mit einem Glas-Milchkännchen. Dass das auch brechen könnte, ist klar, er wirkt damit aber leichter, filigraner und auch freundlicher als viele Geräte mit Metallzylinder. Außerdem bekommt man mit ihm einen fließfähigen, feinen aber festen Milchschaum.

Auch der Cafissimo von Tchibo liefert ganz gute Ergebnisse. Den Milchaufschäumer gibt es in zwei verschiedenen Größen, das größere Gerät kann 260 Milliliter aufschäumen, das finden wir gut. Beide Varianten sehen aber recht massiv aus, haben viel Kunststoff und sind eher unförmig. Schön sind sie nicht wirklich. Der Milchschaum damit ist nicht so homogen, eine Empfehlung sind diese Geräte für uns daher nicht, zumal sie nicht so billig sind.

Der Nespresso Aeroccino 3 hat uns eher enttäuscht. Er ist nicht billig, der Milchschaum aber eher schlecht. Er schafft 120 Milliliter, damit ist er eines der kompakten Geräte. Für deutlich weniger Geld bekommt man aber bessere Milchaufschäumer.

Der Bialetti Tutto Crema  ist ein manuelles Gerät, das ähnlich gute Leistung bringt wie unsere manuelle Empfehlung. Hier kann die Milch direkt auf der Herdplatte erhitzt werden, Gefahr besteht dabei nicht.

Mit dem batteriebetriebenen Scanpart Milchaufschäumer haben wir ein Gerät ohne Milchtank und ohne technische Komplexität. Er macht seine Sache gut, ist kompakt und klein und außerdem recht günstig.

Wissenswertes über Milchaufschäumer

Wer anstatt Filterkaffee auch zuhause gerne Latte Macchiato oder Cappuccino trinkt, der benötigt dafür die richtigen Geräte. Neben Espresso braucht man Milchschaum und für dessen Zubereitung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige Automaten etwa machen den Milchschaum, die Milch wird bei vollautomatischen Geräten durch einen Schlauch eingesaugt und der fertige Schaum kommt zusammen mit dem Kaffee heraus.

Alternativ gibt es eine Schaumlanze, von der Wasserdampf ausgestoßen wird und die man in ein Milchgefäß hält. Diese Variante wird vor allem von Baristas benutzt. Wer das kann, bekommt tollen Milchschaum und hat die Kontrolle über Konsistenz und Temperatur.

Wer darauf aber verzichten kann oder will, der kann auch Milchaufschäumer benutzen, hier gibt es unterschiedliche Kategorien, die wir im Folgenden vorstellen.

 Test: Milchschaum

Batteriebetriebene Handgeräte

Bei Hand-Milchaufschäumern gibt es einen Griff, in dem Mignon-Batterien sind, zwei an der Zahl. Außerdem gibt es einen Metallstab mit Mini-Quirl in Spiralform am Ende davon. Durch den Motor und die Batterien rotiert der Quirl.

Will man Milch aufschäumen, so wird das Gerät knapp unter die Milch-Oberfläche gehalten, in einem Gefäß, das möglichst schmal ist. Oder man nimmt einfach ein Trinkgefäß.

Damit bekommt man guten Milchschaum, zumindest so lange die Batterien halten. Nutzt man das Gerät täglich, sind sie schnell leer. So braucht man entweder oft neue Batterien oder geladene Akkus. Komfortabel ist das nicht, dafür bekommt man diese Geräte aber schon unter 10 Euro. Erhitzen kann man Milch damit natürlich nicht, das muss nach wie vor auf dem Herd gemacht werden.

Nimmt man das Gerät etwa unterwegs oder nur selten her, kann sich so ein Milchaufschäumer aber lohnen.

Milchaufschäumer Test: Milchaufschäumer

Manuelle Geräte

Hier wird man an die French Press erinnert, die man zum Zubereiten von Kaffee benutzt, auch die Hersteller sind oft gleich: Bodum und Bialetti. Die Geräte haben eine schmale, hohe Glas-, Aluminium- oder Edelstahlkanne samt Deckel. An diesem gibt es einen Griff oben, unten ragt ein Sieb raus, verbunden ist das Ganze durch einen Stab.

Will man Milchschaum, so passiert das, indem man das Sieb in der warmen Milch hoch und runter bewegt. So bekommt man stabilen und feinen Schaum. Die Kannen sind einfach zu reinigen und die Geräte kommen ohne Strom aus.

Hier muss man aber ebenso die Milch separat erwärmen, meist mit Mikrowelle oder Herd. Die Metallkanne kann auf den Herd, die Glaskanne sollte laut Hersteller nicht drauf, es geht aber dennoch.

Aluminium und Glas haben nicht nur Vorteile. Denn Metall darf nicht in die Mikrowelle, dafür bricht es aber auch nicht. Verwendet man das Gerät oft, kann es schonmal mit etwas zusammenstoßen, Glas kann hier springen. Bei Bialetti Tutto Crema  gibt es Kundenstimmen, die anmerken, dass sich die Beschichtung lösen kann, wenn man die Modelle öfter benutzt. Bei diesem und vielen anderen Herstellern gibt es aber auch Edelstahlmodelle.

Die Kosten liegen bei etwa 20 Euro, verschiedene Größen stehen zur Auswahl. Hinein darf man nicht zu wenig oder zu viel Milch füllen, sonst erzielt man kein gutes Ergebnis.

Wird das Fassungsvermögen mit einem Liter angegeben heißt das aber nicht, dass auch so viel aufgeschäumt werden darf, hier liegen wir eher bei 125 bis 250 Milliliter. Denn zum Manövrieren braucht man auch Platz, der Schaum hat außerdem mehr Volumen als die reine Milch.

Vollautomatische Geräte mit Induktion

Wer es gerne komfortabel hat, ist mit einem vollautomatischen Gerät bestens beraten. Er funktioniert ein bisschen wie ein Wasserkocher, denn das Stromkabel führt zur Station, auf welcher ein Behälter ist. Darin wird Wasser erhitzt. Beim Erhitzen wird die Milch mit einem Quirl, der rotiert, auch aufgeschäumt.

Kompakte Geräte unterschieden sich in der Bauweise ein wenig von großen und mittleren. Hier ist die Basisstation eine eher flache Scheibe, wie beim Wasserkocher. Im Aufsatz ist dann die meiste Elektronik und der Milchbehälter. Beim Reinigen muss man daher aufpassen, die elektronischen Teile sollen nicht nass werden.

Große Geräte haben die Elektronik im Basisteil, das ist dadurch größer. Ein Edelstahl-Milchkännchen sitzt lose darin. Für die Handhabung ist das gut, außerdem lässt es sich leicht spülen und darf meist in den Geschirrspüler. Nachteile gibt es hier keine, nur kompakt ist so ein Gerät nicht. Dafür punkten sie aber mit mehr Fassungsvolumen.

Milchaufschäumen an sich geht leicht. Man füllt die Milch ein, schaltet das Gerät an und wartet ein paar Minuten, schon hat man fertigen Schaum. Abschaltautomatik und Induktionstechnik verhindern, dass die Milch überkocht. Das ist einfacher als ein Topf auf dem Herd, bei dem man auch noch die Temperatur im Blick haben muss. Meist kann man mit dem Gerät auch nur Milch erwärmen ohne aufschäumen. Das ist praktisch, wenn man Cappuccino will oder jemand heiße Schokolade oder ähnliches möchte.

Dafür kosten diese Geräte viel und brauchen eine Steckdose, außerdem nehmen sie mehr Platz ein. Die Mengenbeschränkungen ähneln denen von Stampferkannen. Für mehr Leute braucht man da schonmal einige Durchgänge, bis genug Milch aufgeschäumt ist, hier sind Geräte mit größerer Kapazität besser.

So haben wir getestet

Getestet haben wir vor allem vollautomatische Induktionsmilchaufschäumer. Stampferkannen und Handgeräte sind allesamt sehr günstig zu haben und unterscheiden sich nicht besonders voneinander. Bei den Elektrogeräten, die ab 50 Euro zu kaufen sind, merkt man den Unterschied aber doch.

Von vielen Herstellern gibt es mittlerweile automatische Milchaufschäumer. So etwa von Nespresso, Cafissimo oder Senseo. Designt sind sie ähnlich wie die Kapselmaschinen derselben Marken, so passt alles gut zusammen. Severin ist hier führend, dort bekommt man ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Qualität des Schaums

Die Qualität des Milchschaums ist das Wichtigste. Er darf weder zu fest noch zu flüssig sein, wenn man auf Barista-Niveau arbeitet. Bei flüssigem Schaum hat man das cremig-sahnige Gefühl beim Trinken nicht, das Geschmackserlebnis leidet darunter. Zu fester Schaum dagegen sorgt für Türmchen auf dem Kaffee, hier verbindet sich nichts. Das ist optisch toll, aber auch hier leidet der Geschmack.

Milchschaum kann man mit Hand-Milchaufschäumern oder Stampferkannen gut erzeugen, wenn man Übung hat. Induktionsgeräte liefern leider nicht automatisch tollen Schaum, obwohl sie mehr kosten.

Temperatur und Konsistenz sind wichtig. Die ideale Temperatur liegt bei ca. 65 Grad.

Einige Grad Unterschied können, müssen aber nicht stören, das kommt auf den persönlichen Eindruck an. Der eigene Geschmack entscheidet also eher als die konkrete Zahl bei der Temperatur. Temperatureinstellungen gibt es bei Milchaufschäumern eher selten, nur Geräte von Gastroback und Severin konnten das im Test.

Bei den manuellen Geräten muss man mehr selbst machen, behält damit aber auch die Kontrolle.

Design und Größe

Küchengeräte hat man viele, dafür aber meist nicht genug Steckdosen und Platz. So kann ein kompaktes Gerät hilfreich sein. Gut aussehen sollte es bestenfalls auch.

Meist kann man die Milchbehälter nur zum Teil füllen, mit normalen Geräten stößt man da schnell an Grenzen, wenn für mehr Leute Milchschaum zubereitet werden soll. Die Füllmenge ist daher wichtig vor dem Kauf.

Zusatzfunktionen gibt es kaum, aber teils kann Milch nur erwärmt werden, so spart man sich überkochende Töpfe auf dem Herd. Für Milchshakes kann man mit manchen Geräten auch kalte Milch aufschäumen. Hier fällt der Schaum aber auch schneller wieder zusammen.

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