Für das perfekte Frühstücksei Test: Eierkocher

Eierkocher im Test : Für das perfekte Frühstücksei

Update 28.07.2021

Eier im Topf kochen klingt einfach, kann aber zur familiären Herausforderung werden, wenn es nach dem Kochen nicht die gewünschte Konsistenz hat. Damit es am Frühstückstisch nicht zu Streitereien kommt, weil das Eigelb zu hart oder das Eiweiß zu weich ist, kann man einen Eierkocher verwenden. Wir haben insgesamt 26 Geräte getestet.

Update 28. Juli 2021

Wir haben sieben neue Eierkocher getestet, darunter sind zwei neue Empfehlungen: der Gastroback 42800 und der Duronic EB35.

1. Oktober 2020

Nach dem Test von zehn weiteren Eierkochern haben wir zwei neue Empfehlungen: Den Emerio EB-115560.2 sowie den Arendo Eightcook.

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Claire Schulte-Wieschen
ist studierte Anglistin und Medienwissenschaftlerin. Bei AllesBeste ist sie unter anderem zuständig für die Bereiche Haushalts- und Küchengeräte sowie Beauty & Pflege.

Das Prinzip ist äußerst simpel: Man füllt Wasser ein, wählt aus, wie hart das Ei werden soll, wartet ab und schon hat man das perfekte Frühstücksei. Aber können das auch alle Eierkocher? Bei den Geräten gibt es verschiedene Modelle, die sich je nach Anzahl der Eier für Einzelpersonen oder Großfamilien eignen. Das teuerste Modell in unserem Test lag bei knapp unter 40 Euro. Wir haben 26 Eierkocher getestet.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Tolle ZusatzfunktionenDer KleinePlatzsparend und blitzschnellIndividuelle Härtegrade
Test: Gastroback 42800Test Eierkocher: Krups F234 70Test: Arendo EightcookTest: Duronic Eb35
Modell Gastroback 42800 Krups F234 70 Arendo Eightcook Duronic EB35
Pro
  • Kocht schnell
  • Gute Ergebnisse
  • Modernes Design
  • Automatische Abschaltung und Warmhaltefunktion
  • Klein und handlich
  • Gute Verarbeitung
  • Gute Kochleistung
  • Schnell
  • Bis zu acht Eier auf einmal
  • Schnelle Kochleistung dank 500 Watt
  • Einfache Bedienung
  • Eipick im Messbecher mit Deckel geschützt
  • Leichte Reinigung
  • Gute Ergebnisse
  • Möglichkeit, verschiedene Härtegrade in einem Durchgang zu kochen
Contra
  • Leicht verbrannter Geruch beim ersten Gebrauch
  • Nur für 3 Eier
  • Kocht nur 3 Eier
  • Edelstahl-Teil wird etwas heiß
  • Knopf dreht sich schwer
  • Keine Warmhaltefunktion
  • Kochzeit etwas lang
  • Design etwas altbacken
  • Man kommt schnell mit heißem Wasserdampf in Berührung
Bester Preis

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Tolle Zusatzfunktionen: Gastroback 42800

Tolle Zusatzfunktionen

Gastroback 42800

Test: Gastroback 42800
Dieser Eierkocher liefert gute Ergebnisse in kurzer Zeit und hat zudem eine Warmhaltefunktion zu bieten.

Ein toller Eierkocher für kleine Haushalte ist der Gastroback 42800. Er kann maximal drei Eier zubereiten und hat neben einer Warmhaltefunktion auch eine automatische Abschaltung zu bieten.

Schon auf den ersten Blick macht der Gastroback einen guten Eindruck: Das moderne, schwarz-silberne Design gefällt und dank der kompakten Größe nimmt das Gerät nicht viel Raum ein. Die Verarbeitung kann ebenfalls überzeugen.

Bei diesem Modell wird der Härtegrad über die eingefüllte Wassermenge bestimmt: Im Zubehör findet sich ein Messbecher, auf dem verschiedenen Skalen für die unterschiedlichen Härtegrade und Ei-Mengen angegeben sind.

Die Anleitung ist gut zu verstehen und die Bedienung einfach und intuitiv: Wasser einfüllen, Eier auf dem Tray platzieren und den rot leuchtenden Start-Knopf drücken. Der Start und die Beendigung des Kochvorgangs wird jeweils mit einem Piepton signalisiert. Wenn die Eier fertig gekocht sind, leuchtet die Start-Taste zudem blau auf. Danach hält die Warmhaltefunktion die Eier bis zu 30 Minuten warm.

Der Gastroback benötigte im Test für zwei mittelweiche Eier siebeneinhalb Minuten, zwölfeinhalb für zwei harte Eier. In Sachen Kochzeit kann der Gastroback demnach also auch überzeugen und die Ergebnisse sind ebenfalls gut: Die mittelweichen Eier waren mittig noch etwas flüssig, das Eigelb der harten Eiern war fest.

Leider trat beim Kochen etwas Wasser auf die Arbeitsfläche aus. Zudem war bei der ersten Benutzung ein etwas verbrannter Geruch wahrnehmbar. Beim zweiten Gebrauch war der aber auch schon wieder verflogen. Wie bei vielen Modellen fanden sich auch beim Gastroback braune Wasserrückstände in der Heizwanne. Obwohl diese etwas hartnäckiger waren, ließ sich der Eierkocher insgesamt leicht reinigen.

Der Gastroback 42800 ist eine gute Wahl für Single- oder 2-Personen-Haushalte, er kocht die Eier schnell auf den Punkt und wartet zudem noch mit zusätzlichen Funktionen auf.

Der Kleine: Krups F234 70

Der Kleine

Krups F234 70

Wer nach einem kleinen Eierkocher sucht, findet ihn mit dem Krups F234 70. Mit ihm kann man zwar nur drei Eier auf einmal kochen, für Haushalte mit wenigen Personen reicht das aber aus, dafür ist er sehr kompakt und auch das Endergebnis überzeugt uns.

Gefertigt ist er aus Kunststoff, das Material und die Verarbeitung machen einen guten Eindruck. Gereinigt wird auch hier mit Essig, was leicht und schnell geht. Auch das minimalistische Design gefällt uns.

Eierkocher im Test: Krups F234 70
In den Krups passen drei Eier.

Das Wichtigste bei einem Eierkocher ist aber die Leistung und auch hier überzeugt er. Er bereitet schnell Eier im ausgewählten Härtegrad zu und ist daher eine Empfehlung für alle, die nicht mehr als drei Eier brauchen.

Platzsparend und blitzschnell: Arendo Eightcook

Platzsparend und blitzschnell

Arendo Eightcook

Test: Arendo Eightcook
Für Großfamilien und Ungeduldige: Das 500-Watt-Kraftpaket kocht rasch bis zu acht Eier auf einmal.

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Das Frühstücksaccessoire der Großfamilie: Der Arendo Eightcook – acht Eier gart der Platzprofi und wirkt dabei weder klobig noch nimmt er zu viel Raum ein. Mit einer Leistung von 500 Watt hat er ordentlich Kraft und damit ist er schnell: Für weiche Eier braucht er sieben einhalb, für mittelweiche neun und für harte Eier 13 Minuten.

Das Gerät ist sehr leicht zu handhaben, egal wie viele Eier und welche Härtegrade man möchte, die Füllmenge (140 Milliliter Wasser) bleibt immer gleich. Der Nachteil daran ist, dass erst ausprobiert werden muss, welche Feinjustierung für verschiedene Eimengen und Härtegrade benötigt wird.

Was uns gefällt: Der Eipick unten am Messbechers hat einen Deckel und ist somit sicher verschlossen. Die Unterseite des Geräts aus Edelstahl wird sehr heiß beim Kochen, man sollte sie also nicht berühren. Anders als beim getesteten Sevencook hat der Eightcook keine Warmhaltefunktion mehr. Die Spiegelei-Schälchen als Aufsatz hätten wir dagegen nicht gebraucht.

Individuelle Härtegrade: Duronic EB35

Individuelle Härtegrade

Duronic EB35

Test: Duronic Eb35
Hier können in einem Durchgang Eier in unterschiedlichen Härtegraden gekocht werden.

Das Design des Duronic EB35 wirkt zunächst etwas altbacken, das Gerät kann dafür aber bis zu sieben Eier in einem Kochvorgang in verschiedenen Härtegraden zubereiten.

Möglich ist das mit der elektronischen Härtegradeinstellung mit dem Drehregler: Rechts wählt man zwischen weich, mittelweich und hart. Nachdem die weichen Eier fertig gekocht und entnommen wurden, kann man dann den Regler links auf die gewünschte Einstellung drehen, um die Eier mittelweich und hart zu kochen.

Bei Beendigung des Kochvorgangs ertönt ein Signalton. Es ist etwas unglücklich, dass man hier das Ei-Tray nicht mit einem seitlichen Griff, sondern über einen mittigen Henkel anhebt. Dadurch kann man schnell mit heißem Wasserdampf in Berührung kommen. Im Praxistest kochte der Duronic drei mittelweiche Eier in 11 und drei harte Eier in 18 Minuten. Damit brauchte er mit am längsten.

Beim Kochen verdunstet das Wasser im Gerät nicht vollständig, sodass auf der Kochplatte keine Rückstände entstehen. Somit ist die Reinigung leicht. Einziges Manko: Die Edelstahl-Umrandung verschmutzt recht schnell durch Fingerabdrücke.

Für größere Haushalte und wenn man Eier gleichzeitig in verschiedenen Härtegraden kochen möchte, ist der Duronic EB35 empfehlenswert.

Was gibt es sonst noch?

Vor allem niedlich ist der WMF Küchenminis Eierkocher. Doch wo er mit toller Optik punktet, fehlt leider die entsprechende Qualität, um im Test auch überzeugen zu können. Das liegt einerseits daran, dass nur zwei Eier reinpassen und er dafür recht teuer ist, andererseits hat das Gerät bei einigen Käufern wohl nicht lange gehalten. Im kurzen Test machte er eine gute Figur, ist solide verarbeitet und vor allem hübsch anzusehen. Empfehlen können wir ihn aufgrund der Langzeiterfahrung einiger Käufer aber nicht.

Der Stelio von WMF gehört zu den teuersten Modellen im Test, ist aber auch ganz im Stil der Marke schön anzusehen. Neben Emerio und Clatronic kann auch auf das Modell von WMF Eier gleichzeitig zu verschiedenen Härtegraden kochen – und das klappte auch besser als beim Clatronic. Der Stelio ist ein schicker Eierkocher mit einer nicht ganz so hochwertigen Verarbeitung, wie man für das Geld erwarten würde.

Günstig, schnell und Platz für mehrere Eier bietet der Severin EK 3056. Der Piepston ist allerdings sehr schrill. Der Kunststoff wird während des Kochens außerdem heiß.

Der Emerio EB-115560.2 kocht bis zu sechs Eier und das zu unterschiedlichen Härtegraden. Am Ende des Kochvorgangs sagt eine Frauenstimme auf Deutsch, dass die Eier fertig sind – nach acht Minuten für die weichen Eier, nach zehn für mittelweiche und nach 15 für harte Eier. Neben den zwei verschiedenen auditiven Mechanismen gibt es auch drei LED-Leuchten, die den Härtegrad anzeigen. Der Messbecher kann einfach und praktisch in einem dafür vorgesehenen Aufbewahrungsfach verstaut werden. Die Verarbeitung des Geräts ist aber solide. Das Material wirkt hochwertig und das Design ist zeitlos. Der Kocher ist kompakt gebaut und lässt sich durch seine rechteckige Form gut verstauen.

Der Rommelsbacher ER 600 hat ein modernes Design und kocht die Eier in kurzer Zeit. Allerdings hatten die Eier desselben Kochvorgangs nicht immer dieselbe Konsistenz. Der Härtegrad wird hier elektronisch mit einem Drehrad eingestellt. Leider gibt es hier keine genauen Angaben darüber, bis zu welcher Stelle für welche Eimenge gedreht werden muss. Der Eierkocher ist klein und kompakt und kommt mit einem Pochier-Einsatz für zwei Eier. Zudem ist er recht leicht zu reinigen.

Wissenswertes über Eierkocher

Eierkocher können in zwei unterschiedliche Bauarten unterteilt werden: mit elektronischem Timer – das bedeutet, dass man immer gleich viel Wasser einfüllt, egal wie hart das Ei werden soll – und eine Variante, bei der die Wassermenge die Kochzeit bestimmt. Bei der zweiten Version verdampft das Wasser beim Kochvorgang vollständig, das erkennt das Gerät und gibt mit einem akustischen Signal zu verstehen, dass die Eier fertig sind, außerdem schaltet das Gerät dann ab.

Verwirrt hat uns anfangs die Angabe, dass dabei für ein Ei mehr Wasser benötigt wird als für sechs Eier. Das Ganze ist bei näherer Betrachtung aber einfach erklärt: Der Luftraum bei sechs Eiern im Kocher ist weniger als bei einem Ei, dadurch muss weniger Wasserdampf erzeugt werden als bei nur einem Ei. Die Eier werden dabei durch die Kondensationsenergie erwärmt. Das Wasser kühlt dann wieder ab, tropft nach unten und wird wieder aufgeheizt. Mehr Eier bedeuten mehr Fläche, dadurch durchläuft das Wasser den Kreislauf öfter als bei nur einem Ei und man braucht für mehr Eier weniger Flüssigkeit.

Könnte man Eier nicht auch einfach im Topf kochen? Natürlich, das funktioniert in der Praxis aber meist nicht so gut, denn die Eier können schnell platzen und auch die richtige Kochzeit zu finden ist schwierig. Ein Eierkocher dagegen muss nicht überwacht werden und hier gibt es konkrete Angaben zur Wassermenge, sodass das Ei den perfekten Härtegrad hat. So spart man sich auch das Kopfrechnen bei mehreren Eiern.

Außerdem muss man beim Kochen im Topf z. B. auch berücksichtigen, wie groß das Ei ist, wie dick die Schale, ob das Ei zuvor im Kühlschrank war etc., Eierkocher bieten hierfür Richtwerte, die man aber meist selbst noch ein wenig korrigieren kann, um ein perfektes Ei zu bekommen.

Nach dem Kochen sollten Eier – egal ob mit Eierkocher oder im Topf gekocht – immer abgeschreckt werden. Das hat den Grund, dass die Oberfläche heißer ist als das Innere des Eis, dadurch kann es nachgaren. Außerdem löst sich auch die Schale bei hartgekochten Eiern so leichter.

So haben wir getestet

Um uns ein Bild davon zu machen, ob die Eier bei einer Einstellung auch immer gleich gekocht werden und wie gut der eingestellte Härtegrad umgesetzt wird, haben wir alle Eierkocher mehrmals getestet. Teilweise mit nur einem Ei, aber natürlich auch mit der maximalen Anzahl, die das Gerät schafft. Die Zeit während des Kochens haben wir ebenfalls gemessen.

Die Kochzeit variiert bei Eiern gleicher Größe eigentlich nicht, allerdings kann es je nach Leistung des Geräts doch zu Unterschieden kommen. Wir haben Kochzeiten zwischen 8:20 Minuten und 11:15 Minuten gemessen für mittelweiche Eier.

Herstellerangaben zu den Zeiten gelten normalerweise für Eier der Größe M, bei größeren Eiern muss man die Zeit dementsprechend verlängern. Interessiert hat uns neben der Leistung auch die Verarbeitung, das Material und die Verbrennungsgefahr während des Kochens.

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