Für das perfekte Frühstücksei Test: Eierkocher

Eierkocher im Test : Für das perfekte Frühstücksei

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Update 01.10.2020

Eier im Topf kochen klingt einfach, kann aber zur familiären Herausforderung werden, wenn es nach dem Kochen nicht die gewünschte Konsistenz hat. Damit es am Frühstückstisch nicht zu Streitereien kommt, weil das Eigelb zu hart oder das Eiweiß zu weich ist, kann man einen Eierkocher verwenden. Wir haben insgesamt 19 Geräte getestet.

Update 1. Oktober 2020

Nach einem Test von zehn weiteren Eierkochern haben wir zwei neue Empfehlungen: Den Emerio EB-115560.2 sowie den Arendo Eightcook.

Irene Wallner
Irene Wallner
ist Autorin aus München und schreibt über Beauty-Produkte, Haushaltsgeräte und Produkte für Babys und Kinder.

Das Prinzip ist äußerst simpel: Man füllt Wasser ein, wählt aus, wie hart das Ei werden soll, wartet ab und schon hat man das perfekte Frühstücksei. Aber können das auch alle Eierkocher? Bei den Geräten gibt es verschiedene Modelle, die sich je nach Anzahl der Eier für Einzelpersonen oder Großfamilien eignen. Das teuerste Modell in unserem Test lag bei knapp unter 40 Euro. Wir haben 19 Eierkocher getestet.

Sprechendes Kochtalent: Emerio EB-115560.2 

Sprechendes Kochtalent

Emerio EB-115560.2

Test: Emerio Eierkocher
Der sprechende Allrounder bietet verschiedene Härtegrade und cleveres Design zum fairen Preis.

Der Frühstückstraum einer jeden Familie: Der Emerio EB-115560.2 kocht bis zu sechs Eier und das zu unterschiedlichen Härtegraden – so erhält jeder die Lieblingsvariante seines Frühstückseis. Am Ende des Kochvorgangs sagt eine Frauenstimme auf Deutsch, dass die Eier fertig sind – nach acht Minuten für die weichen Eier, nach zehn für mittelweiche und nach 15 für harte Eier. Und das kann von unseren Testgeräten nur die Emerio EB-115560.2.

Wie üblich bei Eierkochern mit elektronischen Härtegradeinstellungen braucht es immer die gleiche Wassermenge, beim Emerio sind es zwei Becher bis zum Skalenstrich gefüllt. Ebenfalls bekannt bei diesen Geräten ist die etwas längere Kochzeit im Gegensatz zu Eierkochern, bei denen der Härtegrad mit der Wassermenge reguliert wird. Doch dafür gibt es beim Emerio einen Signalton zwischen den Sprachausgaben, durch den präzise gegart werden kann – beispielsweise für nur fast harte oder etwas weichere Eier.

Trotz der Fülle an Funktionen kann der Eierkocher leicht bedient werden. Die angepieksten Eier kommen in den Träger, Deckel drauf, anschalten, Sprachdurchsage abwarten. Neben den zwei verschiedenen auditiven Mechanismen gibt es auch drei LED-Leuchten, die den Härtegrad anzeigen.

 Test: Test Eierkocher Emerio Eb 115560.3
Der Messbecher kann in einem dafür vorgesehenen Aufbewahrungsfach verstaut werden.

Bei unserem Test wurde ein Ei mit Zimmertemperatur und Größe M nach zehn Minuten mittelweich und damit fester als gewollt. Ein Ei in kaltem Zustand und Größe L wurde dagegen schon nach acht Minuten weich. Die Kochdauer ist demnach tendenziell großzügig berechnet und Härtegrade werden auch bei großen Eiern aus dem Kühlschrank erreicht.

 Test: Test Eierkocher Emerio Eb 115560.8
Ein weich gekochtes und ein hart gekochtes Ei von der Emerio.

Der sprechende Eierkocher besticht zudem mit einem Designclou: Der Messbecher kann einfach und praktisch in einem dafür vorgesehenen Aufbewahrungsfach verstaut werden.

Und selbst der Preis stimmt beim Emerio! Negative Bewertungen zur Teflon-Beschichtung der Wasserwanne konnten wir nicht bestätigen. Wir konnten die Wanne ohne Probleme und ohne Rückstände säubern. Vielleicht hat der Hersteller diese Kritik beherzigt, da in den negativen Kundenbewertungen auch die englische Sprachausgabe bemängelt wird – die bei uns ja auf Deutsch funktionierte.

Was wir nicht mochten, ist das Marketing des Herstellers. Er bezeichnet sein gleichzeitiges Kochen auf drei Garstufen als eine »patentierte Weltneuheit«, obwohl andere Hersteller wie WMF oder Clatronic die gleiche Funktion haben.

Außerdem verschleiert Emerio den Herstellungsort. »Swiss Design« prangt auffällig auf dem Gerät, eine »Made in«-Angabe fehlt jedoch. Die Website ist hier leider nicht viel aufschlussreicher. Der Hersteller scheint in China ansässig zu sein und in Europa Vertriebsstellen zu besitzen – aber sicher sind wir uns da nicht.

Die Verarbeitung des Geräts ist aber solide. Das Material wirkt hochwertig und das Design ist zeitlos. Der Kocher ist kompakt gebaut und lässt sich durch seine rechteckige Form gut verstauen.

Die Löcher, aus denen der Dampf entweicht, sind weit weg von den Handgriffen, sodass man sich nicht verbrüht. Sowohl der Deckel als auch der Eierträger haben einen Henkel, mit dem das Hantieren erleichtert wird. Die Kunststoffverkleidung wird zu keinem Zeitpunkt heiß. Besonders sicher: Der Eierkocher schaltet sich und die LED-Leuchten eine Minute nach dem Kochen des letzten Eis automatisch ab.

Eierkocher neigen zum Verkalken, daher sollten sie nach jedem Benutzen gereinigt werden. Spülmittel und Schwamm helfen da nicht viel, Küchenrolle und Essig erzielen bessere Ergebnisse in der Bekämpfung des Kalks. Nochmal mit Spülmittel und Tuch drüberwischen und fertig. Der Emerio EB-115560.2 kann so schnell gereinigt werden.

Platzsparend und blitzschnell: Arendo Eightcook

Platzsparend und blitzschnell

Arendo Eightcook

Test: Arendo Eightcook
Für Großfamilien und Ungeduldige: Das 500-Watt-Kraftpaket kocht rasch bis zu acht Eier auf einmal.

Das Frühstücksaccessoire der Großfamilie: Der Arendo Eightcook – acht Eier gart der Platzprofi und wirkt dabei weder klobig noch nimmt er zu viel Raum ein. Mit 500 Watt hat er ordentlich Kraft und damit ist er schnell: Für weiche Eier braucht er sieben einhalb, für mittelweiche neun und für harte Eier 13 Minuten.

Das Gerät ist sehr leicht zu handhaben, egal wie viele Eier und welche Härtegrade man möchte, die Füllmenge (140 Milliliter Wasser) bleibt immer gleich. Der Nachteil daran ist, dass erst ausprobiert werden muss, welche Feinjustierung für verschiedene Eimengen und Härtegrade benötigt wird.

Was uns gefällt: Der Eipick an der Unterseite des Messbechers hat einen Deckel und ist somit sicher verschlossen. Die Unterseite des Geräts aus Edelstahl wird sehr heiß beim Kochen, man sollte sie also nicht berühren. Anders als beim getesteten Sevencook hat der Eightcook keine Warmhaltefunktion mehr. Die Spiegelei-Schälchen als Aufsatz hätten wir dagegen nicht gebraucht.

Der Kleine: Krups F234 70

Der Kleine

Krups F234 70

Wer nach einem kleinen Eierkocher sucht, findet ihn mit dem Krups F234 70. Mit ihm kann man zwar nur drei Eier auf einmal kochen, für Haushalte mit wenigen Personen reicht das aber aus, dafür ist er sehr kompakt und auch das Endergebnis überzeugt uns.

Gefertigt ist er aus Kunststoff, das Material und die Verarbeitung machen einen guten Eindruck. Gereinigt wird auch hier mit Essig, was leicht und schnell geht. Auch das minimalistische Design gefällt uns.

Eierkocher im Test: Krups F234 70
In den Krups passen drei Eier.

Das Wichtigste bei einem Eierkocher ist aber die Leistung und auch hier überzeugt er. Er bereitet schnell Eier im ausgewählten Härtegrad zu und ist daher eine Empfehlung für alle, die nicht mehr als drei Eier brauchen.

Was gibt es sonst noch?

Vor allem niedlich ist der WMF Küchenminis Eierkocher. Doch wo er mit toller Optik punktet, fehlt leider die entsprechende Qualität, um im Test auch überzeugen zu können. Das liegt einerseits daran, dass nur zwei Eier reinpassen und er dafür recht teuer ist, andererseits hat das Gerät bei einigen Käufern wohl nicht lange gehalten. Im kurzen Test machte er eine gute Figur, ist solide verarbeitet und vor allem hübsch anzusehen. Empfehlen können wir ihn aufgrund der Langzeiterfahrung einiger Käufer aber nicht.

Der Stelio von WMF gehört zu den teuersten Modellen im Test, ist aber auch ganz im Stil der Marke schön anzusehen. Neben Emerio und Clatronic kann auch auf das Modell von WMF Eier gleichzeitig zu verschiedenen Härtegraden kochen – und das klappte auch besser als beim Clatronic. Der Stelio ist ein schicker Eierkocher mit einer nicht ganz so hochwertigen Verarbeitung, wie man für das Geld erwarten würde.

Günstig, schnell und Platz für mehrere Eier bietet der Severin EK 3056. Der Piepston ist allerdings sehr schrill. Der Kunststoff wird während des Kochens außerdem heiß.

Ein Eierkocher, der zwar nicht mit hochwertiger Verarbeitung, dafür aber mit guter Leistung glänzt, ist der Unold 38610 mini. Und auch der Preis kann sich sehen lassen. Unsere Eier waren den Einstellungen entsprechend perfekt gekocht, das Handbuch erklärt die Nutzung des Geräts außerdem gut. Ein an der Wanne verklebtes Kunststoffteil erschwert allerdings die Reinigung etwas und Käufer berichten hier, dass das Plastik sich verbiegt. Wir empfehlen eher ein teureres Gerät.

Wissenswertes über Eierkocher

Eierkocher können in zwei unterschiedliche Bauarten unterteilt werden: mit elektronischem Timer – das bedeutet, dass man immer gleich viel Wasser einfüllt, egal wie hart das Ei werden soll – und eine Variante, bei der die Wassermenge die Kochzeit bestimmt. Bei der zweiten Version verdampft das Wasser beim Kochvorgang vollständig, das erkennt das Gerät und gibt mit einem akustischen Signal zu verstehen, dass die Eier fertig sind, außerdem schaltet das Gerät dann ab.

Verwirrt hat uns anfangs die Angabe, dass dabei für ein Ei mehr Wasser benötigt wird als für sechs Eier. Das Ganze ist bei näherer Betrachtung aber einfach erklärt: Der Luftraum bei sechs Eiern im Kocher ist weniger als bei einem Ei, dadurch muss weniger Wasserdampf erzeugt werden als bei nur einem Ei. Die Eier werden dabei durch die Kondensationsenergie erwärmt. Das Wasser kühlt dann wieder ab, tropft nach unten und wird wieder aufgeheizt. Mehr Eier bedeuten mehr Fläche, dadurch durchläuft das Wasser den Kreislauf öfter als bei nur einem Ei und man braucht für mehr Eier weniger Flüssigkeit.

Könnte man Eier nicht auch einfach im Topf kochen? Natürlich, das funktioniert in der Praxis aber meist nicht so gut, denn die Eier können schnell platzen und auch die richtige Kochzeit zu finden ist schwierig. Ein Eierkocher dagegen muss nicht überwacht werden und hier gibt es konkrete Angaben zur Wassermenge, sodass das Ei den perfekten Härtegrad hat. So spart man sich auch das Kopfrechnen bei mehreren Eiern.

Außerdem muss man beim Kochen im Topf z. B. auch berücksichtigen, wie groß das Ei ist, wie dick die Schale, ob das Ei zuvor im Kühlschrank war etc., Eierkocher bieten hierfür Richtwerte, die man aber meist selbst noch ein wenig korrigieren kann, um ein perfektes Ei zu bekommen.

Nach dem Kochen sollten Eier – egal ob mit Eierkocher oder im Topf gekocht – immer abgeschreckt werden. Das hat den Grund, dass die Oberfläche heißer ist als das Innere des Eis, dadurch kann es nachgaren. Außerdem löst sich auch die Schale bei hartgekochten Eiern so leichter.

So haben wir getestet

Um uns ein Bild davon zu machen, ob die Eier bei einer Einstellung auch immer gleich gekocht werden und wie gut der eingestellte Härtegrad umgesetzt wird, haben wir alle Eierkocher mehrmals getestet. Teilweise mit nur einem Ei, aber natürlich auch mit der maximalen Anzahl, die das Gerät schafft. Die Zeit während des Kochens haben wir ebenfalls gemessen.

Die Kochzeit variiert bei Eiern gleicher Größe eigentlich nicht, allerdings kann es je nach Leistung des Geräts doch zu Unterschieden kommen. Wir haben Kochzeiten zwischen 8:20 Minuten und 11:15 Minuten gemessen für mittelweiche Eier.

Herstellerangaben zu den Zeiten gelten normalerweise für Eier der Größe M, bei größeren Eiern muss man die Zeit dementsprechend verlängern. Interessiert hat uns neben der Leistung auch die Verarbeitung, das Material und die Verbrennungsgefahr während des Kochens.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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