Trinkflasche für Erwachsene Test: 720°

Trinkflaschen im Test : Nachhaltig hydriert

von
Veröffentlicht 30.09.2020

Egal ob für die Umwelt, zum Sport oder für die eigene Hydrierung: Viele haben ihre Trinkflasche immer mit im Gepäck. Da man durch die Fülle an verschiedenen Herstellern und Materialien leicht den Überblick verliert, haben wir 20 Trinkflaschen getestet.

Karin Bünnagel
Karin Bünnagel
schreibt als freie Journalistin überwiegend über Gesundheits- und Fitnessthemen, unter andere für das Fitnessmagazine Wanderlust und RADtouren. Sie testet überwiegend Produkte rund um Sport, Fitness und Gesundheit.

Zero Waste, Fridays for Future, Nachhaltigkeit – eine bewusste und umweltschonende Lebensweise nimmt in unserer Gesellschaft immer mehr Raum ein. Große Unternehmen arbeiten an ihrer Klimabilanz, Privatpersonen verändern ihr Konsumverhalten. Während Sportler schon länger auf wiederverwendbare Trinkflaschen setzen, folgen nun auch Haushalte diesem Beispiel. Doch da die Nachfrage steigt, ist auch das Angebot mittlerweile riesig. Für welche Trinkflasche entscheiden? Ein leichtes Modell für den Sport? Eines, das auch für Heißgetränke geeignet ist? Nur für Leitungswasser unterwegs? Oder gleich mehrere? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir 20 Flaschen getestet.

Temperatur-Spezialist: 720°Dgree Milky Bottle

Von außen erinnert die Milky Bottle von 720°Dgree an eine Milchflasche, wie sie vom Milchmann vor die Tür gestellt wird. Doch in ihrer Funktionsweise ist sie viel weiter. Wärme und Kälte speichert sie so gut wie keine andere Testflasche und gibt dabei nicht einmal die Temperatur der Flüssigkeit an die Außenwand der Flasche ab.

Temperatur-Spezialist

720°Dgree Milky Bottle

Test Trinkflasche für Erwachsene: 720°Degree Milky Bottle
Kaltes bleibt lange kalt, Heißes heiß. Und dabei ist die Edelstahlflasche auch noch leicht.

Sechs Stunden nachdem wir 94 Grad heißes Wasser eingefüllt haben, betrug die Temperatur noch immer 80 Grad Celsius. Nach ganzen zwölf Stunden lag sie immer noch bei 67,5 Grad, was einem Verlust der Wärme von ungefähr 28 Prozent entspricht.

Bei kaltem Leitungswasser fiel die Temperatur während den ersten drei Stunden um lediglich 0,5 Grad. Und auch Wasser mit Kohlensäure blieb frisch: Beim Öffnen der Flasche war ein lautes, erfrischendes Zischen zu hören.

Optisch unterscheidet sich die Milky Bottle durch ihre lange und schmale Form von anderen Edelstahlflaschen. Durch die Silikon-Ummantelung des Deckels erhält man Grip und kann die Flasche gut öffnen. Die Milky Bottle ist zudem doppelwandig, BPA-frei und mit 365 Gramm das Leichtgewicht unter den Flaschen aus Edelstahl.

Vor Gebrauch wird vom Hersteller empfohlen, alle Teile in einer Seifenlauge zu reinigen. Damit die Flasche länger haltbar ist und die Beschichtung hält, rät er von der Nutzung der Spülmaschine ab. Die Verpackung liefert zudem noch den wertvollen Tipp, die Trinkflasche ohne Deckel zu lagern.

Die Öffnung der Flasche hat einen Durchmesser von 3,2 Zentimeter. Somit ist die Mundöffnung größer als bei PET-Wasserflaschen (zwei Zentimeter) und kleiner als bei Thermosflaschen (fünf Zentimeter). Einziger Nachteil: Für Heißgetränke ist die Milky Bottle weniger geeignet.

Designerobjekt: Midnight von FLSK

Designerobjekt

FLSK Edelstahltrinkflasche

Test: Flsk Edelstahltrinkflasche
Doppelwandige Edelstahlflasche für Heißes und Kaltes.

Stilsicher, mit schlichter, silberner Schrift auf dunkelblauem Edelstahluntergrund zeigt sich die Midnight von FLSK, wenn man sie aus dem edlen, runden Karton ausgepackt hat. Der Hersteller sagt über sein Designermodell, dass es heiße Flüssigkeiten 18 Stunden lang vor Abkühlung schützen könne. Wir haben 12 Stunden lang gemessen und in dieser Zeit fiel die Temperatur von 97 auf 70 Grad. Von außen wird die Flasche trotz der heißen Flüssigkeit nicht warm.

Auch kaltes Leitungswasser wurde nur sehr langsam wärmer. Der Deckel hielt auch trotz Kohlensäure dicht und die Flüssigkeit verlor nicht an Gas.

Die Flasche von FLSK ist aus Edelstahl und BPA-frei. Für besseren Grip ist der Deckel mit Rillen versehen. Im Lieferpaket mit dabei ist ein dünner, schwarzer Beutel mit Kordelverschluss. Die Trinkflasche verschwindet darin komplett, daher muss sie zum Trinken erst aus dem Beutel entnommen werden. Wir empfanden den Beutel daher als überflüssig.

Die Edelstahlflasche soll nach dem Hersteller nicht im Geschirrspüler, sondern mit den Reinigungsperlen des Herstellers und warmem Wasser gereinigt werden. Eine Erklärung für eine alternative Reinigungsmethode wäre wünschenswert gewesen. Dafür ist für den Deckel ein Ersatzdichtungsring im Paket enthalten.

Kalt und lauwarm kann direkt aus der Flasche getrunken werden, für heiße Getränke sollte eher ein Becher genutzt werden. FLSK bietet übrigens bei einer direkten Bestellung an, eine persönliche Gravur mit maximal 18 Zeichen auf der Flasche zu verewigen.

Leichtgewicht: Ion 8

Leichtgewicht

Ion8 Wasserflasche

Test: Ion8 Wasserflasche
Leichte Triton-Kunststoffflasche mit kleiner Mundöffnung – ideal für Sport und unterwegs.

Die Stärke der Ion 8 ist ihre Leichtigkeit. Mit der Traveller Aluflasche von Sigg erreichte sie das geringste Gewicht im Test. Zudem hat sie ein sehr schlankes Design.

Heißgetränke können auch in der Ion8 abgefüllt werden, allerdings sollte man sie dann nicht mehr in die Hand nehmen, da sie sehr heiß wird. Innerhalb einer Stunde kühlt sie zwar wieder runter, aber eben auch die Flüssigkeit in ihr.

Kaltes Leitungswasser mit einer Anfangstemperatur von 14,5 Grad nahm in zwei bis drei Stunden die Umgebungstemperatur von 19 Grad an. Der Test wurde in einem Innenraum und ohne Wärmequelle wie Sonneneinstrahlung durchgeführt. Die Flasche hielt außerdem bei Kohlensäure nicht dicht – der Deckel ploppte mit einem Knall nach oben.

Dafür besitzt die Ion 8 einen beweglichen Tragegriff und ist leicht zu transportieren. Durch den schmalen Umfang kann sie gut umgriffen werden und die Oberfläche fühlt sich dabei angenehm weich an – und das obwohl die Trinkflasche aus erneuerbarer Biomasse und BPA-frei hergestellt wurde.

Ist der Verschluss offen, kann der Deckel mit einem Klick geöffnet werden. Die Klappe springt so nach oben und über das schmale Mundstück kann gut getrunken werden. Oberhalb des Mundstücks ist eine Anti-Gluck-Öffnung zum Ausgleich des Unterdrucks. Um nicht den Deckel beim Trinken auf der Nase liegen zu haben, drehen ihn die meisten wohl zu Seite. Dabei lief uns aus dieser Öffnung bei voller Flasche allerdings Wasser entgegen.

Hülle inklusive: Sport von FCSDetail

Hülle inklusive

FCSDetail Sport

Test: Fcsdetail Sport
Hübsche Glasflasche im Neoprenmantel fürs Shopping oder sanften Sport.

Wer sein Getränk beständig warm oder kalt möchte, ist mit einer Glasflasche nicht besonders gut beraten. Wer darauf aber keinen großen Wert legt, trifft mit der Sport von FCSDetail eine gute Wahl.

Das hat vor allem zwei Gründe: Der Bambusdeckel kann auch bei heißem Wasser in der Flasche noch gut angefasst und das Getränk in ein anderes Gefäß gefüllt werden. Außerdem besitzt die Trinkflasche eine Neoprenhülle, die die Hände schützt. Die Temperatur kann sie allerdings nicht so gut bewahren – innerhalb der ersten Stunde fiel diese von 93 auf 63,5 Grad Celcius. Nach insgesamt sechs Stunden war dann die Zimmertemperatur erreicht.

Kaltgetränke weisen die gleiche Bilanz auf: Wenige Stunden und das Leitungswasser war auf Zimmertemperatur.Sprudelwasser kann die FCSDetail sehr gut verwahren, der Deckel zischte beim Öffnen wie gewünscht.

Und zu guter Letzt unser zweites Argument für die FCSDetail: Der Schnitt der Neoprenhülle ist so gewählt, dass der Flaschenhals noch herausragt. Warum ist das wichtig? Wenn der Flaschenhals noch gut zu fassen ist, lässt sich der Deckel sicherer verschließen als beim Drehen der Hülle, unter der das Glas leicht verrutschen kann.

Für Kohlensäure-Liebhaber: Original Red von Sigg

Für Kohlensäure-Liebhaber

Sigg Original Red

Liebhabern von Kohlensäure, empfehlen wir die Original Red von Sigg – auf uns machte sie diesbezüglich den besten Eindruck. Der Deckel ist sehr stabil und kann über den Griff oder direkt behutsam geöffnet werden.

Es spritzt und zischt natürlich wie bei den anderen Kandidaten auch, aber dennoch hält sie sehr dicht. Dazu ist sie sehr leicht und so perfekt für unterwegs.

Das Einfüllen von über 40 Grad warmen Getränken wird nicht empfohlen. Außerdem ist die Isolierleistung der Flasche nicht nennenswert, Getränke kühlen schnell ab. Und auch kalte Getränke erreichen schnell die Umgebungstemperatur.

Was uns gut gefallen hat, ist der Haken, mit dem man den Decken gut auf- und fest zudrehen kann. Mit vier Zentimetern ist die Mundöffnung der Original Red recht groß, aber es lässt sich dennoch gut aus ihr trinken. Man sollte mit der Flasche aber vorsichtig umgehen. Wenn man eine Flasche aus Aluminium kauft, sollte die zumindest lange halten.

Was gibt es sonst noch?

Die Flaschen von Soulbottles haben einen Plopp-Verschluss und ein stylisches Industriedesign. Kohlensäurehaltige Getränke hält sie gut, für heiße Getränke ist sie nicht geeignet. Wie alle Glasflaschen gibt sie die Wärme schnell an das Glas ab und kühlt aus.

Die Mameido-Edelstahlflaschen wirken sehr nobel, obwohl sie im unteren Preissegment liegen. Was Wärmeisolierung und Kühlung betrifft, ist die Leistung der Trinkflasche solide, allerdings baut sich bei Kohlensäure ein großer Druck auf und das Modell kann nur per Hand gereinigt werden.

HoneyHolley, deren Edelstahlflaschen warme, aber leider nicht kalte Getränke gut auf Temperatur halten, haben auch eine Trinkflasche aus Tritan im Programm. Durch die Anti-Gluck-Öffnung kommt uns auch hier beim seitlichen Trinken Wasser entgegen. Spätestens in circa drei Stunden ist die Umgebungstemperatur erreicht. Aber die Flasche besitzt einen praktischen Siebeinsatz für Zitronen, Gurken und Co.

Überrascht hat uns die Trinkflasche von Dopper: Sie vereint zwei Funktionen in einem. Schraubt man den blauen Deckel ab, ist sie eine ganz normale Trinkflasche. Dreht man jedoch den weißen oberen Teil ab, erhält man einen Becher. Beide Drehverschlüsse hielten im Test dicht. Allerdings liegt die Maximaltemperatur bei 65 Grad und es sollte nur Leitungswasser eingefüllt werden.

Den Preis für das meiste Zubehör erhält die Super Sparrow: Neoprenhülle, Karabiner, Trageriemen, zwei Strohhalme inklusive passender Reinigungsbürste und ein Sportcap. Allerdings verlor die Edelstahlflasche am schnellsten Hitze, das Ergebnis der Kaltgetränke fiel besser aus.

Die Kunststoffvariante des Herstellers unseres Testsiegers ist die Uber Bottle. Sie ist aus Tritan und weich. Sie hat eine Anti-Gluck-Öffnung, aus der beim Trinken Wasser entweicht. Sowohl für heiße als auch für kohlensäurehaltige Getränke ist sie nicht geeignet. Auch kalte Getränke bleiben nicht lange kalt. Dafür verfügt die Flasche über einen Siebeinsatz für Erdbeeren, Ingwer oder Sonstigem, um das Getränk zu aromatisieren.

Der Klassiker von Sigg mit dem typischen Drehverschluss und der Öse zum Tragen am Finger hielt bei Kohlensäure dicht, aber nahm bei kalten Getränken schnell die Umgebungstemperatur an. Heiße Getränke sollten in die Aluminumflasche erst gar nicht gefüllt werden. Dafür ist sie sehr leicht.

Die Glasflasche von Equa hat eine Filzhülle und sieht sehr schick aus. Bei genauerer Betrachtung ist die Verarbeitung des Deckels jedoch sehr billig und alle Getränke sind schnell auf Zimmertemperatur.

Wissenswertes über Trinkflaschen

Der größte Pluspunkt wiederbefüllbarer Trinkflaschen: Sie sind nachhaltig – aber auch gesünder! PET-Einwegflaschen enthalten gesundheitsschädliche Stoffe wie Bisphenol A (BPA).

BPA wird zur Herstellung von Kunststoff benötigt und wirkt bei Menschen ähnlich wie Hormone. Die Chemikalie macht Kunststoff haltbarer und härter. Sie ist somit kein Weichmacher, wie oft zu lesen ist. BPA findet sich in Kunststoffflaschen und -bechern, in Lebensmittelverpackungen und Spielzeug sowie der inneren Beschichtung von Konserven.

Trinkflasche für Erwachsene Test: Trinkflasche
Viel zu trinken ist sehr wichtig und das vor allem unterwegs! Eine Trinkflasche erinnert an die notwendige Flüssigkeitenzufuhr.

Wenn ein Kunststoffbehältnis von der Sonne oder im Auto erhitzt, löst sich das BPA und gelangt ins Getränk. Verboten ist die Chemikalie gesetzlich nur bei Babyflaschen, dennoch verzichten immer mehr Hersteller auf sie.

Mit den wiederverwendbaren Trinkflaschen aus Glas, Edelstahl, Aluminium oder aus dem Kunststoff Tritan muss man sich keine Sorgen machen: Alle Testflaschen wurden ohne BPA hergestellt.

All diese Flaschen erfüllen mal mehr und mal weniger die folgenden, für uns entscheidenden Kriterien: Sie sollten leicht und gut transportierbar, einfach zu säubern sowie langlebig und robust sein. Natürlich sollten sie auch dichthalten, man sollte gut aus ihnen trinken können und der Inhalt sollte neutral schmecken.

Welches Material?

Edelstahl ist Stahl, der nicht rostet. Er ist lebensmittelecht, gibt keinen Geschmack ab und ist robust. Das Material ist einfach zu reinigen und kann theoretisch auch in den Geschirrspüler. Aber Achtung: Viele Edelstahlflaschen haben eine Pulverbeschichtung oder sind mit Druck versehen. Da sich die Beschichtung lösen kann, sind die Trinkflaschen oft nicht für die Spülmaschine geeignet.

Nun zu den Nachteilen: Menschen mit einer Nickelallergie können dieses Material nicht nutzen. Außerdem sind die meisten Edelstahl-Trinkflaschen nicht ohne Plastik. Meist bestehen die Verschlüsse aus Kunststoff, sind aber immerhin BPA-frei. Durch die Verschlüsse halten die Flaschen auch im Liegen dicht. Außerdem: Flaschen aus Edelstahl sind nicht durchsichtig.

Tritan ist Kunststoff ohne BPA. Er ist leicht und durchsichtig, aber doch robust. Das Material ist so perfekt zum Sport oder auch für Kinder geeignet.

Der Kunststoff ist allerdings noch verhältnismäßig neu und daher auch noch nicht abschließend erforscht. So ist auch noch nicht eindeutig bewiesen, dass er keine Schadstoffe enthält. Aber im Gegensatz zu PET-Flaschen kann durch die Haltbarkeit von Tritan-Flaschen dennoch der Plastikkonsum gesenkt werden.

Theoretisch kann Tritan bis zu 100 Grad aushalten, allerdings leidet die Langlebigkeit der Flaschen darunter – ebenso wie unter Geschirrspülmittel und Klarspüler. Eine Reinigung mit der Hand führt zu einem längeren Vergnügen mit der Flasche.

Glas ist ein völlig unbedenklich nutzbares Material – sowohl aus gesundheitlicher als auch aus umweltfreundlicher Sicht. Glasflaschen sind durchsichtig, einfach zu säubern und können in den Geschirrspüler. Logos, Bild- oder Schriftmotive können sich in der Geschirrspülmaschine allerdings ablösen.

Aber: Glasflaschen sind schwer und können leicht kaputt gehen. Daher liefern viele Hersteller die Trinkflaschen mit einer Hülle. Sie kann einerseits das Material bei einem Sturz, andererseits die Hände bei heißen Getränken schützen.

Bei Heißgetränken in Glasflaschen ist allerdings nicht nur auf die Hände aufzupassen. Wenn man seinen Tee in seiner Glasflasche transportieren möchte, sollte man die Flasche vorher mit warmen Wasser an die Temperatur gewöhnen. Gießt man kochendes Wasser in kaltes Glas, kann es leicht zerspringen.

Trinkflasche für Erwachsene Test: Alu Alle
Die zwei getesteten Aluminiumflaschen.

Aluminium ist sehr leicht und dazu stabil und robust. Aber die Rohstoffgewinnung von Aluminium ist sehr energieintensiv und nicht nachhaltig. Außerdem werden bei der Innenbeschichtung teils nicht BPA-freie Materialien verwendet. Dazu kommt, dass sich Aluminiumflaschen nicht in der Spülmaschine reinigen lassen und nicht durchsichtig sind.

Wie reinige ich meine Trinkflasche?

Endlich eine neue Trinkflasche! Doch halt, bevor Sie eifrig aus der Flasche trinken, sollte sie erst einmal gereinigt werden. Es reicht warmes Wasser und eine Bürste mit ein wenig Spülmittel, dann nur noch nachspülen, trocknen, fertig. Die Trinkflasche sollte möglichst kopfüber und schräg getrocknet werden, um Luft ins Innere zu lassen.

Und genauso funktioniert auch die regelmäßige Reinigung. Damit sich kein Schimmel bildet, sollte die auch wirklich regelmäßig durchgeführt werden.

Trinkflasche für Erwachsene Test: Reinigen1
Spülbürste und Spülmittel reichen, um die Flasche zu säubern.

So gründlich muss die Trinkflasche nur einmal die Woche gereinigt werden. Nach jedem sonstigen Gebrauch genügt es, einmal mit heißem Wasser und gegebenenfalls Spülmittel durchzuspülen.

Ein Tipp von uns: Eine Flaschenbürste macht die Reinigung leichter und angenehmer. Außerdem: Gebissreiniger führt zum gleichen Ergebnis wie teure Reinigungstabletten. Einfach Wasser in die Flasche und ein, zwei Gebissreiniger rein. Kurz einwirken lassen und ausspülen. Aber auch zwei oder drei Teelöffel Natron oder ein, zwei Päcken Backpulver führen zum gewünschten Erfolg.

So haben wir getestet

In unserem Test hatten wir Flaschen aus Glas, Triton, Edelstahl und Aluminium. Einige haben integrierte Becher, die Flaschen aus Triton meistens einen Trinkhalm. Auch Trinkflaschen mit Sportcap und Bügelverschluss waren vertreten. Die anderen Testgeräte werden mit Deckel auf- und zugedreht.

Die erste getestete Gegebenheit war die Dichtheit der Flaschen. Mit Wasser und Getränken ohne Kohlensäure gab es keine Probleme, alle hielten dicht.

Mit kohlensäurehaltigen Flüssigkeiten sah das anders aus: Um die Flaschen zu testen, füllten wir Sprudelwasser ein, schlossen den Deckel, schüttelten und hielten anschließend den Kopf nach unten, um zu sehen, ob die Trinkflasche ausläuft – und anschließend wie gut sie zu öffnen ist.

Trinkflasche für Erwachsene Test: Trinkflaschen Alle
Die Testflaschen im Überblick.

Manche hielten zwar dicht, aber spritzten beim Öffnen des Deckels oder sprengten sogar den Verschluss ab. Aber auch bei Flaschen, die den Test bestanden, bleibt offen, was passiert, wenn öfter kohlensäurehaltige Flüssigkeiten transportiert werden.

Grundsätzlich ist von kohlensäurehaltigen Getränken in Trinkflaschen abzuraten. Einerseits kann die Beschichtung durch Kohlensäure angegriffen werden und sich dann möglicherweise gesundheitsschädliche Stoffe im Getränk absetzen. Andererseits erhöht Kohlensäure den Druck in der Flasche, weshalb beim Öffnen Vorsicht geboten ist. Eventuell wird durch Kohlensäure sogar die Dichtung beschädigt und die Flasche so über die Zeit undicht.

Ein weiteres Kriterium im Test war, wie gut die Flaschen die Temperatur der Flüssigkeiten halten konnten. Dafür füllten wir heißes oder warmes Wasser ein und kontrollierten regelmäßig die Temperatur. Das gleiche Prozedere wandten wir auch bei kaltem Leitungswasser an.

Zudem wurden Handhabung und Verarbeitung der Flaschen bewertet.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.