Test: Smartepersonenwaage

Körperfettwaagen im Test : Mehr als nur Gewicht messen

Update 08.09.2021

Auch vor den Personenwaagen macht die Selbstoptimierung nicht halt. Neben dem Körpergewicht messen sie nun auch Puls, Muskelmasse oder den Körperfettanteil. Hinterher werden die gemessenen Daten komplett an eine Smartphone-App übertragen. Wir haben 23 Körperfettwaagen unter die Lupe genommen.

Update 8. September 2021

Wir haben den Fokus des Tests auf Körperfettwaagen gelegt. Smarte Waagen ohne Körperfettanlaysefunktionen finden Sie jetzt in unserem Test „Die beste Personenwaage“.

7. Januar 2021

Wir haben sechs weitere smarte Personenwaagen getestet. Neue Empfehlungen sind die Huawei AH100 und die Xiaomi Mi Body Composition Scale 2.

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Doreen Menz
testet mit Leidenschaft Produkte aus den verschiedensten Bereichen. Als Hobbyköchin und Gamerin interessiert sie sich nicht nur für Computer und Küchengeräte, sondern auch für Haushaltsgeräte und Gesundheitsthemen.

Die Features der Körperfettwaagen gehen inzwischen weit über die reine Messung des Körpergewichts hinaus: Körperfettanteil, Muskelmasse, Puls – alles ist möglich. Während die Angabe des Gewichts in der Regel sehr zuverlässig ist, überzeugt die Messgenauigkeit der weiteren Messdaten, vor allem bei der Körperfettmessung, jedoch nicht immer. Wer den Anteil des Körperfetts zuverlässig messen möchte, sollte zu einer Caliper-Zange greifen.

Körperfettwaagen sind trotzdem sinnvoll, da man die Messwerte auf dem Smartphone in einer App speichern kann. So hat man den zeitlichen Verlauf der Daten und eventuelle Veränderungen immer gut im Blick. Eine wirklich smarte Waage überträgt dabei die täglichen Messwerte automatisch auf das Smartphone. Doch nicht alle Modelle, die wir getestet haben, können das.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Viele FeaturesUmfangreiche AppSchönes DesignFür Sparfüchse
Test: Withings Body+Test  smarte Waage: Beurer BF 710Test: Huawei Ah100Test: Xiaomi Mi Body
Modell Withings Body+ Beurer BF 710 Huawei AH100 Xiaomi Mi Body Composition Scale 2
Pro
  • Sehr edel und hochwertig
  • Messergebnisse waren in Ordnung
  • Sehr gute App
  • Kann auch per WLAN verbunden werden
  • Sehr genaue Gewichtsmessung
  • App mit Trainingsprogramm und Ernährungstagebuch
  • Schickes Design
  • Hochwertig
  • Günstig
  • Gute App
  • Dezentes Design
  • Gute Messwerte
  • Günstig
  • Gute App
  • Gute Messwerte
Contra
  • Teuer
  • Misst bei der ersten Messung gelegentlich falsch
  • Probleme bei der Bluetooth-Verbindung
  • Teuer
  • Keine Batterien im Lieferumfang enthalten
  • Keine Batterien im Lieferumfang enthalten
  • App teilweise auf Englisch
Bester Preis
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Viele Features: Withings Body+

Viele Features

Withings Body+

Test: Withings Body+
Die Withings Body+ zeigt einem neben vielen Körperwerten sogar den Wetterbericht an.

Die Withings Body+ ist nicht nur hochwertig verarbeitet, sondern bietet auch eine tolle App. Diese informiert beim Wiegen über den Körperzustand. Für die Synchronisierung der Messwerte muss man sein Smartphone nicht in die Hand nehmen. Sie funktioniert im Hintergrund problemlos über WLAN.

Das Display der Körperfettwaage zeigt Gewicht, Muskelmasse, Körperfettanteil, Gesamtkörperwasseranteil, Herzfrequenz und Schrittzahl an. Die Anzeige kann man individuell anpassen, sodass einem nur die gewünschten Werte angezeigt werden und auch die Reihenfolge kann geändert werden. Zudem wird eine Vorhersage des Wetters mit Sonnenschein und Temperatur eingeblendet. Die Geräteanzeige lässt sich auch über die App steuern: Klickt man hier auf »Schritte«, blendet die Anzeige die Schrittzahl ein.

Der Normalbereich aller Werte wird anhand eines dickeren Balkens auf einer Gerade dargestellt und ein Pfeil zeigt an, wo genau man sich in diesem Bereich befindet. Bei der Gewichtsmessung zeigt die Körperfettwaage die Änderung zum Vortag, sowie den Verlauf der letzten Woche an. Nur wenn Sie sich die Daten von mehreren Wochen oder Monaten ansehen möchte, müssen Sie die App zur Hand nehmen.

Die Withings Body+ hat eine tolle Verarbeitung und hat mit ihrem Gewicht einen sicheren Stand. Auf der Standfläche wurden die Elektroden in einem Streifenmuster angeordnet. In den Ecken der Anzeige zeigen Pfeile an, ob man richtig steht und die Verteilung des Gewichts korrekt ist. Die benötigten vier Batterien werden mitgeliefert. Ein integrierter Akku wie bei der teureren Withings Body Cardio wäre noch besser.

Über die App »Health Mate« erhält die Körperfettwaage eine Verbindung zum WLAN. Die Erstinstallation ist gut erklärt und die App stellt die Messwerte vorbildlich dar. Die Übersicht zeigt die aktuellen Messwerte. Wählt man einen Eintrag aus, erscheinen Diagramme die die Messdaten im Zeitverlauf anzeigen. Man kann hier auch Vergrößern oder Verkleinern, sowie sich die Messwerte einzelner Tage ansehen. Es können maximal acht Profile angelegt werden. Anhand des Körpergewichts kann die Waage erkennen, wer sie gerade benutzt und ordnet so die Messdaten selbstständig dem richtigen Nutzerprofil zu. Liegen die Messwerte von zwei Nutzern zu nah beieinander, zeigt die Withings Body+ beide Profile an. Das richtige Profil kann dann per Gewichtsverlagerung auf einen Fuß ausgewählt werden.

Auf Wunsch können die Messwerte auch mit der Health App von Apple geteilt werden. Die Schrittmessung der Apple App wird auch in der App der Waage angezeigt. Hier können Sie sich ebenfalls Gehdistanz, Kalorienverbrauch und andere Kategorien ansehen.

Die Körperfettwaage hat beim Wiegen eine sehr gute Messgenauigkeit. Die Werte zu Körperfett, Knochenmasse und Wasseranteil sind allerdings etwas ungenau und geben nur einen Anhaltspunkt. Insbesondere die einzelnen Messwerte schwanken teilweise unerklärlich, diese Schwankungen gleichen sich aber über längere Zeit aus. So geben die Verlaufsdiagramme einen guten Überblick über langfristige Veränderungen. Möchte man ein genaueres Ergebnis des Körperfettanteils, sollte man eine Caliper-Zange benutzen.

Zu der Withings Body+ gibt es zwei Alternativen desselben Herstellers: Möchte man auf die Messung der Körperzusammensetzung ganz verzichten, kann man die Withings Body kaufen, die ansonsten dasselbe bietet. Diese Waage ist etwas günstiger und wird ausführlich im Test der Personenwaagen besprochen. Die Body Cardio zeigt zusätzlich zur Körperanalysemessung die Pulswellengeschwindigkeit und die Herzfrequenz an. Es bleibt aber zu bezweifeln, ob diese Daten tatsächlich aussagekräftig sind. Außerdem ist der Preis für diese zusätzlichen Funktionen recht happig.

Umfangreiche App: Beurer BF 710

Umfangreiche App

Beurer BF 710

Test  smarte Waage: Beurer BF 710
Die perfekte Waage, wenn Sie Gewicht verlieren möchten, denn mit der App haben Sie Ernährung, Sportplan und Gewichtsverlauf immer im Blick.

Die Beurer BF 710 lieferte die genauesten Ergebnisse. Allerdings scheint es ab und zu Probleme mit der Kalibrierung zu geben, sodass die Körperfettwaage manchmal einen falschen Messwert angezeigt hat. Wiegt man sich noch einmal, wird aber der richtige Wert angezeigt. Die Verbindung zwischen Waage und Smartphone funktioniert über Bluetooth. Die Ersteinrichtung nimmt aber ein bisschen Zeit in Anspruch.

Smarte Waagen im Test: Testsiger InnoBeta Fitfy FF20G.
Die Beurer B 710 ist in diversen Designs erhältlich.

Die dazugehörige App heißt BodyShape und ist ansprechend gestaltet. Man kann hier sein Körpergewicht und die sonstigen Messwerte zur Körperzusammensetzung in einem längeren Zeitverlauf beobachten. Außerdem kann man ein Zielgewicht festlegen. Darüber hinaus lässt sich ein Ernährungstagebuch anlegen, in dem man die konsumierten Getränke und Speisen einträgt und so die eingenommen Kalorien im Überblick hat. Zu guter Letzt gibt es ein Fitnessprogramm, das die Nutzer, unterteilt in Anfänger und Fortgeschrittene, durch ein anspruchsvolles Zirkeltraining nach Wahl führt. Die App scheint aber farblich und inhaltlich stark auf weibliche Nutzer ausgelegt zu sein.

Diese Körperfettwaage kann die Daten für maximal acht Nutzer automatisch zuweisen. In der App kann man jedoch nur einen Nutzer speichern, somit braucht jeder Anwender seine eigene Applikation. Die Messdaten werden auch synchronisiert, wenn die App nicht geöffnet ist, allerdings muss sich dafür das Mobiltelefon in passender Reichweite zur Personenwaage befinden.

Das Display hat keine Beleuchtung, sodass man bei schummrigen Licht die klein geschriebenen Infos kaum lesen kann. Außerdem ist die Verbindung mittels Bluetooth nicht zuverlässig, besonders dann wenn mehrere Nutzer mit verschiedenen Smartphones versuchen, eine Verbindung zum Gerät herzustellen. Doch abgesehen davon ist die BF 710 von Beuer eine tolle Körperfettwaage, die besonders mit der umfangreichen App überzeugt.

Schönes Design: Huawei AH 100

Schönes Design

Huawei AH100

Test: Huawei Ah100
Die hochwertige und schön designte Huawei-Waage zeigt u.a. an, wie viele Kilos noch bis zum Idealgewicht verloren werden müssen. Die Messwerte sind außerdem genau.

Einen hochwertigen Eindruck macht die AH100 von Huawei schon beim Herausnehmen aus dem Karton – wir wunderten uns, dass die Körperfettwaage zu so einem günstigen Preis zu bekommen ist. Die vier benötigten AAA-Batterien finden sich zwar nicht im Lieferumfang, wenn diese aber dann in die Waage eingesetzt sind, ist das Gerät schnell startbereit. Nach dem Koppeln mit der Health-App von Huawei konnten wir sofort losmessen.

Der Fokus der App liegt auf dem Körpergewicht. Die Waage errechnet das persönliche Idealgewicht und ein kleiner Balkens zeigt an, wie groß die Entfernung zum gewünschten Zielgewicht ist. Viele weitere Werte wie Protein, Knochenmineralgehalt, Viszeralfett, Körperwasser, Grundumsatz, Muskelmasse, Körperfettanteil und der BMI werden ebenfalls gemessen und angegeben. Beim Körperfettwert und BMI kann man gut erkennen, in welchem Feld man sich befindet.

Klickt man auf den Wert des Body-Mass-Index, erscheint eine Grafik in Form eines Diagramms, das den Wert in die Kategorien »Übergewichtig« (rot), »Übergewicht« (orange), »Gesund« (grün) oder »Untergewicht« (blau) einordnet. Das ist übrigens nicht unser Schreibfehler, sondern der der Huawei-App. Beim Körperfett wird ein idealer Wert angegeben. Mit diesem kann der eigene Wert verglichen werden.

Bei den anderen Messwerten fühlten wir uns ein wenig alleingelassen und waren ratlos, ob es sich nun um einen schlechten oder guten Wert handelt. Das Programm bietet noch weitere sinnvolle Funktionen wie die Überwachung der Pulsfrequenz mittels der Smartwatch, die Überwachung des Schlafes, Überprüfung des Stresses und des Sauerstoffgehaltes. Nachbessern muss Huawei auf jeden Fall bei der Benutzeroberfläche, das Menü für die Stress-Überwachung konnte beispielsweise nur in chinesischen Buchstaben abgelesen werden.

Messungen können über Jahre, Monate, Wochen und Tage miteinander verglichen werden. Hochs und Tiefs der jeweiligen Zeitspannen werden mithilfe eines Diagramms angezeigt. Die gemessenen Werte sind verhältnismäßig genau, der ermittelte Gewichtswert war korrekt, der Körperfettanteil war ein wenig zu hoch, aber nicht unrealistisch.

Die AH100 von Huawei ist insgesamt eine schöne und zuverlässige Körperfettwaage für einen recht kleinen Preis.

Für Sparfüchse: Xiaomi Mi Body Composition Scale 2

Für Sparfüchse

Xiaomi Mi Body Composition Scale 2

Test: Xiaomi Mi Body
Die App der Xiaomi-Waage ordnet die Messwerte in verschiedene Bereiche ein, wodurch man sich gut orientieren kann. Außerdem misst sie genau.

Die Mi Body Composition Scale 2 von Xiaomi besitzt eine schlichtes Design und eine solide Verarbeitung. Überzeugt hat sie uns in erster Linie wegen der Smartphone-App, die viele der gemessenen Körperwerte mittels eines jeweiligen Streifendiagramms einordnet: Befindet sich der Messwert im normalen Bereich oder liegt der Wert darunter beziehungsweise darüber?

Im Vergleich zu den anderen getesteten Körperfettwaagen ist der gemessene Wert des Körperfettanteils bei der Xiaomi einigermaßen realistisch. Dieser sollte jedoch nur ein Wert zur Orientierung sein, denn Auskunft über den korrekten prozentualen Anteil des Körperfetts geben leider nur professionelle Geräte, wie sie beispielsweise in Sportstudios zu finden sind.

Schnell und unkompliziert lässt sich das Gerät mit der Mi Fit-App verbinden und zeichnet die Messwerte zügig auf, vorausgesetzt man hat die Smartphone-App geöffnet und steigt ohne Socken auf die metallenen Kontakte.

Die Applikation teilt die Messwerte nicht nur in verschiedene Rubriken ein, sie ermittelt ebenfalls eine Gesamtpunktzahl und zeigt so dem Nutzer, in welchen Kategorien er sich noch verbessern muss. Die Rubriken, in denen der Anwender bereits die passenden Messwerte hat, werden ebenfalls mitgeteilt. Jeder der Werte wird erklärt und obendrein gibt es zu einem Mini-Diagramm noch eine kurze Einschätzung, wie beispielsweise »unzureichend«, »normal« oder »super«. Da manche der Texte willkürlich in englischer Sprache angezeigt werden, muss der Hersteller leider bei der App nachbessern.

Wie bei den meisten getesteten Apps gibt es auch hier eine Art Zeitachse, die die persönliche Entwicklung über Jahre, Monate oder Wochen darstellt. Hier wird ebenfalls das entsprechende Idealgewicht berechnet.

Die Mi Body Composition Scale 2 von Xiaomi ist eine tolle Körperfettwaage zu einem äußerst günstigen Preis.

Was gibt es sonst noch?

Die Etekcity ESF37 misst zuverlässig, hat ein groß bemessenes Display, ist gut verarbeitet und das alles zu einem kleinen Preis. Die Standfläche ist schön groß und die App zeigt diverse Messwerte an. Mitgeliefert werden ein Maßband und Batterien. Die Waage ist weiß, in der Oberfläche befinden sich eingearbeitete Metallelemente. Das Display der Körperfettwaage ist groß und gut ablesbar: Die großen weißen Zahlen heben sich von dem blauen Grund deutlich ab.

Die App VeSync muss immer zuerst geöffnet werden, bevor die Messwerte gespeichert werden können. Die Messdaten werden farblich markiert, um sie besser einschätzen zu können: Zu niedrige Werte sind blau, gute Werte grün und zu hohe Werte orange markiert. Klickt der Nutzer auf den Messwert, wird auch angezeigt, wo genau man im Normalbereich liegt oder wie weit man von diesem entfernt ist. Die Zusatzwerte sind eher Schätzungen, die man aber als Orientierung nutzen kann. Die Registrierung in der App geht schnell und ohne Probleme. Es gibt ein Postfach und man kann die Körperfettwaage mit Google Assistant oder Alexa verbinden. Die Health App von Apple ist aber nicht kompatibel.

Die Withings Body Cardio misst zusätzlich die Pulswellengeschwindigkeit und die Herzfrequenz. Diese Funktionen haben aber auch ihren Preis. Die Körperfettwaage ist in weiß und schwarz erhältlich und wird mittels Akku betrieben. Dieser wird über ein microUSB-Kabel geladen, den Ladestand können Sie sich in der App ansehen oder seitlich an der Waage anzeigen lassen.

Die Etekcity ESF28 ist schön und erschwinglich. Auf dem großen Display werden die Ziffern gut lesbar dargestellt. Die Körperfettwaage wird mit der neuen App »VeSyncFit« verbunden, die mit dem BMR einen weiteren Messerwert anzeigt. Dieser Wert wird aus Größe, Alter und Gewicht errechnet. Per App ist die Waage einfach eingerichtet und schnell einsatzbereit. Auf Wunsch zeigt die App die Veränderungen der physischen Fitness im zeitlichen Verlauf an. Weicht ein Wert mal zu stark ab, werden außer dem Körpergewicht und dem BMI keine anderen Daten angezeigt. Hier hilft nur, ein neues Nutzerprofil anzulegen.

Die Smart Scale von Sharon überzeugte mit einer genauen Gewichtsmessung. Um Smartphone und Waage zu koppeln, muss der Knopf »Unit« auf der Geräterückseite gedrückt werden, bis zwei entsprechende Symbole auf der Körperfettwaage blinken. Auf der digitalen Anzeige der Waage können neben dem Gewicht auch Infos zur Zusammensetzung des Körpers abgelesen werden. Die App ging für uns in Ordnung, die Programme anderer Hersteller fanden aber mehr Anklang. Was Display und Design angeht, könnte das Gerät unserer Meinung nach ein moderneres Design vertragen. Die Synchronisation mit der Sharon-App funktioniert leider nur, wenn diese geöffnet ist.

Die BS444 Connect von Medisana erzielte ausgezeichnete Messergebnisse in unserem Test. Die Kopplung mit Health von Apple ist möglich. Die Inbetriebnahme ist leider umständlich. Außerdem ist die Medisana-App leider nicht sehr übersichtlich gestaltet. Die Anmeldung und Bestätigung mittels einer E-Mail Adresse ist zwingend. Wir konnten leider keine Verbindung zu einem Android-Smartphone herstellen. Die Verbindung gelang bei iOS zwar, allerdings war der Vorgang kompliziert. Die App muss zur Synchronisierung geöffnet sein. Abschließend hat uns das Modell von Medisana nicht überzeugen können.

Wissenswertes über Körperfettwaagen

Auch die altbewährte Personenwaage kommt an dem Trend zur Selbstoptimierung nicht vorbei: Sie messen nicht mehr nur das Körpergewicht, sondern auch die Zusammensetzung des Körpers und speichern die Messdaten in einer App auf dem Smartphone. So kann man die Daten über einen längeren Zeitraum beobachten und auch entsprechend visualisieren. Meist können für die Waage auch mehrere Nutzerprofile angelegt werden, in denen die Daten gespeichert werden, sodass die Waage von der ganzen Familie genutzt werden kann.

Körperfettwaagen messen neben dem Gewicht auch die Körperzusammensetzung, also etwa Muskelmasse und Körperfettanteil. Denn es macht einen sehr großen Unterschied, ob das Gewicht zu großen Teilen aus Fett oder aus Muskeln besteht. Der reine BMI ist da keine große Hilfe: Jemand mit wenig Fett und viel Muskeln hat dennoch einen erstaunlich hohen BMI, ohne übergewichtig zu sein. Leider ist die Messung der Muskelmasse, des Körperfettanteils, des Knochengewichts und des Wasseranteils notorisch ungenau.

Die Körperzusammensetzung wird mithilfe der bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) ermittelt, die auch die Körperfettwaagen nutzen. Hierbei fließt ein extrem schwacher Strom durch den menschlichen Körper und da die Elektrizität von Fett schlechter geleitet wird als von Muskeln, führt das im Körper zu ungleichen Widerständen. Diese werden von der Waage erfasst und zusammen mit dem Gewicht, Geschlecht, Alter und der Größe der Person wird der Körperfettanteil errechnet. Damit das Ergebnis dann auch stimmt ist es wichtig, die passenden Körpermaße einzugeben, bevor der Nutzer sich wiegt.

Der Nachteil ist, dass sich die Mess-Elektroden nur in der Standfläche befindet und so der Strom nur von einem Fuß zum anderen fließt. Dabei durchquert er nur die Beine und die Leistengegend. Alles was darüber liegt, wird in der Messung nicht erfasst. Diese 2-Punkt-BIA funktioniert bei den Frauen noch eher als bei den Männern, da sich bei ihnen das Fettgewebe mehr an Hüfte und Gesäß sammelt. Die Problemzonen beim Mann werden allerdings nicht mehr erfasst, da sich hier das Fettgewebe vor allem an Brust und Bauch befindet.

Eine präzisere Messung erhält man mit einer BIA, die mit zusätzlichen Elektroden an den Händen durchgeführt wird. Dann läuft der Strom fast durch den kompletten Körper. Die Ergebnisse werden zwar präziser, doch auch hier kann der Wert bei einigen halbwegs passen, bei anderen Nutzern aber komplett daneben liegen. Auch andere Aspekte wie eine volle Harnblase, nasse Füße oder Feuchtigkeitscreme auf der Haut können die Messdaten erheblich beeinflussen.

Wer einen wirklich aussagekräftigen Wert über den Körperfettanteil erhalten möchte, sollte sich also nicht auf die BIA-Messung verlassen. Zuverlässiger ist da eine Messung mit einer Caliper-Zange (Fettzange), die aber auch etwas aufwendiger ist.

So haben wir getestet

Die Waagen wurden in insgesamt drei Durchgängen getestet. Um die Genauigkeit der Messung bewerten zu können, wurden ein männlicher Proband und eine weibliche Probandin auf einer geeichten Personenwaage gewogen. Gegen diesen Referenzwert mussten sich die Testgeräte behaupten. Beide Probanden wurden zudem zweimal mit 4-Punkt-BIA vermessen, um den Anteil des Körperfettes zu bestimmen. Dafür wurde zum einen eine Personenwaage benutzt, die darüber hinaus zwei Handgriffe mit Elektroden bietet. Zum anderen wurde mit einem Körperanalysegerät gemessen. Hier wurden vier Elektroden am Körper des Testers befestigt.

Die Probanden haben alle Testgeräte sieben Tage lang benutzt. Dabei erfolgte die Messung immer zur identischen Tageszeit. Danach wurden die gemessenen Ergebnisse untereinander und dann mit den jeweiligen Referenzwerten verglichen. So konnte die Präzision der Messung beurteilt werden. Bei der Bestimmung des Körpergewichts ging es vor allem darum, Veränderungen festzustellen und nicht darum, das Gewicht bis auf das Gramm genau zu messen.

Die Bestimmung des Körperfettanteils ist mehr eine grobe Schätzung als eine Messung und daher nicht unbedingt aussagekräftig. Die Körperfettmessung wurde daher auch bei der Bewertung der Produkte außen vor gelassen.

Stärker bewertet wurde dagegen wie sich die Körperfettwaagen im alltäglichen Gebrauch bewähren, ob die Anbindung zum Smartphone funktioniert und wie die App fürs Smartphone aufgebaut sind.

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