Massagegerät Test: Massagegeräte Beuer

Massagegeräte im Test : Entspannen und Schmerzen lindern

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Veröffentlicht 30.10.2020

Bei Verspannungen oder Schmerzen in Nacken und Rücken können Massagen wahre Wunder wirken. Wenn es nicht möglich ist, zum Masseur zu gehen oder kein Partner zu Hilfe eilen kann, können elektrische Massagegeräte weiterhelfen.

Susanne Möllendorf
Susanne Möllendorf
ist freie Autorin und Journalistin. Sie schreibt unter anderem Technik-Ratgeber für den O'Reilly Verlag und testet Küchengeräte aller Art.

Es kommt immer mal wieder vor: Man hat Rücken- oder Nackenschmerzen, aber möchte deswegen nicht gleich zum Arzt oder Masseur gehen. Wenn man sich doch nur selbst massieren könnte – mit einem Massagegerät geht das! Das ist zwar nicht ganz so komfortabel, aber für eine erste Besserung auf jeden Fall hilfreich. Es gibt unterschiedliche Kategorien an elektrischen Massagegeräten: Klopfgeräte, Nackenmassagegeräte und Massagepistolen. Alle eignen sich für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Wir haben 17 Massagegeräte aus allen Kategorien getestet und können dementsprechend für verschiedenste Bedürfnisse ein passendes Gerät empfehlen.

Vielseitig: Beurer MG 510 To Go

Vielseitig

Beurer MG 510 To Go

Test: Beurer Mg 510 To Go
Unser Testsieger ist von allen getesteten Geräten am vielseitigsten einsetzbar.

Das Beurer MG 510 To Go ist von allen getesteten Massagegeräten das alltagstauglichste. Das Klopfmassagegerät bietet sowohl ein praktisches Handstück, als auch eine erweiterbare Halterung. So kann man einhändig massieren und auch schwer zugängliche Stellen am Rücken erreichen.

Das Gerät lässt sich in der mittleren Geschwindigkeitsstufe ohne Kabel fast zwei Stunden betreiben. Des Weiteren kann man aus fünf Geschwindigkeitsstufen wählen. Per Druck kann die Intensität zusätzlich reguliert werden. Das Beurer bringt vier verschiedene Aufsätze mit: Der Aufsatz für Wärme ist nicht regulierbar, jedoch sehr angenehm. Außerdem gibt es einen Aufsatz für Kälte, sowie einen für kleine Bereiche und einen besonders weichen Aufsatz.

Eine aussagekräftige Anleitung ist beigelegt. Die Handhabung ist aber auch so einfach, dass man diese eigentlich nicht braucht. Das Beurer MG 510 To Go ist außerdem das leichteste Produkt im Test. Es ist vor allem gut für mittelstarke Verspannungen. Für eine leichte Massage eignet sich ein Nackenmassagegerät besser.

Für den Nacken: Naipo MGS-150DC

Für den Nacken

Naipo MGS-150DC

Test: Naipo Mgs 150dc
Das hochwertige Gerät löst Verspannungen im Nacken und Schulterbereich mit Wärme.

Keine Preise gefunden.

Das Nackenmassagegerät Naipo MGS-150 DC überzeugt mit einer kraftvollen und kabelgebundenen Massage. Von den getesteten Nackenmassagegeräten lieferte nur das Naipo bei der Anwendung am Nacken überzeugende Ergebnisse. Verspannungen wurden dort punktgenau aufgelöst. Bei den anderen Geräten war es auch nicht möglich, eine Richtung festzulegen, die sich nicht alle paar Minuten wechselt. Das hat das Massagegerät von Naipo ihnen voraus.

Mitgeliefert wird ein weiches Tuch, das man über den etwas kratzigen Stoff über den Massagebällen legen kann und zudem waschbar ist. Vor allem für Nutzer mit empfindlicher Haut kann so die Benutzung des Geräts angenehmer sein. Zum Lieferumfang gehört weiterhin ein KFZ-Kabel, mit dem der Beifahrer das Massagegerät auch während der Autofahrt nutzen kann. Das Naipo MGS-150 DC bietet drei verschiedene Geschwindigkeitsstufen und eine Wärmefunktion, die sehr angenehm ist.

Nicht nur für Sportler: Youlisn Y500

Nicht nur für Sportler

Youlisn Y500

Test: Youlisn Massagepistole
Mit vier Geschwindigkeitsstufen und drei Einsatzbereichen ist dieses Gerät ein echtes Multitalent.

Keine Preise gefunden.

Die Youlisn Y500 ist eine Massagepistole. Diese Massagegeräte sind eigentlich eher für Sportler geeignet und nicht für den Heimgebrauch gedacht. Die Youlisn hat jedoch neben einem Sportlermodus auch einen Modus für Physiotherapie sowie einen weiteren Modus für den Hausgebrauch. Das Produkt ist noch dazu gut verarbeitet, bietet hochwertiges Zubehör und hat kaum Geruch. Dafür geht auch der sehr hohe Preis in Ordnung.

Im Lieferumfang sind sechs Aufsätze ohne harte Kanten enthalten. Allerdings werden die genauen Einsatzbereiche für diese Aufsätze nicht in der Anleitung erklärt. Abgesehen davon ist die Anleitung sehr gut. Die Laufzeit für den kabellosen Einsatz beträgt bei der Youlisn Y500 13 Stunden. Die restliche Ladung kann auf der Batterieanzeige abgelesen werden.

Was gibt es sonst noch?

Das Medisana ITM wiegt ganze 1,25 Kilo, bietet aber auch richtig Power. Das Klopfmassagegerät ist zudem sehr groß und hat zwei Massageköpfe. Somit kann man das Gerät nicht für kleine Körperteile benutzen. Um starke Rückenschmerzen zu behandeln, eignet es sich aber sehr gut. Das Produkt ist hochwertig verarbeitet und bringt zwei Sätze an Aufsätzen mit. Die Stärke lässt sich stufenlos einstellen und die Wärme ist von der Intensität her genau richtig. Das Massagegerät kann nur mit Kabel genutzt werden, dieses ist aber lang genug.

Das Donnerberg NM-089 ist das hochwertigste Massagegerät im Test. Das lässt sich auch an dem sehr hohen Preis ausmachen. Dieser rechtfertigt sich vor allem mit der Ausstattung: Zwei waschbare Tücher und eines aus hautfreundlichen Stoff liegen bei. Damit kann man den Stoff über den Massagebällen austauschen. Des Weiteren wird ein KFZ-Stromkabel sowie eine gute Anleitung mitgeliefert. Außerdem bietet das Gerät eine Vibrationsfunktion. Der Hersteller bietet auf das Produkt sieben Jahre Garantie. In Sachen Handhabung und Effekt gibt es allerdings keine großen Unterschiede zu günstigeren Modellen.

Das Mo Cuishle MO-BLT-020-DE hat die gleiche Funktionsweise wie das Produkt von Donnerberg, kostet aber viel weniger. Das Massagegerät bietet drei Geschwindigkeitsstufen, Wärme, sowie eine Taste um die Richtung zu wechseln. Die mittlere Massagestärke ist besonders für Schultern und Rücken geeignet. Die Wärme war im Test kaum spürbar. Ansonsten ist das Gerät einfach zu bedienen. Das Nackenmassagegerät ist besonders für die geeignet, die keine kräftige Massage brauchen.

Wissenswertes über Massagegeräte

Klopfmassagegeräte massieren durch sehr schnelles Klopfen. Dabei kann die Intensität von Gerät zu Gerät stark variieren. Sie lässt sich durch zusätzlichen Druck erhöhen, allerdings fangen dann fast alle getesteten Geräte an zu stottern. Dies geschieht auch, wenn man mit dem Gerät auf einen Knochen stößt, was man bei der Klopfmassage generell vermeiden sollte. Klopfmassagegeräte werden am besten durch eine zweite Person dient, denn vor allem eine Eigenmassage am Rücken ist mit einem Klopfgerät umständlich, unbequem und wenig entspannend. Meist sind die Geräte auch nur mit einem Kabel zu benutzen, das leider häufig zu kurz ist.

Nackenmassagegeräte funktionieren durch drehende Bälle, die nach einigen Minuten die Richtung ändern. Am Gerät befinden sich außerdem Schlaufen, in die man seine Arme steckt. So kann man durch verschieden starkes Ziehen selbst die Intensität verändern. Alle getesteten Geräte waren gut verarbeitet und brachten dieselben Funktionen mit: Mehrere Geschwindigkeitsstufen, zwei Richtungen und die Möglichkeit Wärme zuzuschalten. Noch dazu sind sie leise und leicht zu bedienen. Diese Geräte eignen sich am besten für Nacken, die Schultern und den Rücken. Zudem hatten alle Geräte ein KFZ-Kabel beigelegt, sodass sie auch im Auto zum Beispiel vom Beifahrer genutzt werden können.

Massagepistolen funktionieren entweder mit Vibration oder mit Klopfbewegungen. Vorrangig sind sie für Sportler geeignet, um punktuell verkrampfte Muskulatur zu lockern. Im alltäglichen Gebrauch sollte man das Gerät auf der untersten Stufe benutzen. Drückt man hier aber etwas kräftiger auf die betreffende Stelle, können auch diese Geräte zu stottern anfangen. Viele unserer getesteten Massagepistolen verströmten einen recht unangenehmen Geruch und auch die Bedienungsanleitungen waren sehr schlecht. Alle Geräte wurden in einem Koffer geliefert, sodass man sie einfach transportieren kann und auch das Zubehör sicher verstaut ist. Die Massagepistolen haben viel Power. Bevor man sie benutzt, sollte man sich von einem Experten beraten lassen, damit man die Geräte nicht falsch benutzt und so die Muskelprobleme und Verspannungen noch verschlimmert.

So haben wir getestet

Alle Geräte mussten sich im ausführlichen Praxistest beweisen. Dabei wurde vor allem auf Benutzerfreundlichkeit, Intensität und Verarbeitung geachtet. Bei Nackenmassagegeräten und Klopfmassagegeräten ist die Intensität meist zu schwach, um auch stärkere Verspannungen zu behandeln. Die Massagepistolen sind dagegen viel zu stark für den Alltagsgebrauch.

Die Bedienung der Geräte ist selbsterklärend und einfach, sodass man nicht auf die Gebrauchsanleitungen angewiesen ist. Die Nackenmassagegeräte waren durchgehend gut verarbeitet, gerade die günstigen Klopfmassagegeräte können das oft nicht von sich behaupten.  Bei den getesteten Massagepistolen fielen oft ein schlechter Geruch oder kratzige Aufsätze auf.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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