Massagegerät Test: Massagegeräte Beuer

Massagegeräte im Test : Entspannen und Schmerzen lindern

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Update 15.03.2021

Bei Verspannungen oder Schmerzen in Nacken und Rücken können Massagen wahre Wunder wirken. Wenn es nicht möglich ist, zum Masseur zu gehen oder kein Partner zur Verfügung steht, können elektrische Massagegeräte weiterhelfen.

Update 15. März 2021

Wir haben das Renpho R3 Mini getestet und können es empfehlen!

4. Dezember 2020

Wir haben vier weitere Massagegeräte getestet. Dabei konnten das Nackenmassagegerät von MunichSpring sowie das Newgen Medicals Akku-Hand-Massagegerät besonders überzeugen.

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Susanne Möllendorf
Susanne Möllendorf
ist freie Autorin und Journalistin. Sie schreibt unter anderem Technik-Ratgeber für den O'Reilly Verlag und testet Küchengeräte aller Art.

Es kommt immer mal wieder vor: Man hat Rücken- oder Nackenschmerzen, aber möchte deswegen nicht gleich zum Arzt oder Masseur gehen. Wenn man sich doch nur selbst massieren könnte – mit einem Massagegerät geht das! Das ist zwar nicht ganz so komfortabel, aber für eine erste Besserung auf jeden Fall hilfreich. Es gibt unterschiedliche Kategorien an elektrischen Massagegeräten: Klopfgeräte, Nackenmassagegeräte und Massagepistolen. Alle eignen sich für unterschiedliche Anwendungsbereiche. Wir haben 23 Massagegeräte aus allen Kategorien getestet und können dementsprechend für verschiedenste Bedürfnisse ein passendes Gerät empfehlen.

Vielseitig: Beurer MG 510 To Go

Vielseitig

Beurer MG 510 To Go

Das Beurer MG 510 To Go ist von allen getesteten Massagegeräten das alltagstauglichste. Das Klopfmassagegerät bietet sowohl ein praktisches Handstück, als auch eine erweiterbare Halterung. So kann man einhändig massieren und auch schwer zugängliche Stellen am Rücken erreichen.

Das Gerät lässt sich in der mittleren Geschwindigkeitsstufe ohne Kabel fast zwei Stunden betreiben. Des Weiteren kann man aus fünf Geschwindigkeitsstufen wählen. Per Druck kann die Intensität zusätzlich reguliert werden. Das Beurer bringt vier verschiedene Aufsätze mit: Der Aufsatz für Wärme ist nicht regulierbar, jedoch sehr angenehm. Außerdem gibt es einen Aufsatz für Kälte, sowie einen für kleine Bereiche und einen besonders weichen Aufsatz.

Eine aussagekräftige Anleitung ist beigelegt. Die Handhabung ist aber auch so einfach, dass man diese eigentlich nicht braucht. Das Beurer MG 510 To Go ist außerdem das leichteste Produkt im Test. Es ist vor allem gut für mittlere Verspannungen. Für eine leichte Massage eignet sich ein Nackenmassagegerät besser.

Nicht nur für den Nacken: MunichSpring Optimus New Generation

Nicht nur für den Nacken

MunichSpring Optimus New Generation

Test: Munichspring Optimus New Generation
Das Gerät passt sich flexibel verschiedenen Regionen an und kann so für viele Körperbereiche eingesetzt werden.

Das MunichSpring Optimus New Generation ist ein von der Shiatsu-Massage inspiriertes Nackenmassagegerät. Im Lieferumfang findet sich ein Aufbewahrungsbeutel, ein KFZ- und eine Ladekabel und ein zusätzlicher Hygienestoff. Man kann hier zwischen zwei Massagestufen wählen und auch die Richtung der Massage wechseln. Das Modell verfügt über einen Timer, der das Gerät nach 15 Minuten ausstellt.

Zudem bietet das Nackenmassagerät eine Wärmefunktion, die aber nur schwach zu spüren ist. Da sich das Modell dank der weichen Form flexibel an unterschiedliche Körperregionen anpasst, kann es nicht ausschließlich nur für Nacken und Schulter verwendet werden. Man kann mit ihm auch den Rücken, die Beine und den Bauch massieren. Das Gerät von MunichSpring lässt sich zudem auch im Akkubetrieb für 60 Minuten nutzen.

Die verschiedenen Bedientasten finden sich auf einer der beiden Handschlaufen: Hier lässt sich das Modell an- und ausschalten, man kann die Richtung wechseln oder die Intensität erhöhen. Zudem ist eine Taste vorhanden mit der die Wärmefunktion hinzugeschaltet werden kann. Während der Ladung des Akkus leuchtet eine blaue LED. Dieses geht aus, wenn der Akku nach vier bis sechs Stunden vollständig geladen ist. Besonders für den Rücken und den Nacken ist der Massagedruck des Optimus New Generation sehr angenehm.

Angenehm: Renpho R3 Mini

Angenehm

Renpho R3 Mini

Test: Renpho R3 Mini
Die Massagepistole hat einen angenehmen Druck und wird in einem schicken Aufbewahrungs-Case geliefert.

In einem grauen, schicken Transport-Case kommt die Massagepistole Renpho R3 Mini daher. Im Lieferumfang sind fünf verschiedene Aufsätze, eine Gebrauchsanleitung und ein Typ-C-Ladekabel enthalten. Nicht enthalten ist dagegen ein Ladegerät, aber meist sollte im Haushalt ohnehin ein USB-Ladegerät vorhanden sein. Während der Akku geladen wird, leuchtet eine kleine, blaue LED. Vollständig aufgeladen ist die Massagepistole nach etwa drei Stunden. Die Akkubetriebszeit beträgt dann bis maximal 80 Minuten.

Mit seinem Gewicht von lediglich 680 Gramm ist das Gerät von Renpho die leichteste Massagepistole im Test. Somit ist sie auch über längere Zeit gut zu bedienen. Die Nutzungsdauer sollte nicht mehr als 30 Minuten betragen. Zudem gibt es hier eine Abschaltautomatik, welche die Massagepistole nach zehn Minuten ausschaltet.

Insgesamt verfügt die R3 Mini über fünf unterschiedliche Aufsätze: Bei extremen Gelenk- und Muskelschmerzen sowie für große Muskelgruppen ist der größere Kugelaufsatz konzipiert. Dagegen eignet sich der kleinere Kugelaufsatz für tiefes Gewebe, Gelenke und für kleine Stellen wie Handgelenke und Füße. Für die empfindliche Körperfleisch-Entspannung ist der Luftkissen-Aufsatz und für Hals, Schulter und Wirbelsäule der U-förmige Aufsatz geeignet. Zu guter Letzt lassen sich alle Körperteile mit dem flachen Aufsatz massieren.

Zum Start der Massage muss man nur den gewählten Aufsatz auf das Gerät stecken und eine Massagestufe auswählen. Hierbei kann man zwischen fünf Stufen wählen, die man mit dem An-/Ausschalter einstellen kann. In allen Geschwindigkeitsstufen ist der Massagedruck nicht zu stark und somit sehr angenehm. Vor allem in den ersten drei Stufen ist die R3 Mini zudem auch relativ leise und kann dadurch auch gut nebenher benutzt werden.

Ein Manko ist das fehlende Display. So erhält man keine Auskünfte über die verbleibende Akkulaufzeit oder die eingestellte Massagestufe. Diese wird aber mittels fünf blauer LEDs angezeigt.

Bei der R3 Mini von Renpho handelt es sich um eine besonders leichte Massagepistole, die durch die unterschiedlichen Aufsätze viele verschiedene Körperregionen mit angenehmen Druck bearbeiten kann. Das Zubehör ist im Aufbewahrungs-Case sicher verstaut, sodass sich das Modell sehr gut transportieren lässt.

Was gibt es sonst noch?

Ganze 20 Intensitätsstufen sowie sechs verschiedene Aufsätze bietet das Akku-Hand-Massagegerät von Newgen Medicals. Das Massagegerät kommt in einem schwarzen, schicken Aufbewahrungs-Case. Auch das umfangreiche Zubehör findet darin Platz, somit geht es nicht verloren. Eine Anzeige am Gehäuse informiert über den Akkuzustand und zeigt außerdem die ausgewählte Stufe an. Diese kann mit einer Minus- und einer Plus-Taste schrittweise reduziert oder erhöht werden. Der Akku ist nach drei bis vier Stunden vollständig geladen, die Betriebsdauer beträgt bis zu fünf Stunden. Wird mit zu viel Druck massiert, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

Als Aufsätze stehen zwei kugelförmige für den Rücken, sowie für Brust, Arme und Bauch ein pilzförmiger Aufsatz zur Verfügung. Außerdem gibt es einen flachen Aufsatz für die Bauchmuskulatur, einen konischen für eine punktuelle Massage der Handinnenflächen und Fußsohlen und einen u-förmigen Aufsatz, der gleichzeitig zwei Punkte massieren kann. Dank des Brushless Motors ist das Akku-Hand-Massagegerät relativ leise. Allerdings ist das Massieren und eine gleichzeitige Bedienung der Tasten – zum Beispiel um die Intensität zu erhöhen – zumindest mit kleineren Händen ein wenig schwierig.

Das Medisana ITM wiegt ganze 1,25 Kilo, bietet aber auch richtig Power. Das Klopfmassagegerät ist zudem sehr groß und hat zwei Massageköpfe. Somit kann man das Gerät nicht für kleine Körperteile benutzen. Um starke Rückenschmerzen zu behandeln, eignet es sich aber sehr gut. Das Produkt ist hochwertig verarbeitet und bringt zwei Sätze an Aufsätzen mit. Die Stärke lässt sich stufenlos einstellen und die Wärme ist von der Intensität her genau richtig. Das Massagegerät kann nur mit Kabel genutzt werden, dieses ist aber lang genug.

Das Donnerberg NM-089 ist das hochwertigste Massagegerät im Test. Das lässt sich auch an dem sehr hohen Preis ausmachen. Dieser rechtfertigt sich vor allem mit der Ausstattung: Zwei waschbare Tücher und eines aus hautfreundlichen Stoff liegen bei. Damit kann man den Stoff über den Massagebällen austauschen. Des Weiteren wird ein KFZ-Stromkabel sowie eine gute Anleitung mitgeliefert. Außerdem bietet das Gerät eine Vibrationsfunktion. Der Hersteller bietet auf das Produkt sieben Jahre Garantie. In Sachen Handhabung und Effekt gibt es allerdings keine großen Unterschiede zu günstigeren Modellen.

Das teuerste Nackenmassagegerät im Testfeld ist das Invitalis Vitalymed Flexi. Das Modell verfügt über flexible Bügel und passt sich so diversen Körperregionen an. Auf der linken Handschlaufe können über die Schalter die Richtung geändert, sowie zwei Massagestufen ausgewählt werden. Zudem kann man den Wärmemodus hinzuschalten, der aber nur leicht zu spüren ist. Der Massagedruck des Vitalymed Flexi ist recht angenehm und kann durch Ziehen an den Handschlaufen noch verstärkt werden. Das Massagegerät kann mit dem mitgelieferten KFZ-Kabel auch im Auto verwendet werden. Über einen Timer verfügt das Gerät trotz seines hohen Preises nicht, zudem sitzt die Kappe des Netzteils relativ locker.

Wissenswertes über Massagegeräte

Klopfmassagegeräte massieren durch sehr schnelles Klopfen. Dabei kann die Intensität von Gerät zu Gerät stark variieren. Sie lässt sich durch zusätzlichen Druck erhöhen, allerdings fangen dann fast alle getesteten Geräte an zu stottern. Dies geschieht auch, wenn man mit dem Gerät auf einen Knochen stößt, was man bei der Klopfmassage generell vermeiden sollte. Klopfmassagegeräte werden am besten durch eine zweite Person dient, denn vor allem eine Eigenmassage am Rücken ist mit einem Klopfgerät umständlich, unbequem und wenig entspannend. Meist sind die Geräte auch nur mit einem Kabel zu benutzen, das leider häufig zu kurz ist.

Nackenmassagegeräte funktionieren durch drehende Bälle, die nach einigen Minuten die Richtung ändern. Am Gerät befinden sich außerdem Schlaufen, in die man seine Arme steckt. So kann man durch verschieden starkes Ziehen selbst die Intensität verändern. Alle getesteten Geräte waren gut verarbeitet und brachten dieselben Funktionen mit: Mehrere Geschwindigkeitsstufen, zwei Richtungen und die Möglichkeit Wärme zuzuschalten. Noch dazu sind sie leise und leicht zu bedienen. Diese Geräte eignen sich am besten für Nacken, die Schultern und den Rücken. Zudem hatten alle Geräte ein KFZ-Kabel beigelegt, sodass sie auch im Auto zum Beispiel vom Beifahrer genutzt werden können.

Massagepistolen funktionieren entweder mit Vibration oder mit Klopfbewegungen. Vorrangig sind sie für Sportler geeignet, um punktuell verkrampfte Muskulatur zu lockern. Im alltäglichen Gebrauch sollte man das Gerät auf der untersten Stufe benutzen. Drückt man hier aber etwas kräftiger auf die betreffende Stelle, können auch diese Geräte zu stottern anfangen. Viele unserer getesteten Massagepistolen verströmten einen recht unangenehmen Geruch und auch die Bedienungsanleitungen waren sehr schlecht. Alle Geräte wurden in einem Koffer geliefert, sodass man sie einfach transportieren kann und auch das Zubehör sicher verstaut ist. Die Massagepistolen haben viel Power. Bevor man sie benutzt, sollte man sich von einem Experten beraten lassen, damit man die Geräte nicht falsch benutzt und so die Muskelprobleme und Verspannungen noch verschlimmert.

So haben wir getestet

Alle Geräte mussten sich im ausführlichen Praxistest beweisen. Dabei wurde vor allem auf Benutzerfreundlichkeit, Intensität und Verarbeitung geachtet. Bei Nackenmassagegeräten und Klopfmassagegeräten ist die Intensität meist zu schwach, um auch stärkere Verspannungen zu behandeln. Die Massagepistolen sind dagegen viel zu stark für den Alltagsgebrauch.

Die Bedienung der Geräte ist selbsterklärend und einfach, sodass man nicht auf die Gebrauchsanleitungen angewiesen ist. Die Nackenmassagegeräte waren durchgehend gut verarbeitet, gerade die günstigen Klopfmassagegeräte können das oft nicht von sich behaupten.  Bei den getesteten Massagepistolen fielen oft ein schlechter Geruch oder kratzige Aufsätze auf.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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