Test: Klimagerät Korona

Klimageräte im Test : Kompakte Kühlung

Update 23.08.2021

Wenn die Sonne wieder einmal gnadenlos von oben herunterbrennt, freuen wir uns nicht nur im Urlaub darüber, uns in ein gekühltes Restaurant oder Hotelzimmer retten zu können. Auch in Deutschland wird es zeitweise so heiß in der Wohnung, dass sich der ein oder andere eine Klimaanlage wünscht. Wir haben 17 mobile Klimageräte getestet.

Update 23. August 2021

Wir haben neun weitere mobile Klimageräte getestet. Das Argo Iro Plus, Rowenta Turbo Cool+ und das Medion MD 37020 sind neue Empfehlungen.

Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Wer bereits im Frühling um seinen Schlaf im Sommer bangt, den Rollladen bei den ersten Sonnenstrahlen erst gar nicht öffnet und sich trotzdem schon die ersten Schweißperlen bilden, wünscht sich schnell eine Klimaanlage im eigenen Zuhause. Allerdings ist die Installation einer Klimaanlage gerade in unseren Breitengraden meist ihren Aufwand und ihr Geld nicht wert. Die Anlage frisst nicht nur eine Menge Strom, auch die Montage durch Fachpersonal mit den notwendigen baulichen Veränderungen ist sehr teuer.

Einfacher scheint hier die Alternative der mobilen Klimageräte, die auch als Monoblock-Geräte bekannt sind. Ein Umbau ist bei diesen Geräten nicht nötig, da die sehr warme Abluft statt durch eine Außeneinheit aus der Fensteröffnung abgelassen wird. Allerdings ist das nicht gerade optimal, weil dadurch die warme Luft von außen in den Raum dringen kann.

Wir haben 17 Monoblock-Geräte getestet und wurden mit ein wenig gemischten Gefühlen hinterlassen. Zwar funktionierten alle Modelle im Test ohne maßgebliche Ausfälle, allerdings ist der Nutzen der Geräte insgesamt nicht sehr hoch. Das kann leider auch die Qualität der Geräte nicht ausbügeln, das Problem liegt vielmehr in der Physik. Wem eine fest verbaute Klimaanlage zu umständlich und ein Ventilator zu wenig ist, kann natürlich auf ein mobiles Klimagerät setzen. Allen anderen empfehlen wir eher, eine andere Lösung zu finden.

Die getesteten Geräte unterscheiden sich vor allem in Kühlleistung sowie Lautstärke, aber auch in der Ausstattung.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
FehlerfreiKühlt schnell und leiseSehr kompaktGünstigFür kleine Räume
Test Kompakte Kühlung: Argo Orion PlusTest: Argo Iro PlusTest: Rowenta Turbo Cool +Test Kompakte Kühlung: Korona Iceberg 9.0Test: Medion Md 37020
Modell Argo Orion Plus Argo Iro Plus Rowenta Turbo Cool + Korona Iceberg 9.0 Medion MD 37020
Pro
  • Gute Kühlleistung
  • Gute Verarbeitung
  • Relativ leise
  • Gute Fernbedienung
  • Heizfunktion
  • Gute Kühlleistung
  • Gute Verarbeitung
  • Heizfunktion
  • Gute Kühlleistung
  • Gute Verarbeitung
  • Relativ leise
  • Schönes Design
  • Sehr kompakte Bauform
  • Kompakte Bauweise
  • Verhältnismäßig leicht
  • Kompakte Bauweise
  • Günstig
  • Verhältnismäßig leicht
  • Verhältnismäßig geringer Stromverbrauch
Contra
  • Sehr schwer
  • Groß und wuchtig
  • Relativ teuer
  • Keine Swing-Bewegung
  • Lautstärke und Kühlgeschwindigkeit könnten etwas besser sein
  • Keine Schaufelbewegung
  • Zu wenig Power für mittlere und große Räume
  • Rollen blockieren gelegentlich
Bester Preis
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Fehlerfrei: Argo Orion Plus

Fehlerfrei

Argo Orion Plus

Test Kompakte Kühlung: Argo Orion Plus
Ein rundum gelungenes Klimagerät, das sich keine größeren Schwächen erlaubt.

Wir waren selbst erstaunt, denn als Tester von Produkten sind wir akribisch auf der Suche nach jedem Fehler. Doch der Argo Orion Plus überraschte uns: Er wies keinerlei nennenswerte Mankos auf.

Das Modell ist in elegantem Weiß gefertigt und fällt durch seine geringe Größe im Raum nicht maßgeblich auf. An der Oberseite des Geräts ist das Bedienfeld verbaut. Ebenfalls befindet sich dort der Luftauslass, der durch eine automatisch ein- und ausfahrbare Klappe verdeckt ist.

Ganz im Sinne des Hauptmerkmals der Monoblock-Geräte ist die Argo Orion Plus mit kleinen Extras für den erleichterten Transport ausgestattet. So lässt sich das Stromkabel auf der Rückseite mithilfe von einem Steckfeld und zwei Kabeln optimal verstauen. Zwar werden die wenigsten ihr Gerät oft mit im Gepäck haben, wenn man aber im Zuge eines Umzugs oder bei einem Raumwechsel den kleinen, aber sehr gewichtigen Apparat dennoch einmal transportieren will, freut man sich über das Gimmick.

Anders als bei den anderen Testkandidaten wird der Adapter für den Schlauch angeschraubt anstatt ihn in die Fassung zu schieben. Das empfanden wir als die angenehmere Variante. Außerdem bietet das Gerät ein weiteres Feature: Während bei den anderen Geräten lediglich ein Gummistopfen als Abdichtung gegen ausfließendes Kondenswasser dient, setzt die Argo Orion Plus noch einen drauf. Hier ist als zusätzliche Sicherheit ein Schraubverschluss verbaut, um jeglichen Auslaufen den Garaus zu machen.

Doch genug von Äußerlichkeiten – jetzt geht es auf Tuchfühlung! Doch auch im Inneren erwarteten uns keine bösen Überraschungen – im Gegenteil: Auch hier konnte die Argo Orion Plus glänzen. In der ersten Stunde erreichte das Klimagerät die beste Kühlleistung, nur das Modell von Remko hatte noch bessere Ergebnisse.

Aber alles hat natürlich seinen Preis. Und hier ist er mit hohem Stromverbrauch von über 1.000 Watt bei Benutzung des Geräts zu bezahlen. Zumindest werden dem Zahler dafür noch einige Extras geboten: So kann der Monoblock nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Selbst Belüften sowie Entfeuchten sind für das Klimagerät keine Herausforderung. Trotz der Leistungen des Geräts ist es mit 61,5 dB verhältnismäßig leise.

In Sachen Extras schlägt das mobile Klimagerät noch einen drauf: Zusätzlich zu dem üblichen Paket aus Abluftschlauch und Adapter liefert Argo eine Fernbedienung mit. Das Display ist zwar klein und nicht auffallend schick, aber völlig in Ordnung. Ein Designobjekt sollte man bei den Eingabehilfen der getesteten Monoblocks ohnehin nicht erwarten.

Die Bedienung besitzt eine Hintergrundbeleuchtung und eine Menge Tasten, die das Display durch Drücken aufleuchten lassen. Die Orion Plus gewinnt übrigens auch in Sachen Tastenanzahl. Den ersten und letzten Kritikpunkt, den wir haben, betrifft auch genau die. Denn die Betriebsmodi müssen trotz dieser Fülle an Knöpfen gescrollt werden und können nicht direkt angeklickt werden.

Die Orion Plus von Argo hinterlässt uns sehr zufrieden. Wem ein leises Gerät mit guter Kühlleistung wichtiger als App-Steuerung und WLAN ist, kauft hiermit ein hervorragendes Exemplar.

Kühlt schnell & leise: Argo Iro Plus

Kühlt schnell und leise

Argo Iro Plus

Test: Argo Iro Plus
Die Iro Plus hat ähnliche Qualitäten wie der Testsieger und kann ebenfalls heizen.

Die Iro Plus von Argo besitzt eine stattliche Größe und erinnerte uns optisch ein wenig an einen Gefrierschrank. Der bedeutendste Unterschied zur Orion Plus ist das Design. Funktional und bei der Kühlleistung haben beide Geräte viel gemeinsam. Beim Energiebedarf ist das Klimagerät ebenfalls ziemlich hungrig: Der Apparat verbraucht mehr als 1.000 Watt.

Beabsichtigen Sie, sich die Iro Plus nach Hause zu bestellen, möchten wir Sie vorwarnen. Das Gerät ist nicht gerade klein geraten und wiegt etwas mehr. Sollten Sie sich nur auf einem Stockwerk bewegen, ist das unproblematisch: Die Rollen des Gerätes laufen leichtgängig. An der Rückfront des Apparates sind ein Kabelwickel und ein Steckplatz untergebracht. Hässlicher Kabelsalat, Strippenschleiferei oder Stolpern sollten damit der Vergangenheit angehören. Muss die Argo doch mal zum Transport angehoben werden findet sich dafür jeweils ein Griff an beiden Seiten des Gerätes. Gemessen an Gewicht und Maßen lässt sich das mobile Klimagerät gut transportieren.

An der sauberen Verarbeitung können wir nichts beanstanden. Das Qualitätsniveau der Fernbedienung bleibt zwar hinter dem des Gerätes zurück, das sind wir aber schon von sehr vielen Klimageräten gewohnt. Die Remote mit LC-Display ist deswegen aber trotzdem nicht schlecht: Wir haben keine Funktionen vermisst, lediglich die Haptik der Tasten könnte knackiger sein.

Die Soft-Touch-Tasten, die auf dem Bedien-Panel sitzen, geben da ein deutlicheres Feedback. Dank verständlicher Piktogramme und Beschriftungen findet sich der Anwender hier schnell zurecht. Das mittig sitzende Display ist relativ groß, hell und einfach konzipiert, sodass die Anzeige gut abgelesen werden kann.

Neben den für Klimageräte obligatorischen Funktionen wie Entfeuchten, Lüften und Kühlen besitzt das Klimagerät auch eine Heizfunktion. Durch den nach oben gerichteten Luftauslass eignet sich das mobile Klimagerät nicht optimal zum Lüften. Für uns geht das aufgrund der Klappe mit Swing-Bewegung aber in Ordnung.

Im Test hat sich die Iro Plus von Argo in Bezug auf die Kühlleistung sehr gut behauptet. Für ein Monoblock Klimagerät ist die Leistung (13.000 BTU/h) gut. Der gemessene Lautstärkepegel fällt mit 62, 7 dB etwas höher aus. Im Test verbrauchte der Apparat im Durchschnitt 1.121 Watt – wenig ist das nicht gerade.

Optisch gleichen sich die Iro Plus und Wellness CoolFixx 3.5 von Suntec auffallend, selbst bei den Fernbedienungen. Anfangs dachten wir, beide Geräte seien baugleich. Ein Blick unter die identische Haube belehrte uns eines besseren: Argo gibt für sein Modell 13.000 BTU/h an, Suntec hingegen 12.000 BTU/h. Nach unseren Testmessungen verbraucht das Klimagerät von Argo ein wenig mehr Strom, arbeitet dafür aber leiser und kühlt schneller.

Sehr kompakt: Rowenta Turbo Cool+

Sehr kompakt

Rowenta Turbo Cool +

Test: Rowenta Turbo Cool +
Rowentas Klimagerät konzentriert eine erstaunlich hohe Kühlleistung in einem kompakten Gehäuse.

Die Turbo Cool+ von Rowenta ist das kompakteste Gerät im Test und sieht richtig schick aus. Bei der Leistung braucht sich die Rowenta ebenfalls nicht verstecken. Sie ist für Räume mittlerer Größe geeignet, bleibt beim Geräuschpegel im Rahmen und überzeugt in Bezug auf die Verarbeitung. Lediglich der verhältnismäßig hohe Preis stört uns ein wenig.

Die Rowenta Turbo Cool+ ist ein Upgrade der von uns ebenfalls bewerteten Turbo Cool. Beim Zubehör und der Optik ähneln sich Premium- und Standard-Variante. Die Plus-Version bietet einen geringeren Stromverbrauch und eine bessere Kühlleistung. Unsere Tester haben mit mehreren Messungen einen Durchschnitt von 699 Watt ermittelt. Das macht im Schnitt 30 Watt weniger als bei der Turbo Cool.

Rowenta hat deutlich auf den optischen Aspekt geachtet: Das prägnante, runde Lüftungsgitter an der vorderen Front und die klaren Linien heben sich vom Einheitsbrei der Konkurrenz wohltuend ab. Leider bedeutet das aber auch, dass es keine beweglichen Klappen oder Lamellen gibt, die Schaufelbewegungen vollziehen können. Im Belüftungsbetrieb stellt das einen – wenn auch nur kleinen – Nachteil dar.

Der Platzbedarf scheint ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der Konzeption des Gerätes gewesen zu sein: Durch seine Maße und die fast vollständig quaderförmige Form des Gerätekörpers gehört das Modell von Rowenta mit Abstand zu den kleinsten Klimageräten. Erstaunlich ist für uns vor allem, die Stärke der Kühlleistung die das vergleichsweise kompakte Gerät liefert. Bei der Kühlgeschwindigkeit kann die Rowenta nicht mit den größeren Kraftpaketen mithalten. Sie bietet aber trotzdem eine erstaunliche Leistung, obwohl die Turbo Cool+ nur sehr wenig Platz einnimmt. Für ein mobiles Klimagerät ist die Rowenta recht leise: Wir haben Lautstärken zwischen 55,3 und 62,5 Dezibel (niedrigste beziehungsweise höchste Stufe) gemessen.

Die Bedienung des Turbo Cool+ erfolgt über insgesamt sechs Touch-Bedienflächen auf der Oberseite des Gerätes. Alternativ kann das Klimagerät über eine mitgelieferte Fernbedienung bedient werden. Die hat gegenüber den Soft-Tasten und dem Bedien-Panel eine ebenso gute Verarbeitung wie das Gerät selbst, verzichtet allerdings auf ein Display. Nervig: Das Batteriefach ist mit winzigen Kreuzschlitzschrauben gesichert. Zum Öffnen mussten wir deshalb zu einem Präzisionswerkzeug greifen. Selbiges fehlt ebenso im Lieferumfang wie die benötigen Batterien – eine Sparwut, die unsere Tester aufgrund des happigen Preises nicht ganz nachvollziehen können.

Zu den größten Mankos gehört in erster Linie der Preis, den Rowenta für das Turbo Cool+ aufruft. Für eine ähnliche Summe kann man sich auch unsere Empfehlung Orion Plus von Argo kaufen. Die ist zwar etwas größer ausgefallen, kann aber dafür heizen und ist leistungsstärker. Ein Blick unter die optisch ansprechende Haube der Rowenta bietet dann doch leider nur Standardkost. Andere Konkurrenzmodelle bieten ähnliches, wenn auch nicht so gut. Vermisst haben wir außerdem einen Steckplatz samt Wickel für das Netzkabel. Dank des guten Rollenlaufs und des verhältnismäßig geringen Gewichts lässt sich die Rowenta sehr gut transportieren.

Trotzdem ist die Turbo Cool+ von Rowenta eine hervorragende Wahl für Sie, wenn die wichtigsten Kaufkriterien ein kompaktes Gehäuse sowie ein erstklassiges Verhältnis zwischen effektiver Kühlleistung und Stromverbrauch sind.

Günstig: Korona Iceberg 9.0

Günstig

Korona Iceberg 9.0

Test Kompakte Kühlung: Korona Iceberg 9.0
In kleinen Räumen mit wenig Stellfläche fühlt sich die Korona Iceberg 9.0 am wohlsten.

Die Korona Iceberg 9.0 ist das kleinste Gerät im Test. Durch die schmale Breite und Tiefe des Modells von knapp 40 x 40 cm findet die Iceberg 9.0 auch in einer kleinen oder vollen Wohnung Platz.

Der Luftauslass des Geräts ist vorne, das Bedienfeld an der Oberseite. Die Digitalanzeige zeigt bei Betrieb die eingestellte Zieltemperatur, im ausgeschalteten Zustand die bestehende Raumtemperatur. Die Knöpfe sind eher flach, haben dafür aber eine angenehme Haptik. Hinsichtlich der Verarbeitung der Tasten und auch des restlichen Geräts gibt es nichts auszusetzen.

Durch die Wickelvorrichtung inklusive Steckplatz am hinteren Teil des Geräts ist das Stromkabel ordentlich verstaubar. Ein kleineres und leichteres Modell wie dieses lässt sich auch eher einmal transportieren.

Das mobile Klimagerät tut, was es soll: Kühlen. Zwar nicht so leistungsstark wie die anderen Modelle, aber das will sie auch gar nicht. Sie ist kompakt und für kleine Räume gedacht. Ansonsten gibt es nicht viel Schnickschnack – eine Heizfunktion, WLAN oder gar eine App finden sich nicht. Aber das ist auch in Ordnung, solange die Sommerhitze ein bisschen erträglicher gemacht wird.

Leider wird das Klimagerät von Korona im Betrieb etwas laut. Und das ist gerade in kleinen Wohnungen und Räumen, für die sie ja gerade gedacht ist, ein wenig unangenehm. Mit 65 Dezibel ist sie zwar nicht die lauteste Maschine, aber erhält dennoch eine Drittplatzierung in Sachen Lautstärke. Unser Tipp: Gewünschte Temperatur mithilfe des Timers voreinstellen, wenn man das Haus verlässt, um dann in einer ruhigen und kühlen Umgebung entspannen zu können.

Wie die Fernbedienung gehören auch Belüften und Entfeuchten zur Standardausrüstung von Kühlgeräten. Der Apparat macht da keine Ausnahme, auch wenn die Bedienung lediglich über eine Taste für den Moduswechsel verfügt und somit durchgeklickt werden muss. Allerdings hat die kleine Anlage auch nur drei Modi zur Auswahl.

Korona hat sich zudem als einziger der Testhersteller dazu entschieden, keine Batterien zur Benutzung der Fernbedienung mitzuliefern. Wieso, verstehen wir auch nicht. Aber falls Sie gleich welche dazubestellen möchten: Es braucht zwei Batterien des Typs AAA.

Auch wenn nicht alles perfekt ist, macht die Iceberg 9.0 von Korona dennoch einen guten Job. Für die Kühlung kleinerer Räume ohne besondere Features und dafür zu einem günstigeren Preis ist das mobile Klimagerät gut geeignet.

Für kleine Räume: Medion MD 37020

Für kleine Räume

Medion MD 37020

Test: Medion Md 37020
Für kleine Räume und kleines Budget ist die MD 37020 eine gute Wahl.

Für Sparfüchse ist die MD 37020 von Medion empfehlenswert. Aufgrund des rudimentären Funktionsumfangs und der Leistung muss sie sich zwar mit einem Platz hinter den Schwergewichten in unserem Test begnügen, dafür benötigt sie aber nur wenig Platz und erledigt ihren Job zuverlässig.

Die rudimentäre Ausstattung überrascht uns aufgrund des niedrigen Anschaffungspreises nur wenig. Der Anlage fehlt eine Swing-Funktion, so müssen die Blenden per Hand und ohne Motorisierung geöffnet werden. Neben den Standardmodi Entfeuchten, Belüften und Kühlen bietet das Gerät keine zusätzlichen Funktionen. Immerhin hat der Hersteller seinem Monoblock einen Timer spendiert. Familien mit Kindern werden sich über die integrierte Tastensperre freuen.

Optisch macht Medion keine Experimente und verlässt sich auf ein unspektakuläres Design. Als missglückt empfinden wir das Muldendesign, das auf der Oberseite des Gerätes rundherum verläuft. Aber das ist Geschmackssache. Das Kunststoffgehäuse ist seitlich gerillt, was neben der Gestaltung der Oberfläche den größten Unterschied zum ansonsten sehr ähnlichen Wellness Comfort 7.0 von Suntec darstellt.

Die Bedienung erfolgt über acht Touch-Felder auf der Oberseite des Klimagerätes, die sich rechts und links von einer schlichten, aber funktional einwandfreien LED-Anzeige befinden. Bei Nichtgebrauch des Klimagerätes wird das Gerätedisplay abgeschaltet. Dadurch wird zwar die aktuell gemessene Raumtemperatur nicht mehr angezeigt, dafür holen Sie sich aber auch keine zusätzliche Lichtquelle in die heimischen vier Wände.

Die Bedienung ist dank aufgedruckter Piktogramme selbsterklärend und einfach. Die Tasten reagierten im Test prompt auf unsere Eingaben. Eine Remote mit Bedientasten liegt dem Lieferumfang bei, weitere Funktionen oder ein Display bietet die brauchbare Fernbedienung nicht. Die schwammigen Tasten haben außerdem einen geringfügig zu hohen Hub.

Mit einer Kühlleistung von 7.000 BTU/h platziert sich die Medion unter den schwächeren mobilen Klimageräten. Für kleinere Räume sollte sie trotzdem genug Leistung bieten. Der Hersteller empfiehlt eine bewohnbare Fläche von 25 Quadratmetern, was unsere Tester für realistisch halten. Auf der anderen Seite ist das Klimagerät erfreulich genügsam: In unserem Test verbrauchte der Apparat durchschnittliche 615 Watt. Als ein wenig zu hoch empfanden wir die gemessene Lautstärke von 64,1 dB unter Volllast.

Die MD 37020 von Medion ist für alle Nutzer geeignet, die bei den Betriebskosten als auch bei der Anschaffung sparen möchten, nur kleine Räume kühlen wollen und auf besondere Funktionen verzichten können. Alternativ können sich Kaufinteressierte auch die Wellness Comfort 7.0 von Suntec ein wenig genauer unter die Lupe nehmen, die der MD 37020 in Funktion und Form sehr ähnelt, aber ein anderes Design bietet.

Was gibt es sonst noch?

Die Wellness CoolFixx 3.5 von Suntec ist optisch baugleich mit dem Klimagerät Iro Plus von Argo und bietet, genau wie dieses Modell, eine Heizfunktion. Auf dem Datenblatt bietet die CoolFixx etwas weniger Leistung. Laut unserer Testmessungen weisen die Ergebnisse aber nur kleinere Abweichungen zwischen den zwei Geräten auf: Die Suntec ist lauter, kühlt etwas langsamer und verbraucht einen Tucken weniger Strom. Diese Unterschiede sind aber vielmehr messbar als spürbar. Die mitgelieferten Remotes scheinen optische Zwillinge zu sein. Nach einigen Diskussionen innerhalb der Redaktion haben wir uns für die Argo als Empfehlung entschieden. Mit dem Klimagerät von Suntec bekommen Sie aber im Wesentlichen fast genau dasselbe Gerät. Hier empfehlen wir den Griff zum günstigeren Klimagerät.

Das Design der NX-9766 von Sichler empfinden wir als praktisch und intuitiv. Der an der vorderen Front platzierte Luftauslass lässt die Belüftung gut zur Geltung kommen. Einbuchtungen an den Seiten dienen als Transportgriffe und auf der Geräte-Rückseite können Stecker verstaut und aufgewickelt werden. Der Luftauslass für die Abluft liegt so im oberen Bereich und damit näher an der Fensteröffnung. Das aufgeräumte Bedienungsfeld ist selbsterklärend. Eine Ausnahme bildet die Taste zur WLAN-Funktion. Für eine Verbindung mit dem Netzwerk muss das Gerät ausgeschaltet und eine »Speed«-Taste gedrückt gehalten werden – ohne die beiliegende Anleitung ist das schwer verständlich. Ansonsten finden sich auf dem Panel Soft-Touch-Tasten, eine Digitalanzeige und der gewählte Modus wird mithilfe von LEDs anzeigt. Technisch gesehen hat das Modell einiges zu bieten. Das Gerät ist WLAN-fähig, kann heizen und hat eine zugehörige App. Die Multi-App »Elesion« kann mit mehreren netzwerkfähigen Geräten verbunden werden, insgesamt ist die App aber eher unübersichtlich, nicht perfekt übersetzt und der Kopplungsprozess ist mühsam.

Die App fungiert als eine Fernbedienung. Das Gerät lässt sich aber auch mit IFTTT, Google Home oder Alexa in Ihr Smart-Home einbinden. Die Temperatur kann via Sprachsteuerung sehr gut geändert werden, andere Befehle funktionieren da leider nicht so gut. Die können dann aber auch in der Smartphone-App eingegeben werden. Dort gibt es zudem noch Timer- sowie Schedule-Einstellungen. Aber das mobile Klimagerät kann auch ganz klassisch mit der Fernbedienung gesteuert werden. Ein Display gibt es nicht, aber dafür einen Knopf für jede der Funktionen. Die Kühlgeschwindigkeit ist im oberen Mittelfeld angesiedelt und auch das Heizen funktioniert gut. Der Verbrauch von mehr als 1.100 Watt ist bei diesem Monoblock nicht zu unterschätzen. Insgesamt ist die NX-9766 ein solides Gerät. Die Netzwerkintegration ist akzeptabel und Heizfunktion sowie Kabelwickel sind nette Extras. Allerdings läuft das Gerät mit bis zu 66 Dezibel nicht gerade im Flüstermodus.

Etwas schwergetan haben wir uns mit der Beurteilung der RKL 495 DC von Remko. Eigentlich wollten wir das Klimagerät nicht testen, da es einen deutlich höheren Preis als die Konkurrenzmodelle besitzt und in Split-Bauweise gefertigt ist. Dadurch ergeben sich einige bauartbedingte Vorteile. Da uns der Hersteller aber ein Testmuster bereitgestellt hat, sollen Sie unsere Erkenntnisse aus dem Test aber trotzdem erfahren: Da das Gerät ein Split-Klimagerät ist, kühlt es deutlich effizienter und leiser. Ein Fenster-Plane ist nicht unbedingt nötig. Dafür muss die wuchtige Außeneinheit aber auch untergebracht werden: Vorzugsweise an der Wand festgeschraubt, auf der Terrasse und dem Balkon. Leider ist die Außeneinheit im Gegensatz zur Inneneinheit relativ laut. Im Praxistest ist die Sound-Kulisse mit einem stundenlangen Staubsaugereinsatz vor dem Fenster zu vergleichen. Für Mehrparteienhäuser sind Split-Modelle generell weniger geeignet, da macht auch das Modell von Remko leider keine Ausnahme.

Allerdings hat das Klimagerät von allen Testmodellen im Test seine Aufgabe mit Bravour erledigt. Auf eine Empfehlung verzichten wir aufgrund des sehr hohen Preises. Der etwa vierfach so hohe Anschaffungspreis gegenüber anderen Konkurrenzmodellen dürfte vielen Kaufinteressierten schlichtweg zu hoch sein. Dazu kommt der große Platzbedarf der Außeneinheit. Für alle, die sich nur wenig oder gar nicht vom hohen Preis abschrecken lassen und in einem Einfamilienhaus wohnen, ist der Apparat eine sehr gute Wahl. Alle anderen sollten sich unsere Empfehlungen anschauen.

Die Wellness Comfort 7.0 von Suntec besitzt eine sehr starke Ähnlichkeit mit der 37020 von Medion. Beide Geräte verfügen über eine fast identische Gehäuseform. Auch die einzelnen Merkmale, wie der Platz für den Netzstecker, die Positionen der einzelnen Griffe sowie der Luftauslass befinden an übereinstimmenden Stellen. Auch bei diesem Modell wurde auf eine Möglichkeit zur Schaufelbewegung und einen Kabelwickel verzichtet. Ansonsten bietet das mobile Klimagerät altbewährtes: Ein Timer kann in mehreren Abstufungen von 60 Minuten von bis zu 24 Stunden eingestellt werden. Die Temperaturspanne kann zwischen 16 bis maximal 30 Grad gewählt werden. Mit einer Lautstärke von 59,8 Dezibel auf Stufe 1 beziehungsweise 62,2 Dezibel auf Stufe 2 besitzt das Gerät eine durchschnittliche Lautstärke. Die Kühlgeschwindigkeit ähnelt der der Medion, die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung ist identisch.

Für Freunde von hoher Leistung, ausgefallenem Design oder besonderer Features ist das Gerät also eher nichts. Es macht was es soll und ist in erster Linie für kleine Räume geeignet. Der günstige Preis ist ein weiterer Pluspunkt. Abseits der nicht vorhandenen Tastensperre und einiger abweichender Designdetails ist sie mit der Medion vergleichbar. Preisbewusste können sich dieses Gerät durchaus mal näher anschauen.

Die NX-9765 von Sichler bietet kaum optische Unterschiede zur großen Schwester NX-9766. Die beiden Geräte ähneln sich stark. Ein kurzer Blick auf das Bedien-Panel bringt dann schnell einen Unterschied zu Tage: Das Gerät besitzt keine Heizfunktion. Das Datenblatt weist eine schwächere Kühlleistung aus, die im Test dann aber moderater ausfiel als von uns erwartet. Die große Schwester kühlte den Testraum ein wenig schneller herunter. Beide Geräte hielten dann die Temperatur bei 20,5 Grad Celsius.

Weitere Aspekte, wie der Komfort des Gehäuse-Designs oder die App, sind bei beiden Geräten gleich. So kann die Sichler NX-9766 als eine Pro-Version der NX-9765 angesehen werden. Für Nutzer, die vor allem Wert auf eine Funktion zum Heizen legen oder größere Räume kühlen möchten, lohnt sich ein Kauf des stärkeren Modells. Alle anderen Interessierten können sich für die günstige Variante entscheiden.

Wissenswertes über Klimageräte

Damit Sie auch etwas über Ihren Neuerwerb erzählen können, wenn Ihre Wohnung durch ihre angenehmen Temperaturen zur Sammelstelle für jeden wird, der in der Sommerhitze verzweifelt nach Abkühlung sucht, haben wir mehrere Fakten für Sie gesammelt.

Klimaanlagen funktionieren ähnlich wie Kühlschränke: Temperaturen werden von Station zu Station bewegt. Notwendig ist dafür ein Kühlmittel, das im Inneren kreislaufartig durch das Klimagerät gepumpt wird. Zunächst wird die Wärme der Umgebung durch einen Wärmetauscher an das Kühlmittel abgegeben. Dabei kühlt die Raumluft.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Korona

Wenn das Kühlmittel anschließend zum Kompressor gelangt, wird es mit Druck verdichtet und damit die Temperatur des Mittels erhöht. Das heiße Kühlmittel entlädt seine Wärmeenergie im nächsten Schritt über den Abluftschlauch, der die warme Luft nach draußen befördert. Bei der folgenden Station des Kondensators fällt der Druck wieder ab und das Kühlmittel wird vom gasförmigen erneut in einen flüssigen und kalten Zustand versetzt. Dann beginnt das Ganze von vorne.

Split-Anlagen haben im Gegensatz zu Monoblocks ein Innen- und ein Außenmodul, was weitaus praktikabler ist. Bei Monoblocks wird nicht nur beim Herausblasen der Luft durch das geöffnete Fenster erneut Luft von außen hereingedrückt, der Schlauch ist zudem nicht isoliert und wird bisweilen sehr warm. Diese Wärme wird auf dem Weg zum Fenster zum Teil ebenfalls wieder an den Raum abgegeben.

Wärmere Luft kann mehr Wasser speichern als kalte Luft. Wird Luft gekühlt, entweicht als Flüssigkeit: Kondenswasser entsteht. Alle Klimageräte haben dafür einen Tank verbaut, der entleert werden muss. Nach zehn bis zwölf Stunden entsteht gerne mal ein Liter Flüssigkeit und die Entfeuchtungsmodi produzieren noch weit mehr.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Argo Orion Plus
Die Tanks der Klimageräte sammeln das durch die Kühlung entstehende Kondenswasser. Da es regelmäßig geleert werden muss, ist meist ein Drainageschlauch im Paket mit dabei.

Da zur Kühlung bei Monoblocks meist eine stetig hohe Leistung benötigt wird, sind diese in der Regel auch recht geräuschintensiv. Guter Schlaf liegt daher oft trotz fehlender Hitze in weiter Ferne.

Die Umwelt

Der Einsatz von Kühlmitteln wird von Umweltschützern stark kritisiert. Die chemischen Stoffe in ihnen – etwa Fluorkohlenwasserstoffe – standen einerseits lange unter dem Verdacht, die Ozonschicht zu zerstören, andererseits waren sie hinsichtlich des Treibhauseffekts nicht zu unterschätzen. Durch Gesetzesänderungen ist der Einsatz klimaschädlicher Kühlmittel heute verboten.

Zudem wird mit einer Kennzahl, dem Treibhauspotential oder global warming potential (GWP), vor der Zulassung eines Kältemittels gemessen, ob der Wert eines Kilogramms der Chemikalie dem von 150 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) übersteigt. Ist dem so, wird das Mittel nicht zugelassen. Dadurch etablierte sich Propan als Kühlmittel, das einen GWP von nur 3,3 hat.

Der Stromverbrauch und seine Kosten

Auch wenn das jetzt nicht überraschend kommen sollte, erwähnen wir es trotzdem: Klimageräte haben einen sehr hohen Stromverbrauch und sind auch damit nicht besonders klimafreundlich. Selbst mit erneuerbaren Stromquellen, die das Gewissen ein wenig erleichtern, bringen sie dennoch monatlich eine hohe Stromrechnung mit sich.

Die Fensterproblematik

Neben Umweltbedenken zweifeln wir auch ein wenig den Nutzen der mobilen Klimageräte an. Vor allem die Schläuche für die Abluft sind ein allgegenwärtiges, leidiges Thema.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Die Kunststoffschläuche sind alles andere als ein Dekor, aber dennoch unumgänglich.

Gerade für deutsche Nutzer kann der Luftablass Probleme bereiten. Schuld daran sind die Drehkippfenster. Im Gegensatz zum englischsprachigen Raum, in dem zumeist Schiebefenster zu finden sind, ist das in unseren Breitengraden die häufigste Fenstervariante. Während in Schiebefenstern mitgelieferte Abdeckleisten verbaut werden können, ist das Abdecken mit Planen, die in den Rahmen des Fensters geklebt werden, eher umständlich und zudem durchlässig.

Über den Look dieser Konstruktion muss man wohl keine großen Worte verlieren. Aber auch der Sinn und Zweck der mobilen Klimageräte wird durch die Klebefläche verfehlt. Denn für Mobilität müsste entweder in jedem Raum eine nicht besonders dekorative Plane installiert, oder aber immer wieder neu verklebt werden. Mobil ist anders!

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Kippfenster, wie sie in Deutschland üblich sind, lassen sich nur mäßig mit Monoblocks kombinieren.

Es gibt aber noch eine weitere Problematik mit den Fenstern. Ganz im Gegensatz zu Schiebefenstern ist bei gekippten Fenstern die größte Öffnung oben. Dadurch muss der Schlauch sehr weit nach oben befördert werden.

So haben wir getestet

Alle Testgeräte wurden in einem gleich großen Raum mit derselben Ausgangstemperatur getestet. Die Raumgröße betrug circa 29,7 qm, die Temperatur lag bei 25 Grad Celsius. Das Ziel jedes Geräts war es, seine niedrigste Einstellung zu erreichen, die bei allen 16 Grad Celsius betrug.

Jeder Monoblock war mehrmals zwischen vier und sieben Stunden in Betrieb. Wir haben den Test abgebrochen, wenn sich die Temperatur über ein Minimum von zwei Stunden nicht mehr veränderte. Exakt jede Stunde maßen wir mit professionellen Messapparaten die Temperatur, den Stromverbrauch und die Lautstärke. In die Ergebnisse flossen auch Handhabung, Verarbeitung sowie Sonderfunktionen und -zubehör mit ein.

Da jedes Gerät für eine unterschiedliche Raumgröße ausgelegt ist, kann die Kühlgeschwindigkeit je nach Ort variieren. Für unseren Test wollten wir die Modelle unter denselben Bedingungen testen, daher kann in Ihren Wohnräumen die Kühlgeschwindigkeit von unseren Ergebnissen abweichen.

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