Test: Klimagerät Korona

Klimageräte im Test : Kompakte Kühlung

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Veröffentlicht 24.09.2020

Wenn die Sonne wieder einmal gnadenlos von oben herunterbrennt, freuen wir uns nicht nur im Urlaub darüber, uns in ein gekühltes Restaurant oder Hotelzimmer retten zu können. Auch in Deutschland wird es zeitweise so heiß in der Wohnung, dass sich der ein oder andere eine Klimaanlage wünscht. Wir haben 8 mobile Klimageräte getestet.

Lars Schönewerk
Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Wer bereits im Frühling um seinen Schlaf im Sommer bangt, den Rollladen bei den ersten Sonnenstrahlen erst gar nicht öffnet und sich trotzdem schon die ersten Schweißperlen bilden, wünscht sich schnell eine Klimaanlage im eigenen Zuhause. Allerdings ist die Installation einer Klimaanlage gerade in unseren Breitengraden meist ihren Aufwand und ihr Geld nicht wert. Die Anlage frisst nicht nur eine Menge Strom, auch die Montage durch Fachpersonal mit den notwendigen baulichen Veränderungen ist sehr teuer.

Einfacher scheint hier die Alternative der mobilen Klimageräte, die auch als Monoblock-Geräte bekannt sind. Ein Umbau ist bei diesen Geräten nicht nötig, da die heiße Abluft statt durch eine Außeneinheit aus dem Fenster abgelassen wird. Allerdings ist das nicht gerade optimal, weil dadurch die warme Luft von außen in den Raum dringen kann.

Wir haben 8 Monoblock-Geräte getestet und wurden mit ein wenig gemischten Gefühlen hinterlassen. Zwar funktionierten alle Modelle im Test ohne maßgebliche Ausfälle, allerdings ist der Nutzen der Geräte insgesamt nicht sehr hoch. Das kann leider auch die Qualität der Geräte nicht ausbügeln, das Problem liegt vielmehr in der Physik. Wem eine fest verbaute Klimaanlage zu umständlich und ein Ventilator zu wenig ist, kann natürlich auf ein mobiles Klimagerät setzen. Allen anderen empfehlen wir eher, eine andere Lösung zu finden.

Die getesteten Geräte unterscheiden sich vor allem in Kühlleistung sowie Lautstärke, aber auch in der Ausstattung.

Fehlerfrei: Argo Orion Plus

Wir waren selbst erstaunt, denn als Tester von Produkten sind wir akribisch auf der Suche nach jedem Fehler. Doch der Argo Orion Plus überraschte uns: Er wies keinerlei nennenswerte Mankos auf.

Fehlerfrei

Argo Orion Plus

Test: Argo Orion Plus
Ein rundum gelungenes Klimagerät, das sich keine größeren Schwächen erlaubt.

Das Modell ist in elegantem Weiß gefertigt und fällt durch seine geringe Größe im Raum nicht maßgeblich auf. An der Oberseite des Geräts ist das Bedienfeld verbaut. Ebenfalls befindet sich dort der Luftauslass, der durch eine automatisch ein- und ausfahrbare Klappe verdeckt ist.

Ganz im Sinne des Hauptmerkmals der Monoblock-Geräte ist die Argo Orion Plus mit kleinen Extras für den erleichterten Transport ausgestattet. So lässt sich das Stromkabel auf der Rückseite mithilfe von einem Steckfeld und zwei Kabeln optimal verstauen. Zwar werden die wenigsten ihr Gerät oft mit im Gepäck haben, wenn man aber im Zuge eines Umzugs oder bei einem Raumwechsel den kleinen, aber sehr gewichtigen Apparat dennoch einmal transportieren will, freut man sich über das Gimmick.

Anders als bei den anderen Testkandidaten wird der Adapter für den Schlauch angeschraubt anstatt ihn in die Fassung zu schieben. Das empfanden wir als die angenehmere Variante. Außerdem bietet das Gerät ein weiteres Feature: Während bei den anderen Geräten lediglich ein Gummistopfen als Abdichtung gegen ausfließendes Kondenswasser dient, setzt die Argo Orion Plus noch einen drauf. Hier ist als zusätzliche Sicherheit ein Schraubverschluss verbaut, um jeglichen Auslaufen den Garaus zu machen.

Doch genug von Äußerlichkeiten – jetzt geht es auf Tuchfühlung! Doch auch im Inneren erwarteten uns keine bösen Überraschungen – im Gegenteil: Auch hier konnte die Argo Orion Plus glänzen. In der ersten Stunde erreichte das Klimagerät die beste Kühlleistung, nur das Modell von Remko hatte noch bessere Ergebnisse.

Aber alles hat natürlich seinen Preis. Und hier ist er mit hohem Stromverbrauch von über 1000 Watt bei Benutzung des Geräts zu bezahlen. Zumindest werden dem Zahler dafür noch einige Extras geboten: So kann der Monoblock nicht nur kühlen, sondern auch heizen. Selbst Belüften sowie Entfeuchten sind für die Orion Plus keine Herausforderung. Trotz der Leistungen des Geräts ist es mit 61,5 Dezibel verhältnismäßig leise.

In Sachen Extras schlägt die Orion Plus noch einen drauf: Zusätzlich zu dem üblichen Paket aus Abluftschlauch und Adapter liefert Argo eine Fernbedienung mit. Das Display ist zwar klein und nicht auffallend schick, aber völlig in Ordnung. Ein Designobjekt sollte man bei den Eingabehilfen der getesteten Monoblocks ohnehin nicht erwarten.

Die Bedienung besitzt eine Hintergrundbeleuchtung und eine Menge Tasten, die das Display durch Drücken aufleuchten lassen. Die Orion Plus gewinnt übrigens auch in Sachen Tastenanzahl. Den ersten und letzten Kritikpunkt, den wir haben, betrifft auch genau die. Denn die Betriebsmodi müssen trotz dieser Fülle an Knöpfen gescrollt werden und können nicht direkt angeklickt werden.

Die Argo Orion Plus hinterlässt uns sehr zufrieden. Wem ein leises Gerät mit guter Kühlleistung wichtiger als App-Steuerung und WLAN ist, kauft hiermit ein hervorragendes Exemplar.

Solide: Sichler NX-9766

Solide

Sichler NX-9766

Test Kompakte Kühlung: Sichler NX-9766
Dank WLAN-Anbindung lässt sich die NX-9766 per App oder Sprachasssistent steuern.

Das Produktdesign der Sichler NX-9766 empfanden wir als äußert intuitiv und praktisch. Der Luftauslass ist an der Vorderseite platziert, sodass die Belüftung gut zur Geltung kommt. An den Seiten befinden sich Einbuchtungen als Griffe zum Transport und auf der Rückseite können Kabel und Stecker aufgewickelt und verstaut werden. Der Auslass der heißen Abluft liegt im oberen Bereich und somit näher an der Fensteröffnung.

Auch das Bedienungsfeld ist selbsterklärend und aufgeräumt. Eine Ausnahme bildet die Taste zur WLAN-Funktion. Für eine Verbindung mit dem Netzwerk muss das Gerät ausgeschaltet und die »Speed«-Taste gedrückt gehalten werden – ohne die beiliegende Anleitung schwer verständlich. Ansonsten finden sich auf dem Bedienpanel Soft-Touch-Tasten, eine Digitalanzeige und der gewählte Modus wird mithilfe von LEDs anzeigt.

Technisch gesehen hat das Modell von Sichler einiges zu bieten. Das Gerät ist WLAN-fähig, kann heizen und hat eine zugehörige App. Die Multi-App »Elesion« kann mit mehreren netzwerkfähigen Geräten verbunden werden, insgesamt ist die App aber eher unübersichtlich, nicht perfekt übersetzt und der Kopplungsprozess ist mühsam.

Die App fungiert wie eine Fernbedienung, der Monoblock lässt sich aber auch mit IFTTT, Google Home oder Alexa in Ihr Smart-Home einbinden. Die Temperatur kann via Sprachsteuerung sehr gut geändert werden, andere Befehle funktionieren da leider nicht so gut. Die können dann aber auch in der App eingegeben werden. Dort gibt es zudem noch Timer- sowie Schedule-Einstellungen. Aber die Sichler NX-9766 kann natürlich auch ganz klassisch mit der Fernbedienung gesteuert werden. Ein Display gibt es nicht, aber dafür einen Knopf für jede Funktion.

Die Kühlgeschwindigkeit ist im oberen Mittelfeld angesiedelt und auch das Heizen funktioniert gut. Der Verbrauch ist auch bei diesem Gerät nicht zu unterschätzen. Beim Test kam der Monoblock auf bis zu 1.100 Watt. Wer weniger Fläche zu kühlen hat und nicht heizen muss, kann auch dem Schwestermodell NX-9765 eine Chance gegeben. Wir haben auch das getestet und im Prinzip sind sie sich bis auf die genannten Unterschieden sehr ähnlich. Wegen der geringeren Leistung ist das Schwestermodell etwas günstiger zu erhalten.

Insgesamt ist die Sichler NX-9766 eine solide Wahl. Die Netzwerkintegration ist akzeptabel und Heizfunktion sowie Kabelwickel sind nette Extras. Allerdings läuft das Gerät mit bis zu 66 Dezibel nicht gerade im Flüstermodus.

Kleinformat: Korona Iceberg 9.0

Kleinformat

Korona Iceberg 9.0

Test Kompakte Kühlung: Korona Iceberg 9.0
In kleinen Räumen mit wenig Stellfläche fühlt sich die Korona Iceberg 9.0 am wohlsten.

Die Korona Iceberg 9.0 ist zusammen mit der Home Deluxe Mokli XL das kleinste Gerät. Durch die schmale Breite und Tiefe des Modells von knapp 40 x 40 cm findet die Iceberg 9.0 auch in einer kleinen oder vollen Wohnung Platz.

Der Luftauslass des Geräts ist vorne, das Bedienfeld an der Oberseite. Die Digitalanzeige zeigt bei Betrieb die Zieltemperatur, im ausgeschalteten Zustand die bestehende Raumtemperatur. Die Knöpfe sind eher flach, haben dafür aber eine angenehme Haptik. Hinsichtlich der Verarbeitung der Tasten und auch des restlichen Geräts gibt es nichts auszusetzen.

Durch die Wickelvorrichtung inklusive Steckplatz am hinteren Teil des Geräts ist das Stromkabel ordentlich verstaubar. Ein kleineres und leichteres Modell wie dieses lässt sich auch eher einmal transportieren.

Die Iceberg 9.0 tut, was sie soll: Kühlen. Zwar nicht so leistungsstark wie die anderen Modelle, aber das will sie auch gar nicht. Sie ist kompakt und für kleine Räume gedacht. Ansonsten gibt es nicht viel Schnickschnack, eine Heizfunktion, WLAN oder gar eine App finden sich nicht. Aber das ist auch in Ordnung, solange die Sommerhitze ein bisschen erträglicher gemacht wird.

Leider wird das Klimagerät von Korona im Betrieb etwas laut. Und das ist gerade in kleinen Wohnungen und Räumen, für die sie ja gerade gedacht ist, ein wenig unangenehm. Mit 65 Dezibel ist sie zwar nicht die lauteste Maschine, aber erhält dennoch eine Drittplatzierung in Sachen Lautstärke. Unser Tipp: Gewünschte Temperatur mithilfe des Timers voreinstellen, wenn man das Haus verlässt, um dann in einer ruhigen und kühlen Umgebung entspannen zu können.

Wie die Fernbedienung gehören auch Belüften und Entfeuchten zur Standardausrüstung von Kühlgeräten. Die Iceberg 9.0 macht da keine Ausnahme, auch wenn die Bedienung lediglich über eine Taste für den Moduswechsel verfügt und somit durchgeklickt werden muss. Allerdings hat die kleine Anlage auch nur drei Modi zur Auswahl.

Korona hat sich zudem als einziger der Testhersteller dazu entschieden, keine Batterien zur Benutzung der Fernbedienung mitzuliefern. Wieso, verstehen wir auch nicht. Aber falls Sie gleich welche dazubestellen möchten: Es braucht zwei Batterien des Typs AAA.

Auch wenn nicht alles perfekt ist, macht die Korona Iceberg 9.0 dennoch einen guten Job. Für die Kühlung kleinerer Räume ohne besondere Features und dafür zu einem günstigeren Preis ist die Korona Iceberg 9.0 gut geeignet.

Was gibt es sonst noch?

Bei der Argo Milo Plus ist der Luftauslass an der Oberseite angebracht, was die Nutzung als Ventilator etwas von seinem Sinn befreit. Die Anlage kühlt zudem sehr langsam, erreicht dafür aber die niedrigste Temperatur. Mit 64,2 Dezibel gehört sie zum Mittelfeld, man sollte also kein allzu leises Modell erwarten.

Ansonsten kann man mit dem Gerät auch heizen und entfeuchten. Die Verarbeitung ist – ganz im Stil der renommierten Marke Argo – sehr gut. Auch eine Fernbedienung gehört zum Gesamtpaket. Im Punkt Mobilität kann der Monoblock mit seiner Konkurrenz aufgrund seiner Größe und seines Gewichts aber nicht mithalten.

Die Milo Plus hat WLAN und eine App im Angebot. Letztere ist allerdings kein hauseigenes Produkt und erfüllt auch keine unserer Erwartungen. Sie ist sehr nutzerunfreundlich, bedarf einer Registrierung, ist uneinheitlich übersetzt und die Kopplung funktioniert eher schlecht als recht.

Die Argo Milo Plus ist sicherlich kein Fehlkauf. Sie funktioniert solide und kann, was sie soll. Hinsichtlich der Schnelligkeit, der Mobilität und der App müsste sie für ein besseres Testergebnis aber noch ordentlich aufholen.

Preissieger ist die Home Deluxe Mokli XL. Sie kühlt schnell, aber leider nicht sehr stark. Mit 21 Grad ist ihre Leistung ausgeschöpft. Der Monoblock von Home Deluxe kann kühlen, heizen, entfeuchten und lüften. Eine Fernbedienung gibt es auch, allerdings ist sie ziemlich rudimentär, klein und benötigt eine Knopfbatterie. WLAN, App, Sprachsteuerung und ähnliche Features sind nicht vorhanden. Dafür erklärt sich die Bedienung des Geräts von alleine.

Außerdem dreht der kleine Kühler hinsichtlich der Lautstärke ziemlich auf. Mit 67,8 Dezibel kann die Mokli XL kaum überhört werden.

Die Mokli XL tut zwar, was sie soll, aber dennoch ist ihr größter Vorteil wohl der geringe Preis. Aufgrund teils starker Schwankungen sollte der im Auge behalten werden, wenn man sich für dieses Modell entscheidet.

Wissenswertes über Klimageräte

Damit Sie auch etwas über Ihren Neuerwerb erzählen können, wenn Ihre Wohnung durch ihre angenehmen Temperaturen zur Sammelstelle für jeden wird, der in der Sommerhitze verzweifelt nach Abkühlung sucht, haben wir einige Fakten für Sie zusammengetragen.

Klimaanlagen funktionieren ähnlich wie Kühlschränke: Temperaturen werden von Station zu Station bewegt. Notwendig ist dafür ein Kühlmittel, das im Inneren kreislaufartig durch das Klimagerät gepumpt wird. Zunächst wird die Wärme der Umgebung durch einen Wärmetauscher an das Kühlmittel abgegeben. Dabei kühlt die Raumluft.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Korona

Wenn das Kühlmittel anschließend zum Kompressor gelangt, wird es mit Druck verdichtet und damit die Temperatur des Mittels erhöht. Das heiße Kühlmittel entlädt seine Wärmeenergie im nächsten Schritt über den Abluftschlauch, der die warme Luft nach draußen befördert. Bei der folgenden Station des Kondensators fällt der Druck wieder ab und das Kühlmittel wird vom gasförmigen erneut in einen flüssigen und kalten Zustand versetzt. Dann beginnt das Ganze von vorne.

Split-Anlagen haben im Gegensatz zu Monoblocks ein Innen- und ein Außenmodul, was weitaus praktikabler ist. Bei Monoblocks wird nicht nur beim Herausblasen der Luft durch das geöffnete Fenster erneut Luft von außen hereingedrückt, der Schlauch ist zudem nicht isoliert und wird bisweilen sehr warm. Diese Wärme wird auf dem Weg zum Fenster zum Teil ebenfalls wieder an den Raum abgegeben.

Wärmere Luft kann mehr Wasser speichern als kalte Luft. Wird Luft gekühlt, entweicht als Flüssigkeit: Kondenswasser entsteht. Alle Klimageräte haben dafür einen Tank verbaut, der entleert werden muss. Nach zehn bis zwölf Stunden entsteht gerne mal ein Liter Flüssigkeit und die Entfeuchtungsmodi produzieren noch weit mehr.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Argo Orion Plus
Die Tanks der Klimageräte sammeln das durch die Kühlung entstehende Kondenswasser. Da es regelmäßig geleert werden muss, ist meist ein Drainageschlauch im Paket mit dabei.

Da zur Kühlung bei Monoblocks meist eine stetig hohe Leistung benötigt wird, sind diese in der Regel auch recht geräuschintensiv. Guter Schlaf liegt daher oft trotz fehlender Hitze in weiter Ferne.

Die Umwelt

Der Einsatz von Kühlmitteln wird von Umweltschützern stark kritisiert. Die chemischen Stoffe in ihnen – etwa Fluorkohlenwasserstoffe – standen einerseits lange unter dem Verdacht, die Ozonschicht zu zerstören, andererseits waren sie hinsichtlich des Treibhauseffekts nicht zu unterschätzen. Durch Änderungen der Gesetzeslage ist die Verwendung klimaschädlicher Kühlmittel heute verboten.

Zudem wird mit einer Kennzahl, dem Treibhauspotential oder global warming potential (GWP), vor der Zulassung eines Kältemittels gemessen, ob der Wert eines Kilos der Chemikalie dem von 150 Kilogramm CO2 übersteigt. Ist dem so, wird das Mittel nicht zugelassen. Dadurch etablierte sich Propan als Kühlmittel, das einen GWP von nur 3,3 hat.

Der Stromverbrauch und seine Kosten

Auch wenn das jetzt nicht überraschend kommen sollte, erwähnen wir es trotzdem: Klimageräte haben einen sehr hohen Stromverbrauch und sind auch damit nicht besonders klimafreundlich. Und selbst mit erneuerbaren Stromquellen, die das Gewissen ein wenig erleichtern, bringen sie dennoch monatlich eine hohe Stromrechnung ins Haus.

Das Problem mit den Fenstern

Neben Umweltbedenken zweifeln wir auch ein wenig den Nutzen der mobilen Klimageräte an. Vor allem die Abluftschläuche sind ein allgegenwärtiges, leidiges Thema.

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Die Kunststoffschläuche sind alles andere als ein Dekor, aber dennoch unumgänglich.

Gerade für deutsche Nutzer kann der Luftablass Probleme bereiten. Schuld daran sind die Drehkippfenster. Im Gegensatz zum englischsprachigen Raum, in dem zumeist Schiebefenster zu finden sind, ist das in unseren Breitengraden die häufigste Fenstervariante. Während in Schiebefenstern mitgelieferte Abdeckleisten verbaut werden können, ist das Abdecken mit Planen, die in den Rahmen des Fensters geklebt werden, eher umständlich und zudem durchlässig.

Über den Look dieser Konstruktion muss man wohl keine großen Worte verlieren. Aber auch der Sinn und Zweck der mobilen Klimageräte wird durch die Klebefläche verfehlt. Denn für Mobilität müsste entweder in jedem Raum eine nicht besonders dekorative Plane installiert, oder aber immer wieder neu verklebt werden. Mobil ist anders!

mobile Klimagerät Test: Klimagerät Sichler
Kippfenster, wie sie in Deutschland üblich sind, lassen sich nur mäßig mit Monoblocks kombinieren.

Es gibt aber noch eine weitere Problematik mit den Fenstern. Ganz im Gegensatz zu Schiebefenstern ist bei gekippten Fenstern die größte Öffnung oben. Dadurch muss der Schlauch sehr weit nach oben befördert werden.

So haben wir getestet

Alle Testgeräte wurden in einem gleich großen Raum mit derselben Ausgangstemperatur getestet. Die Größe des Raums betrug circa 29,7 Quadratmeter, die Temperatur lag bei 25 Grad Celsius. Das Ziel jedes Geräts war es, seine niedrigste Einstellung zu erreichen, die bei allen 16 Grad Celsius betrug.

Jeder Monoblock war mehrmals zwischen vier und sieben Stunden in Betrieb. Wir haben den Test abgebrochen, wenn sich die Temperatur über mindestens zwei Stunden nicht mehr veränderte. Exakt jede Stunde maßen wir mit professionellen Messapparaten die Temperatur, den Stromverbrauch und die Lautstärke. In die Ergebnisse flossen auch Handhabung, Verarbeitung sowie Sonderfunktionen und -zubehör mit ein.

Da jedes Gerät für eine unterschiedliche Raumgröße ausgelegt ist, kann die Kühlgeschwindigkeit je nach Ort variieren. Für unseren Test wollten wir die Modelle unter denselben Bedingungen testen, daher kann in Ihrer Wohnung die Kühlgeschwindigkeit von unseren Ergebnissen abweichen.

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