Inhalator Test: Aufmacher Inhalatoren

Inhalatoren im Test : Für befreites Durchatmen

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Veröffentlicht 18.04.2020

Winterzeit ist Erkältungszeit und Erwachsene leiden unter Schnupfen und Husten ebenso wie Kinder. Für freiere Atemwege sorgen da Inhalatoren. Wir haben 12 davon getestet.

Sebastian Schulke
Sebastian Schulke
schreibt als freier Autor unter anderem für Eltern Family. Er ist Vater zweier Kinder und testet vorwiegend Produkte rund um Familie, Mobilität und Fitness.

Was früher die Schüssel mit heißem Wasser plus Handtuch über den Kopf gezogen war, sind heute elektrische Inhalationsgeräte. Die helfen neben Hustenbonbons und Taschentüchern dabei, die Atemwege freizubekommen, bis in die Lunge. Sie eignen sich außerdem auch für chronische Erkrankungen wie Asthma als Therapie.

Getestet haben wir acht Tischgeräte, die einen Kompressor hatten und vier Handgeräte, die mit Membranvernebelung funktionieren. Wichtig war uns dabei, dass sie unkompliziert sind bei der Inbetriebnahme, Gesichtsmasken für Erwachsene und Kinder enthalten, welche Schläuche dabei sind und ob es für verschiedene Partikelgrößen Aufsätze gibt, außerdem haben wir geschaut ob für Kleinkinder, Mund und Nase Adapter dabei sind.

Viel Zubehör und Stauraum: Medisana IN 550 Pro

Der Medisana IN 550 Pro wirkt erstmal vor allem groß. Es handelt sich um einen Inhalator mit einem Kompressor und wir finden Leistung und auch die Aufbewahrungsmöglichkeiten toll.

Viel Zubehör und Stauraum

Medisana IN 550 Pro

Test : Medisana Medisana IN 550 Pro
Ein sehr vielseitiger Inhalator, in dem man sämtliches Zubehör wie in einem Kofferraum verstauen kann.

Keine Preise gefunden.

Dieser Inhalator hat verschiedene Staufächer für das ganze Zubehör. Vorne im großen Staufach können die Gesichtsmasken und Schläuche untergebracht werden und es bleibt noch Platz für Adapter für Nase und Mund und für die Aufsätze für die verschiedenen Partikelgrößen.

Hinten gibt es einen kleinen Stauraum, da passt das Kabel rein. So kann man alles inklusive Zubehör leicht transportieren oder wegräumen. Außerdem gefällt uns der Tragegriff gut, er ist komfortabel und alles lässt sich leicht tragen.

Aber auch das, was er eigentlich erledigen soll, macht er gut. Es gibt einen Kompressor und unterschiedliche Partikelgrößen können durch verschiedene Zerstäuberköpfe erzeugt werden. Es gibt drei Varianten, gelb, blau und rot. So kann man gezielt die unteren oder oberen Atemwege behandeln und die Köpfe lassen sich leicht und schnell austauschen.

Wir haben die Leistungsdauer getestet, hier braucht der Medisana für 2,5 Milliliter Salzlösung 7:31 Minuten, verglichen mit der Konkurrenz ist das ziemlich schnell.

Keine Beschränkung

Der Schlauch misst zwei Meter und verbindet Vernebler und Kompressor, so hat man beim Inhalieren viel Bewegungsfreiheit und ist nicht komplett an den Tisch bzw. Inhalator gebunden. Zudem gefällt uns das umfangreiche Zubehör gut. Für Kinder und Erwachsene gibt es je einen Nasenadapter und eine Gesichtsmaske. Außerdem einen Winkel und ein Mundstück, den Winkel braucht man, wenn Babys und Kleinkinder behandelt werden sollen. Wir finden die Gesichtsmasken angenehm und sie sitzen gut.

Gibt es Nachteile?

Der Inhalator arbeitet mit Drucklufttechnologie, dadurch ist der Kompressor ziemlich laut. Das Problem haben ähnlich arbeitende Geräte aber fast alle. 64,4 Dezibel liegt im Mittelfeld. Leise ist die Behandlung so aber nicht. Die Schläuche lassen sich an Vernebler und Tischgerät eher schwer anstecken, hier hätten wir uns am Schlauch drehbare Verstärkungen gewünscht.

Wir finden den Medisana aber insgesamt toll und hochwertig verarbeitet. Außerdem ist er vielseitig und bietet viel Stauraum für das Zubehör. Er eignet sich für Erwachsenen und Kinder und ist damit ein gutes Gesamtpaket.

Kinder-Inhalator: Omron Comp Air C801

Kinder-Inhalator

Omron Comp Air C801

Omron bietet mit dem  Comp Air C801 KD  einen Inhalator speziell für Kinder, das merkt man schon an dem niedlichen gelben Bärchen. Wir finden diesen Kinder-Inhalator gut, da er auf die Bedürfnisse der Kleinen zugeschnitten ist.

Kinder inhalieren nicht unbedingt freiwillig, denn es ist langweilig und der Kompressor kann mit seiner Lautstärke schonmal einschüchtern. Das Omron-Gerät richtet sich daher speziell an Babys und Kinder, das merkt man schon beim Design. Er kommt in leuchtendem Gelb daher und der kleine Bär dürfte die Kinder begeistern, er kann auf den Vernebler gesetzt werden, so wird es beim Inhalieren nicht so langweilig.

Der Inhalator selbst ist handlich und schön klein, das spart Platz. Außerdem ist die Bedienung einfach und der Aufbau geht schnell. Bei diesem Gerät kommt eine Virtual Valve Technology, kurz V.V.T., genannte Technik zum Einsatz, das soll angeblich das Inhalieren erleichtern. Beim Einatmen soll die Wirkstoffnutzung erhöht, beim Ausatmen der Aerosolverlust verringert werden. Ob das nun stimmt, konnten wir nicht überprüfen.

Die Partikelgröße bewegt sich um 3 Mikrometer herum, damit werden die unteren und oberen Atemwege erreicht. Speziell für Babys und Kinder sind auch die Gesichtsmasken konzipiert. Es gibt zudem einen Beutel, in dem Inhalator und Zubehör aufbewahrt werden können, das gefällt uns.

Für 2,5 Milliliter Salzlösung hat dieser Inhalator 8:22 Minuten gebraucht beim Vernebeln. Schnell ist das noch einigermaßen, Partikel mit drei Mikrometern gelangen zudem in die unteren Atemwege.

62,3 Dezibel sind nicht gerade leise, aber noch unterer Bereich bei Kompressoren. Das Gerät wiegt nur 0,35 Kilo, das ist toll.

Der Schlauch ist nur einen Meter lang, etwas mehr wäre gut, aber das hochwertige Material bei den Gesichtsmasken gefällt uns. Wir können ihn speziell für die Anwendung bei Babys und Kindern empfehlen.

Tragbar: Beurer IH 60

Tragbar

Beurer IH 60

Der IH 60 von Beurer ist angenehm klein, er ist nicht nur der kleinste, sondern auch der leichteste Test-Inhalator. Wir finden das Design gut, denn er wirkt fast wie eine tragbare Musikbox.

Mit Drucklufttechnologie gibt es hier bei der Partikelgröße 4,12 Mikrometer. Für ein Kompressor-Gerät ist der Wert hoch, dennoch werden damit die unteren Atemwege noch erreicht. Für 2,5 Milliliter Salzlösung hat der Beurer 4,12 Minuten gebraucht, so schnell war sonst keiner der Kompressoren in unserem Test.

Mit nur 0,25 Kilo ist das Gerät sehr leicht und der Kompressor ist mit 55,3 Dezibel schön leise und zugleich ist das unser Spitzenwert bei Tisch-Inhalatoren mit Kompressor.

Außerdem überzeugt uns der Akkubetrieb, das Gerät kann geladen werden per USB-Anschluss oder per Netzteil. Unterbringen kann man das Gerät in einer robusten kleinen Tasche, das ist ebenfalls praktisch.

Die Messskala beim Vernebler ist etwas schwer zu lesen und wir finden den Vernebler nicht besonders hochwertig verarbeitet, beim Schließen und Öffnen hakt er ein wenig. Ansonsten gefällt uns dieses Gerät aber sehr gut.

Günstig: Hylogy MD-H23

Günstig

Hylogy MD-H23

Test Inhalator: Hylogy MD-H23
Leise, leicht und einfach stark – das Handgerät von Hylogy überzeugt.

von 35 Lesern gekauft

Den MD-H23 von Hylogy finden wir toll, er ist recht handlich und wird ebenfalls mit einem Akku betrieben. Dieser Membran-Vernebler passt auch in die Hosentasche. Er ist hochwertig verarbeitet und uns gefällt das schlichte Design.

Mit Partikelgrößen von einem bis fünf Mikrometern gelangen die Tröpfchen sogar bis in die kleinen Bronchien. Bei mittlerer Einstellung hat das Gerät für 2,5 Milliliter 4:20 Minuten gebraucht, das ist sehr gut. Die Verneblungs-Intensität kann per Plus- und Minus-Knöpfe eingestellt werden.

Mit nur 0,12 Kilo ist er unglaublich leicht und ohne Kompressor ist dieses Handgerät äußerst sehr leise. Man nimmt während dem Betrieb nur ein dezentes Rauschen wahr.

Der Akku kann per USB-Anschluss geladen werden, ein Netzteil dazu ist nicht mit dabei, aber fast jeder Haushalt verfügt eigentlich über solch ein Ladegerät. Tasche oder Beutel gibt es hier nicht, das finden wir schade. Dafür ist die Verpackung aber stabil und kann zum Aufbewahren benutzt werden.

Vor allem für Reisen oder im Alltag zum Mitnehmen bietet sich dieser kleine Inhalator an.

Der Klassiker: Pari Boy Classic

Der Klassiker

Pari Boy Classic

Pari Boy dürfte den meisten, die sich mit Inhalatoren beschäftigen, ein Begriff sein. Wir haben den Pari Boy Classic getestet. Das Besondere am Pari Boy: Er eignet sich für chronisch Lungenkranke, die jeden Tag inhalieren müssen. Die Verneblungsleistung ist nicht besser als bei der Konkurrenz, aber der Pari Boy ist überaus robust und hat sich bewährt. Damit ist er prädestiniert für den Dauereinsatz und wird auch von Ärzten als Inhalator empfohlen und in Kliniken eingesetzt.

Bei unserem Gerät gibt es einen Aufsatz, mit dem Partikel mit 3,5 Mikrometern  Größe erzeugt werden. Damit werden untere und obere Atemwege erreicht. Zukaufen kann man auch noch andere Aufsätze. Je nach Aufsatz kann dann ein bestimmter Teil der Atemwege therapiert werden, diese Option bietet im Test nur noch Medisana.

Auch hier gibt es einen Kompressor und ein »PIF­Control­System«. Wird zu schnell eingeatmet, erkennt das System das und es wird ein Widerstand durch das Ventil ausgelöst, so soll man zum langsameren Atmen angeregt werden. Dadurch wird die Verteilung vom Aerosol gleichmäßiger in den kleinen Bronchien.

Dafür ist der Pari Boy aber der Inhalator, der mit 67,5 Dezibel am lautesten war. Komfortfunktionen sucht man vergeblich, wir finden den Griff zum Tragen unhandlich und Möglichkeiten, die Zubehörteile zu verstauen gibt es auch nicht. Nichtmal Beutel oder Tasche sind dabei.

Für 2,5 Milliliter brauchte das Gerät 4:30 Minuten, ist somit einer der schnelleren im Test.

Wir finden das Gerät theoretisch zu teuer für so wenig Komfort, aber die Verarbeitungsqualität überzeugt uns vollkommen, sodass man für den Preis auch ein langlebiges Gerät bekommt. Das lohnt sich dann vor allem beim täglichen Einsatz.

Was gibt es sonst noch?

Der Sanitas SIH 21 bietet für das Zubehör zwei Stauräume, auch das Stromkabel passt da noch hinein. Optisch erinnert er an den Medisana IN 550 Pro, kann aber leider keine unterschiedlichen Partikelgrößen erzeugen. Der Richtwert liegt bei diesem Gerät bei 3,16 Mikrometer. Was die Leistungsdauer angeht, so braucht er für 2,5 Milliliter 6:34 Minuten, das ist in Ordnung. Adapter speziell für die Nase gibt es keine und 65,1 Dezibel sind nicht gerade leise. Dafür wiegt er aber nur 1,68 Kilo, das ist weniger als bei Medisana. Wir finden ihn solide.

Der Pari Boy Junior eignet sich dank Babywinkel und Babymaske ab dem ersten Lebensmonat, denn sie kann auch im Liegen inhaliert werden. Das »PIF­Control­System« erkennt außerdem, wenn man zu schnell einatmet, ein Ventil erzeugt dann Widerstand, der zum langsameren Atmen anregen soll. So wird gefördert, dass das Aerosol auch in den kleinen Bronchien verteilt wird. Es gibt einen gelben und einen roten Aufsatz mit 3,1 µm bzw. 2,8 µm, mehr können aber gekauft werden. Je nach Aufsatz wird gezielt ein Bereich der Atemwege therapiert. Das kann sonst nur Medisana.

Für die 2,5 Milliliter braucht dieser Inhalator 7:30 Minuten, wenn man den roten Aufsatz benutzt, beim gelben nur 5:15 Minuten. Das liegt im Mittelfeld. Der Pari Boy Junior ist massiv und unhandlich, einen wirklichen Tragegriff gibt es nicht, obwohl er 1,86 Kilo wiegt, ebensowenig eine Tragetasche. 64,5 Dezibel finden wir laut. Klassiker oder nicht, wir finden dieses Gerät für das Geleistete und die Handhabung zu teuer.

Der Flaem Ghibli Plus ist erstmal grell und sportlich. Zudem ist er mit 1,07 Kilo leicht. Beim Vernebler kann man eine Klappe öffnen und damit zwischen zwei Geschwindigkeiten wählen. Das hat aber auf die Partikelgröße keinen Einfluss. Außerdem gibt es hier einen Auslaufschutz. Mit 67,3 Dezibel ist der Kompressor ziemlich laut. Für 2,5 Milliliter Salzlösung hat das Gerät 54 Minuten gebraucht, das ist langsam. Wir finden ihn trotzdem solide.

Wissenswertes über Inhalatoren

Inhalieren über einer Schüssel mit heißem Wasser gehört dank Inhalatoren der Vergangenheit an, so spart man sich auch das schweißnasse Gesicht nach dem Inhalieren. Beim herkömmlichen Inhalieren hat man mit Wasserdampf zu tun. Wasserdampf meint winzige Wassertropfen, die gelangen beim Einatmen auf die Schleimhaut, sind zwar so nicht sichtbar, aber trotzdem zu groß, um tiefer in die Atemwege einzudringen. Mund, Rachen, Nase und Hals werden erreicht, bei den Stimmlippen ist aber Schluss. Inhaliert man so, bringt das für Lunge und Bronchien also nichts, auch nicht mit ätherischen Ölen oder Kräuteraufgüssen oder Salz. Der Großteil davon verbleibt in der Schüssel.

Inhalator Test
Ein moderner Inhalator ist deutlich effektiver als eine Schüssel mit Wasserdampf.

Inhalatoren dagegen können kleinere Partikel überzeugen, das ist deutlich effizienter als ein Dampfbad, denn feine Partikel helfen bei der Behandlung diverser Lungenerkrankungen.

So kommt Salz oder andere Stoffe, die dem Wasser zugesetzt werden, tiefer in die Atemwege dank Verneblung. Die Zusätze sollten aus diesem Grund auch nur sparsam eingesetzt werden.

Welche Art von Inhalator?

Zunächst ist der Unterschied zum klassischen Inhalieren, dass Inhalationsgeräte Nebel erzeugen, keinen Wasserdampf. Hierzu gibt es drei Möglichkeiten: Ultraschall-Vernebler, Kompressor oder Membranvernebler.

Inhalator Test: Inhalatoren – Alle Kompressorgeräte Im Test
Ein Kompressor braucht Platz und ist nicht zu überhören.

Beim Kompressor-Düsenvernebler wird durch eine Düse in Flüssigkeit Druckluft geleitet, das erzeugt Unterdruck und es kommt zur Entstehung feiner Tröpfchen, die zeigen sich als Nebel, der aus dem Gerät kommt. Das Prinzip ähnelt einem Strohhalm, mit dem man in ein Wasserglas pustet, die aufsteigenden Luftblasen nehmen die Flüssigkeit mit. Der Düsenvernebler arbeitet aber natürlich in mikroskopischem Bereich. So dringt das Wasser samt Wirkstoff in die Atemwege tief ein und gelöstes Salz kann so auch transportiert werden.

Das klappt, aber dafür sind diese Geräte recht groß und laut. Der Vorteil sind aber die sehr kleinen Partikel, die sind meist noch feiner als bei Ultraschall-Geräten und liegen beim Durchmesser zwischen etwa 2,5 bis 4,8 Mikrometern. So gelangen sie in die kleinen Bronchien tief hinein, es dauert aber damit länger zu inhalieren als bei Geräten mit größeren Tröpfchen.

Inhalator Test: Inhalatoren – Alle Ultraschallgeräte Im Test
Membranvernebler dagegen haben einen Akku, sind leise und klein.

Außerdem gibt es Membranvernebler, das ist die aktuellste Technologie, wenn es darum geht, Flüssigkeiten zu vernebeln. Hier findet man größtenteils Handgeräte, also mobile Versionen. Eine dünne Membran,wird mittels Mikrobohrungen in Schwingungen versetzt, so lässt sich die Tröpfchengröße leicht definieren. Im Schnitt liegt die Größe der Partikel bei einem bis fünf Mikrometern, auch diese Größe gelangt in die kleinen Bronchien. Die Geräte sind dafür beinahe lautlos und recht klein, häufig betrieben mit Akku. Damit sind sie deutlich flexibler und mobiler als andere Inhalatoren. Aber dafür weniger robust als Düsenvernebler.

Die letzte Variante sind Ultraschallvernebler, hier werden durch ein Piezokristall die mechanischen Schwingungen auf die Flüssigkeit im Behälter versetzt. Es entsteht feiner Sprühnebel. Abhängig von der Frequenz werden die Partikel feiner, je höher sie ist. Die Größe liegt zwischen 4,2 und 6,0 Mikrometern, das reicht bis in die mittleren und großen Bronchien und damit weniger weit als andere Geräte.

Die Verneblung ist in dieser Variante weniger effizient, dadurch dauert es länger beim Inhalieren. Die Flüssigkeit wird bei dieser Methode erhitzt, weshalb enzymhaltige Medikamente für diese Art der Inhalation nicht geeignet sind, weshalb Ultraschallvernebler mittlerweile selten geworden.

Wie inhaliert man richtig?

Ob mit Salzlösung, Medikament oder mit ätherischen Ölen – es gilt einiges zu beachten beim Inhalieren.

Zunächst sollten Gesicht und Hände gründlich gewaschen werden, sonst atmet man nur unnötig Keime ein. Dann füllt man den Vernebler mit Kochsalzlösung, Wasser oder Medikament auf.

Inhalator Test: Richtig Inhalieren
Für kleine Kinder oft hilfreich: Mundstücke statt Masken.

Beim Inhalieren sitzt man bestenfalls aufrecht und entspannt, man kann auch stehen. Viele Hersteller empfehlen, das Mundstück zu benutzen, denn durch die Maske verliert man einiges an Aerosol. Für Kleinkinder kann das Umschließen des Mundstücks mit den Lippen aber zum Problem werden und Babys haben meist ein Problem damit, durch den Mund zu atmen, hier nutzt man besser die Maske.

Die ist für Kinder aber ungewohnt und man sollte sie erstmal daran gewöhnen, indem sie zunächst nur mit der Maske spielen. Erst wenn sie kein Problem damit haben, die Maske vor das Gesicht geschnallt zu bekommen, sollt man mit Inhalieren beginnen. Die Masken können in unterschiedlichen Größen gekauft werden. Eine Maske sollte am Gesicht gut abschließen, damit nicht zu viel Aerosol entweicht, das würde das Inhalieren weniger effektiv machen.

Wenn das Kind keine Maske mag, kann man es mit dem Mundstück versuchen, das schüchtert weniger ein. Hier sollten die Lippen aber das Mundstück gut umschließen und vor allem muss das Kind tatsächlich durch den Mund atmen.

Beim Inhalieren tief ein- und ausatmen, dabei aber nicht die Luft anhalten. Eine Anwendung dauert bei 2,5 Millilitern etwa 3 bis 7 Minuten.

Atmet man zu schnell, gibt es zu viel Sauerstoff für den Körper und es kann zu Schwindel kommen. Dann macht man eine Pause und sollte langsamer atmen. Pari bietet ein System, dass das schnelle Einatmen verhindern soll.

Wie reinigt man einen Inhalator?

Nach dem Gebrauch sollten immer die Masken, der Vernebler und die Schläuche gereinigt werden. Denn beim Ausatmen gelangen Krankheitserreger in den Inhalator. Alles, was abnehmbar ist, darf ins Wasserbad und sollte mit Spülmittel gewaschen werden, danach unter fließendem Wasser abspülen.

Man kann sicherheitshalber die Geräte zusätzlich noch desinfizieren, das bietet sich vor allem an, wenn mehrere Personen ein Gerät benutzen. Anweisungen zum Desinfizieren bieten die Anleitungen der Geräte. Zudem gibt es bei den Inhalatoren Filter, die solle man gelegentlich auf Verschmutzung kontrollieren und gegen den Ersatzfilter tauschen.

So haben wir getestet

Die Bedienung eines Inhalators ist einfach, egal ob Hand- oder Tischgerät. Batterien und Akku lassen sich schnell einsetzen, das Netzkabel leicht anschließen. Schläuche verbinden, Flüssigkeit in den Vernebler füllen, Maske aufsetzen und fixieren und zuletzt noch das Gerät anschalten. Handgeräte sind da noch einfacher zu bedienen.

Inhalator Test: Alle Inhalatoren Im Test
All unsere Testgeräte.

Wir haben die Leistungsdauer gemessen mit einer Stoppuhr, dabei sollten je 2,5 Milliliter Salzlösung vernebelt werden. An der Verneblungsrate erkennt man, wie viel Flüssigkeit in der Minute inhaliert wird. Mehr Inhalationszeit bedeutet niedrige Verneblungsrate, hohe Verneblungsrate kurze Behandlungsdauer. Letzteres bietet sich für chronisch Kranke und Kinder an.

Gemessen haben wir außerdem die Lautstärke, die Geräte gewogen und uns das Zubehör angesehen und natürlich die Optik. Zu guter Letzt hat uns auch das Preis-Leistungs-Verhältnis interessiert.

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