Blutdruckmessgeräte Test: Alle Handgelenk Blutdruckmessgeräte Im Test

Blutdruckmessgeräte im Test : Den Blutdruck immer im Blick

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Update 02.10.2020

Blutdruckmessgeräte gibt es für den Oberarm oder das Handgelenk, wir haben 47 Geräte getestet und können Tipps geben, welche davon genauer messen und leichter zu handhaben sind.

Update 2. Oktober 2020

Wir haben neue Blutdruckgeräte getestet. Das Visocor HM60 für das Handgelenk und das Withings BPM Connect sowie das Omron Evolv für den Oberarm sind neue Empfehlungen.

Lars Schönewerk
Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

Blutdruckmessgeräte gibt es in zwei unterschiedlichen Varianten: für das Handgelenk und für den Oberarm. Wie unser Test gezeigt hat, ist das Messen per Manschette am Oberarm genauer. Mit fünf Testern haben wir die Geräte ausprobiert. Festgestellt haben wir dabei, dass die Handgelenk-Geräte eher fehleranfällig sind.

Wir empfehlen daher ein Oberarm-Messgerät, wenn es darum geht, den Blutdruck genau zu bestimmen. Die Handhabung ist bei diesen Geräten ebenfalls einfach, viel teurer als die Versionen fürs Handgelenk sind sie auch nicht. Bei den Geräten fürs Handgelenk wird gelegentlich falsch gemessen, da sollte man sich nicht zu sehr auf das Ergebnis verlassen und lieber nochmal nachmessen.

Handgelenk-Blutdruckmessgeräte im Test

Wenn man den Blutdruck öfter am Tag misst oder oft unterwegs ist, ist ein Blutdruckmessgerät für das Handgelenk praktisch, denn solche Geräte sind schon nach ein paar Sekunden einsatzbereit.

Jedoch hängt die Genauigkeit hier ziemlich mit der richtigen Körperhaltung zusammen. Egal welche Bauart: der Blutdruck sollte grundsätzlich auf Herzhöhe gemessen werden. Oberarm-Messgeräte haben aber aufgrund ihrer Position den Vorteil, dass das automatisch der Fall ist. Bei Handgelenk-Modellen muss man dagegen den Arm abgewinkelt abstellen und auch halten.

Für das Handgelenk haben wir 22 Produkte getestet.

Gutes Gesamtpaket: Sanitas SBC 22

Gutes Gesamtpaket

Sanitas SBC 22

Test Blutdruckmessgerät: Sanitas SBC 22
Das Sanitas liefert ein gutes Gesamtpaket: sehr genaue Messungen, einfache Bedienung und günstiger Preis.

Beim Sanitas SBC 22 bekommt man sehr gute Messwerte, außerdem auch eine gute Verarbeitung sowie großen Funktionsumfang, das alles auch noch zum günstigen Preis.

Der Blutdruck wird hier recht genau gemessen, den aktuellen Puls zeigt es ebenso an, das können die anderen Testgeräten aber ebenso. Am Rand gibt es noch eine Risiko-Skala, die sehr detailliert ist, so kann man das Messergebnis gleich einordnen.

Vom Gerät wird man vor Herzrhythmusstörungen gewarnt, eine Durchschnittswertberechnung kann man auch vornehmen. Angezeigt werden außerdem diastolischer und systolischer Blutdruck und Durchschnittswert von den letzten drei Messungen. Außerdem gibt es Symbole für Herzrhythmusstörung, Puls, Aufpumpen/Ablassen, Batteriestand und Benutzer. Eine Abschaltautomatik wird zudem geboten und man kann Uhrzeit und Datum einstellen.

Insgesamt sind vier Tasten vorhanden für Start/Stopp, Benutzer, Speicherungen und Uhrzeit. Die Blutdruckangaben kann man gut lesen, etwas kleiner sind die Pulsziffern, das Datum könnte für Nutzer, die schlechter sehen, schon schwieriger werden. Die Messdauer beträgt 45 Sekunden, das liegt im Mittelfeld. Es dauert einen kurzen Moment, bis es losgeht, dafür bekommt man dann aber auch recht genaue Werte.

Für leichteres Anlegen ist die Manschette gehärtet und eignet sich für Handgelenke mit einem Umfang zwischen 13,5 und 19,5 Zentimetern. Eine Anleitung, wie man die Manschette korrekt anlegt, ist auch auf ihr aufgedruckt. Mit dabei sind noch Aufbewahrungsbox und Batterien. Die Aufbewahrungsbox kann man leicht öffnen und sie ist angenehm handlich und klein.

Es gibt zwei Benutzerprofile, in denen lassen sich je 60 Messungen speichern. Die Nutzerprofile kann man recht leicht verstellen dank der Taste dafür.

Wir haben nur wenig Kritik: ein umfangreiches und verständliches Handbuch wird geboten, jedoch wäre eine etwas größere Schrift schön. Besonders modern wirkt das Design nicht, aber hier geht es auch eher um Messgenauigkeit. Insgesamt finden wir das Gerät solide, stabil und gut verarbeitet. Drei Jahre Garantie werden zudem geboten.

Solide: Boso Medistar+

Solide

Boso Medistar+

Blutdruckmessgerät Test: Boso Medistar+
Das Boso Medistar+ ist kompakt, gut verarbeitet und liefert sehr genaue Messergebnisse.

Der Boso Medistar+ kommt mit ausführlichem Handbuch und angenehm großer Schrift. Schicker als unsere erste Empfehlung ist das Gerät auch und wirkt wertig. Dafür ist aber das Display etwas kleiner, das pass aber zum kompakten und kleinen Gerät. Wer vor allem nach so einem sucht, ist hier richtig.

Hier wird nur ein einziges Benutzerprofil geboten, gespeichert werden 90 Messungen, ansonsten gibt es noch einen Gastmodus.

Das Gerät verfügt nur über zwei Tasten und lässt sich einfach bedienen. Die Manschette ist gehärtet und kann so einfach angelegt werden.

Diastolischer und systolischer Blutdruck werden beim Boso Medistar+ angezeigt, ebenso Batterieanzeige und Puls, mehr nicht. Jedoch wird man auch hier bei Herzrhythmusstörungen gewarnt. Auch ein Mittelwert der Messungen kann angezeigt werden. Die Messdauer beträgt 35 Sekunden, das ist normal. Eine Risiko-Skala sucht man hier aber vergeblich. Auch hier bekommt man drei Jahre Garantie.

Großes Display: Medisana BW 315

Großes Display

Medisana BW 315

Beim Medisana BW 315 bekommt man insgesamt ein gutes Gesamtpaket zum angemessenen Preis. Das Gerät ist solide verarbeitet und hat ein gut lesbares Display sowie Knöpfe mit angenehmen Druckpunkten.

Vor allem der große Speicher bei den Messungen gefällt uns, je 120 Messungen werden gespeichert für zwei Personen. Auch hier bekommt man einen Durchschnittswert von den vergangenen drei Messungen angezeigt und auch Arrhythmien werden erkannt.

Eine Risiko-Skala gibt es auch am Display-Rand und die Manschette kann einfach angebracht werden.

Die Messung ist nach etwa 40 Minuten beendet, andere Messwerte sind zwar exakter gewesen, aber für eine Empfehlung reicht es doch.

Genau: Hylogy MD-H21

Genau

Hylogy MD-H21

Test Blutdruckmessgerät: Hylogy Handgelenk-Blutdruckmessgerät
Das Hylogy MD-H21 ist zwar nicht besonders gut verarbeitet, misst aber ebenfalls sehr genau.

Keine Preise gefunden.

Beim Hylogy MD-H21 haben wir die genauesten Messwerte bekommen, außerdem wird viel Speicherplatz geboten.

Ansonsten sind wir von dem Gerät nur teils begeistert, sonderlich gut ist die Verarbeitung nicht, die Schrift ist zu klein und verfasst ist es in eher schlechtem Deutsch.

Auch hier können aber je 120 Messungen für zwei Benutzer gespeichert werden und das große Display ist auch gut lesbar. Zudem gibt es eine Risiko-Skala. Vor allem, wer Wert auf eine genaue Messung legt, wird hier fündig.

Kompakt: Visocor HM60

Kompakt

Visocor HM60

Test: Visocor Hm60
Genaue Messungen im Kleinformat: Das Visocor HM60 nimmt kaum Platz weg.

Für die regelmäßige Blutdruckmessung unterwegs ist der Visocor HM60 ideal. Zwar gibt es keine Spielereien, dafür aber hohe Messgenauigkeit. Das Design ist altbekannt: Alles ist, wo man es vermutet. Nur die geringe Größe fällt im Gegensatz zur Konkurrenz auf.

Passend zum Rest des Geräts ist der Bildschirm nicht besonders groß, nutzt den Platz aber gut aus: Die Messwerte zeigt der HM60 in großen Ziffern an. Leider ist die Uhrzeit dafür umso kleiner dargestellt.

Schade ist, dass das Display nicht leuchtet und nicht blickwinkelstabil ist – bei schräger Draufsicht ist die Anzeige nur noch schlecht zu lesen. Bei der Handhaltung, die beim Blutdruckmessen bei Handgelenk-Geräten eingenommen werden muss, ist das zwar kein großer Nachteil, aber dennoch eine Schwachstelle.

Die Manschette ist für ein erleichtertes Anlegen einseitig gehärtet und angenehm zu tragen. Zum Glück verdeckt diese auch nicht das Batteriefach, was nerviges Herumfummeln erspart.

So gesehen wäre das Visocor HM60 ziemlich unspektakulär, aber die geringen Ausmaße und die extrem hohe Messgenauigkeit konnten doch überzeugen. Und da letzteres der gewünschte Effekt von Blutdruckgeräten ist, kann man über die Nachteile auch hinwegsehen.

Was gibt es sonst noch?

Das Omron RS6 wirkt sehr edel und überzeugt auch sonst. Die Messwerte sind konsistent und genau, das Display zeigt große Ziffern und lässt sich gut ablesen. Es ist sehr gut verarbeitet, leise, schnell und angenehm zu tragen. Man wird vor Herzrhythmusstörungen gewarnt, kann 90 Messungen speichern und einen Durchschnittswert der letzten drei Messungen anzeigen lassen. Außerdem hat es einen Höhenpositionierungssensor sowie eine Manschettensitzkontrolle. Einziger Nachteil: Der Preis.

Das Leicke Sharon LH67402 ist beleuchtet, misst recht genau und das große Display ist gut lesbar. Es gibt zwar eine Bluetooth-Funktion, die klappt aber nicht besonders gut. Die Schrift des Handbuchs ist eher klein, speichern kann eine Person 60 Messungen. Wir finden das Armband bequem und es rutscht etwas, dafür finden wir den Preis zu hoch, dafür ist aber immerhin das Design modern und schick.

Auch beim CocoBear BP-40 ist das große Display gut lesbar und es gibt sogar eine Risiko-Skala. Besonders hilfreich ist das Handbuch nicht und von der Verarbeitung waren wir auch nicht so begeistert. Für zwei Personen können je 90 Messungen gespeichert werden. Bei den Messwerten lagen die Ergebnisse teils ziemlich neben den Referenzmessungen, die Varianz der Messungen war auch zu hoch.

Beim Beurer BC 57 waren die Ergebnisse eher durchwachsen, dafür kostet es aber einiges. Das Handbuch ist in Ordnung, ebenso die Handhabung. Für zwei Personen können 60 Messungen gespeichert werden und die Messwerte lassen sich mit der Risiko-Skala auch einstufen, auch kann der Durchschnittswert berechnet werden. Auf dem Display gibt es große Ziffern, dennoch kann man manche Icons nur schwer lesen. Wir finden die Bluetooth-Funktion umständlich bei der Einrichtung und Bedienung. Man braucht dazu die Health Manager App der Firma Beurer und muss sich dazu bei Beurer registrieren. Aber es gibt immerhin die Option, die Werte nur auf dem Smartphone lokal zu speichern. Für die Übertragung muss die App geöffnet sein, über das Gerät stößt man die Übertragung an.

Beim Braun VitalScan 3 hatten wir zunächst einen guten Eindruck, die Haptik ist angenehm und verarbeitet ist das Gerät auch gut. Die Druckpunkte der Tasten finden wir ebenfalls angenehm. Dafür waren die Messergebnisse aber teils schlecht. 90 Messungen können für eine Person gespeichert werden, denn Mittelwert der vergangenen drei Messungen kann man sich auch anzeigen lassen. Das Handbuch enthält viele Informationen, aber die Schrift ist eher klein. Gefallen hat uns, dass direkt auf dem Gerät die Anleitung aufgedruckt ist.

Beim Visomat Handy Express bekamen wir sehr unzuverlässige Messwerte, das Piepsen nervte uns etwas, ebenso die lange Messdauer. Dafür ist das Display groß und die Verarbeitung solide. Es gibt drei Jahre Garantie und viel Speicherplatz. Erkannt werden Herzrhythmusstörungen und Vorhofflimmern, ebenso erhöhter Pulsdruck. Außerdem gibt das Gerät Auskunft über die Elastizität der Gefäße und es gibt eine Bewegungs- und Manschettensitzkontrolle. Das alles bringt aber leider nichts, wenn die Messwerte dennoch falsch sind.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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