Test: True Wireless

True Wireless In-Ear-Kopfhörer im Test : Kabelloser Musikgenuss

Update 03.03.2022

Stark aufgekommen sind in den vergangenen Jahren True Wireless In-Ear-Kopfhörer. Der komplette Verzicht auf ein Kabel macht die Handhabung durchaus praktischer, ohne dass man dabei großartig auf Klangqualität verzichten muss. Einige Exemplare können inzwischen sogar Noise Cancelling.

Update 3. März 2022

Unter den 25 neu getesteten True Wireless In-Ears befinden sich gleich vier neue Empfehlungen: Die Shure Aonic 215+ TWS 2, die Razer Hammerhead True Wireless II, die Beats Fit Pro und die Soundcore Life P2 Mini.

7. Dezember 2021

Wir haben weitere True Wireless In-Ears getestet. Neue Empfehlungen sind die Shure AONIC 3 + RMCE-TW1 sowie die EarFun Free 2.

8. Februar 2021

Wir haben 12 weitere True Wireless In-Ears getestet. Empfehlenswert sind der SennheiserCX 400BT, der Klipsch T5 II True Wireless und der Razer Hammerhead Pro.

4. November 2020

Wir haben weitere True Wireless In-Ears getestet. Die TrueConnect 2 von RHA, die Samsung Galaxy Buds Live, die 1More ColorBuds und die Technics EAH-AZ70W sind neue Empfehlungen.

25. September 2020

Wir haben einige weitere True Wireless In-Ears getestet und es gibt zwei neue Empfehlungen: die Shure Aonic 215 und die Audio-Technica ATH-CK3TW.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Nie wieder Kabelsalat entwirren, bevor man Musik hören kann. Kein störendes Kabel, in das man irgendwann einfädelt und sich die Kopfhörer aus den Ohren reißt: True Wireless In-Ear-Kopfhörer machen es möglich.

Schon der Zwischenschritt auf In-Ears, bei denen nur noch die beiden Stöpsel per Kabel miteinander verbunden sind, hat die Nutzung deutlich praktischer gemacht. Manche verfügen zusätzlich über einen Nackenbügel, um die Elektronik zu verstecken. Inzwischen setzen aber viele Hersteller sogar auf die komplett kabellose Variante, die True Wireless In-Ears. Die Verbindung läuft dann logischerweise ausschließlich über Bluetooth.

Schon 2016 brachte Onkyo mit dem W800BT den ersten True Wireless In-Ear auf den Markt, darauf folgte dann Apple mit den AirPods. Die Nachfrage für die ganz kabellosen Kopfhörer stieg in der Folge rapide an, und damit auch das Angebot. Mittlerweile bieten fast alle namhaften Hersteller True Wireless In-Ears an. Manche können inzwischen Noise Cancelling, es gibt sogar Modelle, die mit Bewegungssensoren und Pulsmesser ausgestattet sind und die Daten an Fitness-Apps senden.

Wir haben uns mittlerweile 98 komplett kabellose Kopfhörer angehört, davon gibt es momentan noch 98. Die Preisspanne ist dabei sehr breit. Einsteigermodelle gibt es tatsächlich bereits für 15 Euro, man kann aber auch bis zu 300 Euro ausgeben.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
KlangstarkFür Klang-GourmetsGewinner beim ZockenApple-FansFür Sparfüchse
Test: Sennheiser Cx 400btTest: Shure Aonic 215+ Tws 2 Gen.Test: Razer Hammerhead True Wireless IiTest  Kabelloser Musikgenuss: Beats Fit ProTest: Soundcore Life P2 Mini
Modell Sennheiser CX 400BT Shure Aonic 215+ TW 2 Gen. Razer Hammerhead True Wireless II Beats Fit Pro Soundcore Life P2 Mini
Pro
  • Sehr guter Klang auch beim Telefonieren
  • Hoher Tragekomfort
  • Umfangreiche Steuerung per App
  • Hervorragender Klang
  • Üppige Ausstattung
  • Umfangreiche App-Steuerung
  • Nach IPX4 gegen allseitiges Spritzwasser geschützt
  • Sehr guter Klang
  • Latenzfreie Über­tragung
  • Sehr gute neue App
  • Sehr guter Klang
  • Perfekter Sitz
  • App für iOS und Android
  • Sehr guter Klang
  • Sehr lange Akku­lauf­zeit
  • Einfache Bedienung
  • Hohe Schutzklasse (IPX5)
Contra
  • Keine Schutzklasse
  • Ohrbügel gewöhnungs­bedürftig
  • Zerrt beim Telefonieren
  • Keine App
Bester Preis
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Klangstark: Sennheiser CX 400BT

Klangstark

Sennheiser CX 400BT

Der CX 400BT und der Momentum True Wireless 2 teilen sich dieselbe Grundkonstruktion. Weil Sennheiser beim CX 400BT allerdings auf viele Details verzichtet, ist deren Verkaufspreis deutlich niedriger. Trotz der Sparmaßnahmen sitzen die würfelförmigen In-Ears sehr sicher und komfortabel.

Die CX 400BT kommen mit vier Paar Eartips, allesamt aus weichem Silikon gefertigt, sodass für die meisten Gehörgänge das passende Teil dabei sein sollte. Für besten Sound ist eine ordentliche Abdichtung immer noch Grundvoraussetzung, vor allem bei tiefen Frequenzen.

Sennheiser setzt bei den In-Ears auf die Übertragung via Bluetooth, wobei die Übertragungsstandards AAC, SBC und aptX unterstützt werden. Vor allem Letzterer besticht durch seine enorm detaillierte klangliche Auflösung. Davon profitieren natürlich auch die CX 400BT, sie schaffen tiefe Bässe genauso wie einen kaum merklichen Übergang zu den fein aufgelösten Mitten und Hochtönen. Dabei wird der Klang niemals zu spitz. Verglichen mit der Konkurrenz klingen die Sennheiser groß und räumlich authentisch.

Was die Mikrofon- und damit auch die Telefonie-Eigenschaften der kleinen Kopfhörer angeht, sind sie auf dem Niveau der AirPods Pro anzusiedeln, Gesprächspartner können einen damit super verstehen. Bedient werden die In-Ears über die Touch-Flächen. So kann man nicht nur die wichtigsten Musik-Steuerungen vornehmen (Start, Stop, Pause…), sondern auch Telefongespräche annehmen.

Für Individualisten gibt es zudem die Möglichkeit, die für das Bedienen notwendigen Touch-Codes weiter zu individualisieren. Das gelingt mit der Smart-Remote-App. Mit der lassen sich zudem auch Regulierungen des Klangs vornehmen. Sonderfunktionen wie beispielsweise Noise Cancelling (aktiv) sucht man hier allerdings vergeblich.

Abseits der Touch-Steuerung kann man in der App auch viele Klanganpassungen vornehmen. Dafür stehen zwei verschiedene Einstell-Oberflächen zur Auswahl, nämlich die klassische 3-Band-Equalizer-Matrix sowie die Schiebe-Matrix. Zudem kann man per Touch auch die gängigsten Sprachassistenten aktivieren (Google Assistant und Siri).

Die Sennheiser kommen im Verbund mit einem Ladedock, das via USB-C aufgeladen wird. Die Kapazität des darin verbauten Akkus reicht, um die In-Ears zweimal aufzuladen. Aus unserer Sicht ist das ein wenig mager, allerdings haben die Kopfhörer unter Volllast auch sieben Stunden durchgehalten. Positiv ist auch, dass bereits nach 15 Minuten an der Steckdose genug Saft für eine Stunde Musikgenuss geladen ist.

Für Klang-Gourmets: Shure Aonic 215+ TWS 2

Für Klang-Gourmets

Shure Aonic 215+ TW 2 Gen.

Test: Shure Aonic 215+ Tws 2 Gen.
Shure hat die Aonic 215+ der zweiten Generation deutlich verbessert. Die Klangqualität ist überragend.

Die Shure Aonic 215+ TWS 2 sind von der Konstruktion her Kabelkopfhörer, die mit Bluetooth ausgestattet wurden. Diese Strategie ist aber überhaupt nicht problematisch, da die klassischen 215-er von Shure auch über einen Steckkontakt verfügen. Die Elektronik inklusive sehr kleiner Bedientaste finden einen sinnvollen Platz im Design, indem beide im Ohrbügel integriert werden. Leider sorgt diese Lösung für eine klobigere Bedienung als sie andere In-Ears bieten, aber dafür halten die 215+ sehr gut. Zusätzlich können die Bügel mit anderen In-Ear-Modellen von Shure zusammengesteckt werden, was das Konzept noch einmal raffinierter macht.

Nach der anfänglichen Eingewöhnungsphase sitzen die Kopfhörer sogar ziemlich bequem. Dazu müssen aber die richtigen Eartips aufgesetzt sein – es sind jeweils drei Aufsätze aus Silikon und drei Aufsätze aus Foam beigefügt. Mit Foam ist hier der anpassungsfähige Schaumstoff gemeint, der seine Form dem Gehörgang entsprechend verändert und so das Ohr besonders gut von der Außenwelt abgrenzt. Mit dieser Vielfalt sollten alle Ohrentypen abgehakt werden, nur Brillenträger werden mit den Ohrenbügeln etwas hadern, da sie den Brillenbügeln in die Quere kommen.

Bedient werden die Aonic 215+ TWS 2 über die große Taste am dicken Ende, bei der man den Druckpunkt sehr gut spürt; einer Bedienung im Dunkeln steht so nichts im Weg. Zusätzlich gibt es die kostenlose Shure Plus Play App, mit der die Bedienung der Kopfhörer individualisiert werden kann. Hier kann der Umgebungsmodus eingeschaltet werden, weil durch die Aufsätze die Umgebung sehr stark ausgeblendet wird. Per Equalizer und Presets kann der Klang nach Belieben angepasst werden.

Neben dem Bedienknopf und der ganzen Technik befindet sich auch der Akku im Bügel selbst, welcher unserem Ergebnis nach für ungefähr zehn Stunden hält, wobei die Lautstärke die ganze Zeit voll aufgedreht war. Ist der Saft alle, kann er ganze dreimal in der Transportbox wieder aufgestockt werden. Diese Kapazitäten, nicht nur der Kopfhörer, sondern auch des Cases, sind ein klarer Vorteil dieses Modells.

Der Klang der Aonic 215+ TWS2 glänzt im Vergleich zu den meisten anderen In-Ear-Kopfhörern: Er bietet ein riesiges Volumen, wodurch man etwa beim Hören vom Queen-Album zum Film »Bohemian Rhapsody« das Gefühl hat, ein Live-Konzert mitzuerleben. Durch die Wandler wird die volle Pracht des hörbaren Tonbereichs ausgekostet. Jeder noch so kurze Impuls regt die Kopfhörer zu Glanzleistungen an. Der Bass wird haargenau und überhaupt nicht verwaschen aufgetischt. Selbst voluminöse Stücke wie das Intro von Game of Thrones, welches von Ramin Djawadi komponiert wurde, werden in ihrer ganzen Pracht wiedergegeben. Der Klang kommt schon fast an große Kopfhörer heran.

Von hoch bis tief wird Musik getreu der ursprünglichen Aufnahme aufgetischt – so kann man seine Lieblingsstücke richtig genießen! Für Leute, die eine hohe Qualität erwarten, ist deshalb der Shure Aonic 215+ TWS 2 wärmstens zu empfehlen.

Gewinner beim Zocken: Razer Hammerhead True Wireless II

Gewinner beim Zocken

Razer Hammerhead True Wireless II

Test: Razer Hammerhead True Wireless Ii
Der Hammerhead True Wireless II vom Gaming-Spezialisten Razer überträgt den Sound zum Spiel latenzfrei und kann sich auch sonst hören lassen.

Für Gaming bietet Razer so manches Produkt an. So ist es keine Überraschung, dass sie mit den Hammerhead True Wireless II auch Bluetooth-Kopfhörer anbieten, die speziell für die mobilen Gaming-Bedürfnisse zugeschnitten sind. Im Vergleich zu ihren Vorgängern, den Hammerhead Pros, bieten die True Wireless II zuerst einmal nichts bahnbrechend Neues.

Leider gestaltet sich das Herausnehmen aus der Box noch genau gleich schwierig wie bei den Pros, weil man die In-Ears echt schwierig zu fassen kriegt und sie dazu noch von Magneten festgehalten werden. Auf der positiven Seite können die True Wireless II in allen Farben leuchten – genau so haben es Gamer gern. Dieser Effekt ist dank RGB-LEDs möglich, die nun auch verbaut sind. Die LEDs lassen sich aber nach Belieben ein- und abschalten, wodurch auch der Akku länger hält.

Lange genug dürften die Kopfhörer aber ohne Probleme durchhalten, denn bei voll aufgedrehter Lautstärke geben sie erst nach sechs Stunden den Geist auf. Zusätzlich bietet die Transportbox vier Ladungen an, wodurch man ganz 30 Stunden Gaming-Genuss mit den Razern erleben kann, ohne sie jemals mit einem Ladekabel zu verknüpfen.

Die Kopfhörer werden ganz einfach per Touch bedient und die komplett überarbeitete App von Razer kann nun sogar mit anderen Razer-Kopfhörern verbunden werden. Hier ist in Zukunft also weiterer Zuwachs an True-In-Ear-Modellen von Razer zu erwarten. Gewohnte Funktionen findet man einige: Individualisierung der Touch-Gesten, Noise-Cancelling oder die Beeinflussung des Klang, aber auch die neue Möglichkeit, die Bluetooth-Übertragung von Latenz zu befreien. Dadurch wird die Verzögerung zwischen Bild und Ton beim Spielen immens verringert. Diese Eigenschaften machen den True Wireless II zum bequemsten Gaming-Kopfhörer in unserem Test.

Vom Klang her entsprechen die True Wireless II dem vom Pro bekannten Profil, wobei sie in Sachen Ausgewogenheit doch etwas zugelegt haben. Sonst wird aber der Mittelbereich im Vergleich zu den Randbereichen etwas vernachlässigt. Die Überbetonung von Bässen und Höhen ergibt jedoch einen beabsichtigten Loudness-Charakter, der dem Klang vor allem bei leiser Einstellung ein beachtliches Volumen verleiht.

Unter dem Strich eignen sich die Hammerhead True Wireless II ideal fürs Gaming, müssen sich aber beim Telefonieren oder Musikhören überhaupt nicht verstecken.

Apple-Fans: Beats Fit Pro

Apple-Fans

Beats Fit Pro

Test  Kabelloser Musikgenuss: Beats Fit Pro
Die besten In-Ears von Apple funktionieren auch mit Android ohne Kompromisse.

Bereits vor einigen Jahren hat sich Apple den Kopfhörer-Hersteller Beats einverleibt. Die Fit Pro sind nun die ersten Kopfhörer, welche unter Federführung der Kalifornier entstanden sind.

Die In-Ears sind mit kleinen Häkchen ausgestattet, die zwar anschmiegsam und weich, aber dennoch formstabil sind. Ein leichter Dreh genügt, um sie bequem im Ohr unterzubringen. Wer dennoch gerne prüfen möchte, ob die Hörer richtig sitzen, kann das mithilfe der App ganz einfach herausfinden.

Jeder der beiden Fit Pros ist mit einer Taste ausgestattet, die mit einem deutlichen Druckpunkt aufwarten kann, ansonsten aber sehr leichtgängig ist. Auf eine berührungsempfindliche Oberfläche hat der Hersteller hier verzichtet, in unseren Augen ist das aber kein Nachteil, da Fehlbedienungen im Alltag so reduziert werden.

Für den Alltag mindestens genauso praktisch ist das Noise Cancelling, das weder den Klang noch die Lautstärke der Kopfhörer beeinflusst. Eine Akkuladung (ohne aktiviertes Noise Cancelling) reicht für mehr als sieben Stunden, im Case ist ein Zusatzakku untergebracht, der für drei vollständige Ladungen bei den In-Ears reicht.

Im Klang stehen die Beats Fit Pro den Apple AirPods Pro in nichts nach. Zwar versuchen die Beats nicht derartig den Mainstream zu verzücken wie die AirPods, aber dafür stechen sie aus der Masse heraus. Der Klang besitzt einen konsistent lauten Charakter, welcher nicht nur die Musik im Volumen aufbauscht, sondern auch bei Telefonaten für eine bessere Verständlichkeit sorgt.

Alles in allem schlagen sich deshalb die Beats Fit Pro besser als die AirPod Pro, und auch am Android-Gerät ist die Performance der Beats hervorragend.

Für Sparfüchse: Soundcore Life P2 Mini

Für Sparfüchse

Soundcore Life P2 Mini

Test: Soundcore Life P2 Mini
Die Life P2 Mini von Soundcore sind klein und günstig, gehören klanglich aber zu den Großen.

Soundcore ist die Marke von Anker, mit der sie auf dem Audio-Markt auftreten. So ist es kein Wunder, dass die Soundcore Life P2 Mini vom Design her an die herkömmlichen Anker-Produkte erinnert: wertig, aber trotzdem preiswert. Dazu sind die Life P2 Mini IPX5-zertifiziert, weswegen sie einem Wasserstrahl standhalten würden und das elektronische Innenleben nicht kaputtgehen sollte.

Was andere Features betrifft hat man aber ganz absichtlich gespart, weswegen es weder eine App, noch Noise Cancelling dazugibt. Die wichtigsten Fähigkeiten wurden aber nicht vernachlässigt: Gerade bei der Tonqualität überzeugen die Soundcores in allen Anwendungsbereichen.

Bevor die Life P2 Minis aber ihrer Hauptaufgabe nachgehen können, müssen sie zuerst einmal in den Ohren genug Platz finden. Mit dem richtigen Aufsatz funktioniert das auch ausgezeichnet. Einmal in Position gebracht, bemerkt man die Minis schon nach wenigen Augenblicken gar nicht mehr. Der Akku der True In-Ears hält stolze zehn Stunden lang, erst dann müssen die Kopfhörer zurück in die Transportbox. Gemäß unserem Test können sie dort noch dreimal aufgeladen werden, womit alle tragbaren Stromreserven bis zu 40 Stunden portablen Musikgenuss unterstützen.

Beim Klang fällt auch nichts negativ auf. Die Soundcores leisten überraschend viel und gehen dabei etwas in die Ecke Loudness. Das ist jedoch nicht negativ gemeint, da etwa auch bei geringer Lautstärke ein voller Klang gewährleistet wird. Beim tiefen Bass haben sie allerdings Probleme, dafür wird der Umstand durch eine erhöhte Lautstärke ausgebessert. Höhe Töne hingegen strahlen mit ihrer Klarheit und Helligkeit, schlangenartiges Zischeln ist bei S-Lauten nicht feststellbar.

Speziell für den Preis überzeugen die Soundcore Life P2 Mini sehr, weshalb sie ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bieten.

Was gibt es sonst noch?

Die Apple AirPod Pros waren Apples Vorreiter in der Sparte Noise-Cancelling. Anders als klassische AirPods besitzen die Pros Aufsätze, damit sie besser im Ohr liegen, und sie werden über eine Taste anstatt Touch-Bedienung gesteuert. Darüber hinaus kann man mit den AirPods die Passform genau bestimmen lassen oder die Ohr-Erkennung einschalten. Für diese beiden Funktionen benötigt man aber wenigstens iOS 13.2, da sonst die nötigen Funktionen in den Bluetooth-Einstellungen nicht vorgenommen werden können. Im Allgemeinen bieten die AirPod Pros sowohl in Höhen als auch Tiefen eine höhere Qualität als ihre Geschwister ohne »Pro« im Namen, jedoch ist ihr Preis auch entsprechend erhöht.

Genau wie ihre Nachfolger wurden auch die Razer Hammerhead Pro für Videospiele entwickelt, die man auch unterwegs mit höchster Soundqualität genießen möchte. Auch sie besitzen einen beabsichtigten Loudness-Charakter, per Equalizer in der App kann man aber die Balance auch verschieben. Allgemein eignen sich die Kopfhörer nicht nur fürs Zocken, sondern auch für Musik. Das Gefühl im Ohr macht einen guten Eindruck und vor herausfallenden In-Ears muss man sich mit den Hammerheads auch nicht fürchten.

Ein günstiges Paar True In-Ears findet man mit den EarFun Free 2, die aber nicht nur wegen ihres Preises überzeugen. Auch klanglich haben sie einiges zu bieten. Dabei konzentrieren sie sich auf die Kernfunktionen von True In-Ear-Kopfhörern und verzichten auf andere Zusätze. Des Weiteren sind sie auch wasserdicht, so muss man sich bei Regen keine Sorgen um die geliebten Accessoires machen. Das Paket wird durch eine nicht zu verachtende Laufdauer abgerundet.

Die EAH-AZ70W stammen von Technics. Unter dieser Marke vertreibt Panasonic seine hochwertigen Hifi-Geräte und als solche können sich die EAH-AZ70W durchaus bezeichnen lassen. So sind die Hörer sehr hochwertig verarbeitet und verhältnismäßig groß. Klanglich machen die In-Ears vieles richtig, vor allem, wenn es spritzig und schnell wird. Auch in puncto räumliche Abbildung machen die Hörer einen guten Job. Im Vergleich zu den Momentum True Wireless 2 kommen die Technics etwas dezenter rüber, was dafür sorgt, dass sie ein wenig offener klingen.

Die Samsung Galaxy Buds Live erinnern, was ihr Äußeres betrifft, sehr stark an Bohnen. Eingesetzt werden sie so, dass die Schallöffnung in Richtung des Gehörgangs zeigt. Die Passstücke befinden sich dabei nicht wie sonst üblich über den Schallöffnungen, sondern umschließen die Kontakte, womit beim Tragen die Concha abgedichtet wird. Ist das der Fall, kann nicht nur ein optimales Klangerlebnis, sondern ferner auch ein funktionierendes Noise-Cancelling garantiert werden.

Weil die Oberfläche jedes Hörers berührungsempfindlich ist, reagiert diese nicht nur auf entsprechende Touch-Gesten, sondern es ist mithilfe der App sogar möglich, diese Gesten individuell anzupassen. Ebenso lässt sich die Empfindlichkeit des Noise Cancellings einstellen, von dessen Aktivität der Klang übrigens nicht beeinträchtigt wird. Apropos Klang: Dieser ist bei den Galaxy Buds Live, im Vergleich zu billigeren Hörern, deutlich kultivierter. Im Tieftonbereich erscheinen die Hörer zwar leicht angehoben, dafür lösen sie im Mittelhochtonbereich sehr fein auf. Stimmt der Input, kommt auch eine gute Dosis Spritzigkeit mit.

Wissenswertes über True Wireless In-Ears

Unterwegs oder beim Sport ist es mitunter wirklich störend, ständig ein Kabel im Weg zu haben. True Wireless In-Ears nehmen sich diesem Problem an, haben aber auch Nachteile. Durch die kleine Bauweise leidet bei den meisten In-Ears die Akkulaufzeit. Gute Modelle schaffen vier Stunden Spielzeit, bei manchen ist schon nach zwei Stunden Schluss.

Für das Aufladen ist bei fast allen Kopfhörern ein Aufbewahrungscase mit eigenem Akku beigelegt. Ist das Case selbst vollständig aufgeladen, so kann man die In-Ears damit in der Regel etwa dreimal aufladen.

Der Akku in den In-Ears selbst bestimmt auch deren Größe. Bei Modellen mit Fitness-Sensoren fällt aufgrund der zusätzlichen Technik entweder der Akku kleiner, oder der gesamte Kopfhörer noch größer aus. Dann auch noch guten Sound zu bieten, ist natürlich schwierig. Deshalb klingen In-Ears, die per Kabel miteinander verbunden sind, meist etwas besser.

True Wireless In-Ears bieten aufgrund ihrer minimalistischen Bauweise wenig Platz für Bedienelemente, man benutzt daher bei den meisten Kopfhörern eine Multifunktionstaste. Diese ist dann für ein- und ausschalten, das Pairing, telefonieren sowie überspringen von Musik zuständig. Immer häufiger sieht man aber auch eine Touchfläche als Bedienkonzept.

True Wireless In-Ear-Kopfhörer Test: True Wireless

Akustisches Feedback über die gegebenen Befehle bekommt man per Sprachausgabe oder einfache Signale. Besonders der Verbindungsaufbau zwischen In-Ears und Smartphone geht mittlerweile immer schneller vonstatten.

Damit man sie zum Telefonieren verwenden kann, verfügen auch True Wireless In-Ears über ein Mikrofon. Das kann logischerweise nicht in ein Kabel integriert werden und ist daher an einem der Ohrstöpsel angebracht, wodurch es leider etwas weiter weg vom Mund ist. Deswegen verfügen sie über eine Richtcharakteristik, die aber unterschiedlich gut funktioniert.

So haben wir getestet

Kernstück unseres Testverfahrens ist natürlich der eingehende Hörtest. Darüber hinaus sind Verständlichkeit beim Telefonieren sowie die Akkulaufzeit wichtig. Um die Klangqualität bei einem Telefongespräch besser vergleichen zu können, zeichnen wir die Aufnahme des Mikrofons am True Wireless der Gegenseite auf. Hier haben sich beträchtliche Unterschiede gezeigt. Die Akkulaufzeit der In-Ears haben wir beim Musikhören in voller Lautstärke, einen Meter vom Smartphone entfernt, gemessen.

Auch auf Bedienung und Passform der Ohrstöpsel haben wir geachtet. Um gute Passform zu gewährleisten ist es essentiell, möglichst viele unterschiedlich große Passstücke mitzuliefern. Gut sitzende In-Ears bieten nämlich nicht nur mehr Tragekomfort, sondern sind auch Voraussetzung für ideales Noise Cancelling.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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