Test: Teufel Supreme On Bluetooth Kopfhörer

Bluetooth-Kopfhörer im Test : Maximale Soundqualität ohne Kabel

Update 03.03.2022

Bluetooth-Kopfhörer strotzen mittlerweile nur so vor Klangqualität. Kein Wunder, dass sie so beliebt sind und der Markt überflutet ist mit großartigen Produkten. Um hier den Durchblick zu behalten, haben wir ausführlich getestet.

Update 3. März 2022

Wir haben zwei weitere Kopfhörer in unseren Test aufgenommen. Der Audio-Technica ATH-M50xBT2 löst seinen Vorgänger als Empfehlung ab.

17. Januar 2022

Wir haben fünf neue Kopfhörer getestet. Der AfterShokz Aeropex und der JBL Live 500BT sind neue Empfehlungen.

4. Februar 2021

Wir haben neue Bluetooth-Kopfhörer getestet. Der Supreme On von Teufel ist eine neue Empfehlung.

15. Oktober 2020

Wir haben vier neue Bluetooth-Kopfhörer getestet. Besonders empfehlenswert für Sportler ist der Adidas RPT-01.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Die ersten Bluetooth-Kopfhörer mussten in Sachen Soundqualität noch größere Abstriche machen, nichtsdestotrotz erfreuten sich die kabellosen Begleiter aufgrund ihres Komforts schon damals großer Beliebtheit. Doch die Technik hat sich kontinuierlich verbessert und man hat mittlerweile Dank des aptX-Codecs einen sehr guten Klang, welcher der Qualität einer CD-Wiedergabe entspricht. Mit aptX HD geht sogar noch mehr. Sony hat mit dem LADC noch einen weiteren Codec auf dem Markt gebracht, der dem aptX HD in Sachen Auflösung nochmal überlegen ist, allerdings bisher auch nur mit den eigenen Geräten funktioniert.

Doch auch in Sachen Design hat sich einiges getan und die Kopfhörer dienen mehr als nur dem Musikhören, sie werden zum Modeaccessoire oder Fashion-Statement. Diesen Ausdruck der Individualität kann man sich bis zu 800 Euro kosten lassen, weniger durchgestylte Produkte kriegt man aber auch schon für schlappe 40 Euro. Bei den billigen Produkten wird häufig an der Soundqualität gespart und getrickst, da die tiefen Bässe nicht wiedergegeben werden können. Dafür wird häufig einfach der Oberbass hoch gepegelt – ein No-Go für wahre Genießer – was den weniger anspruchsvollen im Alltag schon ausreicht.

Egal ob unterwegs im Großstadtdschungel oder daheim vor dem Fernseher: Diese Kopfhörer verbannen den Kabelsalat aus dem Leben, welche Qualität der Sound dabei haben soll, entscheidet der eigene Geldbeutel. Die Technik ist so weit, dass man Spitzenqualität verfügbar ist, die mit kabelgebundenen Kopfhören problemlos mithalten kann. Es hilft, sich vorher zu überlegen, wann und wo die Geräte zum Einsatz kommen. Wer beispielsweise ausschließlich über das iPhone Musik hören will, muss nicht auf aptX- oder aptX HD-Codec achten, da diese nicht von Apple-Smartphones unterstützt werden.

Neben der Klangqualität in verschiedenen Musikgenres wurden auch Bedienbarkeit und Akkulaufzeit geprüft. Nicht getestet wurden hier die Bluetooth-Kopfhörer mit Noise Cancelling, die eine eigene Unterkategorie bilden und deshalb einen separaten Test unterzogen wurden.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Klang-AllrounderEleganz und GlanzMit vielen PresetsPerfekt beim SportPreistipp
Test: Audio Technica Ath M50xbt2Test  Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Amiron Wireless CopperTest: Teufel Supreme OnTest: Aftershokz AeropexTest: Jbl Live 500bt
Modell Audio-Technica ATH-M50xBT2 Beyerdynamic Amiron Wireless Copper Teufel Supreme On AfterShokz Aeropex JBL Live 500BT
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Komfortabler Sitz
  • Mit Transportbeutel und Audio-Kabel
  • Enorme Akkulaufzeit
  • Bester Klang, per MIY-App individuell anpassbar
  • Hoher Tragekomfort
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Sensitivität des Touchpads lässt sich anpassen
  • Sehr guter Klang
  • Leicht und komfortabel
  • Mit optionaler App-Steuerung
  • Guter Klang
  • Perfekt zur Navigation auf dem Rad und beim Wandern
  • Nach IP67 gegen zeitweiliges Untertauchen geschützt
  • Sehr guter Klang
  • Mit App-Steuerung
  • Bequemer Sitz
  • Sehr lange Akkulaufzeit
Contra
  • Recht schwer
  • Bedientasten etwas unübersichtlich
Bester Preis
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Klang-Allrounder: Audio-Technica ATH-M50xBT2

Klang-Allrounder

Audio-Technica ATH-M50xBT2

Test: Audio Technica Ath M50xbt2
Die zweite Generation des ATH-M50xBT wurde technisch auf den aktuellsten Stand gebracht, am Klang und Tragekomfort ändert sich nichts.

Der Audio-Technica ATH-M50xBT2 reiht sich neben dem M50xBT – seinem Vorgänger – ein und wurde ursprünglich für den Einsatz in Studios entworfen. Neu dabei ist nun verbesserte Bluetooth-Technologie, aber auch die Steuerung durch die gängigen Sprachassistenten wie Siri und Co. wurde integriert. Der Rest hat sich praktisch nicht verändert, dafür überträgt der ATH-M50xBT2 Musik immer noch mit der gleichen Qualität wie das erste Modell der M50-Serie.

Der Akku schlägt sich sehr wacker, denn aus ihm lassen sich bis zu 50 Stunden rauspressen. Der Abstand zum Smartphone betrug dabei die ganze Zeit einen Meter. Gibt der Akku einmal seinen Geist auf, kann man ihn praktischerweise per USB-C sehr schnell aufladen.

Auf den ersten Blick mag der M50xBT2 sehr schwerfällig und groß wirken, aber der Schein trügt: Nach dem Zusammenfalten nimmt er überhaupt nicht viel Platz weg, außerdem drücken die 300 Gramm Gewicht sehr gleichmäßig auf die Polster, sodass man ihn nicht wirklich wahrnimmt. Für den Fall, dass der Akku vorzeitig leer ist, hält das Audio-Kabel die Lösung parat, und ein USB-Ladekabel liegt auch bei. Das Mikrofon befindet sich nun im Gehäuse und nicht mehr im Audio-Kabel wie beim ersten Modell.

Die Bedienung des M50xBT2 funktioniert ganz einfach über vier Tasten, welche an an der linken Klangmuschel angebracht sind. Drei der Tasten machen die beiden Lautstärketasten sowie der Pausenknopf in deren Mitte aus, das Quartett wird von der Aktivierungstaste des Sprachassistenten vervollständigt. Auch die Audiobuchse befindet sich hier; sie ist vor allem dann nützlich, falls der Akku einmal alle ist. Die Ladebuchse ist auch hier integriert. Praktischerweise kann der Kopfhörer nun über ein USB-C-Kabel geladen werden. Der Kopfhörer sitzt sehr gut, nicht zuletzt dank der Anpassungsmöglichkeiten der Kopfbügel und der Klanggehäuse. Die angenehmen Polster sitzen weich am Kopf und umrahmen die Ohren, wodurch Umgebungsgeräusche ideal ausgeblendet werden und man ungestört in seine Klangwelt eintauchen kann.

Der Kopfhörer lässt sich nicht nur manuell, sondern auch per App steuern. Dabei verfügt der ATH-M50xBT2 auch über einige neue Fähigkeiten. Zum Beispiel kann man die Nebengeräusche zu- und abschalten, wodurch Gespräche sogar mit aufgesetzten Kopfhörern gehalten werden können. Beim Equalizer gibt es voreingestellte Profile, die man je nach Bedarf auswählen kann. Zum Beispiel der Low-Latency-Modus ist speziell gut für Videospiele geeignet. Auch der Sprachassistent lässt sich hier individuell auswählen. Die Wahl beim Codec wurde auf AAC und LDAC beschränkt, aptX ist bei diesem Modell nicht mehr verfügbar. Speziell zu erwähnen ist, dass die App von Audio Technica die Tasten zum Abspielen von Deezer ohne Probleme integriert.

Obwohl heutzutage der Bass von vielen Kopfhörern überaus stark betont wird, deckt der ATH-M50xBT2  den ganzen Tonbereich ab. Vom tiefsten Bass bis zu den höchsten Obertönen liegt alles im Rahmen. Dabei wird nichts verzerrt – jeder Klang behält seinen natürlichen Charakter. Gerade wegen seinem breiten Einsatzbereich findet der in der App verfügbare Equalizer eigentlich keine Verwendung. Wie bei Bluetooth so üblich, bereiten erst Decken aus Stahlbeton und dicke Wände der Verbindung Probleme.

Ein wenig problematisch könnte der fehlende aptX Codec sein, da er sehr weit verbreitet ist. Auf der Kehrseite besitzt ein Großteil der Android-Smartphones heutzutage LDAC und iPhones verfügen über AAC. Auch wäre anstelle einer einfachen Transporttasche ein echtes Case als Zubehör überaus nützlich, genau Letzteres fehlt aber leider im Lieferumfang.

Eleganz und Glanz: Beyerdynamic Amiron Wireless Copper

Eleganz und Glanz

Beyerdynamic Amiron Wireless Copper

Test  Bluetooth-Kopfhörer: Beyerdynamic Amiron Wireless Copper
Der Amiron ist das High-End-Gerät unter den Bluetooth-Kopfhörern. Die Kupfereinlagen sind echt, was ihn so teuer und individuell macht.

Glanz auf die Ohren bringt der Amiron Wireless Copper, der, wie der Name schon vermuten lässt, mit Kupfer-Akzenten für Aufmerksamkeit sorgt. Aber nicht nur dieses Alleinstellungsmerkmal, sondern auch der Preis hebt den massigen Kopfhörer  von seinen Konkurrenten ab. Der wird aber durch einen Klang gerechtfertigt, der an Kopfhörer mit Kabel der obersten Qualitätsstufe erinnert.

Die Ohren werden komplett umschlossen und somit werden störende Umgebungsgeräusche minimiert. Über das Touchpad auf der rechten Ohrmuschel bedient man den Kopfhörer. Mit der MIY-App kann Letzteres in seiner Sensitivität angepasst werden. Auch die Sound-Einstellungen lassen sich mit dieser übersichtlichen App individualisieren, dabei wurde auch an die Gesundheit gedacht und wer zum Beispiel oft zu laut Musik hört, erhält dann warnende Hinweise.

Beyerdynamic ist bekannt für innovative Entwicklungen und ermöglicht Dank der Tesla-Treiber, dass gestreamte Musik in hochauflösender Qualität gehört werden kann. Mit dem Amiron Wireless Copper befindet man sich in allen Kategorien in der absoluten Oberklasse: Sound, Design und Sitzkomfort sind vom Feinsten, das kostet natürlich auch ein bisschen mehr. Wer auf Kupfer verzichten kann, spart mit der unauffälligeren Version, dem Amiron Wireless, Geld und genießt dennoch alle überwältigenden technischen Vorzüge des Geräts.

Mit vielen Presets: Teufel Supreme On

Mit vielen Presets

Teufel Supreme On

Test: Teufel Supreme On
Teufel hat mit dem Supreme ON einen echten Leckerbissen am Start, der Spaß macht und gut aussieht.

Der Supreme On von Teufel ist von den Bügeln über die Scharniere bis hin zu den Gabeln solide gefertigt. In dieses Bild fügen sich auch die mit Kunstleder überzogenen Polster und der mit Soff ummantelte Bügel hervorragend ein.

Die einzelnen Komponenten des Kopfhörers sind farblich sehr gut aufeinander abgestimmt, wobei sich das Metall durch seine matte Oberfläche nicht unnötig in den Vordergrund drängt. Aus- und einschalten lässt sich der Kopfhörer durch den entsprechenden Knopf auf den linken Hörer. Über den gleichen Knopf wird übrigens auch die Verbindung mit Bluetooth hergestellt. Außerdem befinden sich auf dieser Seite auch die Anschlüsse für Audio- und Ladekabel (USB-C).

Unsichtbar, hinter der linken Kapsel verborgen, befindet sich ein NFC-Chip. Dieser ist für eine komfortable Verbindung zum Smartphone zuständig. Für die Übertragung setzt Teufel bei diesem Modell auf den aptX-Audio-Codec, der Musik in CD-Qualität überträgt.

Natürlich gibt es für den Kopfhörer auch eine App (Teufel Headphone App), in der eine Vielzahl von Presets sowie ein Equalizer zu finden sind. Letzterer lässt sich zwar etwas ungewöhnlich bedienen, Sorgen muss man sich deswegen aber keine machen, denn die Bedienung ist recht intuitiv.

Wer seine Musik gerne auch mit anderen teilt, für den ist ShareMe mit an Bord: Damit kann man einen zweiten Kopfhörer via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden.

Was den Klang des Teufel betrifft, so ist er vor allem im unteren Frequenzbereich ausgeprägt und tiefenreich. Musik kommt insgesamt frisch und impulsiv rüber, ohne dabei allzu künstlich und aufgesetzt zu wirken. Einzige Ausnahme: Bei klassischer Musik wirkt es dann doch ein wenig eingedickt. Abhilfe schafft hier das Preset »Klassik«.

Und damit ist auch gleich eine der größten Stärken des Kopfhörers genannt: die vielen Anpassungsmöglichkeiten, die einem in der App zur Verfügung stehen. Zudem macht der Supreme On von Teufel einfach Spaß, wenn es etwas auf die Ohren gibt.

Perfekt beim Sport: AfterShokz Aeropex

Perfekt beim Sport

AfterShokz Aeropex

Der AfterShokz Aeropex deckt die Ohren nicht zu und der Schallwandler wird auch nicht in den Gehörgang gesteckt. Als sogenannte Knochenschall-Kopfhörer liegen sie stattdessen auf der hinteren Wange oberhalb der Schläfe auf und daher vor dem Ohr und nicht darin. Durch Vibrationen werden die Töne über den Schädelknochen ans Innenohr übertragen. Da das Gehör dabei frei bleibt, bekommt man alle Umgebungsgeräusche ungefiltert mit.

Die Aeropex werden um den Nacken gelegt, die Bügel kommen so über die Ohren, dass die Wandler oberhalb der Schläfen liegen. Die Kopfhörer lassen sich leicht bedienen: Rechts befindet sich die Ladebuchse und zwei Bedientasten – eine zum Ein- und Ausschalten, Koppeln und Lauterstellen und eine zum Leiserstellen.

Die AfterShokz wurden bei einer Radtour für die Navigation per Komoot getestet. Dabei störten weder die Brille noch der Fahrradhelm beim Tragen der Kopfhörer. Die Navigationsanweisungen kommen direkt ans Ohr, während der Durchsagen wird die Musik unterbrochen. Da man die Umgebungsgeräusche noch mitbekommt, kann man sich auf den Verkehr konzentrieren oder mit den Begleitern unterhalten.

 Test: Screenshot Aftershokz
Für die Ansagen der Navigation wird die Musik unterbrochen.

Der Klang kann überzeugen, auch wenn es ihm eventuell an etwas Punch im Tiefbassbereich fehlt. In Sachen Volumen können sich aber nicht mit ohrabschließenden oder geschlossenen Modellen mithalten. Die musikalischen Fähigkeiten reichen zur Berieselung aber allemal aus, vor allem weil man dennoch noch an der Außenwelt teilhaben kann.

Aus diesem Grund eignen sich die AfterShokz Aeropex vor allem für sportliche und andere Outdoor-Aktivitäten.

Preistipp: JBL Live 500BT

Preistipp

JBL Live 500BT

Test: Jbl Live 500bt
Der Live 500BT liefert guten Sound und bringt einige praktische Features mit.

Neben Schwarz gibt es die JBL Live 500BT auch noch in Weiß, Rot und Dunkelblau zu haben. Beim Over-Ear-Modell liegen die weichen Polster ultrabequem über den Ohren.

Neben der Lautstärkewippe und dem Ein-/Ausschalter sind noch weitere Tasten zu finden: Eine für den Sprachassistenten und eine für zwei Modi der Außengeräusche. Die können entweder vollständig durchgelassen werden oder man wählt den Talk-thru, in dem ausschließlich Stimmen zu hören sind, bspw. von Durchsagen.

Dass sich alle Bedientasten und der Anschluss für das Audiokabel rechts befinden, ist nicht gerade zuträglich für den Bedienkomfort. Da der Live 500BT allerdings auch von der JBL-App erkannt wird, kann man ihn bequem per Smartphone steuern. Die App bietet sogar einen Equalizer zur Klangeinstellung.

Klanglich ist der JBL eher modern abgestimmt, mit einem gesunden, aber nicht überzogenen Punch im Tieftonbereich. Quasi nahtlos schließt sich der Mittelhochtonbereich daran an, so mangelt es weder an räumlicher Darstellung noch an Detailtreue. So bekommt man beim Live 500BT viel Potential für sein Geld.

Was gibt es sonst noch?

Der Audio-Technica ATH-M50xBT ist der Vorgänger des ATH-M50xBT2 und wurde, genau wie sein Nachfolger, eigentlich für das Studio konzipiert. Dieser Umstand erklärt die hervorragende Klangqualität, denn der Kopfhörer meistert sowohl Höhen- als auch Tiefflüge im Klangspektrum gekonnt. Auch die Steuerung per App ist möglich, nur gibt es in dieser leider sehr wenige Funktionen. Auch lässt sich der Kopfhörer nur über Micro-USB aufladen, was die Ladezeit etwas limitiert. Ansonsten verfügt das erste Modell bereits über anpassbare Kopfbügel und Klangmuscheln, auch ein Audiokabel kann notfalls eingesetzt werden. Jedoch raten wir grundsätzlich zum ATH-M50xBT2, vor allem weil beide Modelle preislich gleichauf liegen.

Der Aventho Wireless ist eine On-Ear-Variante aus dem Hause Beyerdynamic und kommt mit dem gleichen Touchpad wie der Amiron Wireless. Auch in Sachen Klang ist der Kopfhörer eine Wucht und besticht mit feinen und exakten Bässen. Ebenso zeigt er keinerlei Schwächen in der mittleren oder mittelhohen Tonfrequenz. Das Design überzeugt durch Kompaktheit und edle Verarbeitung. Das macht ihn zu einem praktischen und gutaussehenden Begleiter für den Alltag, der im Sound fast keine Defizite zeigt.

Der Adidas RPT-01 ist mit der Schutzklasse IPX4 gegen Spritzwasser geschützt und hält sowohl Regen als auch Schweiß stand. Außerdem sitzt der Kopfhörer recht stramm auf den Ohren, sodass er beim Joggen in Position bleibt. Der Stoffbezug der Polster ist in Orange oder Grau erhältlich, wobei die graue Variante deutlich günstiger ist. Der Bezug kann mit den Polstern abgenommen und ausgewaschen werden. Auf der linken Seite befindet sich eine Taste für die Aktivierung der Sprachsteuerung, auf der anderen Seite ist eine Multifunktionstaste als großer Jogdial angebracht. Der Klang liefert eine Loudness-Charakteristik und ist auch bei geringen Pegeln angenehm füllig. Für manche Köpfe dürfte der Sitz des RPT-01 etwas zu stramm sein. Bei neuen Kopfhörern ist der Stoffbezug noch ein wenig kratzig.

Der Beoplay H4 von Bang & Olufsen kommt im minimalistischen skandinavischem Design mit exzellentem Klang. Ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die kleinen Tasten unterhalb der rechten Ohrmuschel, aber nach kurzer Zeit findet man sich auch hier intuitiv zurecht. Für diejenigen denen das zu fummelig ist, gibt es den Sprachassistenten, der durch eine einzelne Taste auf der linken Seite aktiviert wird. Im Klang merkt man, dass sowohl die tiefen Bässe, als auch die höheren Frequenzen minimal erhöht wurden, was jedoch nicht unbedingt stört und der Sound dennoch, dank großem Volumens und vielen Details, überwältigend ist. Über die Bang & Olufsen App kann der Klang noch angepasst werden.

Wissenswertes über Bluetooth-Kopfhörer

Beim Kauf von Bluetooth-Kopfhörern gibt es ein paar Dinge zu beachten, die wichtigsten sind natürlich die eigenen Vorlieben, Ansprüche und wie viel Geld man ausgeben möchte.

Unterschieden wird zwischen On-Ear, hier sitzen sie auf den Ohren und Over-Ear Modellen, bei denen das Ohr komplett von dem Kopfhörer abgedeckt wird. Beide Variationen habe Vor- und Nachteile, wichtig ist dabei das persönliche Wohlbefinden.

Ein ausschlaggebendes Kriterium ist selbstverständlich das Einsatzgebiet des Kopfhörers. Wer einfach nur Musik hören möchte, während er in die Arbeit fährt, benötigt nicht zwingend ein teures Gerät, wenn er nur über das Smartphone Musik abspielt. Besonders im Nachteil sind iPhone-User, da deren Geräte kein aptX-Codec unterstützen und sie sich somit mit minderer Soundqualität zufriedengeben müssen.

Für Musikfans oder Cineasten, für die auch der tiefste Bass perfekt klingen muss, lohnen sich die teureren Kopfhörer allemal, sie ermöglichen dann, dass man sich ohne Kabel, aber mit perfektem Sound, in der ganzen Wohnung oder im Haus bewegen kann.

Allgemein lässt sich sagen, dass bei den günstigeren Modellen die ganz tiefen Bässe nicht realistisch wiedergegeben werden können und versucht wird das durch einen erhöhten Oberbass auszugleichen. Für ein geübtes Ohr kann das unerträglich sein, wenn man aber mehr Geld ausgibt muss man sich mit diesem Problem nicht weiter beschäftigen.

So haben wir getestet

Das Wichtigste beim Test war selbstverständlich ein ausgewogener, facettenreicher und dynamischer Klang und das in allen Frequenzen, um das zu prüfen haben wir Musik der verschiedensten Genres abgespielt. Interessante Faktoren waren außerdem Bedienbarkeit und wie die Kopfhörer auf unterschiedliche Entfernung der Abspielgeräte reagieren. Selbstverständlich wurden auch Verarbeitung, Material und Design genauestens untersucht.

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