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 Test: Vier Receiver

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Perfekter KlangRöhrenverstärkerHinguckerFürs StreamingMit Einmess-Mikrofon
Test: Denon Pma 150hTest  Stereo-Receiver um 500 Euro: Magnat MR 780Test: Advance Playstream A5Test: Audiolab 6000a PlayTest: Yamaha Musiccast R N803d
Modell Denon PMA-150H Magnat MR 780 Advance Acoustic PlayStream A5 audiolab 6000A Play Yamaha R-N803D
Pro
  • Sehr guter Klang
  • DAB+ und FM mit RDS an Bord
  • Dank WLAN, LAN und Bluetooth umfassend netzwerkfähig
  • Sehr guter Klang
  • DAB+ und FM integriert
  • Bluetooth mit aptX-Übertragung
  • Sehr guter Klang
  • Außergewöhnliches Design
  • DAB+ und FM mit RDS integriert
  • Echter Netzschalter auf der Rückseite
  • Hervorragender Klang
  • DTS Play-Fi integriert
  • Echter Netzschalter auf der Rückseite
  • Hervorragender Klang
  • Hohe Leistungsreserven
  • Einmessung auf die Raumakustik
Contra
  • Kein Phono-Eingang
  • Kein Netzwerk
  • Kein Radio integriert
  • Bluetooth nicht mit aptX kompatibel
Bester Preis
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Stereo-Receiver um 1000 Euro im Test

Auch Geräte bis 1000 Euro haben wir uns angesehen und sie natürlich getestet. Wir wollten sehen, ob teure Geräte mehr bieten als günstige und welche Unterschiede es zwischen den einzelnen Receivern gibt.

Perfekter Klang: Denon PMA-150H

Perfekter Klang

Denon PMA-150H

Test: Denon Pma 150h
Der Denon PMA-150H ist Streaming fähig und unterstützt dank Heos App auch Multiroom-Audio.

Mit dem PMA-150H hat Denon einen Nachfolger des DRA-100 auf den Markt gebracht. Der ist nicht nur massiger und schwerer, sondern hat auch das ein oder andere Extra verbaut.

Neu ist beispielsweise der rückseitig angebrachte USB-A-Port. Damit können Medieninhalte nun direkt vom PC gestreamt werden. Unverändert ist hingegen die Anschlussmöglichkeit für den Kopfhörer geblieben, die nach wie vor dazu in der Lage ist, sich den Leistungsbedürfnissen des jeweils angeschlossenen Kopfhörers anzupassen, der Kombi-Tuner sorgt für UKW und DAB+-Empfang.

Natürlich ist der Denon auch Multiroom-fähig, am besten funktioniert das mit der Heos-Infrastruktur, die übrigens auch von Marantz-Geräten unterstützt wird.

Bei den Quelleneingängen stehen zwei analoge und drei digitale Eingänge zur Auswahl, womit wohl die meisten Anwendungsszenarien abgedeckt sind. Seine eigentlichen Stärken hat der PMA-150H aber vor allem bei der Übertragung via Bluetooth und WLAN. Steht die Internetverbindung erst einmal, hat man Zugriff auf zahlreiche Streaming-Dienste, sowie Internetradio. Bei all den modernen Schnittstellen, die im Denon verbaut sind, gibt es aber auch Anlass zur Kritik, denn wenn man bei der Bluetooth-Verbindung den Song wechselt, führt das zu einem sehr unangenehmen Stottern, das aus den Lautsprechern dröhnt.

Der Klang des PMA-150H ist über alle Zweifel erhaben. Dabei ist es völlig egal, von welcher Quelle der Bolide sein Signal bezieht, das Ergebnis ist immer hervorragend. Feinste musikalische Nuancen lassen sich damit ebenso den Lautsprechern entlocken, wie der berüchtigte »Wumms«, wenn es darauf ankommt. Dabei kommt es dem Denon immer darauf an die Musik möglichst originalgetreu wiederzugeben, Schönfärberei betreibt er hingegen nicht.

Will man krampfhaft einen Grund zu meckern finden, dann ist das wohl der nicht vorhandene Phono-Eingang sowie die Tatsache, dass man nur ein Lautsprecherpaar anschließen kann. Bis auf diese beiden kleinen Makel kann der PMA-150H aber alles, was ein guter Receiver können muss.

Röhrenverstärker: Magnat MR 780

Röhrenverstärker

Magnat MR 780

Test  Stereo-Receiver um 500 Euro: Magnat MR 780
Der Magnat bringt moderne digitale Quellen mit Röhrenverstärkertechnik in Einklang.

Beim Magnat MR 780 werden zunächst 30 Sekunden auf dem Display runtergezählt nachdem das Gerät eingeschaltet wurde, danach klackt es und die Bahn zu den Lautsprechern ist frei. Neben dem Display rechts erkennt man, wofür diese Zeit da ist: Die Röhren wurden hinter Glas effektvoll inszeniert, so sieht man beim Aufwärmen die Glühdrähte.

Wir wollen nicht viel über Röhrentechnik erzählen, aber die Elektronenröhren müssen erst aufheizen, wenn sich richtig arbeiten sollen. Das war früher lästig, heute dauert bei vielen modernen Komponenten aber das Hochfahren auch so lange. Aber hat das Röhrensystem Vorteile gegenüber Halbleitern? Optisch machen die Röhren natürlich einiges her und ihnen wird ein ähnlicher akustischer Effekt zugesprochen.

Man kann nachweisen, dass durch die Röhren Verzerrungen erzeugt werden, harmonische, auf den Grundton bezogen. So werden sie als eher angenehm empfunden, ganz im Gegensatz zu Transitvorverstärkern, die finden manche beim Klang zu kühl oder clean. Bei unserem Gerät finden sich nur im Vorverstärker Röhren, also wird der »Röhrensound« im Anschluss von Transistor-Endstufen verstärkt.

Auch hier ist das Bluetooth-Modul hinten fest angedockt. So spart man sich die Antenne. Insgesamt ist das Gerät zugänglich für viele Quellen, analoge und digitale. Dazu zählt auch der Phono-Eingang.

Eine Bluetooth-Verbindung geht schnell, für die Übertragung nutzt man den aptx-Codec, das zeigt das Gerät auch auf dem Display an, daneben noch weitere Infos zum Musikstück, falls vorhanden.

Beim Klang waren wir von dem Detailreichtum überrascht, hier bekommt man eine fast schon plastische Räumlichkeit, die Bühne steht mehr oder weniger dreidimensional herum um die Boxen. Auch bei den hohen Pegeln hat man nicht den Eindruck, dass er die Kontrolle über die Lautsprecher verlieren würde.

Der Magnat MR 780 eignet sich für Nostalgiker und auch all jene, die wert auf DAB+ und Bluetooth-Streaming legen.

Hingucker: Advance Acoustic Playstream A5

Hingucker

Advance Acoustic PlayStream A5

Test: Advance Playstream A5
Der PlayStream A5 sieht nicht nur gut aus, er ist auch umfassend netzwerkfähig und hat ordentliche Leistungsreserven.

Zwar gibt es beim Playstream A5 kein CD-Laufwerk, dafür kann der Receiver im klassischen Hi-Fi-Maß (43 Zentimeter) allerdings mit einem berührungsempfindlichen Bedienkonzept punkten. Auch das Display mit seiner hohen Auflösung hat uns im Test gut gefallen.

Die Rückseite geizt zwar nicht mit Anschlussmöglichkeit, trotzdem macht sie aber einen recht aufgeräumten Eindruck. Besonders interessant ist die verbaute Phone-Stufe, bei der sich nämlich, je nach Abtast-System, eine andere Stufe einstellen lässt. Insgesamt stehen drei zur Auswahl.

Der Receiver von Advance Acoustic ist für Datenträger jeglicher Couleur geeignet, von der Schallplatte bis zum Stream ist er für alles zu gebrauchen. Für die Bluetooth-Verbindung ist auch gesorgt, ein entsprechender Dongle ist im Lieferumfang enthalten. Eine Internetverbindung kann man wahlweise über LAN, oder WLAN herstellen.

Ein Hingucker sind die beleuchteten VU-Meter, die aber mehr aus optischen, denn aus funktionellen Gründen verbaut sind, denn für die Klangqualität ist es bei diesem Receiver unerheblich, ob viel oder wenig Leistung anliegt.

Im Vergleich zu seinem kleineren Bruder ist der Auftritt des Playstream A5 deutlich souveräner, leistungshungrige Boxen bekommt er problemlos versorgt und auch aus analogen Quellen zaubert er ein hervorragendes Signal. Diese Leistungsfähigkeit, gepaart mit dem außergewöhnlichen Design, macht den Playstream A5 zu einer Empfehlung.

Fürs Streaming: Audiolab 6000A Play

Fürs Streaming

audiolab 6000A Play

Test: Audiolab 6000a Play
Der 6000A Play von audiolab ist mit DTS Play-Fi kompatibel, und liefert ein besonders authentisches Klangerlebnis.

Der 6000A Play von Audiolab ist mit modernster Technik ausgestattet. Bluetooth beherrscht der Receiver ebenso wie die Verbindung ins Internet via LAN oder WLAN.

Zudem gibt es die Möglichkeit, des Audiolab als DTS Play-Fi Device zu nutzen. So kann man auf das Angebot sämtlicher Streaming-Dienste zugreifen und auch die Einbindung in ein Multiroom-System ist damit möglich. Während es bei anderen Herstellern beim Multiroom-System die ein oder andere Einschränkung gibt, ist man hier kaum markengebunden.

Auch ein USB-Anschluss hat Audiolab dem Receiver spendiert. Glücklicherweise ist trotz der vielen digitalen Anschlüsse auch eine Phone-Buchse verbaut, dem Anschluss an einen Plattenspieler, selbst wenn dieser keinen Vor-Verstärker integriert hat, steht also nichts im Wege.

Beim Bedienkonzept ist die Fernbedienung eine echte Schwachstelle, weil man damit die jeweilige Quelle nicht direkt anwählen kann. Dafür war der Receiver ruckzuck ins Netzwerk eingebunden. Im Klangtest schließlich kamen die Stärken des Receivers voll zur Geltung.

Auf Seiten des Receivers wird kein Einfluss auf den Klang genommen, weder kommt etwas hinzu, noch weg. Auch die räumliche Abbildung hat uns hier sehr gut gefallen. Während der 6000A Play äußerlich auf Understatement setzt, gibt es im Inneren neueste Technik gepaart mit einem hervorragenden Klang.

Mit Einmess-Mikrofon: Yamaha R-N803D

Mit Einmess-Mikrofon

Yamaha R-N803D

Test: Yamaha Musiccast R N803d
Der Yamaha R-N803D lässt sich auf die Raumakustik einmessen und hat die wichtigsten Streaming-Dienste integriert.

Der R-N803D von Yamaha war nicht nur einer der ersten Stereo-Receiver mit Einmess-Automatik, ist auch einer der wenigen, der das passende Mikrofon dafür mitliefert und sich nicht auf die eingebauten Smartphone-Lautsprecher verlässt.

Für das Einmessen braucht der Yamaha circa eine Minute. Diese Zeitspanne reicht, um alle relevanten Daten, wie beispielsweise die Raumgröße, oder die Reflexionseigenschaften zu erfassen und den Ton entsprechend anzupassen.

Auch bei den Netzwerkoptionen hat der Receiver einiges zu bieten, was zum einen an der Möglichkeit liegt, zwischen WLAN und LAN wählen zu können und zum anderen daran, dass Dienste wie Napster, Deezer oder Spotify bereits vorinstalliert sind. Auch DAB+ und UKW sind vorhanden.

Insgesamt lassen sich mit dem Yamaha vier Stereo-Boxen (zwei paar) betreiben, genug Leistungsreserven dafür hat er auch. Klanglich kommt der R-N803D sehr dezent rüber, er kann aber auch nahtlos ins Grobe wechseln.

Was gibt es sonst noch?

Der Quad Vena 2 ist beim Design funktional gehalten, langweilig sieht das aber gar nicht aus. Erhältlich ist er in Silver und Lancester-Grau, gegen Aufpreis auch noch in der Black Gloss Version.

Schön sein ist aber nicht alles, so findet man hier auch die modernste Technik. Es gibt sowohl digitale Schnittstellen als auch einen Phono-Anschluss hinten. Zudem noch eine USB-B-Buchse zum Streamen vom PC sowie zwei analoge Eingänge.

Die Quellen sortiert man per Fernbedienung oder am Gerät vorne. Beim Lautstärke-Steller kann man auch per Fernbedienung die Lautstärke ändern, hier wird dann der Drehknopf durch einen Motor gedreht. So dreht das Gerät beim Einschalten erst die Lautstärke runter, je nach letzten Einstellung ist das praktisch.

Auch die Bluetooth-Verbindung lässt sich schnell herstellen, wenn möglich nutzt sie den aptX-Codec für die Übertragung. Aber beim Komfort muss man hier Abstriche machen, denn ein Display ist nicht vorhanden. So weiß man nicht, welche Musikstück gerade läuft und kann nicht per Fernbedienung einfach durch die Stücke zappen, das ist nur am Smartphone als Quellgerät möglich.

Die Klangqualität ist aber dennoch gut, die Staffelung vom Musikgeschehen ist eindrucksvoll, in Tiefe wie auch Breite, vor allem bei Live-Aufnahmen zahlt sich das aus. Konzert-Feeling bekommt man hier direkt ins Wohnzimmer. Details gehen auch bei komplexeren Aufnahmen nicht verloren und auch große Lautstärken sind kein Problem.

Auch viele Moderne Quellen werden hier zu Gehör gebracht, zu groß ist er dabei nicht und die Gehäusevarianten gefallen uns auch.

Beim Denon DRA-100 gibt es nicht die üblichen 43 Zentimeter in der Breite, er ist eher würfelförmig. Dafür bekommt man aber auch ein Designerstück mit fünf Kilo Gewicht.

Die Frontpartie ist schwarz und wird von einem dreizeiligen Display dominiert, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Der Boden und Deckel bestehen aus Aluminium mit gebürsteter Oberfläche.

Links und rechts vom Display befinden sich der Lautstärkesteller und das Bedienfeld mit Steuerkreuz fürs Aus- und Einschalten. Kopfhörer- und USB-Buchse sind auch da.

Der Kopfhörerausgang eignet sich für 6,3-mm-Klinkenstecker und kann im Menü dreistufig an den Kopfhörer-Energiebedarf angepasst werden. Auch Hörer mit einer niedrigen Impedanz lassen sich anschließen, ebenso ein hochohmiges Studio-Modell.

Die Auswahl bei den Quelleneingängen ist klug, es gibt drei digitale Eingänge, zwei davon sind optisch (Toslink) und einer elektrisch (koaxial). Somit deckt das den Bedarf gut ab. Außerdem gibt es noch zwei analoge Eingänge.

Die zwei Antennen sowie die LAN-Schnittstellen sind die Stärken des Geräts. Über Bluetooth wird Kontakt mit dem Smartphone aufgenommen oder auch anderen Quellen, die kompatibel sind. Er kann per WLAN auch ins Netzwerk eingebunden werden und hat dadurch auch Zugang zum Internet, etwa zu Spotify.

Aber man kann alternativ auch eine LAN-Verbindung nutzen.

Jedoch bringt die Netzwerk-Integration das eigentlich recht simple Bedienkonzept an seine Grenzen. Wirklich feststellen, ob das dreizeilige Menü die Einstellungen nun übernommen hat, kann man lange nicht.

Aber bei der manuellen Installation besteht die Möglichkeit, dass das Gerät über WPS-Knopfdruck ins Netz kommt. So müssen keine Zugangsdaten über die Fernbedienung eingegeben werden.

Beim Bluetooth-Pairing sieht es anders aus. Vorne am Gerät gibt es ein NFC-Logo. Kompatibles Smartphone dranhalten und schon verbinden sich die Geräte.

Beim täglichen Gebrauch dürfte es auch keine Schwierigkeiten geben, man kann das Internet-Radio nutzen und den Eingang in der Übersicht auswählen. Auch die Fernbedienung ist angenehm übersichtlich, alle Eingänge können per Tastendruck gewählt werden.

Unabhängig von der Quelle wird vom Gerät immer das Beste aus der Musik herausgeholt. Der Klang ist ebenso wie sein Äußeres elegant. Hier wird eher auf dezente Zurückhaltung gesetzt, wenn die Musik das erfordert.

Episches wie FEAR von Marillion wird in der ganzen Dynamik des Albums ausgegeben, leises aber vernehmbares Vogelgezwitscher, das Spannungsfeld steigert sich sukzessive bis zum musikalischen Höhepunkt.

Aber die Boxen können auch unmittelbar zupacken, sei es beim Nachschnarren vom hart gezupften Bass oder bei knackigen Schlägen auf der Bass-Drum. Allzu bissigen Zischlauten wird die Schärfe genommen, das ist auf Dauer sehr angenehm.

Mit Details nimmt er es genau, das merkt man beim Quellen-Wechsel. Wenn man von Bluetooth zur CD-Wiedergabe wechselt oder Hi-Res-Audio-Zuspielung über Netzwerk oder USB wählt, gibt es noch Details, die vorher gar nicht wahrgenommen wurden und die Bühne steht stabiler im Raum, wird dreidimensionaler.

Beim A/B-Vergleich eines Stücks werden prinzipbedingte Mängel bei der Bluetooth-Übertragung sichtbar. Der Denon macht diese Unterschiede hörbar.

Nachteile gibt es durch die Kompromissbereitschaft des Geräts. Da wären einerseits die Gehäuseabmessungen, die passen zu den Abmessungen der meisten HiFi-Geräte nicht.

Außerdem beschränkt sich das Gerät auf ein Lautsprecherpaar.

Der Phono-Eingang fehlt, aber das dürfte nur Liebhaber von Vinyl stören, mit einem externen Phono-Verstärker lässt sich das Problem aber lösen, könnte jedoch bei der Optik stören.

Den NAD C 368 kann man bei Bedarf mit MDC-Modulen aufrüsten. Ebenso wie unsere erste Empfehlung ist auch er offen für analoge und digitale Quellen, so ist er flexibel. In der Grundausstattung gibt es keine Anbindungen an WLAN oder LAN. Dafür wird ein Modul benötigt, das kann man aber optional kaufen, es kostet aber stolze 500 Euro.

Mit dem Pioneer NC-50DAB kann man beinahe die komplette HiFi-Anlage ersetzen, jedoch mit Kompromissen. Der Preis ist gut und analoge Anschlüsse gibt es auch, der Klang ist ebenfalls toll. Dafür gibt es aber keine NFC-Unterstützung und das CD-Laufwerk könnte auch besser sein. Dennoch bekommt man hier einiges für sein Geld.

Wem eine komplette Vernetzung zu weit geht, der sollte sich den Cambridge CXA60 ansehen. Hier kann Musik übers Smartphone in CD-Qualität ausgegeben werden. Dafür verzichtet man aber auf Netzwerkfunktionen, Bluetooth gibt es jedoch. Wer die HiFi-Anlage erweitern möchte, wird hier fündig.

Wissenswertes über Stereo-Receiver

Bis vor ein paar Jahren war ein Receiver noch ein Vollverstärker samt eingebautem Radio mit einigen Eingängen für andere Quellen. Auch heute funktionieren Kombis von Lautsprechern, Receiver und CD-Playern noch, groß verändern muss man also nichts.

Aber viele davon kommen mit modernen Quellen wie Netzwerk oder Smartphone nicht klar. Nun gäbe es die Möglichkeit, Zusatzgeräte zu nutzen, das wäre aber nicht schön und unübersichtlich.

Wenn dann aber ein neuer Stereo-Receiver her soll, gilt es zuerst, einiges zu bedenken. Braucht man WLAN, Bluetooth oder LAN und verschiedene Eingänge? Nutzt man noch analoge Zuspieler und hat man noch einen Plattenspieler zuhause?

Innere und technische Werte sind nicht alles, auch das Design ist wichtig. Immerhin steht die HiFi-Anlage meist präsent im Raum, der Receiver sollte also zum Rest passen.

Das Angebot bei den Stereo-Geräten ist überschaubarer als früher, aber hier werden teils komplett neue Schwerpunkte gesetzt. Bei Technik wie auch beim Design. Neben dem klassischen Maß von 43 Zentimetern in der Breite gibt es auch Geräte, die dem Standard bewusst nicht entsprechen.

Hi-Fi gut vernetzt – WLAN, LAN und Bluetooth

Klassische Quellen verlustfrei und adäquat wiederzugeben ist kein Problem mehr. Zudem wird zunehmend auf digitale Musikquellen gesetzt und viel Knowhow wird angewandt, damit über Bluetooth und Netzwerk eine bestmögliche Wiedergabequalität erzielt wird.

Weder WLAN noch LAN sind dabei ein Problem, verfügbare Protokolle und Bandbreiten sind ausreichend, um die Musik sogar teils in einer besseren Qualität als mit einer CD an das Gerät und dann den Lautsprecher zu bringen.

Es wird nur schwierig, wenn das Ganze drahtlos über Bluetooth erfolgen soll. Das war ursprünglich nur bei PC-Maus oder Tastatur, also geringem Datendurchsatz möglich oder beim Telefonieren mit dem Headset. Audio-Daten sollen aber möglichst ohne Störungen und in einer hohen Datenrate übertragen werden, daher wurde das Ganze um den aptX-Codec erweitert.

Im Smartphone werden die Daten in einen aptX-Container gepackt und der dann an den Empfänger geschickt und dort wird alles entpackt. Wenn Empfänger und Quelle mit aptX-Codec kompatibel sind, wird die Musik immerhin in CD-Qualität übertragen.

Per Kabel vom Smartphone – eine Alternative?

Wenn man die Audio-Dateien hochauflösend möchte, braucht man ein Kabel, außer man benutzt das WLAN. Wenn man per Quobuz, Deezer oder Tidal streamt, will man mehr als CD-Qualität, außerdem sind Funkverbindungen störungsanfälliger.

Das kann man vermeiden, wenn das Signal über den Kopfhörerausgang vom Smartphone zum Verstärker übertragen wird. Besser noch, man nutzt einen externen DAC mit Line-Ausgang. So wird die Vorverstärker- und Wandlerelektronik von Smartphones, die meist ohnehin minderwertig ist, umgangen. Das Signal kommt ziemlich unbeschadet beim Receiver an und wird dann an den Lautsprecher weitergeleitet.

So haben wir getestet

Wir haben auf alles wichtige geachtet: zunächst ist die Installation wichtig. Die sollte so verlustfrei wie möglich gehen, vor allem die Einbindung ins Netzwerk mit vorhandenen Bluetooth-Quellen. Bestenfalls stöpselt man hier nur die Eingänge in die richtige Buchse.

Danach ging es um den Gebrauch im Alltag. Hier ist eine übersichtliche Bedienstruktur wichtig auf der Fernbedienung und auch am Gerät selbst. Zudem sollte es möglich sein, den Receiver per App und Smartphone zu bedienen.

Auch der Klang ist entscheidend. Jedoch sind die Unterschiede hier geringer als etwa bei Kopfhörern oder Lautsprechern. Erst beim direkten Vergleich merkt man die Unterschiede bei den Receivern.

Wir haben dazu die Testgeräte mit hochauflösendem Material über Bluetooth versorgt, wenn möglich wurden auch die gleichen Stücke per CD über die digitalen und analogen Eingänge eingespeist. Damit können Unterschiede gut erkannt werden, ebenso die Schwachstellen von Übertragungswegen.

Bei den Lautsprechern hatten wir ein Paar Nubert Nubox 513, um einen Vergleich zu bekommen, haben wir die Receiver aber auch mit Aurum Megan VIII von Quadral verkabelt, die haben eine vorzügliche Auflösungsfähigkeit. Die blaue Hintergrundbeleuchtung und die VU-Meter machen den PlayStream 5 zu einem echten Hingucker.

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