Internetradios im Test: Testsieger um 100 Euro ist das Medion Life P85111.

Internetradios im Test : Mehr als nur Radio hören

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Veröffentlicht 16.03.2020

In verschiedensten Preisklassen sind Internetradios erhältlich. Während die günstigeren Modelle für den Gebrauch zuhause meist schon ausreichend sind, bekommt man für mehr Geld oft zusätzliche Anschlussmöglichkeiten, ein CD-Laufwerk oder einen noch kräftigeren Klang.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Trotz allen technischen Weiterentwicklungen im Videobereich in den vergangenen Jahrzehnten ist das Radio noch nicht verschwunden. Im Gegenteil, auch hier wurden bedeutende Fortschritte gemacht. Dabei hat sich das Radio als fester Bestandteil unserer Kultur etabliert. Menschen stellen ihre Radios in verschiedenen Räumen auf oder gebrauchen sie als Wecker. Für manche dient es eher der Unterhaltung, andere möchten sich informieren – gerade auch über regionale Themen.

Dennoch haben sich die technischen Voraussetzungen drastisch geändert. Was einst als UKW-Radio mit bescheidenem Klang begann, hat sich durch die Digitalisierung über DAB/DAB+ zu einem Medium entwickelt, dass nun über Internet mit unzähligen, verfügbaren Sendern empfangbar ist.

Der Vorteil von Internetradios gegenüber Digitalradios ist offensichtlich: Via Internet stehen deutlich mehr Sender zur Verfügung, meist sogar ohne Werbung. Dabei muss man nicht einmal auf die klassischen Radiosender verzichten, die mittlerweile ebenso über Internet streamen. Solange man also WLAN oder genug Datenvolumen hat, sticht das Internetradio seine Vorgänger aus. Die meisten Internetradios haben darüber hinaus auch DAB+ integriert oder unterstützen sogar noch UKW.

Wir haben insgesamt 46 Internetradios aus verschiedenen Kategorien getestet. Davon sind aktuell noch 44 erhältlich. Letztendlich haben wir die Geräte in drei Preisklassen aufgeteilt. Internetradios um 100 Euro, um 200 Euro und die, die zusätzlich ein CD-Laufwerk integriert haben und deshalb meist noch teurer sind. Gerade diese kostspieligeren Modelle verfügen aber über eindrucksvollen Sound und vielfältige Anschlüsse. Manche sind eher für die heimische Küche geeignet, andere kann man auch auf Reisen mitnehmen.

 Internetradios Test: Sub Dir

Die besten Internetradios um 100 Euro

Im Bereich von 55 bis 160 Euro bekommt man bereits Internetradios, die zwar einfach, aber dennoch gut ausgestattet sind und schon einen bemerkenswerten Sound vorweisen können. Insgesamt 18 Geräte fallen in diese Kategorie, darunter einige mit besonderen Eigenschaften.

Premiummodell: Imperial Dabman i205

Für seinen – in dieser Kategorie – stolzen Preis hat das Imperial Dabman i205 einiges zu bieten. Das wahlweise schwarze oder dunkelbraune Holzdekor verleiht dem Dabman i205 ein dezentes Aussehen, das zudem leicht zu pflegen ist. Wirklich überzeugen kann man allerdings mit der Ausstattung, die nichts zu wünschen übrig lässt.

Beim Design unterscheidet sich Imperial wenig von vielen anderen Internetradios. Rechts und links befindet sich jeweils ein Lautsprecher, dazwischen das Display mit den Tasten. Zur Navigation durch das Menü gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man nutzt den großen Drehknopf in der Mitte oder aber das Steuerkreuz auf der mitgelieferten Fernbedienung. Auf der Fernbedienung befinden sich überhaupt viele Tasten, weswegen diese doch etwas klein geraten sind.

Eine gute Struktur weist das Menü auf dem Display auf. Bei der ersten Nutzung kann man das Dabman i205 zudem schnell und unkompliziert über WPS ins eigene WLAN integrieren. Falls kein WLAN besteht, so ist ebenso eine Verbindung per LAN-Kabel möglich. Der passende Anschluss befindet sich auf der Rückseite, ebenso wie Netzschalter und Kopfhörer-Buchse. Bei dieser wäre es praktischer gewesen, sie auf die Vorderseite zu legen. Dort befindet sich stattdessen ein USB-Anschluss, über den Musik von Speichermedien abspielbar ist. Die Tracks werden dann auf dem Display angezeigt und lassen sich auch dort auswählen.

Einmal mit dem heimischen Netzwerk verbunden können nicht nur unzählige Radiosender gehört, sondern auch viele Streaming-Plattformen genutzt werden. Spotify ist sogar via eigene Menütaste erreichbar, alle anderen (u.a. Napster, Deezer, Tidal, Qubuz, Palco MP3) sind auch schnell eingerichtet.

Egal ob über Internet, DAB+ oder UKW empfangen wird: Die Radiosender werden im Menü sinnvoll kategorisiert. So lassen sich Sender bestimmter Genre leicht finden, aber auch beispielsweise Regionalsender. Lieblingssender können einem festen Speicherplatz zugeordnet werden und sind dann per Tastenkombination auf der Fernbedienung anwählbar.

Aber wie klingt das Ganze nun? Die beiden Lautsprecher machen für die niedrigste Preisklasse insgesamt einen sehr erstaunlichen Job. Solange nicht Musik mit extrem hoher Lautstärke gehört wird, ist der Sound einwandfrei. Außer einer Bassreflex-Öffnung gibt es für die tiefen Töne keine weitere Unterstützung, was Fans von kräftigen Bässen vielleicht missfallen könnte.

Wer die Klangeinstellungen manuell verändern möchte, kann dies über die »EQ«-Taste auf der Fernbedienung tun. Daneben stehen auch vorgefertigte Einstellungen für bestimmte Musikrichtungen wie Klassik, Rock oder Pop zur Verfügung.

Gegenüber anderer Internetradios in dieser Preiskategorie ist das Imperial Dabman i205 zwar recht teuer, aber es ist eben letztendlich noch die niedrigste Klasse. Dafür bekommt man hier für sein Geld schon reichlich viel. Kleine Einbußen im Klang müssen bei den Bässen in Kauf genommen werden, von der technischen Seite her überzeugt das i205 aber auf ganzer Linie.

Handlich: Blaupunkt IRD 300 WH

Handlich

Blaupunkt IRD 300 WH

Klanglich ist das Blaupunkt IRD 300 WH dank Stereo-Lautsprechern durchaus eine Weiterentwicklung zu einem seiner Vorgänger aus gleichem Hause, dem IR 20. Im Vergleich zur Konkurrenz ist er dennoch nur Mittelmaß, was hauptsächlich am fehlenden Subwoofer liegt. So muss das ganze Frequenzband nur mit den beiden Lautsprechern abgedeckt werden.

Punkten kann das IRD 300 WH mit Bluetooth. Die Bluetooth-Paarung läuft genauso schnell und problemlos ab wie die Integration ins heimische WLAN. Dagegen fehlt allerdings eine USB- und eine Kopfhörer-Buchse.

Die Standard-Bedienoberfläche wird auch von Blaupunkt verwendet, die einzige Individualität liegt im Aufleuchten des Blaupunkt-Logos beim Start. Sowohl mit Fernbedienung als auch mit den Tasten kann das Display, das insgesamt flüssig läuft, gesteuert werden.

Aufgrund der geringen Größe ist das IRD 300 WH sehr handlich und eignet sich gut für Leute, die nicht so viel Platz haben. Der Klang ist solide, reißt aber keine Bäume aus. Für viele Nutzer stellt dagegen Bluetooth einen großen Vorteil dar.

Preiswert: Xoro DAB 600 IR

Presiwert

Xoro DAB 600 IR

Test Internetradio: Xoro DAB 600 IR
Das DAB 600 IR bietet viel Radio zum kleinen Preis.

Als echtes Schnäppchen ist das DAB 600 IR von Xoro zu haben. Trotz des kleinen Preises empfängt das DAB 600 IR auch DAB+ und UKW und ist somit erstaunlich vielseitig. An der Standardoberfläche ist auch hier sehr wenig verändert worden, sie reagiert absolut flüssig. Die Einsparungen zeigen sich eher darin, dass etwa keine Streaming-Dienste vorinstalliert sind oder kein RDS (Radio Data System, also die Übertragung von Zusatzinformationen wie etwa des Sendernamens) beim UKW-Empfang möglich ist.

Das nussbaumfarbene, aus Holz gefertigte Gehäuse bietet eigentlich eine stabile Grundlage für einen kräftigen Klang in. Die links und rechts vom Display befindlichen Lautsprecher sollten ebenso eine passable Stereobreite liefern. Dennoch kann das DAB 600 IR klanglich nicht ganz mit der teureren Konkurrenz mithalten.

Wer aber sparen möchte und sich nicht so sehr um Finessen im Sound kümmert, für den ist das DAB 600 IR auf jeden Fall eine ordentliche Option. Immerhin ist es beim Empfang sehr vielseitig.

Reisebegleiter: Pure Elan IR5

Wer auf Reisen nicht auf sein Internetradio verzichten möchte, dem sei das Pure Elan IR5 ans Herz gelegt. Nicht nur ist das Elan IR5 klein und leicht, sondern das Netzteil ist auch mit Reiseadapter ausgestattet, womit man es gut im Ausland nutzen kann. Aber auch ohne verfügbare Steckdose ist das Elan IR5 mit AA-Batterien oder -Akkus verwendbar.

DAB+ und UKW werden leider nicht unterstützt, deswegen muss Musik über WLAN gestreamt werden. Möglich ist aber auch eine Verbindung über Bluetooth etwa mit dem Smartphone. Spotify ist übrigens mit eigenem Icon ins Menü integriert und lässt sich so schnell verwenden.

Beim Sound macht sich die geringe Größe des Elan IR5 bemerkbar. Zwar klingt es besser als die meisten Smartphones, aber es passt eben nur ein Lautsprecher in das Gehäuse. Für den Mono-Betrieb ist der Klang in Ordnung und kann mit Presets oder Klangreglern optimiert werden.

Die Bedienoberfläche hebt sich optisch nicht wirklich von Modellen anderer Hersteller ab und ist insgesamt übersichtlich. Eine Fernbedienung sucht man vergebens, es müssen also immer die Tasten am Radio selbst zur Bedienung benutzt werden.

Das Pure Elan IR5 sammelt gerade durch seine Mobilität Pluspunkte, so kann man es immer problemlos im Handgepäck mitnehmen. Für die Größe ist der Klang absolut annehmbar. Musik kann man allerdings nur über WLAN oder per Bluetooth streamen.

Ohne Lautsprecher: TechniSat Digitradio 110 IR

Ohne Lautsprecher

TechniSat DIGITRADIO 110 IR

Beim TechniSat Digitradio 110 IR fällt sofort auf, dass das Display in Relation zur Gesamtfläche äußerst groß ausfällt. Eigene Lautsprecher gibt es gar nicht, man ist daher darauf angewiesen, das Digitradio 110 IR etwa mit einer Stereoanlage zu verbinden. Dafür besteht ein optischer und ein analoger Digitalausgang. Logischerweise ist man dadurch nicht so mobil, da es eben nur in Kabelnähe zur Stereoanlage Musik abspielen kann.

Ist das Digitradio aber einmal mit einer Stereoanlage verbunden, bietet es eine Vielzahl von Funktionen. Neben den Internet-Radiosendern und Streaming-Diensten wie Spotify sind DAB+ und UKW empfangbar. Via Bluetooth kann man außerdem das Smartphone verbinden.

Die Bedienoberfläche ist auch aufgrund der Größe des Displays sehr vielfältig. Gesteuert wird sie über die mitgelieferte Fernbedienung oder auch per eigene App.

Gerade wer also schon eine Stereoanlage zuhause hat, für den ist das TechniSat Digitradio 110 IR sehr interessant. Die Vielseitigkeit des Digitradios und der vergleichsweise kleine Preis kombiniert mit dem Klang einer eigenen, guten Stereoanlage ist als Gesamtpaket durchaus überzeugend.

UNDOK-basiert: Hama IR80MBT

UNDOK-basiert

Hama IR80MBT

Angelehnt an Boses SoundTouch-Familie ist das IR80MBT von Hama. Eigentlich ist das Gerät nur ein einzelner, WLAN-fähiger Lautsprecher. Wer möchte, kann sich mit einem zweiten IR80MBT zu einem Stereo-Pärchen upgraden. Dann kann per Umschalter auf der Rückseite eines jeden Geräts der jeweilige Lautsprecher als linker oder rechter Lautsprecher definiert werden.

Hama setzt bei der Bedienung nicht auf ein hauseigenes System, sondern auf die UNDOK-App, die somit sehr wichtig für eine reibungslose Nutzung ist. Diese muss auf einem Smartphone oder Tablet installiert werden, wonach man über WLAN eine Verbindung zum IR80MBT einrichtet. Besteht die WLAN-Verbindung einmal, so kann jedes Smartphone mit UNDOK-App im Netzwerk den Lautsprecher steuern. Nach der Einrichtung über Smartphone kann der Lautsprecher auch über eine Fernbedienung bedient werden.

Die Musikauswahl beschränkt sich somit auf Internet-Radiosender und Streaming-Dienste. Das IR80MBT kann übrigens auch ohne WLAN als normaler Bluetooth-Lautsprecher genutzt werden.

Klanglich ist schon ein einzelner Lautsprecher erstklassig, als Stereo-Pärchen beschallen sie problemlos ganze Räume wie ein Wohnzimmer oder Büro. Mit UNDOK-App ist die Bedienung nach der Einrichtung bequem, weswegen Hama hier ein etwas anderes Internetradio bietet, das aber durchaus seine Vorzüge hat.

Außerdem getestet

Eine Alternative aus dem Hause TechniSat ist das Digitradio 306IR. Es verfügt zwar nur über einen Lautsprecher, klingt dafür aber dank des geräumigen und soliden Gehäuses gar nicht schlecht. Empfangen wird neben Internetradio auch DAB+ und UKW, zusätzlich gibt es einen USB-, einen AUX- und einen LAN-Anschluss. Das Display ist einfarbig und eher einfach gestaltet, dafür ist das Digitradio 306IR inzwischen recht günstig zu haben.

Als eine Art Radiowecker kommt das Xoro HMT 300 daher. Dabei fallen die Zusatzfunktionen wie eine Wetter-App oder Börseninfos auf, die man sich im Wechsel mit der Zeit auf dem Display anzeigen lassen kann. Als kleines Gerät mit dünnem Gehäuse passt das HMT 300 gut auf den Nachttisch, muss aber daher auch Defizite im Klang verzeichnen. Hier fehlt es doch an Volumen.

Als preiswerterer Vorgänger zum bereits vorgestellten Blaupunkt IRD 300 WH bietet sich das Blaupunkt IR 20 an. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es bei wenig Standfläche und trotz Mono-Lautsprecher erstaunlich gut klingt. Das liegt gerade am gut verarbeiteten Holzgehäuse. Dagegen kann aber nicht über DAB+ empfangen werden.

Ein interessantes Internetradio ist das Auna Digi Plug, in dessen Gehäuse ein Stecker integriert ist. Gerade als Küchenradio, wo Steckdosen eigentlich immer in der Nähe sind, eignet sich das Digi Plug daher gut. Der Sound kann natürlich wie bei anderen, kleinen Geräten auch nicht mit der größeren Konkurrenz mithalten. Für den sehr kleinen Preis darf man eben keine Wunderdinge erwarten.

Internetradios im Test: Testsieger um 200 Euro Hama DIR3115MS.

Die besten Internetradios um 200 Euro

Mit etwas vielseitigerer Ausstattung und sauberer Verarbeitung übertrumpfen die meisten Internetradios um 200 Euro ihre günstigere Konkurrenz. Das schlägt sich häufig auch in etwas besserem Klang nieder. Wie schon in der Kategorie um 100 Euro befinden sich hier einige Geräte, die gewisse Nischen füllen, wie etwa die des Reiseradios.

Im Retrostil: Hama DIR3115MS

Dank des Retrodesigns würde das Hama DIR3115MS besonders mit dem weißen Gehäuse gut in eine 60er-Jahre-Küche passen. Was Ausstattung, Klang und Verarbeitung betrifft, ist es aber natürlich weit fortgeschritten. Mit dem DIR3100/3110 hat Hama übrigens ein Zwillingsgerät auf den Markt gebracht, das sich außer der fehlenden Kupferlinie in nichts unterscheidet.

Hinter der Fassade des Retroradios befindet sich in Wirklichkeit ein sehr vielseitiges Gerät, das kaum Schwächen offenbart. Radioempfang ist selbstverständlich via Internet, DAB+ und UKW möglich. Daneben bestehen Anschlüsse für LAN- und AUX-Kabel sowie USB-Medien und Kopfhörer. Diese befinden sich allerdings auf der Rückseite, was manchmal etwas unpraktisch sein kann. Über Bluetooth kann außerdem Musik vom Smartphone gestreamt werden.

Mit der UNDOK-App ist es möglich, das DIR3115MS in ein Multiroom-System einzubinden, also mit Lautsprechern im selben Netzwerk, aber in anderen Räumen zu verbinden. Dies wäre beispielsweise mit dem Hama IR80MBT möglich, einem WLAN-fähigen Lautsprecher der in der Preisklasse um 100 Euro genauer vorgestellt wird.

Aus zwei Drehknöpfen und sechs Tasten besteht das Bedienfeld unter dem Display. Mit den Drehknöpfen stellt man die Lautstärke ein und navigiert durch das Menü. Zur Steuerung kann alternativ auch eine Fernbedienung genutzt werden, die sehr übersichtlich aufgebaut ist. Sehr benutzerfreundlich ist das Netzkabel, das klein gehalten wurde und somit nicht unnötig andere Steckdosen blockiert. Das ist leider nicht bei allen Herstellern so.

Den Klangtest besteht das DIR3115MS ohne Probleme. Dank zweier seitlich abstrahlender Lautsprecher entsteht ein schöner Stereo-Klang. In eine enge Nische sollte man das Internetradio allerdings nicht stellen, da sich der Klang dann nicht richtig entfalten kann. Insgesamt ist der Sound recht hell, liefert aber, wenn nötig, auch einen soliden Bass, obwohl es keinen zusätzlichen Tieftöner gibt. Lediglich bei hohen Lautstärken in Kombination mit starken Bässen fängt das DIR3115MS leicht zu dröhnen an. Im Equalizer sind acht Presets für Klassik, Rock etc. verfügbar, aber man kann auch manuell Höhen und Tiefen regeln und seine Einstellungen speichern.

Insgesamt leisten sich das Hama DIR3115MS kaum Defizite und weiß sowohl mit Design, als auch mit Sound und Ausstattung zu überzeugen. Für einen immer noch fairen Preis macht man hier nicht viel falsch.

Teuer, aber klangstark: Teufel 3sixty

Teuer, aber klangstark

Teufel 3sixty

Test besten Internetradios: Teufel 3sixty
Das Teufel 3sixty glänzt mit außergewöhnlichem Design und dem besten Klang – das kostet aber auch entsprechend.

Optisch ganz anders als das Hama DIR3115MS kommt das Teufel 3sixty daher. Zunächst ist das Gehäuse im Gegensatz zu vielen anderen Internetradios nicht aus Holz, sondern aus Kunststoff. Aus einem Stoffüberzug strahlen die Lautsprecher nach oben, während der Tieftöner nach unten dröhnt. Abstand zur Standfläche wird durch zwei Füße geschaffen.

Links und Rechts vom Display befinden sich die beiden Drehknöpfe. Das Display selbst ist eher schlicht in schwarz-weiß gehalten und hat nicht die allerbeste Auflösung, reagiert aber schnell. Von den darunter liegenden Tasten sind vier als Preset- oder Speichertasten nutzbar. Diese müssen zur Bedienung ausreichen, da keine Fernbedienung beiliegt. Wer dennoch quer durch den Raum steuern will, kann die Raumfeld-App am Smartphone herunterladen.

Was Empfang und Ausstattung angeht, lässt das 3sixty keine Wünsche offen. Alle gängigen Anschlüsse sind verfügbar. Spotify ist zudem vorinstalliert und verschiedenste Audio-Dateien können von einem USB-Speichermedium abgespielt werden.

Wirklich hervorragend ist neben der umfangreichen Ausstattung schließlich der Sound. Der satte und gleichzeitig ausgeglichene Klang kommt fast etwas unerwartet, wenn man die Bauweise dieses eigentlich kompakten Internetradios betrachtet. Obwohl der Sound somit nahezu perfekt ist, sind Höhen und Tiefen im Menü auch noch manuell anpassbar.

Wer für einen wirklich starken Klang bereit ist, etwas tiefer in die Tasche zu greifen, ist bei Teufel richtig. Das 3sixty leisten sich außer vielleicht der fehlenden Fernbedienung auch bei der Ausstattung keine Schwächen und ist somit rundum empfehlenswert.

Anschlussfähig: Sangean WFR 70

Anschlussfähig

Sangean WFR-70

Test besten Internetradios: Sangean WFR-70
Der WFR-70 lässt sich mit einem passiven Zusatzlautsprecher einfach zu einem echten Stereo-Set erweitern.

Etwas andere Proportionen hat das Sangean WFR 70: Eine kleine Standfläche, dafür geht es aber in die Höhe. Außerdem fällt der Jog-Dial auf, mit dem durch das Menü navigiert werden kann. Das erfordert etwas Eingewöhnung, funktioniert dann aber einwandfrei. Darunter befinden sich einige Bedientasten, die beschriftet sind. Damit muss man auch klarkommen, denn eine Fernbedienung gibt es nicht.

Empfang über DAB+ und UKW ist vorhanden, neben WLAN steht auch ein LAN-Anschluss bereit. Über Spotify Connect kann man darüber hinaus seine Musik vom Smartphone auf dem WFR70 streamen. Das geht aber nicht via Bluetooth. Überrascht wird man beim Blick auf die Rückseite, denn hier finden sich neben den Standard-Buchsen zwei zusätzliche, besondere Anschlüsse.

Eine der beiden Buchse ist dafür gedacht, einen weiteren Lautsprecher anzuschließen. Dies könnte etwa der Sangean SP 40 sein, der auch von seiner Optik gut dazu passt, aber auch irgendein anderes Modell, der den angegebenen Eigenschaften nachkommt. Mit der anderen kann man einen Subwoofer anschließen. Mit WFR 70, SP 40 und Subwoofer zusammen kommt auf jeden Fall ein sehr voluminöser Klang zustande. Das braucht man aber nicht unbedingt, da auch der WFR 70 alleine trotz nur einem Lautsprecher schon sehr passabel klingt.

Wer sein Internetradio zu einem kleinen Stereo-Set erweitern möchte, ist beim Sangean WFR 70 richtig. Dafür müssen auch sonst keine besonderen Einschränkungen in Kauf genommen werden.

Mobil dank Akku: Nordmende Transita 120IR

Mobil dank Akku

Nordmende Transita 120IR

Test besten Internetradios: Nordmende Transita 120IR
Kompakt gebaut, gut verarbeitet modernste Technik im klassischen Gehäuse.

Der traditionsreiche Name Nordmende ist wieder da, allerdings nur als Markenname einiger Produkte aus dem Hause TechniSat. Beim Transita 120IR hat man sich trotzdem an das Nordmende-typische Design gehalten und vorzugsweise Holz und Alu verbaut. Daher ist es wenig überraschend, dass das Transita 120IR für Internetradios stolze 1,5 Kilo schwer ist. Das Gewicht ist allerdings auch auf den Akku zurückzuführen. Dieser läuft mehrere Stunden, je nachdem wie das Radio genutzt wird. WLAN frisst den Akku schneller leer als DAB+ und UKW, aber auch die Lautstärke ist in diesem Zusammenhang relevant.

Dank intuitiver Steuerung durch die Drehknöpfe hat man sich schnell eingewöhnt. Auf den darunter liegenden Favoritentasten lassen sich insgesamt zehn Lieblingssender speichern – egal ob diese über Internetradio, DAB+ oder UKW empfangen werden.

Beim Sound müssen aufgrund des Mono-Lautsprechers leider leichte Abstriche gemacht werden, hier ist die Konkurrenz doch etwas klangkräftiger. Der starke interne Akku und die damit verbundene Mobilität, das schicke Retro-Design sowie der vergleichsweise niedrige Preis sind aber doch einige Argumente für das Transita 120IR.

Außerdem getestet

Groß und dennoch mobil ist das Roberts Stream 218. Äußerlich sieht es dank einwandfreier Verarbeitung und zwei Lautsprechern wirklich gut aus. Unterwegs versorgt wird es mit Batterien im LR20 Format oder Standard-Akkus. Dann ist ebenso die Bluetooth-Fähigkeit nützlich. Auch beim Klang lässt sich wenig beanstanden. Dieser ist solide und ausgewogen. Wer also in der Reisetasche etwas mehr Platz hat und nicht unbedingt sparen muss, der sollte sich das Stream 218 näher anschauen.

Ein Hingucker ist das Hama DIR3300SBT. Das liegt an der ungewöhnlichen Form sowie der Stoffbespannung. Die beiden Lautsprecher strahlen zu den Seiten hin ab, weswegen auch hier darauf geachtet werden sollte, das Radio frei hinzustellen. Aber auch dann zeigen sich Defizite beim Sound: Dieser wirkt leicht verfärbt aufgrund des aus leichtem Kunststoff bestehenden Gehäuses. In kleinen Räumen und bei geringer Lautstärke zeigt sich dies noch nicht so sehr, weswegen das DIR3300SBT dafür – auch wegen seiner Optik – nicht schlecht geeignet ist.

Ein weiteres mobiles Internetradio ist das Sangean WFS 58. Es kann durch Batterien oder Akkus betrieben werden und hält auch dann einige Stunden durch. Verbindungen über WLAN, Bluetooth und LAN sind ebenso möglich. Eine Fernbedienung gibt es nicht, wohl weil man diese unterwegs nur verlieren könnte. Aber auch die Bedienung am Gerät selbst fällt nicht schwer. Für ein Monogerät ist der Sound – wie bei Sangean zu erwarten – wirklich gut.

Der Tragegriff des Numan Mini Two in Kombination mit seiner kleinen Stellfläche deutet darauf hin, dass es eher für mobilen Gebrauch konzipiert wurde. Falls man es auch so nutzen möchte, sollte man daran denken, das optionale Akkupack mitzubestellen, da hier keine Standard-Akkus passen. Aber auch für daheim ist das Mini Two keine schlechte Wahl, etwa um abends auf dem Balkon noch etwas Musik zu hören. Der Klang ist für einen Mono-Lautsprecher durchaus überzeugend.

Wer sein Internetradio in der Küche aufhängen möchte, kann dies mit dem Imperial Dabman I450 tun. Mit den mitgelieferten Bügeln und zugehörigem Befestigungsmaterial kann man es ganz klassisch unter einem Hängeschrank befestigen. Das muss man aber nicht tun, auch sonst sorgt ein nach unten strahlender Subwoofer für kräftigen Klang. WLAN, Bluetooth, LAN – alle wichtigen Verbindungsmöglichkeiten sind verfügbar.

Die besten Internetradios mit CD

Wer hin und wieder noch seine alten CDs in seinem Radio hören möchte, für den bietet sich ein Internetradio inklusive CD-Fach an. Diese Vielseitigkeit muss man allerdings auch bezahlen: Die meisten dieser Internetradios kosten weit über 200 Euro.

Kräftiger Sound: TechniSat Digitradio 600

Kräftiger Sound

TechniSat DIGITRADIO 600

Beträchtlich höher und breiter und mit fünf Kilo Gewicht auch deutlich schwerer als die Konkurrenz ist das TechniSat Digitradio 600. Das Gewicht kommt unter anderem durch einen Tieftöner mit ganzen 120 Millimetern Durchmesser zustande, der mit Downfire-Prinzip nach unten arbeitet. Außerdem ist das Holzgehäuse doch recht dick, um möglichst wenig Resonanzen zu erlauben. Trotz der insgesamt kräftigen Erscheinung kann das Digitradio 600 mehr als nur wummern.

Das CD-Laufwerk, mit dem sich diese Preisklasse in der Regel von den günstigeren Modellen abhebt, ist bei TechniSat ein Slot-In-Laufwerk. Wie in vielen Autos ist es so, dass die CD in den Schlitz geschoben und dann direkt mechanisch eingezogen wird. Das verhindert vor allem Staub im Laufwerk. Nach der Eingabe der CD wird automatisch auf Wiedergabe umgeschaltet. Das ist übrigens bei fast allen getesteten Internetradios mit CD-Laufwerk der Fall.

Aber auch neben dem CD-Laufwerk geizt man bei TechniSat nicht mit Empfangsmöglichkeiten. DAB+ und UKW sind selbstverständlich verfügbar, darüber hinaus gibt es einen AUX-Anschluss und eine USB-Buchse. Den AUX-Anschluss hätte man wie die USB-Buchse aber besser vorne angebracht. Wer sein Smartphone mit dem Digitradio 600 verbinden möchte, kann dies per Bluetooth mit Unterstützung von NFC tun. Für die Verbindung muss das Smartphone nur kurz auf eine entsprechende Fläche auf der Oberseite des Geräts gelegt werden.

Die Einrichtung läuft am besten über WLAN, kann aber auch via LAN-Verbindung erfolgen und ist kinderleicht. Dabei kommt man mit dem etwas altbackenen Menü in Kontakt, das so auch bei einigen anderen TechniSat-Radios vorzufinden ist. Wenigstens reagiert das Dot-matrix-Display weitgehend flüssig.

Die Bedienung funktioniert mit einer überschaubaren Fernbedienung selbsterklärend. Mit der UNDOK-App kann das Digitradio 600 außerdem schnell in Multiroom-System eingebunden werden; gleichzeitig können so auch neben Spotify viele andere Streaming-Dienste komfortabler genutzt werden.

Mit seiner Bauweise bietet das Digitradio 600 beste Voraussetzungen für einen starken Sound. Und man wird nicht enttäuscht. Der druckvolle Bass fällt positiv auf, ist dabei aber auch nicht so kräftig, dass er die beiden Lautsprecher übertönen würde. Diese strahlen nach vorne ab und sorgen für sehr ordentlichen Stereo-Klang, gerade wenn man sich dicht davor befindet. Das Digitradio 600 überzeugt aber auch in großen Räumen mit seinem Sound.

Insgesamt zeigt das TechniSat Digitradio 600 wenig Schwächen. Manche würden vielleicht ein modernes Menü oder ein AUX-Anschluss auf der Vorderseite bevorzugen, aber das ist natürlich jammern auf hohem Niveau. In den Bereichen Sound und Verbindungsmöglichkeiten ist das Digitradio 600 wirklich hervorragend, was in Kombination mit dem vorhandenen CD-Laufwerk durchaus den höheren Preis rechtfertigt.

Luxusmodell: Roberts Stream 67

Luxusmodell

Roberts Stream 67

Wem Geld egal ist, für den ist das Roberts Stream 67 vielleicht das Richtige. Es ist sogar noch schwerer als das TechniSat Digitradio 600, was auch daran liegt, dass es von gebürstetem Alu umschlossen ist. Überhaupt ist die Verarbeitung sehr sauber, die beiden Drehknöpfe für Tuning und Lautstärke laufen absolut weich. Dank der Größe des Innenraums finden hier ganze vier Lautsprecher-Chassis Platz. Die beiden Mittelhochtöner arbeiten nach vorne, die beiden Tiefton-Chassis mit der Bassreflex-Öffnung nach hinten.

Nichts zu wünschen übrig lässt die Ausstattung. Wie bei TechniSat wird ein Slot-in-CD-Laufwerk genutzt, genauso findet man aber AUX- und Kopfhörerbuchse nur auf der Rückseite, was manchmal unpraktisch ist.

Vom Sound darf man aufgrund des Gehäuses und den vier Lautsprechern einiges erwarten. Tatsächlich ist der Klang sehr voluminös, der Tieftonbereich entfaltet sich am besten, wenn das Stream 67 frei aufgestellt wird. Entsprechend verändert sich der Bass ein wenig, wenn das Gerät näher an einer Wand steht. Der Klang und insbesondere der Bass kann außerdem über den Equalizer individuell angepasst werden.

Die Größe und vor allem das Gewicht des Stream 67 wird also sinnvoll für einen sehr kräftigen Sound genutzt. Daneben fällt die hochwertige Verarbeitung auf, die allerdings ihren Preis hat. So muss man für das Stream 67 schon ein Vielfaches im Vergleich zu anderen, ähnlich ausgestatteten Internetradios hinlegen.

Gut und günstig: Albrecht DR 690 CD

Brandneu erhältlich ist das Albrecht DR 690 CD. Albrecht-typisch ist der günstigere Preis, wobei aber auch nicht auf gute Ausstattung verzichten werden muss. Das DR 690 CD ist allerdings nur in Schwarz auf dem Markt.

Auch dieses Modell fällt ziemlich groß aus und erfordert daher genügend Platz – auch nach oben. Die Bedientasten sind nämlich auf der Oberseite angebracht, weswegen sich das DR 690 eher nicht dazu eignet, in ein hohes Regal gestellt zu werden. Das Bedienfeld an sich ist wie die mitgelieferte Fernbedienung einfach gehalten und leicht verständlich.

Bei der Ausstattung fehlen nur Details, etwa das Spotify-Icon (oder auch andere Streamingdienste) im Menü. Wer daher Musik von Spotify über das DR 690 CD abspielen möchte, kann dies nur mit Smartphone per Bluetooth-Verbindung tun. Darüber hinaus gibt es keine USB-Buchse. Sonst ist aber alles Wichtige, inklusive DAB+ und UKW mit RDS, vorhanden.

Das CD-Laufwerk ist hier ein ein- und ausfahrbarer Schlitten. Im Gegensatz zur Slot-In-Technik hat das den Vorteil, dass es zu keiner »Verstopfung« kommen kann. Man sieht schließlich immer, ob schon eine CD drin liegt.

Wie auch bei vielen anderen Internetradios mit CD-Laufwerk gilt: Der Sound profitiert vom großen Gehäuse und den zwei Bassreflex-Öffnungen. Selbst bei hohen Lautstärken ist kaum Qualitätsabfall merklich. Nur in wirklich großen Räumen geht der Klang das DR 690 CD etwas unter. Für den unter Internetradios mit CD-Laufwerk unschlagbaren Preis sind kleinere Schwächen aber absolut hinnehmbar.

Auffälliges Design: Hama DIR3505MSCBT

Auffälliges Design

Hama DIR3505MSCBT

Beim Hama DIR 3505MSCBT fällt zuerst der Standbügel auf. Dadurch wirkt das Internetradio weniger wuchtig, obwohl das Gehäuse ähnlich stabil wie bei anderen Modellen ist. In seiner Bauweise ist das DIR3505 etwas nach oben geneigt. Dadurch kann es gut etwa auf einem niedrigeren Sideboard stehen, ohne dass die Lautsprecher zu tief abstrahlen. Allerdings sollte es demnach lieber nicht zu hoch aufgestellt werden.

Mit WPS lässt sich das DIR3505 schnell ins heimische Netzwerk integrieren, dies würde im Notfall auch über LAN funktionieren. Bluetooth gibt es auch, allerdings ohne NFC und den aptX-Codec. Die Bedienelemente sind in zwei Reihen ober- und unterhalb des Displays angeordnet, mittig befindet sich außerdem der Jog-Dial, der die sonst eher üblichen Drehknöpfe ersetzt. Insgesamt ist die Bedienung nicht unbedingt die leichteste.

Das gilt auch für das CD-Laufwerk. Der CD-Schlitten fährt nur auf Knopfdruck rein und raus und auch nur, wenn der CD-Betrieb aktiviert ist. Mit der Fernbedienung ist das Laufwerk gar nicht zu öffnen, außerdem gibt es schon bei leichten Kratzern auf einer CD Probleme, obwohl andere Geräte diese noch abspielen können.

Zwei Breitband-Lautsprecher strahlen nach vorne ab, auf der Rückseite befinden sich die Bassreflex-Öffnungen. Zusätzliche Unterstützung gibt es nicht, was aber dennoch zu einem sehr guten Klang führt. Wie bei anderen Internetradios auch überzeugt der Sound in großen Räumen aber nicht mehr.

Wer das außergewöhnliche Design mag und sich auch nicht von den etwas untypischen Bedienelementen abschrecken lässt, der bekommt bei Hama mit dem DIR3505 ein solides Internetradio für einen immer noch fairen Preis.

Für die Küche: Imperial Dabman i450 CD

Das Imperial Dabman i450 CD eignet sich gut dazu, unter einen Hängeschrank in der Küche montiert zu werden. Dafür liegt sogar ein Montage-Set bei. Für die Küche empfiehlt sich das Modell in Weiß, wer das nicht möchte, muss auf Schwarz zurückgreifen. Gut durchdacht ist, dass USB- und Kopfhörerbuchse sich hier auf der Vorderseite befinden. Hinten befindet sich ein Netzschalter, die LAN-Buchse und die einzige Bassreflex-Öffnung.

Die Bassreflex-Öffnung arbeitet einzig für den Basslautsprecher, der im Boden sitzt und wie ein Subwoofer für kräftigen Tiefbass sorgt. Falls man das Dabman i450 CD nicht aufhängt, so sorgen Füße für den nötigen Abstand vom Basslautsprecher zum Boden. Rechts und links befinden sich die beiden Breitbandlautsprecher, die somit nur für hohe und mittlere Töne zuständig sind.

Neben den üblichen Quellen DAB+, UKW und Internetradio werden einige Streamingdienste unterstützt, Spotify sogar mit eigenem Icon im Menü. Das CD-Laufwerk ist auch hier mit Slot-In-Funktion ausgestattet.

Gerade für die Küche eignet sich das Dabman i405 also. Es wurde gut darauf geachtet, dass das Montieren unter einen Hängeschrank keinerlei Einschränkungen hervorruft. Wirkliche Defizite sind nicht zu finden, der Preis ist für die Ausstattung auch in Ordnung.

Außerdem getestet

Erhältlich in verschiedenen Holz-Varianten mit Holzmaserung und sehr edel verarbeitet ist das Pure Evoke C F6. Alle gängigen Quellen von DAB+ und UKW über Bluetooth bis AUX stehen zur Verfügung, Spotify Connect ist ebenso schon im Menü installiert. Die beiden Breitband-Lautsprecher liefern einen erstaunlichen, ausgewogenen Klang, auch der Bass ist beinahe so kräftig wie bei Internetradios mit zusätzlichem Subwoofer. Für das Wohnzimmer ist das Evoke C F6 sehr gut geeignet, in der Küche muss man mit der weißen Fernbedienung jedoch aufpassen.

In einem kleineren Gehäuse verpackt und deutlich preiswerter als andere Internetradios mit CD-Laufwerk ist das Auna Connect CD. Das Connect CD und das Albrecht DR 890 CD sind sich nicht nur von der Optik her sehr ähnlich. Beide bestehen aus zwei Lautsprechern ohne Subwoofer, hier unterscheidet sich nur die Form der Lautsprecherabdeckungen. Ebenso empfangen beide sowohl DAB+ als auch UKW, die Teleskopantenne bei Auna ist allerdings besser als die einfache Wurfantenne bei Albrecht. Selbst klanglich unterscheiden sich die Internetradios kaum. Bei der Auswahl verschiedener Holzdekors liegt Auna leicht vorne, dagegen gibt es bei Albrecht feinere Lautstärkeabstufungen. Insgesamt sind beide sehr solide Geräte, das Auna Connect CD ist aber etwas günstiger zu haben.

Mit riesiger Ausstattung bezüglich Quellgeräten überzeugt das Sangean DDR-66 BT. Besonders ist hierbei ein SD-Kartenslot, ein analoger und ein digitaler Ausgang. Das ist gerade für Besitzer einer HiFi-Anlage erfreulich, da sich so noch ganz neue Möglichkeiten ergeben, wie beispielsweise der Anschluss eines CD-Players. Für diese Vielseitigkeit muss man allerdings auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Optisch ähnlich zum Sangean DDR-66 BT ist das Pearl IRS 700. Für den deutlich niedrigeren Preis müssen allerdings auch Abstriche bei der Qualität gemacht werden. Das CD-Laufwerk macht teilweise merkwürdige Geräusche und überhaupt muss für den CD-Betrieb immer erst manuell umgeschaltet werden. Auch klanglich bleibt das IRS 700 hinter der Konkurrenz zurück.

Wissenswertes über Internetradios

Die meisten Geräte ähneln sich sehr in der Menüführung. Darin kann man etwa nach Lieblingsgenre oder Art des Radiosenders filtern und diese auch auf Stationstasten speichern. Auf einigen getesteten Internetradios ist zudem Spotify vorinstalliert. Häufig kann man die Premium-Version einige Zeit lang kostenlos nutzen, aber auch für danach bietet Spotify eine kostenlose Variante – allerdings mit Werbung – an. Wer einen anderen Musik-Streaming-Dienst wie etwa Deezer oder Amazon Music nutzt, bekommt Zugang dazu über die UNDOK-App von Frontier Silicon. Diese ist kostenfrei für iOS und Android und wird von den meisten Geräten unterstützt.

 Internetradios Test: Sub Multiroom

Nicht nur für die UNDOK-App ist Frontier Silicon verantwortlich. So liefern sie auch den Haupt-Chipsatz für die allermeisten Internetradios und verwalten die Datenbank, in der nach Sendern gesucht wird. Einziger Konkurrent in der Branche ist Reciva. Deren Datenbank kommt auf deutlich weniger Internetradios zum Einsatz. Da Kunden aber scheinbar insgesamt zufrieden mit dem Angebot von Reciva sind, besteht inzwischen die Möglichkeit, Reciva in ein Radio zu implementieren, das sonst von Frontier Silicon ausgestattet ist.

Die Datenbanken von Frontier Silicon und Reciva unterscheiden sich letztlich nur in der Anzahl der verfügbaren Sender. Frontier Silicon bietet aktuell circa 30.000 bis 40.000 Sender an, während Reciva eigenen Angaben zufolge auf 50.000 Sender zurückgreifen kann. Das liegt aber auch an Doppelungen und Karteileichen.

Generell kann jedes in einem WLAN befindliche Internetradio in ein Multiroom-System eingebunden werden. So kann das Radio in mehreren Räumen und über verschiedene Lautsprecher gleichzeitig gehört werden. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Einige Hersteller wie Bose oder Sonos setzen dabei auf ihre eigenen Produkte. Das Multiroom-System funktioniert also nur, wenn man komplett mit Technik aus einem Hause ausgestattet ist. Etwas flexibler ist man mit der zweiten Möglichkeit, der bereits erwähnten UNDOK-App. Dabei ist man nicht auf die Standards einzelner Hersteller angewiesen, solange alle beteiligten Geräte UNDOK unterstützen. Bei Produkten von TechniSat stehen den Nutzern mittlerweile sogar beide Wege offen. Die Internetradios sind kompatibel mit UNDOK, können sich aber auch über die herstellereigene Connect App mit Lautsprechern verbinden.

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