Test: Internetradios Aufmacher

Internetradios im Test : Mehr als nur Radio hören

Update 27.01.2022

In verschiedensten Preisklassen sind Internetradios erhältlich. Während die günstigeren Modelle für den Gebrauch zuhause meist schon ausreichend sind, bekommt man für mehr Geld oft zusätzliche Anschlussmöglichkeiten, ein CD-Laufwerk oder einen noch kräftigeren Klang.

Update 27. Januar 2022

Wir haben einige neue Internetradio-Modelle getestet. In der Preiskategorie um die 100 Euro ist das TechniSat DigitRadio 21 IR neu dazugekommen.

Für um die 200 Euro sind das klang 1 von Loewe und das Pure Evoke Spot zu empfehlen.

Wer nach einem Internetradio mit CD-Laufwerk sucht sollte sich das TechniSat DigitRadio 3 IR und das Hama DIR3510SCBTX anschauen.

22. November 2021

Wir haben drei neue Internetradios getestet: Das Roberts Revival iStream3 ist eine neue Empfehlung für Freunde des Retro-Designs in der Preisklasse um 200 Euro.

29. Januar 2021

Wir haben zehn neue Internetradios getestet: In unserer günstigsten Geräteklasse sind das DAB 150 IR und das DAB 700 IR des Herstellers Xoro neue Empfehlungen. In der 200-Euro-Klasse hat uns das Teufel 3Sixty 2020 überzeugt. Bei den Internetradios mit integriertem CD-Laufwerk kommt mit der Musicstation von Teufel ebenfalls eine neue Empfehlung dazu.

Created with Sketch. Weitere Updates anzeigen
Created with Sketch. Einklappen
Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Trotz allen technischen Weiterentwicklungen im Videobereich in den vergangenen Jahrzehnten ist das Radio noch nicht verschwunden. Im Gegenteil, auch hier wurden bedeutende Fortschritte gemacht. Dabei hat sich das Radio als fester Bestandteil unserer Kultur etabliert. Menschen stellen ihre Radios in verschiedenen Räumen auf oder gebrauchen sie als Wecker. Für manche dient es eher der Unterhaltung, andere möchten sich informieren – gerade auch über regionale Themen.

Dennoch haben sich die technischen Voraussetzungen drastisch geändert. Was einst als UKW-Radio mit bescheidenem Klang begann, hat sich durch die Digitalisierung über DAB/DAB+ zu einem Medium entwickelt, dass nun über Internet mit unzähligen, verfügbaren Sendern empfangbar ist.

Der Vorteil von Internetradios gegenüber Digitalradios ist offensichtlich: Via Internet stehen deutlich mehr Sender zur Verfügung, meist sogar ohne Werbung. Dabei muss man nicht einmal auf die klassischen Radiosender verzichten, die mittlerweile ebenso über Internet streamen. Solange man also WLAN oder genug Datenvolumen hat, sticht das Internetradio seine Vorgänger aus. Die meisten Internetradios haben darüber hinaus auch DAB+ integriert oder unterstützen sogar noch UKW.

Wir haben insgesamt 71 Internetradios aus verschiedenen Kategorien getestet. Davon sind aktuell noch 53 erhältlich. Letztendlich haben wir die Geräte in drei Preisklassen aufgeteilt. Internetradios um 100 Euro, um 200 Euro und die, die zusätzlich ein CD-Laufwerk integriert haben und deshalb meist noch teurer sind. Gerade diese kostspieligeren Modelle verfügen aber über eindrucksvollen Sound und vielfältige Anschlüsse. Manche sind eher für die heimische Küche geeignet, andere kann man auch auf Reisen mitnehmen.

Die besten Internetradios um 100 Euro

Im Bereich von 55 bis 160 Euro bekommt man bereits Internetradios, die zwar einfach, aber dennoch gut ausgestattet sind und schon einen bemerkenswerten Sound vorweisen können. Insgesamt 29 Geräte fallen in diese Kategorie, darunter einige mit besonderen Eigenschaften.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
PremiummodellHandlichViele AnschlüsseIntuitive BedienungKlein und kompakt
Test  Mehr als nur Radio hören: Imperial Dabman i205Test: Blaupunkt Ird 300 WhTest: Xoro Dab 700 IrTest: Technisat Digitradio 21 IrTest: Radio Xoro
Modell Imperial Dabman i205 Blaupunkt IRD 300 WH Xoro DAB 700 IR Technisat DigitRadio 21 IR Xoro DAB 150 IR
Pro
  • Sehr guter Klang
  • USB-Eingang von vorn zugänglich
  • Echter Netzschalter auf der Rückseite
  • Guter Stereo-Klang
  • Recht kleine Standfläche
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr guter Klang
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Günstiger Preis
  • Spotify integriert
  • Guter Klang
  • Unterbaufähig, Montagemateriel inklusive
  • Sehr mobil
  • Guter Klang
  • Spotify Connect integriert
Contra
  • Kein USB-Eingang
  • Keine Streaming-Dienste vorinstalliert
  • Fernbedienung klein und fummelig
  • Wenige Anschlüsse
  • Kein Ladenetzteil im Lieferumfang
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Premiummodell: Imperial Dabman i205

Premiummodell

Imperial Dabman i205

Test  Mehr als nur Radio hören: Imperial Dabman i205
Der Dabman i205 ist mit seiner praxisgerechten Ausstattung und dem sehr guten Klang ein echter Geheimtipp.

Für seinen – in dieser Kategorie – stolzen Preis hat das Imperial Dabman i205 einiges zu bieten. Das wahlweise schwarze oder dunkelbraune Holzdekor verleiht dem Dabman i205 ein dezentes Aussehen, das zudem leicht zu pflegen ist. Wirklich überzeugen kann man allerdings mit der Ausstattung, die nichts zu wünschen übrig lässt.

Beim Design unterscheidet sich Imperial wenig von vielen anderen Internetradios. Rechts und links befindet sich jeweils ein Lautsprecher, dazwischen das Display mit den Tasten. Zur Navigation durch das Menü gibt es zwei Möglichkeiten: entweder man nutzt den großen Drehknopf in der Mitte oder aber das Steuerkreuz auf der mitgelieferten Fernbedienung. Auf der Fernbedienung befinden sich überhaupt viele Tasten, weswegen diese doch etwas klein geraten sind.

Eine gute Struktur weist das Menü auf dem Display auf. Bei der ersten Nutzung kann man das Dabman i205 zudem schnell und unkompliziert über WPS ins eigene WLAN integrieren. Falls kein WLAN besteht, so ist ebenso eine Verbindung per LAN-Kabel möglich. Der passende Anschluss befindet sich auf der Rückseite, ebenso wie Netzschalter und Kopfhörer-Buchse. Bei dieser wäre es praktischer gewesen, sie auf die Vorderseite zu legen. Dort befindet sich stattdessen ein USB-Anschluss, über den Musik von Speichermedien abspielbar ist. Die Tracks werden dann auf dem Display angezeigt und lassen sich auch dort auswählen.

Einmal mit dem heimischen Netzwerk verbunden können nicht nur unzählige Radiosender gehört, sondern auch viele Streaming-Plattformen genutzt werden. Spotify ist sogar via eigene Menütaste erreichbar, alle anderen (u.a. Napster, Deezer, Tidal, Qubuz, Palco MP3) sind auch schnell eingerichtet.

Egal ob über Internet, DAB+ oder UKW empfangen wird: Die Radiosender werden im Menü sinnvoll kategorisiert. So lassen sich Sender bestimmter Genre leicht finden, aber auch beispielsweise Regionalsender. Lieblingssender können einem festen Speicherplatz zugeordnet werden und sind dann per Tastenkombination auf der Fernbedienung anwählbar.

Aber wie klingt das Ganze nun? Die beiden Lautsprecher machen für die niedrigste Preisklasse insgesamt einen sehr erstaunlichen Job. Solange nicht Musik mit extrem hoher Lautstärke gehört wird, ist der Sound einwandfrei. Außer einer Bassreflex-Öffnung gibt es für die tiefen Töne keine weitere Unterstützung, was Fans von kräftigen Bässen vielleicht missfallen könnte.

Wer die Klangeinstellungen manuell verändern möchte, kann dies über die »EQ«-Taste auf der Fernbedienung tun. Daneben stehen auch vorgefertigte Einstellungen für bestimmte Musikrichtungen wie Klassik, Rock oder Pop zur Verfügung.

Gegenüber anderen Internetradios in dieser Preiskategorie ist das Imperial Dabman i205 zwar recht teuer, aber es ist eben letztendlich noch die niedrigste Klasse. Dafür bekommt man hier für sein Geld schon reichlich viel. Kleine Einbußen im Klang müssen bei den Bässen in Kauf genommen werden, von der technischen Seite her überzeugt das i205 aber auf ganzer Linie.

Handlich: Blaupunkt IRD 300 WH

Handlich

Blaupunkt IRD 300 WH

Test: Blaupunkt Ird 300 Wh
Viel Ausstattung auf kleinem Raum, mit WLAN und Bluetooth in stereo.

Klanglich ist das Blaupunkt IRD 300 WH dank Stereo-Lautsprechern durchaus eine Weiterentwicklung zu einem seiner Vorgänger aus gleichem Hause, dem IR 20. Im Vergleich zur Konkurrenz ist er dennoch nur Mittelmaß, was hauptsächlich am fehlenden Subwoofer liegt. So muss das ganze Frequenzband nur mit den beiden Lautsprechern abgedeckt werden.

Punkten kann das IRD 300 WH mit Bluetooth. Die Bluetooth-Paarung läuft genauso schnell und problemlos ab wie die Integration ins heimische WLAN. Dagegen fehlt allerdings eine USB- und eine Kopfhörer-Buchse.

Die Standard-Bedienoberfläche wird auch von Blaupunkt verwendet, die einzige Individualität liegt im Aufleuchten des Blaupunkt-Logos beim Start. Sowohl mit Fernbedienung als auch mit den Tasten kann das Display, das insgesamt flüssig läuft, gesteuert werden.

Aufgrund der geringen Größe ist das IRD 300 WH sehr handlich und eignet sich gut für Leute, die nicht so viel Platz haben. Der Klang ist solide, reißt aber keine Bäume aus. Für viele Nutzer stellt dagegen Bluetooth einen großen Vorteil dar.

Viele Anschlüsse: Xoro DAB 700 IR

Im Gegensatz zur Konkurrenz in dieser Preisregion hat das Xoro DAB 700 IR Spotify Connect integriert. Wer kein Spotify braucht, sondern eigentlich nur Radio hören will, für den gibt es dank UKW- und DAB-Empfang auch ein breites Angebot an Radiosendern. Um auch Musik vom USB-Stick und anderen Datenträger abspielen zu können, gibt es neben dem AUX-Eingang auf der Rückseite auch einen USB-Anschluss sowie eine Bluetooth-Schnittstelle.

Ganz ohne Meckern kommt aber auch das Xoro nicht durch unseren Test: Das Steckernetzteil ist keine Ideallösung, weil es auch am Strom nuckelt, wenn das Radio ausgeschaltet ist. Zudem erscheint das Design ein wenig hausbacken und die sehr kleine Fernbedienung hat den Nachteil, dass die Tasten sehr dicht beieinander liegen.

Dafür kann das DAB 700 IR in der Kerndisziplin eines Internetradios punkten, denn der Klang, den Xoro aus dem Gehäuse zaubert, ist sehr gelungen. Großen Anteil an diesem erwachsenen Sound hat die Bassreflexöffnung, die für ein solides Tiefton-Fundament sorgt. Bei hoher Lautstärke ist dann aber Schluss mit dem ausgewogenem Klangbild und es macht sich ein Dröhnen bemerkbar.

Intuitive Bedienung: TechniSat DigitRadio 21 IR

Intuitive Bedienung

Technisat DigitRadio 21 IR

Test: Technisat Digitradio 21 Ir
Das DigitRadio 21 IR kann man sowohl hochkant aufstellen, als auch unter den Küchen-Oberschrank montieren.

Das DigitRadio 21 von TechniSat gibt es ein zwei Ausführungen: Das DigitRadio 21 IR hat Internetradio, das Modell DigitRadio 21 nicht. Außerdem gibt es noch die Variante DigitRadio 20 mit CD-Laufwerk. All diese Modelle gibt es mit schwarzem und weißem Gehäuse. Die Radios sind allesamt unterbaufähig und auch in Sachen Klang gibt es keine Unterschiede.

Eine Fernbedienung zur Steuerung gibt es zwar nicht, dennoch ist die Bedienung simpel. Auch die Montage unter dem Schrank funktionierte bei unserem Test ohne Probleme. Es musste einfach nur die aufgesteckte Montageplatte entfernt werden, um das Gerät anschließend mit den vier im Lieferumfang enthaltenen Schrauben am Küchenoberschrank zu befestigen. Die Montageplatte dient dabei praktischerweise als Bohrschablone. Anschließend wird das Radio wieder zurück auf die Montageplatte geschoben.

Die Buchsen für Stromversorgung und Kopfhörer befinden sich auf der Rückseite des Radios. Die Wurfantenne, mit der DAB+- und UWK-Radio empfangen werden kann, ist fest angeschlossen. Mit dem WLAN lässt sich das Radio ganz unkompliziert via WPS verbinden. Und sollten Sie einmal keinen Internetempfang haben, können Sie den DAB-Sendersuchlauf starten und müssen so dennoch nicht auf gute Musik verzichten.

30 Sender können als Preset gespeichert werden. Fixe Preset-Tasten gibt es allerdings nicht. Stattdessen wird zum Abrufen eine Liste der Presets angezeigt, durch die man dann scrollen kann.

Das beeinträchtig den Bedienkomfort zwar etwas, sorgt aber dafür, dass das Bedienfeld übersichtlich bleibt. Auch die fehlende Fernbedienung ist zu verschmerzen, denn immerhin kann sie so nicht verloren gehen, Schaden nehmen oder verschmutzen.

Was den Klang betrifft hatten wir keine großen Ansprüche an das Radio von TechniSat gestellt, wurden jedoch positiv überrascht. Bedenkt man, dass nur ein Lautsprecher im DigitRadio verbaut wurde, der noch dazu nach unten abstrahlt, kann es sich durchaus hören lassen. Ein Bassmonster ist es sicher nicht, begeistert aber durch geringe Klangverfärbung. Als freistehendes Gerät gibt es mit Sicherheit bessere Alternativen zum DigitRadio 21 IR, als unter dem Küchenschrank montiertes Radio ist es jedoch erste Wahl.

Klein und kompakt: Xoro DAB 150 IR

Klein und kompakt

Xoro DAB 150 IR

Test: Radio Xoro
Beim Xoro DAB 150 IR sind ein ausdauernder Akku und Spotify Connect bereits integriert.

Das DAB 150 IR von Xoro ist leicht, klein und empfangsstark. Weil es zudem einen Akku in seinem Inneren beherbergt, kann man es überall hin mitnehmen. Neben WLAN ist das Radio auch mit einem UKW- und DAB+-Empfangsgerät ausgestattet. Obwohl das Xoro verglichen mit der Konkurrenz sehr klein ist, braucht es sich vor größeren Modellen keinesfalls zu verstecken. Grund hierfür sind die vielen pfiffigen Detaillösungen und zahlreichen Features, mit denen es aufwarten kann.

Im Radio fest integriert ist nicht nur DAB+ und UKW, sondern auch Spotify. Zudem gibt es dank der seitlich verbauten USB-Buchse die Möglichkeit, Musik vom Stick abzuspielen. Auf der gleichen Seite befindet sich auch eine microUSB-Buchse, die zum Aufladen des internen Akkus verwendet wird. Ein dazu passendes Ladegerät ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

Klanglich kam das DAB 150 IR zwar schnell an seine Grenzen, dafür ist es mit seinem geringen Gewicht und den kompakten Abmessungen schnell eingepackt und mitgenommen. Dem Musikvergnügen für unterwegs steht somit nichts im Wege.

Was gibt es sonst noch?

Das Albrecht DR884 gefällt mit seinem schwarzen Gehäuse und den abgesetzten, kupfernen Designelementen. Durch die Umrandung wirkt das Display wie ein Bullauge. Das Gehäuse aus Holz ist solide und schützt bei entsprechender Konstruktion den Klang auch vor unschönem Dröhnen. Neben Internetradio kann der Albrecht auch DAB, UKW und auch Musik vom USB-Stick streamen. Spotify Connect ist allerdings nicht mit an Bord.

Neben der Hardware von Frontier Silicon nutzt das PEAQ PDR 270 BT-B auch eine Fernbedienung. Die Bedientasten folgen bewährten Mustern, sodass Einrichtung und Bedienung leicht und intuitiv sind. Beispielsweise ist die Klangeinstellung über Presets oder den individuell eingestellten Equalizer nur eine Taste entfernt. Mit dem Equalizer lassen sich nur die Höhen und Bässe einstellen, das reicht aber für einen ordentlichen Klang aus. Denn ohne diese Eingriffe fehlen dem Sound gerade die Mittelhochtöne, sodass er leicht verfärbt und mittenbetont klingt. Auch der Bass kann nicht mit dem anderer Geräte derselben Preisklasse mithalten.

Das Pure Elan Connect+ ist mit zwei Lautsprechern ausgestattet, hochwertig verarbeitet und hat für ein mobiles Gerät einen guten Klang. Mit Strom versorgt wird das Radio über vier Akkus, AA-Batterien oder über ein USB-Netzteil. Das entsprechende Kabel wird mitgeliefert, ein passendes Netzteil allerdings nicht. Das Pure hat neben Internetradio auch DAB UKW und Streaming via Bluetooth zu bieten. Dennoch ist die Bedienung einfach gehalten. Rückseitig befindet sich die USB-Ladebuchse und ein Kopfhörer-Anschluss.

Als echtes Schnäppchen ist das DAB 600 IR von Xoro zu haben. Trotz des geringen Preises empfängt das DAB 600 IR auch DAB+ und UKW und ist somit erstaunlich vielseitig. An der Standardoberfläche ist auch hier sehr wenig verändert worden, sie reagiert absolut flüssig. Die Einsparungen zeigen sich eher darin, dass etwa keine Streaming-Dienste vorinstalliert sind oder kein RDS (Radio Data System, also die Übertragung von Zusatzinformationen wie etwa des Sendernamens) beim UKW-Empfang möglich ist.

Das nussbaumfarbene, aus Holz gefertigte Gehäuse bietet eigentlich eine stabile Grundlage für einen kräftigen Klang in. Die links und rechts vom Display befindlichen Lautsprecher sollten ebenso eine passable Stereobreite liefern. Dennoch kann das DAB 600 IR klanglich nicht ganz mit der teureren Konkurrenz mithalten. Wer aber sparen möchte und sich nicht so sehr um Finessen im Sound kümmert, für den ist das DAB 600 IR auf jeden Fall eine ordentliche Option. Immerhin ist es beim Empfang sehr vielseitig.

Als preiswerterer Vorgänger zum bereits vorgestellten Blaupunkt IRD 300 WH bietet sich das Blaupunkt IR 20 an. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass es bei wenig Standfläche und trotz Mono-Lautsprecher erstaunlich gut klingt. Das liegt gerade am gut verarbeiteten Holzgehäuse. Dagegen kann aber nicht über DAB+ empfangen werden.

Internetradios im Test: Testsieger um 200 Euro Hama DIR3115MS.

Die besten Internetradios um 200 Euro

Mit etwas vielseitigerer Ausstattung und sauberer Verarbeitung übertrumpfen die meisten Internetradios um 200 Euro ihre günstigere Konkurrenz. Das schlägt sich häufig auch in etwas besserem Klang nieder. Wie schon in der Kategorie um 100 Euro befinden sich hier einige Geräte, die gewisse Nischen füllen, wie etwa die des Reiseradios.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
KlangstarkFantastischer SoundRetro-DesignKompaktes KlangwunderMobil dank Akku
Test: Teufel 3sixty (2020)Test: Loewe Klang S1Test: Roberts Revival Istream3Test: Pure Evoke SpotTest  besten Internetradios: Nordmende Transita 120IR
Modell Teufel 3Sixty (2020) Loewe klang s1 Roberts Revival iStream3 Pure Evoke Spot Nordmende Transita 120IR
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Verarbeitung
  • Amazon Music und Spotify Connect vorinstalliert
  • Hervorragender Klang
  • Hervorragende Verarbeitung
  • Viele Streamingdienste vorinstalliert
  • Sehr guter Klang
  • Hervorragend verarbeitet
  • Wahlweise Netz- oder Batteriebetrieb möglich
  • Akkus können im Gerät geladen werden.
  • Sehr guter Klang
  • Geringe Stellfläche
  • Spielt auch mit zugeklapptem Display
  • Guter Klang
  • Kompakte Bauweise
  • Großer interner Akku
Contra
  • Bedienung ist gewöhnungsbedürftig
  • recht teuer
  • Ohne Fernbedienung
  • Kein Bluetooth
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Klangstark: Teufel 3Sixty (2020)

Klangstark

Teufel 3Sixty (2020)

Test: Teufel 3sixty (2020)
Das Teufel 3sixty hat in der neuen 2020er-Generation nochmal deutlich nachgelegt, der Preis ist dennoch stabil.

Schick sieht es aus, das 3Sixty 2020 von Teufel. Das würfelförmige Gehäuse ist in schlichtes Schwarz gehüllt und macht einen gleichermaßen markanten wie edlen Eindruck. Der Name des teuflischen Radios ist übrigens Programm, denn die mit Stoff überzogenen Lautsprecher tönen aus jeder Richtung. Lediglich der Tieftöner ist von diesem  360-Grad-Sound ausgenommen, weil er »nur« nach unten abstrahlt.

Damit der raumfüllende Rundumklang besser zur Geltung kommt, sorgt die von Teufel entwickelte Dynamore-Surround-Schaltung für das letzte Quäntchen Klangqualität. Für Individualisten gibt es zudem die Möglichkeit, weitere Feineinstellungen am Klang vorzunehmen, die sich natürlich abspeichern lassen.

Das bunte Display des Teufel wird zu beiden Seiten von Bedienknöpfen flankiert. Eine Ebene darunter befinden sich die Bedientasten. Alternativ gibt es noch eine kleine Fernbedienung. Für Smartphone-Enthusiasten gibt es auch die Möglichkeit, das Radio mittels Remote-App zu steuern. Teufel setzt beim Gehäuse seines Internetradios nicht auf Holz wie die meisten anderen Hersteller, sondern auf ABS-Kunststoff.

Um zu Streamen ist sowohl Spotify Connect, als auch Amazon Music vorinstalliert. Wem das nicht reicht, der kann dank der Bluetooth-Schnittstelle auch Musik vom Handy abspielen, oder einen USB-Datenträgers anschließen. Unterm Strich ist das 3Sixty 2020 im Vergleich zum Vorgängermodell noch einmal deutlich verbessert worden und sucht, was den raumfüllenden Klang angeht, seinesgleichen.

Fantastischer Sound: Loewe klang s1

Fantastischer Sound

Loewe klang s1

Test: Loewe Klang S1
Beim Loewe klang s1 sind feinste Materialien vorbildlich verarbeitet, bei den Streamingfähigkeiten und dem Klang setzt es ebenfalls Maßstäbe.

Nachdem Loewe bereits vor etwa einem Jahr das klang s1 zusammen mit einigen anderen Produkten vorgestellt hat, sind die ersten davon nun endlich lieferbar. Das Warten hat sich beim s1 allerdings auch jeden Fall gelohnt. Schon das Design weicht vom Gewohnten ab. Leider müssen Sie dafür auch etwas tiefer in die Tasche greifen.

Das Internetradio von Loewe bringt auch einiges auf die Waage. Das Aluminium-Gehäuse ist teils mehrere Millimeter dick und auch die für den guten Sound verantwortlichen Lautsprecher-Chassis sind sicher alles andere als leicht.

Auf der Oberseite des Internetradios von Loewe ist, quasi liegend, das Farbdisplay angebracht. Die Bedientasten sind rechts daneben aufgereiht. Die beiden Pfeiltasten stechen durch ihr außergewöhnliches Design – sie sind rechtwinklig eingefräst – besonders ins Auge. Das mag zunächst etwas ungewohnt sein, aber man gewöhnt sich schnell daran. Ganz rechts ist noch ein Drehrad, mit dem sich die Lautstärke regeln und das Radio ein- beziehungsweise ausschalten lässt.

Übrigens ist das Netzteil eingebaut, wodurch das s1 kein Steckernetzteil in Beschlag nimmt.

Zusätzlich zu DAB+, UKW und natürlich Internetradio, stehen auch Deezer, Spotify Connect und Amazon Music zur Verfügung. Sie lassen sich via Icons direkt im Menü oder mit der Fernbedienung abrufen. Die Fernbedienung liegt aufgrund ihrer Größe übrigens sehr angenehm in der Hand. Auch das großzügige Tastenlayout überzeugt.

Auch was den Klang angeht lässt Loewe sich nicht lumpen: Dank des massiven Gehäuses kommt es nicht zu unschönem Dröhnen. Auch bei hoher Lautstärke ist der Sound klar, natürlich und trotzdem raumfüllend.

Das klang s1 von Loewe überzeugt rundum und für die hochwertigen Materialien und deren hervorragende Verarbeitung legt man gerne ein paar Euro mehr an.

Retro-Design: Roberts Revival iStream3

Retro-Design

Roberts Revival iStream3

Test: Roberts Revival Istream3
Das Design kommt aus den 50ern, die Technik und das Streaming-Erlebnis sind absolut zeitgemäß.

Im Retro-Design der 50er kommt das Roberts Revival iStream3 daher. Die kunstledernde Oberfläche ist in neun Farben zu haben und passt hervorragend zu den goldenen Applikationen und den elfenbeinfarben abgesetzten Bedienelementen. Die Technik ist auf dem neusten Stand und eignet sich zum Radiohören via Antenne und Internet ebenso wie zum Musikstreamen.

Strom bekommt das Radio von sechs Batterien oder per Akku, hierfür muss je nach Stromquelle ein Umschalter im Akkufach betätigt werden. Die Bedienelemente befinden sich auf der Oberseite, genauso wie das farbige Display und fast alle Anschlüsse. So können USB- und AUX-Quellen, aber auch Kopfhörer angeschlossen werden. Ein Tragebügel erleichtert den Transport.

Eine Fernbedienung gibt es zwar nicht, das Revival lässt sich aber auch ohne Probleme am Gerät bedienen. Alle Quellen, auch die besten Streaming-Anbieter, sind als Icon auf dem Display hinterlegt und direkt anwählbar. Stations- bzw. Speichertasten haben auf dem Gerät aber keinen Platz mehr gefunden. Hierfür muss man sich durch das Menü klicken. Einen direkten Zugriff auf die vorhandene Klangregelung gibt es ebenfalls nicht.

Der ist aber auch nur selten nötig, denn das Roberts hat trotz Monowiedergabe einen sehr guten Klang. Verbaut wurden hierfür gleich zwei Lautsprecher – einer für die tiefen und mittleren Töne und einer für die Höhen. Im Menü finden sich mehrere Presets für die Klangcharakteristik, es lassen sich aber auch eigene Einstellungen der Höhen und Bässe abspeichern.

Das Revival iStream3 ist zwar etwas kostenintensiver, dafür erhält man aber auch ein markantes Design, moderne Technik und eine hohe Verarbeitungsqualität.

Kompaktes Klangwunder: Pure Evoke Spot

Kompaktes Klangwunder

Pure Evoke Spot

Test: Pure Evoke Spot
Das Evoke Spot von Pure kommt mit geringer Stellfläche aus, Design, Verarbeitung und Klang sind vom Feinsten.

Schon lange steht Pure für besondere Designlösungen und auch das Evoke Spot bildet hier keine Ausnahme. Das kompakte Gerät bietet sich für Orte mit wenig Stellfläche an oder wenn man schlicht ein kompakteres Gerät bevorzugt. Trotzdem macht das Pure-Radio kaum Abstriche in Sachen Klang und Ausstattung. Die Stoffbespannung des Lautsprechers ist übrigens ein zentraler Bestandteil des Designs und besteht zu 90 Prozent aus Wolle, die ökozertifiziert ist.

Ein weiteres herausragendes Merkmal ist, von der Hochkantform des Gerätes einmal abgesehen, das Display auf der Oberseite des Radios. In der Ruheposition ist es zugeklappt. Klappt man es auf, hat man Zugang zu weiteren Bedienelementen wie etwa dem Quellenumschalter und dem Scrollen durchs Menü.

Sobald das Evoke Spot eingerichtet ist, kann man das Display getrost wieder schließen. Die Wiedergabe läuft weiter und die wichtigsten Bedienelemente, wie etwa der Knopf zum Regeln der Lautstärke beziehungsweise dem An- und Ausschalten sowie die vier Favoriten-Tasten sind direkt erreichbar.

Leuchtet der Ring um den Lautstärkeregler, ist das Radio eingeschaltet. Bei einmaligem Drücken wird die Musik stummgeschaltet; der Ring blinkt dann langsam. Erneutes kurzes Drücken schaltet Leuchtring und Musik wieder ein. Drücken Sie länger auf den Ring, schaltet sich das Radio komplett aus.

Leider hat das Radio keine Fernbedienung. Dafür ist neben Internetradio, UKW und DAB+ auch Spotify Connect direkt verfügbar, da es bei Ankunft bereits vorinstalliert ist. Außerdem kann das Evoke Spot via Bluetooth Inhalte direkt vom Smartphone wiedergeben.

Und obwohl es nur Monosound bietet ist dieser erstaunlich erwachsen. Der Klang ist natürlich und hat ordentlich Bass. Ermöglicht wird das in großen Teilen von der Bassöffnung im Boden des Gerätes.

Mobil dank Akku: Nordmende Transita 120IR

Mobil dank Akku

Nordmende Transita 120IR

Test  besten Internetradios: Nordmende Transita 120IR
Kompakt gebaute, gut verarbeitete und modernste Technik im klassischen Gehäuse.

Der traditionsreiche Name Nordmende ist wieder da, allerdings nur als Markenname einiger Produkte aus dem Hause TechniSat. Beim Transita 120IR hat man sich trotzdem an das Nordmende-typische Design gehalten und vorzugsweise Holz und Alu verbaut. Daher ist es wenig überraschend, dass das Transita für Internetradios stolze 1,5 Kilo schwer ist. Das Gewicht ist allerdings auch auf den Akku zurückzuführen. Dieser läuft mehrere Stunden, je nachdem wie das Radio genutzt wird. WLAN frisst den Akku schneller leer als DAB+ und UKW, aber auch die Lautstärke ist in diesem Zusammenhang relevant.

Dank intuitiver Steuerung durch die Drehknöpfe hat man sich schnell eingewöhnt. Auf den darunter liegenden Favoritentasten lassen sich insgesamt zehn Lieblingssender speichern – egal ob diese über Internetradio, DAB+ oder UKW empfangen werden.

Beim Sound müssen aufgrund des Mono-Lautsprechers leider leichte Abstriche gemacht werden, hier ist die Konkurrenz doch etwas klangkräftiger. Der starke interne Akku und die damit verbundene Mobilität, das schicke Retro-Design sowie der vergleichsweise niedrige Preis sind aber doch einige Argumente für das Transita 120IR.

Was gibt es sonst noch?

Ein Hingucker ist das Hama DIR3300SBT. Das liegt an der ungewöhnlichen Form sowie der Stoffbespannung. Die beiden Lautsprecher strahlen zu den Seiten hin ab, weswegen auch hier darauf geachtet werden sollte, das Radio frei hinzustellen. Aber auch dann zeigen sich Defizite beim Sound: Dieser wirkt leicht verfärbt aufgrund des aus leichtem Kunststoff bestehenden Gehäuses. In kleinen Räumen und bei geringer Lautstärke zeigt sich dies noch nicht so sehr, weswegen das DIR3300SBT dafür – auch wegen seiner Optik – nicht schlecht geeignet ist.

Das Sangean WFR 70 ist schmal und nimmt somit wenig Platz ein. Sein größtes Plus ist jedoch, dass er Buchsen zum Anstecken eines weiteren Lautsprechers sowie eines Subwoofers hat. Aber auch ohne dieses Zusatzequipment hat das WFR 70 einen passablen Sound.

Ein weiteres mobiles Internetradio ist das Sangean WFS 58. Es kann durch Batterien oder Akkus betrieben werden und hält auch dann einige Stunden durch. Verbindungen über WLAN, Bluetooth und LAN sind ebenso möglich. Eine Fernbedienung gibt es nicht, wohl weil man diese unterwegs nur verlieren könnte. Aber auch die Bedienung am Gerät selbst fällt nicht schwer. Für ein Monogerät ist der Sound – wie bei Sangean zu erwarten – wirklich gut.

Wer sein Internetradio in der Küche aufhängen möchte, kann dies mit dem Imperial Dabman I450 tun. Mit den mitgelieferten Bügeln und zugehörigem Befestigungsmaterial kann man es ganz klassisch unter einem Hängeschrank befestigen. Das muss man aber nicht tun, auch sonst sorgt ein nach unten strahlender Subwoofer für kräftigen Klang. WLAN, Bluetooth, LAN – alle wichtigen Verbindungsmöglichkeiten sind verfügbar.

Die besten Internetradios mit CD

Wer hin und wieder noch seine alten CDs in seinem Radio hören möchte, für den bietet sich ein Internetradio inklusive CD-Fach an. Diese Vielseitigkeit muss man allerdings auch bezahlen: Die meisten dieser Internetradios kosten weit über 200 Euro.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
KlassischHochwertigGut und günstigAuffälliges DesignFür die Küche
Test: Technisat Digitradio 3 IrTest: Teufel MusicstationTest: Albrecht Dr 690 CdTest: Hama Dir3510scbtxTest besten Internetradios: Imperial DABMAN i450 CD
Modell Technisat DigitRadio 3 IR Teufel Musicstation Albrecht DR 690 CD Hama DIR3510SCBTX Imperial DABMAN i450 CD
Pro
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gut ausgestattet
  • Amazon Music integriert
  • Hervorragender Klang
  • Außergewöhnliches Design
  • Innovatives Bedienkonzept
  • Guter Klang
  • Sehr gute Ausstattung
  • Günstiger Preis
  • Sehr guter Klang
  • Außergewöhnliches Design
  • Sehr viele Schnitsttellen
  • Hervorragender Klang
  • Sehr gute Ausstattung
  • Kopfhörer- und USB-Buchse von vorn zugänglich
Contra
  • Spotify nur über Smartphone
  • Lautstärke reicht nur für kleinere Räume
Bester Preis
  Technische Daten anzeigen

Klassisch: TechniSat DigitRadio 3IR

Klassisch

Technisat DigitRadio 3 IR

Test: Technisat Digitradio 3 Ir
Das DigitRadio 3 IR klingt hervorragend, ist sehr gut ausgestattet und toll verarbeitet.

Das TechniSat DigitRadio 3IR ist ausschließlich in Schwarz und mit gebürsteter Aluminiumfront erhältlich. Seine Verwandtschaft zu anderen Varianten des DigitRadio 3 – etwa dem DigitRadio 3 Voice, das ebenfalls von uns getestet wurde – kann es nicht leugnen. Beim Voice kommt die hauseigene Sprachsteuerung von TechniSat zum Einsatz. Diese greift nicht auf Online-Datenbanken zu, da ihr der Internetzugang fehlt. Auch beim DigitRadio 3 läuft alles offline; hier empfangen Sie DAB+ und UKW. Im Gegensatz dazu hat das DigitRadio 3 IR integriertes WLAN und somit Zugang zu allen Internet-Radiosendern.

Das farbige Display zeigt die Logos von Radiosendern und Albumcover in ihrer vollen Pracht und hoher Auflösung an. Das Gehäuse ist primär aus Holz, MDF (mitteldichte Faserplatten) um genau zu sein, und hat die übliche Quaderform. Ebenso klassisch ist die Aufteilung der Frontpartie. Mittig findet sich das Bedienteil mit allen wichtigen Tasten und darüber das Display. Dazwischen liegt beim DigitRadio 3 IR noch das Slot-in-Laufwerk. Links und rechts von den zentralen Elementen befinden sich die Lautsprecher. Für den Sound hat TechniSat wieder Unterstützung vom Audiospezialisten Elac bekommen.

Bedienen lässt sich das Gerät sowohl über die Bedienelemente am Radio selbst als auch per Fernbedienung. Unserer Meinung nach sind die Bedientasten am Radio allerdings wesentlich angenehmer aufgeteilt als die relativ kleinen Äquivalente der Fernbedienung.

Über den Tasten für den CD-Betrieb sind weitere vier. Mit diesen lässt sich unter anderem der Sendersuchlauf starten und die Medienquelle wechseln. Darüber ist das CD-Laufwerk, das auf dem schwarzen Untergrund kaum sichtbar ist. Über dem SlotIn-CD-Laufwerk sitzt das Display. Auf gleicher Höhe befinden sich außerdem drei Direktwahltasten, mit denen man mit nur einem Knopfdruck seinen Lieblingsradiosender hören kann, sowie die Kopfhörerbuchse.

Bei einigen Geräten findet man die Kopfhörerbuchse auf der Rückseite, was den Zugang unnötig schwer macht. Beim 3 IR findet sich hinten nur ein Audio-Eingang und ein USB-Anschluss. Diese werden seltener genutzt als der Kopfhöreranschluss.

Das Einrichten des Radios ist sehr einfach. Die Internetverbindung wird mittels eines kompatiblen Routers via WPS erledigt. Eine Passworteingabe ist nicht nötig. Auch der Sendersuchlauf für UKW und DAB+ ist schnell erledigt. Gefundene Sender lassen sich in der Favoritenliste speichern. Insgesamt lassen sich 30 Favoriten speichern. Drei davon können Sie auf die Favoritentasten neben dem Display legen. Aber auch der Rest ist mit zwei Klicks schnell abgerufen.

Sowohl Spotify als auch Amazon Music sind bereits hinterlegt. Sie müssen sich nur noch mit ihrem Account anmelden und schon kann es mit dem Musik-Streaming losgehen. Das wichtigste Feature ist jedoch, dass eine eingeschobene CD automatisch abgespielt wird. Es ist kein umschalten auf CD-Betrieb oder Ähnliches nötig. Bei vielen anderen Geräten ist dies leider nach wie vor der Fall. Das DigitRadio 3 IR hingegen beginnt sofort mit der Wiedergabe und ist dabei dank seinem hochwertigen Laufwerk frei von mechanischen Störgeräuschen. Lediglich ein leises Surren beim einlegen und auswerfen der CD ist zu hören.

Verglichen mit dem DigitRadio 600 ist das 3 IR etwas kleiner und hat auch keinen Subwoofer. Dafür sind die beiden Breitband-Lautsprecher sehr gut aufeinander abgestimmt und bekommen bei tiefen Tönen Unterstützung von je einer Bassreflexöffnung. Die Abstimmung des Sounds ist natürlich und liefert ein solides Bassfundament. Wie bereits erwähnt ist hierfür Elac verantwortlich. Das Ergebnis zeigt, dass die Zusammenarbeit der Kieler Spezialisten mit TechniSat sehr fruchtbar ist.

Die Lautsprecher sorgen sowohl für ein solides Bassfundament als auch gute Sprachverständlichkeit. Bei Bedarf lassen sich Höhen und Tiefen außerdem mit der EQ-Taste (Equalizer-Taste) der Fernbedienung individuell nachjustieren. Schön ist auch, dass selbst bei voller Lautstärke keine Verzerrungen zu hören sind.

Bei unserem Test sind uns keine wirklichen Nachteile des DigitRadio 3 IR aufgefallen. Natürlich wäre NFC-Unterstützung komfortabler und manch einer hätte den USB-Anschluss eventuell lieber auf der Vorderseite. Bedenkt man den sehr erschwinglichen Preis ist all dies jedoch Jammern auf hohem Niveau. Sowohl Klang als auch Verarbeitung des Radios machen diese empfundenen Mängel wieder wett.

Hochwertig: Teufel Musicstation

Hochwertig

Teufel Musicstation

Test: Teufel Musicstation
Die Musicstation von Teufel ist eine Design-Ikone und kann überdies auch mit den inneren Werten überzeugen.

Wie schon das kleinere 3Sixty, ist auch die Musicstation von Teufel ein Hingucker. Auffällig ist nicht nur das schwarze Design, sondern auch die Breite des Radios: Mit 53 Zentimetern führt die Musicstation das Testfeld in dieser Disziplin sogar an. Ansonsten hält sich der Bolide aus dem Hause Teufel beim Design jedoch angenehm zurück, lediglich eine Touch-Fläche ist als Bedienelement zu erkennen.

Mittig, auf der Oberseite des Gehäuses eingelassen, befindet sich das Farbdisplay, dahinter gibt es einen Schlitz für CDs. Positiv ist zudem, dass das Netzteil fest integriert ist und man somit zusätzlich zum großen Radio nicht auch noch ein Steckernetzteil unterbringen muss.

Neben der CD kann man auch DAB, Internetradio und natürlich UKW als Musikquelle nutzen. Weitere Anschlussmöglichkeiten, in Form von einem USB- und einem AUX-Eingang, sind an der Seite des Gerätes hinter einer Klappe verborgen. Abgerundet wird das Angebot von Spotify und Amazon Music, die als Streaming-Dienste fest in der Radio-Software integriert sind.

Bedient wird die Musicstation mithilfe eines runden Touch-Drehknopfes sowie einer weiteren berührungsempfindlichen Fläche links davon. Die sechs integrierten Lautsprecher verfügen jeweils über ein Bass- und zwei Breitband-Chassis pro Kanal. Bassreflexöffnungen unterstützen den Sound im Tieftonbereich zusätzlich. Das Ergebnis ist ein voller Klang, der ohne Probleme ein ganzes Wohnzimmer beschallen kann.

Die hauseigene Entwicklung namens Dynamore Ultra Schaltung sorgt ferner dafür, dass sich die Stereobreite mittels Tastendruck nochmal erweitern lässt. Höhen und Bässe können im Menü angepasst werden. Derartige Einstellung lassen sich natürlich auch abspeichern und sind so jederzeit abrufbar.

Gut und günstig: Albrecht DR 690 CD

Gut und günstig

Albrecht DR 690 CD

Brandneu erhältlich ist das Albrecht DR 690 CD. Albrecht-typisch ist der günstigere Preis, wobei aber auch nicht auf gute Ausstattung verzichten werden muss. Das DR 690 CD ist allerdings nur in Schwarz auf dem Markt.

Auch dieses Modell fällt ziemlich groß aus und erfordert daher genügend Platz – auch nach oben. Die Bedientasten sind nämlich auf der Oberseite angebracht, weswegen sich das DR 690 eher nicht dazu eignet, in ein hohes Regal gestellt zu werden. Das Bedienfeld an sich ist wie die mitgelieferte Fernbedienung einfach gehalten und leicht verständlich.

Bei der Ausstattung fehlen nur Details, etwa das Spotify-Icon (oder auch andere Streamingdienste) im Menü. Wer daher Musik von Spotify über das DR 690 CD abspielen möchte, kann dies nur mit Smartphone per Bluetooth-Verbindung tun. Darüber hinaus gibt es keine USB-Buchse. Sonst ist aber alles Wichtige, inklusive DAB+ und UKW mit RDS, vorhanden.

Das CD-Laufwerk ist hier ein ein- und ausfahrbarer Schlitten. Im Gegensatz zur Slot-In-Technik hat das den Vorteil, dass es zu keiner »Verstopfung« kommen kann. Man sieht schließlich immer, ob schon eine CD drin liegt.

Wie auch bei vielen anderen Internetradios mit CD-Laufwerk gilt: Der Sound profitiert vom großen Gehäuse und den zwei Bassreflex-Öffnungen. Selbst bei hohen Lautstärken ist kaum Qualitätsabfall merklich. Nur in wirklich großen Räumen geht der Klang das DR 690 CD etwas unter. Für den unter Internetradios mit CD-Laufwerk unschlagbaren Preis sind kleinere Schwächen aber absolut hinnehmbar.

Auffälliges Design: Hama DIR3510SCBTX

Die Form und der Standbügel lassen das Hama DIR3510SCBTX sehr leicht wirken. Dabei ist das Gehäuse des Radios ebenso stabil wie das anderer Hersteller. Dementsprechend liegt es mit seinen vier Kilo Gesamtgewicht auch durchaus im Rahmen. Die Bedienelemente – zwei Reihen an Tasten sowie ein Jog-Dial – sind um das Display herum angeordnet. Der CD-Schacht ist sehr schmal und unscheinbar. Er öffnet und schließt sich recht schnell und ist dabei auch nicht wackelig.

Da das DIR3510SCBTX etwas nach oben geneigt dasteht, macht es auch auf  einem niedrigen Siedeboard eine gute Figur. Aus genau diesem Grund sollten Sie allerdings auch darauf achten, es nicht zu hoch aufzustellen.

Das Verbinden mit dem Netzwerk funktioniert mit WPS in aller Regel problemlos. Sollte es doch einmal Schwierigkeiten geben kann auf die LAN-Buchse ausgewichen werden. Das Bluetooth muss dafür ohne aptX-Codec und NFC auskommen. Auch erschließt sich die Bedienung des Gerätes nicht immer auf Anhieb. So kann man etwa das CD-Laufwerk nur öffnen wenn die entsprechende Taste am Gerät gedrückt wird. Allerdings funktioniert das nur, wenn das Radio auch im CD-Betrieb ist. Und auf der Fernbedienung gibt es überhaupt keine Taste zum Öffnen des CD-Faches. Zudem fiel bei unserem Test auf, dass leicht zerkratzte CDs nicht komplett gelesen werden können und so Aussetzer produzieren.

Zwei nach vorne gerichtete Breitbänder sind beim DIR3510SCBTX verbaut. Rückseitig sind die Bassreflex-Öffnungen zu finden. Ein zusätzliches Bass-Cassis ist nicht vorhanden. Dafür ist der Sound sehr gut. Obwohl es beim Maximalpegel zu keinen erkennbaren Verzerrungen kommt, eignet sich das Radio doch mehr zur Beschallung von mittelgroßen Räumen. Bei Zimmern über 20 Quadratmeter klingt das DIR3510SCBTX doch ein bisschen verloren.

Wer einmal etwas anderes als die typische Quaderform möchte und keine allzu alten, ramponierten CDs hat, trifft mit dem DIR3510SCBTX eine gute Wahl. Vor allem, weil auch der Preis in Ordnung ist.

Für die Küche: Imperial Dabman i450 CD

Für die Küche

Imperial DABMAN i450 CD

Test besten Internetradios: Imperial DABMAN i450 CD
Das Dabman i450 CD bringt direkt ein komplettes Montageset mit, um es unter den Hängeschrank in der Küche montieren zu können.

Das Imperial Dabman i450 CD eignet sich gut dazu, unter einen Hängeschrank in der Küche montiert zu werden. Dafür liegt sogar ein Montage-Set bei. Für die Küche empfiehlt sich das Modell in Weiß, wer das nicht möchte, muss auf Schwarz zurückgreifen. Gut durchdacht ist, dass USB- und Kopfhörerbuchse sich hier auf der Vorderseite befinden. Hinten befindet sich ein Netzschalter, die LAN-Buchse und die einzige Bassreflex-Öffnung.

Die Bassreflex-Öffnung arbeitet einzig für den Basslautsprecher, der im Boden sitzt und wie ein Subwoofer für kräftigen Tiefbass sorgt. Falls man das Dabman i450 CD nicht aufhängt, so sorgen Füße für den nötigen Abstand vom Basslautsprecher zum Boden. Rechts und links befinden sich die beiden Breitbandlautsprecher, die somit nur für hohe und mittlere Töne zuständig sind.

Neben den üblichen Quellen DAB+, UKW und Internetradio werden einige Streamingdienste unterstützt, Spotify sogar mit eigenem Icon im Menü. Das CD-Laufwerk ist auch hier mit Slot-In-Funktion ausgestattet.

Gerade für die Küche eignet sich das Dabman i405 also. Es wurde gut darauf geachtet, dass das Montieren unter einen Hängeschrank keinerlei Einschränkungen hervorruft. Wirkliche Defizite sind nicht zu finden, der Preis ist für die Ausstattung auch in Ordnung.

Was gibt es sonst noch?

Ähnlich zu unserem Preistipp von Albrecht ist das Lenco DIR-260BK. Der gravierendste Unterschied ist da schon die Anordnung der Bedientasten, die hier unter dem Display zu finden sind. Das Radio ist nur in schwarz erhältlich, das Gehäuse aus Holz ist aber grundsolide und sorgt für einen guten, dröhnfreien Klang. Neben Internetradio, UKW, DAB sowie CD befindet sich rückseitig auch ein analoger AUX-Eingang. Auch der Kopfhörer-Anschluss ist dort zu finden. Das ist für den täglichen Gebrauch zwar etwas unpraktisch, dennoch ist das Lenco eine gute Alternative zu unserer Albrecht-Empfehlung.

Wem Geld egal ist, für den ist das Roberts Stream 67 vielleicht das Richtige. Es ist sogar noch schwerer als das TechniSat Digitradio 600, was auch daran liegt, dass es von gebürstetem Alu umschlossen ist. Überhaupt ist die Verarbeitung sehr sauber, die beiden Drehknöpfe für Tuning und Lautstärke laufen absolut weich. Dank der Größe des Innenraums finden hier ganze vier Lautsprecher-Chassis Platz. Die beiden Mittelhochtöner arbeiten nach vorne, die beiden Tiefton-Chassis mit der Bassreflex-Öffnung nach hinten.

Wie bei TechniSat wird ein Slot-in-CD-Laufwerk genutzt, genauso findet man aber AUX- und Kopfhörerbuchse nur auf der Rückseite, was manchmal unpraktisch ist. Der Klang ist sehr voluminös, der Tieftonbereich entfaltet sich am besten, wenn das Stream 67 frei aufgestellt wird. Entsprechend verändert sich der Bass ein wenig, wenn das Gerät näher an einer Wand steht. Der Klang und insbesondere der Bass kann außerdem über den Equalizer individuell angepasst werden.

Wissenswertes über Internetradios

Die meisten Geräte ähneln sich sehr in der Menüführung. Darin kann man etwa nach Lieblingsgenre oder Art des Radiosenders filtern und diese auch auf Stationstasten speichern. Auf einigen getesteten Internetradios ist zudem Spotify vorinstalliert. Häufig kann man die Premium-Version einige Zeit lang kostenlos nutzen, aber auch für danach bietet Spotify eine kostenlose Variante – allerdings mit Werbung – an. Wer einen anderen Musik-Streaming-Dienst wie etwa Deezer oder Amazon Music nutzt, bekommt Zugang dazu über die UNDOK-App von Frontier Silicon. Diese ist kostenfrei für iOS und Android und wird von den meisten Geräten unterstützt.

 Internetradios Test: Sub Multiroom

Nicht nur für die UNDOK-App ist Frontier Silicon verantwortlich. So liefern sie auch den Haupt-Chipsatz für die allermeisten Internetradios und verwalten die Datenbank, in der nach Sendern gesucht wird. Einziger Konkurrent in der Branche ist Reciva. Deren Datenbank kommt auf deutlich weniger Internetradios zum Einsatz. Da Kunden aber scheinbar insgesamt zufrieden mit dem Angebot von Reciva sind, besteht inzwischen die Möglichkeit, Reciva in ein Radio zu implementieren, das sonst von Frontier Silicon ausgestattet ist.

Die Datenbanken von Frontier Silicon und Reciva unterscheiden sich letztlich nur in der Anzahl der verfügbaren Sender. Frontier Silicon bietet aktuell circa 30.000 bis 40.000 Sender an, während Reciva eigenen Angaben zufolge auf 50.000 Sender zurückgreifen kann. Das liegt aber auch an Doppelungen und Karteileichen.

Generell kann jedes in einem WLAN befindliche Internetradio in ein Multiroom-System eingebunden werden. So kann das Radio in mehreren Räumen und über verschiedene Lautsprecher gleichzeitig gehört werden. Dafür gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Einige Hersteller wie Bose oder Sonos setzen dabei auf ihre eigenen Produkte. Das Multiroom-System funktioniert also nur, wenn man komplett mit Technik aus einem Hause ausgestattet ist. Etwas flexibler ist man mit der zweiten Möglichkeit, der bereits erwähnten UNDOK-App. Dabei ist man nicht auf die Standards einzelner Hersteller angewiesen, solange alle beteiligten Geräte UNDOK unterstützen. Bei Produkten von TechniSat stehen den Nutzern mittlerweile sogar beide Wege offen. Die Internetradios sind kompatibel mit UNDOK, können sich aber auch über die herstellereigene Connect App mit Lautsprechern verbinden.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.