Test: Digitalradio Stationaer

Digitalradios im Test : Für digitalen Radiogenuss

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Veröffentlicht 24.09.2020

Egal ob Zuhause oder Unterwegs: Das Radio ist mit seinem Mix aus Unterhaltung und Information immer noch ein beliebtes Medium. Hierbei hält die digitale Technik immer mehr Einzug. Wir haben 20 Digitalradios getestet.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Trotz vieler technischer Neu- und Weiterentwicklungen ist das Radio nach wie vor ein gefragtes Medium. Ob als Wecker, beim Frühstück oder auf dem Weg zur Arbeit – das Radio versorgt seine Konsumenten den ganzen Tag mit Unterhaltung und Information. Gerade mit der Umstellung von UKW auf DAB+ hat sich auf dem Markt der Digitalradios nochmal einiges getan. Doch welches Gerät eignet sich am besten für den Genuss unterwegs und welches ist im Haus am besten aufgehoben?

Digitalradios für Zuhause

Egal ob im Schlafzimmer, der Küche oder im Badezimmer: Ein Radio findet sich in vielen Räumen wieder und hat als Medium noch längst nicht ausgedient. Wir haben zunächst 10 Digitalradios für den stationären Gebrauch getestet.

Das Rundum-Paket: TechniSat Digitradio 4

Das TechniSat Digitradio 4 bietet das Rundum-Paket: Es ist einfach zu bedienen, hat einen guten Empfang und einen hervorragenden Sound. Trotzdem ist es für einen erschwinglichen Preis zu haben. Das Digitradio 4 ist in zwei Versionen verfügbar: Mit einem schwarzen oder einem weißen Gehäuse – das Bedienfeld ist jeweils mit gebürsteten Aluminium gestaltet. Das einfarbige Display ist mit zwei Zeilen recht klein.

Über Stations- beziehungsweise Speichertasten lassen sich vier Sender einspeichern und so mit einem Tastendruck direkt abrufen. Der Empfang ist ziemlich stabil und der Sendersuchlauf listet in unter einer Minute alle am Standort empfangbaren Sender auf.

Auf der Vorderseite des Digitalradios findet man neben dem Display und den Speichertasten noch einen Kopfhöreranschluss. Die Rückseite bietet einen AUX-Eingang für eine analoge Quelle. Über Bluetooth kann man das Digitradio 4 auch mit dem Smartphone verbinden, um so über das Digitalradio Musik von dieser Quelle zu streamen.

Für den Klang arbeitet TechniSat zusammen mit den Audio-Spezialisten von Elac. Das begrenzte Volumen des Digitalradios wurde hier gut ausgeglichen: Der Schwerpunkt liegt dabei auf einem präzisen Tiefgang statt auf schierer Lautstärke. Stellt man den Equalizer in die Neutral-Stellung, so ist es auch möglich, das TechniSat Digitradio 4 voll aufzudrehen ohne dass der Klang verzerrt wird. Den Bass kann man auch zusätzlich zu einem gewissen Grad anheben. Obwohl die Lautsprecher nah beieinander gebaut sind, ist die Stereobasis beeindruckend.

Das einzige Manko ist bei diesem Digitalradio der Bedienkomfort, da keine Fernbedienung vorhanden ist. Auch dass das einfarbige Display in seinen zwei Zeilen nur wenige Informationen anzeigt, mag auch den ein oder anderen stören. Alternativ bietet sich hier das TechniSat Digitradio 3 mit Fernbedienung und CD-Laufwerk an, welches schon länger verfügbar und nur ein wenig teurer ist.

Für gehobene Ansprüche: Sangean DDR-47BT

Das Sangean DDR-47BT gibt es schon seit einiger Zeit zu kaufen und überzeugt mit seinem klassischen Design aus Holzfurnier und grauer Frontpartie. Eben diese Frontpartie verfügt über ein Touchfeld, ein SlotIn CD-Laufwerk und ein dreizeiliges, blau leuchtendes Display. Die Touchfeld-Tasten sind aufgrund der Kompaktheit des Digitalradios doppelt belegt – hier sorgt die mitgelieferte Fernbedienung für einen besseren Überblick.

Die Rückseite hat allerdings noch viel mehr zu bieten: Hier findet man neben Anschlüssen für Kopfhörer und einem analogen Anschluss auch zwei USB-Anschlüsse, um auf Daten von externen Laufwerken zugreifen zu können. Mit dem DDR-47BT lässt sich auch von CD, DAB+ oder UKW mitschneiden. Der Mitschnitt wird dann auf einer Speicherkarte oder einem USB-Stick gespeichert.

Die Stromversorgung geschieht über ein integriertes Netzteil, das dann über das mitgelieferte Netzkabel mit der Steckdose verbunden wird. Trotz der Kompaktheit des Digitalradios produziert es über die beiden Lautsprecher einen satten Klang: Der Bass wirkt sehr konturiert und auch in den Mitten und Höhen geht es sauber zu. Auch die Stereobasis ist beeindruckend. Die Übertragung per Bluetooth wird unterstützt von aptX-Codec, sodass das Radio beinahe an CD-Qualität herankommt.

Wer das Digitalradio wirklich nur als Radio nutzen möchte, ist mit dem Sangean und seinen vielen Funktionen schnell überfordert. Möchte man allerdings multimedial unterwegs sein und ist dabei auf CD, DAB+ und Bluetooth angewiesen, für den ist der Sangean DDR-47BT ideal.

Für den kleinen Geldbeutel: Lenco DAR-030

Das Lenco DAR-030 bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis: Es verfügt über ein auflösendes Farbdisplay, das viele Informationen des jeweiligen Radiosenders anzeigt. Der Sendersuchlauf zeigt schon nach kurzer Zeit alle empfangbaren Sender auf. Fünf Sender können auch über gut zugängliche Stationstasten eingespeichert werden. Diese können auch mit der mitgelieferten Fernbedienung bedient werden.

Die Rückseite hat keinen analogen Eingang aufzuweisen, dafür funktioniert die Verbindung mit dem Smartphone über Bluetooth hervorragend. Klanglich kann das Lenco DAR-030 nicht ganz mit den anderen getesteten Digitalradios mithalten. Für den günstigen Preis erzeugt er aber bei gemäßigten Lautstärken einen ganz ordentlichen Klang.

Leicht zu bedienen: Hama DR1000DE

Das Hama DR1000DE setzt mit großen Tasten, die jeweils nur eine Funktion haben, und einem großen Anzeigendisplay ganz auf eine einfache Bedienung. So ist das Digitalradio auch entsprechend schnell eingerichtet: Per Sendersuchlauf finden sich in kurzer Zeit alle empfangbaren Sender – vier kann man auf entsprechende Stationstasten einspeichern. Eine Fernbedienung gibt es nicht, dafür kann man an der Seite über einen großen Drehknopf die Lautstärke verstellen oder durch das Menü navigieren.

Da das Hama DR1000DE nur über einen Lautsprecher verfügt, muss man auf Stereoklang verzichten. Abgesehen davon kann man trotzdem ganz gut Musik hören und die Sprachverständlichkeit ist sehr gut. Somit ist das Hama DR1000DE das perfekte Digitalradio für diejenigen, die ein Radio ohne großes Tasten- und Menügewirr nutzen wollen.

Für die HiFi-Anlage: Albrecht DR 50 B

Das Albrecht DR 50 B eignet sich hervorragend, um die Stereoanlage mit einem DAB+ Empfang zu erweitern. Groß wie ein Puck hat das Gerät doch ein gut lesbares Farbdisplay und kann mit dem beiliegenden Audio-Kabel in der Nähe der Stereoanlage angebracht werden. Außerdem kann man sein Smartphone über Bluetooth mit dem Digitalradio verbinden.

Voraussetzung für all diese Funktionen ist ein Cinch-Eingang am Receiver oder Verstärker sowie ein Zugang zu einer Steckdose zur Stromversorgung. Mit dem mitgelieferten microUSB-Stecker geht dies auch über einen in Reichweite vorhandenen USB-Anschluss.

Zum weiteren Lieferumfang gehört eine Wurfantenne sowie ein Audiokabel und einige Adapter. Dank eines sehr empfindlichen Tuners listet das Albrecht DR 50 B nach einem kurzen automatischen Suchlauf alle empfangsbereiten DAB+ Sender auf. Diese Sender kann man den zehn Speicherplätzen zuordnen, die dann mit den Zifferntasten der Fernbedienung aufgerufen werden. Hier findet man außerdem eine Mode-Taste über die man den Bluetooth-Modus einstellen kann. Der Sound ist von der jeweils angeschlossenen Anlage abhängig.

Was gibt es sonst noch?

Das RF-D100BT von Panasonic ist trotz seiner Kompaktheit sehr schwer, was wohl an dem Holzgehäuse und der Vorderseite aus gebürstetem Aluminium liegt. Um das Display mit drei Zeilen sind die Bedienelemente übersichtlich sortiert – eine Fernbedienung gibt es nicht. Auf der Rückseite befinden sich sämtliche Anschlüsse und ein Batteriefach. Dadurch ist das Digitalradio auch mobil einsetzbar. Der Klang ist zwar dünner als bei den Favoriten, das Gerät ist aber dafür kompakter, mobil und kostet weniger.

Das Lenco DAR-012TP kommt im 50er Jahre Retrodesign daher: Die Frontpartie und die Bedienelemente des Digitalradios sind in elfenbeinfarbenem Kunststoff gehalten, die Rückwand besteht aus einer dünnen, aber festen Faserplatte. Eingebaut sind zwei Lautsprecher und das Netzteil plus Kabel. Es gibt neben UKW und DAB+ für analoge Quellen zusätzlich einen Cinch-Eingang. Der Klang kommt nicht ganz an die anderen Digitalradios heran, dafür überzeugt das Design, die Sprachverständlichkeit und auch der Preis.

Das Auna Silverstar CD DAB bietet neben der größten Größe auch die üppigsten Ausstattung im Test: FM, DAB, AUX, USB und BT stehen zur Verfügung und die Anschlüsse hierfür befinden sich alle hinten am Radio. Die Bedienung ist entsprechend unübersichtlich. Auch beim Klang kann das Digitalradio nicht überzeugend: Der Sound klingt mittenbetont und verfärbt – trotz sehr guten Empfangs.

Das Albrecht DR790CD bietet vielfältige Abspielmöglichkeiten, unter anderem auch Bluetooth und CD, allerdings ist der Empfang der DAB+ Sender mit Unterbrechungen verbunden. Das Display ist nicht sehr informativ und das Gerät lässt sich durch seine Unübersichtlichkeit nicht intuitiv bedienen. Positiv sind dagegen das eingebaute Netzteil, der hinten liegende Netzschalter und der sehr gute Klang.

Mobile Digitalradios

Damit man auch unterwegs mit Informationen und Musik versorgt ist, empfiehlt sich ein portables Digitalradio: Hier sollte man beim Kauf auf ein geringes Gewicht sowie auf einen Henkel, Griff oder eine andere Tragemöglichkeit achten. Außerdem sollte das Digitalradio unempfindlich gegenüber Kratzern und kleineren Stößen sein. Ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Batterie- oder Akkubetrieb. Wir haben 10 mobile Digitalradios getestet.

Ideal für unterwegs: Lenco PDR-050

Das Lenco PDR-050 ist besonders für den Gebrauch unterwegs konstruiert, was sich schon an dem Kürzel PDR (Portable Digital Radio) erkennen lässt. Das Digitalradio gibt es in verschiedenen optischen Ausführungen: Schwarz, Rot, Blau und Taupe. Trotz integriertem Akku ist das Radio sehr leicht und man muss nicht über einen zusätzlichen Akku oder Batterien nachdenken.

Mitgeliefert werden zudem ein Steckernetzteil und das passende USB-Ladekabel. Des Weiteren sind ein Audiokabel und eine kleine Fernbedienung enthalten. Diese hat neben den am Gerät befindlichen Tasten noch zehn Speichertasten, um die Lieblingsradiosender einspeichern und schnell abrufen zu können.

Man kann das Lenco PDR-050 auch per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und so Musik abspielen. Sollte das nicht funktionieren, lässt sich auch das Audiokabel an den Kopfhörer-Anschluss des Smartphones anbinden. Außerdem befindet sich ein AUX-Eingang auf der hinteren Seite des Digitalradios.

Die beiden Lautsprecher ermöglichen trotz der Kompaktheit einen passablen Stereosound. Eine Passivmembran auf der Rückseite unterstützt zudem den Tieftonbereich, sodass der Sound so recht voluminös ist. Auch die Sprachverständlichkeit des Lenco PDR-050 ist gut, sodass man auch auswärts gut informiert bleibt.

Edles Design: Pure Evoke H4

Das Pure Evoke H4 überzeugt mit außergewöhnlichem Design sowie hoher Verarbeitungsqualität und ist zudem in verschiedenen Versionen erhältlich: In Eiche oder Walnuss laminiert, oder mit schwarzer beziehungsweise weißer Oberfläche. Die Holz-Versionen kosten hierbei ungefähr das Doppelte. Der Griffbügel des Digitalradios ist aus mattem Alu gefertigt und dient dem eingebauten Wecker zugleich als Schlummer-Taste. Das Farbdisplay hat eine hohe Auflösung und bietet viele Informationen.

Nachteil bei diesem Digitalradio ist, dass der dazugehörige Pure Akku Chargepak F1 nicht im Lieferumfang enthalten ist, sondern für weitere 50 Euro dazu gekauft werden muss, wenn man das Radio unterwegs nutzen möchte. Ein Steckernetzteil zum Laden liegt aber bei. Das Pure Evoke H4 ist nur für einen Monosound ausgelegt, der Lautsprecher sorgt aber trotzdem für einen überzeugenden Klang und durch das massive Gehäuse wird Dröhnen verhindert.

Günstige Alternative: TechniSat Viola 2

Das TechniSat Viola 2 ist besonders für Sparfüchse und Einsteiger geeignet. Es ist dabei so klein, dass es durchaus in einer Hand gehalten werden kann. Da das Digitalradio über keine Stoßkante verfügt, wäre aber auch die Aufbewahrung in einer Tasche ratsam. Die Stärken dieses Digitalradios ist sein Empfang von UKW und DAB+ Radio, Anschlüsse für weitere Quellen oder Bluetooth gibt es nicht.

Der Empfang der Sender ist sehr gut, Speichertasten gibt es jedoch nicht. Dementsprechend überschaubar ist das Bedienfeld: Fünf Tasten sowie ein Multifunktionsknopf müssen für Lautstärke und zum Scrollen reichen. Auf dem Display werden die Grundeinstellungen und der Sender angezeigt, für mehr Informationen und die Möglichkeit Favoriten einzuspeichern, sollte man auf das Viola 2 C für 15 Euro mehr ausweichen.

Das Akkufach bietet Platz für vier AA-Batterien oder Akkus, diese lassen sich nicht im Gerät aufladen. Auf der Rückseite befindet sich außerdem eine Kopfhörer-Buchse. Der eingebaute Lautsprecher des Viola 2 bietet eine gute Sprachverständlichkeit und auch der Klang ist ganz passabel.

Radio und CD-Player in Einem: Panasonic RX-D70BT

Mit zweieinhalb Kilo Gewicht ist das Panasonic RX-D70BT eher weniger zum Herumtragen gedacht, obwohl das mit dem vorhandenen Tragegriff gut möglich ist. Das Gewicht rechtfertigt sich aber auch durch die Ausstattung des Digitalradios: Neben UKW, DAB+ und Bluetooth ist auch noch ein CD-Laufwerk vorhanden. Das einfarbige Display ist groß und informativ. Das große Tastenfeld bietet auch Zifferntasten zum Einspeichern und Aufrufen der Lieblingssender.

In dem Batteriefach auf der Rückseite ist Platz für sechs große Monozellen. Daher finden sich die Anschlüsse für Kopfhörer, USB und ein analoger Eingang auf der Vorderseite. Zwei große Lautsprecher sorgen für die breite Stereobasis des RX-D70BT. Bei zu hohen Pegeln kommt es aber dennoch zu Klangverfärbungen. Möchte man unterwegs neben Radio und Bluetooth gerne auch CDs hören, ist dieses Digitalradio eine gute Wahl, zumal es zu einem günstigen Preis viel bietet.

Ideal fürs Autoradio: Albrecht DR 54

Mit dem Albrecht DR 54 hat jedes Autoradio DAB+ Empfang: Die erste Variante ist das im Lieferumfang enthaltene Audio-Kabel, welches an die AUX-Buchse im Autoradio angeschlossen wird. Alternativ ist auch eine drahtlose Übertragung möglich. Diese erfolgt nicht über das Bluetooth-Protokoll; stattdessen hat das DR 54 einen FM-Sender und bietet somit für die DAB+ Programme einen eigenen Sendeplatz. Die Stromversorgung ist entweder über einen USB-Anschluss oder den Zigarrenanzünder möglich – der passende Adapter wird mitgeliefert.

Das Albrecht DR 54 kann mit den mitgelieferten Montageteilen an der Scheibe, am Armaturenbrett oder am Interieur angebracht werden. Im Lieferumfang sind außerdem alle notwendigen Adapter, Stecker und Kabel enthalten. Das DR 54 bietet somit eine einfache und günstige Lösung das Autoradio digital aufzurüsten und bei der Übertragung mittels UKW-Senders bleibt sogar Platz für eine funktionierende Freisprecheinrichtung.

Was gibt es sonst noch?

Sangean hat eine ganze Reihe an Digitalradios am Start, wobei das DPR-42 das Größte ist. Es hat abgerundete Kanten und ein Gehäuse aus robustem Material. Das DPR-42 bietet ein großes, farbiges Display und fünf Speichertasten an. Neben UKW und DAB+ kann via Bluetooth auch das Smartphone als Quelle genutzt werden. Des Weiteren können in der doppelten Weckfunktion zwei verschiedenen Weckzeiten eingestellt und getrennt aktiviert werden. Dank des recht großen Lautsprechers hält das DPR-42 klanglich mit, darüber hinaus bietet es auch einen Kopfhörer-Anschluss.

Das Sangean DPR-76 ist rundum mit einer Kante aus stoßfesten Gummierung geschützt, die auch ein Abrutschen beim Tragen verhindert. Ein Schalter verriegelt bei diesem Digitalradio wenn nötig die Tasten, sodass nichts ungewollt verstellt wird. Das Farbdisplay ist groß und informativ und in das Batteriefach passen vier AA-Batterien oder Akkus. Die Akkus kann man auch im Gerät aufladen. Das DPR-76 ist ein wenig größer als das Viola 2, kostet dabei fast das Dreifache, ist dafür aber auch deutlich robuster.

Das DPR-64 ist kleiner als die beiden anderen getesteten Geräte aus der Digitalradio-Reihe von Sangean. Durch die Kompaktheit findet es auf einer Handfläche Platz, bietet aber dennoch fünf Stationstasten und einen Schalter, der beim Transport die Tasten verriegelt. Im Akkufach finden zwei Akkus oder AA-Batterien Platz. Zudem ist hier für zusätzlichen Halt eine Stütze vorhanden. Für all das wird allerdings auch ein höherer Preis aufgerufen.

Der Bluetooth-Lautsprecher Pure StreamR hat zusätzlich ein integriertes Radio, das neben UKW auch DAB+ Sender empfangen kann. Wie bei einem zweiteiligen Teleskop wird durch eine feste Berührung der Oberfläche das Radio hochgefahren und eingeschaltet. So wird auch das einzeilige Display sichtbar. Das fest montierte Kabel empfängt als Antenne die Radiosender und dient zusätzlich einer analogen Quelle als Anschlusskabel.

Im Vergleich ist das Pure StreamR Splash flacher als sein Bruder, zudem wasserfest und kann so auch im Badezimmer genutzt werden. Die Touch-Bedientasten befinden sich alle auf der Oberseite. Das Display ist einzeilig und zeigt nur wenige Informationen an. Durch die wasserdichte Konstruktion und den integrierten und ausdauernden Akku ist das StreamR Splash etwas preisintensiver.

Wissenswertes über Digitalradios

Schon in den 40er Jahren nahmen in Deutschland UKW-Sender ihren Betrieb auf. Durch die FM-Technik war die Qualität deutlich besser als bei den bis dahin verbreiteten Mittel- und Kurzwellen – Rauschen und Störungen gab es aber weiterhin. Anfang der 2000er Jahre wurde  dann durch DAB und DAB+ das Radio immer digitaler, was einen weiteren Qualitätsschub und eine gleichzeitige Verringerung der Störgeräusche mit sich brachte. Nach und nach werden alle Sendeanlagen an den digitalen Standard angepasst und seit Januar 2019 dürfen Radiogeräte, die nur analoge Sender empfangen können, nicht mehr angeboten werden.

Die Übertragung beim DAB-Empfang erfolgt durch die Luft über Sendeanlagen. Somit lässt sich bei DAB+ auf eine vorhandene und großflächig ausgebaute Infrastruktur zurückgreifen. Außerdem ist man so von der Netzabdeckung unabhängiger oder von Störungen im Mobilfunk-Netz weniger betroffen. Noch dazu schont DAB+ das Datenvolumen, man braucht für eine Stunde Internetradio circa 50 Megabyte.

Die empfangbaren Programme sind meist Regionalsender, allerdings gibt es mittlerweile eine Vielzahl an überregional verfügbaren Sendern. An dem meisten Orte kommen so an die 20 Programme zusammen. Einen genaueren Überblick über die empfangbaren Sender an Ihrem Standort gibt es hier.

So haben wir getestet

Der Test ist zweigeteilt in Geräte, die mit einem Netzanschluss vor allem stationär betrieben werden und mobile Geräte, die tragbar und mit einem Akku- oder Batteriebetrieb ausgestattet sind. Der Empfang wurde mit allen Geräten am selben Standort getestet. Hat ein Digitalradio einen schlechten Empfang, äußert sich das nicht durch Störgeräusche wie zum Beispiel Rauschen. Vielmehr kommen hier Aussetzer vor und das Radio bleibt stumm. Auch die Bedienung des Digitalradios wurde beurteilt, mit besonderem Augenmerk darauf, dass die sie auch für ältere Menschen einfach zu handhaben ist.

Eine weitere, wichtige Komponente ist natürlich der Klang. Hier sind zwar die stationären Digitalradios im Vorteil, doch auch die kleineren Modelle müssen sich hier nicht verstecken. Zuletzt wurde auch der Lieferumfang und die Ausstattung beurteilt. Nach Möglichkeit möchte man das Radio direkt nutzen, was bei mobilen Geräten problematisch wird, wenn keine Batterien oder Akkus mitgeliefert werden.

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