Soundbars und Sounddecks Test: Heos Bar Subwoofer

Soundbars und Sounddecks im Test : Fetter Sound für flache Fernseher

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Veröffentlicht 25.10.2019

Wem der Sound des Fernsehers nicht reicht, der hat verschiedene Möglichkeiten, um aufzurüsten. Soundbars, die teilweise auch Dolby Atmos unterstützen, sind die platzsparende Methode. Für größere Wohnzimmer kommt ein Sounddeck infrage, das gleichzeitig als Standfläche für den Fernseher dienen kann.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Mit der Zeit wurden die Fernsehbildschirme immer flacher – und mit ihnen auch der Ton. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde eine ganz neue Lautsprecherkategorie entwickelt: die Soundbar. Die ist im Idealfall so schlank und klein, dass man sie direkt unter den Fernseher hängen kann, sofern dieser auch an der Wand befestigt ist.

Obwohl Soundbars nicht gerade voluminös sind, liefern sie doch einen weitaus besseren Klang als die im Fernseher eingebauten Lautsprecher. Logischerweise kommen sie so aber auch nicht an den Sound einer Surround-Anlage heran. Dafür nehmen sie immerhin deutlich weniger Platz weg, da man sich nicht unzählige Lautsprecher ins Wohnzimmer stellen muss.

Mit Dolby Atmos kommt der Sound in einem Surround-System seit einiger Zeit sogar von oben. Manche Soundbars versuchen nun, die fehlenden Deckenlautsprecher mithilfe von Wand- und Deckenreflexionen zu simulieren – das akustisch zu realisieren ist natürlich nicht leicht.

Soundbars

Im Test hatten wir 24 Soundbars, die sich teilweise grundsätzlich voneinander unterscheiden. Manche sind kompakt und schmal, andere schlank und breit. Teilweise werden zusätzlich noch Subwoofer für den Tieftonbereich oder Rear-Lautsprecher für Surround-Effekte angeboten. Daher tut sich eine große Preisspanne auf, die von unter 300 Euro bis weit in den vierstelligen Bereich ragt.

Gerade im teureren Bereich findet man einige hervorragende Modelle. Unter 500 Euro wird die Auswahl kleiner und die Klangqualität nimmt merklich ab. Das reicht dann noch zum normalen Fernsehen, aber für Musik oder eine ordentliche Surround-Imitation braucht es doch eher hochwertigere Modelle.

Starke Bässe: Denon DHT-S716H

Die Denon DHT-S716H tritt die Nachfolge der Denon HEOS Bar an und kommt wie sein Vorgänger eigentlich ohne Subwoofer aus. Im Tieftonbereich findet sich die Denon Soundbar nämlich sehr gut zurecht, ohne dabei zu verzerren oder unkontrolliert zu wirken. Lediglich in größeren Räumen jenseits der 25 Quadratmeter wünscht man sich vielleicht doch manchmal einen etwas druckvolleren Sound.

Vier HDMI-Anschlüsse, Bluetooth und WLAN machen die DHT-S716H zur perfekten Schaltzentrale des heimischen Wohnzimmers. Die HDMI Eingänge übertragen auch die neusten HDR- und 4K-Formate problemlos, weswegen man was die Quellgeräte angeht in keinster Form eingeschränkt wird. Ins Netzwerk bindet man die Soundbar schnell via WPS-Taste am Router oder mit der kostenfreien Heos-App ein. Per App kann man sie auch unkompliziert zu einem Heos-Multiroom-System hinzufügen.

Das Gehäuse ist schön schlank gehalten, die Schnittstellen auf der Rückseite sind dank einer leichten Mulde ziemlich unauffällig. Trotzdem ist alles so groß, dass man nicht auf nervige Fummelei angewiesen ist. Die beiliegende Fernbedienung ist einfach gehalten, macht aber zuverlässig ihre Arbeit. Auf ihr befinden sich sechs Ziffern, die frei belegt werden können, etwa mit dem Lieblings-Internetradiosender oder auch der Übertragung vom Blu-ray-Player.

Legt man Wert auf Surround-Sound, so kann man die DHT problemlos zu einem 5.1-Setup erweitern. Dazu braucht man einen zusätzlichen Subwoofer sowie zwei Rear-Lautsprecher. Untereinander lassen sich die Komponenten per WLAN verbinde, die Steuerung erfolgt dann mit der Heos-App.

Ist alles angeschlossen, findet die Soundbar endlich ihren Platz vor dem Fernseher. Mit nur sieben Zentimetern Höhe sollte sie normalerweise nicht ins Bild ragen. Hängt der Fernseher an der Wand, so kann man die DHT-S716H auch direkt darunter montieren. An der Seite befinden sich übrigens drei Tasten, mit denen man die Lautstärke regeln oder direkt abstellen kann.

Jetzt kann es also losgehen. Unsere Test-Blu-ray Bohemian Rhapsody verlangt den Soundbars einiges ab. Von leisen, intimen Gesprächen bis hin zu kräftigen Stadionkonzerten meistert die DHT-S716H aber alles ohne erkennbare Schwächen. Die Dialoge kommen gut verständlich, aber nicht übertrieben rüber, während die Klangkulisse perfekt zum Geschehen im Bild passt und damit für Gänsehaut-Momente sorgt. Insgesamt ist der Bassbereich – wie bereits oben angedeutet – stark ausgeprägt, dennoch entstehen auch gute Übergänge zu den Mitten.

In größeren oder höheren Räumen erweist sich die Unterstützung durch einen Subwoofer doch als gute Idee. Dafür eignet sich etwa der DSW-1H, der allerdings alleine schon fast so viel kostet wie die Soundbar. Ebenfalls zur Abrundung des Klangs geeignet ist der Surround-Lautsprecher Denon Heos 1 HS2.

Damit hat sich die Denon DHT-S716H gegenüber ihrem Vorgänger sinnvoll verbessert, ohne wirkliche Defizite zu zeigen. So erscheint etwa der Tiefbass noch etwas kontrollierter, was die Klangqualität gerade im Preis-Leistungs-Verhältnis fast unschlagbar macht. Manchen wird womöglich ein Subwoofer fehlen, den man aber – zugegebenermaßen nicht ganz billig – aus gleichen Hause noch hinzukaufen kann.

Erweiterbar: Canton Smart Soundbar 9

Erweiterbar

Canton Smart Soundbar 9

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smartsoundbar
Die Soundbar 9 von Canton ist smart und lässt sich leicht mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweitern.

Die Canton Smart Soundbar 9 ist Teil des Smart-Multiroom-Systems, kann aber natürlich auch einzeln genutzt oder zu einem Surround-System erweitert werden. Dabei hilft momentan noch die Google Home App, an einer hauseigenen Lösung wird noch gearbeitet.

In unserem Test war die Smart Soundbar 9 nicht alleine, sondern bekam Unterstützung vom Subwoofer Smart Sub 8 sowie einem Rear-Lautsprecher-Paar der Smart Soundbox 3. Zusammen belaufen sich die Kosten dann auf rund 2.000 Euro – ein stolzer Preis, der aber auch durch Qualität gerechtfertigt ist.

Die Soundbar alleine kostet 700 Euro und ist recht klein, klingt aber, als wäre sie deutlich größer. Grund dafür sind die an den Seiten befindlichen Lautsprecher-Chassis, die ohne weitere Hilfe schon Surround-Effekte bieten.

Wie auch die Denon-Soundbar bekommt Cantons Modell in größeren Räumen Probleme, besonders weil der Bass dann zu schwach wird. Hier besteht ohnehin noch ein wenig Nachholbedarf, zumindest gegenüber der Denon. Kleine Räume beschallt die Soundbar 9 aber souverän und bedarf dabei keiner Hilfe.

Fügt man schließlich den Subwoofer hinzu, so werden auch große Räume gemeistert. Für klarere Surround-Effekte kann man schließlich noch die beiden Rear-Lautsprecher hinzuziehen. Für die leichtere Kopplung und Abstimmung mit den Mitstreitern bekam die Smart Soundbar 9 übrigens ein Onscreen-Menü, welches über die M-Taste auf der Fernbedienung aufgerufen wird. Darin findet man gut strukturiert alle wichtigen Funktionen, weswegen die Bedienung so einfacher ist als am Display der Soundbar.

Hat man alles einmal eingestellt und die volle Unterstützung zugeschaltet, so kann man sich bei der Canton Smart Soundbar 9 über schönen, klaren Raumklang freuen, der Denon in nichts mehr nachsteht.

Mit Subwoofer und Rears: Teufel CineSystem Pro

Mit Subwoofer und Rears

Teufel CineSystem Pro

Test besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinesystem Pro
Das neue Cinesystem Pro von Teufel ist die höchste Ausbaustufe der CineBar Pro und mit Rear-Speakern ausgestattet.

Dem Namen entsprechend bekommt man beim Teufel Cinesystem Pro nicht nur eine Soundbar, sondern auch einen Subwoofer und zwei rückwärtige Lautsprecher. Alle Einzelteile sind relativ groß geraten, womit schon klar ist, dass sich das Cinesystem besonders in Räumen über 25 Quadratmeter wohlfühlt.

Alleine der Subwoofer beeindruckt schon mit seinem 250-mm-Chassis. Möchte man ihn lieber nach dem Downfire-Prinzip arbeiten lassen, so kann man die Füße einfach umschrauben.

Die Soundbar selbst ist ordentlich verarbeitet, aber ebenso groß. Das vorhandene Volumen wird genutzt, um sechs Mittelton-Chassis, von denen zwei seitlich abstrahlen, sowie zwei Hochtöner unterzubringen. Damit füllt sie sogar alleine schon problemlos größere Räume. Fügt man dann noch den Subwoofer hinzu, erfährt man ein wirklich erstklassiges Klangerlebnis. Schließlich kann man das Ganze noch mit den beiden Rear-Lautsprechern ergänzen.

Das gesamte System kann an die Eigenheiten des Raums sowie die Verteilung der Komponenten darin angepasst werden. Dazu gibt man im Soundbar-Menü die Abstände zum Sitzplatz und zu den Wänden ein. Direkt am Subwoofer lassen sich außerdem Phase, Pegel und Trennfrequenz einstellen. Damit und dank der Option, den Subwoofer als Front- oder Downfire aufzustellen, ist er sehr flexibel.

Neben den Voreinstellungen für 2.1- oder 4.1-basierten Raumklang findet man noch die Dynamore-Schaltung, mit der man Surround noch detaillierter abstimmen kann. Die Investition in das gesamte Cinesystem Pro statt nur in die Soundbar lohnt sich bei Teufel also wirklich. Das liegt besonders an der leichten Einrichtung und den vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Kurz und schlank: Sonos Beam

Kurz und schlank

Sonos Beam

Test besten Soundbars und Sounddecks: Sonos Beam
Die schlanke Beam wartet mit erwachsenem Sound, HDMI-Schnittstelle und Alexa-Unterstützung auf.

Für das – im Vergleich zur Sonos Playbar – kurze und schlanke Design ist die Sonos Beam doch erstaunlich schwer. Eine Neuerung ist die Öffnung des eigenen Ecosystems: War man früher bei Sonos komplett auf hauseigene Soft- und Hardware angewiesen, so ist die Sonos Beam nun immerhin schon mit Alexa kompatibel. Das Zusammenspiel ist zwar noch verbesserungswürdig, aber Sonos zeigt damit einen Schritt in die richtige Richtung.

Dank mehrerer Mikrofone an der Beam Soundbar lässt sich das System nun nochmal besser sensibilisieren. Die HDMI-Verbindung läuft via ARC-Buchse, sofern es diese am Fernseher gibt. Ansonsten nutzt man den Adapter für die optische Toslink-Schnittstelle, dann kann man den Fernseher allerdings nicht mehr mit Alexa steuern. Apropos Alexa: Eine LED teilt mit, ob die Sprachassistentin gerade mithört und ob das zuständige Mikrofon aktiv ist.

Klanglich überzeugt die Beam besonders in Räumen bis zu 20 Quadratmetern. Für einen angenehmen Sound braucht man dann nicht einmal die genaue Einmessung ins Zimmer via TruePlay. In größeren Räumen empfiehlt sich die Aufstockung durch einen Subwoofer. Außerdem ist die Erweiterung mit einem Play 1-Lautsprecherpaar möglich. Diese können dann als Surround-Speaker fungieren, denn die Beam besitzt im Gegensatz zur Playbar einen 5.1-Decoder.

Soundbars und Sounddecks Test: Sonos Beam B
Die Sonos Beam integriert sich unauffällig ins Interieur und verleiht modernen Charme.

Ohne Unterstützung und bei kräftigem Filmsound stößt die Beam doch irgendwann an ihre Grenzen. Gerade für ihre kompakten Abmessungen passiert das aber erst außerordentlich spät. Dann lohnt sich eben der Subwoofer, leider ist man mit dem und der Soundbar preislich schon bei über 1.000 Euro, als ganzes 5.1-System gar bei mehr als 1.500 Euro. Da Sonos immer noch fast ausschließlich hauseigene Kombinationen unterstützt, ist die Beam nur etwas für Leute, die schon ein Sonos-System besitzen oder ein solches aufbauen möchten.

Für den kleinen Geldbeutel: Yamaha YAS-209

Für den kleinen Geldbeutel

Yamaha YAS-209

Soundbars und Sounddecks Test: Yamaha Yas 209
Schön, schlank und schnell angeschlossen – die YAS-209 von Yamaha liefert viel Sound und Bedienkomfort für den Preis.

Der neue Preistipp ist die Yamaha YAS-209. Mit gut 90 Zentimetern zählt sie eher zu den schmaleren Soundbars, da ist der ein oder andere Fernseher sogar breiter. Direkt mitgeliefert wird außerdem ein Subwoofer, dessen Lautsprecher seitlich abstrahlt. Durch die somit schmale Frontseite ist auch der ziemlich unauffällig.

Mit dem günstigen Preis gehen natürlich auch Sparmaßnahmen bei der Ausstattung einher. Was Schnittstellen angeht, so findet man lediglich einen HDMI-Eingang, einen entsprechenden Ausgang sowie einen optischen Digitaleingang und die LAN-Buchse. WLAN und Bluetooth werden außerdem unterstützt.

Somit kann die YAS-209 problemlos in ein MusicCast Multiroom-System eingebunden werden, wobei man dann auch die gängigen Streaming-Dienste sowie Alexa nutzen kann. Für detaillierte Einstellungen steht außerdem die »Sound Bar Controller«-App bereit. Die erste Installation geht kinderleicht vonstatten. Soundbar und Subwoofer finden sich mehr oder weniger automatisch, dann dockt man die YAS-209 per HDMI-Kabel oder Digitalkabel einfach an den Fernseher an.

Dank der gut angepassten Voreinstellungen ist der Sound von der ersten Sekunde an ausgezeichnet. Wählt man dann den Surroundbetrieb aus, so füllt die YAS-209 den Raum nochmal besser und eignet sich so auch zum Betrieb unter einer Leinwand. Ein Display gibt es nicht, stattdessen setzt Yamaha auf LEDs, die die Lautstärke von Soundbar und Subwoofer anzeigen. Das mag anfangs ungewohnt sein, ist aber eigentlich völlig ausreichend.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist insgesamt bei der Yamaha YAS-209 wirklich hervorragend. Man bekommt für einen kleinen Preis eine Soundbar inklusive Subwoofer, die zusammen gerade in kleinen Räumen auch noch erstklassig klingen.

Außerdem getestet

Die Denon HEOS Bar gehört eigentlich zum HEOS-Multiroom-System und ist der Vorgänger der Denon DHT-S716H. Wenn man die HEOS Bar noch zu einem Schnäppchenpreis findet, kann man guten Gewissens zugreifen, denn technisch gesehen unterscheidet sie sich kaum von ihrem Nachfolger.

Die Teufel Cinebar Lux kann zusammen mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern als Teil des Cinebar Lux Surround Systems oder gar in einem Multiroom-System eingesetzt werden, aber auch als Einzelspieler ohne Unterstützung. Dank des schwarz-weißen Designs ist die Cinebar ein echter Hingucker. Die nach schräg oben abstrahlenden Lautsprecher sind unter einer Bespannung versteckt und arbeiten mit dem Teufel-eigenen Dynamore-Prinzip.

Für besseren Raumklang lassen sich im Menü die Entfernung der Cinebar sowie der Surround-Lautsprecher zum Sitzplatz eingeben. Ist das einmal geschehen, so klingt die Lux alleine wirklich erstklassig. In Erweiterung mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher überzeugt die Cinebar Pro aber mehr.

Als Ausbaustufe der MusicCast Bar400 eignet sich die MusicCast Bar 40 Yms 4080 von Yamaha am besten in Kombination mit dem Subwoofer Sub 100. Dann werden auch Wohnzimmer jenseits der 20 Quadratmeter angenehm beschallt. Zur Einrichtung und Abstimmung empfiehlt sich die MusicCast-App, dafür müssen sich aber alle beteiligten Komponenten im gleichen WLAN befinden.

Der Sound weiß bei Filmen und Musik gleichermaßen zu überzeugen. Selbst die Dialogverständlichkeit leidet nicht unter der sonst sehr räumlichen Klangdarstellung. Gerade wenn man sich den zusätzlichen Subwoofer leistet, ist die MusicCast Bar 40 Yms 4080 gut in großen Räumen aufgehoben.

Als Top-Soundbar von JBL kommt die JBL Bar 5.1 daher. An beiden Enden sind kleine Lautsprecher angedockt, die sich bei Bedarf aber auch abnehmen und als kabellose Rear-Lautsprecher verwenden lassen. Das ist schön durchdacht und macht die Soundbar sehr flexibel. Mithilfe des Mess-Mikrofons wird die JBL an die Situation im Raum angepasst, dann wirkt der Klang sehr erwachsen und bereitet besonders bei Filmen viel Spaß. Bei manchen Musikstücken ist allerdings eine gewisse Senke zwischen Soundbar und Subwoofer erkennbar.

Wer eine einfache Ergänzung für den Fernseher sucht, sollte sich die TVB2 V2 von Cambridge Audio näher anschauen. Mit dezentem Design macht sie sich gut unter einem Flachbildschirm oder einer Leinwand, ist aber nicht für ein Multiroom-System konzipiert, da es kein WLAN gibt. Per NFC ist immerhin schnell eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone eingerichtet, dann kann darüber auch Musik auf die Soundbar gestreamt werden.

Cambridge Audio hat mit der TVB2 V2 eine Soundbar im Programm, die ausschließlich als Ergänzung zum Fernseher oder Beamer konzipiert wurde. Nicht umsonst ist das Design eher dezent geworden, so passt hervorragend zum Flachbildschirm oder unter die Leinwand. Die Installation ist entsprechend einfach und schnell erledigt. Allerdings gibt es kein WLAN, Multiroom findet also bei der TVB2 V2 nicht statt. Dafür lässt sich flott via NFC eine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone herstellen, sodass man hierüber Musik auf die Soundbar streamen kann.

Der mitgelieferte Subwoofer erlaubt außer der Pegelanpassung keine Einstellungen, füllt den Raum aber dennoch souverän. Erst bei großen Wohnzimmern und entsprechend hohen Pegeln stößt er an seine Grenzen.

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiser Ambeo

Soundbars mit Dolby Atmos

Mit der Zeit wurden immer mehr Soundbars auf Dolby Atmos-Sound ausgelegt. Die Besonderheit daran ist die dritte Klangdimension, nämlich die von der Decke. Dafür werden in der Soundbar meist zwei, manchmal sogar vier Lautsprecher abgestellt, die dann schräg an die Decke strahlen. Von dort wird der Sound reflektiert, womit ein direkt an der Decke befindlicher Lautsprecher nachgeahmt wird.

Älter, aber verlässlich: Yamaha MusicCast YSP-5600

Älter, aber verlässlich

Yamaha MusicCast YSP-5600

Test Soundbar/Sounddeck: Yamaha YSP-5600
Die Yamaha MusicCast YSP-5600 ist schon sehr lange am Markt und immer noch sein Geld wert.

Mit mehr als 20 Zentimetern Höhe ist die Yamaha MusicCast YSP-5600 für eine Soundbar auffällig groß. Das hat aber seinen Grund, denn im Gehäuse tummeln sich sage und schreibe 48 Lautsprecher, die – perfekt ausgerichtet – für wirklich überzeugenden Raumklang sorgen. Idealerweise wird die Soundbar unter den Fernseher oder die Leinwand gestellt, sie kann aber auch an die Wand montiert werden, dafür sind Schrauben und Winkel mitgeliefert.

Die Einrichtung und die Einmessung in den Raum sind schnell und unkompliziert erledigt. An der Soundbar befinden sich vier HDMI-Eingänge sowie einige andere digitale und analoge Anschlüsse, womit sie sich gut als Steuerzentrale im Wohnzimmer eignet. Darüber hinaus lässt sie sich mit der MusicCast-App verbinden und problemlos in ein Multiroom-System integrieren.

In Räumen jenseits der 20 Quadratmeter sollte man sich zusätzlich eines Subwoofers behelfen. Dafür empfiehlt sich etwa der NS-Sw 300, der nicht nur schnell angepasst, sondern auch preiswert ist.

Nach abgeschlossener Einmessung beginnt der Klangtest: Zunächst geht es um normalen Surround-Sound, also noch ohne die dritte Dimension von der Decke, die Dolby Atmos auszeichnet. Schon dabei beeindruckt die YSP-5600 mit ausgewogenem Rundumklang und schön differenzierter Ortung des rückwärtigen Klanggeschehens. Einen Subwoofer vermisst man dabei nicht unbedingt, denn der Tiefbassbereich ist auch so schon sehr ordentlich.

Mit Dolby Atmos-Sound wirkt es dann, als würde der Regen in unseren Test-Demos direkt auf die Decke prasseln. Überhaupt sorgt die dritte Dimension für eine ganz besondere Atmosphäre, die für eine Soundbar nicht selbstverständlich ist. Gerade die Dialogwiedergabe gelingt der Yamaha auffallend gut, da die Dialoge sehr klar wirken, ohne dabei aufdringlich zu sein. Dafür muss man nicht einmal den DSP auf Clear Voice stellen, was wiederum das Filmgeschehen in den Hintergrund rückt.

Natürlich haben wir auch Musik in Dolby Atmos angehört. Dabei merkt man, wie die Elektronik eingreift, um ja den Surround-Sound beizubehalten. Live-Konzerte erscheinen damit stets atmosphärisch, der direkte Wechsel in intime Gesprächssituationen gelingt dann trotzdem schnell und wiederum in der passenden Stimmung. Zu bemängeln ist beim Sound allenfalls, dass die rückwärtigen Kanäle gerne noch ein wenig definierter klingen dürften.

Die YSP-5600 überzeugt somit in allen Bereichen, egal ob bei der Ausstattung oder beim Klang. Dabei kommt sie alleine schon sehr nahe an die Klangqualitäten eines Surround-Systems heran und braucht natürlich vergleichsweise deutlich weniger Platz. Da die Yamaha schon länger auf dem Markt ist, dürfte der Preis mit der Zeit weiter nachlassen.

Überzeugender Klang: Sennheiser Ambeo Soundbar

Überzeugender Klang

Sennheiser Ambeo

Soundbars und Sounddecks Test: Sennheiserambeo
Die Ambeo Soundbar von Sennheiser wird ebenfalls eingemessen, das dreidimensionales Sound-Erlebnis ist beeinduckend.

Ein wenig sperriger als die YSP-5600 ist die Sennheiser Ambeo Soundbar. Dennoch ist auch sie kinderleicht aufgebaut und angeschlossen. Zum Einmessen in den Raum ist ein solides Mikrofon sowie ein zugehöriger, stabiler Standfuß beigelegt. Die Anschlüsse sind ein wenig versteckt auf der Rückseite angebracht, damit sind die Kabel kaum sichtbar.

Per gut erreichbarer NFC-Fläche auf der Oberseite lässt sich bequem die Bluetooth-Verbindung mit dem Smartphone aufnehmen, auch WLAN ist selbstverständlich verfügbar. Für den Einmessvorgang positioniert man das Mikrofron dort, wo man normalerweise sitzt, auf Höhe der Ohren. Das dauert nur wenige Minuten. Auf der beigelegten, hochwertigen Fernbedienung sind die Presets Movie, News, Music, Sports, Night und Neutral wählbar, außerdem kann man hier den AMBEO-Modus ein- und ausschalten. Für weitere Einstellungen nutzt man am besten die Smart Control App, die für iOS und Android gleichermaßen kostenlos ist.

Ist sie einmal eingerichtet und angepasst, liefert die Ambeo wirklich überwältigenden Sound. Auch die Atmos-Kanäle und die rückwärtigen Lautsprecher kommen schön klar am Sitzplatz an. Ein Subwoofer ist so nicht wirklich nötig, da selbst unser ziemlich großer Testraum ordentlich beschallt wurde. Insgesamt übertrumpft so Sennheiser die Yamaha-Soundbar beim Klang sogar um ein bisschen.

Wer also auf zusätzliche Unterstützung von Subwoofer und Rear-Lautsprechern verzichten möchte, trifft mit der Sennheiser Ambeo eine gute Wahl. Klanglich muss man nämlich kaum Einbußen in Kauf nehmen, dafür zahlt man aber doch einen stolzen Preis.

Stark mit Erweiterungen: Canton Smart Soundbar 10

Stark mit Erweiterungen

Canton Smart Soundbar 10

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smart Soundbar10
Canton hat mit der Smart Soundbar 10 ein tolles Debut in der Atmos Klasse geliefert.

Als erste Canton-Soundbar unterstützt die Canton Smart Soundbar 10 Dolby Atmos. Prinzipiell reicht auch hier die Soundbar alleine aus, für den maximalen Punch im Tiefbassbereich sollte man aber doch einen Subwoofer hinzuziehen, etwa den Smart Sub 8. In größeren Räumen empfiehlt sich außerdem ein Paar der Smart Soundbox 3. Die Verbindung geht jeweils kabellos und ist im Handumdrehen erledigt.

Die Soundbar selbst ist schön kompakt und ebenso schnell aufgebaut. Wie schon beim Vorgänger, der Smart Soundbar 9, steuert man akustische Parameter sowie die WLAN-Einstellungen am besten über ein Onscreen-Menü. Das ist viel komfortabler als am eingebauten Display.

Die Einmessung in den Raum erfordert hier etwas mehr Aufwand, macht aber keinen so großen Unterschied wie bei der Konkurrenz. Hat man im Menü die Raumhöhe und die Standhöhe der Soundbar einmal eingegeben, kann es schon losgehen. Im Alleinbetrieb verbreitet die Soundbar 10 schon eine ausgezeichnete Klangfülle, im Dolby-Atmos-Betrieb erinnert sie ein wenig an die Yamaha YSP-5600: Besonders die Dialoge werden nämlich klar definiert herausgearbeitet, wenn es sein muss sind aber auch hohe Lautstärken kein Problem.

Zieht man den Subwoofer hinzu, so erfährt man zunächst einmal einen Boost im Tieftonbereich. Das erlaubt dann auch einen höheren Pegel beziehungsweise die Beschallung eines größeren Raums. Die letzte Ausbaustufe erreicht man schließlich mit einem extra Set der Soundbox 3 zur Stabilisierung des rückwärtigen Sounds. Übrigens lassen sich sowohl Subwoofer als auch Surround-Lautsprecher ebenso im Menü an die Raumakustik anpassen.

Die Canton Smart Soundbar 10 ist also schon gut alleine zu gebrauchen, macht aber in Kombination mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern natürlich nochmal eine bessere Figur. Dann wird sie allerdings auch einigermaßen teurer.

Inklusive Rear-Lautsprecher: Samsung HW-Q90R

Inklusive Rear-Lautsprecher

Samsung HW-Q90R

Bei der Samsung HW-Q90R werden direkt zwei zusätzliche Rear-Lautsprecher mitgeliefert. Die empfangen ihre Signale ohne Kabel direkt von der Soundbar –genau wie der Subwoofer, der genauso im Lieferumfang enthalten ist.

Die Soundbar und der Subwoofer unterscheiden sich tatsächlich gar nicht vom Vorgängermodell, der Q80R. Neu sind daher nur die Rears, die den Klang noch einmal definierter und kontrollierter wirken lassen. Sie sind übrigens nicht nur für den Rückbereich zuständig, sondern strahlen auch nach oben ab, wovon die Atmos-Effekte profitieren. Natürlich kann die Soundbar auch ohne die zusätzlichen Lautsprecher genutzt werden, auch dann kann man sich schon an überraschend räumlichem Klang erfreuen.

Die Einrichtung ist im Handumdrehen geschafft, die einzige minimale Schwierigkeit dabei ist die Optimierung der Kanäle an den Raum, da die zuständige Fernbedienung doch recht rudimentär gestaltet und das Display ein wenig klein geraten ist.

Zwar empfangen die Surround-Lautsprecher und der Subwoofer die Signale von der Soundbar kabellos, ein Netzkabel brauchen sie aber trotzdem. Das limitiert die Aufstellungsmöglichkeiten im Wohnzimmer. Prinzipiell ist es am besten, die beiden Rears links und rechts hinter der Sitzposition leicht zueinander zugeneigt zu platzieren.

Das HW-Q90R-Set als solches spielt sehr gut zusammen und macht gerade dank der Rear-Lautsprecher im Surround- und Dolby Atmos-Betrieb einen erstklassigen Job. Wer daher bereit ist, sich neben einer Soundbar gleich auch Subwoofer und zusätzliche Lautsprecher anzuschaffen, trifft bei Samsung eine gute Wahl.

Günstig und schlank: Sony HT-X8500

Eine weitere schlanke und günstige Soundbar aus dem Hause Sony ist die HT-X8500. Auf nach oben strahlende Lautsprecher kann man dank eines akustischen Tricks verzichten, was wiederum die Schlankheit ermöglicht. Nicht dabei ist außerdem ein zusätzlicher Subwoofer, weswegen insgesamt nur sehr wenig Platz in Anspruch genommen wird. Somit eignet sich die HT-X8500 perfekt für kleinere Wohnzimmer.

Die Soundbar selbst besteht lediglich aus vier Lautsprechern, wovon einer alleine für tiefe Töne abgestellt ist und damit den fehlenden Subwoofer zu kompensieren versucht. Ausstattung und Verarbeitung sind gerade für den günstigen Preis positiv hervorzuheben. Vorhanden sind zwei HDMI-Buchsen, außerdem werden HDR und 4K unterstützt. Somit kann die HT-X8500 schön als Steuerzentrale zwischen einem UHD-Player und dem Fernseher fungieren. Sie ließe sich übrigens beim Fernseher auch an den Digital-Audio-Ausgang anschließen, allerdings bietet HDMI dank mehr Bandbreite ein besseres Signal.

Die Soundbar alleine liefert eine solide Basisbreite, die gerade in Bezug auf den Preis wirklich ordentlich ist. Die dritte Dimension von der Decke kommt natürlich nicht ganz so intensiv rüber wie bei Herstellern, die extra nach oben abstrahlende Lautsprecher dafür abstellen. Dabei hängt die Qualität dann stark davon ab, wie der Raum beschaffen ist.

Für kleine Wohnzimmer oder die Studentenbude ist die HT-X8500 absolut ausreichend. Die Klangqualität muss man natürlich immer in Relation zum Preis sehen, und dafür liefert sie doch ansprechenden Filmsound, ohne sich besondere Schwächen bei Musik zu leisten.

Außerdem getestet

Die Philips Fidelio B8 ist schon länger auf dem Markt, muss sich aber technisch nicht vor den neueren Konkurrenten verstecken. Zwei HDMI-Schnittstellen, zwei Audio-Eingänge, eine USB-Buchse und ein analoger Stereo-Eingang sind verfügbar, außerdem geht Bluetooth-Übertragung vom Smartphone sogar via NFC, wobei sogar der aptX-Codec unterstützt wird.

Für dreidimensionalen Sound soll man die Soundbar laut Herstellerangaben etwa in Höhe von 70 bis 80 Zentimetern aufstellen und selbst rund 2 bis 3 Meter entfernt sitzen. Das sollte man durchaus beachten, denn eine Einmessung an die Raumakustik wird bei Philips leider nicht angeboten. Weil übrigens auch ein Subwoofer im Lieferumfang enthalten ist, ist die Fidelio B8 im Preis-Leistungs-Verhältnis immer noch eine Empfehlung wert.

Schon vor dem Auspacken wird bei der Sony HT-ST5000 klar, dass es sich hier um ein Schwergewicht handelt. Das liegt daran, dass das Gehäuse nicht wie bei den meisten anderen Herstellern aus Kunststoff oder Holz besteht, sondern aus Metall gefertigt wurde. Gleiches gilt für das Gehäuse des Subwoofers, was zu Recht resonanzarmer Wiedergabe führt.

Neben WLAN ist auch Bluetooth integriert, hierbei wird sogar LDAC unterstützt, womit noch eine höhere Datenrate als bei aptX-Codec übertragen werden kann. Das bringt leider nicht so viel, wenn Dolby Atmos nicht optimal klingt. Hier hinkt Sony der Konkurrenz nämlich etwas hinterher, da die Anpassung an den Raum zwar möglich, aber vergleichsweise rudimentär ist. In Bezug auf Verarbeitung und Ausstattung ist die HT-ST5000 also ihren Preis durchaus wert, vergleichbaren Klang bekommt man woanders aber auch günstiger.

Mit 140 Zentimetern ist die LG SK10Y extrem breit, was vom Hersteller natürlich genutzt wird, um beeindruckenden Kino-Sound zu produzieren. Aufgrund ihrer Größe passt sie logischerweise am besten zu Fernsehern jenseits der 65 Zoll, kann aber auch kleinere Geräte unterstützen. Außen sitzen jeweils die Chassis für die Abstrahlung zur Decke, womit Atmos-Sound sichergestellt wird. Die Installation verläuft problemlos, der Subwoofer ist sogar direkt nach dem Einschalten schon mit der Soundbar verbunden. Bei den Anschlüssen findet man zwei HDMI-Eingänge, einen digitalen Audio-Eingang sowie die LAN-Buchse.

Fünf Klang-Presets stehen zur Wahl – positiv aufgefallen ist im Test vor allem die Filmbegleitung »Movie«. Je nach der Akustik im Raum kann sich das aber auch ändern, da heißt es für jeden: einfach ausprobieren. Wünschenswert für optimalen Atmos-Klang wäre es übrigens gewesen, wenn man den Abstand der nach oben strahlenden Lautsprecher zur Decke einstellen könnte. Dennoch entsteht bei der LG SK10Y ausgezeichnete Räumlichkeit im Klang, gerade auch von der Decke. Wem das nicht reicht, der kann noch mit Rear-Lautsprechern aufstocken.

Nur drei Chassis befinden sich in der HT-ZF9 von Sony. Die strahlen sogar alle einfach nur nach vorne ab und sollen dennoch raumfüllenden Klang gewährleisten sowie Deckenlautsprecher imitieren. Zumindest Ersteres funktioniert überraschend gut, besonders mit Atmos-Signal. Dreidimensionalen Klang gibt es also auch, allerdings wirkt der doch unkontrollierter als bei Soundbars mit eigens dafür abgestellten Lautsprechern.

Sounddeck Test

Die besten Sounddecks

Das Problem an den Soundbars ist, dass sie relativ klein sein müssen, um noch vor dem Fernseher Platz zu finden, ohne aber gleichzeitig ins Bild hereinzuragen. Das geringe Volumen schlägt sich dann nämlich in nicht so kräftigem Klang nieder. Sounddecks nehmen sich dieser Problematik an: Sie sind deutlich voluminöser und werden daher nicht vor der Fernseher gelegt, sondern dienen meist direkt als Standfläche. Dadurch klingen sie viel satter und benötigen meist nicht einmal einen zusätzlichen Subwoofer.

Dennoch gibt es bei weitem nicht so viele Sounddecks wie Soundbars, sie erscheinen zudem auch viel unregelmäßiger neu auf dem Markt. Die Auswahl beschränkt sich dabei hauptsächlich auf Hersteller, die sowieso als Audio-Experten gelten. Ein Beispiel dafür ist der Lautsprecher-Spezialist Nubert. Die Schwaben versuchen erst gar nicht, Surround-Sound zu imitieren, sondern setzen einfach auf sehr ausgefeilten Stereo-Klang. Das funktioniert dann auch überraschend gut.

Klangstark und gut ausgestattet: Canton DM 90.3

Schon am Namen des Canton DM 90.3 lässt sich erkennen, dass das Sounddeck mittlerweile schon in die dritte Generation geht. Seit den Anfängen steht bei Canton die Klangqualität sowie solide Verarbeitung im Vordergrund – darauf hat man sich auch bei der DM 90.3 wieder konzentriert. Mittlerweile hat man auch die verfügbaren Schnittstellen erweitert, zuletzt wurde etwa die Bluetooth-Übertragung vom Smartphone möglich gemacht. Rund 16 Zentimeter Höhe sind schon stattlich und sollten eigentlich genug Volumen für satte Bässe bieten. Dennoch ist die DM 90.3 in den tiefen Bereichen erstaunlich zurückhaltend.

Mit fast 17 Kilo ist das Sounddeck zwar nicht gerade leicht, aber dennoch gut alleine aufzubauen. Bei den Anschlussmöglichkeiten gibt es mit drei HDMI-Eingängen etwa für einen Blu-ray-Player oder den SAT-Receiver nichts zu meckern. Der Audio-Ausgang ist zudem ARC-fähig, weswegen man die Lautstärke des Decks komfortabel mit der TV-Fernbedienung regeln kann. Pairing mit dem Smartphone ist via Bluetooth natürlich kein Problem,

Die beigelegte Fernbedienung ist einerseits übersichtlich, bietet andererseits aber auch umfangreiche Funktionen. Am wichtigsten sind dabei die Eingangswahl (links) und die Lautstärke (rechts). Interessant ist auch die Taste unter der Lautstärke, mit der sich etwa die Pegel der Höhen und Tiefen sowie der Equalizer einstellen lassen. Die Voreinstellungen für den Equalizer sind dabei auf verschiedene Positionierungen des Sounddecks und des Fernsehers konzipiert. EQ1 ist beispielsweise die perfekte Einstellung, wenn das Sounddeck auf einem Sideboard steht und der Fernseher darüber an der Wand hängt.

Aber wie klingt das DM 90.3 nun? Im Tieftonbereich weiß das Sounddeck schonmal zu überzeugen. Selbst bei hohen Pegeln dröhnen die Bässe nicht, sondern wirken stets kontrolliert. Das hat allerdings auch zur Folge, dass die DM 90.3 nicht ganz so weit herunterkommt. Einen Subwoofer braucht man trotzdem nicht unbedingt – auch wenn man einen solchen natürlich anschließen könnte. Im Surroundmodus kommt die Klangbühne dann ganz besonders beeindruckend rüber, da würde das Sounddeck auch gut zu einer Leinwand passen.

Die Vermutung, dass zulasten des starken Bassbereichs die Mittendarstellung und damit auch die Dialoge leiden könnten, bestätigt sich glücklicherweise nicht. Gerade die Dialoge sind klar verständlich, dabei aber auch nicht aufdringlich. Insgesamt stellt der Surround-Sound des DM 90.3 einfach ein sehr stimmiges Erlebnis dar.

Alles in allem kann man daher keine wirklichen Defizite bei der Canton DM 90.3 ausmachen. Den ohnehin schon erstklassigen Sound kann man wahlweise noch mit einem Surround-Set oder sogar zusätzlichen Deckenlautsprechern für Dolby Atmos verfeinern.

Mit Dynamore: Teufel Cinedeck

Mit Dynamore

Teufel Cinedeck

Test besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinedeck
Das Cinedeck von Teufel ist ebenfalls schön anzusehen und sorgt dank Dynamore-Technik für adäquates Surroundfeeling.

Etwas günstiger und auch fast neun Zentimeter schmaler als das Canton DM 90.3 ist das Teufel Cinedeck. Beim Design hat man bei Teufel dieses Mal mehr darauf geachtet, das Sounddeck wohnzimmerfreundlicher zu gestalten. Mit Erfolg: Besonders in Weiß passt das Cinedeck gut in die meisten Zimmer und wirkt dabei angenehm unauffällig.

Apropos unauffällig: Das sind auch die beiden Tieftöner, die mit dem Downfire-Prinzip auf ihre Stellfläche abstrahlen. Auf dem betreffenden Sideboard sollten sich besser keine Gläser oder Geschirr befinden, denn das Cinedeck arbeitet beachtlich druckvoll, bleibt dabei aber dennoch kontrolliert. Um die Nachbarn beim nächtlichen Horrorfilm nicht zu verschrecken, hat Teufel den Mitternachtsmodus entwickelt. Ist der aktiviert, so spielt das Sounddeck weniger kräftig. Für noch mehr Räumlichkeit gibt es schließlich die Dynamore-Taste, mit der der Klang merklich breiter und plastischer wird.

Bevor man das jedoch ausprobieren kann, muss man das Cinedeck erst einmal aufstellen und anschließen. Dabei gibt es zum Glück keine besonderen Schwierigkeiten. Bei den Anschlüssen findet man einen HDMI-Eingang sowie einen Ausgang, Standards wie 4K und HDR werden ebenso unterstützt.

Beigelegt ist außerdem eine Fernbedienung aus Metall, an dessen Akkufach kommt man allerdings nur mithilfe eines mitgelieferten Inbusschlüssels. Neben der Fernbedienung gibt es übrigens noch die Steuerungsmöglichkeit per Bedienfeld direkt am Cinedeck.

Auf den ersten Blick mag man dem schlanken Cinedeck seine Klangqualitäten gar nicht zutrauen, dann wird man aber positiv überrascht. So macht das Sounddeck in jedem Wohnzimmer einen guten Job und gibt dabei auch optisch eine gute Figur ab.

Schlank, aber kräftig: Canton DM 101

Schlank, aber kräftig

Canton DM 101

Test besten Soundbars und Sounddecks: Canton DM 101
Die DM 101 ist die verbesserte Nachfolgerin der DM 100, sie sorgt selbst im großen Wohnzimmer für eindrucksvollen Raumklang und enormen Tiefgang.

Äußerlich unterscheidet sich das Canton DM 101 gar nicht von seinem Vorgänger, dem DM 100. Man schließt das DM 101 einfach an den digitalen Ausgang des jeweiligen Fernsehers oder Beamers an, die Einbindung in ein Multiroom-System ist aber nicht möglich. Dafür kann man vom Smartphone via Bluetooth auf das Sounddeck streamen.

Am Sounddeck selbst gibt es nur einen optischen sowie einen koaxialen Digital-Eingang. Sie wird am besten direkt an den jeweiligen Ausgang des Fernsehers angeschlossen. Gibt es den nicht, so ist man gezwungen, das Sounddeck direkt an den Blu-ray-Player anzuschließen.

Für die klangliche Optimierung hat man bei Canton im Vergleich zum Vorgänger viel getan. Neben den Lautsprecher-Chassis wurde auch der digitale Soundprozessor (DSP) überarbeitet. Der sorgt dafür, dass aus dem eingehenden Signal veritabler Sound kreiert wird, der dann den Raum füllen kann.

Das klappt nun erstklassig, selbst im großen Testraum reichten die Pegel problemlos aus, um das ganze Zimmer mit sattem Klang zu beschallen. Da außerdem Reflexionen und Phasenverschiebungen clever ausgenutzt werden, hat man das Gefühl, das DM 101 wäre noch mit Rear-Lautsprechern kombiniert. Diese Rear-Effekte zeigen sich auch beim Film-Modus, wo dem Sounddeck beeindruckende Breite und Tiefe gelingt.

Außer den kleinen Problemen bei den Schnittstellen präsentiert sich das DM 101 wirklich solide. Im Vergleich zum DM 90.3 aus eigenem Hause fehlt noch das letzte bisschen im Bassbereich, dafür nimmt sie weniger Platz weg und ist günstiger.

Mit Stereo-Klang: Nubert nuPro AS-225

Mit Stereo-Klang

Nubert nuBox AS-225

Test besten Soundbars und Sounddecks: Nubert nuPro AS-225
Der Verzicht auf Surround-Effekte beschert der AS-225 den besten Klang fürs Geld.

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Im Vergleich zur größeren AS-250 verzichtet Nubert bei der nuPro AS-225 auf zur Seite abstrahlende Chassis sowie das extreme Bass-Volumen, zu dem die große Schwester imstande ist. »AS« im Namen steht für Aktives Stereoboard, denn genau das ist es auch: Surround-Effekte sucht man vergebens, dafür ist alles auf Stereo-Klang optimiert. Nubert beweist aber, dass auch Stereo räumlich klingen kann.

Im Gegensatz zum AS-250 ist das 225 mit Bluetooth und HDMI-Schnittstellen versehen. Im Prinzip besteht das Sounddeck aus zwei Zweiweg-Boxen, dennoch ist im Lieferumfang kein zusätzlicher Subwoofer enthalten. In Räumen über 20 Quadratmetern sollte man aber erwägen, doch einen hinzuzuziehen. Darunter klingt die AS-225 auch im Bassbereich kräftig genug.

Die Kernkompetenz der nuPro ist aber zweifelsohne der Stereoklang. Hier verfügt sie über auffallende Breite, besonders im Movie-Modus. Da man quasi auf alle virtuellen Surroundeffekte angewiesen ist, klingt die AS-225 raumfüllend, ohne dabei zu verfärben.

Im Tieftonbereich kann sie zwar nicht mit der großen Schwester mithalten, dafür hat das nuPro AS-225 einige wichtige Schnittstellen und ist für einen deutlich kleineren Preis zu haben. Wer auf Surround-Sound zugunsten von starkem Stereoklang verzichten kann, trifft mit der Nubert eine gute Wahl.

Ausgesprochen günstig: Magnat Sounddeck 150

Ausgesprochen günstig

Magnat Sounddeck 150

Test besten Soundbars und Sounddecks: Magnat Sounddeck 150
Das Sounddeck von Magnat leistet Erstaunliches für den aufgerufenen Preis.

Schnäppchenjäger sollten sich das Magnat Sounddeck 150 näher anschauen. Es ist zwar klein, aber nicht das Sounddeck mit der geringsten Standfläche in unserem Test: Das Canton DM 60 kommt hier noch minimalistischer aus.

Man kann das Sounddeck 150 unkompliziert via HDMI mit dem Fernseher verbinden, sofern dieser eine ARC-Buchse vorweist. Ist das nicht der Fall, so geht es auch über eine der digitalen Audio-Schnittstellen oder im Notfall den analogen Ausgang im Fernseher.

Die Klangbühne des Magnat öffnet sich aufgrund seiner geringen Größe wenig überraschend eher seitlich. Eine solide Arbeit macht der einzige eingebaute Tieftöner. Der liefert ein ordentliches Fundament, kann aber auf sich alleine gestellt natürlich keine Wunderdinge vollbringen. Wie gut die Grundlage letztendlich ist, hängt auch davon ab, worauf das Sounddeck gestellt wird. Für ein mittelgroßes Wohnzimmer reicht der Sound jedoch allemal.

Behält man den unschlagbaren Preis des Magnat Sounddeck 150 im Hinterkopf, so bekommt man hier doch erstaunliche Qualität. Das Sounddeck ist schön verarbeitet, genügend ausgestattet und klingt vor allem in kleineren Setups sehr solide.

Außerdem getestet

Die große Schwester vom AS-225 ist das Nubert nuPro AS-250. Mit beinahe 16 Zentimetern Höhe ist das Sounddeck eine stabile Basis für den Fernseher und bietet gleichzeitig auch ein ausgewogenes Sound-Fundament. Dabei sticht im Vergleich zum AS-225 vor allem der satte Tieftonbereich hervor. Dafür hat Nubert beim AS-250 an den Anschlüssen gespart, denn Bluetooth und HDMI bekommt man nur optional für einen Aufpreis. Mit dem klaren Fokus auf den Klang erinnert die nuPro AS-250 somit eher an eine Stereoanlage.

Flach und schlank kommt die Playbase von Sonos daher. Wie für Sonos-Lautsprecher üblich lässt sie sich mit TruePlay für die gegebene Raumakustik optimieren – dann bekommt der Klang nochmal einen richtigen Boost. Ohne die Einmessung findet man eine Badewannen-Abstimmung vor – also viel Bass, kaum Mitten und wieder viel Höhen. Leider ist sie nur per LAN oder WLAN ansprechbar, digitale Eingänge fehlen komplett. Somit eignet sich die Playbase eigentlich viel besser als Bestandteil eines Multiroom-Systems.

Die Focal Dimension inklusive Subwoofer ist schon seit längerem auf dem Markt, hält aber klanglich immer noch mit den neueren Sounddecks mit. Das liegt auch an der außerordentlichen Größe – rechnet man den Subwoofer mit, so ist sie mehr als einen Meter breit und rund 40 Zentimeter tief. Das elegante Design kaschiert die riesigen Abmessungen ein wenig, viel Platz braucht man aber trotzdem. Mit der Zeit ist der Preis um einiges gesunken, wer also genug Platz hat, kann sich mit der Focal Dimension ein klanggewaltiges Sounddeck ins Wohnzimmer stellen.

Im Vergleich zum Vorgänger, dem DM 55, wurden beim Canton DM 60 vor allem die Mitteltöner optimiert, was wiederum den Tieftonbereich nun besser anbindet. Dabei hat man den Mitten auch gleich noch spezielle Korrektur-Einstellungen spendiert, die vorher nur den Höhen und Tiefen vorbehalten waren. Geblieben ist dagegen der Fakt, dass das Sounddeck viel größer klingt, als es eigentlich ist. Gerade der Bass klingt schön druckvoll, aber dennoch präzise. Dialoge sind klar verständlich, auch Gesang klingt vor allem im neuen »Music«-Preset sehr unverfärbt.

Ein weiteres Modell von Nubert ist das NuPro XS-7500. Der erste, was dabei auffällt, ist das – vorsichtig ausgedrückt – sehr stattliche Gewicht von über 30 Kilo. Im Inneren verbergen sich aber keine Backsteine, sondern nur zwei Tieftöner, die nach unten arbeiten und außerdem zwei Bassreflex-Öffnungen auf der Rückseite füttern. Damit übertönt das XS-7500 fast die gesamte Konkurrenz. Musik wird per Bluetooth mithilfe des aptX-Codec hoch aufgelöst. Wer genug Kraft und genug Platz für das Sounddeck hat, kann sich dann an sehr kräftigem Sound erfreuen.

Wissenswertes über Soundbars und Sounddecks

Die ursprüngliche Idee hinter den Soundbars war, sie unter dem an der Wand hängenden Fernseher anzubringen. Viele Menschen stellen ihre Fernseher aber lieber auf ein Sideboard oder etwas Ähnliches. Wenn man die Soundbar dann trotzdem direkt unter den Bildschirm stellen möchte, darf sie natürlich nicht besonders hoch sein, um nichts zu verdecken. Das wiederum erschwert es den Herstellern, besonders im Tieftonbereich guten Klang zu erzeugen, denn dafür braucht es eben vor allem Volumen.

Dieses Problem wäre gelöst, wenn man den Bildschirm einfach auf die Soundbar stellen könnte – und so war die Idee der Sounddecks geboren. Mit mehr Volumen und dementsprechend größeren Lautsprecherchassis klingen sie doch deutlich kräftiger als Soundbars.

Ob man letztendlich eher Soundbar oder Sounddeck kaufen sollte, hängt daher davon ab wo sich der Fernseher befindet. Ist er an der Wand, so passt eigentlich nur eine Soundbar. Falls einem dann der Klang noch nicht stark genug ist, kann man immer noch mit einem zusätzlichen Subwoofer aufrüsten. Der braucht natürlich Platz, liefert dafür aber erheblich sattere Bässe.

Ein Sounddeck bietet sich dagegen an, wenn der Fernseher nicht an der Wand hängt. Dann spielt das Sounddeck sein Volumen aus und sorgt damit für Sound, der meist keinen Subwoofer mehr braucht.

Soundbars und Sounddecks Test: Soundbar Wohnzimmer

Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Dank der reichlichen Ausstattung mit Bluetooth, intelligentem Sound-Prozessor und digitalen Anschlüssen können Soundbars und -decks bei vielen Leuten schon eine Stereoanlage ersetzen. Dabei kommt es aber auch auf die Ansprüche an, die man an die Klangqualität hat. Ein wirklich gutes Paar Stereoboxen wird immer noch jede Soundbar ausstechen, selbst Sounddecks haben es da schwer.

Eine perfekte Lösung sucht man also weiterhin vergeblich. Surround-Anlagen liefern zwar beeindruckenden Sound, nehmen aber viel Platz weg. Soundbars und -decks sind für Fernsehton absolut ausreichend, offenbaren aber bei Musik Schwächen gegenüber Stereoboxen. Bei denen wiederum hapert es an der Sprachverständlichkeit. Da muss jeder schließlich seine eigenen Prioritäten setzen.

Bluetooth, HDMI und Co. – komfortable Multitalente?

Als Ton-Schaltzentrale im Wohnzimmer verfügen die meisten Soundbars über vielfältige Anschlussmöglichkeiten wie WLAN, Bluetooth und HDMI. Grundsätzlich ist Flexibilität natürlich schön, sie verursacht aber hin und wieder auch Komplikationen. Wie schalte ich zwischen den einzelnen Eingängen um, beziehungsweise muss ich das überhaupt? Wie reagiert der Fernseher, wenn ich vom Smartphone via Bluetooth nur auf die Soundbar streamen möchte?

Das sind nur einige der Fragen auf die es keine grundsätzliche Antwort gibt, da jedes Modell anders programmiert ist. Letztendlich heißt es da: Probieren geht über Studieren.

So haben wir getestet

Nach mehreren Testrunden haben wir uns mittlerweile 48 Soundbars und Sounddecks angehört, 13 davon mit Dolby Atmos.

Der Kern unseres Tests ist natürlich der Hörtest. Dabei müssen die Soundbars und -decks ihr Können bei verschiedenen Filmton-Formaten und Musik unter Beweis stellen. Außerdem überprüfen wir die Anschlussmöglichkeiten und sehen uns die Qualität der Verarbeitung an. Gerade beim Anschluss ist es wichtig, dass das jeweilige Gerät schnell und unkompliziert seinen Platz im Wohnzimmer findet. Setzt man zusätzlich noch Rear-Lautsprecher ein, so muss man möglicherweise etwas mit deren Standort experimentieren, um idealen Klang zu bekommen, manche Geräte haben sogar eine Einmessfunktion, mit der die Lautsprecher an die Raumakustik angepasst werden.

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