Soundbars und Sounddecks Test: Heos Bar Subwoofer

Soundbars im Test : Schmale Lautsprecher für fetten Sound

Update 21.04.2021

Wem der Sound des Fernsehers nicht reicht, der hat verschiedene Möglichkeiten, um aufzurüsten. Soundbars sind eine platzsparende Methode: Man stellt sie einfach unter den Fernseher, dort fallen sie kaum auf. Und doch ist der klangliche Unterschied erheblich.

Update 21. April 2021

Wir haben sieben weitere Soundbars getestet. Empfehlenswert sind die Bose Smart Soundbar 300 und die Polk React Soundbar.

24. Februar 2021

Wir haben zwei weitere Soundbars getestet. Die Yamaha SR-C20A ist eine neue Empfehlung.

28. September 2020

Drei neue Soundbars hatten wir im Test. An unseren Empfehlungen hat sich jedoch nichts geändert.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Mit der Zeit wurden die Fernsehbildschirme immer flacher – und mit ihnen auch der Ton. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde eine ganz neue Lautsprecherkategorie entwickelt – die Soundbar. Die ist im Idealfall so schlank und klein, dass man sie direkt unter den Fernseher hängen kann, sofern dieser auch an der Wand befestigt ist.

Obwohl Soundbars nicht gerade voluminös sind, liefern sie doch einen weitaus besseren Klang als die im Fernseher eingebauten Lautsprecher. Logischerweise kommen sie so aber auch nicht an den Sound einer Surround-Anlage heran. Dafür nehmen sie immerhin deutlich weniger Platz weg, da man sich nicht unzählige Lautsprecher ins Wohnzimmer stellen muss.

Mit Dolby Atmos kommt der Sound in einem Surround-System seit einiger Zeit sogar von oben. Manche Soundbars versuchen nun, die fehlenden Deckenlautsprecher mithilfe von Wand- und Deckenreflexionen zu simulieren – das akustisch zu realisieren ist natürlich nicht leicht.

Im Test hatten wir 33 Soundbars, die sich teilweise grundsätzlich voneinander unterscheiden. Manche sind kompakt und schmal, andere schlank und breit. Teilweise werden zusätzlich noch Subwoofer für den Tieftonbereich oder Rear-Lautsprecher für Surround-Effekte angeboten. Daher tut sich eine große Preisspanne auf, die von unter 100 Euro bis weit in den vierstelligen Bereich ragt.

Gerade im teureren Bereich findet man einige hervorragende Modelle. Unter 500 Euro wird die Auswahl kleiner und die Klangqualität nimmt merklich ab. Das reicht dann noch zum normalen Fernsehen, aber für Musik oder eine ordentliche Surround-Imitation braucht es doch eher hochwertigere Modelle.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Starke BässeErweiterbarMit Subwoofer und RearsPräziser BassGünstig
Test besten Soundbars und Sounddecks: Denon  DHT-S716HTest: Canton SoundbarTest  besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinesystem ProTest: Bose Smartsoundbar300Test: Polk React Soundbar
Modell Denon DHT-S716H Canton Smart Soundbar 9 Teufel CineSystem Pro Bose Smart Soundbar 300 Polk React Soundbar
Pro
  • Erstaunliche Bassleistung für das schlanke Gehäuse
  • Schön breites Surround-Klangbild
  • Unauffällig schlankes Design
  • Sehr gute Ausstattung
  • Schlank und enorm klangstark
  • Umfangreiches OnScreen-Menü
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Optional Erweiterbar mit Subwoofer und Surround-Lautsprechern
  • Rear-Lautsprecher inklusive
  • Lässt sich optimal auf den Raum einstellen
  • Druckvoller Subwoofer, variabel aufstellbar
  • Rears auch in weiß erhältlich
  • Hervorragender Sound
  • Streamingfähig mit BOSE MUSIC APP
  • Mit Alexa und Google Assistant kompatibel
  • Mit Rears und Subwoofer erweiterbar
  • Guter, ausgewogener Klang
  • Einfache Installation und Bedienung
  • Upgradefähig mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern
Contra
  • Die Einrichtung per App ist verbesserungsfähig
  • Für den ultimativen Punch wird der optionale Subwoofer benötigt
  • Recht große Abmessungen
  • Eingabe der Raum-Parameter übers Display ist etwas mühsam
Bester Preis
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Starke Bässe: Denon DHT-S716H

Die Denon DHT-S716H tritt die Nachfolge der Denon HEOS Bar an und kommt wie sein Vorgänger eigentlich ohne Subwoofer aus. Im Tieftonbereich findet sich die Denon Soundbar nämlich sehr gut zurecht, ohne dabei zu verzerren oder unkontrolliert zu wirken. Lediglich in größeren Räumen jenseits der 25 Quadratmeter wünscht man sich vielleicht doch manchmal einen etwas druckvolleren Sound.

Vier HDMI-Anschlüsse, Bluetooth und WLAN machen die DHT-S716H zur perfekten Schaltzentrale des heimischen Wohnzimmers. Die HDMI-Eingänge übertragen auch die neusten HDR- und 4K-Formate problemlos, weswegen man was die Quellgeräte angeht in keinster Form eingeschränkt wird. Ins Netzwerk bindet man die Soundbar schnell via WPS-Taste am Router oder mit der kostenfreien Heos-App ein. Per App kann man sie auch unkompliziert zu einem Heos-Multiroom-System hinzufügen.

Das Gehäuse ist schön schlank gehalten, die Schnittstellen auf der Rückseite sind dank einer leichten Mulde ziemlich unauffällig. Trotzdem ist alles so groß, dass man nicht auf nervige Fummelei angewiesen ist. Die beiliegende Fernbedienung ist einfach gehalten, macht aber zuverlässig ihre Arbeit. Auf ihr befinden sich sechs Ziffern, die frei belegt werden können, etwa mit dem Lieblings-Internetradiosender oder auch der Übertragung vom Blu-ray-Player.

Legt man Wert auf Surround-Sound, so kann man die DHT problemlos zu einem 5.1-Setup erweitern. Dazu braucht man einen zusätzlichen Subwoofer, sowie zwei Rear-Lautsprecher. Untereinander lassen sich die Komponenten per WLAN verbinden, die Steuerung erfolgt dann mit der Heos-App.

Ist alles angeschlossen, findet die Soundbar endlich ihren Platz vor dem Fernseher. Mit nur sieben Zentimetern Höhe sollte sie normalerweise nicht ins Bild ragen. Hängt der Fernseher an der Wand, so kann man die DHT-S716H auch direkt darunter montieren. An der Seite befinden sich übrigens drei Tasten, mit denen man die Lautstärke regeln oder direkt abstellen kann.

Jetzt kann es also losgehen. Unsere Test-Blu-ray Bohemian Rhapsody verlangt den Soundbars einiges ab. Von leisen, intimen Gesprächen bis hin zu kräftigen Stadionkonzerten meistert die DHT-S716H aber alles ohne erkennbare Schwächen. Die Dialoge kommen gut verständlich, aber nicht übertrieben rüber, während die Klangkulisse perfekt zum Geschehen im Bild passt und damit für Gänsehaut-Momente sorgt. Insgesamt ist der Bassbereich – wie bereits oben angedeutet – stark ausgeprägt, dennoch entstehen auch gute Übergänge zu den Mitten.

In größeren oder höheren Räumen erweist sich die Unterstützung durch einen Subwoofer doch als gute Idee. Dafür eignet sich etwa der DSW-1H, der allerdings alleine schon fast so viel kostet wie die Soundbar. Ebenfalls zur Abrundung des Klangs geeignet ist der Surround-Lautsprecher Denon Heos 1 HS2.

Damit hat sich die Denon DHT-S716H gegenüber ihrem Vorgänger sinnvoll verbessert, ohne wirkliche Defizite zu zeigen. So erscheint etwa der Tiefbass noch etwas kontrollierter, was die Klangqualität gerade im Preis-Leistungs-Verhältnis fast unschlagbar macht. Manchen wird womöglich ein Subwoofer fehlen, den man aber – zugegebenermaßen nicht ganz billig – aus gleichen Hause noch hinzukaufen kann.

Erweiterbar: Canton Smart Soundbar 9

Erweiterbar

Canton Smart Soundbar 9

Test: Canton Soundbar
Die Soundbar 9 von Canton ist smart und lässt sich leicht mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweitern.

Die Canton Smart Soundbar 9 ist Teil des Smart-Multiroom-Systems, kann aber natürlich auch einzeln genutzt oder zu einem Surround-System erweitert werden. Dabei hilft momentan die Google Home App, an einer hauseigenen Lösung wird noch gearbeitet.

In unserem Test war die Smart Soundbar 9 nicht alleine, sondern bekam Unterstützung vom Subwoofer Smart Sub 8 sowie einem Rear-Lautsprecher-Paar der Smart Soundbox 3. Zusammen belaufen sich die Kosten dann auf rund 2.000 Euro – ein stolzer Preis, der aber auch durch Qualität gerechtfertigt ist.

Die Soundbar alleine kostet 700 Euro und ist recht klein, klingt aber, als wäre sie deutlich größer. Grund dafür sind die an den Seiten befindlichen Lautsprecher-Chassis, die ohne weitere Hilfe schon Surround-Effekte bieten.

Wie auch die Denon-Soundbar bekommt Cantons Modell in größeren Räumen Probleme, besonders weil der Bass dann zu schwach wird. Hier besteht ohnehin noch ein wenig Nachholbedarf, zumindest gegenüber der Denon. Kleine Räume beschallt die Soundbar 9 aber souverän und bedarf dabei keiner Hilfe.

Fügt man schließlich den Subwoofer hinzu, so werden auch große Räume gemeistert. Für klarere Surround-Effekte kann man schließlich noch die beiden Rear-Lautsprecher hinzuziehen. Für die leichtere Kopplung und Abstimmung mit den Mitstreitern bekam die Smart Soundbar 9 übrigens ein Onscreen-Menü, welches über die M-Taste auf der Fernbedienung aufgerufen wird. Darin findet man gut strukturiert alle wichtigen Funktionen, weswegen die Bedienung so einfacher ist als am Display der Soundbar.

Hat man alles einmal eingestellt und die volle Unterstützung zugeschaltet, so kann man sich bei der Canton Smart Soundbar 9 über schönen, klaren Raumklang freuen.

Mit Subwoofer und Rears: Teufel CineSystem Pro

Mit Subwoofer und Rears

Teufel CineSystem Pro

Test  besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinesystem Pro
Das neue Cinesystem Pro von Teufel ist die höchste Ausbaustufe der CineBar Pro und mit Rear-Speakern ausgestattet.

Dem Namen entsprechend bekommt man beim Teufel Cinesystem Pro nicht nur eine Soundbar, sondern auch einen Subwoofer und zwei rückwärtige Lautsprecher. Alle Einzelteile sind relativ groß geraten, womit schon klar ist, dass sich das Cinesystem besonders in Räumen über 25 Quadratmeter wohlfühlt.

Alleine der Subwoofer beeindruckt schon mit seinem 250-mm-Chassis. Möchte man ihn lieber nach dem Downfire-Prinzip arbeiten lassen, so kann man die Füße einfach umschrauben.

Die Soundbar selbst ist ordentlich verarbeitet, aber ebenso groß. Das vorhandene Volumen wird genutzt, um sechs Mittelton-Chassis, von denen zwei seitlich abstrahlen, sowie zwei Hochtöner unterzubringen. Damit füllt sie sogar alleine schon problemlos größere Räume. Fügt man dann noch den Subwoofer hinzu, erfährt man ein wirklich erstklassiges Klangerlebnis. Schließlich kann man das Ganze noch mit den beiden Rear-Lautsprechern ergänzen.

Das gesamte System kann an die Eigenheiten des Raums, sowie die Verteilung der Komponenten darin angepasst werden. Dazu gibt man im Soundbar-Menü die Abstände zum Sitzplatz und zu den Wänden ein. Direkt am Subwoofer lassen sich außerdem Phase, Pegel und Trennfrequenz einstellen. Damit, und dank der Option, den Subwoofer als Front- oder Downfire aufzustellen, ist er sehr flexibel.

Neben den Voreinstellungen für 2.1- oder 4.1-basierten Raumklang findet man noch die Dynamore-Schaltung, mit der man Surround noch detaillierter abstimmen kann. Die Investition in das gesamte Cinesystem Pro statt nur in die Soundbar lohnt sich bei Teufel also wirklich. Das liegt besonders an der leichten Einrichtung und den vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Präziser Bass: Bose Smart Soundbar 300

Präziser Bass

Bose Smart Soundbar 300

Wer viel Sound aus einem möglichst kleinen Gehäuse zaubern will, der fährt seit jeher mit Lautsprechern von Bose gut, was der Hersteller mit der Smart Soundbar 300 einmal mehr bestätigt. Hier hat Bose gegenüber den Mitbewerbern einfach einen Entwicklungsvorsprung.

Die Kunst ist es, aus dem kleinen Gehäuse einen Bass zu zaubern, der nicht nur dröge vor sich hinwabert, sondern auch knackig und präzise ist. Genau das schafft Bose mit der Smart Soundbar 300. Die Installation der Soundbar stellt kein großes Problem dar und auch die Menüführung lässt keine Fragen offen und geht recht intuitiv von der Hand.

Zwar liegt der Soundbar auch eine Fernbedienung bei, wer in den Genuss der zahlreichen Smart-Funktionen kommen will, der sollte aber auf die App »Bose Music« zurückgreifen. Damit kann man dann nicht nur Streamingdienste nutzen, sondern auch Sprachassistenten wie beispielsweise Alexa aktivieren.

Im Test hat die Sprachsteuerung selbst bei turbulenten und damit recht lauten Action-Szenen gut funktioniert. Egal, ob es sich um Filmsound oder Musik handelt, die Bose liefert in beiden Fällen einen guten Klang. Vor dem Fernseher zieht sie einen breiten und voluminösen Klangvorhang auf, der dafür sorgt, dass man als Zuschauer förmlich ins Filmgeschehen hineingesaugt wird. Wem das noch immer nicht reicht, der kann die Soundbar auch erweitern.

Günstig: Polk React Soundbar

Günstig

Polk React Soundbar

Test: Polk React Soundbar
Von Polk kommt eine günstige, klangstarke Soundbar, die leicht mit Subwoofer und Rears erweitert werden kann.

Trotz ihres geringen Preises von weniger als 300 Euro kann die Polk React Soundbar auf ganzer Linie überzeugen. Zudem strahlt sie mit ihrem Stoffüberzug eine gewisse Wohnzimmer-Wohlfühlatmosphäre aus.

Auf der Oberseite der Soundbar, mittig platziert, befindet sich das Bedienfeld, welches insgesamt nur vier Tasten beherbergt. Die unterm Stoff erkennbare LED-Kette zeigt an, in welchem Betriebszustand sich die Polk gerade befindet. Es mag puristisch erscheinen, aber wir sind der Meinung, dass es weder mehr Tasten, noch eine Anzeige mit Display bei einer Soundbar braucht. Insofern finden wir die Bedienoberfläche der Polk völlig ausreichend.

Um die Soundbar mit dem TV zu verbinden, kann man entweder die HDMI-Schnittstelle oder den optischen Digitaleingang verwenden. Komfortabler ist wohl die Lösung via HDMI, denn damit kann man den Ton mit der Fernseher-Fernbedienung regulieren, sofern der Fernseher ARC unterstützt.

Beim klanglichen Feintuning stehen vier verschiedene Presets zur Auswahl. Egal, für welches Preset man sich entschieden hat, ein Druck auf die Voice-Taste reicht, um Dialoge hervorzuheben, was in manchen Situationen sehr praktisch sein kann. Auch die Sprachsteuerung lässt sich per Tastendruck aktivieren. Der Klang der Soundbar ist unverfärbt und wirkt sehr ausgewogen. Gut gefallen hat uns außerdem, dass sich die React Soundbar mühelos zu einem 2.1- oder 5.1-System erweitern lässt.

Was gibt es sonst noch?

Für das – im Vergleich zur Sonos Playbar – kurze und schlanke Design ist die Sonos Beam doch erstaunlich schwer. Eine Neuerung ist die Öffnung des eigenen Ecosystems: War man früher bei Sonos komplett auf hauseigene Soft- und Hardware angewiesen, so ist die Sonos Beam nun immerhin schon mit Alexa kompatibel. Das Zusammenspiel ist zwar noch verbesserungswürdig, aber Sonos zeigt damit einen Schritt in die richtige Richtung.

Dank mehrerer Mikrofone an der Beam Soundbar lässt sich das System nun nochmal besser sensibilisieren. Die HDMI-Verbindung läuft via ARC-Buchse, sofern es diese am Fernseher gibt. Ansonsten nutzt man den Adapter für die optische Toslink-Schnittstelle, dann kann man den Fernseher allerdings nicht mehr mit Alexa steuern. Apropos Alexa: Eine LED teilt mit, ob die Sprachassistentin gerade mithört und ob das zuständige Mikrofon aktiv ist.

Klanglich überzeugt die Beam besonders in Räumen bis zu 20 Quadratmetern. Für einen angenehmen Sound braucht man dann nicht einmal die genaue Einmessung ins Zimmer via TruePlay. In größeren Räumen empfiehlt sich die Aufstockung durch einen Subwoofer. Außerdem ist die Erweiterung mit einem Play 1-Lautsprecherpaar möglich. Diese können dann als Surround-Speaker fungieren, denn die Beam besitzt im Gegensatz zur Playbar einen 5.1-Decoder.

Ohne Unterstützung und bei kräftigem Filmsound stößt die Beam doch irgendwann an ihre Grenzen. Gerade für ihre kompakten Abmessungen passiert das aber erst außerordentlich spät. Dann lohnt sich eben der Subwoofer, leider ist man mit dem und der Soundbar preislich schon bei über 1.000 Euro, als ganzes 5.1-System gar bei mehr als 1.500 Euro. Da Sonos immer noch fast ausschließlich hauseigene Kombinationen unterstützt, ist die Beam nur etwas für Leute, die schon ein Sonos-System besitzen oder ein solches aufbauen möchten.

Yamaha hat ein Händchen dafür, einen gewaltigen Sound aus einem kleinen Gehäuse herauszuholen – mit der SR-C20A beweist der Hersteller das einmal mehr. Dabei ist die kleine Yamaha nicht nur klangstark, sondern auch benutzerfreundlich. Innerhalb kürzester Zeit ist sie angeschlossen und betriebsbereit. Auch auf eine Bluetooth-Schnittstelle muss man als Besitzer des kleinen Klangwunders nicht verzichten.

Die Technik der Yamaha verbirgt sich hinter einem schicken Stoffbezug, lediglich das Netzteil wurde aus Platzmangel ausgelagert und sollte deshalb hinter einer Wohnwand oder Ähnlichem versteckt werden. Neben den beiden optischen Digitaleingängen hat Yamaha der SR-C20A einen AUX-Anschluss sowie einen USB-Port spendiert, wobei der USB-Anschluss nicht für die Musikübertragung genutzt werden kann, sondern nur dazu da ist, um neue Firmware auf die Soundbar zu spielen.

Zur Bedienung kann man entweder die Fernbedienung oder die berührungsempfindlichen Flächen auf der Geräteoberseite verwenden. Neben einer Auswahl verschiedener Quellgeräte kann man auch auf vier unterschiedliche Klang-Presets zugreifen. Zudem lässt sich der Pegel des Tieftöners noch weiter einstellen. Die jeweils ausgewählte Einstellung wird über LEDs mitgeteilt, ein Display wäre hier zwar deutlich komfortabler gewesen, um sich einen Überblick zu verschaffen reichen aber auch die LEDs.

Zwar kann man bei dieser Soundbar keinen externen Subwoofer anschließen, die Stereo-Basis ist aber auch so erstaunlich breit. Die Klangbühne, die im Movie-Modus von der Canton erzeugt wird, hätte man der kleinen Soundbar bei weitem nicht zugetraut und auch die Raumfülle ist beeindruckend. In den Extended-Einstellungen geht die SR-C20A so tief runter, dass man die fehlende Anschlussmöglichkeit eines externen Subwoofers fast ganz vergisst.

Ein weiterer Preistipp ist die Yamaha YAS-209. Mit gut 90 Zentimetern zählt sie eher zu den schmaleren Soundbars, da ist der ein oder andere Fernseher sogar breiter. Direkt mitgeliefert wird außerdem ein Subwoofer, dessen Lautsprecher seitlich abstrahlt. Durch die somit schmale Frontseite ist auch der ziemlich unauffällig.

Mit dem günstigen Preis gehen natürlich auch Sparmaßnahmen bei der Ausstattung einher. Was Schnittstellen angeht, so findet man lediglich einen HDMI-Eingang, einen entsprechenden Ausgang sowie einen optischen Digitaleingang und die LAN-Buchse. WLAN und Bluetooth werden außerdem unterstützt.

Somit kann die YAS-209 problemlos in ein MusicCast Multiroom-System eingebunden werden, wobei man dann auch die gängigen Streaming-Dienste sowie Alexa nutzen kann. Für detaillierte Einstellungen steht außerdem die »Sound Bar Controller«-App bereit.

Dank der gut angepassten Voreinstellungen ist der Sound von der ersten Sekunde an ausgezeichnet. Wählt man dann den Surroundbetrieb aus, so füllt die YAS-209 den Raum nochmal besser und eignet sich so auch zum Betrieb unter einer Leinwand. Ein Display gibt es nicht, stattdessen setzt Yamaha auf LEDs, die die Lautstärke von Soundbar und Subwoofer anzeigen. Das mag anfangs ungewohnt sein, ist aber eigentlich völlig ausreichend.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist insgesamt bei der Yamaha YAS-209 wirklich hervorragend. Man bekommt für einen kleinen Preis eine Soundbar inklusive Subwoofer, die zusammen gerade in kleinen Räumen auch noch erstklassig klingen.

Die Citation Multibeam 700 von Harman Kardon wird per Google Home in das heimische Netzwerk integriert und lässt sich auch mit anderen Lautsprechern zu einem Multiroom-System verbinden. Die Soundbar wird entweder mit einem optischen Digitalkabel oder per HDMI angeschlossen. Selbst ohne Unterstützung eines Subwoofers erreicht sie eine große Bandbreite und Klangfülle.

Als Top-Soundbar von JBL kommt die JBL Bar 5.1 daher. An beiden Enden sind kleine Lautsprecher angedockt, die sich bei Bedarf aber auch abnehmen und als kabellose Rear-Lautsprecher verwenden lassen. Das ist schön durchdacht und macht die Soundbar sehr flexibel. Mithilfe des Mess-Mikrofons wird die JBL an die Situation im Raum angepasst, dann wirkt der Klang sehr erwachsen und bereitet besonders bei Filmen viel Spaß. Bei manchen Musikstücken ist allerdings eine gewisse Senke zwischen Soundbar und Subwoofer erkennbar.

Wissenswertes über Soundbars und Sounddecks

Die ursprüngliche Idee hinter den Soundbars war, sie unter dem an der Wand hängenden Fernseher anzubringen. Viele Menschen stellen ihre Fernseher aber lieber auf ein Sideboard oder etwas Ähnliches. Wenn man die Soundbar dann trotzdem direkt unter den Bildschirm stellen möchte, darf sie natürlich nicht besonders hoch sein, um nichts zu verdecken. Das wiederum erschwert es den Herstellern, besonders im Tieftonbereich guten Klang zu erzeugen, denn dafür braucht es eben vor allem Volumen.

Dieses Problem wäre gelöst, wenn man den Bildschirm einfach auf die Soundbar stellen könnte – und so war die Idee der Sounddecks geboren. Mit mehr Volumen und dementsprechend größeren Lautsprecherchassis klingen sie doch deutlich kräftiger als Soundbars.

Ob man letztendlich eher Soundbar oder Sounddeck kaufen sollte, hängt daher davon ab, wo sich der Fernseher befindet. Ist er an der Wand, so passt eigentlich nur eine Soundbar. Falls einem dann der Klang noch nicht stark genug ist, kann man immer noch mit einem zusätzlichen Subwoofer aufrüsten. Der braucht natürlich Platz, liefert dafür aber erheblich sattere Bässe.

Ein Sounddeck bietet sich dagegen an, wenn der Fernseher nicht an der Wand hängt. Dann spielt das Sounddeck sein Volumen aus und sorgt damit für Sound, der meist keinen Subwoofer mehr braucht.

Soundbars und Sounddecks Test: Soundbar Wohnzimmer

Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Dank der reichlichen Ausstattung mit Bluetooth, intelligentem Sound-Prozessor und digitalen Anschlüssen können Soundbars und -decks bei vielen Leuten schon eine Stereoanlage ersetzen. Dabei kommt es aber auch auf die Ansprüche an, die man an die Klangqualität hat. Ein wirklich gutes Paar Stereoboxen wird immer noch jede Soundbar ausstechen, selbst Sounddecks haben es da schwer.

Eine perfekte Lösung sucht man also weiterhin vergeblich. Surround-Anlagen liefern zwar beeindruckenden Sound, nehmen aber viel Platz weg. Soundbars und -decks sind für Fernsehton absolut ausreichend, offenbaren aber bei Musik Schwächen gegenüber Stereoboxen. Bei denen wiederum hapert es an der Sprachverständlichkeit. Da muss jeder schließlich seine eigenen Prioritäten setzen.

Bluetooth, HDMI und Co. – komfortable Multitalente?

Als Ton-Schaltzentrale im Wohnzimmer verfügen die meisten Soundbars über vielfältige Anschlussmöglichkeiten wie WLAN, Bluetooth und HDMI. Grundsätzlich ist Flexibilität natürlich schön, sie verursacht aber hin und wieder auch Komplikationen. Wie schalte ich zwischen den einzelnen Eingängen um, beziehungsweise muss ich das überhaupt? Wie reagiert der Fernseher, wenn ich vom Smartphone via Bluetooth nur auf die Soundbar streamen möchte?

Das sind nur einige der Fragen auf die es keine grundsätzliche Antwort gibt, da jedes Modell anders programmiert ist. Letztendlich heißt es da: Probieren geht über Studieren.

So haben wir getestet

Nach mehreren Testrunden haben wir uns mittlerweile 27 Soundbars angehört, wovon aktuell 23 verfügbar sind.

Der Kern unseres Tests ist natürlich der Hörtest. Dabei müssen die Soundbars ihr Können bei verschiedenen Filmton-Formaten und Musik unter Beweis stellen. Außerdem überprüfen wir die Anschlussmöglichkeiten und sehen uns die Qualität der Verarbeitung an. Gerade beim Anschluss ist es wichtig, dass das jeweilige Gerät schnell und unkompliziert seinen Platz im Wohnzimmer findet. Setzt man zusätzlich noch Rear-Lautsprecher ein, so muss man möglicherweise etwas mit deren Standort experimentieren, um idealen Klang zu bekommen. Manche Geräte haben sogar eine Einmessfunktion, mit der die Lautsprecher an die Raumakustik angepasst werden.

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