Soundbars und Sounddecks Test: Heos Bar Subwoofer

Soundbars im Test : Schmale Lautsprecher für fetten Sound

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Update 28.09.2020

Wem der Sound des Fernsehers nicht reicht, der hat verschiedene Möglichkeiten, um aufzurüsten. Soundbars sind eine platzsparende Methode: Man stellt sie einfach unter den Fernseher, dort fallen sie kaum auf. Und doch ist der klangliche Unterschied erheblich.

Update 28. September 2020

Drei neue Soundbars hatten wir im Test. An unseren Empfehlungen hat sich jedoch nichts geändert.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Mit der Zeit wurden die Fernsehbildschirme immer flacher – und mit ihnen auch der Ton. Um diesem Problem entgegenzuwirken, wurde eine ganz neue Lautsprecherkategorie entwickelt: die Soundbar. Die ist im Idealfall so schlank und klein, dass man sie direkt unter den Fernseher hängen kann, sofern dieser auch an der Wand befestigt ist.

Obwohl Soundbars nicht gerade voluminös sind, liefern sie doch einen weitaus besseren Klang als die im Fernseher eingebauten Lautsprecher. Logischerweise kommen sie so aber auch nicht an den Sound einer Surround-Anlage heran. Dafür nehmen sie immerhin deutlich weniger Platz weg, da man sich nicht unzählige Lautsprecher ins Wohnzimmer stellen muss.

Mit Dolby Atmos kommt der Sound in einem Surround-System seit einiger Zeit sogar von oben. Manche Soundbars versuchen nun, die fehlenden Deckenlautsprecher mithilfe von Wand- und Deckenreflexionen zu simulieren – das akustisch zu realisieren ist natürlich nicht leicht.

Im Test hatten wir 27 Soundbars, die sich teilweise grundsätzlich voneinander unterscheiden. Manche sind kompakt und schmal, andere schlank und breit. Teilweise werden zusätzlich noch Subwoofer für den Tieftonbereich oder Rear-Lautsprecher für Surround-Effekte angeboten. Daher tut sich eine große Preisspanne auf, die von unter 100 Euro bis weit in den vierstelligen Bereich ragt.

Gerade im teureren Bereich findet man einige hervorragende Modelle. Unter 500 Euro wird die Auswahl kleiner und die Klangqualität nimmt merklich ab. Das reicht dann noch zum normalen Fernsehen, aber für Musik oder eine ordentliche Surround-Imitation braucht es doch eher hochwertigere Modelle.

Starke Bässe: Denon DHT-S716H

Die Denon DHT-S716H tritt die Nachfolge der Denon HEOS Bar an und kommt wie sein Vorgänger eigentlich ohne Subwoofer aus. Im Tieftonbereich findet sich die Denon Soundbar nämlich sehr gut zurecht, ohne dabei zu verzerren oder unkontrolliert zu wirken. Lediglich in größeren Räumen jenseits der 25 Quadratmeter wünscht man sich vielleicht doch manchmal einen etwas druckvolleren Sound.

Vier HDMI-Anschlüsse, Bluetooth und WLAN machen die DHT-S716H zur perfekten Schaltzentrale des heimischen Wohnzimmers. Die HDMI Eingänge übertragen auch die neusten HDR- und 4K-Formate problemlos, weswegen man was die Quellgeräte angeht in keinster Form eingeschränkt wird. Ins Netzwerk bindet man die Soundbar schnell via WPS-Taste am Router oder mit der kostenfreien Heos-App ein. Per App kann man sie auch unkompliziert zu einem Heos-Multiroom-System hinzufügen.

Das Gehäuse ist schön schlank gehalten, die Schnittstellen auf der Rückseite sind dank einer leichten Mulde ziemlich unauffällig. Trotzdem ist alles so groß, dass man nicht auf nervige Fummelei angewiesen ist. Die beiliegende Fernbedienung ist einfach gehalten, macht aber zuverlässig ihre Arbeit. Auf ihr befinden sich sechs Ziffern, die frei belegt werden können, etwa mit dem Lieblings-Internetradiosender oder auch der Übertragung vom Blu-ray-Player.

Legt man Wert auf Surround-Sound, so kann man die DHT problemlos zu einem 5.1-Setup erweitern. Dazu braucht man einen zusätzlichen Subwoofer sowie zwei Rear-Lautsprecher. Untereinander lassen sich die Komponenten per WLAN verbinde, die Steuerung erfolgt dann mit der Heos-App.

Ist alles angeschlossen, findet die Soundbar endlich ihren Platz vor dem Fernseher. Mit nur sieben Zentimetern Höhe sollte sie normalerweise nicht ins Bild ragen. Hängt der Fernseher an der Wand, so kann man die DHT-S716H auch direkt darunter montieren. An der Seite befinden sich übrigens drei Tasten, mit denen man die Lautstärke regeln oder direkt abstellen kann.

Jetzt kann es also losgehen. Unsere Test-Blu-ray Bohemian Rhapsody verlangt den Soundbars einiges ab. Von leisen, intimen Gesprächen bis hin zu kräftigen Stadionkonzerten meistert die DHT-S716H aber alles ohne erkennbare Schwächen. Die Dialoge kommen gut verständlich, aber nicht übertrieben rüber, während die Klangkulisse perfekt zum Geschehen im Bild passt und damit für Gänsehaut-Momente sorgt. Insgesamt ist der Bassbereich – wie bereits oben angedeutet – stark ausgeprägt, dennoch entstehen auch gute Übergänge zu den Mitten.

In größeren oder höheren Räumen erweist sich die Unterstützung durch einen Subwoofer doch als gute Idee. Dafür eignet sich etwa der DSW-1H, der allerdings alleine schon fast so viel kostet wie die Soundbar. Ebenfalls zur Abrundung des Klangs geeignet ist der Surround-Lautsprecher Denon Heos 1 HS2.

Damit hat sich die Denon DHT-S716H gegenüber ihrem Vorgänger sinnvoll verbessert, ohne wirkliche Defizite zu zeigen. So erscheint etwa der Tiefbass noch etwas kontrollierter, was die Klangqualität gerade im Preis-Leistungs-Verhältnis fast unschlagbar macht. Manchen wird womöglich ein Subwoofer fehlen, den man aber – zugegebenermaßen nicht ganz billig – aus gleichen Hause noch hinzukaufen kann.

Erweiterbar: Canton Smart Soundbar 9

Erweiterbar

Canton Smart Soundbar 9

Soundbars und Sounddecks Test: Canton Smartsoundbar
Die Soundbar 9 von Canton ist smart und lässt sich leicht mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher erweitern.

Die Canton Smart Soundbar 9 ist Teil des Smart-Multiroom-Systems, kann aber natürlich auch einzeln genutzt oder zu einem Surround-System erweitert werden. Dabei hilft momentan noch die Google Home App, an einer hauseigenen Lösung wird noch gearbeitet.

In unserem Test war die Smart Soundbar 9 nicht alleine, sondern bekam Unterstützung vom Subwoofer Smart Sub 8 sowie einem Rear-Lautsprecher-Paar der Smart Soundbox 3. Zusammen belaufen sich die Kosten dann auf rund 2.000 Euro – ein stolzer Preis, der aber auch durch Qualität gerechtfertigt ist.

Die Soundbar alleine kostet 700 Euro und ist recht klein, klingt aber, als wäre sie deutlich größer. Grund dafür sind die an den Seiten befindlichen Lautsprecher-Chassis, die ohne weitere Hilfe schon Surround-Effekte bieten.

Wie auch die Denon-Soundbar bekommt Cantons Modell in größeren Räumen Probleme, besonders weil der Bass dann zu schwach wird. Hier besteht ohnehin noch ein wenig Nachholbedarf, zumindest gegenüber der Denon. Kleine Räume beschallt die Soundbar 9 aber souverän und bedarf dabei keiner Hilfe.

Fügt man schließlich den Subwoofer hinzu, so werden auch große Räume gemeistert. Für klarere Surround-Effekte kann man schließlich noch die beiden Rear-Lautsprecher hinzuziehen. Für die leichtere Kopplung und Abstimmung mit den Mitstreitern bekam die Smart Soundbar 9 übrigens ein Onscreen-Menü, welches über die M-Taste auf der Fernbedienung aufgerufen wird. Darin findet man gut strukturiert alle wichtigen Funktionen, weswegen die Bedienung so einfacher ist als am Display der Soundbar.

Hat man alles einmal eingestellt und die volle Unterstützung zugeschaltet, so kann man sich bei der Canton Smart Soundbar 9 über schönen, klaren Raumklang freuen, der Denon in nichts mehr nachsteht.

Mit Subwoofer und Rears: Teufel CineSystem Pro

Mit Subwoofer und Rears

Teufel CineSystem Pro

Test besten Soundbars und Sounddecks: Teufel Cinesystem Pro
Das neue Cinesystem Pro von Teufel ist die höchste Ausbaustufe der CineBar Pro und mit Rear-Speakern ausgestattet.

Dem Namen entsprechend bekommt man beim Teufel Cinesystem Pro nicht nur eine Soundbar, sondern auch einen Subwoofer und zwei rückwärtige Lautsprecher. Alle Einzelteile sind relativ groß geraten, womit schon klar ist, dass sich das Cinesystem besonders in Räumen über 25 Quadratmeter wohlfühlt.

Alleine der Subwoofer beeindruckt schon mit seinem 250-mm-Chassis. Möchte man ihn lieber nach dem Downfire-Prinzip arbeiten lassen, so kann man die Füße einfach umschrauben.

Die Soundbar selbst ist ordentlich verarbeitet, aber ebenso groß. Das vorhandene Volumen wird genutzt, um sechs Mittelton-Chassis, von denen zwei seitlich abstrahlen, sowie zwei Hochtöner unterzubringen. Damit füllt sie sogar alleine schon problemlos größere Räume. Fügt man dann noch den Subwoofer hinzu, erfährt man ein wirklich erstklassiges Klangerlebnis. Schließlich kann man das Ganze noch mit den beiden Rear-Lautsprechern ergänzen.

Das gesamte System kann an die Eigenheiten des Raums sowie die Verteilung der Komponenten darin angepasst werden. Dazu gibt man im Soundbar-Menü die Abstände zum Sitzplatz und zu den Wänden ein. Direkt am Subwoofer lassen sich außerdem Phase, Pegel und Trennfrequenz einstellen. Damit und dank der Option, den Subwoofer als Front- oder Downfire aufzustellen, ist er sehr flexibel.

Neben den Voreinstellungen für 2.1- oder 4.1-basierten Raumklang findet man noch die Dynamore-Schaltung, mit der man Surround noch detaillierter abstimmen kann. Die Investition in das gesamte Cinesystem Pro statt nur in die Soundbar lohnt sich bei Teufel also wirklich. Das liegt besonders an der leichten Einrichtung und den vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Kurz und schlank: Sonos Beam

Kurz und schlank

Sonos Beam

Test besten Soundbars und Sounddecks: Sonos Beam
Die schlanke Beam wartet mit erwachsenem Sound, HDMI-Schnittstelle und Alexa-Unterstützung auf.

Für das – im Vergleich zur Sonos Playbar – kurze und schlanke Design ist die Sonos Beam doch erstaunlich schwer. Eine Neuerung ist die Öffnung des eigenen Ecosystems: War man früher bei Sonos komplett auf hauseigene Soft- und Hardware angewiesen, so ist die Sonos Beam nun immerhin schon mit Alexa kompatibel. Das Zusammenspiel ist zwar noch verbesserungswürdig, aber Sonos zeigt damit einen Schritt in die richtige Richtung.

Dank mehrerer Mikrofone an der Beam Soundbar lässt sich das System nun nochmal besser sensibilisieren. Die HDMI-Verbindung läuft via ARC-Buchse, sofern es diese am Fernseher gibt. Ansonsten nutzt man den Adapter für die optische Toslink-Schnittstelle, dann kann man den Fernseher allerdings nicht mehr mit Alexa steuern. Apropos Alexa: Eine LED teilt mit, ob die Sprachassistentin gerade mithört und ob das zuständige Mikrofon aktiv ist.

Klanglich überzeugt die Beam besonders in Räumen bis zu 20 Quadratmetern. Für einen angenehmen Sound braucht man dann nicht einmal die genaue Einmessung ins Zimmer via TruePlay. In größeren Räumen empfiehlt sich die Aufstockung durch einen Subwoofer. Außerdem ist die Erweiterung mit einem Play 1-Lautsprecherpaar möglich. Diese können dann als Surround-Speaker fungieren, denn die Beam besitzt im Gegensatz zur Playbar einen 5.1-Decoder.

Soundbars und Sounddecks Test: Sonos Beam B
Die Sonos Beam integriert sich unauffällig ins Interieur und verleiht modernen Charme.

Ohne Unterstützung und bei kräftigem Filmsound stößt die Beam doch irgendwann an ihre Grenzen. Gerade für ihre kompakten Abmessungen passiert das aber erst außerordentlich spät. Dann lohnt sich eben der Subwoofer, leider ist man mit dem und der Soundbar preislich schon bei über 1.000 Euro, als ganzes 5.1-System gar bei mehr als 1.500 Euro. Da Sonos immer noch fast ausschließlich hauseigene Kombinationen unterstützt, ist die Beam nur etwas für Leute, die schon ein Sonos-System besitzen oder ein solches aufbauen möchten.

Für den kleinen Geldbeutel: Yamaha YAS-209

Für den kleinen Geldbeutel

Yamaha YAS-209

Soundbars und Sounddecks Test: Yamaha Yas 209
Schön, schlank und schnell angeschlossen – die YAS-209 von Yamaha liefert viel Sound und Bedienkomfort für den Preis.

Der neue Preistipp ist die Yamaha YAS-209. Mit gut 90 Zentimetern zählt sie eher zu den schmaleren Soundbars, da ist der ein oder andere Fernseher sogar breiter. Direkt mitgeliefert wird außerdem ein Subwoofer, dessen Lautsprecher seitlich abstrahlt. Durch die somit schmale Frontseite ist auch der ziemlich unauffällig.

Mit dem günstigen Preis gehen natürlich auch Sparmaßnahmen bei der Ausstattung einher. Was Schnittstellen angeht, so findet man lediglich einen HDMI-Eingang, einen entsprechenden Ausgang sowie einen optischen Digitaleingang und die LAN-Buchse. WLAN und Bluetooth werden außerdem unterstützt.

Somit kann die YAS-209 problemlos in ein MusicCast Multiroom-System eingebunden werden, wobei man dann auch die gängigen Streaming-Dienste sowie Alexa nutzen kann. Für detaillierte Einstellungen steht außerdem die »Sound Bar Controller«-App bereit. Die erste Installation geht kinderleicht vonstatten. Soundbar und Subwoofer finden sich mehr oder weniger automatisch, dann dockt man die YAS-209 per HDMI-Kabel oder Digitalkabel einfach an den Fernseher an.

Dank der gut angepassten Voreinstellungen ist der Sound von der ersten Sekunde an ausgezeichnet. Wählt man dann den Surroundbetrieb aus, so füllt die YAS-209 den Raum nochmal besser und eignet sich so auch zum Betrieb unter einer Leinwand. Ein Display gibt es nicht, stattdessen setzt Yamaha auf LEDs, die die Lautstärke von Soundbar und Subwoofer anzeigen. Das mag anfangs ungewohnt sein, ist aber eigentlich völlig ausreichend.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist insgesamt bei der Yamaha YAS-209 wirklich hervorragend. Man bekommt für einen kleinen Preis eine Soundbar inklusive Subwoofer, die zusammen gerade in kleinen Räumen auch noch erstklassig klingen.

Was gibt es sonst noch?

Die Citation Multibeam 700 von Harman Kardon wird per Google Home in das heimische Netzwerk integriert und lässt sich auch mit anderen Lautsprechern zu einem Multiroom-System verbinden. Die Soundbar wird entweder mit einem optischen Digitalkabel oder per HDMI angeschlossen. Selbst ohne Unterstützung eines Subwoofers erreicht sie eine große Bandbreite und Klangfülle.

Die Polk Audio MagniFi 2  bietet drei HDMI-Eingänge, einen ARC-kompatiblen Ausgang, einen optischen Digitaleingang und sie lässt sich über Bluetooth mit dem Smartphone verbinden. Der Übergang zwischen Subwoofer und Soundbar ist nicht ganz perfekt, was für einen etwas hellen Klang sorgt.

Mit unter 100 Euro ist die Creative Stage eine der günstigsten Soundbars im Test. Mitgeliefert wird ein Subwoofer, der mittels Kabel an die Soundbar angeschlossen wird. Für ihre Größe und den Preis ist dieses Produkt als Sound-Ergänzung eine gute Alternative.

Die Denon HEOS Bar gehört eigentlich zum HEOS-Multiroom-System und ist der Vorgänger der Denon DHT-S716H. Wenn man die HEOS Bar noch zu einem Schnäppchenpreis findet, kann man guten Gewissens zugreifen, denn technisch gesehen unterscheidet sie sich kaum von ihrem Nachfolger.

Die Teufel Cinebar Lux kann zusammen mit Subwoofer und Rear-Lautsprechern als Teil des Cinebar Lux Surround Systems oder gar in einem Multiroom-System eingesetzt werden, aber auch als Einzelspieler ohne Unterstützung. Dank des schwarz-weißen Designs ist die Cinebar ein echter Hingucker. Die nach schräg oben abstrahlenden Lautsprecher sind unter einer Bespannung versteckt und arbeiten mit dem Teufel-eigenen Dynamore-Prinzip.

Für besseren Raumklang lassen sich im Menü die Entfernung der Cinebar sowie der Surround-Lautsprecher zum Sitzplatz eingeben. Ist das einmal geschehen, so klingt die Lux alleine wirklich erstklassig. In Erweiterung mit Subwoofer und Surround-Lautsprecher überzeugt die Cinebar Pro aber mehr.

Als Ausbaustufe der MusicCast Bar400 eignet sich die MusicCast Bar 40 Yms 4080 von Yamaha am besten in Kombination mit dem Subwoofer Sub 100. Dann werden auch Wohnzimmer jenseits der 20 Quadratmeter angenehm beschallt. Zur Einrichtung und Abstimmung empfiehlt sich die MusicCast-App, dafür müssen sich aber alle beteiligten Komponenten im gleichen WLAN befinden.

Der Sound weiß bei Filmen und Musik gleichermaßen zu überzeugen. Selbst die Dialogverständlichkeit leidet nicht unter der sonst sehr räumlichen Klangdarstellung. Gerade wenn man sich den zusätzlichen Subwoofer leistet, ist die MusicCast Bar 40 Yms 4080 gut in großen Räumen aufgehoben.

Als Top-Soundbar von JBL kommt die JBL Bar 5.1 daher. An beiden Enden sind kleine Lautsprecher angedockt, die sich bei Bedarf aber auch abnehmen und als kabellose Rear-Lautsprecher verwenden lassen. Das ist schön durchdacht und macht die Soundbar sehr flexibel. Mithilfe des Mess-Mikrofons wird die JBL an die Situation im Raum angepasst, dann wirkt der Klang sehr erwachsen und bereitet besonders bei Filmen viel Spaß. Bei manchen Musikstücken ist allerdings eine gewisse Senke zwischen Soundbar und Subwoofer erkennbar.

Wissenswertes über Soundbars und Sounddecks

Die ursprüngliche Idee hinter den Soundbars war, sie unter dem an der Wand hängenden Fernseher anzubringen. Viele Menschen stellen ihre Fernseher aber lieber auf ein Sideboard oder etwas Ähnliches. Wenn man die Soundbar dann trotzdem direkt unter den Bildschirm stellen möchte, darf sie natürlich nicht besonders hoch sein, um nichts zu verdecken. Das wiederum erschwert es den Herstellern, besonders im Tieftonbereich guten Klang zu erzeugen, denn dafür braucht es eben vor allem Volumen.

Dieses Problem wäre gelöst, wenn man den Bildschirm einfach auf die Soundbar stellen könnte – und so war die Idee der Sounddecks geboren. Mit mehr Volumen und dementsprechend größeren Lautsprecherchassis klingen sie doch deutlich kräftiger als Soundbars.

Ob man letztendlich eher Soundbar oder Sounddeck kaufen sollte, hängt daher davon ab wo sich der Fernseher befindet. Ist er an der Wand, so passt eigentlich nur eine Soundbar. Falls einem dann der Klang noch nicht stark genug ist, kann man immer noch mit einem zusätzlichen Subwoofer aufrüsten. Der braucht natürlich Platz, liefert dafür aber erheblich sattere Bässe.

Ein Sounddeck bietet sich dagegen an, wenn der Fernseher nicht an der Wand hängt. Dann spielt das Sounddeck sein Volumen aus und sorgt damit für Sound, der meist keinen Subwoofer mehr braucht.

Soundbars und Sounddecks Test: Soundbar Wohnzimmer

Lautsprecher-Alternative fürs Wohnzimmer?

Dank der reichlichen Ausstattung mit Bluetooth, intelligentem Sound-Prozessor und digitalen Anschlüssen können Soundbars und -decks bei vielen Leuten schon eine Stereoanlage ersetzen. Dabei kommt es aber auch auf die Ansprüche an, die man an die Klangqualität hat. Ein wirklich gutes Paar Stereoboxen wird immer noch jede Soundbar ausstechen, selbst Sounddecks haben es da schwer.

Eine perfekte Lösung sucht man also weiterhin vergeblich. Surround-Anlagen liefern zwar beeindruckenden Sound, nehmen aber viel Platz weg. Soundbars und -decks sind für Fernsehton absolut ausreichend, offenbaren aber bei Musik Schwächen gegenüber Stereoboxen. Bei denen wiederum hapert es an der Sprachverständlichkeit. Da muss jeder schließlich seine eigenen Prioritäten setzen.

Bluetooth, HDMI und Co. – komfortable Multitalente?

Als Ton-Schaltzentrale im Wohnzimmer verfügen die meisten Soundbars über vielfältige Anschlussmöglichkeiten wie WLAN, Bluetooth und HDMI. Grundsätzlich ist Flexibilität natürlich schön, sie verursacht aber hin und wieder auch Komplikationen. Wie schalte ich zwischen den einzelnen Eingängen um, beziehungsweise muss ich das überhaupt? Wie reagiert der Fernseher, wenn ich vom Smartphone via Bluetooth nur auf die Soundbar streamen möchte?

Das sind nur einige der Fragen auf die es keine grundsätzliche Antwort gibt, da jedes Modell anders programmiert ist. Letztendlich heißt es da: Probieren geht über Studieren.

So haben wir getestet

Nach mehreren Testrunden haben wir uns mittlerweile 27 Soundbars angehört, wovon aktuell 23 verfügbar sind.

Der Kern unseres Tests ist natürlich der Hörtest. Dabei müssen die Soundbars ihr Können bei verschiedenen Filmton-Formaten und Musik unter Beweis stellen. Außerdem überprüfen wir die Anschlussmöglichkeiten und sehen uns die Qualität der Verarbeitung an. Gerade beim Anschluss ist es wichtig, dass das jeweilige Gerät schnell und unkompliziert seinen Platz im Wohnzimmer findet. Setzt man zusätzlich noch Rear-Lautsprecher ein, so muss man möglicherweise etwas mit deren Standort experimentieren, um idealen Klang zu bekommen. Manche Geräte haben sogar eine Einmessfunktion, mit der die Lautsprecher an die Raumakustik angepasst werden.

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