Test: Gs Aptoide Tv

Mini-Beamer im Test : Großbild für Unterwegs

Update 22.04.2022

Für Präsentationen im Außendienst oder in Meetings eignen sich portable Mini-Beamer besonders gut. Durch sie hat man den großen Bildschirm immer in der Tasche, ohne dass er viel Raum einnimmt. Doch welcher Beamer ist für welche Aufgabe am besten?

Update 22. April 2022

Von den zwei neu getesteten Beamern empfehlen wir den Xgimi Halo+ – aber nur, wenn es aufs Geld nicht ankommt.

17. Januar 2022

Wir haben vier weitere Beamer getestet. Eine neue Empfehlung ist der GV30 von BenQ.

4. Mai 2021

Wir haben vier weitere Mini-Beamer getestet. Der Acer B250i ist jetzt unsere neue Empfehlung für einen mobilen Beamer ohne Akku.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Wer sich gerne mit mehreren Personen Fotos oder Videos ansehen möchte, stößt mit einem Smartphone-Display schnell an die Grenzen. Neuerdings gibt es Mini-Beamer, die hier Abhilfe schaffen können. Dank ihrer geringen Größe kann man sie auch unterwegs einsetzen.

Selbst für Präsentationen im Meeting oder im Außendienst eignen sich die Mini-Beamer. Angeschlossen an Smartphone, Tablet oder Laptop kann man mit ihnen ein großes Bild an die Wand werfen und damit jedes Büro zum Meeting-Raum umfunktionieren.

Wir haben 20 Mini-Beamer getestet, fünf davon können wir empfehlen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Einfacher Mediatheken-ZugangKompakter Luxus-BeamerKlein aber feinBester KlangSchlanker Preis
Test: Benq Gv30Test: Xgimi Halo PTest: Viewsonic M1 MiniTest: Vivitek Qumi Z1hTest: Philips Neopix Prime
Modell BenQ GV30 XGimi Halo+ Viewsonic M1 mini Vivitek Qumi Z1H Philips NeoPix Prime
Pro
  • Gute Bildqualität
  • Gute Tonqualität
  • Transporttasche und HDMI-Kabel im Lieferumfang
  • Android TV integriert
  • Gutes Bild
  • 4K und HDR kompatibel
  • Streamingfähig
  • 16 GB interner Speicher
  • WLAN und Bluetooth integriert
  • Gutes Bild
  • FullHD-kompatibel
  • Integrierter Standfuß
  • Gutes Bild
  • Sehr guter Sound
  • Interner Speicher und SD-Kartenslot
  • Viele analoge und digitale Schnittstellen
  • WLAN und Bluetooth
Contra
  • Ohne WLAN und Bluetooth
  • Recht lange Ladezeit
  • Kein Akkubetrieb möglich
  • Geringe Lichtausbeute
Bester Preis
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Einfacher Mediatheken-Zugang: BenQ GV30

Einfacher Mediatheken-Zugang

BenQ GV30

Test: Benq Gv30
Der BenQ GV30 ist allein schon mit seiner runden Form ein echter Hingucker, er hat aber auch technisch einiges zu bieten und ist uneingeschränkt mobil.

Der Hersteller BenQ setzt seine Reihe mobiler Beamer mit dem ansprechend designten GV30 fort. Das runde Aussehen des kleinen Beamers hat jedoch nicht nur ästhetische, sondern auch praktische Gründe. Dank des eingelassenen Gewindes lässt sich der BenQ-Beamer auf ein Stativ schrauben oder auf den schalenförmigen Fuß setzen, der im Lieferumfang enthalten ist. Auf dem Standfuß steht der GV30 sehr standfest und kann dennoch stufenlos geschwenkt werden. So lässt er sich optimal auf die Projektionsfläche ausrichten.

Auch sonst ist das Einrichten des Mini-Beamers unkompliziert. Die Bilddiagonale hängt von der Entfernung zur Leinwand ab. Scharfstellen und Trapezkorrektur funktionieren vollautomatisch. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Abstand zwischen Beamer und Leinwand nicht allzu groß ist, sonst wird das Bild zu dunkel. In unserem Test haben wir Kontrast und Helligkeit wie immer bei einem Meter Bilddiagonale gemessen.

Die native Auflösung des BenQ GV30 liegt bei 1280 x 720 Pixeln. Es ist aber problemlos möglich Full-HD und 4K-Signale einzuspeisen und selbst HDR-Inhalte werden erkannt und wiedergegeben. Die hohen Auflösungen werden dafür vom Beamer entsprechend herunter gerechnet.

Nicht immer projiziert der Beamer sein Bild auf eine Leinwand. Oft dient einfach ein weißes Tuch oder gleich die Wand als Projektionsfläche. Da die Lichtausbeute des GV30 eher gering ist, sollte der Raum gut abgedunkelt sein, wenn Sie den Beamer nutzen. Oder – noch besser – gleich abends stattfinden.

In den Abendstunden kann der BenQ-Beamer laut Hersteller sogar auf eine Zeltplane projizieren, sowohl von innen als auch von außen. Der dafür genutzte Bildmodus heißt passenderweise »Lagerfeuer«.

Der GV30 kann via HDMI und USB an andere Geräte angeschlossen werden und dank des mitgelieferten WLAN-Dongles ist sogar Streaming möglich. Letzteres wird durch die Android TV Oberfläche erleichtert, die bei vielen BenQ-Beamern ab Werk installiert ist. Dadurch stehen die Apps vieler Mediatheken und Streamingdienste zur Verfügung oder können schnell installiert werden.

Um den Play Store nutzen zu können, ist es nötig sich mit einem Account anzumelden. Lassen Sie sich bei der Benutzerführung nicht davon irritieren, dass der Beamer vom System als Fernseher deklariert wird. Eine Anmeldung ist technisch gesehen allerdings gar nicht notwendig, denn die HDMI- und USB-Schnittstellen sind mehr als ausreichend, um Inhalte wiederzugeben. Und mittels Mirroring können sogar Medien vom Smartphone aus übertragen werden.

Wie bereits erwähnt kann der BenQ GV30 sogar 4K- und HDR-Inhalte, entsprechend herunter gerechnet, wiedergeben. Bei der natur- und filmgerechten Farbwiedergabe zeigt der GV30 kaum Schwächen. So deckt er den HDTV-Normfarbraum fast zu 100 Prozent ab, vor allem im »Kino«-Bildmodus.

Neben den Bild-Modi »Benutzer« und »Kino«, gibt es zudem die Konfigurationen »Lagerfeuer« und »Bettmodus«. Diese geben dem Bild eine warme Färbung, die die Augen schont. Die Helligkeit lässt sich mit drei Einstellungsstufen der Umgebung anpassen: normal, Eco und der Akku-Betrieb, der besonders stromsparend ist.

Auch in Sachen Audio kann der BenQ-Beamer sich sehen beziehungsweise hören lassen. Drei Lautsprecher sorgen für ein angenehmes Klangbild. Die zwei Breitbänder und der Basslautsprecher schaffen in nicht allzu großen Räumen sogar raumfüllenden Sound. Wem das nicht genug ist, kann via Kabel oder Bluetooth noch externe Lautsprecher anschließen.

Lediglich die Kontrastwerte des Beamers könnten etwas höher sein. Auch wäre es schön, wenn man den mitgelieferten HDMI-Dongle, auf dem Android TV installiert ist, nicht selbst ins Gerät einbauen müsste.

Kompakter Luxus-Beamer: Xgimi Halo+

Kompakter Luxus-Beamer

XGimi Halo+

Test: Xgimi Halo P
Der Halo+ ist dank Android TV voll streamingfähig, hat einen Akku integriert und liefert sehr guten Sound zum Film.

Seinem Vorgänger gegenüber, dem Xgimi Halo, hat der Halo+ einiges vorzuweisen. Zwar sieht man von außen keine bedeutenden Unterschiede – die Halo-Modelle weichen ohnehin vom Design her von der Norm ab. Sie gleichen in vielerlei Hinsicht Bluetooth-Lautsprechern, sie haben dafür zusätzliche Anschlüsse und das Aussehen für Beamer modifiziert.

Für eine passende Klanguntermalung ist aber definitiv gesorgt, denn Xgimi hat sich bei Harman/Kardon Hilfe geholt, um einen anständigen Stereosound und mit DTS-Unterstützung auch einen hervorragenden räumlichen Klang zu schaffen. Außerdem ist der Mini-Beamer nicht sehr wählerisch, was seine Position betrifft.

Zum einen macht der Akku den Xgimi von Steckdosen unabhängig und ein kleiner Klappfuß sorgt dafür, dass man den Beamer in die Richtung des Bildes neigen kann, um ein besseres Bild zu erzeugen. Wer möchte, kann den Beamer auch auf einem Stativ festschrauben, das entsprechende Gewinde ist integriert.

Die besonders übersichtlich gestaltete Fernbedienung verbindet sich mit dem Beamer per Bluetooth. Die Lautstärke-Tasten bieten gleich zwei Funktionen, denn per Umschalter auf der Unterseite kann man die Funktion von Lautstärke auf Fokus umschalten. Dank automatischem Fokus braucht man diese Funktion aber in der Regel nicht, denn die Automatik funktioniert einwandfrei.

Als Oberfläche wird Android verwendet. Beim Vorgänger wurde das Menü nicht übersetzt, beim Halo+ nun aber schon. Besonders beim Beamer-Menü macht sich die komplette Übersetzung bemerkbar, denn zuvor fand man zum Teil asiatische Schriftzeichen oder schlechte, englische Übersetzungen.

Der Beamer kann sehr einfach ins Netzwerk eingebunden werden und verschiedene Streaming-Dienste können ohne Probleme koordiniert werden. Per Taste kommt man auf Wunsch ins Menü des Beamers, welches sich völlig unauffällig in die Benutzeroberfläche einbindet.

Etwa zehn Prozent mehr Lichtleistung bringt der Halo+ im Vergleich mit dem Vorgänger zustande. Damit bringt er auch bei schwierigen Lichtverhältnissen ein akzeptables Bild hin, und das beim Akku-Betrieb. Bei allen Geräten verdunkelt sich nämlich das Bild, sobald der Betrieb per Akku erfolgt, damit Energie gespart wird.

In unserem Test hat der Akku zwei Stunden lang durchgehalten, wobei Ton und WLAN eingeschaltet waren. Gestreamt wurde das Bild jedoch über ein HDMI-Kabel. Der Halo+ besticht vor allem durch kontrastreiche Bilder und ausreichenden Ton, sogar im portablen Stil für unterwegs.

Klein aber fein: Viewsonic M1 Mini

Klein aber fein

Viewsonic M1 mini

Test: Viewsonic M1 Mini
Der M1 mini ist sehr kompakt, hat dafür eine ordentliche Akkulaufzeit und erzeugt ausreichend helle Bilder.

Wie der Name schon sagt, ist der Viewsonic M1 Mini sehr klein gehalten. Er hat aber trotzdem einen eigenen Standfuß, der schwenkbar ist und sich so beim Transport zum Schutz des Objektes einfach einklappen lässt. Im Lieferumfang enthalten sind neben der mintgrünen Abdeckung auch noch zwei weitere in gelb und grau sowie eine scheckkartengroße Fernbedienung und ein Ladekabel, mit dem der M1 Mini über einen microUSB-Anschluss geladen wird. Ein Netzteil zum Laden sowie ein Transportcase sind dagegen nicht enthalten.

Über den Standfuß wird der Mini-Beamer vor der Leinwand positioniert und ausgerichtet. Das funktioniert aufgrund der geringen Größe auch problemlos mit der Hand. An- und ausgeschaltet wird der M1 Mini mittels eines auf der Rückseite befindlichen Schalters. Während des Transports sollte der Beamer auch hierüber ausgeschaltet sein; per Fernbedienung ist dies nur im Standby-Modus möglich, welcher dann etwas Strom verbraucht.

Erstmal eingeschaltet stellt der Viewsonic die Bildgeometrie automatisch ein. Das geht trotz der geringen Größe des Beamers beeindruckend schnell. Mittels eines kleinen Stellrades wird dann die Bildschärfe eingestellt. Als Quelle stehen allerdings nur ein HDMI- und ein USB-Anschluss zur Verfügung. WLAN oder Bluetooth gibt es dagegen nicht. Dafür kann man dann aber einen anderen externen Speicher an den USB-Anschluss anschließen.

Das Menü des M1 Mini ähnelt dem eines Mediaplayers und bietet viele Einstellungsmöglichkeiten an. Auch die Bildparameter kann man hier optimal einstellen, bis hin zu einer Ausdifferenzierung der Farbtemperatur zwischen 6.500, 7.500 und 9.300 Kelvin. Hierbei ist 6.500 die ideale Wahl für Filme.

Getestet wurde auch der Philips Picopix Nano, welcher noch kleinere Abmessungen hat als der Viewsonic M1 Mini. Letzterer verfügt zwar weder über Bluetooth noch WLAN, hat aber eine weitaus höhere Ausdauer als der Picopix Nano. Dieser hat zwar integriertes WLAN, bietet aber im Gegenzug keine Fernbedienung und kann nicht so ein umfangreiches Menü vorweisen wie der Konkurrent.

Bester Klang: Vivitek Qumi Z1H

Bester Klang

Vivitek Qumi Z1H

Test: Vivitek Qumi Z1h
Der Qumi Z1H klingt wie ein sehr guter Bluetooth-Lautsprecher, kann aber auch tolle Bilder an die Wand zaubern.

Auf der ersten Blick wirkt der Vivitek Qumi Z1H wie ein Bluetooth-Lautsprecher, wäre da nicht das Objektiv auf der Vorderseite. Der mobile Beamer bietet durch zwei integrierte Lautsprecher-Chassis tatsächlich einen guten Sound.

Der Qumi Z1H kann auf eine große Auswahl an Quellen zurückgreifen: Er bietet neben einer HDMI-Schnittstelle außerdem zwei USB-Anschlüsse. Des Weiteren kann eine microSD-Karte oder der 8 Gigabyte große, interne Speicher genutzt werden. Auch eine drahtlose Übertragung mittels Bluetooth oder WLAN ist möglich. Eine Android-Oberfläche sorgt hier für einen besseren Überblick.

Gesteuert wird der Mini-Beamer über eine Touch-Fläche, die sich auf der Oberseite befindet, oder mittels mitgelieferter Fernbedienung. Das Touch-Feld verfügt dann auch über eine Taste, mit der zwischen der Beamer- und der Lautsprecherfunktion umgeschaltet werden kann. Im Audio-Menü, das sich mit der Fernbedienung aufrufen lässt, findet man verschiedenen Voreinstellungen. Neben dem Musik- und Film- gibt es auch einen Benutzer-Modus: Hier lässt sich der Klang mittels eines 5-Band-Equalizers individuell anpassen.

Das Bild lässt sich mit dem Fokus-Rad zuverlässig und sehr fein justieren. Der Lichtmodus »Standard« in der Einstellung Film bietet hierbei das beste Bild. Im Stromsparmodus »Eco« hat das Bild dann einen auffälligen Rotstich. Die Farbtemperatur lässt sich über den Bildmodus »Benutzer« einstellen: Hier stehen kühl, warm und Standard zur Auswahl.

Aufgrund der geringen Lichtausbeute des Qumi Z1H ist der Mini-Beamer besser in dunklen Umgebungen aufgehoben. Dort bietet er dann auch einen außergewöhnlich hohen Kontrast und eine Akkulaufzeit von bis zu drei Stunden.

Schlanker Preis: Philips Neopix Prime

Schlanker Preis

Philips NeoPix Prime

Test: Philips Neopix Prime
Der NeoPix Prime kommt zwar ohne Akku und ist trotzdem nicht der hellste Mini-Beamer, bringt dafür aber WLAN und Bluetooth mit – zum unschlagbaren Preis.

Von außen wirkt der Philips Neopix Prime wie ein herkömmlicher Beamer in etwas kleinerer Ausführung. Im Gegensatz dazu erscheint die Optik etwas überdimensioniert: Neben dem Fokus-Ring gibt es einen weiteren Ring für die Trapezkorrektur. Beide arbeiten allerdings mit viel Spiel oder sind etwas schwergängig und wirken daher etwas billig. Besonders die Trapezkorrektur ist ziemlich grobschlächtig, da man während des Einstellen des entsprechenden Rads spürt, dass ein Spiegel oder ein anderes optisches Element umgeklappt wird. Für eine möglichst rechtwinklige Projektion bedarf es daher etwas Fingerspitzengefühls.

Das Gehäuse des Neopix Prime kann einer näheren Qualitätsüberprüfung trotz Hochglanzoptik nicht standhalten. Dafür bietet der Mini-Beamer aber eine Vielzahl von Eingängen: Neben zwei HDMI-Anschlüssen gibt es eine USB-Schnittstelle, sowie einen microSD-Kartenslot. Per WLAN kann der Beamer auch mit dem Netzwerk oder Internet verbunden werden – und mit dem Smartphone wahlweise über Bluetooth oder WLAN.

Nachteilig ist, dass der Neopix Prime nur im Netzbetrieb genutzt werden kann und das Netzteil dabei nicht im Gehäuse eingebaut ist, sondern extern ausgeführt wird. Neben den üblichen Bildeinstellungen wie Schärfe, Helligkeit, Farbsättigung und Kontrast gibt es keine weiteren Voreinstellungen. Mit maximal 255 Lumen ist das Bild auch nicht sonderlich hell und noch dazu recht kühl abgestimmt.

Für den geringen Preis bietet der Philips aber eine große Anschlussvielfalt und ein recht kompaktes Gehäuse. Daher ist er als mobiler Beamer durchaus brauchbar, auch wenn er auf eine möglichst dunkle Umgebung und eine Steckdose angewiesen ist.

Was gibt es sonst noch?

Zwar gibt es beim B250i von Acer keinen Akkubetrieb, im Vergleich zur Konkurrenz ist er dafür aber auch deutlich heller. Dazu bringt er viele Schnittstellen mit, sogar ein USB-C-Anschluss für Smartphones ist dabei. Wer möchte, kann den Beamer auf einem Stativ fixieren. Trotz seiner geringen Größe ist der B250i von Acer ein waschechter Allrounder. Seine Vielfältigkeit und die gute Bildqualität lassen dann auch den fehlenden Akku durchaus verschmerzen.

Der Epson EB-1795F ist mit den Ausmaßen eines DinA4-Blattes sehr kompakt und bietet zudem eine Vielzahl an digitalen und analogen Anschlüssen. Da der Epson vor allem auf Helligkeit ausgelegt ist, ist der Mini-Beamer ausschließlich für den Netzbetrieb gedacht, da im Akkubetrieb helle und kontrastreiche Bilder nur für einige Minuten möglich sind. Das Netzteil des EB-1795F ist fest eingebaut. Die im Lieferumfang enthaltenen Tasche ist kaum größer als die für einen Laptop und bietet zusätzlich noch Platz für Netz- und VGA-Kabel sowie für die Fernbedienung.

Diese Fernbedienung lässt keine Wünsche von Präsentationsprofis offen: Über sie hat man einen direkten Zugriff auf die wichtigsten Eingänge und Einstellungen wie einen integrierten Laserpointer. Auch die Bildschärfe kann man über die Fernbedienung einstellen. Der Aufbau des Epson EB-1795F geht schnell und über den Zoomring lässt sich auch die Bildgröße an die Projektionsfläche anpassen. Falls nötig lässt sich mittels eines in Stufen ausklappbaren Fußes auch die Schräglage der Projektion an die vorhandenen Leinwand oder Fläche anpassen.

Mit seinem Schutz vor Spritzwasser und Stößen ist der BenQ GS2 perfekt für den Outdoor-Einsatz geeignet. Die projizierten Bilder sind sehr gut und er kann an fast alle Quellen angeschlossen werden. Auch die Transporttasche, die im Lieferumfang enthalten ist, ist ein echtes Plus. Gut für den Außeneinsatz ist auch, dass sich der Beamer auf ein Stativ schrauben lässt. Außerdem hat er eine Farbkorrektur-Funktion, dank der die Projektionsfläche nicht makellos weiß sein muss. Das einzige Manko ist, dass er nicht WLAN-fähig ist.

Für den Gebrauch im Heimkino ist der Epson EB-1795F trotz Filmmodus eher ungeeignet, da der Bildmodus auf eine helle Umgebung eingestellt und daher eher kühl abgestimmt ist. Allerdings eignet er sich aufgrund seiner großen Lichtausbeute und kompakten Abmessungen hervorragend für das Public Viewing im eigenen Garten. Voraussetzung ist hierfür dann allerdings ein Verlängerungskabel.

Ähnlich aufgebaut wie der Vivitek ist der Anker Nebula Capsule Max. Auch mit diesem Mini-Beamer kann man im Handumdrehen in den Audio-Modus wechseln, allerdings bietet das Gehäuse nur einen Lautsprecher. Das Android-Betriebssystem lässt sich per Fernbedienung, per Smartphone-App oder über eine Touch-Fläche am Beamer bedienen. Das Bild liefert trotz geringer Helligkeit gute Kontrastwerte, somit ist der Capsule Max eher in dunklen Umgebungen einsetzbar.

Der Philips Picopix Nano ist sehr kompakt und wird nur mit wenigen Tasten am Gerät bedient. Trotz der geringen Größe verfügt der Mini-Beamer über einen Akku, der über einen microUSB-Anschluss geladen wird. Das passende Netzteil und ein Ladekabel werden mitgeliefert. Über einen zusätzliche USB-A-Anschluss kann ein externes Speichermedium mit Videos und Fotos angeschlossen werden. Außerdem bietet der Mini-Beamer einen microSD-Kartenslot und kann auch per WLAN mit dem Smartphone verbunden werden. Mit einer Akkulaufzeit von anderthalb Stunden eignet sich der Picopix Nano um unterwegs schnell Fotos und Videos zu teilen.

Der Epson EF 100 ist wegen des fehlenden Akkus nur eingeschränkt mobil einsetzbar. Allerdings liefert er kontrastreiche und helle Bilder, die in FullHD angezeigt werden. Mit über 1000 Lumen bietet der Mini-Beamer auch eine große Lichtausbeute. Die Anschlüsse befinden sich unter einer Abdeckung auf der Rückseite oder unter einem kleinen Deckel an der Seite. WLAN ist nur optional mit einem Dongle verfügbar. Die Soundabteilung des EF 100 ist gut ausgebaut, sodass externe Unterstützung nicht notwendig ist. Da der Epson auch in hellen Räumen sehr gute Bilder liefert, eignet er sich gut als mobiles Kino.

Wissenswertes über Mini-Beamer

Mini-Beamer sind sehr kompakt, recht robust, haben oftmals gute Lautsprecher eingebaut und bringen häufig auch ein Transport-Case mit. Ihre Stromversorgung erfolgt entweder über einen eingebauten Akku oder netzgebunden über eine Steckdose. Der Akku begrenzt natürlich die Betriebsdauer und hat auch Einfluss auf die Lichtausbeute. Braucht man ein helles Bild, sollte der Beamer daher per Steckdose mit Strom versorgt werden.

Die Kompaktheit von Mini-Beamern hat aber auch Nachteile: Aus Platzgründen und um Strom zu sparen sind sie meist nicht sonderlich hell, sodass sie eine möglichst dunkle Umgebung benötigen. Unterwegs ist auch selten eine perfekte Leinwand vorhanden. Projiziert man das Bild auf eine mehr oder weniger weiße Wand hat man zwar ganz gute Voraussetzungen, ein perfektes Ergebnis sollte man aber nicht erwarten.

Ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung ist, zu welchen Gelegenheiten der Mini-Beamer genutzt werden soll: Für Präsentationen in Büros oder Meeting-Räumen sollte der Beamer möglichst hell sein und über eine Stromversorgung mit einer Steckdose verfügen. Auch die Anschlussmöglichkeiten spielen eine große Rolle: So braucht man für Präsentationen meist eine PC-kompatible Schnittstelle, im Freizeitgebrauch reicht womöglich auch eine USB-Buchse aus. Für den Outdoor-Einsatz ist ein Mini-Beamer sinnvoll, der über einen eingebautem Akku mit reichlich Kapazität verfügt. Für eine drahtlose Kommunikation muss der Beamer natürlich über die entsprechenden Möglichkeiten und Protokolle verfügen.

Mobile Beamer bieten meist die Möglichkeit, auf viele verschiedene Quellen zurückgreifen zu können: So befinden sich oft neben einer HDMI-Buchse und einem USB-Anschluss auch Kartenslots am Beamer und es gibt die Möglichkeit mittels Bluetooth oder WLAN auf andere Quellen zuzugreifen. Um hier den Überblick zu behalten, haben die meisten Mini-Beamer eine grafische Benutzeroberfläche – meist ist Android hier bereits vorinstalliert oder es handelt sich um einen Clone wie zum Beispiel AptoideTV.

So haben wir getestet

Da die Lichtausbeute eines der wichtigsten Kriterien ist, haben wir die Helligkeit gemessen, die an der Projektionsfläche ankommt. Daneben waren auch der Kontrast und die Farbwiedergabe wichtige Komponenten. Wird der Beamer mit einem Akku betrieben, wurde hier die maximale Laufzeit ermittelt und auch gemessen, wie lange das Wiederaufladen an der Steckdose dauert.

Des Weiteren wurden die Ausstattungsmerkmale – wie analoge und digitale Schnittstellen, Bluetooth-Fähigkeit oder integrierte Lautsprecher – und auch der Lieferumfang wie beispielsweise Transportcases beurteilt.

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