Blu-ray-Player/Recorder im Test von AllesBeste.

Blu-ray-Player im Test : Für gemütliche Filmabende

Update 11.03.2021

Blu-ray-Player haben sich in den vergangenen Jahren gegen DVD-Player durchgesetzt. Das liegt vor allem an der starken Bildqualität. Manche sind gar in der Lage, die Auflösung von Inhalten mittels Upscaling zu erhöhen. Auch darüber hinaus stehen Nutzern mittlerweile immer mehr Features zur Verfügung.

Update 11. März 2021

Wir haben zwei weitere Blu-ray-Player von LG und Sony getestet. Bei beiden Geräten hat es leider nicht für eine Empfehlung gereicht. Der DMR-BCT760 von Panasonic rückt als Empfehlung für den nicht mehr erhältlichen Samsung BD-J6300 nach.

Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Blu-ray-Player gibt es mittlerweile immer günstiger zu kaufen. Modelle für etwa 100 Euro sind nun schon zu hervorragender Bildwiedergabe in der Lage und unterstützen außerdem eine Vielzahl von Apps. Blu-rays selbst bekommt man inzwischen quasi von jedem Film.

Einst standen die Blu-rays noch mit den DVDs im Duell. Mit der Zeit stellten sie sich jedoch als universeller und zukunftssicherer heraus, was vor allem an der höheren Qualität liegt – sowohl optisch als auch akustisch. Daher gibt es heutzutage keinen sinnvollen Grund mehr, sich einen DVD-Player anzuschaffen, zumal Blu-ray-Geräte nur marginal teurer sind.

Die kostspieligeren Blu-ray-Player bieten nicht nur Multimedia- und Smart-TV-Features, sondern sind auch imstande, Inhalte auf Rohlingen oder der eingebauten Festplatte aufzuzeichnen. Im Test hatten wir bislang 12 Blu-ray-Player, von denen aktuell noch 9 verfügbar sind.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
VielseitigHoher BedienkomfortKompakt
Test  Blu-ray-Player/Recorder: Panasonic BST750Test  Blu-ray-Player/Recorder: Panasonic DMP-BDT384Test  Bluray-Player/Recorder: Samsung BD-H 8900
Modell Panasonic DMR-BCT760 Panasonic DMP-BDT384 Sony BDP-S6700
Pro
  • Festplatte an Bord
  • TV-Empfänger
  • Brenner
  • Viele Zusatzfunktionen
  • Sehr gute Bildqualität
  • Sehr gutes Bedienkonzept
  • Viele Apps
  • Sehr gutes Bild
  • Sehr gutes Bild
  • Ordentliche Ausstattung
  • Bluetooth-Unterstützung
Contra
  • Probleme mit der "Media Center"-App
  • Nur DVB-T, kein DVB-T2 HD
Bester Preis
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Vielseitig: Panasonic DMR-BCT760

Vielseitig

Panasonic DMR-BCT760

Test  Blu-ray-Player/Recorder: Panasonic BST750
Top Ausstattung, top Bedienung und viele smarte Funktionen: Am Panasonic DMR-BCT760 führt kein Weg vorbei.

Dank umfangreicher Ausstattung und schnellen Prozessoren liefert der DMR-BCT760 von Panasonic Top-Ergebnisse bei Ton- und Bildqualität ab. Der schwarze Bolide ist darüber hinaus nicht nur 3D-Player und Blu-ray-Recorder, sondern kann auch als TV-Empfänger fungieren. Im Übrigen befindet sich im Inneren auch noch ein Festplattenlaufwerk mit wahlweise 500 Gigabyte, einem oder zwei Terabyte.

Mit dem Twin-Tuner sind nicht nur TV-Programme per Kabelnetz empfangbar, sondern auch von der Antenne. Der terrestrische Betrieb ist allerdings leider unbrauchbar, da nur der schon überholte Standard DVB-T unterstützt wird, nicht aber DVB-T2 HD. Im Kabelbetrieb kann man parallel zwei Sendungen aufzeichnen und eine weitere schauen.

Die Einrichtung verläuft kinderleicht. Nach der Auswahl des Landes startet der Sendersuchlauf, der schließlich eine sinnvolle und gängige Senderreihenfolge ergibt. Angenehm sind außerdem die kurzen Umschaltzeiten sowie die Bildqualität auch bei Sendern ohne HD, die dann schön hochskaliert werden.

Blu-ray-Player Test – Testsieger: Panasonic DMR-BCT760
Hinter der Frontklappe des Panasonic findet man außer einer USB-Buchse noch zwei CI-Anschlussschächte für Pay-TV-Module.

Per Druck auf den Aufnahmeknopf der Fernbedienung bekommt man eine Auswahl aus unterschiedlichen Optionen. Man kann dann etwa die gerade laufende Sendung aufnehmen oder eine spätere Aufnahme programmieren. Im TV-Guide werden acht Programme parallel gelistet – für eine Aufnahme wählen Sie einfach die passende TV-Sendung aus und können zudem Vor- und Nachlauf einstellen, um nichts zu verpassen.

Eine sehr clevere Funktion ist das sogenannte »Keyword-Recording«: Dabei legt man Schlüsselwörter fest, nach denen der DMR-BCT760 dann die Programmvorschau durchsucht. Findet er etwa einen Treffer zum Kennwort Fußball, so nimmt er das entsprechende Spiel automatisch auf.

Blu-ray-Player Test – Testsieger: Panasonic DMR-BCT760 – Screenshot Menü
Das Gerät zeichnet Sendungen von allein auf, die ein bestimmtes Schlagwort enthalten.

Die Aufnahmen werden schließlich in einem Video-Menü gespeichert, dort kann man die Mitschnitte im Übrigen nach ihrer Art filtern, also etwa nur die noch nicht gesehenen anzeigen lassen. Auf der 500 Gigabyte-Festplatte finden insgesamt circa 75 Stunden HD-Material Platz.

Blu-ray-Player Test – Testsieger: Panasonic DMR-BCT760 – Screenshot Menü
Im sogenannten »Video-Menü« werden nicht nur TV-Aufnahmen, sondern auch eigene Aufnahmen gespeichert.

Besonders schön ist, dass der Panasonic nicht nur Material speichert und wiedergibt, sondern es auch auf Blu-ray-Rohlinge brennen kann. Das dafür zuständige Kopiermenü ist leicht verständlich, denn man wählt schlicht Quelle, Ziel und das gewünschte Material aus. Danach legt man nur noch die Qualitätsstufe fest und schon geschieht der Rest von selbst.

Überhaupt ist die Bedienung des DMR-BCT760 – wie generell bei Playern und Recordern von Panasonic – angenehm und intuitiv. Trotz vieler Funktionen beherrscht man auch als Anfänger bald das gesamte Menü. Das reagiert dabei schnell und zuverlässig auf jeden Befehl.

Blu-ray-Player Test – Testsieger: Panasonic DMR-BCT760 – Screenshot Menü
Das Menü des Panasonic gibt den Nutzern keine Rätsel auf, sondern ist leicht zu durchschauen.

Wahlweise per WLAN oder Kabel wird der DMR-BCT760 ins heimische Netzwerk eingebunden, wonach sich noch einmal mehr Optionen bieten. Gängige Apps wie Twitter, Netflix, YouTube, AmazonVideo und Maxdome sowie ein Web-Browser sind vorinstalliert. Im Market kann man viele weitere Anwendungen downloaden.

Über Miracast lassen sich Smartphone- oder Tablet-Inhalte auf den Fernseher spiegeln. Die Box kann aber auch als Hausverteilungs-Server fungieren. Dann leitet sie das Programm sowie auf der internen Festplatte gespeicherte Inhalte per WLAN oder Kabel an andere TV-Geräte oder sogar Smartphones und Tablets im Haus weiter.

Mit der Applikation »Media Center« soll man auch von unterwegs Zugriff auf den Recorder behalten und beispielsweise Sendungen programmieren können. Das scheiterte allerdings im Test, da man bei der Anmeldung immer wieder von einer Fehlermeldung gestoppt wurde. Neuinstallation, andere Accounts oder geänderte Passwörter halfen ebenso nichts. Mit diesem Problem sind wir nicht allein: auch andere User berichten im Internet von diesem Bug.

Nach all den technischen Details geht es natürlich nach wie vor auch um die Bildqualität und die ist bei Blu-ray-Wiedergabe wirklich hervorragend. Das Hochskalieren auf UHD funktioniert einwandfrei, was zu scharfen und plastischen Bildern führt. Dem Nutzer stehen auch hier viele Anpassungsmöglichkeiten zur Verfügung, etwa in Bezug auf Farbe, Schärfe, Rauschen oder Luminanz. Daneben sind noch verschiedene Modi wie Cinema, Retro Cinema, Fine Cinema, Live, Animation und Normal wählbar. Schließlich hat man auch beim Ton Einfluss, nämlich mit den Optionen »Nacht-Surround« und »Dialog-Anhebung«. Dabei werden standesgemäß alle gängigen Audioformate unterstützt.

Der Panasonic DMR-BCT760 ist also ein echtes Allround-Talent. Nicht nur die Blu-ray-Wiedergabe ist stark, sondern auch die Aufnahme- und die Brennfunktion stellen für viele Nutzer einen großen Pluspunkt dar. Die einfache Bedienung sowie viele Zusatzfunktionen runden das Paket ab.

Die Auswahl an Blu-ray-Playern ist groß. Setzt man beim Kauf auf ein Gerät von einem Markenhersteller, schließt man damit einen Fehlkauf fast aus. Wenigstens bei der Bildqualität der Geräte gibt es gar keine spürbaren Unterschiede.

Hoher Bedienkomfort: Panasonic DMP-BDT384

Hoher Bedienkomfort

Panasonic DMP-BDT384

Test  Blu-ray-Player/Recorder: Panasonic DMP-BDT384
Der Panasonic DMP-BDT384 setzt auf die Tugenden unseres Testsiegers, ist deutlich günstiger, kann sich bei Ausstattung und Videoqualität aber dennoch sehen lassen.

Der DMP-BDT384 von Panasonic hat im Vergleich zum DMR-BCT760 keinen TV-Tuner, keine Festplatte und keinen Brenner. Auf die typischen Stärken von Panasonic kann man sich trotzdem verlassen. Das Bedienkonzept erweist sich einmal mehr als durchdacht, die Menüs laufen flüssig und reagieren schnell. Gerade Menschen, die schon einmal ein Blu-ray-Player von Panasonic hatten, kommen auch hier fix zurecht.

Blu-ray-Player Test: Panasonic DMP-BDT384
Unspektakulär, aber mit bewährter Technik: Der DMP-BDT384.

Mit der Hochskalierung auf 4K ist die Bildqualität ausgezeichnet, dem Nutzer stehen außerdem einige Bildmodi zur Auswahl. Des Weiteren kann man auch Kontrast, Schärfe und Helligkeit manuell anpassen.

Blu-ray-Player Test: Panasonic DMP-BDT384
Sollten Ihnen die vorinstallierten Anwendungen nicht ausreichen, so können zusätzliche Apps aus dem Market heruntergeladen werden.

Für eigene Musik, Videos oder Fotos stehen sogar zwei USB-Buchsen bereit. Im App-Angebot um Netflix, YouTube, Amazon Video und Co. vermisst man nichts Wichtiges, zusätzlich gibt es auch einen Web-Browser. Über den Market kann man weitere Anwendungen downloaden, per Miracast lassen sich Inhalte vom Smartphone oder Tablet auf den Fernseher spiegeln. Der DMP-BDT384 ist somit ein grundsolider Blu-ray-Player der aber gegenüber seinem Konkurrenten aus eigenem Haus einige Zusatzfunktionen nicht bieten kann.

Kompakt: Sony BDP-S6700

Kompakt

Sony BDP-S6700

Test  Bluray-Player/Recorder: Samsung BD-H 8900
Sehr gutes Bild, zuverlässige Bedienung, gute Ausstattung: Der Sony BDP-S6700 ist ein Musterschüler ohne Schwäche.

In ein kompaktes Gehäuse untergebracht ist der BDP-S6700 vom japanischen Hersteller Sony. Vorne befindet sich ein offen zugänglicher USB-Anschluss, auf der Rückseite gibt es außer einem Netzwerk- und HDMI- Anschluss noch den koaxialen Digitalausgang. Die Fronttasten auf dem Gerät sind für Aus- und Einschalten sowie das Auswerfen von Discs verantwortlich.

Blu-ray-Player Test: Sony BDP-S6700
Sowohl der Player selbst als auch die beigelegte Fernbedienung fallen erfreulich kompakt aus.

Wie das Gehäuse wurde auch die Fernbedienung möglichst handlich gehalten. Die Tasten haben einen klaren Druckpunkt und sind durchdacht angeordnet. Wichtig ist vor allem die sogenannte Home-Taste, mit der man auf den Startbildschirm gelangt. Dort findet man dann nicht nur verschiedenste Apps, sondern kann auch Blu-rays, USB-Dateien und die Screen-Mirroring-Option verwalten.

Das Angebot an Apps lässt dabei nichts zu wünschen übrig. An Bord sind von YouTube über Netflix bis Spotify alle gängigen Streamingdienste, sowie viele weitere Anwendungen, die sich gut im Heimkino machen. Alles funktioniert zuverlässig.

Blu-ray-Player Test: Sony BDP-S6700
Das Menü des BDP-S6700 von Sony ist übersichtlich – man fühlt sich also schnell heimisch.

Geringere Auflösungen werden vom BDP-S6700 problemlos auf 4K hochskaliert. Dann ist die Bildqualität wirklich sehenswert: Geschmeidige Bewegungen, brillante Schärfe und natürliche Farben werten die Inhalte noch einmal auf. Auf der Fernbedienung ist zudem die Tonspur wählbar, bei Bedarf bekommt man auch zusätzliche Informationen zu etwa Auflösung, Zeit oder Bildwiederholrate.

Alles in allem ist der Sony BDP-S6700 ein sehr solider Blu-ray-Player. Zwar muss man auf einen Recorder verzichten, ansonsten offenbart er aber keine merklichen Schwächen.

Was gibt es sonst noch?

Der Name lässt es schon erahnen: Der BDP-S3700 ist das kleine Pendant des Sony BDP-S6700. Beide Player sind überwiegend identisch, der Unterschied liegt in einigen charakteristischen Unterschieden. Die bedeutendste Abweichung: Der Sony BDP-S3700 skaliert nur auf eine HD-Auflösung hoch. Der große Bruder S600 unterstützt dagegen eine maximale Auflösung von 4K.

Beim günstigeren Modell hat Sony auf Bluetooth verzichtet. So können leider keine Audioinhalte drahtlos an Kopfhörer oder Lautsprecher übertragen werden. Die fehlende Möglichkeit, von 2D auf 3D skalieren zu können, werden die meisten wahrscheinlich sowieso nicht vermissen. Außerdem unterstützt der BDP-S3700 das hochauflösende DVD-Audioformat Super Audio Compact Disc (SACD) nicht.

Technisch ist der Player mit einer frontseitigen USB-Buchse und rückseitig mit einem koaxialen Digitalausgang sowie einem Netzwerk- und HDMI-Anschluss ausgestattet. Die gute Videoqualität lässt sich mit der des BDP-S6700 vergleichen. Die Hochskalierung auf eine 4K-Auflösung muss nun aber dem Flachbildschirm überlassen werden. Beim BDP-S3700 können Sie ohne Bedenken zugreifen. Da der Preisunterschied zum Sony BDP-S6700 aber nur schlappe 15 Euro beträgt, können Sie auch gleich zum »teureren« Player greifen.

Noch ein Blu-ray-Player von Panasonic: Der DMP-BDT167 ist ziemlich preiswert und erledigt seine Aufgaben als Player trotzdem sehr ordentlich. Er skaliert Aufnahmen zwar nur auf HD hoch, liefert damit aber dennoch ein scharfes und farbtreues Bild. Die Bedienung des Gerätes ist kinderleicht, ein USB- und ein HDMI-Anschluss stehen ebenfalls zur Verfügung. Die gängigen Streamingdienste sind vorinstalliert, damit ist der Panasonic schnell einsatzbereit.

Leider muss man auf WLAN verzichten, die Internetverbindung geht also nur über LAN. Ein Display gibt es nicht, stattdessen wird man von einer einfachen Status-LED informiert. Wer die leichten Einbußen bei der Ausstattung in Kauf nehmen kann, bekommt mit dem DMP-BDT167 aber einen guten und gleichermaßen günstigen Blu-ray-Player.

Der in Silber und Schwarz erhältliche DMP-BDT184 von Panasonic ist dem vom selben Hersteller stammenden DMP-BDT167  ähnlich. Die Bildqualität ist genauso gut, nur das Gehäuse des Gerätes ist nur ein wenig schwerer und größer. Der Player kann von Blue-Rays und DVDs auf eine Ultra-HD-Auflösung hochskalieren. Daneben kann der Player auf Inhalte von Netzwerkfestplatten zugreifen. Allerdings fehlen dem Panasonic DMP-BDT184 WLAN und separate Tonausgänge. Cineasten können ihre Favoriten über Prime Video von Amazon, Netflix oder YouTube aus dem Internet ziehen.

Auch Sony hat neben dem BDP-S6700 noch eine etwas abgespeckte Version auf dem Markt, nämlich den BDP-S1700. Trotz des niedrigeren Preises muss man nicht auf gute Bildqualität verzichten. Stattdessen wird an der Ausstattung gespart, denn es gibt weder ein Display, noch WLAN. Apps wie YouTube, Amazon Video und Netflix sind zwar an Bord, man muss dafür aber eben das Ethernetkabel bemühen.

Hochskalieren kann der BDP-S1700, allerdings nur auf Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel). Immerhin sind dann Plastizität und Schärfe des Bildes schon schwer in Ordnung. Eine gute Struktur weisen die Menüs auf, dort hat man sich schnell zurechtgefunden. Leider ist das kompakte Gehäuse nicht das leiseste, was sich bei ruhigen Filmsequenzen ein wenig bemerkbar macht.

Mit dem Modell BDP-S1500 verkauft Hersteller Sony einen weiteren Blu-ray-Player derselben Preisklasse, der sich aber bei den technischen Daten und der Ausstattung nicht vom Sony BDP-S1700 unterscheidet.

Der LG BP450 bringt für unter 100 Euro alle wesentlichen Funktionen regulärer Blu-ray-Player mit. Da das Gerät aber über kein Ultra-HD-Upscaling und kein WLAN verfügt, müssen wir vom LG abraten. Da finden Sie bessere Alternativen in unserem Test. Die Ausstattung mit einer WLAN-Funktion erhöht die Flexibilität bei der Wahl des Player-Standortes. Im BP 450 ist eine LED-Anzeige verbaut, diese ist aufgrund der fehlenden Helligkeit aber nur in einer abgedunkelten Umgebung gut zu erkennen. DVDs und Blu-rays werden sehr schnell eingelesen. Allerdings bemerkten wir im Betrieb leichte Vibrationen. An der Bildqualität können wir nichts aussetzen, hier können Sie gern zugreifen. Mit dem Smartphone kann das Gerät gesteuert werden. Auch 3D-Inhalte werden problemlos abgespielt.

Neben einem USB- und HDMI-Anschluss findet sich am BP450 auch ein koaxialer Audioausgang. Die Bandbreite der unterstützten Dateitypen ist erfreulich groß. PNG-, GIF- und JPEG-Bilder können vom Gerät angezeigt werden. Filmfans streamen ihre Lieblinge über Videoportale wie Maxdome, YouTube oder Netflix. Sind Sie bereit ein wenig mehr zu investieren, greifen Sie getrost zum BDP-S6700 von Sony. Hier bekommen Sie für nur wenige Euros mehr, Bluetooth, Ultra-HD-Upscaling und WLAN noch dazu.

Der LG BP450 ist ein weiterer Blu-ray-Player, der zwar recht günstig erhältlich ist, aber aufgrund fehlenden WLANs und Upscalings nicht an die Top-Modelle der Konkurrenz herankommt. Zu kritisieren ist darüber hinaus die LED-Anzeige, die nur für dunkle Räume hell genug ist. Wenigstens bekommt man tadellose Bildqualität, auch für 3D-Inhalte. Mit HDMI, USB und einem koaxialen Audioausgang ist der BP450 außerdem recht gut ausgerüstet.

Der BP250 von LG  ist der kleinere und etwas günstigere Bruder des LG BP450. Hier müssen Sie bei der Ausstattung des Gerätes aber mehr Einschränkungen hinnehmen. So kann der Blu-ray-Player weder per WLAN noch mit einem Netzwerkkabel ins Internet eingebunden werden. Das Feature BD-Live oder Apps sind somit leider nicht verfügbar. Auch eine Steuerung per Smartphone entfällt bei diesem Abspielgerät.

Außerdem spielt der LG BP250 keine 3D-Blu-rays ab. Das Gerät ist also in erster Linie nur ein Abspielgerät, welches die Inhalte von Blu-rays, DVDs und CDs auf einem Flatscreen-TV abspielt und zudem die Bildformate PNG, GIF und JPEG unterstützt. Inhalte mit einer niedrigen Auflösung werden dank Upscaling mit 1080p wiedergegeben. Zeitlupe und Zufallswiedergabe runden die überschaubare Ausstattung ab.

An der Vorderseite ist der nur 900 Gramm leichte Blu-ray-Player mit einem USB-Anschluss bestückt. Über diesen können Musik und Filme per externer Festplatte oder Stick wiedergegeben werden. Die Formate FLAC, MP3, ACCHD, VOB, MKV, DivX HD werden vom Gerät unterstützt. Das Display des Gerätes ähnelt dem beim LG BP450. Fast identisch sind die gute Bildqualität und die kurzen Einlesezeiten von Rohlingen.

Fassen wir nochmal zusammen: Das Gerät skaliert nur auf UHD, die Ausstattung ist mager und die Apps fehlen. Wir müssen vom Kauf des LG BP250 leider abraten.

Wissenswertes über Blu-ray-Player

Im Vergleich zu DVDs performen Blu-rays deutlich besser, sowohl was die Optik, als auch die Akustik angeht. Daher steht heute auch eine riesige Anzahl an Filmen auf Blu-ray zur Verfügung. Heimkino-Fans dürfte es da besonders freuen, dass die zuständigen Player bereits für moderate Preise zu haben sind.

Gegen die DVDs haben sich die Blu-rays also durchgesetzt, aber wie sieht es gegenüber Ultra-HD-Blu-rays aus? Die bieten zwar noch ein besseres Bild, haben aber auch ihre Nachteile. Einer davon ist der Preis: Unter 200 Euro kommt man für einen UHD-Blu-ray-Player nämlich nicht weg. Um die Stärken in der Auflösung ausspielen zu können, braucht man außerdem einen UHD-Fernseher. Schließlich ist auch das Filmangebot bei weitem noch nicht so groß wie bei Blu-ray.

Übrigens können fast alle aktuellen Blu-ray-Player ein Bild auf UHD mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten hochskalieren. Überhaupt ist die Bildqualität insgesamt schon auf einem ziemlich hohen Level, Unterschiede gibt es nur in Kleinigkeiten. Gerade mit Markengeräten fährt man immer gut, hier variieren dann höchstens das App-Angebot oder die Bedienungsmöglichkeiten.

Alle Blu-ray-Player im Test: Sony BDP-S6700, Panasonic DMP-BDT384, LG BP740, Samsung BD-J6300, Panasonic DMR-BCT760 und Pioneer BDP-X300.
Unsere Blu-ray-Player im Test (von oben): Sony BDP-S6700, Panasonic DMP-BDT384, LG BP740, Samsung BD-J6300, Panasonic DMR-BCT760 und Pioneer BDP-X300.

Wozu ein Recorder?

Die meisten Geräte auf dem Markt sind reine Blu-ray-Player, haben also nur ein Laufwerk eingebaut, in dem Medien abgespielt werden können. In den Panasonic DMR-BCT760 etwa ist darüber hinaus eine Festplatte integriert, die entweder mit 500 Gigabyte, einem oder zwei Terabyte verfügbar ist. Damit ist es möglich, eigene Aufnahmen auf die Festplatte zu kopieren und sie danach auf Blu-ray zu brennen. Und es kommt sogar noch besser: Auch Fernsehsendungen lassen sich so mitschneiden und später brennen. Lieblingsfilme oder -serien kann man auf diese Weise archivieren und auch auf anderen Geräten abspielen.

Den zusätzlichen Recorder muss man natürlich auch bezahlen. Wer schon weiß, dass er diese Funktion nicht benötigt, sollte daher lieber auf ein reines Wiedergabegerät von Blu-rays setzen.

So haben wir getestet

Letztendlich kommt es in unserem Test in erster Linie auf Bild- und Tonqualität an, die wir jeweils mithilfe der Blu-rays »Deutschland von oben«, »Ironman 3« und »A View From Space« begutachtet haben. Als Fernseher kam ein 65-Zöller mit UHD-Auflösung zum Einsatz, womit schön überprüft werden konnte, wie gut sich die Player beim Hochskalieren schlagen. Daneben ist aber auch nicht zu vernachlässigen, wie benutzerfreundlich die Player bei der Bedienung sind und wie umfangreich dass App- und Multimediaangebot ausfällt.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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