Kinoerlebnis für Zuhause Test: Beamer Benq W2700

Beamer im Test : Kinoerlebnis für Zuhause

von
Update 21.09.2020

Ein Beamer kann eine gute Alternative zu einem Fernseher sein – z.B. wenn man ein Heimkino einrichtet oder mit Freunden Fußball schauen will. Auch für Präsentationen eignen sich Beamer besser. Welche Beamer eignen sich für was am besten? Wir haben 33 Beamer getestet.

Update 21. September 2020

Wir haben den Beamer-Test in drei Kategorien unterteilt: Heimkino, Wohnzimmer sowie Public Viewing und Präsentationen. In allen Sparten haben wir einige neue Empfehlungen.

Thomas Johannsen
Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Immer mehr Leute greifen zum Beamer anstatt zu einem normalen TV-Gerät. Warum ist das so? Vor allem ersetzt ein Beamer einen besonders großen Fernseher – wer ein Kinoerlebnis für zu Hause will, der kommt mit einem Beamer näher heran. Natürlich sind sie auch in Büros oder beim Public Viewing von Vorteil, da mehrere Leute dank der großen Bildfläche eine bessere Sicht bekommen.

Wer mit mit vielen Gleichgesinnten bei Sportwettkämpfen mitfiebern will, der sollte vor allem nach einem Beamer Ausschau halten, der lichtstark ist – denn meist finden solche Events nicht in abgedunkelten Räumen statt. Gleiches gilt auch für Beamer, die für Präsentationen im Büro gedacht sind. Wichtig ist beim Public Viewing auch eine FullHD- oder 4K-Auflösung, die im Büro wiederum nicht essentiell ist.

Beim Installieren eines Heimkinos sollte man besonders auf Kontrast und Farben achten, die Heimkino-Beamer fallen allerdings auch etwas klobiger aus.

Wenn es einfach ein Fernseher-Ersatz fürs Wohnzimmer sein soll, dann sollte man ein gutes Mittelmaß dieser Faktoren finden. Hier reichen im Dunkeln circa 700 Lumen aus, da man aber auch bei Tag schauen möchte, muss man hier mehr Lichtstärke draufpacken. Im Wohnzimmer sollte der Beamer natürlich auch nicht ganz so auffällig sein, damit er sich gut ins Wohnambiente integriert.

Heimkino-Beamer

Beamer fürs Heimkino bekommt man schon für etwas über 1000 Euro, man kann aber auch gut und gerne das fünffache dafür ausgeben. Neben besserer Farbdarstellung und schöneren Kontrasten bekommt man bei den teureren Modellen oft auch native 4K-Auflösung.

Fürs perfekte Heimkino: Epson EH-TW7400

Der Epson EH-TW7400 bietet FullHD-Auflösung, die interpoliert wird: Die Technik dahinter nennt sich eShift. Durch Feintuning ist es hier gelungen, sowohl mehr Helligkeit als auch Kontrast zu erzeugen. Das ist besonders bei HDR sehr vorteilhaft. Die Installation ist darüber hinaus denkbar einfach. Auch das Erscheinungsbild des Beamers ist gut für zu Hause geeignet: Das Gerät ist kompakt und in Weiß gehalten. Außerdem ist der Preis von deutlich unter 2.000 Euro für das Gebotene mehr als fair.

Fürs perfekte Heimkino

Epson EH-TW7400

Test besten Beamer: Epson EH-TW7400
Upgrade des ehemaligen Favoriten: Bewährte Technik, für die aktuellen Video-Formate fit gemacht, mit hervorragender Bildqualität.

Durch den horizontalen und vertikalen Lens Shift lässt sich der Epson exakt ausrichten. Auch der 2-fache Zoom trägt maßgeblich dazu bei. Fokus, Zoom und Shift sind motorisiert und können also allesamt per Fernbedienung gesteuert werden. Wenn man Hilfe bei der Kalibrierung benötigt, kann man sich per Tastendruck ein Testbild einblenden lassen. Man hat außerdem die Möglichkeit, Presets abzuspeichern, z.B. für Filme mit verschiedenen Seitenverhältnissen.

Der Epson EH-TW7400 ist richtig leise – perfekt also fürs Heimkino! Selbst im hellsten Modus der Lampe wird er nicht viel lauter als 30 Dezibel. Im Eco-Modus hört man ihn dann schon so gut wie gar nicht – selbst hier hat man immer noch 1000 Lumen mit toller Farbe zur Verfügung. Der Beamer hat keine native 4K-Auflösung, aber arbeitet mit Interpolation via eShift. Das macht sich vor allem in seinem Preis bemerkbar, da Geräte mit nativem 4K auch gern mal doppelt so viel kosten. Die Qualitätsabstriche sind dabei nur marginal.

Die sehr gute HDR-Unterstützung kann man je nach Film in vier Stufen anpassen oder man lässt den Beamer automatisch kalibrieren. Bei der Farbdarstellung hat man hier viele Möglichkeiten. Ab Werk ist beim Epson EH-TW7400 der »Helles Kino«-Modus ausgewählt. Dann hat man ein helles Bild mit eher kühler Abstimmung. Man kann aber auch Presets anlegen, die das Bild für die jeweiligen Filme und Beiträge optimieren.

Zum Thema UHD: Das Preset »Digitales Kino« deckt den Farbraum weit über BT.709 ab, also können auch UHD-Inhalte ohne Kompromisse genossen werden. Für eine perfekt ausgefeilte UHD-Wiedergabe müsste man deutlich mehr zahlen. Dank der tollen Lichtausbeute könnte man sich den Beamer sogar ins Wohnzimmer stellen und muss nicht zwangsläufig, wie im Heimkino, abdunkeln. Die Kontraste leiden hier nur sehr wenig unter Lichteinfall.

Wenn es aber vollständig dunkel ist, werden schon Standard-Blu-rays in FullHD beeindruckend wiedergegeben und der Beamer ist dabei wie gesagt wunderbar leise. Mit einer UHD sieht das dann fast schon 3D-mäßig aus.

Die Zwischenbildberechnung, die z.B. bei Sportübertragungen für Bewegungsschärfe sorgt, funktioniert leider im 4K-Betrieb nicht, da muss man in den FullHD-Modus wechseln. Analoge Anschlüsse fehlen hier leider auch. Wenn man also nicht das passende Equipment hat, muss man nach anderen Geräten schauen.

Insgesamt ist der Epson EH-TW7400 aber ein toller, kompakter und vor allem leiser Beamer, der sich toll fürs Heimkino und Wohnzimmer eignet. Besonders hervorzuheben ist das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis.

DLP-basiert: BenQ W5700

Erst als zweiter BenQ-Beamer ist der W5700 auf die zwei gängigsten Norm-Farbräume justiert, nämlich den HDTV-Farbraum und den erweiterten Kino-Farbraum – die entsprechenden Messungen wurden dokumentiert und dem Beamer in einem Kuvert beigelegt.

Eine möglichst getreue Farbreproduktion ist für ein tolles Heimkino-Erlebnis natürlich essentiell. Schließlich muss auch der Beamer den hochaufgelösten und dynamischen Filmen gewachsen sein. Der BenQ hat hier keine Schwierigkeiten: Ein FullHD-DLP-Chip rechnet die Auflösung hoch, was auch von Generation zu Generation besser funktioniert.

 Beamer Test: Benq W5700 Box
Beim BenQ W5700 bekommt man ausgezeichnete Farbtreue und ein schön kontrastreiches Bild.

Hochauflösende Bildsignale sind auch für die Optik kein Problem. Sie ist darüber hinaus schön flexibel und mit 1,6-fachem Zoom sowie horizontalem und vertikalen Lens Shift ausgestattet. So sollte die Aufstellung in jedem Raum leicht fallen.

 Beamer Test: Benq W5700 Cal
Das Bild wird etwas dunkler, wenn man den Eco-Betrieb aktiviert. Der Farbraum wird dennoch perfekt abgebildet.

Die Kalibrierung wird schon vom Hersteller vorgenommen, sodass der W5700 direkt startklar ist. Im Standardbetrieb leuchtet die Lampe, was natürlich für hohe Lichtausbeute sorgt, sich aber gleichzeitig auch negativ auf die Lebensdauer der Lampe auswirkt. Kann man den Raum gut abdunkeln, so reicht in der Regel der Eco-Modus, der übrigens auch einen besseren Schwarzwert liefert.

HDR-Inhalte werden automatisch erkannt, die jeweiligen Bildparameter werden dann optimal darauf eingestellt. Möchte man doch etwas ändern, so hat man im Menü unter »HDR-Helligkeit« die Möglichkeit, etwas Feintuning zu betreiben und den Kontrast in Richtung dunkel oder hell zu verschieben.

Hat man die zusätzliche Shutterbrille erworben, ist es sogar möglich, 3D-Inhalte mit dem BenQ zu genießen. Gerade bei vielen günstigeren DLP-Beamern geht das nicht. Wem der Regenbogeneffekt nichts ausmacht, bekommt mit dem W5700 einen tollen Heimkino-Beamer, den man sofort einsetzen kann.

Gutes Bild für viel Geld: JVC DLA-N5

Der JVC DLA-N5 kann sofort den HDTV Normfarbraum abbilden und sogar der DCI-Farbraum ist direkt verfügbar. Seine adaptive Iris und die hervorragenden Kontrastwerte sind weitere Pluspunkte.

Gutes Bild für viel Geld

JVC DLA-N5

Beamer Test: Jvc Dla N5
JVCs günstigster, nativer 4K-Beamer ist hervorragend ausgestattet und liefert eine bestechende Bildqualität.

Den DLA-N5 hat man außerdem schnell und einfach eingerichtet, auch die ferngesteuerte Ausrichtung gelingt mit der motorisierten Optik wunderbar. Farbton und Helligkeit kann man, je nachdem welche Leinwand man benutzt, optimieren. Viele Leinwände sind in den 148 Screen-Modi sogar gespeichert. Die eigenen Einstellungen kann man dann als Presets sichern.

Die Lens-Memory kann fünf unterschiedliche Optik-Einstellungen abspeichern. Wenn man zum Beispiel einen Vorsatzlinse aktivieren möchte, ist das ganz praktisch.

Geliefert wird der Beamer mit der Bildeinstellung »Natürlich«. Dabei ist die Helligkeit der Lampe gering und das Gerät arbeitet leise. Die Farbdarstellung ist vorbildlich, das unterstreicht auch unsere Messung mit dem Calman-Messsystem.

Um herauszufinden, wie sich der Beamer in Sachen DCI macht, haben wir den Bildmodus auf HDR gestellt, was den erweiterten Farbraum verfügbar macht. Unsere Messung zeigt die Abdeckung des DCI-P3 Farbraums bis etwa 80 Prozent – das ist ein wirklich guter Wert.  Darüber hinaus kann der Beamer den Gammawert sehr gut daran anpassen: Das Gamma wird dann an die PQ-Kurve angeglichen, was keine leichte Aufgabe ist.

Das können wir nicht nur in der Messung bestätigen, der Beamer erfreut unsere Augen auch mit knackscharfen Bildern und verfeinerter Bewegungserkennung bzw. ClearMotionDrive. Auch die Zwischenbildberechnung sorgt zusätzlich für flüssige Bewegungen.

Wer es sich leisten kann und will bekommt mit dem JVC DLA-N5 einen erstklassigen Beamer fürs Wohnzimmer, der eine hervorragende Lichtausbeute mitbringt. Auch fürs abgedunkelte Heimkino ist er super geeignet.

Guter Preis: Optoma UHD350X

Der UHD350X verfügt über 1,3-fachen Zoom und Lens Shift. Der wirkt zwar nur vertikal, aber dennoch kann man den Beamer damit gut einstellen. Der 350X ist nur in schwarz erhältlich, was seine Tauglichkeit fürs Heimkino nochmal unterstreicht.

Der Beamer kann sehr exakt eingerichtet werden und deckt den HDTV-Normfarbraum ab. Er arbeitet leise und bringt auch ins Wohnzimmer genug Helligkeit und Kontrast auf die Wand.

Im Eco-Modus ist das Bild dunkler und die Farbe wird etwas kühler. Dem kann man ganz einfach entgegensteuern, indem man das Rot in der RGB-Balance höher stellt.

Neu bei Optoma ist das Menü – es gibt nun einen Media Player und man kann auf Dateien eines USB-Speichers zugreifen. Sogar komplexe Schwenks kann der günstige Beamer durch die Zwischenbildberechnung toll auf der Leinwand abbilden. Man kann diese Funktion namens PureMotion aber auch deaktivieren.

Für weniger als 1.500 Euro bekommt man hier also einiges geboten. Wer einen Heimkino-Beamer für wenig Geld sucht, sollte hier zugreifen.

Was gibt es sonst noch?

Ein solider 4K-Beamer aus dem DLP-Lager ist der Acer 7850. Er überzeugt mit hoher Detailtreue, native 4K-Auflösung bildet er aber nicht ab. Immerhin ist er HDR-kompatibel. Obwohl der Acer leicht und günstig ist, punktet er mit tollen Kontrastwerten und präziser Farbdarstellung. Leider muss man auf 3D-Inhalte verzichten. Gegenüber anderen DLP-Beamer fehlt hier der horizontale Lens Shift, man ist also nicht ganz flexibel was den Aufstellungsort angeht.

Als Vorgänger des bereits vorgestellten und sehr empfehlenswerten TW7400 ist der Epson EH-TW7300 auch keine schlechte Wahl. Technisch steht er seinem Nachfolger in nicht viel nach, dafür ist er aber mittlerweile deutlich günstiger. Im Direktvergleich fallen nur leichte Unterschiede beim Bild auf, bei HDR-Inhalten geht das letzte bisschen Kontrast verloren. Wem das nichts ausmacht, der kann sich den TW7300 bedenkenlos zulegen – solange er noch verfügbar ist.

Beamer fürs Wohnzimmer

Üblicherweise lassen sich Wohnzimmer nicht so gut abdunkeln wie ein Heimkino. Das macht es für Beamer ungleich schwerer, da sie gegen das von draußen hereinstrahlende Licht ankommen müssen. Gute Helligkeit ist daher ungemein wichtig, dennoch sollte ein Beamer fürs Wohnzimmer auch möglichst unauffällig sein – oder eben auffällig schick.

Für helle Zimmer: BenQ TK850

Helle Wohnzimmer sind das perfekte Einsatzgebiet für den BenQ TK850. Das 1,3-fache Zoom-Objektiv bietet ein wenig Spielraum beim idealen Aufstellungsort sowie der Bildgröße. Für zwei Meter Bildbreite sollte der Beamer rund zwei bis drei Meter vor der Leinwand stehen.

Besonders angenehm ist, dass die Bildgröße auch per Zoom korrigierbar ist, ohne dass man dabei selbst die Schärfe nachbessern muss – das schafft die Optik des TK850 ganz alleine. Kann man den Beamer nicht perfekt senkrecht zur Leinwand stellen, so wird das Bild dank des Lens Shifts trotzdem korrekt ausgerichtet.

Dass der BenQ nicht ab Werk kalibriert wurde, ist gar nicht so schlimm. Denn BenQ garantiert auch ohne die aufwändige Kalibrierung ein tolles Filmerlebnis – Einfluss nehmen kann man schließlich immer noch durch die Wahl des passenden Bildmodus. Voreingestellt war bei unserem Testmuster der Modus »Sport«, der mit gut abgestimmter Farbtemperatur sowie natürlich wirkenden Farben überzeugt. Im Cinema-Modus mit Lampe im Eco-Modus erreicht die Farbtemperatur dann 6500 Kelvin – perfekt. Auch der HDTV-Normfarbraum wird abgedeckt.

 Beamer Test: Benq Tk850 Bild Sports
Die verschiedenen Bildmodi: Selbst im Sport-Modus erreicht der BenQ eine Farbtemperatur von 6300 Kelvin, die schon für Filme vollkommen ausreicht.

Während des 4K-Betriebs hört man ein leises Brummeln, das ist aber bei anderen DLP-Beamern nicht anders. Schuld daran ist das Pixel-Shifting: Der DLP-Chip ist schließlich nur mit FullHD-Auflösung ausgestattet, die dementsprechend auf 4K hochgerechnet wird. Resultat dessen ist nicht nur das Lüftergeräusch, sondern eben auch jenes Brummeln. Im »Silent-Modus« wird der Beamer merklich leiser, allerdings projiziert er dann nur noch in FullHD.

Auf die Zufuhr eines HDR-Signals stellt sich der Bildmodus automatisch ein. Zu mehr als 90 Prozent wird der erweiterte Kino-Farbraum abgedeckt, auch die Gamma-Korrektur arbeitet hervorragend. So bekommt man eine ausgezeichnete HDR-Performance, die sich im Übrigen auch schnell an die räumlichen Gegebenheiten des Wohnzimmers anpassen lassen.

Eine adaptive Iris verbessert beim TK850 den Kontrast. Bei Umschnitten von hellen auf dunklen Bildern (oder umgekehrt) ist teilweise zu hören, wie sie arbeitet, bei schnellen Wechseln kann es zudem passieren, dass die Iris etwas hinterherhinkt. Abhilfe gegen dieses »Pumpen« schafft der »Low«-Modus, in dem zu schnelle Wechsel einfach ausgelassen werden. Generell lohnt es sich mit den Einstellungen zu experimentieren, um bei jedem Film den stärksten Kontrakt herauszuholen.

 Beamer Test: Benq Tk850 Bild Living Room
Der Bildmodus fürs Wohnzimmer wirkt etwas zu kühl. Bei Zufuhr von HDR-Material stellt sich der Bildmodus übrigens automatisch ein.

An der Rückseite befinden sich zwei HDMI-Eingänge und eine USB-Buchse mit der Beschriftung »Media-Reader«. Beachten sollte man, dass der BenQ auf »Automatische Erkennung« eingestellt ist, dann liest er problemlos die Daten des eingestöpselten Mediums, sei es Stick oder externe Festplatte. Auflösung und Seitenverhältnis werden bei Fotos oder Videos an den Beamer angepasst. Die Lautsprecher des TK850 sind solide, dennoch empfiehlt es sich, eine externe Quelle wie eine Soundbar zu nutzen. Auch beim Ton hat man vielfältige Einstellungsmöglichkeiten. Ein Beispiel: Im Sport-Modus bleibt der Kommentator gut verständlich, selbst wenn es im Stadion gerade etwas lauter ist.

Wer also aufgrund seines hellen Wohnzimmers einen ebenso hellen und kontrastreichen Beamer benötigt, ist beim BenQ TK850 richtig. Unter den verschiedenen Bildmodi hat uns vor allem der Sport-Modus gefallen – insgesamt hat man ohnehin viele Einstellungsmöglichkeiten.

Mit LCD: Epson EH-TW7100

Der Epson EH-TW7100 kann Filme in 4K wiedergeben und bietet den HDR-Standard. Die super Farbtreue und seine mannigfaltigen Konfigurationsmöglichkeiten machen ihn zu einem tollen Kandidaten fürs Wohnzimmer. Er hat sowohl vertikalen als auch horizontalen Lens Shift und eignet sich besonders für diejenigen, die Probleme mit dem Regenbogen-Effekt haben. Dafür sind nämlich hauptsächlich DLP-Beamer berüchtigt.

Mit LCD

Epson EH-TW7100

Test besten Beamer: Epson EH-TW7100
Der TW7100 bietet ein hervorragendes Bild auch mit neusten Videostandards, er lässt sich außerdem optimal auf die Leinwand ausrichten.

Der Zoomfaktor des TW7100 beträgt 1,6 – ein sehr guter Wert. 4K wird auch bei diesem Beamer zwar »nur« durch Pixelverschiebungen erreicht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch in Sachen Kontrast kann ihm keiner so leicht was vormachen. Für eine Bildbreite von zwei Metern benötigt der Epson 2,64 bis 4,3 Meter Abstand von der Wand bzw. Leinwand. Das prädestiniert ihn ebenso fürs Wohnzimmer.

Für die Feinabstimmung stellt man den Beamer auf den Modus »Natürlich« – die Lampe wird in den Eco-Betrieb geschaltet. Man kann die Farbtemperatur auf 6500 Kelvin einstellen, was der Norm entspricht. Wir haben 6400 Kelvin gemessen, das geht aber klar, da das Bild schön gleichmäßig hell war. Die restlichen Schritte erledigt der Beamer für Sie: Er stellt sich auf den entsprechenden Farbraum ein und bildet dann den HDTV-Farbraum sehr gut und den Kino-Farbraum gut ab.

Gerade im helleren Wohnzimmer kann der Epson glänzen. Bei seiner guten Lichtausbeute und der tollen Farbreproduktion wird er auch HDR-Inhalten gerecht. Seine adaptive Iris hilft ihm dabei: Sie arbeitet aber nicht so leise wie bei teureren Modellen, daher ist sie bei Hell-Dunkel-Schnitten schon zu hören, falls der Film gerade geräuscharm ist. Dieses Pumpen, das dann zu hören ist, kann man auch umgehen, indem man die Iris in den langsamen Modus stellt. Alternativ kann man sie auch ganz ausschalten.

Wer einen hohen Kontrast und tolle HDR-Performance möchte, der sollte sich den Epson EH-TW7100 anschauen.

Günstig und solide: Vivitek HK2200

Günstig und solide

Vivitek HK2200

Test: Vivitek Hk2200
Der HK2200 bietet viel fürs Geld – er ist mit HDR und 4K kompatibel und ein Stick für Drahtlosübertragung liegt direkt bei.

Vivitek ist eine Marke der taiwanesischen Delta Electronics Gruppe, die auch Beamer für einige andere Marken produziert. Der erste Eindruck des HK200 ist kein schlechter: 4K und HDR werden unterstützt, auch einen vertikalen Lens Shift gibt es. Andere Beamer dieser Preisklasse bieten das alles aber auch.

Auf die wirkliche Besonderheit trifft man erst auf der Rückseite. Zwei HDMI-Schnittstellen sind normal, toll sind jedoch die beiden USB-Buchsen. Eine davon sorgt dank USB3-Standard für besonders schnelle Datenübertragung, die andere ist für den beigelegten USB-Dongle gedacht, mit dem man den Beamer ins WLAN integrieren kann. Sehr schön, dass man zwei USB-Quellen gleichzeitig verwenden kann!

Bei der Aufstellung und Ausrichtung des Vivitek ist man dank vertikalem Lens Shift und 1,3-fachem Zoom schön flexibel. Feintuning kann man übrigens auch noch mit der Trapez-Korrektur betreiben.

Bei unserem Testmuster war zunächst der Bildmodus »Kino« voreingestellt. Dabei ist die Helligkeit recht hoch, allerdings wirkt die Farbtemperatur gerade für Kinofilme noch recht kühl. Setzt man die Lampe dann in den Eco-Modus und nimmt die Brillant-Color-Einstellung zurück, so senkt sich die Farbtemperatur beinahe auf 6500 Kelvin, was perfekt wäre. Optisch fällt dann auch eine schön natürliche Farbreproduktion auf, die wir auch mit Messungen bestätigen können.

Wie viele andere Beamer auch stellt der Vivitek HK2200 bei HDR-Inhalten automatisch um auf HDR10. Entsprechend stellt er auch direkt die Bildparameter darauf ein. In puncto Farbtreue und Kontrastumfang kommt der HK2200 nicht ganz an die Konkurrenz von BenQ und Epson heran, dafür ist er aber auch günstiger. Ein großer Pluspunkt sind darüber hinaus die beiden USB-Buchsen mit WLAN-Zugang.

Ultrakurzdistanz-Beamer: Xiaomi Laser-Projector MI 150

Ultrakurzdistanz-Beamer

Xiaomi Laser-Projector MI 150

Test: Xiaomi Laser Projector Mi 150
Der Underdog unter den Ultrakurzdistanz-Beamern, mit eingebauter Soundbar und WLAN.

Keine Preise gefunden.

Seit einiger Zeit hat Xiaomi auch einen Beamer im Sortiment: den Laser-Projector MI 150. Genauer gesagt handelt es sich um einen Ultrakurzdistanz-Beamer, der klassischen Fernsehern Konkurrenz machen soll. Daher bezeichnet man solche Beamer oft auch als Laser-TV.

Als Bedienoberfläche dient eine modifizierte Android-Version. Netzwerkzugang erhält man per WLAN und LAN, somit stehen einem alle Streaming-Möglichkeiten offen. Dabei muss man sich nicht mit FullHD begnügen, sondern kann auch auf HDR und 4K zurückgreifen. Ein Highlight ist übrigens der Sound: Der integrierte Lautsprecher liefert besseren Klang als viele, viele Fernseher.

Beim Aufstellen unterscheidet sich der Xiaomi als Ultrakurzdistanz-Beamer etwas von anderen Beamern. Theoretisch kann man ihn direkt vor die Leinwand stellen, ideal sind aber etwa 45 Zentimeter Entfernung. Dann kommt man auf ein zwei Meter Breite beziehungsweise 90 Zoll.

Präzision ist bei der Ausrichtung gefragt: Steht der MI 150 schon nur um einige Millimeter verrückt, leidet die Bildgeometrie. Immerhin gibt es Hilfsmittel, die die perfekte Aufstellung erleichtern. Zur Einstellung der passenden Neigung gibt es links und rechts zwei Rändelschrauben, die sich auf unabhängig voneinander verstellen lassen. So hat man bald Höhe und Winkel richtig eingestellt.

 Beamer Test: Xiaomi Mi150 Bild Standard
Die verschiedenen Bildmodi: Ausgeliefert wird der Xiaomi im Modus »Film«, wo die Farbtemperatur nur minimal zu kühl ist.

Etwas ernüchtert waren wir dann vom Bild-Einstellungsmenü. Hier findet man lediglich sechs Presets sowie den Benutzer-Modus. In den Presets gibt es leider keine Möglichkeit für weitere Bildkorrekturen, im Benutzer-Modus nur wenige. Dennoch konnten wir dem Xiaomi mit recht wenigen Einstellungen ein sehr passables Bild entlocken. Voreingestellt war der Bildmodus »Film«, bei dem die Farbtemperatur nach Augenmaß ziemlich nah an den erwünschten 6500 Kelvin lag. In diesem Modus wird der Normfarbraum auch bereits ziemlich gut abgedeckt.

Nur in mittleren Helligkeitsbereichen dürfte die Durchzeichnung gerne noch etwas besser sein, was an der flachen Gamma-Kurve liegen dürfte. Daran kann man leider nichts ändern. Die Farbtemperatur lässt sich in Kühl, Warm und Standard einstellen – allerdings nur beim Custom-Preset.

 Beamer Test: Xiaomi Mi150 Bild Benutzer
Farbmanagement ist beim Xiaomi Laser Projector nur im Custom-Preset möglich, und auch dort lassen sich nur drei Abstufungen der der Farbtemperatur wählen.

Auch über HDR-Unterstützung darf man sich freuen: Beim Eingang des entsprechenden Signals erscheint gleich das passende Preset »HDR«. Dann werden alle Parameter angepasst – erfreulicherweise konnten wir daraufhin einen etwas erweiterten Farbraum feststellen. Ebenso erhöhen sich die Kontraste ein wenig, da sich Helligkeitswerte nun an die PQ-Gamma-Kurve angleichen.

Es ist wirklich nicht einfach, einem ordentlichen OLED-Bildschirm Konkurrenz zu machen – vor allem bei HDR. Eine spannende Alternative ist der Xiaomi Laser Projector MI 150 aber allemal. Im Vergleich zu einem Fernseher nimmt er nicht viel Platz weg und bietet erstaunlich guten Ton.

Für Serienjunkies: LG Largo4K HU70LS

Mit dem Largo4K HU70LS von LG kann man von vielen Online-Diensten Videos streamen – die Oberfläche ist hier WebOS, wie man es auch von Fernsehgeräten kennt, und wird sehr einfach mit der Magic Remote bedient. Inhalte kann man per HDMI, USB, WLAN oder Bluetooth zuspielen. Die Lichtquelle besteht aus langlebigen LEDs.

Für Serienjunkies

LG Largo4K HU70LS

Test: Lg Largo4k Hu70ls
LG hat dem HU70LS die komfortable Bedienoberfläche eines Fernsehers gegeben, der Beamer ist damit voll und ganz streaming-tauglich.

Der LG Largo4K HU70LS ist ein konventioneller Beamer, also nicht auf Ultrakurzdistanz ausgelegt. Dennoch ist er kleiner als die meisten anderen Modelle. Mit der LG Magic Remote kann man nach sofortigem Verbinden mit einem Cursor an der Leinwand die Bedienoberfläche nutzen. Sie wird dabei wie eine Computermaus gesteuert. Das ist beim Eingeben von etwa WLAN-Passwörtern etwas mühselig, ansonsten aber eine gute Bedienvariante.

Über WebOS kann man auch weitere Geräte bedienen, die sich im Hausnetzwerk befinden. Sie müssen dafür dem OCF-Standard entsprechen, was aber meist gegeben ist.

Der HU70LS kann Bilder, Filme und Musikdateien von externen Laufwerken abspielen. Der Ton gelangt hier mittels SPDIF-Ausgang oder Bluetooth zum Ausgabegerät. Das Netzteil ist ziemlich groß, muss also irgendwo untergebracht werden können. Das Gerät lässt sich ansonsten sehr gut aufstellen oder an der Decke bzw. Wand befestigen und auf die Leinwand ausrichten.

Im Modus Standard, der voreingestellt ist, messen wir trotz warm eingestellter Farbtemperatur ganze 7100 Kelvin. Allerdings ist das fürs Wohnzimmer noch okay und wir haben wenig Blaustich. Der Normfarbraum für HDTV wird gut abgedeckt. Im Modus Kino mit einer Lampe im Eco-Modus gelingt das sogar sehr gut, die Farbtemperatur ist aber mit 8000 Kelvin zu kühl.

Sobald ein HDR-Signal empfangen wird, stellt sich das Gerät automatisch auf den entsprechenden Modus um. Um dafür genug Licht zu bekommen, stellt man die Lampe von Eco auf Mittel. So erreicht man eine Farbtemperatur von 6800 Kelvin, die nur leicht über dem Wunschwert von 6500 liegt. Der erweiterte Farbraum wird hier zu 90 Prozent abgebildet. Auch die Gammakurve, die sich nah am PQ-Ideal befindet, bringt eine super Durchzeichnung aller Helligkeitsbereiche.

Wer besonders viel streamen möchte, der sollte überlegen, sich den LG Largo4K HU70LS zuzulegen.

Was gibt es sonst noch?

Kann man das heimische Wohnzimmer gut abdunkeln, so ist der BenQ W2700 eine gute Option. Er ist ab Werk kalibriert, weswegen man in den Einstellungen kaum noch etwas anpassen muss, und liefert erstaunlich gute Farben. Selbst im Eco-Betrieb bleibt die Wiedergabe farbgetreu. Wird dem W2700 4K-Material zugespielt, so findet man im Menü den zusätzlichen »DCI-Cinema«-Modus. der den Kino-Farbraum beinahe komplett abdeckt. In diesem Modus wird aber auch die Helligkeit gegenüber dem normalen »Cinema«-Modus halbiert, weshalb das Zimmer gut abgedunkelt sein sollte. Eine adaptive Iris sorgt für mehr Kontrast – allerdings ist ihre Arbeit gerade bei leisen Szenen ein wenig hörbar.

Ein weiterer Ultrakurzdistanz-Beamer ist der EH LS500 von Epson. Er kann also direkt vor seiner Leinwand stehen, projiziert dabei aber trotzdem ein Bild, das größer ist als das der meisten Fernseher: Mit 75 Zentimetern Abstand erreicht er zwei Meter Bildbreite. HDR und 4K werden unterstützt – wenn auch bei Letzterem nur annähernd dank e-Shift. Seine helle Laser-Lichtquelle sorgt für tolle Bilder.

Die Einstellungsmöglichkeiten sind eher überschaubar, wir empfehlen für Filme den Modus »Kino«. Zusätzlich sollte man die Helligkeit des Beamers an die Helligkeit im Raum anpassen. Unsere gemessene Farbtemperatur liegt bei 6800 Kelvin und damit ein wenig über den erwünschten 6500 Kelvin, im Wohnzimmer kann man das aber verkraften. Im Übrigen sind auch zwei Lautsprecher eingebaut – für wirklichen Filmgenuss sollte man sich aber lieber einer externen Quelle behelfen.

Beamer für Public Viewing und Präsentationen

In Tagungsräumen oder sogar beim Public Viewing haben Beamer mit noch viel stärkeren Lichteinflüssen zu kämpfen als im hellen Wohnzimmer. Notwendig ist daher eine hohe Lichtausbeute, dafür muss man allerdings Einbußen bei Farbdarstellung und Kontrasten in Kauf nehmen. Gerade beim Public Viewing kommt es außerdem sehr auf die Auflösung an – im Büro ist das nicht ganz so wichtig.

Starke Lichtausbeute: BenQ TH535

Mit dem BenQ TH 535 erhält man einen Beamer mit einer sehr hohen Lichtausbeute. Er eignet sich damit optimal für Public Viewing und Präsentationen in nicht abgedunkelten Räumen oder im Freien. Selbst im Eco-Modus kommt der Beamer noch auf über 1000 Lumen – bei einer Bildbreite von zwei Metern.

Die eingebauten Lautsprecher sowie analoge und digitale Schnittstellen machen das Gerät zu einem echten Universalgenie. Besonders hervorzuheben ist auch der günstige Preis. Nur für Filme ist er nicht so gut geeignet, da die Schwarzwerte zu kurz kommen.

Starke Lichtausbeute

BenQ TH535

Test besten Beamer: BenQ TH535
Mit enormer Lichtausbeute, flexibler Aufstellung und dem günstigen Preis kann der TH535 punkten.

Der TH535 ist mit seinem 1,2-fachen Zoom schnell und ohne Auflösungseinbußen ausgerichtet. Nach Bedarf kann man auch den digitalen Zoom hinzunehmen, der dann allerdings zu Lasten der Auflösung geht. Für die richtige vertikale Neigung gibt es ein Einstellrädchen an der Vorderseite, auch die Füße kann man nach Bedarf verstellen.

Besonders bei den Anschlüssen hat der BenQ viel zu bieten. Er hat zwei HDMI-Eingänge und viele analoge Quellen werden abgedeckt. Auch ein VGA-Ausgang steht zur Verfügung, der das Signal an einen weiteren Beamer oder Bildschirm weitergeben kann. Sogar den Ton kann man separat einspeisen und abnehmen.

Die Lichtausbeute des TH535 beträgt ganze 3500 Lumen, das bestätigt auch unser Messequipment. Leider verzeichnet das voreingestellte Bild einen Blaustich. Wenn man diesen voreingestellten Modus »Präsentation« aber auf »Kino« umstellt, erledigt sich das Problem.

Wenn Sie einen Beamer suchen, der richtig hell ist, dann greifen Sie zum BenQ TH535. Mit großen, hellen Räume oder auch Leinwänden im Freien wird der Beamer spielend fertig. Darüber hinaus muss man sich keine Sorgen machen, dass das eigene Equipment nicht kompatibel ist, da er viele Anschlüsse – auch im analogen Bereich – bietet. Der günstige Preis rundet das gelungene Gesamtpaket ab.

Kompakt: Epson EB-U05

Der Epson EB-U05 ist kompakt und bietet eine gute Leuchtkraft. Er wurde vor allem für Außendienstler und kleine Unternehmen entwickelt. Im Modus Kino und mit einer Lampe im Eco-Betrieb gibt er immer noch 1500 Lumen ab, obwohl hier schon richtig farboptimiert wird. Nur beim Schwarzwert muss man Kompromisse eingehen, er liegt hier bei über fünf Lumen.

Im Präsentationsmodus bekommt man den Grünstich gerade so mit der Farbabstimmung weg, dafür ist er richtig hell und könnte auch im Garten oder auf der Terrasse etwa zu Fußballmeisterschaften genutzt werden. Hier benötigt man nicht einmal unbedingt eine weiße Fläche, denn man kann die Farbe der Projektionsfläche zu einem bestimmten Grad anpassen.

Die Trapezkorrektur gelingt beim Epson EB-U05 sehr einfach mit einem Schieber hinter den Zoom- und Fokusringen. Eine akkurate Farbwiedergabe ist hier zwar eine Herausforderung, aber das Gerät ist mobil und richtig schön hell – für Präsentationen und Public Viewing also genau das Richtige!

Mal was anderes: LG Presto HU80KSW

Mal was anderes

LG Presto HU80KSW

Der LG Presto HU80KSW ist ein Beamer der anderen Art: Seine Bauweise ist hochkant, er kann längs an der Decke oder stehend vor der Leinwand platziert werden. Dabei wirft er ein recht ordentliches Bild an die Wand. Mit seiner interpolierten 4K-Auflösung und der Laser-Lichtquelle muss man wohl niemals sein Lämpchen wechseln. Zu hell darf es aber nicht sein, denn Lichtausbeute und Kontrast sind eher gering.

Mittels Klappspiegel vor der Optik kann man aus vielen verschiedenen Positionen ein gutes Bild an die Wand werfen. Der praktische Tragebügel dient gleichzeitig als Stütze und lässt das Gerät auch in Schräglage arbeiten.

Der LG Presto HU80 besitzt eine tolle Automatik, die das Bild schon nach wenigen Sekunden in die richtige Form einrasten lässt. Durch Lagesensoren, die erkennen, wie der Beamer steht, ist das möglich. In Kombination mit der eingestellten Spiegelposition wird errechnet, wo sich die gewünschte Projektionsfläche befindet. Man kann danach auch per Hand noch nachjustieren um Schärfe und Spiegel richtig einzustellen.

Das Bild ist leider sehr blaustichig, die Farbtemperatur liegt bei 10.000 Kelvin. Mittels WebOS kann man aber in den Einstellungen entgegenwirken. Das übersichtliche Menü ist allerdings eher als Media-Player ausgelegt als dass man den Beamer akkurat damit einstellen kann. Dieses Problem haben aber alle Beamer, die mehr auf Präsentationen und Public Viewing ausgelegt sind, wie es auch hier der Fall ist.

Ingesamt bekommt man hier einen Beamer, der einfach einzurichten, flexibel aufstellbar und sehr mobil ist.

Was gibt es sonst noch?

Ein Highlight des BenQ TK800 ist der Sport-Modus, den man auch von anderen Beamern des gleichen Herstellers kennt. Dank den sehr ordentlichen Lautsprechern ist man nicht zwingend auf externe Unterstützung angewiesen – möglich ist es aber natürlich. Für Fußballfans eignet sich der spezielle Fußballmodus, der Ton und Bild auf das passende Sportereignis optimiert, aber auch Bewegungs- und Farbdarstellung. Außerdem kann der Kommentar gegenüber den Außengeräuschen im Stadion angehoben werden. Toll fürs Public Viewing!

Groß und hell ist der Optoma HZ40UST. Vor allem seine hervorragenden Kontrastwerte stechen heraus, aber auch die Laser-Lichtquelle kann sich sehen lassen. Etwas Abstriche muss man bei der Farbdarstellung machen, die könnte noch ein wenig akkurater sein. Das ist aber nicht so schlimm – wichtig sind saubere Bewegungsdarstellung sowie leichte Installation, und das gelingt dem Optoma jeweils gut. In Kombination mit einem fairen Preis trifft man hier keine schlechte Wahl.

Was Sie über Beamer wissen sollten

Der UHD-Standard ist zwar bei TV-Geräten und in der Filmindustrie schon in Sicht, allerdings könnte das bei Beamern noch etwas dauern, da solche Geräte noch sehr teuer sind. UHD ermöglicht eine höhere Auflösung, mehr Kontrast und einen enorm großen Farbraum.

Ein erhöhter Kontrastumfang ist für Beamer keine leichte Aufgabe: mehr Helligkeit bei einem gleichbleibenden Schwarzwert zu liefern ist bei Projektoren eine echte Herausforderung. Der erhöhte Farbraum ist hingegen besser machbar. Allerdings sind hier eher Heimkino-Beamer gemeint, da sie keine hohe Lichtausbeute benötigen, denn beim Heimkino wird vorrangig in abgedunkelten Räumen geschaut.

Beamer für Public Viewing, Präsentationen oder fürs Wohnzimmer bekommen bei einer erhöhten Helligkeit Abstriche, da die Farben dann etwas verfälscht werden.

Noch ein kurzer Technik-Ausflug: Bei LCD-Beamern wird die Lichtmenge durch einen LCD-Chip gesteuert, bei DLP-Geräten hingegen wird das Licht der Lampe durch Klappspiegel auf einem Chip reflektiert. Dadurch kann bei DLP-Projektoren ein Regenbogen-Effekt auftreten, der bei LCD nicht passiert.

Die Lichtquelle ist hier aber die gleiche – nämlich eine UHP-Lampe. Die wird ganz schön heiß und muss deshalb stets gekühlt werden, früher oder später muss man sie auch mal austauschen. Doch keine Sorge, ein paar tausend Stunden hält sie durch. Eine Ersatzlampe kostet dann zwischen 100 und 400 Euro. Das Gerät im Eco-Modus laufen zu lassen ist hier eine gute Idee, da man die Lebensdauer der Lampe verlängert und der Beamer-Lüfter leiser arbeitet.

Alternativen dazu stellen vor allem Laser-Geräte dar: Sie sind effizienter und halten länger durch. Natürlich kosten sie auch etwas mehr. Allerdings kann sich das auf Dauer durchaus rechnen, weil man seltener Ersatzteile kaufen muss.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.