Kinoerlebnis für Zuhause Test: Beamer Benq W2700

Beamer im Test : Kinoerlebnis für Zuhause

Update 21.07.2021

Egal ob Heimkino, Public Viewing oder Präsentationen – Beamer sind hierbei eine große Hilfe. Doch welches Gerät eignet sich für was am besten? Wir haben 42 Modelle getestet.

Update 21. Juli 2021

Wir haben weitere Beamer getestet. In der Kategorie der Wohnzimmer-Beamer hat der EH-LS300B von Epson eine Empfehlung abgestaubt.

Bei den Beamern für Public Viewing und Präsentationen sind der TH585 von BenQ und der Acer H6518STi neue Empfehlungen.

19. Februar 2021

Wir haben weitere Beamer getestet. Der BenQ TK850i, der BenQ V6050 und der BenQ X1300i sind neue Empfehlungen fürs Wohnzimmer.

21. September 2020

Wir haben den Beamer-Test in drei Kategorien unterteilt: Heimkino, Wohnzimmer sowie Public Viewing und Präsentationen. In allen Sparten haben wir einige neue Empfehlungen.

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Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Immer mehr Leute greifen zum Beamer anstatt zu einem normalen TV-Gerät. Warum ist das so? Er ersetzt vor allem einen besonders großen Fernseher – wer ein Kinoerlebnis für zu Hause will, der kommt mit einem Beamer näher heran. Natürlich sind sie auch in Büros oder beim Public Viewing von Vorteil, da mehrere Leute dank der großen Bildfläche eine bessere Sicht bekommen.

Wer mit vielen Gleichgesinnten bei Sportwettkämpfen mitfiebern will, der sollte vor allem nach einem Gerät Ausschau halten, das lichtstark ist – denn meist finden solche Events nicht in abgedunkelten Räumen statt. Gleiches gilt auch für Beamer, die für Präsentationen im Büro gedacht sind. Wichtig ist beim Public Viewing auch eine FullHD- oder 4K-Auflösung, die im Büro wiederum nicht essentiell ist.

Beim Installieren eines Heimkinos sollte man besonders auf Kontrast und Farben achten, die Heimkino-Beamer fallen allerdings auch etwas klobiger aus.

Wenn es einfach ein Fernseher-Ersatz fürs Wohnzimmer sein soll, dann sollte man ein gutes Mittelmaß dieser Faktoren finden. Hier reichen im Dunkeln circa 700 Lumen aus, da man aber auch bei Tag schauen möchte, muss man hier mehr Lichtstärke draufpacken. Im Wohnzimmer sollte der Beamer natürlich auch nicht ganz so auffällig sein, damit er sich gut ins Wohnambiente integriert.

Heimkino-Beamer

Beamer fürs Heimkino bekommt man schon für etwas über 1000 Euro, man kann aber auch gut und gerne das fünffache dafür ausgeben. Neben besserer Farbdarstellung und schöneren Kontrasten bekommt man bei den teureren Modellen oft auch native 4K-Auflösung.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Fürs perfekte HeimkinoDLP-basiertGutes Bild für viel GeldGuter Preis
Test  besten Beamer: Epson EH-TW7400Test  besten Beamer: BenQ W5700Beamer Test: Jvc Dla N5Test  besten Beamer: Optoma UHD350X
Modell Epson EH-TW7400 BenQ W5700 JVC DLA-N5 Optoma UHD350X
Pro
  • Einfache Installation
  • Motorisierte Optik (Zoom, Fokus, Lensshift per Fernbedienung)
  • Perfekte Farbeinstellungen auf Knopfdruck
  • Günstig
  • 4K- und HDR-kompatibel
  • Ab Werk auf zwei Normfarbräume kalibriert
  • HDR-Feinabstimmung möglich
  • Verfügt über eine adaptive Iris
  • Hervorragende Farbtreue quasi aus dem Stand
  • Sehr gute Bildqualität in UHD und HDR
  • Adaptive Iris
  • Kompatibel mit 4K, HDR und 3D-Filmen
  • Sehr gute Farbreproduktion
  • Sehr gut funktionierende Bewegungskompensation (Zwischenbildberechnung)
Contra
  • Keine native 4K-Auflösung
  • Keine native 4K-Auflösung
  • Die Iris ist zu hören
  • Recht teuer
  • Keine native 4K-Auflösung
Bester Preis

Keine Preise gefunden.

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Fürs perfekte Heimkino: Epson EH-TW7400

Fürs perfekte Heimkino

Epson EH-TW7400

Test  besten Beamer: Epson EH-TW7400
Die im Beamer verbaute Technik ist bewährt und er kommt mit den aktuellen Video-Formaten bestens zurecht. Seine Bildqualität ist hervorragend.

Der Epson EH-TW7400 bietet FullHD-Auflösung, die interpoliert wird. Die Technik dahinter nennt sich eShift. Durch Feintuning ist es hier gelungen, sowohl mehr Helligkeit als auch Kontrast zu erzeugen. Das ist besonders bei HDR sehr vorteilhaft. Die Installation ist darüber hinaus denkbar einfach. Auch das Erscheinungsbild des Beamers ist gut für zu Hause geeignet: Das Gerät ist kompakt und in Weiß gehalten. Außerdem ist der Preis von deutlich unter 2.000 Euro für das Gebotene mehr als fair.

Durch den horizontalen und vertikalen Lens Shift lässt sich der Epson exakt ausrichten. Auch der 2-fache Zoom trägt maßgeblich dazu bei. Fokus, Zoom und Shift sind motorisiert und können also allesamt per Fernbedienung gesteuert werden. Wenn man Hilfe bei der Kalibrierung benötigt, kann man sich per Tastendruck ein Testbild einblenden lassen. Man hat außerdem die Möglichkeit, Presets abzuspeichern, z.B. für Filme mit verschiedenen Seitenverhältnissen.

Der Epson EH-TW7400 ist richtig leise – perfekt also fürs Heimkino! Selbst im hellsten Modus der Lampe wird er nicht viel lauter als 30 Dezibel. Im Eco-Modus hört man ihn dann schon so gut wie gar nicht – selbst hier hat man immer noch 1000 Lumen mit toller Farbe zur Verfügung. Der Beamer hat keine native 4K-Auflösung, aber arbeitet mit Interpolation via eShift. Das macht sich vor allem in seinem Preis bemerkbar, da Geräte mit nativem 4K auch gern mal doppelt so viel kosten. Die Qualitätsabstriche sind dabei nur marginal.

Die sehr gute HDR-Unterstützung kann man je nach Film in vier Stufen anpassen oder man lässt den Beamer automatisch kalibrieren. Bei der Farbdarstellung hat man hier viele Möglichkeiten. Ab Werk ist beim Epson EH-TW7400 der »Helles Kino«-Modus ausgewählt. Dann hat man ein helles Bild mit eher kühler Abstimmung. Man kann aber auch Presets anlegen, die das Bild für die jeweiligen Filme und Beiträge optimieren.

Zum Thema UHD: Das Preset »Digitales Kino« deckt den Farbraum weit über BT.709 ab, also können auch UHD-Inhalte ohne Kompromisse genossen werden. Für eine perfekt ausgefeilte UHD-Wiedergabe müsste man deutlich mehr zahlen. Dank der tollen Lichtausbeute könnte man sich den Beamer sogar ins Wohnzimmer stellen und muss nicht zwangsläufig, wie im Heimkino, abdunkeln. Die Kontraste leiden hier nur sehr wenig unter Lichteinfall.

Wenn es aber vollständig dunkel ist, werden schon Standard-Blu-rays in FullHD beeindruckend wiedergegeben und der Beamer ist dabei wie gesagt wunderbar leise. Mit einer UHD sieht das dann fast schon 3D-mäßig aus.

Die Zwischenbildberechnung, die z.B. bei Sportübertragungen für Bewegungsschärfe sorgt, funktioniert leider im 4K-Betrieb nicht, da muss man in den FullHD-Modus wechseln. Analoge Anschlüsse fehlen hier leider auch. Wenn man also nicht das passende Equipment hat, muss man nach anderen Geräten schauen.

Insgesamt ist der Epson EH-TW7400 aber ein toller, kompakter und vor allem leiser Beamer, der sich toll fürs Heimkino und Wohnzimmer eignet. Besonders hervorzuheben ist das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis.

DLP-basiert: BenQ W5700

DLP-basiert

BenQ W5700

Erst als zweiter BenQ-Beamer ist der W5700 auf die zwei gängigsten Norm-Farbräume justiert, nämlich den HDTV-Farbraum und den erweiterten Kino-Farbraum – die entsprechenden Messungen wurden dokumentiert und dem Beamer in einem Kuvert beigelegt.

Eine möglichst getreue Farbreproduktion ist für ein tolles Heimkino-Erlebnis natürlich essentiell. Schließlich muss auch der Beamer den hochaufgelösten und dynamischen Filmen gewachsen sein. Der BenQ hat hier keine Schwierigkeiten: Ein FullHD-DLP-Chip rechnet die Auflösung hoch, was auch von Generation zu Generation besser funktioniert.

 Beamer Test: Benq W5700 Box
Beim BenQ W5700 bekommt man ausgezeichnete Farbtreue und ein schön kontrastreiches Bild.

Hochauflösende Bildsignale sind auch für die Optik kein Problem. Sie ist darüber hinaus schön flexibel und mit 1,6-fachem Zoom sowie horizontalem und vertikalen Lens Shift ausgestattet. So sollte die Aufstellung in jedem Raum leicht fallen.

 Beamer Test: Benq W5700 Cal
Das Bild wird etwas dunkler, wenn man den Eco-Betrieb aktiviert. Der Farbraum wird dennoch perfekt abgebildet.

Die Kalibrierung wird schon vom Hersteller vorgenommen, sodass der W5700 direkt startklar ist. Im Standardbetrieb leuchtet die Lampe, was natürlich für hohe Lichtausbeute sorgt, sich aber gleichzeitig auch negativ auf die Lebensdauer der Lampe auswirkt. Kann man den Raum gut abdunkeln, so reicht in der Regel der Eco-Modus, der übrigens auch einen besseren Schwarzwert liefert.

HDR-Inhalte werden automatisch erkannt, die jeweiligen Bildparameter werden dann optimal darauf eingestellt. Möchte man doch etwas ändern, so hat man im Menü unter »HDR-Helligkeit« die Möglichkeit, etwas Feintuning zu betreiben und den Kontrast in Richtung dunkel oder hell zu verschieben.

Hat man die zusätzliche Shutterbrille erworben, ist es sogar möglich, 3D-Inhalte mit dem BenQ zu genießen. Gerade bei vielen günstigeren DLP-Beamern geht das nicht. Wem der Regenbogeneffekt nichts ausmacht, bekommt mit dem W5700 einen tollen Heimkino-Beamer, den man sofort einsetzen kann.

Gutes Bild für viel Geld: JVC DLA-N5

Gutes Bild für viel Geld

JVC DLA-N5

Beamer Test: Jvc Dla N5
JVCs günstigster, nativer 4K-Beamer ist hervorragend ausgestattet und liefert eine bestechend gute Bildqualität.

Der JVC DLA-N5 kann sofort den HDTV-Normfarbraum abbilden und sogar der DCI-Farbraum ist direkt verfügbar. Seine adaptive Iris und die hervorragenden Kontrastwerte sind weitere Pluspunkte.

Den Beamer hat man außerdem schnell und einfach eingerichtet, auch die ferngesteuerte Ausrichtung gelingt mit der motorisierten Optik wunderbar. Farbton und Helligkeit kann man, je nachdem welche Leinwand man benutzt, optimieren. Viele Leinwände sind in den 148 Screen-Modi sogar gespeichert. Die eigenen Einstellungen kann man dann als Presets sichern.

Die Lens-Memory kann fünf unterschiedliche Optik-Einstellungen abspeichern. Wenn man zum Beispiel einen Vorsatzlinse aktivieren möchte, ist das ganz praktisch.

Geliefert wird der Beamer mit der Bildeinstellung »Natürlich«. Dabei ist die Helligkeit der Lampe gering und das Gerät arbeitet leise. Die Farbdarstellung ist vorbildlich, das unterstreicht auch unsere Messung mit dem Calman-Messsystem.

Um herauszufinden, wie sich der Beamer in Sachen DCI macht, haben wir den Bildmodus auf HDR gestellt, was den erweiterten Farbraum verfügbar macht. Unsere Messung zeigt die Abdeckung des DCI-P3 Farbraums bis etwa 80 Prozent – das ist ein wirklich guter Wert.  Darüber hinaus kann der Beamer den Gammawert sehr gut daran anpassen: Das Gamma wird dann an die PQ-Kurve angeglichen, was keine leichte Aufgabe ist.

Das können wir nicht nur in der Messung bestätigen, der Beamer erfreut unsere Augen auch mit knackscharfen Bildern und verfeinerter Bewegungserkennung bzw. ClearMotionDrive. Auch die Zwischenbildberechnung sorgt zusätzlich für flüssige Bewegungen.

Wer es sich leisten kann und will bekommt mit dem JVC DLA-N5 einen erstklassigen Beamer fürs Wohnzimmer, der eine hervorragende Lichtausbeute mitbringt. Auch fürs abgedunkelte Heimkino ist er super geeignet.

Guter Preis: Optoma UHD350X

Guter Preis

Optoma UHD350X

Test  besten Beamer: Optoma UHD350X
4K-, HDR- und 3D-Wiedergabe in sehr guter Qualität zum unschlagbaren Preis.

Keine Preise gefunden.

Der UHD350X verfügt über 1,3-fachen Zoom und Lens Shift. Der wirkt zwar nur vertikal, aber dennoch kann man den Beamer damit gut einstellen. Der 350X ist nur in schwarz erhältlich, was seine Tauglichkeit fürs Heimkino nochmal unterstreicht.

Der Beamer kann sehr exakt eingerichtet werden und deckt den HDTV-Normfarbraum ab. Er arbeitet leise und bringt auch ins Wohnzimmer genug Helligkeit und Kontrast auf die Wand.

Im Eco-Modus ist das Bild dunkler und die Farbe wird etwas kühler. Dem kann man ganz einfach entgegensteuern, indem man das Rot in der RGB-Balance höher stellt.

Neu bei Optoma ist das Menü – es gibt nun einen Media Player und man kann auf Dateien eines USB-Speichers zugreifen. Sogar komplexe Schwenks kann der günstige Beamer durch die Zwischenbildberechnung toll auf der Leinwand abbilden. Man kann diese Funktion namens PureMotion aber auch deaktivieren.

Für weniger als 1.500 Euro bekommt man hier also einiges geboten. Wer einen Heimkino-Beamer für wenig Geld sucht, sollte hier zugreifen.

Was gibt es sonst noch?

Ein solider 4K-Beamer aus dem DLP-Lager ist der Acer V7850. Er überzeugt mit hoher Detailtreue, native 4K-Auflösung bildet er aber nicht ab. Immerhin ist er HDR-kompatibel. Obwohl der Acer leicht und günstig ist, punktet er mit tollen Kontrastwerten und präziser Farbdarstellung. Leider muss man auf 3D-Inhalte verzichten. Gegenüber anderen DLP-Beamern fehlt hier der horizontale Lens Shift, man ist also nicht ganz so flexibel was den Aufstellungsort angeht.

Auch der UHD51 von Optoma bietet keine echte 4K-Auflösung. Dafür aber eine recht akkurate Farbdarstellung und eine Unterstützung von 3D-Inhalten. Das alles hat allerdings seinen Preis.

Der Optoma UHD40 ist eine Art kleiner Bruder des UHD51. Für einen deutlich niedrigeren Preis muss man allerdings auf die Möglichkeit der 3D-Wiedergabe sowie eine Zwischenbild-Berechnung verzichten. Wen das nicht weiter stört, der kann hier unbesorgt zum günstigeren Modell greifen.

Beamer fürs Wohnzimmer

Üblicherweise lassen sich Wohnzimmer nicht so gut abdunkeln wie ein Heimkino. Das macht es für Beamer ungleich schwerer, da sie gegen das von draußen hereinstrahlende Licht ankommen müssen. Gute Helligkeit ist daher ungemein wichtig, dennoch sollte ein Beamer fürs Wohnzimmer auch möglichst unauffällig sein – oder eben auffällig schick.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gut eingestelltMit LCDGünstig und solideMit LasertechnologieFür Gamer
Test: Benq Tk850iTest besten Beamer: Epson EH-TW7100Test: Vivitek Hk2200Test: Epson Eh Ls300bTest  Kinoerlebnis für Zuhause: BenQ X1300i
Modell BenQ TK850i Epson EH-TW7100 Vivitek HK2200 Epson EH-LS300B BenQ X1300i
Pro
  • Sehr helles, kontrastreiches Bild
  • Adaptive Iris
  • Android-TV Oberfläche
  • Effizienter Sport-Modus
  • Sehr gutes, farbtreues Bild
  • Sehr guter Kontrast
  • Audioanschluss über Bluetooth
  • Lensshift horizontal und vertikal
  • Sehr farbtreues Bild
  • Sehr gute HDR-Umsetzung
  • WiFi-Dongle im Lieferumfang
  • Sehr gutes, HDR-kompatibles Bild
  • Mit Android-TV-Oberfläche
  • Hervorragende Audio-Qualität
  • Sehr gutes UHD-Bild
  • Geringe Eingangslatenz
  • Mehrere Modi für perfektes Gaming-Erlebnis
  • Sehr guter Sound
Contra
  • Nur vertikaler Lensshift
  • Lichtausbeute etwas knapp
  • Kein 3D
  • Ohne Lensshift
Bester Preis
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Gut eingestellt: BenQ TK850i

Die Installation des BenQ TK850i ist schnell erledigt, das integrierte Lens-Shift und das Zoom-Objektiv (1,3-fach), tragen hier natürlich ihren Teil dazu bei. Zwei bis drei Meter Abstand reichen bereits aus, um ein zwei Meter breites Bild auf die Leinwand zu zaubern. Auch kopfüber an der Decke lässt sich der Beamer anbringen. Damit man dann nicht alle Filme kopfüber sehen muss, lässt sich das natürlich einstellen.

Den Gehäusedeckel des BenQ kann man abnehmen, darunter ist ein Anschluss an dem man den im Lieferumfang enthaltenen Dongle einstecken kann. Der sorgt nicht nur für WLAN, sondern übernimmt auch die komplette Installation des Android-TVs.

Der Autofokus des Beamers sorgt dafür, dass die Schärfe nachgeführt wird, wenn man die Bildgröße via Zoom ändert. Mithilfe der vertikalen Lens-Shift ist es zudem möglich, das Gerät ein wenig versetzt zur Bildmitte zu positionieren, das eigentlich verzerrte Bild wird dann einfach ausgeglichen.

Hat man den Beamer erstmal aufgestellt und eingerichtet, geht auch die restliche Inbetriebnahme flott von der Hand. Das Menü ist nichts Neues und gut strukturiert. Die Erweiterung mittels Android sorgt dafür, dass man direkten Zugriff auf diverse Streaming-Dienste und den Play Store von Google hat.

Der BenQ ist zwar nicht bereits ab Werk fertig kalibriert, er wirft aber trotzdem auf Anhieb ein stimmiges Bild an die Wand. Wie viele andere DLP-Beamer auch, brummt der Tk850i im 4K-Betrieb ein wenig. Das liegt daran, dass wegen der DLP-Technik das Bild mehrfach auf die Leinwand geworfen werden muss, um die hohe 4K-Auflösung zu erreichen. Weil das zum Teil auch mechanisch erfolgt, hört man eben ein Brummeln.

 Beamer Test: Benq Tk850i Screenshot Std
Ab Werk war der Sportmodus mit maximaler Lampenleistung eingestellt. Der BT.709-Farbraum wird deutlich überdeckt.

Erfreulich ist, dass der BenQ erkennt, wenn man ihn mit HDR-Signalen füttert und den Bildmodus entsprechend anpasst. 90 Prozent des erweiterten Farbraums deckt der Beamer übrigens ab. Die gute HDR-Performance geht aber auch auf das Konto der hervorragenden Gamma-Korrektur.

Für einen verbesserten Kontrast kommt eine adaptive Iris zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Blende, sie sich dem jeweiligen Bildinhalt flexibel anpasst. Bei dunklen Bildinhalten wird beispielsweise möglichst wenig Licht durchgelassen. Wechselt das Bild plötzlich von Hell auf Dunkel, hört man die Iris allerdings arbeiten. Auch die Geschwindigkeit kann aktuell manchmal nicht ganz mit dem Filmschnitt mithalten, je nach Film kann man sich hier im Einstellungsmenü austoben und damit experimentieren, für welchen Film sich welcher Modus lohnt, um immer den besten Kontrast zu haben.

 Beamer Test: Benq Tk850i Screenshot Eco
Abseits des Sport-Modus steht ein Modus fürs Wohnzimmer, sowie ein Cinema-Modus zur Verfügung. Bei Letzterem mussten wir die Farbtemperatur noch ein wenig regulieren bis sie bei idealen 6500 Kelvin lag.

Rückseitig befinden sich wenig Überraschungen, HDMI-Kabel finden dort ebenso Anschluss wie ein USB-Stick, beziehungsweise eine externe Festplatte. Die internen Lautsprecher des BenQ machen zwar einen recht soliden Job, in der Regel sollte man aber bei Beamern auf externe Lautsprecher zurückgreifen, das gehört einfach zum guten Ton.

Ein kleiner Makel des TK850i ist seine Farbdarstellung, hier ist der W2700 beispielsweise besser aufgestellt. Dafür ist der BenQ aber besser, wenn es darum geht in einer vergleichsweise hellen Umgebung ein gutes Bild zu erzeugen.

Mit LCD: Epson EH-TW7100

Mit LCD

Epson EH-TW7100

Test besten Beamer: Epson EH-TW7100
Der TW7100 bietet ein hervorragendes Bild auch mit neusten Videostandards, er lässt sich außerdem optimal auf die Leinwand ausrichten.

Der Epson EH-TW7100 kann Filme in 4K wiedergeben und bietet den HDR-Standard. Die super Farbtreue und seine mannigfaltigen Konfigurationsmöglichkeiten machen ihn zu einem tollen Kandidaten fürs Wohnzimmer. Er hat sowohl vertikalen als auch horizontalen Lens Shift und eignet sich besonders für diejenigen, die Probleme mit dem Regenbogen-Effekt haben. Dafür sind nämlich hauptsächlich DLP-Beamer berüchtigt.

Der Zoomfaktor des TW7100 beträgt 1,6 – ein sehr guter Wert. 4K wird auch bei diesem Beamer zwar »nur« durch Pixelverschiebungen erreicht, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Auch in Sachen Kontrast kann ihm keiner so leicht was vormachen. Für eine Bildbreite von zwei Metern benötigt der Epson 2,64 bis 4,3 Meter Abstand von der Wand bzw. Leinwand. Das prädestiniert ihn ebenso fürs Wohnzimmer.

Für die Feinabstimmung stellt man den Beamer auf den Modus »Natürlich« – die Lampe wird in den Eco-Betrieb geschaltet. Man kann die Farbtemperatur auf 6500 Kelvin einstellen, was der Norm entspricht. Wir haben 6400 Kelvin gemessen, das geht aber klar, da das Bild schön gleichmäßig hell war. Die restlichen Schritte erledigt der Beamer für Sie: Er stellt sich auf den entsprechenden Farbraum ein und bildet dann den HDTV-Farbraum sehr gut und den Kino-Farbraum gut ab.

Gerade im helleren Wohnzimmer kann der Epson glänzen. Bei seiner guten Lichtausbeute und der tollen Farbreproduktion wird er auch HDR-Inhalten gerecht. Seine adaptive Iris hilft ihm dabei: Sie arbeitet aber nicht so leise wie bei teureren Modellen, daher ist sie bei Hell-Dunkel-Schnitten schon zu hören, falls der Film gerade geräuscharm ist. Dieses Pumpen, das dann zu hören ist, kann man auch umgehen, indem man die Iris in den langsamen Modus stellt. Alternativ kann man sie auch ganz ausschalten.

Wer einen hohen Kontrast und tolle HDR-Performance möchte, der sollte sich den Epson EH-TW7100 anschauen.

Günstig und solide: Vivitek HK2200

Günstig und solide

Vivitek HK2200

Test: Vivitek Hk2200
Der HK2200 bietet viel fürs Geld – er ist mit HDR und 4K kompatibel und ein Stick für Drahtlosübertragung liegt direkt bei.

Vivitek ist eine Marke der taiwanesischen Delta Electronics Gruppe, die auch Beamer für einige andere Marken produziert. Der erste Eindruck des HK200 ist kein schlechter: 4K und HDR werden unterstützt, auch einen vertikalen Lens Shift gibt es. Andere Beamer dieser Preisklasse bieten das alles aber auch.

Auf die wirkliche Besonderheit trifft man erst auf der Rückseite. Zwei HDMI-Schnittstellen sind normal, toll sind jedoch die beiden USB-Buchsen. Eine davon sorgt dank USB3-Standard für besonders schnelle Datenübertragung, die andere ist für den beigelegten USB-Dongle gedacht, mit dem man den Beamer ins WLAN integrieren kann. Sehr schön, dass man zwei USB-Quellen gleichzeitig verwenden kann!

Bei der Aufstellung und Ausrichtung des Vivitek ist man dank vertikalem Lens Shift und 1,3-fachem Zoom schön flexibel. Feintuning kann man übrigens auch noch mit der Trapez-Korrektur betreiben.

Bei unserem Testmuster war zunächst der Bildmodus »Kino« voreingestellt. Dabei ist die Helligkeit recht hoch, allerdings wirkt die Farbtemperatur gerade für Kinofilme noch recht kühl. Setzt man die Lampe dann in den Eco-Modus und nimmt die Brillant-Color-Einstellung zurück, so senkt sich die Farbtemperatur beinahe auf 6500 Kelvin, was perfekt wäre. Optisch fällt dann auch eine schön natürliche Farbreproduktion auf, die wir auch mit Messungen bestätigen können.

Wie viele andere Beamer auch stellt der Vivitek HK2200 bei HDR-Inhalten automatisch um auf HDR10. Entsprechend stellt er auch direkt die Bildparameter darauf ein. In puncto Farbtreue und Kontrastumfang kommt der HK2200 nicht ganz an die Konkurrenz von BenQ und Epson heran, dafür ist er aber auch günstiger. Ein großer Pluspunkt sind darüber hinaus die beiden USB-Buchsen mit WLAN-Zugang.

Mit Lasertechnologie: Epson EH-LS300B

Mit Lasertechnologie

Epson EH-LS300B

Test: Epson Eh Ls300b
Der Epson EH-LS300 gehört als Ultrakurzdistanz-Beamer zu den sogenannten Laser TVs, außerdem ist Android TV schon installiert.

Der EH-LS300B kommt mit einem langlebigen Laser als Lichtquelle und Android TV als Software-Oberfläche. Die verbauten Lautsprecher produzieren einen vernünftigen Sound, der dem drögen Klang eines Flachbildschirm deutlich überlegen ist.

Weil es sich beim EH-LS300B um einen Ultrakurzdistanz-Beamer handelt, kommt er ohne nennenswerten Abstand zur Leinwand aus. Sein Bild ist dennoch erstaunlich groß. Einen linearen Abstandshalter oder andere Hilfsmittel, die das Aufstellen des Beamers vereinfachen, sucht man leider vergeblich. Ihr Fehlen ist aber wohl dem vergleichsweise niedrigen Preis des Epson geschuldet.

Hat man das Bild des Beamers mithilfe eines Testbildes und der Trapezkorrektur entzerrt, kann man die Bildqualität selbst in Augenschein nehmen – und die hat es in sich. Die Farben des Beamers wirken auf Anhieb lebendig, der Normfarbraum von HDTV unterfordert den kontrastreichen Epson allerdings, Cineasten sollten deshalb zu Material greifen, das mit HDR einen deutlich höheren Dynamikumfang bietet. 4K-Inhalte spielt der Beamer auch ab, rechnet sie allerdings auf FullHD herunter.

 Beamer Test: Epson Eh Ls300 Lebendig
Das helle Bild des Epson hat einen leichten Blaustich. Der Normfarbraum von HDTV wird überdeckt.

Nach ein wenig Feintuning im Bildmenü (weniger Helligkeit, Farbtemperatur auf Position acht), wird ein dunkleres Bild auf die Leinwand projiziert, das ein wenig Kino-Feeling aufkommen lässt. Bei den integrierten Lautsprechern hat sich Epson Hilfe vom Audio-Spezialisten Yamaha geholt. Das Ergebnis ist ein Klang auf Soundbar-Niveau, der direkt aus der Leinwand zu kommen scheint.

 Beamer Test: Epson Eh Ls300 Kino
Der Farbmodus »Natürlich« sorgt bei 50 Prozent Helligkeit für eine ideale Farbwiedergabe.

Mit seinem guten Klang, der Android-Benutzeroberfläche und einem gelungenen Bild, ist der EH-LS300B eine ernst zu nehmende Alternative zum klassischen Großbildfernseher. Besonders erfreulich: Die Laser-Lichtquelle hat eine sehr lange Lebensdauer.

Für Gamer: BenQ X1300i

Für Gamer

BenQ X1300i

Test  Kinoerlebnis für Zuhause: BenQ X1300i
Der X1300i eignet sich mit seiner kurzen Latenz vorzüglich zum Zocken.

Der X1300i von BenQ ist nicht nur für Film-Fans interessant, sondern durchaus auch für Gamer eine Überlegung Wert. Schon optisch unterscheidet sich der BenQ durch sein Würfeldesign von der Konkurrenz. An der Seite des Würfel-Beamers befinden sich die üblichen Einstell-Tasten für Zoom und Fokus, rückseitig angebracht findet man die üblichen Audio-/Video-Schnittstellen. Was den Beamer gerade für Gamer interessant macht, ist seine schnelle Bildverarbeitung.

Je nach dem, was man eingestellt hat, weist das Bild einen Input Lag von 8-16 Millisekunden auf. Das sollte in den meisten Gaming-Fällen völlig ausreichend sein, im Praxistest jedenfalls hat uns der Gaming-Beamer überzeugt. Die minimale Verzögerung beim Eingangssignal ist nicht groß aufgefallen, dass gigantische Bild hat dagegen mächtig Eindruck gemacht. Gut gefallen hat uns auch die Möglichkeit, Grafik- und Audioeinstellungen am Beamer dem jeweiligen Spiele-Genre anpassen zu können.

Auch der Klang bewegt sich auf einem für Beamer-Boxen überdurchschnittlich hohem Niveau. Zur Wahl stehen viele unterschiedliche Voreinstellungen, wie beispielsweise Spiel, Musik und Kino, für Klang-Individualisten gibt es zudem die Möglichkeit, mittels Equalizer (5-Band) für einen perfekten Sound zu sorgen.

 Beamer Test: Benq X1300i Screenshot Cinema
Wählt man den Bildmodus »Cinema«, liefert der Beamer eine sehr gute Farbraumabdeckung. Die Gammakurve ist für die Durchzeichnung aller Helligkeitsbereiche zuständig.

Zudem ist der Beamer relativ anspruchslos, was das ihm zugespielte Bildmaterial betrifft. Alles, was ihm unterkommt, wird entsprechend aufbereitet und wiedergegeben. Die Farbwiedergabe des X1300i ist hier ein besonderes Highlight und eigentlich eher unüblich für dieses Preisniveau. Das macht den BenQ X1300i nicht nur zum Gaming-Spezialisten, sondern zum echten Allrounder im Wohnzimmer.

Was gibt es sonst noch?

Mit dem Largo4K HU70LS von LG kann man von vielen Online-Diensten Videos streamen – die Oberfläche ist hier WebOS, wie man es auch von Fernsehgeräten kennt, und wird sehr einfach mit der Magic Remote bedient. Inhalte kann man per HDMI, USB, WLAN oder Bluetooth zuspielen. Die Lichtquelle besteht aus langlebigen LEDs. Mit der LG Magic Remote kann man nach sofortigem Verbinden mit einem Cursor an der Leinwand die Bedienoberfläche nutzen. Sie wird dabei wie eine Computermaus gesteuert.

Helle Wohnzimmer sind das perfekte Einsatzgebiet für den BenQ TK850. Angenehm ist, dass die Bildgröße auch per Zoom korrigierbar ist, ohne dass man dabei selbst die Schärfe nachbessern muss – das schafft die Optik des TK850 ganz alleine. Der BenQ garantiert auch ohne die aufwändige Kalibrierung ein tolles Filmerlebnis. Während des 4K-Betriebs hört man ein leises Brummeln, was am Pixel-Shifting liegt. Wer also aufgrund seines hellen Wohnzimmers einen ebenso hellen und kontrastreichen Beamer benötigt, ist beim BenQ TK850 richtig. Unter den verschiedenen Bildmodi hat uns vor allem der Sport-Modus gefallen – insgesamt hat man ohnehin viele Einstellungsmöglichkeiten.

Kann man das heimische Wohnzimmer gut abdunkeln, so ist der BenQ W2700 eine gute Option. Er ist ab Werk kalibriert, weswegen man in den Einstellungen kaum noch etwas anpassen muss, und liefert erstaunlich gute Farben. Selbst im Eco-Betrieb bleibt die Wiedergabe farbgetreu. Wird dem W2700 4K-Material zugespielt, so findet man im Menü den zusätzlichen »DCI-Cinema«-Modus, der den Kino-Farbraum beinahe komplett abdeckt. In diesem Modus wird aber auch die Helligkeit gegenüber dem normalen »Cinema«-Modus halbiert, weshalb das Zimmer gut abgedunkelt sein sollte. Eine adaptive Iris sorgt für mehr Kontrast – allerdings ist ihre Arbeit gerade bei leisen Szenen ein wenig hörbar.

Ein weiterer Ultrakurzdistanz-Beamer ist der EH LS500 von Epson. Er kann also direkt vor seiner Leinwand stehen, projiziert dabei aber trotzdem ein Bild, das größer ist als das der meisten Fernseher: Mit 75 Zentimetern Abstand erreicht er zwei Meter Bildbreite. HDR und 4K werden unterstützt – wenn auch bei Letzterem nur annähernd dank e-Shift. Seine helle Laser-Lichtquelle sorgt für tolle Bilder. Unsere gemessene Farbtemperatur liegt bei 6800 Kelvin und damit ein wenig über den erwünschten 6500 Kelvin, im Wohnzimmer kann man das aber verkraften. Im Übrigen sind auch zwei Lautsprecher eingebaut – für wirklichen Filmgenuss sollte man sich aber lieber einer externen Quelle behelfen.

Beamer für Public Viewing und Präsentationen

In Tagungsräumen oder sogar beim Public Viewing haben Beamer mit noch viel stärkeren Lichteinflüssen zu kämpfen als im hellen Wohnzimmer. Notwendig ist daher eine hohe Lichtausbeute, dafür muss man allerdings Einbußen bei Farbdarstellung und Kontrasten in Kauf nehmen. Gerade beim Public Viewing kommt es außerdem sehr auf die Auflösung an – im Büro ist das nicht ganz so wichtig.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
KompaktFürs Public-ViewingKompaktMal was anderes
Test: Benq Th585Test: Acer H6518stiTest besten Beamer: Epson EB-U05Test  besten Beamer: LG Presto HU80KSW
Modell BenQ TH585 Acer H6518STi Epson EB-U05 LG Presto HU80KSW
Pro
  • Gute Bildqualität in allen Anwendungen
  • Auch für Filme geeignet
  • Helle Projektion auf kurzer Distanz
  • Tolle Optik mit geringen Verzerrungen
  • WLAN Dongle gehört zum Lieferumfang
  • Mobil einsetzbar
  • Enorme Lichtreserven
  • Lässt sich aufgrund seines Designs für Ultrakurz- und Normal-Distanzen einsetzen
  • 4K- und HDR kompatibel
Contra
  • Geringer Zoom
  • Für Filme kaum geeignet
  • Keine dedizierte Videoauflösung
  • Schlechter Schwarzwert
  • Für Filme nur bedingt geeignet
  • Kalibriert geringe Lichtausbeute
  • Wenig Kontrast
Bester Preis
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Kompakt: BenQ TH585

Kompakt

BenQ TH585

Der TH585 von BenQ ist zwar äußerst kompakt, sein Bild ist aber trotzdem sehr hell, selbst im Energiesparmodus haben wir noch Werte jenseits der 1.000-Lumen-Marke auf der Leinwand gemessen.

Das Einrichten des TH585 dauert nicht lange, der Zoom ist allerdings etwas knapp bemessen. Um die Neigung anzupassen, ist an der Vorderseite des Beamers ein kleines Rändelrad montiert. Wenn das nicht reicht, kann man auch auf die höhenverstellbaren Hinterfüße des Beamers zurückgreifen.

Auf der Rückseite des Beamers findet man, neben den obligatorischen HDMI-Eingängen, auch Anschlussmöglichkeiten für analoge Quellen. Selbst ein VGA-Ausgang, mit dem Signale an ein weiteres Ausgabegerät weitergegeben werden können, ist verbaut. Auch beim Ton ist ein separates Einspeisen und Abnehmen möglich.

 Beamer Test: Benq Th585 Living Room
Das Bild des BenQ im Living-Room-Modus.

Mit einer Lichtausbeute von 3.500 ANSI Lumen spielt der BenQ in puncto Helligkeit ganz oben mit. Beim ersten Einschalten beträgt die Farbtemperatur des Beamers circa 7.000 Kelvin, womit er nur leicht von den 6.500 Kelvin abweicht, die gefordert sind. Was die Abstimmung angeht, ist er seinem Vorgänger jedenfalls deutlich überlegen.

 Beamer Test: Benq Th585 Cinema
Im »Cinema«-Modus, bei eingeschaltetem Energiesparmodus, wird das Beamer-Bild wärmer, der HDTV-Farbraum wird nahezu perfekt abgedeckt.

Waschechte Kino-Qualitäten beweist der BenQ bei aktiviertem »Cinema-« und »Energiespar«-Modus. Dann nämlich sinkt die Farbtemperatur auf unter 6.500 Kelvin und der HDTV-Normfarbraum wird ideal abgedeckt.

Fürs Public-Viewing: Acer H6518STi

Fürs Public-Viewing

Acer H6518STi

Der H6518STi von Acer ist eine Mischung aus Kurzdistanz-Beamern und solchen, die zwei oder drei Meter Abstand zur Leinwand brauchen. Etwa ein Meter Abstand sollte im Idealfall zwischen Beamer und Leinwand sei, womit er ideal für den Wohnzimmertisch geeignet ist.

Dass es sich beim Acer um einen außergewöhnlichen Beamer handelt, sieht man ihm sofort an, denn anstelle der üblichen Stellräder für Fokus und Zoom gibt es hier nur ein Rädchen zum Einstellen des Fokus. Eine Zoom-Funktion wäre angesichts der aufwändigen optischen Konstruktion schlicht zu teuer gewesen. Der Nachteil: Der Beamer ist also auf eine Bilddiagonale festgelegt.

Ist der Acer erst einmal richtig positioniert, überzeugt er auf Anhieb mit einem sehr hellen Bild. Daran hat jedoch auch der ab Werk eingestellte Präsentationsmodus großen Anteil, schließlich will man den Meeting-Raum für die Präsentation nicht extra abdunkeln müssen.

 Beamer Test: Acer H6518sti Präsentation
Im Präsentationsmodus werden die beiden Farben Blau und Grün stark bevorzugt.

Für die Farbdarstellung ist der Präsentationsmodus allerdings nicht ideal. Wer einen Rasen in sattem Grün sehen will, der sollte deshalb in den Filmmodus wechseln. Seine Stärken liegen jedoch eindeutig in der hellen Darstellung.

 Beamer Test: Acer H6518sti Film
Im Filmmodus ist die Farbtemperatur ein wenig niedriger.

Wer auf der Suche nach einem Beamer ist, der vor allem fürs Public-Viewing und Präsentationen gut geeignet ist, der hat mit dem H6518STi von Acer das ideale Modell gefunden. Für Filme ist es allerdings weniger gut zu gebrauchen, da gibt es deutlich geeignetere Kandidaten.

Kompakt: Epson EB-U05

Kompakt

Epson EB-U05

Test besten Beamer: Epson EB-U05
Der EB-U05 von Epson ist sehr gut mobil einzusetzen.

Der Epson EB-U05 ist kompakt und bietet eine gute Leuchtkraft. Er wurde vor allem für Außendienstler und kleine Unternehmen entwickelt. Im Kino-Modus und mit einer Lampe im Eco-Betrieb gibt er immer noch 1500 Lumen ab, obwohl hier schon richtig farboptimiert wird. Nur beim Schwarzwert muss man Kompromisse eingehen, er liegt hier bei über fünf Lumen.

Im Präsentationsmodus bekommt man den Grünstich gerade so mit der Farbabstimmung weg, dafür ist er richtig hell und könnte auch im Garten oder auf der Terrasse etwa zu Fußballmeisterschaften genutzt werden. Hier benötigt man nicht einmal unbedingt eine weiße Fläche, denn man kann die Farbe der Projektionsfläche zu einem bestimmten Grad anpassen.

Die Trapezkorrektur gelingt beim Epson EB-U05 sehr einfach mit einem Schieber hinter den Zoom- und Fokusringen. Eine akkurate Farbwiedergabe ist hier zwar eine Herausforderung, aber das Gerät ist mobil und richtig schön hell – für Präsentationen und Public Viewing also genau das Richtige!

Mal was anderes: LG Presto HU80KSW

Der LG Presto HU80KSW ist ein Beamer der anderen Art: Seine Bauweise ist hochkant, er kann längs an der Decke oder stehend vor der Leinwand platziert werden. Dabei wirft er ein recht ordentliches Bild an die Wand. Mit seiner interpolierten 4K-Auflösung und der Laser-Lichtquelle muss man wohl niemals sein Lämpchen wechseln. Zu hell darf es aber nicht sein, denn Lichtausbeute und Kontrast sind eher gering.

Mittels Klappspiegel vor der Optik kann man aus vielen verschiedenen Positionen ein gutes Bild an die Wand werfen. Der praktische Tragebügel dient gleichzeitig als Stütze und lässt das Gerät auch in Schräglage arbeiten.

Der LG Presto HU80 besitzt eine tolle Automatik, die das Bild schon nach wenigen Sekunden in die richtige Form einrasten lässt. Durch Lagesensoren, die erkennen, wie der Beamer steht, ist das möglich. In Kombination mit der eingestellten Spiegelposition wird errechnet, wo sich die gewünschte Projektionsfläche befindet. Man kann danach auch per Hand noch nachjustieren um Schärfe und Spiegel richtig einzustellen.

Das Bild ist leider sehr blaustichig, die Farbtemperatur liegt bei 10.000 Kelvin. Mittels WebOS kann man aber in den Einstellungen entgegenwirken. Das übersichtliche Menü ist allerdings eher als Media-Player ausgelegt als dass man den Beamer akkurat damit einstellen kann. Dieses Problem haben aber alle Beamer, die mehr auf Präsentationen und Public Viewing ausgelegt sind, wie es auch hier der Fall ist.

Insgesamt bekommt man hier einen Beamer, der einfach einzurichten, flexibel aufstellbar und sehr mobil ist.

Was gibt es sonst noch?

Der Laser-Projector MI 150 ist ein Ultrakurzdistanz-Beamer, der klassischen Fernsehern Konkurrenz machen soll. Daher bezeichnet man solche Beamer oft auch als Laser-TV. Etwas ernüchtert waren wir vom Bild-Einstellungsmenü. Hier findet man lediglich sechs Presets sowie den Benutzer-Modus. Voreingestellt war der Bildmodus »Film«, bei dem die Farbtemperatur nach Augenmaß ziemlich nah an den erwünschten 6500 Kelvin lag. In diesem Modus wird der Normfarbraum auch bereits ziemlich gut abgedeckt. Auch über HDR-Unterstützung darf man sich freuen: Beim Eingang des entsprechenden Signals erscheint gleich das passende Preset »HDR«. Dann werden alle Parameter angepasst – erfreulicherweise konnten wir daraufhin einen etwas erweiterten Farbraum feststellen.

Ein Highlight des BenQ TK800 ist der Sport-Modus, den man auch von anderen Beamern des gleichen Herstellers kennt. Dank der sehr ordentlichen Lautsprecher ist man nicht zwingend auf externe Unterstützung angewiesen – möglich ist es aber natürlich. Für Fußballfans eignet sich der spezielle Fußballmodus, der Ton und Bild auf das passende Sportereignis optimiert, aber auch Bewegungs- und Farbdarstellung. Außerdem kann der Kommentar gegenüber den Außengeräuschen im Stadion angehoben werden. Toll fürs Public Viewing!

Groß und hell ist der Optoma HZ40UST. Vor allem seine hervorragenden Kontrastwerte stechen heraus, aber auch die Laser-Lichtquelle kann sich sehen lassen. Etwas Abstriche muss man bei der Farbdarstellung machen, die könnte noch ein wenig akkurater sein. Das ist aber nicht so schlimm – wichtig sind saubere Bewegungsdarstellung sowie leichte Installation, und das gelingt dem Optoma jeweils gut. In Kombination mit einem fairen Preis trifft man hier keine schlechte Wahl.

Der PX747-4K von Viewsonic ist eng mit dem PX727 4K verwandt. Während Letzterer vor allem für Filme gut geeignet ist, hat man beim PX747-4K den Fokus vor allem auf eine Sache gelegt: Helligkeit. Und die hat der Beamer – und das zu einem vergleichsweise günstigen Preis.

Was Sie über Beamer wissen sollten

Der UHD-Standard ist zwar bei TV-Geräten und in der Filmindustrie schon in Sicht, allerdings könnte das bei Beamern noch etwas dauern, da solche Geräte noch sehr teuer sind. UHD ermöglicht eine höhere Auflösung, mehr Kontrast und einen enorm großen Farbraum.

Ein erhöhter Kontrastumfang ist für Beamer keine leichte Aufgabe: mehr Helligkeit bei einem gleichbleibenden Schwarzwert zu liefern ist bei Projektoren eine echte Herausforderung. Der erhöhte Farbraum ist hingegen besser machbar. Allerdings sind hier eher Heimkino-Beamer gemeint, da sie keine hohe Lichtausbeute benötigen, denn beim Heimkino wird vorrangig in abgedunkelten Räumen geschaut.

Beamer für Public Viewing, Präsentationen oder fürs Wohnzimmer bekommen bei einer erhöhten Helligkeit Abstriche, da die Farben dann etwas verfälscht werden.

Noch ein kurzer Technik-Ausflug: Bei LCD-Beamern wird die Lichtmenge durch einen LCD-Chip gesteuert, bei DLP-Geräten hingegen wird das Licht der Lampe durch Klappspiegel auf einem Chip reflektiert. Dadurch kann bei DLP-Projektoren ein Regenbogen-Effekt auftreten, der bei LCD nicht passiert.

Die Lichtquelle ist hier aber die gleiche – nämlich eine UHP-Lampe. Die wird ganz schön heiß und muss deshalb stets gekühlt werden, früher oder später muss man sie auch mal austauschen. Doch keine Sorge, ein paar tausend Stunden hält sie durch. Eine Ersatzlampe kostet dann zwischen 100 und 400 Euro. Das Gerät im Eco-Modus laufen zu lassen ist hier eine gute Idee, da man die Lebensdauer der Lampe verlängert und der Beamer-Lüfter leiser arbeitet.

Alternativen dazu stellen vor allem Laser-Geräte dar: Sie sind effizienter und halten länger durch. Natürlich kosten sie auch etwas mehr. Allerdings kann sich das auf Dauer durchaus rechnen, weil man seltener Ersatzteile kaufen muss.

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