40-Zoll-Fernseher Test: Panasonic Gxw904 Preise Termin

40- bis 50-Zoll-Fernseher im Vergleich : Für das kleine Wohnzimmer

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Veröffentlicht 16.03.2020

Selbst in kleineren Größenordnungen findet man heutzutage bildstarke Fernseher. Wer nicht so viel Platz hat, kann also trotzdem ein gutes Fernseherlebnis genießen. Auch auf ausgefeilte Extras muss nicht verzichtet werden.

Boris Hofferbert
Boris Hofferbert
schreibt als freier Redakteur unter anderem für digitalPhoto, Tech.de und PC Welt und betreibt das Hilfe-Portal Tutonaut. Er testet am liebsten Tablets, eBook-Reader und Fernseher.

Gerade falls nicht genug Platz vorhanden ist oder man knapper bei Kasse ist, so sind die kleineren 40 bis 50-Zoll-Fernseher (101-127 cm Bildschirmdiagonale) eine gute Option. Für ein überzeugendes Bild sind schließlich nicht unbedingt große TV-Geräte notwendig. Deshalb hat man auch in der kleineren Größenordnung reichlich Auswahl.

Wir haben insgesamt 16 40- bis 50-Zoll-Fernseher verglichen, von denen momentan noch 8 verfügbar sind. Fast alle betrachteten Modelle lösen übrigens in UHD beziehungsweise 4K auf. Der Unterschied zum geringer auflösenden FullHD-Format fällt zwar auf den kleineren Bildschirmen weniger auf, dafür behelfen sich die Hersteller anderer Methoden, um ein beeindruckendes Bild zu liefern.

Die modernen Bildprozessoren in Verbindung mit HDR-Formaten sorgen für dynamische, kontrastreiche Bilder. Ein Vorteil gegenüber größeren Modellen zeigt sich beim Upscaling. Dabei tun sich kleinere Geräte normalerweise leichter und es kommt zu weniger Störungen.

Vielseitig und detailliert: Panasonic GXW904

Vielseitig und detailliert

Panasonic GXW904

In verschiedensten Größen ist der Panasonic GXW904 erhältlich. Neben den 55- und 65-Zoll-Ausführungen kann man ihn auch mit 43 oder 49 Zoll Bildschirmdiagonale erwerben. In den technischen Details unterscheiden sich die Varianten aber nicht. Im Querschnitt aus Bild, Bedienung und Performance weiß der GXW904 insgesamt zu überzeugen.

Wenig zu wünschen übrig lässt Panasonic bei der Ausstattung. Parallele Aufnahme von TV-Programm ist dank den zwei Tunern kein Problem. Der GXW904 besticht zudem durch das TV-IP-Protokoll, mit dem sich Fernsehen auf anderen Geräten im gleichen Netzwerk kabellos realisieren lässt. Wer per Satellit empfängt, kann sich über ein weiteres besonderes Feature freuen: Mit der HbbTV Operator App können viele Programme als hochauflösende HD+-Programme genossen werden. Dies ist im ersten halben Jahr kostenlos. Kabelkunden benötigen dafür eine Smartcard. Darüber hinaus stehen drei HDMI-2.0-Anschlüsse, drei USB-Anschlüsse (davon einer mit USB-3.0-Standard) und ein Composite-Video-Eingang zur Verfügung.

Vor allem beweist der GXW904 aber, dass auch kleinere Fernseher in Sachen Bildqualität mit ihren größeren Widersachern mithalten können. Der Bildprozessor Studio Colour HCX macht einen außerordentlich guten Job und sorgt für natürliche Farben mit guten Kontrasten. Upscaling von SD-Inhalten auf 4K wird ebenso zuverlässig erledigt. Lediglich bei dunkleren Szenen fällt auf, dass gewisse Details nicht optimal dargestellt werden können.

Wichtig ist außerdem die volle HDR-Unterstützung. Neben den Standardformaten HDR10 und HLG werden sowohl HDR10+ als auch Dolby Vision beherrscht, womit Material von Streamingdiensten oder Blu-rays sehr gut wiedergegeben wird. Die Qualität kommt zwar logischerweise nicht an OLED-Fernseher heran, ist aber für ein LCD-TV absolut überzeugend. Typischerweise für 40- bis 50-Zoll-Fernseher müssen beim Sound Defizite akzeptiert werden. Wer sich mit dem flachen Klang nicht zufriedengeben möchte, der sollte sich Gedanken über ein Surround-System oder eine Soundbar machen.

Als sehr durchdacht erweist sich das Betriebssystem MyHomeScreen 4.0. Die Bedienung geht äußerst leicht und intuitiv von der Hand, da etwa Bildeinstellungen oder Lieblingsapps schnell über die Fernbedienung erreichbar sind. Die bedeutendsten Sprachassistenten Amazon Alexa und Google Assistant sind ebenso verfügbar. Kleine Abstriche müssen beim Angebot der Apps gemacht werden, weil unter anderem Twitch oder Sky Q nicht vorhanden sind.

In der Breite erweist sich der GXW904 als sehr guter Fernseher. Bild und Bedienung sind ausgezeichnet, dazu wurden sinnvolle Extras wie die TV-IP-Funktion ergänzt. Schwächen im Sound und in der App-Auswahl sind so zu verschmerzen. Allerdings ist der GXW904 doch etwas kostspieliger als seine Konkurrenz.

Der Alleskönner: Philips PUS7304

Der Alleskönner

Philips PUS7304

Test 40-Zoll-Fernseher: Phillips PUS7304
"The One" ist ein toller Allrounder mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

»The One« – so bezeichnet Philips seine Reihe PUS7304. In Wirklichkeit gibt es nicht nur einen, denn zwischen 43 und 75 Zoll ist er in den verschiedensten Größen zu kaufen.

Punkten kann der PUS7304 zunächst mit der Unterstützung aller gängigen HDR-Formate inklusive HDR10+ und Dolby Vision. Der Bildprozessor P5 weist dagegen leichte Schwächen auf. Schnelle Szenen sowie kontrastreiche Bilder fallen ihm schwerer, ebenso ist die Ausleuchtung in dunklen Szenen zu bemängeln. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Bild insgesamt ausgewogen erscheint und mit guter Farbdarstellung beeindruckt.

In diesem Zusammenhang spielt Philips auch wieder seinen Joker »Ambilight« aus. Ambilight lässt den Bildhintergrund im Licht des aktuellen Bildes erscheinen, was optisch einiges hermacht. Außerdem fallen damit gewisse Unzulänglichkeiten bei Kontrast und Helligkeit deutlich weniger auf.

Verbessert zeigt sich das Betriebssystem Android TV, das sein Image der schwierigeren Bedienbarkeit langsam abzulegen scheint. Menüführung und Einstellungen sind zwar noch nicht auf dem Standard von etwa MyHomeScreen, nähern sich aber an. Erstklassig ist bei Android TV hingegen das Angebot der Apps.

Für einen fairen Preis ist der PUS7304 durchaus zu empfehlen. Mit Ambilight hat man der Konkurrenz etwas voraus und auch sonst halten sich die Schwächen von »Dem Einen« in Grenzen.

Mit QLED: Samsung Q60R

Mit QLED

Samsung Q60R

Test 40-Zoll-Fernseher: Samsung Q60R
Hell und farbenfroh dank QLED-Technologie präsentiert sich der Samsung Q60R.

Keine Preise gefunden.

Die Samsung-typische QLED-Technologie zeichnet auch den Q60R aus. Dabei werden LCD-Bildschirme um sogenannte Quantumpunkte ergänzt, die für besonders brillante Farben und Helligkeit sorgen sollen. Mit 43 Zoll Bildschirmdiagonale ist der Q60R der kleinste und gleichzeitig auch günstigste QLED-Fernseher.

Die QLED-Versprechen in Bezug auf Farbe und Helligkeit hat Samsung einmal mehr eingehalten. Man setzt auf Edge-Hintergrundbeleuchtung – Local Dimming gibt es allerdings erst beim Q70R. Dennoch kommt ein insgesamt gutes Bild zustande. Ein kleines Manko ist der Verzicht auf die Unterstützung des HDR-Formats Dolby Vision sowie das Fehlen von variablen Bildwiederholraten, die erst in größeren Modellen integriert ist. Das könnte gerade für Gamer problematisch werden.

Gelungen ist das Betriebssystem Tizen: Hier fällt die moderne und leicht handzuhabende Menüführung auf, aber besonders die App-Auswahl überzeugt. Unterstützt wird inzwischen auch Apple TV+ und AirPlay 2.

Auch der Q60R kann somit die Vorzüge von QLED und ein ansprechendes Betriebssystem mit einer Vielzahl von Apps bieten. Gerade Gamer oder Fans von Dolby Vision werden aber vermutlich nicht ganz glücklich.

Preiswunder: Xiaomi Mi TV 4S

Preiswunder

Xiaomi Mi TV 4S

Ein echtes Schnäppchen kann man mit dem Xiaomi Mi TV 4S machen. Die 43-Zoll-Variante ist doch erheblich günstiger als die Konkurrenz in vergleichbarer Größenordnung. Dafür müssen logischerweise gewisse Abstriche in anderen Bereichen gemacht werden.

Bildtechnisch macht der Mi TV 4S aber erst einmal keine so schlechte Figur. UHD-Content und Spiele werden mit einem soliden Bild und natürlichen Farben dargestellt. Mit Helligkeit kann Xiaomi zwar nicht bestechen, aber sie ist doch meist absolut ausreichend. Bei der Blickwinkelstabilität werden Schwächen erkennbar. Wer also zu schräg vor dem Bildschirm sitzt, genießt kein allzu gutes Bild mehr.

Auch die Benutzerfreundlichkeit der Bedienung lässt zu wünschen übrig. Wer klassisch fernsehen möchte, muss sich mit der chaotischen Sortierung der Senderliste auseinandersetzen. Die Nutzung des Betriebssystems Android TV geht deutlicher langsamer von der Hand als bei teureren TV-Geräten, die auch auf Android TV setzen. Es kann aber auch nicht geleugnet werden, dass sich Android TV gegenüber früherer Jahre mittlerweile merklich verbessert hat.

Für Nutzer, die sich insbesondere auf Streaming und Gaming beschränken, ist die Anschaffung eines Xiaomi Mi TV 4S mit seinem unschlagbaren Preis durchaus eine Überlegung wert. Auch als Zweitfernseher bietet er sich an.

Was gibt es sonst noch?

Wer eine ältere Alternative aus dem Hause Panasonic sucht, kann sich den TX-FXW724 anschauen. Im vergangenen Jahr war er noch absolut empfehlenswert aufgrund seiner Kombination als hervorragenden Bildeigenschaften, einer durchdachten Menüführung und sinnvollen Extras. Zu einem guten Preis stellt der TX-FXW724 immer noch eine Alternative dar.

Der Vorgänger vom Philips PUS7304 ist der PUS 7303. Hier müssen allerdings einige Defizite toleriert werden. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger fehlt etwa der HDR-Standard Dolby Vision. Außerdem müssen Nutzer hier mit dem für manchen unliebsamen Betriebssystem Android TV klarkommen. Immerhin beeindruckt der PUS7303 mit dem Philips-typischen Ambilight.

Auch Sony ist noch auf dem Markt der Mittelklasse-Fernseher aktiv. Die Stärken des KD-43XF8096 liegen vor allem in der Helligkeit und der Farbdarstellung. Hier muss er sich nicht vor der Konkurrenz verstecken. Wie auch sonst müssen sich Nutzer von Sony hier mit Android TV auseinandersetzen. Wer damit zurecht kommt, für den ist der KD-43XF8096 durchaus interessant.

Ein Modell ohne 4K-Auflösung hat Sony außerdem mit dem KDL 40WE665 auf den Markt gebracht. Als FullHD-TV unterstützt er dennoch HDR-Standards, was ihn fraglos besonders macht. In Bezug auf Bildeigenschaften lässt sich nicht allzu viel mäkeln, auch die wichtigen Smart-TV-Features wie etwa USB-Recording oder Time-Shift sind an Bord. Wem also ein FullHD-Gerät ausreicht, der macht gerade durch den geringen Preis mit dem KDL 40WE665 nichts falsch.

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