40-Zoll-Fernseher Test: Panasonic Gxw904 Preise Termin

40- bis 50-Zoll-Fernseher im Vergleich : Für das kleine Wohnzimmer

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Update 16.10.2020

Selbst in kleineren Größenordnungen findet man heutzutage bildstarke Fernseher. Wer nicht so viel Platz hat, kann also trotzdem ein gutes Fernseherlebnis genießen. Auch auf ausgefeilte Extras muss nicht verzichtet werden.

Update 16. Oktober 2020

Wir haben uns weitere Fernseher von 40 bis 50 Zoll angesehen. Empfehlen können wir den Panasonic HXW944, den LG 48CX9 und den Samsung TU8079.

Boris Hofferbert
Boris Hofferbert
schreibt als freier Redakteur unter anderem für digitalPhoto, Tech.de und PC Welt und betreibt das Hilfe-Portal Tutonaut. Er testet am liebsten Tablets, eBook-Reader und Fernseher.

Gerade falls nicht genug Platz vorhanden ist oder man knapper bei Kasse ist, so sind die kleineren 40 bis 50-Zoll-Fernseher (101-127 cm Bildschirmdiagonale) eine gute Option. Für ein überzeugendes Bild sind schließlich nicht unbedingt große TV-Geräte notwendig. Deshalb hat man auch in der kleineren Größenordnung reichlich Auswahl.

Wir haben insgesamt 19 40- bis 50-Zoll-Fernseher verglichen, von denen momentan noch 8 verfügbar sind. Fast alle betrachteten Modelle lösen übrigens in UHD beziehungsweise 4K auf. Der Unterschied zum geringer auflösenden FullHD-Format fällt zwar auf den kleineren Bildschirmen weniger auf, dafür behelfen sich die Hersteller anderer Methoden, um ein beeindruckendes Bild zu liefern.

Die modernen Bildprozessoren in Verbindung mit HDR-Formaten sorgen für dynamische, kontrastreiche Bilder. Ein Vorteil gegenüber größeren Modellen zeigt sich beim Upscaling. Dabei tun sich kleinere Geräte normalerweise leichter und es kommt zu weniger Störungen.

Tolles Bild: Panasonic HXW944

Tolles Bild

Panasonic HXW944

Test: Panasonic Hxw944
Mit toller Bildtechnik und durchdachter Bedienung ist der HXW944 unsere Top-Empfehlung.

Der Panasonic HXW944 hat ein dezentes, mattschwarzes Gehäuse. Die Standfüße aus Metall können entweder in der Mitte des Gehäuses oder seitlich angebracht werden. Es stehen jeweils zwei Tuner für Kabel-, Satellit- und DVB-T-Empfang zur Verfügung. So kann eine weitere Sendung auf einem USB-Speichermedium aufgenommen werden. Mittels integriertem TV>IP-Server kann der TV-Empfang auf alle anderen Fernseher oder Tablets im Haushalt verteilen. Mit einer TV-tauglichen Fritzbox im Netzwerk kann der Fernseher auch über WLAN empfangen.

Über vier HDMI-Eingänge lassen sich externe Geräte anschließen, allerdings unterstützt der Fernseher bis auf den Auto Low Latency Mode (ALLM) keine Funktionen der HDMI-2.1-Spezifikation. Der HXW944 deaktiviert selbstständig alle Bildverbesserungen, wenn eine kompatible Konsole angeschlossen ist, da es sonst beim Gaming zu Verzögerungen kommen kann.

Überzeugend ist vor allem das tolle Bild, was nicht zuletzt daran liegt, dass der HCX Pro Intelligent Bildprozessor ebenfalls in den teuren OLED-Modellen verwendet wird. HD- und SD-Material wird auf 4K-UDH-Auflösung hochskaliert und das Bild liefert in allen Auflösungen eine natürliche Farbdarstellung und ausgezeichnete Kontraste. Alle wesentlichen HDR-Standards, sowie HDR10+ und Dolby Vision werden unterstützt. Auch der Sound ist für ein Flachbild-TV ausgesprochen rund. Kinofans sollten dennoch in eine externe Soundbar oder einen AV-Receiver investieren.

Die Menüführung des Betriebssystems My HomeScreen ist durchdacht, Einstellungen und Anpassungen an individuelle Bedürfnisse lassen sich einfach durchführen. Die Schwachstelle ist die App-Auswahl: Hier fehlen beispielsweise Apple TV+ und Disney+, sodass man hierfür auf eine externe Streaming-Box ausweichen muss. Wer mit dem HXW944 über Satellit HD-Sender empfangen möchte, braucht keine zusätzliche Hardware: Die HD-Plattform HD+ bietet Panasonic als App.

Leider ist der Panasonic HXW944 nicht sonderlich gaming-tauglich: Die für kommende Konsolen wichtigen Funktionen wie variable Bildrate, und 4K-UHD-Wiedergabe mit 120 Hertz werden nicht unterstützt. Außerdem hätte eine Sprachsteuerung ein wenig mehr Komfort gebracht. Diese wird zwar unterstützt, man benötigt allerdings einen externen Lautsprecher.

OLED auf kleinem Raum: LG 48CX9

Der LG 48CX9 bietet OLED mit kleiner Bilddiagonale – solche Ausstattung ist man sonst nur von größeren Modellen gewohnt. Der Alpha-9-Bildprozessor sorgt für eine sehr gute Bilddarstellung, HD- und SD-Inhalte werden auf UHD hochskaliert. Das perfekte Schwarz des OLED plus die gute Helligkeit des Panels hebt das Bild des CX9 noch über das des TVs von Panasonic.

Alle wichtigen Funktionen des HDMI-2.1-Standards werden unterstützt. Gerade für Gamer eignet sich dieses Modell besonders gut, da auch 120 FPS-Gaming in 4K-UHD-Auflösung und VRR mit Freesync und Nvidia G-Sync am Start sind. Des Weiteren beherrscht der OLED-TV von LG auch Dolby Vision IQ und den Filmmaker-Mode.

Das alles hat aber auch seinen Preis, sodass der LG 48CX9 deutlich teurer ist als die LCD-Alternativen.

Der Alleskönner: Philips PUS7304

Der Alleskönner

Philips PUS7304

Test 40-Zoll-Fernseher: Phillips PUS7304
"The One" ist ein toller Allrounder mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

»The One« – so bezeichnet Philips seine Reihe PUS7304. In Wirklichkeit gibt es nicht nur einen, denn zwischen 43 und 75 Zoll ist er in den verschiedensten Größen zu kaufen.

Punkten kann der PUS7304 zunächst mit der Unterstützung aller gängigen HDR-Formate inklusive HDR10+ und Dolby Vision. Der Bildprozessor P5 weist dagegen leichte Schwächen auf. Schnelle Szenen sowie kontrastreiche Bilder fallen ihm schwerer, ebenso ist die Ausleuchtung in dunklen Szenen zu bemängeln. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Bild insgesamt ausgewogen erscheint und mit guter Farbdarstellung beeindruckt.

In diesem Zusammenhang spielt Philips auch wieder seinen Joker »Ambilight« aus. Ambilight lässt den Bildhintergrund im Licht des aktuellen Bildes erscheinen, was optisch einiges hermacht. Außerdem fallen damit gewisse Unzulänglichkeiten bei Kontrast und Helligkeit deutlich weniger auf.

Verbessert zeigt sich das Betriebssystem Android TV, das sein Image der schwierigeren Bedienbarkeit langsam abzulegen scheint. Menüführung und Einstellungen sind zwar noch nicht auf dem Standard von etwa MyHomeScreen, nähern sich aber an. Erstklassig ist bei Android TV hingegen das Angebot der Apps.

Für einen fairen Preis ist der PUS7304 durchaus zu empfehlen. Mit Ambilight hat man der Konkurrenz etwas voraus und auch sonst halten sich die Schwächen von »Dem Einen« in Grenzen.

Preiswerte Alternative: Samsung TU8079

Preiswerte Alternative

Samsung TU8079

Der Samsung TU9079 bietet viel TV für einen kleinen Preis und beweist, dass Samsung neben den QLED-Modellen auch noch gute LCD-TVs produziert. Das Bild stellt Farben gut dar, kann aber bei schnellen Szenen und Helligkeit nicht ganz mit teureren Modellen mithalten. Auch Funktionen des HDMI-2.1. werden nicht unterstützt, was aber angesichts des Preises keine Überraschung ist.

Die Bedienung und die Funktionen des Smart-TVs liegen aber auf hohem Niveau: Das Betriebssystem Tizen ist leicht zu bedienen und bietet eine riesige App-Auswahl, da kann die Konkurrenz nicht mithalten. Des Weiteren bietet der TU9079 auch AirPlay 2, was in dieser Preiskategorie selten ist.

Wer also kein wirkliches High-End-Gerät benötigt und lieber etwas sparen möchte, ist beim Samsung TU8079 genau richtig.

Was gibt es sonst noch?

In der Breite erweist sich der Panasonic GXW904 als sehr guter Fernseher. Bild und Bedienung sind ausgezeichnet, dazu wurden sinnvolle Extras wie die TV-IP-Funktion ergänzt. Der Bildprozessor Studio Colour HCX macht einen außerordentlich guten Job und sorgt für natürliche Farben mit schönen Kontrasten. Upscaling von SD-Inhalten auf 4K wird ebenso zuverlässig erledigt. Schwächen im Sound und in der App-Auswahl sind so zu verschmerzen. Allerdings ist der GXW904 doch etwas kostspieliger als seine Konkurrenz.

Für Nutzer, die sich insbesondere auf Streaming und Gaming beschränken, ist die Anschaffung eines Xiaomi Mi TV 4S mit seinem unschlagbaren Preis durchaus eine Überlegung wert. UHD-Content und Spiele werden mit einem soliden Bild und natürlichen Farben dargestellt. Wer klassisch fernsehen möchte, muss sich mit der chaotischen Sortierung der Senderliste auseinandersetzen. Die Nutzung des Betriebssystems Android TV geht deutlich langsamer von der Hand als bei teureren TV-Geräten, die auch auf Android TV setzen.

Der Samsung Q60R kann die Vorzüge von QLED und ein ansprechendes Betriebssystem mit einer Vielzahl von Apps bieten. Ein kleines Manko ist der Verzicht auf die Unterstützung des HDR-Formats Dolby Vision sowie das Fehlen von variablen Bildwiederholraten, die erst in größeren Modellen integriert ist. Das könnte gerade für Gamer problematisch werden.

Der Vorgänger vom Philips PUS7304 ist der PUS 7303. Hier müssen allerdings einige Defizite toleriert werden. Im Gegensatz zu seinem Nachfolger fehlt etwa der HDR-Standard Dolby Vision. Außerdem müssen Nutzer hier mit dem für manchen unliebsamen Betriebssystem Android TV klarkommen. Immerhin beeindruckt der PUS7303 mit dem Philips-typischen Ambilight.

Ein Modell ohne 4K-Auflösung hat Sony außerdem mit dem KDL 40WE665 auf den Markt gebracht. Als FullHD-TV unterstützt er dennoch HDR-Standards, was ihn fraglos besonders macht. In Bezug auf Bildeigenschaften lässt sich nicht allzu viel mäkeln, auch die wichtigen Smart-TV-Funktionen wie etwa USB-Recording oder Time-Shift sind an Bord. Wem also ein FullHD-Gerät ausreicht, der macht gerade durch den geringen Preis mit dem KDL 40WE665 nichts falsch.

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