Smartwatch Test: 20191017

Smartwatches im Test : Mini-Computer am Handgelenk

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Update 29.03.2021

Ein Mini-Computer am Handgelenk klingt praktisch, die Uhrzeit kann er ganz nebenbei auch anzeigen. Wir sprechen von Smartwatches. Getestet haben wir davon 31 Modelle verschiedener Preisklassen.

Update 29. März 2021

Wir haben die Garmin Fenix 6 Pro getestet und können sie besonders Sportlern empfehlen.

8. Februar 2021

Wir haben neue Smartwatches getestet. Die Apple Watch Series 6, die Samsung Galaxy Watch 3 und die T-Rex von Amazfit sind neue Empfehlungen.

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Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Als Smartwatches vor wenigen Jahren neu auf den Markt kamen, klang das erstmal nach einem perfekten Gadget. Ganz so groß wie anfangs ist der Hype aber nicht mehr, die Uhren sind gar nicht so gefragt, wie man gedacht hätte. Dabei bieten sie ein breites Einsatzspektrum: telefonieren, Musik hören, Nachrichten lesen, den Weg gezeigt bekommen, die Fitness messen und die Herzfrequenz überwachen.

Getestet haben wir 31 aktuelle Modelle, die preislich zwischen 550 und 50 Euro lagen. Hierbei handelte es sich nur um Produkte, die für den vollen Funktionsumfang bzw. um in Betrieb genommen zu werden ein Android Smartphone oder ein iPhone brauchen.

Wir wollen aber gleich zu Beginn darauf hinweisen: Eine Smartwatch braucht keiner wirklich, sie mag aber für manche eine gute Ergänzung sein, wenn man etwa nicht andauernd auf sein Handy schauen möchte. Sie bleibt aber, was sie ist: Luxus für Technik-Fans.

Als Fitness-Tracker hat eine Smartwatch noch den größten Mehrwert, dafür gibt es aber auch etwas günstiger Fitness-Armbänder.

Für Apple-Fans: Apple Watch Series 6

Mit der Apple Watch Series 6 haben die Kalifornier die ausgereifteste aller Smartwatches im Programm. Die Bedienung lässt selbst für Laien kaum Fragen offen und auch der Funktionsumfang sucht seinesgleichen. Nur einen Haken hat die neue Apple-Watch: Um sie sinnvoll nutzen zu können, braucht man ein iPhone.

Für Apple-Fans

Apple Watch Series 6

Test Mini-Computer am Handgelenk: Apple Watch Series 6
Die neue Apple Watch Series 6 verfügt über eine riesige Ausstattung, hat eine EKG-Funktion, misst den Blutsauerstoff-Gehalt und besitzt ein tolles Display.

Zwar sind die Unterschiede im Vergleich zum Vorgängermodell recht gering, sinnvoll und nützlich sind sie trotzdem. Beginnen wir mit dem Äußeren: Beim Gehäuse kommen die üblichen Apple-Watch-Materialien zum Einsatz, als Kunde hat man die Wahl zwischen Titan, Aluminium, und Edelstahl. Noch größer ist die Auswahl an Armbändern: Von Leder bis Milanaise ist hier alles vertreten, was dem Handgelenk schmeichelt. Das hat – je nach Ausstattungsvariante – auch seinen Preis: Zwischen 400 und 1.500 Euro ist alles möglich.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Armband
Die sechste Generation der Apple Watch. Hier mit einem Gehäuse aus Aluminium und Solo Loop.

Unabhängig von der Wahl des Armbands gefällt auch das OLED-Retina-Display. Darauf kann man selbst kleinste Details noch scharf sehen und Farben werden sehr satt dargestellt. Daran ändert auch der Blickwinkeln nichts. Besonders das satte Schwarz hat uns gut gefallen. Während die 40-Millimeter-Variante mit 324 x 759 Bildpunkten auflöst, sind es bei der 44-Millimeter-Version 368 x 448.  Apple-Typisch reagiert der Touchscreen sehr präzise auf Wisch- und Touchgesten. 1.000 Nits sorgen dafür, dass man auch dann das Display noch gut ablesen kann, wenn die Sonne scheint.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Apps
Die Auswahl an Apps ist sehr groß.

Das Display der Apple-Uhr ist immer an. Das kostet zwar vergleichsweise mehr Akku, hat aber den Vorteil, dass Informationen wie Temperatur und Fitnesswerte stets gut abgelesen werden können. Um den Akku zu schonen, wird die Helligkeit nach unten korrigiert, sobald man den Arm nach unten sinken lässt.

Wer mit seiner Smartwatch auch gerne mal schwimmen geht, kann das mit der Apple-Watch tun. Ganz egal ob Freibad oder Meer, die Uhr hält es aus und ist zudem bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht. Zur Ausstattungsliste gehört natürlich auch ein Kompass, GPS, ein elektrischer sowie ein optischer Herzsensor, ein Blutsauerstoffsensor, ein Höhenmesser, ein Mikrofon, ein Lautsprecher und ein Beschleunigungssensor. Mit letzterem erkennt die Uhr selbst Stürze zuverlässig und kann sogar Hilfe holen, wenn man die GPS-Daten freigibt. Der Speicher der Uhr ist mit 32 Gigabyte recht üppig dimensioniert. Als Funk-Übertragungstechnologien stehen WLAN und Bluetooth zur Auswahl.

Mit der neuen Generation ist es nun zudem erstmals möglich, dass man bei der Analyse des eigenen Schlafverhaltens nicht mehr auf die Apps von Drittanbietern angewiesen ist, sondern auf Apples Health-App zurückgreifen kann. Mit der lassen sich nicht nur zahlreiche clevere Einstellungen treffen, sondern es wird natürlich auch ein Protokoll inklusive Analyse des eigenen Schlafes erstellt.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Sauerstoff
Der Blutsauerstoffgehalt lässt sich direkt ablesen, ist aber auch in der App zu finden.

Der Wert der Sauerstoffsättigung im Blut gibt das Verhältnis an, wie viel Hämoglobin mit Sauerstoff aufgeladen ist. Um den Wert Messen zu können, hat Apple seine Smartwatch mit jeweils vier Photodioden und LED-Clustern ausgerüstet. Die Technik dahinter funktioniert so: Rote, infrarote und grüne LEDs beleuchten die im Handgelenk liegenden Blutgefäße. Das von diesen reflektierte Licht wird den Photodioden der Apple Watch gemessen. Was dann folgt, ist pure Mathematik: Die Blutfarbe wird von Algorithmen berechnet und auf dieser Basis wiederum kann man dann auf die Sauerstoffsättigung des Blutes schließen.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Sensor
Der Sauerstoffkonzentration des Blutes wird mithilfe von Photodioden ermöglicht.

In unserem Test klappten solche Messungen gut, die von uns ermittelten Ergebnisse lagen zwischen 100 und 94 Prozent, was recht realistisch sein dürfte. Wie genau das Verfahren aber letztlich ist und wie gut es bei schlechteren Rahmenbedingungen noch zuverlässig funktioniert (bei Kälte sind die Durchblutungseigenschaften beispielsweise anders), kann man noch nicht mit Sicherheit sagen. Auch Apple weißt darauf hin, dass die ermittelten Werte nicht zur Selbstdiagnose genutzt werden dürfen.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Elg Messung
Laut EKG besteht hier kein Verdacht auf Vorhofflimmern.

Auch die sechste Generation der Apple Watch ist in der Lage, den Puls zuverlässig zu messen und ein entsprechendes Elektrokardiogramm anzufertigen. Für maximale Genauigkeit beim Puls-Messen hat Apple vier Laserdioden verbaut. Weicht der Ruhepuls von den individuell definierten Schwellenwerten ab, meldet das die Uhr ihrem Träger.

Auch die zum Erstellen eines EKG notwendigen Elektronen hat Apple der Uhr spendiert. Beim Tragen am Handgelenk kommt es zum Schluss des Stromkreises, nach 30 Sekunden kann man dann sein EKG in Augenschein nehmen. Das funktioniert so präzise, dass die Kalifornier in Europa dafür sogar eine EKG-Zulassung bekommen haben. Wer will, kann das EKG als PDF speichern und direkt seinem Arzt mailen.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Ekg
Das Ergebnis der EKG-Messung kann man im PDF-Format abspeichern.

Im Inneren der Series 6 werkelt der S6, ein Doppelkern-Prozessor, der dafür sorgt, dass watchOS7 flüssig läuft. Wartezeiten gibt es praktisch nicht.

Typisch für Apple-Smartwatches ist die große Auswahl an Apps und Zifferblättern. Für zusätzlichen Bedienkomfort sorgen Kurzbefehle. Auf der Uhr kann man sich E-Mails und andere Textnachrichten anzeigen lassen, längere Texte sollte man aber dann doch lieber auf einem größeren Display lesen – den Augen zuliebe.

Um Nachrichten auch direkt mit der Uhr beantworten zu können, kann man Siri benutzen, oder Buchstaben auf das Display malen. Für längere Antworten wird man jedoch gerne auf das Smartphone wechseln, denn das Malen jedes Buchstabens ist doch recht umständlich.

 Smartwatch Test: Smartwatch Test Oktober2020 Apple Watch6 Watchfaces
Die Auswahl an Watchfaces ist extrem groß.

Aus den Pulsdaten berechnet die schlaue Uhr die maximale Sauerstoffmenge, die der Körper aufnehmen kann. Bergsteiger werden sich über den integrierten Höhenmesser freuen. Andere sportliche Aktivitäten erkennt die Uhr natürlich auch. Radler, Jogger und Fußgänger können ihre Tour auch mithilfe des GPS-Sensors aufzeichnen lassen. Besonders gut hat uns die ansprechende Darstellung sämtlicher Werte im Test gefallen.

Für einen Aufpreis von etwa 100 Euro gibt es die Uhr mit eingebautem Cellular-Modul. Damit kann man dann ohne Umweg über das Smartphone online gehen. Ob man das braucht, muss allerdings jeder für sich selbst entscheiden. Man sollte dabei aber im Hinterkopf behalten, dass zusätzliche Kosten in Form eines extra Mobilfunkvertrags anfallen.

Natürlich haben wir auch einen Kritikpunkt an der Uhr: die Akkulaufzeit. Im Test hat die Apple Watch nämlich nur höchstens 24 Stunden durchgehalten, wird häufig GPS benötigt, schmilzt die Akkulaufzeit noch einmal deutlich zusammen. Noch verheerender ist es allerdings, wenn man damit telefoniert. Wem der iPhone-Akku am Ende des Tages schon knapp wird, der wird die Series 6 am Nachmittag wieder aufladen müssen.

Gelungene Android-Alternative: Samsung Galaxy Watch 3

Gelungene Android-Alternative

Samsung Galaxy Watch 3

Test: Samsung Galaxy Watch 3
Die Samsung Galaxy Watch 3 hat beim Funktionsumfang zugelegt, sie misst jetzt auch den Blutsauerstoffgehalt. Der Bedienkomfort bleibt durch die drehbare Lünette extrem hoch.

Mit der Galaxy Watch 3 macht Samsung mächtig Druck auf Apple. Mit der Uhr kann man den Blutsauerstoffgehalt und den Blutdruck messen, und selbst eine EKG-Funktion haben die Koreaner dem Modell spendiert. Aktuell gibt es hier jedoch Probleme mit dem deutschen Gesetz, damit erstellte Elektrokardiogramme werden deshalb erst in einem Jahr möglich sein. Ebenso in der Pipeline befinden sich Samsung Pay und ein Blutdruck-Update.

 Smartwatch Test: Smartwatcg Test Dezember2020 Samsung Galaxy Watch3
Stilvoll und sportlich: Die Samsung ist beides.

Die 50 Gramm schwere Uhr trägt sich recht angenehm. Ebenso angenehm ist der Blick aufs Display, denn der AMOLED-Bildschirm löst bei einer Bildschirmdiagonalen von 1,4 Zoll mit 360 x 360 Bildpunkten auf. In der 1,4-Zoll-Klasse stehen auch Titan-Gehäuse zur Verfügung, die etwas kleineren 1,2-Zoll-Watches gibt es hingegen nur in Edelstahl, Mystic Black, Mystic Bronze und Mystic Silver.

Der Bedienkomfort ist – wie schon beim Vorgängermodell – sehr hoch. Daran haben zwar auch die haptischen Bedienelemente in Form der drehbaren Lünette und der seitlich angebrachten Druckknöpfe ihren Anteil, es ist aber vor allem der gelungene Touchscreen mit seiner hohen Leuchtkraft sowie die strukturierte Menüführung, die uns im Test gut gefallen hat. Auch das Angebot an Apps für die Watch 3 ist üppig, kann aber mit der Apple-Konkurrenz nicht ganz mithalten.

Wer seine Smartwatch auch beim Schwimmen nicht abnehmen will, kann beruhigt sein: Bis zu einer Tiefe von 50 Metern kann man damit sogar tauchen. Im Inneren der Uhr werkelt ein Exynos-Prozesser, dessen 1,15 Gigahertz gemeinsam mit dem verbauten Speicher (acht Gigabyte) und dem ein Gigabyte großem Arbeitsspeicher für eine gute Performance sorgen.

Auch die sonstige Ausstattung der Samsung-Watch kann sich sehen lassen: Bluetooth 5, WLAN, Barometer, Pulsmesser, NFC-Chip und ein Gyroskop sind mit dabei. Letzteres ist beispielsweise in der Lage, Stürze zu erkennen. Ist so ein Sturz festgestellt, können bestimmte Kontakte im Telefonbuch darüber informiert werden. Die Basics einer Smartphone (Fotozugriff, Kalender, Musikplayer, Nachrichten…) beherrscht die Samsung natürlich genauso wie auch GPS-Tracking. Wer noch einmal 30 Euro oben drauf legt, der bekommt LTE und damit ein System, mit dem sich völlig autark im Internet surfen und telefonieren lässt.

Den Blutsauerstoffgehalt kann die Uhr angeblich auch messen. Im Test ermittelten wir damit Werte zwischen 99 und 95 Prozent, was uns durchaus plausibel erscheint. Ebenso verhält es sich mit der Schlafanalyse, die gemeinsam mit der kostenlosen Samsung-Health-App eine präzise Aufschlüsselung des eigenen Schlafverhaltens liefert.

 Smartwatch Test: Smartwatcg Test Dezember2020 Samsung Galaxy Watch3 Screenshots
Gemeinsam mit der App wertet die Galaxy Watch zahlreiche Schlaf- und Fitnessinformationen aus. Die Anzeige des Zifferblattes kann man natürlich auch ändern.

Ob ihr Träger gerade Rad fährt oder joggt, erkennt die smarte Uhr eigenständig. Mit über 120 zur Auswahl stehenden Workout-Programmen kommen Sportaffine hier voll auf ihre Kosten. Auf Wunsch schlüsselt die Uhr das eigene Laufverhalten sehr detailliert auf (Flugzeit, Kontaktzeit, Festigkeit, Asymmetrie…) und gibt Tipps, wo man sich verbessern kann.

Weniger beeindruckend hingegen ist die Akkulaufzeit der Smartwatch. Mit Bluetooth-Kopplung, einer täglichen einstündigen Sporteinheit und vergleichsweise moderater Nutzung von Chatprogrammen hält der Akku 48 Stunden. Wer oft WLAN und GPS nutzt, wird die Akkulaufzeit ruckzuck auf einen Tag oder weniger reduziert haben. Zum Aufladen ist eine induktive Ladeschale mit dabei.

Die Galaxy Watch 3 ist eine gelungene Alternative zum Platzhirschen der Kalifornier, die mit der noch folgenden EKG-Funktion nochmals aufgewertet werden dürfte.

Lange Akkulaufzeit: Amazfit GTR

Lange Akkulaufzeit

Amazfit GTR

Test: Amazfit Gtr
Die Amazfit GTR hält mit einer Akkuladung bis zu 25 Tage durch und punktet durch ihr sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Amazfit GTR bietet noch mehr Akkulaufzeit. Wir hatten sie andauernd via Bluetooth mit unserem Smartphone gekoppelt und trotzdem hatten wir nach drei Tagen noch 95 Prozent Restkapazität, 25 Tage hat sie insgesamt durchgehalten. Das passt auch zu den Angaben des Herstellers. Von dem werden 24 Tage Nutzungsdauer versprochen, bei aktivierter Pulsmessung, 150 Push-Benachrichtigungen und 30 Minuten aktives GPS beim Sport dreimal in der Woche. Ohne Pulsmessung und Bluetooth, nur im Standard-Uhrenmodus kommt man sogar auf 34 Tage, nutzt man GPS aber andauernd, ist es weniger als ein Tag.

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Nettes Accessoire: rot lackierter Knopf rechts oben.

Man kann die Uhr in den Größen 47 und 42 Millimeter kaufen, wir hatten das größere Modell, bei dem kann man wählen zwischen Edelstahl- bzw. Aluminiumlegierung samt braunem Lederband oder Fluorkautschukband mit Titan-Version der Uhr. Hoher Tragekomfort dank innen gummierter Lederarmbänder und exzellent verarbeitetem Gehäuse. Es wirkt eindeutig teurer als die 150 Euro Kaufpreis.

Es gibt ein AMOLED-Display, das mit 454 x 454 Pixeln auflöst und auf Touch- und Wischbewegungen zuverlässig reagiert, auch wenn man sich im direkten Sonnenlicht befindet, ist es noch gut ablesbar. Bis 50 Meter ist diese Uhr außerdem wasserdicht. Sie kann leicht bedient werden über zwei Druckknöpfe seitlich, auch die Menüs erscheinen schnell. An Bord sind zwei Zifferblätter, es gibt insgesamt aber 40 Motive, dafür muss man dann aber zum Smartphone greifen. Speicher wurde nicht wirklich verbaut, man kann eigene Musiktitel also nicht abspeichern, über die Uhr kann aber die Musikwiedergabe am Handy gesteuert werden.

Zusätzliche Apps lassen sich auch nicht installieren, ansonsten ist aber die Ausstattung üppig für den Preis. Schlafüberwachung, Schrittzähler, Pulsmessung, App-, Anruf und SMS-Benachrichtigung und Wecker sind dabei, außerdem Kompass, Wettervorhersage und Stoppuhr. Es gibt außerdem noch zwölf Sportmodi wie Rad fahren, Laufen, Skifahren, Schwimmen oder Klettern, die müssen vor Beginn aktiviert werden. Man kann dann etwa die Jogging-Tour dank GPS im Anschluss bei Google-Maps nachschauen, das funktioniert aber weniger exakt als bei der Konkurrenz. Das merkt man auch daran, dass abhängig von der Streckenlänge mehrere hundert Meter Diskrepanz zwischen zurückgelegter und tatsächlicher Strecke sind.

Davon abgesehen ist die Amazfit GTR aber auf jeden Fall empfehlenswert, hochwertige Optik, die wesentlichen Funktionen sind vorhanden und der Preis ist auch fair. Vor allem aber überzeugt die lange Akkulaufzeit.

Für Sportbegeisterte: Garmin Fenix 6 Pro

Die Fenix 6 Pro von Garmin richtet sich an all jene, die eine Smartwatch vor allem für den Sport nutzen wollen, bereit sind etwas tiefer in die Tasche zu greifen und auch mit einer weniger intuitiven Bedienung gut zurechtkommen.

Für Sportbegeisterte

Garmin Fenix 6 Pro

Test: Garmin Fenix 6 Pro
Geht nicht, gibt's nicht: Die Garmin Fenix 6 Pro beherrscht alles, was Sportler und Outdoor-Abenteurer brauchen.

Das Display der Garmin misst, bei einer Auflösung von 260 mal 260 Bildpunkten, 1,3 Zoll und ist auch bei heller Umgebung und direkter Sonneneinstrahlung noch gut ablesbar. Während das Gehäuse des Handcomputers aus schlagfestem Kunststoff und Edelstahl besteht, ist das Armband aus weichem Silikon gefertigt, was für einen hohen Tragekomfort sorgt.

Bedient wird die Fenix 6 Pro über die fünf seitlich angebrachten Tasten, einen berührungsempfindlichen Bildschirm gibt es nicht. Zwar bietet die Uhr extrem viele Features, die meisten davon machen aber ein intensives Studium der Bedienungsanleitung im Vorfeld nötig, von intuitiver Bedienung kann bei der Garmin keine Rede sein.

 Smartwatch Test: Smartwatches Februar2021 Garmin Fenix6 Pro
Die Uhr bietet viele Funktionen, wenn man sie denn findet.

Es gibt wohl kaum einen Sensor, den man bei der Garmin vermisst. Neben drei unterschiedlichen Sensoren für die Standortbestimmung (Falileo, Glonass, GPS) gibt es einen barometrischen Höhenmesser, einen Messsensor für die Herzfrequenz und einen Schrittzähler. Ebenso mit an Bord ist ein Kompass, ein Gyroskop, ein Beschleunigungssensor, ein Pulsoximeter, ein Thermometer, WLAN und Bluetooth.

Mit diesem Arsenal an Sensoren und sonstiger Ausstattung kann die Uhr von der Flüssigkeitsaufnahme über die Blut-Sauerstoffsättigung bis hin zum Stresslevel alles vermessen. Natürlich geizt die Smartwatch für den Sportler auch nicht bei den entsprechenden Programmen für ihre sportaffine Zielgruppe. Auch hier ist für Golfer, Wanderer, Radfahrer und co. bestens gesorgt.

Ist man gerade nicht mit Sport beschäftigt, kann man sich von der Garmin auch Nachrichten (Whatsapp, E-Mail) anzeigen lassen. Der interne Speicher kann nicht nur für Kartenmaterial verwendet werden, sondern auch mit der eigenen Musiksammlung befüllt werden.

 Smartwatch Test: Smartwatches Februar2021 Garmin Fenix6 Pro App
Mit der »Connect«-App ist Garmin eine gleichermaßen ansprechende wir informative Software gelungen.

Die wasserdichte Uhr kommt mit einer Akkuladung 14 Tage aus, wobei im Energiesparmodus auch deutlich mehr möglich ist (48 Tage). Die Fenix 6 Pro von Garmin ist alles andere als ein einfach zu bedienendes Lifestyle-Accessoire. Wer allerdings ein waschechtes Arbeitstier fürs Handgelenk sucht, der liegt hier goldrichtig.

Für Outdoor-Fans: Amazfit T-Rex

Wer viel im Freien unterwegs ist, dem kommt es bei einer Smartwatch vor allem darauf an, dass sie funktional und robust ist. Die Amazfit T-Rex vereint diese beiden Eigenschaften hervorragend und ist deshalb die Smartwatch der Wahl für alle Outdoor-Sportler.

Für Outdoor-Fans

Amazfit T-Rex

Test: Amazfit T Rex
Im rauen Gelände fühlt sich die Amazfit T-Rex pudelwohl. Ihr machen Hitze, Kälte und Nässe nichts aus, der Akku hält lange und die GPS-Genauigkeit ist hervorragend.

Die Widerstandsfähigkeit der Uhr bestätigen nicht weniger als zwölf Zertifizierungen. So ist sie beispielsweise zwischen 70 und -40 Grad zu gebrauchen, weißt eine Feuchtigkeitsbeständigkeit von 240 Stunden auf und und und.

Wie es sich für einen echten Outdoor-Experten gehört, wurde bei der Konstruktion der Uhr auf Zweckmäßigkeit Wert gelegt. Dazu zählt beispielsweise, dass das Uhrenband aus Silikon und der Touchscreen aus Corning Gorilla Glass 3 besteht. Dass die Uhr darüber hinaus bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht ist, erscheint in diesem Zusammenhang schon fast überflüssig zu erwähnen.

 Smartwatch Test: Smartwatch August2020 Amazfit T Rex
Das Display der Amazfit kann man gut ablesen.

Die Uhr wird mithilfe des Touchscreens beziehungsweise der vier an der Seite angebrachten Metalltasten bedient. Die Ziffernblätter kann man natürlich individuell anpassen, manche Designs sind zudem mit allerlei Zusatzinformationen, wie etwa einem Fenster, das die zurückgelegten Schritten oder die Herzfrequenz anzeigt, ausgestattet.

Der GPS-Chip aus dem Hause Sony hat im Test zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Egal ob Joggen, Radfahren, oder Laufen: Die Strecke und wenn nötig auch die Schrittzahl wurde präzise erfasst. Ebenso verhält es sich beim Puls. Wie bei den meisten anderen Modellen auch kann die T-Rex beim Schlafen getragen werden. Dann kann man beim Aufstehen am nächsten Tag gemütlich seinen Morgenkaffee schlürfen und die Analyse des Schlafverhaltens in Augenschein nehmen.

Damit das so übersichtlich wie möglich geschieht, gibt es die Amazfit-App. Weil die aber keine andere Smartwatch-App neben sich duldet, ist der der Funktionsumfang bei der Amazfit ein wenig limitiert. Ein großer Pluspunkt hingegen ist die lange Akkulaufzeit. Im klassischen Mischbetrieb hat sie volle 20 Tage lang durch. Mit eingeschaltetem GPS schmilzt der gute Wert allerdings auf 20 Stunden zusammen. Insgesamt handelt es sich bei der T-Rex um einen robusten Outdoor-Begleiter, der viele sinnvolle Sportfunktionen bietet.

Was gibt es sonst noch?

Sportuhr oder Smartwatch, manchmal sind sie kaum zu unterscheiden. Den fließenden Übergang merkt man vor allem bei der Huawei Watch GT 2. Es gibt hier einige klassische Fitness- bzw. Sport-Features. Wir haben die Version mit einem braunen Lederarmband getestet, für den Sport wäre uns das eigentlich zu schade. Hier eignen sich eher die Fluorelastomer-Armbänder, die es ebenfalls zu kaufen gibt, optional gibt es auch ein titangraues Metallarmband, jedenfalls für die Version mit 46 Millimetern. Mit 42 Millimetern gibt es die Uhr auch.

Das Edelstahl-Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und der Tragekomfort ist gut. Es gibt ein helles und scharfes AMOLED-Display mit 454 x 454 Pixeln. Man kann die Helligkeit individuell anpassen, die Automatik übernimmt das ansonsten aber auch, abhängig vom Umgebungslicht. Das Display reagiert auf Touch- und Wischgesten zuverlässig, einfacher wird die Bedienung durch die zwei Drucktasten rechts an der Seite.

Smartwatch Test: 20200224
Schicke Optik.

Diese Uhr arbeitet mit dem Lite OS Betriebssystem. Es reagiert schnell und hat klar aufgebaute Menüs, das Bedienkonzept verinnerlicht man schnell. Kennt man Googles Wear OS, merkt man fast keine Unterschiede. Jedoch gibt es einen gravierenden Unterschied: man kann keine zusätzlichen Apps runterladen, für einige Nutzer dürfte das sicher ein Ausschlusskriterium sein. Der Schwerpunkt der ab Werk installierten Apps liegt auf dem Sport-Bereich.

Die Herzfrequenz wird exakt erfasst, Ungenauigkeiten haben wir auch bei der Erfassung von zurückgelegten Schritten nicht festgestellt. Bis zu 50 Meter ist diese Uhr außerdem wasserdicht, so lässt sie sich auch beim Schwimmen tragen und ermittelt dabei die Entfernung, die man zurückgelegt hat, sowie die Geschwindigkeit. Es gibt auch GLONASS-Satellitensysteme und GPS, beides integriert, so wird der Standort genau erfasst und Routen können reproduziert werden. Radfahren, Gehen, Wandern, Schwimmen, Laufen, Rudergerät, Workout und Crosstrainer gibt es als Disziplinen, bei welchen neben anderen Werten der Kalorienverbauch festgestellt wird. Die wichtigen Trainingsdaten kann man dann auf einen Blick sehen.

Mit einem Smartphone koppeln geht per Bluetooth, so kann man dann Telefonieren, einen integrierten Musikplayer gibt es auch, dort kann man bis maximal 500 Lieder speichern. Außerdem gibt es noch Benachrichtigungen über E-Mails, SMS, Social-Media-Apps und Kalendereinträge, zudem ein Anzeige übers Wetter, eine Taschenlampe, Timer, Alarm, Schlafüberwachung und Stoppuhr.

Eine Stärke dieser Uhr: ihr Akku. Der hat im Test fast elf Tage durchgehalten. Das geht aber nur dann, wenn man die Uhr nicht andauernd mit einem Smartphone koppelt und das Display nicht immer die höchste Helligkeitsstufe nutzt. Vom Hersteller werden 30 Stunden Akku-Dauer versprochen, wenn man durchgehend die GPS-Ortung nutzt, die Herzfreuquenzüberwachung läuft und die Trainingseffekte regelmäßig gemessen werden. Sonst sind bei der Variante mit 42 Millimetern sieben, bei der mit 46 Millimetern 14 Tage drin.

Wenn man auf die Möglichkeit, weitere Apps nachladen zu können, verzichten kann, ist die Huawei Watch GT 2 eine gute Uhr, die kaum Schwächen hat. Vor allem die Sport-Funktionen zeichnen sie aus.

Bei der Garmin Quatix 6 gibt es eine lange Ausstattungsliste, dafür kostet sie aber auch 600 Euro und die Zielgruppe, etwa Segler, dürfte überschaubar sein. Hier braucht es definitiv Einarbeitung in die vielen Funktionen, nur in die Hand nehmen und ausprobieren reicht da nicht, wir können daher auch nicht auf alle Features näher eingehen.

Der Korpus ist stabil und aus faserverstärktem Polymer mit einem Metallgehäuse gefertigt. Das Display mit 1,3 Zoll hat kratzfestes Corning Gorilla Glass DX und eine Auflösung von 260 x 260 Pixeln. Je heller die Umgebung ist und je stärker die Sonne scheint, desto besser ablesbar das transflektive Display. Es kann über einen oben links befindlichen Knopf beleuchtet werden. Auch der Tragekomfort ist gut, dank Silikonarmband schmiegt es sich angenehm an an die Haut. Je nachdem, wie intensiv die Uhr beansprucht wird, variiert auch die Akkulaufzeit. Bis 36 Stunden sind drin mit GPS-Modus, wenn man dazu auch noch Musik hört, reicht es nur für zehn Stunden. Es gibt aber auch einen Energiesparmodus, dann sind ganze sieben Wochen Laufzeit gegeben. Allerdings wird dann die Garmin-Smartwatch wie eine herkömm

Ausstattungsdetails und wichtige Funktionen können wir nur kurz nennen. Es gibt Glonass, Galileo, GPS, einen Kompass, Gyroskop, barometrischen Höhenmesser, Thermometer und Beschleunigungsmesser. Die Uhr kann Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, zurückgelegte Strecken, hochgestiegene Stockwerke, Stress und Schlaf erfassen. Außerdem gibt es für Sportler noch Programme fürs Cardio- und Krafttraining, das Training auf einem Crosstrainer, Rudermaschine, Stepper, Yoga und Pilates.

Dabei werden Distanz, Geschwindigkeit, Trainingsbelastung und maximale Sauerstoffaufnahme erfasst. Man kann Trainingspläne runterladen, berücksichtigt werden von Garmin auch Höhen- und Hitzeakklimatisierung. Außerdem gibt es viele Golf- und Lauffunktionen. Es lassen sich auf mehr als 41.000 Golfplätzen die Schlagweite ermitteln und man kann sich helfen lassen, für die Annäherung ans Loch den richtigen Schläger zu finden. Ebenso gut geeignet ist sie für Schwimmer und Radler.

Die Uhr wurde speziell konzipiert für Seefahrer und Wassersportler. Die genaue Position vom Schiff  wird von Seekarten angezeigt, per Autopilot-App kann man den Steuerkurs ändern oder die Position von Fischfängen markieren, Wegpunkte lassen sich hierzu auch setzen. Außerdem kann man mobil über Garmin Pay bezahlen, zudem eignet sie sich für die Musikwiedergabe, um SMS und Mails zu erhalten und für Alarme, wenn sie mit einem Apple oder Android Smartphone gekoppelt ist.

Die Uhr reagiert schnell, man kann über die übersichtliche App festgelegte Ziele und Statistiken einsehen. Eine klassische Smartwatch ist sie nicht, eher ein Hightech-Instrument, das genaue Werte liefern kann und für Outdoor-Spezialisten konzipiert ist, die anspruchsvoll sind und perfekte Navigation wollen und, etwa auf dem Golfplatz oder auf hoher See, wichtige Zusatzinformationen bekommen möchten. Dementsprechend komplex ist auch das Handling, man sollte sich vor der Inbetriebnahme unbedingt mit dem Handbuch, das 60 Seiten umfasst, auseinandersetzen. Dann ist die Garmin Quatix 6 auch ein teurer aber zuverlässiger Begleiter.

Wir hatten die The Carlyle HR 5. Generation mit dunkelbraunem Leder beim Armband, es gibt ansonsten noch schwarzes Silikon oder grauen Edelstahl. Das OLED-Display ist scharf, der Durchmesser beträgt 44 Millimeter, man kann aus verschiedenen Zifferblättern wählen und als Betriebssystem gibt es Wear OS. Jedoch füllen die Zifferblätter leider nicht die gesamte Uhr aus, es gibt einen Rand von zwei bis drei Millimetern. Wir verstehen definitiv nicht, weshalb man das nicht anders hätte lösen können. Auch nicht so toll: Zwischen Gehäuse und Display gibt es eine kleine Rille, nur nach wenigen Minuten hatten sich hier schon erste Schmutzpartikel festgesetzt.

Smartphones ab iOS 10.0 und Android 6.0 können mit der Uhr zusammenarbeiten, Wear OS läuft auf dieser wasserdichten Uhr flüssig, leicht zu bedienen ist es auch. Google Pay, Aktivitätstracker, Herzfrequenzmessung, Wecker, Kalender, Musiksteuerung, E-Mail sowie Benachrichtigungen für soziale Netzwerke gehören dazu.

Die Reaktionsfreudigkeit des Displays hat uns nicht immer gefallen, teils brauchte es hier mehrere Wischbewegungen, um etwa das Menü wechseln zu können. Insgesamt könnte das Arbeitstempo dieser Uhr etwas schneller sein. Der Google Assistant war auch nicht immer zuverlässig. Wir haben gefragt, wie alt Boris Becker ist und als Antwort wurden uns die Bäckereien der Umgebung aufgelistet, unsere vorherigen Anfragen sind unbeantwortet geblieben.

Für die The Carlyle HR 5. Generation gibt es eine umfangreiche Auswahl an Apps, jedoch fast schon ein K.-o.-Kriterium ist der Akku. Nach einer Komplettaufladung haben wir die Uhr kaum benutzt, dennoch waren es nach drei Stunden nur noch 54 Prozent Restkapazität. Hier sollte das Always-On-Display deaktiviert werden, die Uhrzeit kann man so auch noch ablesen, indem man das Handgelenk neigt. Empfehlen wollen wir eine Smartwatch mit so kurzer Akkulaufzeit auf jeden Fall nicht.

Bei der Skagen HR Falster 3 gab es Parallelen zur Fossil-Uhr. Identische Verpackung, kein Wunder, denn Fossil hat die dänische Marke 2o12 übernommen. Diese Uhr läuft auch mit Wear OS, sie hat ein Edelstahl-Milanaiseband, ist hochwertig und schick mit 42 Millimetern Größe. Aber auch hier wird das gesamte Display leider nicht genutzt, es beliebt ein Zwischenraum zwischen Rand und Zifferblatt.

Was den Bedienkomfort und Funktionsumfang angeht, so gibt es zwischen den beiden kaum Unterschiede. Mit bei der Ausstattung ist etwa Herzfrequenz-Tracking, Smartphone-Benachrichtigungen, GPS, Google Pay und Google Assistant, schnellere Reaktionszeiten wären aber schön gewesen.

Wenn alle stromfressenden Funktionen aktiviert sind, hält der Akku vielleicht einen Tag durch, die Laufzeit kann aber durch verschiedene Modi verlängert werden. Bleibt das Display dunkel, ist nur die Uhrzeit ablesbar, wenn man GPS, NFC und Google Assistant deaktiviert, hält die Uhr auch zwei Tage durch, dennoch kommen noch Benachrichtigungen an.

Ganz überzeugt sind wir von der Performance dieser Uhr aber nicht, für den Preis bekommt man auch besseres.

Die Gear S3 Frontier macht auf uns einen guten Eindruck, das liegt auch an dem stabilen Edelstahlgehäuse, das hochwertig wirkt. Kompatibel ist diese Uhr mit allen Standard-22-Millimeter-Armbändern, so sind der Individualisierung kaum Grenzen gesetzt.

Auch das Super-AMOLED-Display mit 1,3 Zoll gefällt uns, es hat 16 Millionen Farben und 360 x 360 Pixel. Das Display ist dauerhaft sichtbar und die Helligkeitsstufen können angepasst werden. Fürs Zifferblatt gibt es 15 vorinstallierte Designs, geschützt wird die Uhr durch lichtdurchlässiges Corning Gorilla Glas SR+. Wenn man die Uhr intensiv nutzt, hält der Akku zwei Tage, koppelt man sie eher selten mit dem Smartphone, sind es sogar vier Tage.

Die Bedienung klappt intuitiv, auch dank der drehbaren Lünette, das ist der Ring ums Zifferblatt. Wenn man den nach links dreht, erhält man Zugriff auf die Benachrichtigungen, nach rechts auf Kontakte, Wetterinfos, verbrannte Kalorien, Erinnerungen, Höhenmesser, zurückgelegte Schritte sowie Barometer, Musikwiedergabe, News und auch Pulsmesser. Man kann aber auch senkrecht oder waagrecht übers Display wischen.

Drückt man die beiden seitlichen, unteren Knöpfe, kommt man zu den Apps. Die sind kreisförmig angeordnet. Samsung setzt hier auf das eigene Tizen-Betriebssystem, Zugriff auf den Google Play Store hat man also nicht. Alles Wichtige ist aber sowieso dabei, so etwa E-Mail, Alarm, Bildergalerie, Fitness-Optionen, Kalender, Wetter und MP3-Player.

Wenn die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist, kann man auch telefonieren. Aber wir hätten uns die Freisprechanlage etwas stärker dimensioniert gewünscht, wenn die Umgebungsgeräusche lauter sind, kann es Probleme geben.

Navigieren durch die Funktionen geht flüssig und schnell, dank Dual-Core-Prozessor mit einem Gigahertz, außerdem 768 Megabyte Arbeitsspeicher sowie vier Gigabyte Speicher. Das Display ist hell genug bei direkter Sonneneinstrahlung, alle Infos kann man so ohne Probleme ablesen.

Ab dem iPhone 5 (iOS 9) arbeiten die iPhones mit dieser Uhr zusammen. Man bekommt die Grundfunktionen, einige Einschränkungen gibt es aber, so kann man etwa keine Nachrichten beantworten oder Sprachbefehle über S Voice geben.

Wissenswertes über die Smartwatch

Ein Leben ohne Smartphone? Für die meisten mittlerweile undenkbar. Vor allem überzeugend: sie funktionieren und arbeiten komplett autark. Sieht man sich dagegen eine Smartwatch an, so sind diese bislang noch nicht Massenmarkt-tauglich und hängen noch immer in der Technik-Freak-Nische fest.

Smarte Uhren sind für alle geeignet, die immer wissen wollen, was auf dem Handy gerade passiert, wer anruft oder schreibt und welche Termine aktuell anstehen. Zudem sind sie eine Art verlängerter Arm und einige Apps lassen sich auch direkt über die Uhr starten, etwa Infos übers Wetter, Musik abspielen oder Börsenkurse aufrufen. Ist der Speicher der Uhr groß genug, kann die Musik auch direkt auf der Uhr gespeichert werden.

Smartwatch Test: Testsieger ist die Apple Watch Series 3.
Oft eignen sie sich auch als Fitness-Tracker.

Außerdem übernimmt eine Smartwatch auch oft Funktionen, die etwa Fitness-Tracker bieten. So werden Strecken, die man beim Joggen oder Rad fahren zurücklegt, aufgezeichnet, verbrauchte Kalorien angezeigt, Herzschlag und maximal Geschwindigkeit angezeigt, als Navi kann man sie auch nutzen. Mittlerweile gibt es bei fast allen Smartwatches einen GPS-Sensor, zumindest für den Spart kann das Smartphone also zuhause bleiben und dennoch werden die Fitnessdaten getrackt.

Unterschieden kann man außerdem noch zwischen Smartwatch ohne oder mit SIM-Karte. Modelle mit SIM-Karte kann man autonom als tatsächlichen Smartphone-Ersatz tragen, Internet und Telefonieren funktionieren auch ohne WLAN oder Smartphone, aber abhängig vom Anbieter braucht es dafür einen eigenen Mobilfunkvertrag bzw. eine Multi-SIM-Option, das kostet meist auch monatlich Geld.

Ohne eine SIM-Karte muss zum Smartphone eine Bluetooth-Verbindung aufgebaut werden, nur so kann man den maximalen Funktionsumfang und Bedienkomfort nutzen.

Die konkurrierenden Betriebssysteme

Eine Smartwatch ist wie ein Desktop-PC, Tablet oder Smartphone – je nach Hersteller gibt es verschiedene Betriebssysteme. Bei Apple gibt es die Uhren inzwischen mit watchOS 6, mit Windows oder Android Smartphones passen sie daher wie üblich nicht zusammen.

Tizen gibt es bei Samsung, das ist zumindest teilweise mit aktuelleren iPhones kompatibel.

Am verbreitetsten ist momentan Wear OS, das findet sich etwa bei Fossil, Huawei, Tag Heurer oder Casio, nur mit Einschränkungen funktioniert es auch mit iPhones. Beim aktuellen Wear OS gibt es den Google Play Store auf der Smartwatch, Apps können direkt daraus installiert werden. Auch Google Assistant ist dabei.

Fitbit OS gibt es auch noch, das ist Android Smartphones gegenüber offen, ebenso gegenüber neueren Windows Phones oder iPhones, vorwiegend ist es aber noch für Fitness-Fans geeignet.

Smartwatch Test: 20200306
Zifferblatt permanent an? Dann hält der Akku nicht so lange.

So haben wir getestet

Wir haben im Test vor allem auf Alltagsnähe geachtet – ist die Uhr im täglichen Umgang gut? Was für Funktionen gibt es und wie ist die Bedienung?

Zudem war ein wichtiges Kriterium für uns, wann und wie oft die Uhr aufgeladen werden muss. Der Fokus lag darauf, mit welchen Smartphones sie zusammenarbeiten bzw. mit welchen Betriebssystemen.

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