Smartwatch Test: 20191017

Smartwatches im Test : Mini-Computer am Handgelenk

von
Veröffentlicht 18.10.2019

Ein Mini-Computer am Handgelenk klingt praktisch, die Uhrzeit kann er ganz nebenbei auch anzeigen. Wir sprechen von Smartwatches. Getestet haben wir davon 22 Modelle verschiedener Preisklassen.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Als Smartwatches vor wenigen Jahren neu auf den Markt kamen, klang das erstmal nach einem perfekten Gadget. Ganz so groß wie anfangs ist der Hype aber nicht mehr, die Uhren sind gar nicht so gefragt, wie man gedacht hätte. Dabei bieten sie ein breites Einsatzspektrum: telefonieren, Musik hören, Nachrichten lesen, den Weg gezeigt bekommen, die Fitness messen und die Herzfrequenz überwachen.

Getestet haben wir 22 aktuelle Modelle, die preislich zwischen 550 und 50 Euro lagen. Hierbei handelte es sich nur um Produkte, die für den vollen Funktionsumfang bzw. um in Betrieb genommen zu werden ein Android Smartphone oder ein iPhone brauchen.

Wir wollen aber gleich zu Beginn darauf hinweisen: Eine Smartwatch braucht keiner wirklich, sie mag aber für manche eine gute Ergänzung sein, wenn man etwa nicht andauernd auf sein Handy schauen möchte. Sie bleibt aber, was sie ist: Luxus für Technik-Fans.

Als Fitness-Tracker hat eine Smartwatch noch den größten Mehrwert, dafür gibt es aber auch etwas günstiger Fitness-Armbänder.

Für Apple-Fans: Apple Watch Series 5

Für Apple-Fans

Apple Watch Series 5

Smartwatch Test: 71xlriexnal. Sl1500
Das jetzt dauerhaft ablesbare Display, mehr Speicher und eine riesige Funktionsfülle machen die Apple Watch Series 5 zur ersten Wahl für iPhone-Besitzer.

Mit der Watch Series 5 veröffentlicht Apple seine bisher ausgereifteste Smartwatch. Hier findet man sich gleich zurecht und sie hat eine vorbildliche Bedienbarkeit, zudem besitzt endlich ein Always-On-Display, also eine Anzeige, die dauernd aktiv ist. So kann man Informationen und Uhrzeit immer ablesen. Das einzige Problem: Man kann sie eigentlich nur vernünftig in Kombination mit einem Smartphone aus dem Hause Apple nutzen.

Mit eSim-Option kann man diese Uhr auch größtenteils ohne ein Smartphone benutzen, aber ein iPhone für die Ersteinrichtung braucht es dennoch zwingend . Auf älteren Apple-Smartphones hat die Kopplung nicht auf anhieb geklappt. Wir haben für die Aktivierung die iOS-Version 13.1.3 gebraucht, damit wurden Probleme bei der Kopplung behoben.

Wenn man schon die Apple Watch Series 4 hat, sollte man sich die Anschaffung des neueren Modells aber gut überlegen, denn es gibt nur geringe Unterschiede.

Diese Uhr gibt es in verschiedenen Versionen, das Gehäuse gibt es in Edelstahl, Aluminium, Titan oder Keramik, wählen kann man außerdem zwischen Leder- und Sportarmband und Milanaise-Ausfertigung oder Sport-Loop. Neun Farben gibt es außerdem, darunter etwa Alaskablau, Piniengrün, Clementine und Zitruscreme. Die preisliche Unterschied ist ebenfalls groß, wenn man z. B. ein Keramikgehäuse plus Lederarmband will,  zahlt man etwa 1500 Euro, zu einem Einsteigermodell sind das locker 1000 Euro Unterschied.

 Smartwatch Test: Apple Watch Series New Case Material Made Of Titanium 091019
Neues Titan-Gehäuse.

Im Apple Watch Studio können Armband und Gehäuse gleich beim Kauf ausgewählt werden und die Uhr somit auf seine eigenen Bedürfnisse anpassen.

Wie auch bislang kann man die Uhr mit einer Gehäusegröße von 44 und 40 Millimetern kaufen, damit ist immer die Höhe der Uhr gemeint. Die Gehäusetiefe beträgt immer 10,7 Millimeter, abhängig von der Ausstattung liegt das Gewicht bei etwa 30 bis 37 Gramm.

Preislich unterschieden sich die 44- und 40-Millimeter-Uhren kaum, weniger als 30 Euro Unterschied sind es. Eigentlich sind 4 Millimeter nicht viel, wenn man es aber direkt vergleicht, merkt man, dass  bei der größeren Uhr das Platzangebot besser ist, beide anzuprobieren schadet also nicht.

Dank fein auflösendem OLED-Retina-Display kann man auch kleine Details noch gut erkennen und Ziffern sowie Schriften sind sehr scharf. Mit bis 1.000 Nits ist auch die Darstellung schön hell. Auf die Wisch- und Touch-Bewegungen reagiert der Bildschirm präzise und sogar in einer hellen Umgebung bleibt die Ablesbarkeit toll.

 Smartwatch Test: Unbenannt 1
Dunkler Hintergrund mit Uhrzeit, wenn man die Hand hebt oder das Display antippt, wird sie hell.

Die wichtigsten Informationen sowie die Uhrzeit sind endlich dauernd sichtbar. Wenn man die Smartwatch gerade nicht nutzt, verringert das Display die Helligkeit, wird die Hand angehoben oder man tippt das Display an, geht es zurück zur vollen Helligkeit. Das klappt mit jedem Zifferblatt, der Sekundenzeiger wird dabei in dem Spar-Modus ausgeblendet.

Was die Ausstattung angeht, so ist diese Uhr ebenfalls toll. Wasserdicht bis 50 Meter und laut Apple darf sie nicht nur in den See oder Pool, sondern auch ins Meer.

Mit dabei ist ein barometrischer Herzfrequenz- und Höhenmesser, Beschleunigungs- sowie Gyrosensor, WLAN, Bluetooth 5.0 und GPS. Bis zu 32 G hält der Beschleunigungssensor aus. Mit den Sensoren will der Hersteller Stürze erkennen, sodass im Notfall die Uhr selbstständig agieren und den Notruf wählen kann oder sogar die Standortkoordinaten mitteilen und festgelegte Notfallkontakte verständigen kann.

Schön ist auch, dass inzwischen bei allen Modellen 32 GB Speicher verbaut wird, davor waren lediglich die Hälfte davon.

Was sind nun die Neuerungen?

Mehr Speicher, intelligentes Display und ein optionales Titan-Gehäuse. Eine Kompass-App gibt es jetzt auch, so können Steigung, Längengrad, Richtung, Breitengrad sowie die Höhe abgelesen werden. Wenn man die Karten-App aufruft, erkennt man so etwa, in welche Richtung man aktuell sieht. Die Kompass-Infos können auch ins Zifferblatt eingebettet werden.

Bei Auslandsreisen können nun Notrufe auch international getätigt werden, unabhängig davon, wo man die Uhr gekauft hat und ob es einen aktivierten Mobiltarifs gibt. Das klappt auch bei der Sturzerkennung. Ist die aktiviert, wird dann automatisch ein Notruf abgesetzt, wenn die Uhr merkt, dass der Besitzer schwer gestürzt ist und sich für ca. eine Minute nicht bewegt. Für deutsche Käufer gibt es aber eine Einschränkung: In Deutschland funktioniert die internationale Notruffunktion nicht. Hierzulande werden Notrufe von Geräten, die nicht registriert sind, blockiert.

Neben den neuen Zifferblättern gibt es beim Betriebssystem watchOS 6 auch eine »Geräusche«-App. Von der wird der Lärmpegel von der Umgebung geprüft, etwa bei Sportveranstaltungen oder Konzerten, könnte das Gehör beeinträchtigt werden, wird eine Benachrichtigung geschickt.

Die »Zyklusprotokoll«-App ist auch neu, damit kann man wichtige Infos zum Menstruationszyklus protokollieren sowie den wahrscheinlich Zeitpunkt der nächsten Periode oder eine fruchtbare Phase einsehen.

Mit der Einführung des neuen Betriebssystems ist der App Store nun auch direkt auf der Uhr verfügbar, womit man nun auch ohne ein gekoppeltes iPhone Apps herunterladen.

 Smartwatch Test: 20191018
Fertiges EKG.

Gut gefällt uns die Möglichkeit der Puls-Messung, aber auch ein EKG kann erstellt werden. Diese Werte ermittelt die Uhr mithilfe von vier Laserdioden, das erhöht die Genauigkeit bei Pulsmessungen. Wenn der Ruhepuls zu niedrig oder zu hoch ist (man kann die Schwellenwerte selbst festlegen), wird man von der Uhr darauf hingewiesen. Apple hat zudem in der Krone der Uhr und in der Rückseite zwei Elektroden integriert. Der Stromkreis wird durch Berührung geschlossen und dann kann das EKG durchgeführt werden, das ganze dauert nicht einmal eine halbe Minute.

Eine detaillierte Auswertung kann man dann in der Health-App einsehen, so sollen medizinische Notfälle früh erkannt werden. Laut offiziellen Tests sollen die Messungen recht präzise sein, daher hat Apple auch die EKG-Zulassung für Europa bekommen.

 Smartwatch Test: 35740751 A87c 4711 B4c6 Daae926a125c
Per App kann das EKG ausgewertet werden auf dem iPhone.

Die Uhr läuft mit watchOS 6 sowie einem Zweikern-Prozessor. Ein Dual-Core-Prozessor mag wenig erscheinen, doch das Betriebssystem läuft schön stabil und flüssig. Die Apps starten schnell und es gibt kaum Wartezeit, auch auf den Homescreen zurückkehren klappt ohne eine Verzögerung, somit gibt es keine Probleme bei der Performance.

 Smartwatch Test: Watch Feature Display Hero 201909 Geo De
Display bis in die Ecken.

Die Uhr bedient man mit Wischgesten, über die drehbare Krone sowie über die Buttons. Wo welche Funktion ist, merkt man nicht immer gleich, dazu bedarf es einiger Eingewöhnungszeit, bei den anderen Uhren im Test war das aber ähnlich.

Die Auswahl bei Zifferblättern und Apps ist groß und die Uhr ist insgesamt recht auskunftsfreudig. Der Bedienkomfort wird mittels Kurzbefehle gesteigert. Mails und Textnachrichten kann man auf der Uhr einsehen, längere Texte darauf lesen würden wir aber nicht wollen. Fürs Antworten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, als einfachste Methode haben wir das Diktieren per Siri empfunden. Das klappt in der Praxis sehr gut, sofern die Verwendeten Wörter nicht zu ungewöhnlich sind oder die Umgebung zu laut.

Aber auch die Eingabe übers Display ist möglich. Eine Tastatur wird hier nicht eingeblendet aus Platzgründen, man kann aber die einzelnen Buchstaben per Hand malen, das klappt recht gut, wir empfehlen es aber nicht für längere Texte. Mit dem Smartphone geht es einfach insgesamt deutlich schneller.

 Smartwatch Test: Unbenannt 1
Auskunftsfreudig.

Wenn man per Airplay übers iPhone Musik auf die Lautsprecher in der Wohnung spielt, wird von der Uhr automatisch der aktuelle Titel angezeigt. Das geht auch mit Sonos-Lautsprechern. Man kann so Titel überspringen, über die Krone die Lautstärke angenehm regeln und die Musik auch stoppen.

Nutzen kann man die Uhr außerdem als Navigationssystem. Entweder startet man die neue Route mithilfe der Uhr über Siri oder man wählt in einer Nachricht oder beim Kontakt die Adresse aus. Über die Karten-App des iPhones lässt sich die Navigation aber auch starten.

Auch für Sport-Fans ist diese Uhr gut geeignet, denn es werden viele Fitness-Werte aufgezeichnet, ebenso die Strecke, die zurückgelegt wurde. Anhängig vom Bewegungsfortschritt schließen sich Ringe und motivieren zu mehr.

Aus den Pulsdaten wird außerdem der VO2max-Wert, die maximale Sauerstoffaufnahme und ein wichtiger Indikator für den Fortschritt beim Training berechnet. Ein Höhenmesser ist integriert und ermöglicht es auch, im eigenen Heim absolvierte Höhenmeter zu erfassen. Die plausiblen Werte werden auch ansprechend dargestellt.

Die Musikwiedergabe auf dem iPhone kann damit auch gesteuert werden oder man speichert Playlists auf der Uhr und kann die Musik dann auch ohne ein Smartphone hören. Ausreichend Platz sollte dafür bei 32 Gigabyte sein. Wer Mitglied bei Apple Music ist, hat auch auf die gesamte Streaming-Bibliothek Zugriff, dazu braucht es eine Internetverbindung.

Und die LTE-Version? Telefonieren in toller Qualität geht, wenn man die Uhr mit seinem iPhone koppelt. Man merkt als Gesprächspartner dann nichtmal, dass der andere mit seinem Handgelenk spricht. Das ist z. B. während der Hausarbeit praktisch, auch im Auto klappt es gut. Für die Öffentlichkeit dürfte diese Art der Kommunikation aber eher nicht geeignet sein.

Man kann alternativ auch die teurere Version GPS + Cellular kaufen, verwirrend ist das aber durchaus, denn es gibt auch GPS bei der Version der Uhr ohne SIM-Kartenslot, die heißt dann Series 5 GPS.

Für die Cellular-Version zahlt man 100 Euro extra, die Uhr ist dann auch ohne das iPhone per LTE sowie UMTS verbunden mit dem Internet und auch ohne iPhone kann man so gut telefonieren. Aber hier sind die möglichen Einsatzszenarien wirklich begrenzt, das Smartphone ist schließlich ohnehin fast immer dabei und es stellt sich die Frage, ob man beim Schwimmen oder Joggen unbedingt erreichbar sein will.

Die Akkulaufzeit hängt vor allem mit dem Nutzungsverhalten zusammen, angegeben werden 18 Stunden. Dieser realistische Wert passt zu unseren Erfahrungen, eingerechnet sind dabei Benachrichtigungen empfangen, Uhrzeit ablesen, Apps nutzen sowie 60 Minuten Training.

Wird GPS benötigt, dann sinkt auch die Akkulaufzeit, Telefonieren ist aber noch schlimmer. Auch eine dauerhafte Bluetooth-Verbindung kostet Akkulaufzeit und zwar nicht nur an der Uhr selber sondern auch beim iPhone. Wem der Akku des Smartphones also normalerweise gerademal für einen Tag reicht, der wird es hier maximal bis zum Nachmittag schaffen.

Uns gefällt die multifunktionale Smartwatch insgesamt gut, es gibt viele nützliche Fitness-Features und die Bedienung ist einfach, wir finden es nur schade, dass man die Uhr nur zusammen mit einem iPhone gut nutzen kann. Vor allem gut finden wir die dauerhafte Anzeige auf dem Display.

Drehbare Lünette: Samsung Galaxy Watch

Drehbare Lünette

Samsung Galaxy Watch

Smartwatch Test: 710jmhu26el. Sl1500
Über ihre drehbare Lünette ist Samsungs Galaxy Watch extrem einfach zu bedienen, hinzu kommt der große Funktionsumfang.

Auch bei der Galaxy Watch  gilt: wenn man schon den Vorgänger hat, sollte man sich den Kauf gut überlegen, denn es gibt nur geringe Unterschiede und zum Umsteigen fehlt ein richtiges Kaufargument.

Der Durchmesser der Uhr beträgt 42 oder 46 Millimeter, es gibt die kleinere Version in Schwarz oder Roségold, die größere in Silber. 70 Euro zusätzlich zahlt man für die LTE-Version im Vergleich zu Modellen mit Bluetooth. Tizen OS, das Betriebssystem, sorgt für kurze Reaktionszeit und eine angenehm schnelle Bedienung. Dank drehbarer Lünette ist außerdem der Bedienkomfort unschlagbar, auch dank des SAMOLED-Touchscreens. Seitlich gibt es außerdem noch zwei Tasten. Trägt man diese Uhr zum ersten Mal, kommt man sofort zurecht. Guter Tragekomfort, kreisrund angeordnete Apps und mit Drehen an der Lünette kann man schnell von einer Anwendung zur anderen springen.

 Smartwatch Test: Samsung Galaxy Watch
Schick: wie eine analoge Armbanduhr.

Beim 1,15 Gigahertz Dual-Core-Prozessor gibt es genug Power, um ein zügiges Wechseln der Apps oder Starten der Programme zu ermöglichen. Fest verbaut sind vier Gigabyte Speicher. Aber Achtung: die Akkuleistung ist bei den Modellen mit 46 und 42 Millimetern verschieden. Beim kleineren gibt es 270 mAh Kapazität, beim größeren 472 mAh. Nutzt man die Uhr normal, koppelt sie gelegentlich mit einem Smartphone per Bluetooth und nutzt die Fitness-Aktionen, hat das Modell in Roségold bei uns mit dem 270-mAh-Akk knapp zwei Tage lang durchgehalten. Erwähnenswert: 360 x 360 Bildpunkte Auflösung beim Display, scharf und im Freien ebenso gut ablesbar.

 Smartwatch Test: Samsung Galaxy Watch
Informationen für Sportbegeisterte.

Die Neuerungen sind überschaubar. Für Sportfreunde wurde das Angebot ausgebaut, es gibt neun Disziplinen, z. B. Schwimmen, Zirkeltraining, Rad fahren sowie Heimtrainer und auch während der Übungsstunde kann man ohne Probleme wechseln. Bei der Auswertung sieht man dann die verbrannten Kalorien, wie viele Schritt man zurückgelegt hat und die Entwicklung der Herzfrequenz. Schrittzähler und Pulsmessung sind präzise, eher unzuverlässig werden aber die überwundenen Stockwerke erkannt. Die Überwachung des Schlafs liefert aber nachvollziehbare Werte. Bei den LTE-Versionen wird mit eingebauter eSIM im Telekom- oder Vodafone-Netz gearbeitet, autarkes Surfen oder Telefonieren wird so auch ohne gekoppeltes Smartphone und WLAN ermöglicht.

Bixby, der digitale Assistent, ist nun auch integriert, bisher kann sich der lediglich auf Englisch verständigen und kann noch vernachlässigt werden. Es sind etwa Wettervorhersage, Kalender, E-Mail, Musikplayer sowie Samsung Health installiert. Man kann weitere Apps aber ohne Probleme installieren, jedoch bietet Apple ein größeres Angebot.  iPhones lassen sich auch mit dieser Uhr koppeln, wie auch bei der S3 Frontier ist aber dann der Funktionsumfang eingeschränkt.

Für Sportbegeisterte: Huawei Watch GT 2

Für Sportbegeisterte

Huawei Watch GT 2

Test Smartwatch: Huawei Watch GT 2
Für Sportler hat die Huawei Watch GT 2 viele Features verbaut, vorteilhaft ist zudem die lange Akkulaufzeit.

Sportuhr oder Smartwatch, manchmal sind sie kaum zu unterscheiden. Den fließenden Übergang merkt man vor allem bei der Huawei Watch GT 2. Es gibt hier einige klassische Fitness- bzw. Sport-Features. Wir haben die Version mit einem braunen Lederarmband getestet, für den Sport wäre uns das eigentlich zu schade. Hier eignen sich eher die Fluorelastomer-Armbänder, die es ebenfalls zu kaufen gibt, optional gibt es auch ein titangraues Metallarmband, jedenfalls für die Version mit 46 Millimetern. Mit 42 Millimetern gibt es die Uhr auch.

Das Edelstahl-Gehäuse macht einen hochwertigen Eindruck und der Tragekomfort ist gut. Es gibt ein helles und scharfes AMOLED-Display mit 454 x 454 Pixeln. Man kann die Helligkeit individuell anpassen, die Automatik übernimmt das ansonsten aber auch, abhängig vom Umgebungslicht. Das Display reagiert auf Touch- und Wischgesten zuverlässig, einfacher wird die Bedienung durch die zwei Drucktasten rechts an der Seite.

Smartwatch Test: 20200224
Schicke Optik.

Diese Uhr arbeitet mit dem Lite OS Betriebssystem. Es reagiert schnell und hat klar aufgebaute Menüs, das Bedienkonzept verinnerlicht man schnell. Kennt man Googles Wear OS, merkt man fast keine Unterschiede. Jedoch gibt es einen gravierenden Unterschied: man kann keine zusätzlichen Apps runterladen, für einige Nutzer dürfte das sicher ein Ausschlusskriterium sein. Der Schwerpunkt der ab Werk installierten Apps liegt auf dem Sport-Bereich.

Die Herzfrequenz wird exakt erfasst, Ungenauigkeiten haben wir auch bei der Erfassung von zurückgelegten Schritten nicht festgestellt. Bis zu 50 Meter ist diese Uhr außerdem wasserdicht, so lässt sie sich auch beim Schwimmen tragen und ermittelt dabei die Entfernung, die man zurückgelegt hat, sowie die Geschwindigkeit. Es gibt auch GLONASS-Satellitensysteme und GPS, beides integriert, so wird der Standort genau erfasst und Routen können reproduziert werden. Radfahren, Gehen, Wandern, Schwimmen, Laufen, Rudergerät, Workout und Crosstrainer gibt es als Disziplinen, bei welchen neben anderen Werten der Kalorienverbauch festgestellt wird. Die wichtigen Trainingsdaten kann man dann auf einen Blick sehen.

Mit einem Smartphone koppeln geht per Bluetooth, so kann man dann Telefonieren, einen integrierten Musikplayer gibt es auch, dort kann man bis maximal 500 Lieder speichern. Außerdem gibt es noch Benachrichtigungen über E-Mails, SMS, Social-Media-Apps und Kalendereinträge, zudem ein Anzeige übers Wetter, eine Taschenlampe, Timer, Alarm, Schlafüberwachung und Stoppuhr.

Eine Stärke dieser Uhr: ihr Akku. Der hat im Test fast elf Tage durchgehalten. Das geht aber nur dann, wenn man die Uhr nicht andauernd mit einem Smartphone koppelt und das Display nicht immer die höchste Helligkeitsstufe nutzt. Vom Hersteller werden 30 Stunden Akku-Dauer versprochen, wenn man durchgehend die GPS-Ortung nutzt, die Herzfreuquenzüberwachung läuft und die Trainingseffekte regelmäßig gemessen werden. Sonst sind bei der Variante mit 42 Millimetern sieben, bei der mit 46 Millimetern 14 Tage drin.

Wenn man auf die Möglichkeit, weitere Apps nachladen zu können, verzichten kann, ist die Huawei Watch GT 2 eine gute Uhr, die kaum Schwächen hat. Vor allem die Sport-Funktionen zeichnen sie aus.

Lange Akkulaufzeit: Amazfit GTR

Lange Akkulaufzeit

Amazfit GTR

Test: Amazfit Gtr
Die Amazfit GTR hält mit einer Akkuladung bis zu 25 Tage durch und punktet durch ihr sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Die Amazfit GTR bietet noch mehr Akkulaufzeit. Wir hatten sie andauernd via Bluetooth mit unserem Smartphone gekoppelt und trotzdem hatten wir nach drei Tagen noch 95 Prozent Restkapazität, 25 Tage hat sie insgesamt durchgehalten. Das passt auch zu den Angaben des Herstellers. Von dem werden 24 Tage Nutzungsdauer versprochen, bei aktivierter Pulsmessung, 150 Push-Benachrichtigungen und 30 Minuten aktives GPS beim Sport dreimal in der Woche. Ohne Pulsmessung und Bluetooth, nur im Standard-Uhrenmodus kommt man sogar auf 34 Tage, nutzt man GPS aber andauernd, ist es weniger als ein Tag.

Smartwatch Test: 20200304
Nettes Accessoire: rot lackierter Knopf rechts oben.

Man kann die Uhr in den Größen 47 und 42 Millimeter kaufen, wir hatten das größere Modell, bei dem kann man wählen zwischen Edelstahl- bzw. Aluminiumlegierung samt braunem Lederband oder Fluorkautschukband mit Titan-Version der Uhr. Hoher Tragekomfort dank innen gummierter Lederarmbänder und exzellent verarbeitetem Gehäuse. Es wirkt eindeutig teurer als die 150 Euro Kaufpreis.

Es gibt ein AMOLED-Display, das mit 454 x 454 Pixeln auflöst und auf Touch- und Wischbewegungen zuverlässig reagiert, auch wenn man sich im direkten Sonnenlicht befindet, ist es noch gut ablesbar. Bis 50 Meter ist diese Uhr außerdem wasserdicht. Sie kann leicht bedient werden über zwei Druckknöpfe seitlich, auch die Menüs erscheinen schnell. An Bord sind zwei Zifferblätter, es gibt insgesamt aber 40 Motive, dafür muss man dann aber zum Smartphone greifen. Speicher wurde nicht wirklich verbaut, man kann eigene Musiktitel also nicht abspeichern, über die Uhr kann aber die Musikwiedergabe am Handy gesteuert werden.

Zusätzliche Apps lassen sich auch nicht installieren, ansonsten ist aber die Ausstattung üppig für den Preis. Schlafüberwachung, Schrittzähler, Pulsmessung, App-, Anruf und SMS-Benachrichtigung und Wecker sind dabei, außerdem Kompass, Wettervorhersage und Stoppuhr. Es gibt außerdem noch zwölf Sportmodi wie Rad fahren, Laufen, Skifahren, Schwimmen oder Klettern, die müssen vor Beginn aktiviert werden. Man kann dann etwa die Jogging-Tour dank GPS im Anschluss bei Google-Maps nachschauen, das funktioniert aber weniger exakt als bei der Konkurrenz. Das merkt man auch daran, dass abhängig von der Streckenlänge mehrere hundert Meter Diskrepanz zwischen zurückgelegter und tatsächlicher Strecke sind.

Davon abgesehen ist die Amazfit GTR aber auf jeden Fall empfehlenswert, hochwertige Optik, die wesentlichen Funktionen sind vorhanden und der Preis ist auch fair. Vor allem aber überzeugt die lange Akkulaufzeit.

Was gibt es sonst noch?

Unter diese Kategorie fallen keine schlechten Uhren, sondern eher Spezialisten für bestimmte Anwendungsbereiche. Für den ein oder anderen dürften sie sicher interessant sein.

Bei der Garmin Quatix 6 gibt es eine lange Ausstattungsliste, dafür kostet sie aber auch 600 Euro und die Zielgruppe, etwa Segler, dürfte überschaubar sein. Hier braucht es definitiv Einarbeitung in die vielen Funktionen, nur in die Hand nehmen und ausprobieren reicht da nicht, wir können daher auch nicht auf alle Features näher eingehen.

Der Korpus ist stabil und aus faserverstärktem Polymer mit einem Metallgehäuse gefertigt. Das Display mit 1,3 Zoll hat kratzfestes Corning Gorilla Glass DX und eine Auflösung von 260 x 260 Pixeln. Je heller die Umgebung ist und je stärker die Sonne scheint, desto besser ablesbar das transflektive Display. Es kann über einen oben links befindlichen Knopf beleuchtet werden. Auch der Tragekomfort ist gut, dank Silikonarmband schmiegt es sich angenehm an an die Haut. Je nachdem, wie intensiv die Uhr beansprucht wird, variiert auch die Akkulaufzeit. Bis 36 Stunden sind drin mit GPS-Modus, wenn man dazu auch noch Musik hört, reicht es nur für zehn Stunden. Es gibt aber auch einen Energiesparmodus, dann sind ganze sieben Wochen Laufzeit gegeben. Allerdings wird dann die Garmin-Smartwatch wie eine herkömm

Ausstattungsdetails und wichtige Funktionen können wir nur kurz nennen. Es gibt Glonass, Galileo, GPS, einen Kompass, Gyroskop, barometrischen Höhenmesser, Thermometer und Beschleunigungsmesser. Die Uhr kann Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, zurückgelegte Strecken, hochgestiegene Stockwerke, Stress und Schlaf erfassen. Außerdem gibt es für Sportler noch Programme fürs Cardio- und Krafttraining, das Training auf einem Crosstrainer, Rudermaschine, Stepper, Yoga und Pilates.

Dabei werden Distanz, Geschwindigkeit, Trainingsbelastung und maximale Sauerstoffaufnahme erfasst. Man kann Trainingspläne runterladen, berücksichtigt werden von Garmin auch Höhen- und Hitzeakklimatisierung. Außerdem gibt es viele Golf- und Lauffunktionen. Es lassen sich auf mehr als 41.000 Golfplätzen die Schlagweite ermitteln und man kann sich helfen lassen, für die Annäherung ans Loch den richtigen Schläger zu finden. Ebenso gut geeignet ist sie für Schwimmer und Radler.

Die Uhr wurde speziell konzipiert für Seefahrer und Wassersportler. Die genaue Position vom Schiff  wird von Seekarten angezeigt, per Autopilot-App kann man den Steuerkurs ändern oder die Position von Fischfängen markieren, Wegpunkte lassen sich hierzu auch setzen. Außerdem kann man mobil über Garmin Pay bezahlen, zudem eignet sie sich für die Musikwiedergabe, um SMS und Mails zu erhalten und für Alarme, wenn sie mit einem Apple oder Android Smartphone gekoppelt ist.

Die Uhr reagiert schnell, man kann über die übersichtliche App festgelegte Ziele und Statistiken einsehen. Eine klassische Smartwatch ist sie nicht, eher ein Hightech-Instrument, das genaue Werte liefern kann und für Outdoor-Spezialisten konzipiert ist, die anspruchsvoll sind und perfekte Navigation wollen und, etwa auf dem Golfplatz oder auf hoher See, wichtige Zusatzinformationen bekommen möchten. Dementsprechend komplex ist auch das Handling, man sollte sich vor der Inbetriebnahme unbedingt mit dem Handbuch, das 60 Seiten umfasst, auseinandersetzen. Dann ist die Garmin Quatix 6 auch ein teurer aber zuverlässiger Begleiter.

Wir hatten die The Carlyle HR 5. Generation mit dunkelbraunem Leder beim Armband, es gibt ansonsten noch schwarzes Silikon oder grauen Edelstahl. Das OLED-Display ist scharf, der Durchmesser beträgt 44 Millimeter, man kann aus verschiedenen Zifferblättern wählen und als Betriebssystem gibt es Wear OS. Jedoch füllen die Zifferblätter leider nicht die gesamte Uhr aus, es gibt einen Rand von zwei bis drei Millimetern. Wir verstehen definitiv nicht, weshalb man das nicht anders hätte lösen können. Auch nicht so toll: Zwischen Gehäuse und Display gibt es eine kleine Rille, nur nach wenigen Minuten hatten sich hier schon erste Schmutzpartikel festgesetzt.

Smartphones ab iOS 10.0 und Android 6.0 können mit der Uhr zusammenarbeiten, Wear OS läuft auf dieser wasserdichten Uhr flüssig, leicht zu bedienen ist es auch. Google Pay, Aktivitätstracker, Herzfrequenzmessung, Wecker, Kalender, Musiksteuerung, E-Mail sowie Benachrichtigungen für soziale Netzwerke gehören dazu.

Die Reaktionsfreudigkeit des Displays hat uns nicht immer gefallen, teils brauchte es hier mehrere Wischbewegungen, um etwa das Menü wechseln zu können. Insgesamt könnte das Arbeitstempo dieser Uhr etwas schneller sein. Der Google Assistant war auch nicht immer zuverlässig. Wir haben gefragt, wie alt Boris Becker ist und als Antwort wurden uns die Bäckereien der Umgebung aufgelistet, unsere vorherigen Anfragen sind unbeantwortet geblieben.

Für die The Carlyle HR 5. Generation gibt es eine umfangreiche Auswahl an Apps, jedoch fast schon ein K.-o.-Kriterium ist der Akku. Nach einer Komplettaufladung haben wir die Uhr kaum benutzt, dennoch waren es nach drei Stunden nur noch 54 Prozent Restkapazität. Hier sollte das Always-On-Display deaktiviert werden, die Uhrzeit kann man so auch noch ablesen, indem man das Handgelenk neigt. Empfehlen wollen wir eine Smartwatch mit so kurzer Akkulaufzeit auf jeden Fall nicht.

Bei der Skagen HR Falster 3 gab es Parallelen zur Fossil-Uhr. Identische Verpackung, kein Wunder, denn Fossil hat die dänische Marke 2o12 übernommen. Diese Uhr läuft auch mit Wear OS, sie hat ein Edelstahl-Milanaiseband, ist hochwertig und schick mit 42 Millimetern Größe. Aber auch hier wird das gesamte Display leider nicht genutzt, es beliebt ein Zwischenraum zwischen Rand und Zifferblatt.

Was den Bedienkomfort und Funktionsumfang angeht, so gibt es zwischen den beiden kaum Unterschiede. Mit bei der Ausstattung ist etwa Herzfrequenz-Tracking, Smartphone-Benachrichtigungen, GPS, Google Pay und Google Assistant, schnellere Reaktionszeiten wären aber schön gewesen.

Wenn alle stromfressenden Funktionen aktiviert sind, hält der Akku vielleicht einen Tag durch, die Laufzeit kann aber durch verschiedene Modi verlängert werden. Bleibt das Display dunkel, ist nur die Uhrzeit ablesbar, wenn man GPS, NFC und Google Assistant deaktiviert, hält die Uhr auch zwei Tage durch, dennoch kommen noch Benachrichtigungen an.

Ganz überzeugt sind wir von der Performance dieser Uhr aber nicht, für den Preis bekommt man auch besseres.

Die Gear S3 Frontier macht auf uns einen guten Eindruck, das liegt auch an dem stabilen Edelstahlgehäuse, das hochwertig wirkt. Kompatibel ist diese Uhr mit allen Standard-22-Millimeter-Armbändern, so sind der Individualisierung kaum Grenzen gesetzt.

Auch das Super-AMOLED-Display mit 1,3 Zoll gefällt uns, es hat 16 Millionen Farben und 360 x 360 Pixel. Das Display ist dauerhaft sichtbar und die Helligkeitsstufen können angepasst werden. Fürs Zifferblatt gibt es 15 vorinstallierte Designs, geschützt wird die Uhr durch lichtdurchlässiges Corning Gorilla Glas SR+. Wenn man die Uhr intensiv nutzt, hält der Akku zwei Tage, koppelt man sie eher selten mit dem Smartphone, sind es sogar vier Tage.

Die Bedienung klappt intuitiv, auch dank der drehbaren Lünette, das ist der Ring ums Zifferblatt. Wenn man den nach links dreht, erhält man Zugriff auf die Benachrichtigungen, nach rechts auf Kontakte, Wetterinfos, verbrannte Kalorien, Erinnerungen, Höhenmesser, zurückgelegte Schritte sowie Barometer, Musikwiedergabe, News und auch Pulsmesser. Man kann aber auch senkrecht oder waagrecht übers Display wischen.

Drückt man die beiden seitlichen, unteren Knöpfe, kommt man zu den Apps. Die sind kreisförmig angeordnet. Samsung setzt hier auf das eigene Tizen-Betriebssystem, Zugriff auf den Google Play Store hat man also nicht. Alles Wichtige ist aber sowieso dabei, so etwa E-Mail, Alarm, Bildergalerie, Fitness-Optionen, Kalender, Wetter und MP3-Player.

Wenn die Uhr mit dem Smartphone gekoppelt ist, kann man auch telefonieren. Aber wir hätten uns die Freisprechanlage etwas stärker dimensioniert gewünscht, wenn die Umgebungsgeräusche lauter sind, kann es Probleme geben.

Navigieren durch die Funktionen geht flüssig und schnell, dank Dual-Core-Prozessor mit einem Gigahertz, außerdem 768 Megabyte Arbeitsspeicher sowie vier Gigabyte Speicher. Das Display ist hell genug bei direkter Sonneneinstrahlung, alle Infos kann man so ohne Probleme ablesen.

Ab dem iPhone 5 (iOS 9) arbeiten die iPhones mit dieser Uhr zusammen. Man bekommt die Grundfunktionen, einige Einschränkungen gibt es aber, so kann man etwa keine Nachrichten beantworten oder Sprachbefehle über S Voice geben.

Wissenswertes über die Smartwatch

Ein Leben ohne Smartphone? Für die meisten mittlerweile undenkbar. Vor allem überzeugend: sie funktionieren und arbeiten komplett autark. Sieht man sich dagegen eine Smartwatch an, so sind diese bislang noch nicht Massenmarkt-tauglich und hängen noch immer in der Technik-Freak-Nische fest.

Smarte Uhren sind für alle geeignet, die immer wissen wollen, was auf dem Handy gerade passiert, wer anruft oder schreibt und welche Termine aktuell anstehen. Zudem sind sie eine Art verlängerter Arm und einige Apps lassen sich auch direkt über die Uhr starten, etwa Infos übers Wetter, Musik abspielen oder Börsenkurse aufrufen. Ist der Speicher der Uhr groß genug, kann die Musik auch direkt auf der Uhr gespeichert werden.

Smartwatch Test: Testsieger ist die Apple Watch Series 3.
Oft eignen sie sich auch als Fitness-Tracker.

Außerdem übernimmt eine Smartwatch auch oft Funktionen, die etwa Fitness-Tracker bieten. So werden Strecken, die man beim Joggen oder Rad fahren zurücklegt, aufgezeichnet, verbrauchte Kalorien angezeigt, Herzschlag und maximal Geschwindigkeit angezeigt, als Navi kann man sie auch nutzen. Mittlerweile gibt es bei fast allen Smartwatches einen GPS-Sensor, zumindest für den Spart kann das Smartphone also zuhause bleiben und dennoch werden die Fitnessdaten getrackt.

Unterschieden kann man außerdem noch zwischen Smartwatch ohne oder mit SIM-Karte. Modelle mit SIM-Karte kann man autonom als tatsächlichen Smartphone-Ersatz tragen, Internet und Telefonieren funktionieren auch ohne WLAN oder Smartphone, aber abhängig vom Anbieter braucht es dafür einen eigenen Mobilfunkvertrag bzw. eine Multi-SIM-Option, das kostet meist auch monatlich Geld.

Ohne eine SIM-Karte muss zum Smartphone eine Bluetooth-Verbindung aufgebaut werden, nur so kann man den maximalen Funktionsumfang und Bedienkomfort nutzen.

Die konkurrierenden Betriebssysteme

Eine Smartwatch ist wie ein Desktop-PC, Tablet oder Smartphone – je nach Hersteller gibt es verschiedene Betriebssysteme. Bei Apple gibt es die Uhren inzwischen mit watchOS 6, mit Windows oder Android Smartphones passen sie daher wie üblich nicht zusammen.

Tizen gibt es bei Samsung, das ist zumindest teilweise mit aktuelleren iPhones kompatibel.

Am verbreitetsten ist momentan Wear OS, das findet sich etwa bei Fossil, Huawei, Tag Heurer oder Casio, nur mit Einschränkungen funktioniert es auch mit iPhones. Beim aktuellen Wear OS gibt es den Google Play Store auf der Smartwatch, Apps können direkt daraus installiert werden. Auch Google Assistant ist dabei.

Fitbit OS gibt es auch noch, das ist Android Smartphones gegenüber offen, ebenso gegenüber neueren Windows Phones oder iPhones, vorwiegend ist es aber noch für Fitness-Fans geeignet.

Smartwatch Test: 20200306
Zifferblatt permanent an? Dann hält der Akku nicht so lange.

So haben wir getestet

Wir haben im Test vor allem auf Alltagsnähe geachtet – ist die Uhr im täglichen Umgang gut? Was für Funktionen gibt es und wie ist die Bedienung?

Zudem war ein wichtiges Kriterium für uns, wann und wie oft die Uhr aufgeladen werden muss. Der Fokus lag darauf, mit welchen Smartphones sie zusammenarbeiten bzw. mit welchen Betriebssystemen.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.