Test: Ipad

Tablets im Test : Handliche Multimedia-Meister

Update 15.12.2021

Tablets sind mehr als nur größere Smartphones. Die höhere Bildschirmdiagonale kommt nicht nur dem Filmgenuss zuhause und unterwegs zugute, sie ist auch grundlegend für einige Sonderfunktionen, die man auf Mobiltelefonen so nicht findet. Dank zusätzlicher Eingabegeräte werden Tablets schnell zum Laptop-Ersatz oder zur Leinwand für digitale Zeichnungen.

Update 15. Dezember 2021

Wir haben weitere Tablets getestet. Das iPad Pro 12.9 (2021), das iPad Mini (2021) und das klassische iPad (2021) sind neue Empfehlungen.

11. Dezember 2020

Nun haben wir auch das iPad Air (2020) getestet – und wir können es ohne Vorbehalte empfehlen.

8. Oktober 2020

Apple stellte das iPad Air aus der vierten und das iPad aus der achten Generation vor. Wir haben das iPad (2020) bereits getestet und es ist definitiv eine Empfehlung geworden.

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Boris Hofferbert
schreibt als freier Redakteur unter anderem für digitalPhoto, Tech.de und PC Welt und betreibt das Hilfe-Portal Tutonaut. Er testet am liebsten Tablets, eBook-Reader und Fernseher.

Das Tablet-Angebot ist, wenn man es mit dem Markt für Smartphones vergleicht, nicht allzu groß. Eine Handvoll Hersteller konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Käufer. Die Geräte unterscheiden sich dabei nicht nur bei der Ausstattung und Konzept, sondern auch preislich gibt es große Unterschiede. Wir haben 33 verschiedene Tablets getestet, wovon 14 noch im Handel verfügbar sind, und sagen Ihnen, welche wir für empfehlenswert halten.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Elegant und leistungsstarkAndroid-FavoritPerformance-MonsterKompakt und kräftigPreiswert
Test: Ipad Air 2020Test  Handliche Multimedia-Meister: Samsung Galaxy Tab S7Test: Apple Ipad Pro 12.9 (2021)Test: Apple Ipad Mini 6Test: Apple Ipad (2021)
Modell Apple iPad Air (2020) Samsung Galaxy Tab S7 Apple iPad Pro 12.9 (2021) Apple iPad Mini 6 Apple iPad (2021)
Pro
  • Elegantes Design
  • Sehr gutes Display
  • Hohe Leistung
  • Top Verarbeitung
  • Gutes Zubehör
  • Schnell
  • Gutes Display mit 120 Hertz
  • Top verarbeitet
  • Tolle S-Pen-Funktionen
  • Praktischer Desktop-Modus
  • Hervorragendes Display
  • Gigantische Rechen­leistung
  • Optional mit 5G-Funk
  • Perfekte Verarbeitung
  • Kompakt und leicht
  • Sehr gute Leistung
  • Lange Laufzeit
  • Unterstütz Apple Pencil 2
  • Optional mit 5G-Funk
  • Hohe Alltagsleistung
  • Gutes Display
  • Lange Laufzeit
Contra
  • Keine 128-GB-Version
  • Kein Kopfhörer­ausgang
  • Überfrachtete Software
  • Hoher Preis
  • Akkulaufzeit im 120-Hz-Modus
  • Sehr hoher Preis
  • Kaum Apps, die die Leistung nutzen
  • Probleme mit "Jelly Scrolling" im Hochkant-Modus
  • Recht teuer
  • Biederes Design
  • Kein USB-C
  • Teures Speicher-Upgrade
Bester Preis
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Elegant und leistungsstark: Apple iPad Air (2020)

Elegant und leistungsstark

Apple iPad Air (2020)

Test: Ipad Air 2020
Das iPad Air 2020 überzeugt mit hoher Leistung, schönem Design und einem tollen Display. Selbst bei Sonnenlicht konnte man davon noch gut ablesen.

Die 2020er-Version des iPad Air kommt gegenüber seinem Vorgänger deutlich überarbeitet daher und bietet nun einige Funktionen, die man sonst nur aus der Pro-Serie kennt – selbst das Äußere erinnert an die Pro-Modelle. Im Inneren dagegen befindet sich nun der neue, leistungsstärkere A14-Chipsatz, außerdem bekam das Zubehör ein Upgrade: Sowohl der Apple Pencil 2 als auch Magic Keyboard werden jetzt unterstützt.

Designtechnisch fallen direkt Parallelen zum iPad Pro auf: Das Gehäuse ist aus recyceltem Aluminium gefertigt und bestens verarbeitet – das fühlt man bei der Nutzung auch. Mit 460 Gramm ist es nicht sonderlich schwer und kann so angenehm getragen werden. Der einzige optische Dämpfer ist die etwas herausstehende Kamera. Legt man das iPad ohne Hülle auf den Tisch, liegt es dadurch nicht ganz eben auf. Wenigstens knipst die Kamera für ein Tablet sehr brauchbare Fotos, die von der Qualität her ungefähr mit dem iPhone SE vergleichbar sind.

Einen Home-Button gibt es nicht, das Entsperren erfolgt stattdessen per Einschaltknopf an der Seite, in den auch ein Fingerabdrucksensor integriert wurde. Der Sensor funktionierte im Test stets zuverlässig, ähnlich komfortabel wie eine Gesichtserkennung – auf die leider verzichtet wurde – ist es aber nicht. Navigiert wird wie gewohnt mit Wischgesten.

Das Display misst mit 10,9 Zoll nun 0,4 Zoll mehr als das des Vorgängers und ist damit fast genauso groß wie die elf-Zoll-Displays aus der Pro-Serie. Typisch für ein iPad ist es angenehm hell, farbecht und scharf, damit lässt es sich selbst an sonnigen Tagen draußen noch gut ablesen. Somit eignet sich das Tablet auch für Film- oder Videobearbeitung. Überhaupt kommen Videos sehr gut zur Geltung, dank der Stereo-Lautsprecher werden die auch klanglich schön untermalt. Natürlich kommt der Sound nicht mit dem Setup des iPad Pros mit, aber für die Bauform klingt es doch sehr respektabel.

Ein kleiner Coup ist Apple mit dem A14-Chipsatz gelungen. In puncto Rechenleistung übertrumpft er seinen Vorgänger A12 deutlich und je nach Testszenario schlägt er sogar den A12Z, der den Pro-Modellen vorbehalten ist. Noch interessanter als Benchmark ist aber die praktische Performance, bei der sich das Air 2020 keine Schwächen erlaubte. Ob 3D-Spiel, Photoshop-Projekte oder 4K-Videomaterial – nichts brachte das Tablet sonderlich ins Schwitzen.

Das Betriebssystem iPadOS 14 lässt sich selbst von ausgiebigem Multitasking nicht ausbremsen. In Kombination mit dem starken Chipsatz ist man damit bestens für die kommenden Jahre gerüstet.

Eine weitere Veränderung gegenüber dem Vorgänger ist der USB-C-Port. Erfreulich: Auch in Sachen Zubehör ist man deutlich vielseitiger: Externe SSDs, Funkmäuse, USB-Headset, USB-Sticks oder auch Ethernet-Anschluss – alles kein Problem. Ein sehr gelungenes Upgrade!

Überhaupt wurde die Zubehörunterstützung aufgerüstet. Die 2020er-Version des iPad Air unterstützt nun den Pencil 2 und das Magic Keyboard, was dem Nutzer einige spannende Möglichkeiten mehr einräumt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Pencil ein noch größerer Handschmeichler, daher erlaubt er nicht nur handschriftliche Notizen, sondern auch feine Zeichnungen. Der Pencil dockt magnetisch ans Tablet an – auch das Laden funktioniert so.

Das Magic Keyboard, das bisher nur dem iPad Pro vorbehalten war, verwandelt das Tablet in ein Convertible. Beim Schreiben fühlt sich die Tastatur sehr angenehm an, außerdem machen die beleuchteten Tasten einiges her. Mit dem iPad Air selbst und der Tastatur bekommt man ein tolles Gesamtpaket, das aber auch seinen Preis hat. Günstige Alternativen gibt es zwar auf Markt reichlich, aber die sind eben nicht perfekt auf das Tablet abgestimmt.

Auch in Sachen Konnektivität ist etwas passiert: WiFi 6, der aktuelle WLAN-Standard, wird nun unterstützt, dadurch hat man mit einem entsprechenden Router eine noch schnellere Verbindung. Wie schon beim iPhone 12 wurde auf 5G verzichtet, optional gibt es auch eine Version mit LTE.

Ein rundum starkes iPad also – aber es gibt auch kleine Nachteile. Dass es in manchen Bereichen dem iPad Pro noch hinterherhinkt, ist verständlich, da Apple die Pro-Variante natürlich nicht entwerten möchte. Der vermutlich größte Negativpunkt ist eine fehlende 128-Gigabyte-Version. 64 Gigabyte Speicher dürften nämlich für viele zu wenig sein, aber gleich 256 Gigabyte (mit entsprechend happigem Aufpreis!) braucht eben auch nicht jeder.

Den bereits angesprochenen Kamera-Hubbel kann man gut mit einer Schutzhülle kaschieren. Wer Kabel-Kopfhörer besitzt, wird außerdem einen Klinkenstecker vermissen. Musikhören funktioniert daher nur via Bluetooth, mit USB-C-Kopfhörern oder mithilfe eines passenden Adapters.

Nichtsdestotrotz macht die Kombination aus schöner Verarbeitung, einer starken Performance und erweitertem Zubehör das iPad Air (2020) zu einem Top-Tablet, das auch einen Laptop ersetzen kann. Dass der Preis im Vergleich zum Vorgänger nochmal gestiegen ist, ist daher verständlich und verschmerzbar.

Android-Favorit: Samsung Galaxy Tab S7

Android-Favorit

Samsung Galaxy Tab S7

Test  Handliche Multimedia-Meister: Samsung Galaxy Tab S7
Mit Top-Hardware und praktischen Funktionen das beste Tablet aus dem Android-Lager. Nur die Software macht gelegentlich einen etwas überladenen Eindruck.

Das Galaxy Tab S7 von Samsung gehört wie auch seine Plus-Variante zu den besten Android-Tablets, die derzeit erhältlich sind. Auch wenn die Plus-Version etwas größer ist und eine etwas höhere Auflösung hat, sprechen für uns Preis und kompakte Größe eher für diese Variante.

Samsung hat sein aktuelles Tablet stark weiterentwickelt. Der Display ist sehr gut und mit 120-Hertz-Bildwiederholfrequenz scrollt es sich ruckelfrei. Ganze vier Lautsprecher sorgen dazu noch für guten Sound.

Das Galaxy Tab S7 ist hervorragend verarbeitet und durch das Aluminiumgehäuse sehr leicht. Den Antrieb des Tablets übernimmt ein Snapdragon 865+, der von einem Arbeitsspeicher mit sechs Gigabyte unterstützt wird. Apples aktueller Chipsatz hat zwar deutlich mehr Leistung, bei der Nutzung des Android-Tablets merkt man die vermeintliche Unterlegenheit aber nicht: Alles läuft schnell und sauber.

Gleich mitgeliefert wird der S-Pen. Mit dem neuen Eingabestift kommt handschriftliches Schreiben auf dem Tablet immer näher an Schreiben auf dem Papier heran. Und auch Zeichnen funktioniert sogar noch besser als mit dem ohnehin guten Vorgänger. Wird er nicht genutzt, kann der Pen magnetisch auf der Rückseite des Gehäuses befestigt werden. Noch besser: Dabei lädt er sogar automatisch auf.

Erfreulich ist zudem der ausgereifte DeX-Modus. Mit Tastatur und Maus kann man den Bildschirm des Tab S7 in einen Desktop verwandeln. Apps von Samsung und vom Office-Paket lassen sich ohne Probleme nutzen. Google Play-Apps laufen zwar nicht völlig reibungslos, dennoch zeigt das DeX, was für Möglichkeiten im Android-Desktop-Systemen stecken – leider verfolgte Google diese Möglichkeit bisher kaum.

Leider wirkt das Galaxy Tab S7 aber etwas überfrachtet. Es gibt jede Menge bereits vorinstallierte Apps und einige zu wenig ausgereifte Optionen wie den Sprachassistenten Bixby, zwei verschiedene App-Stores, einen Kinder-Modus und verschachtelte Menüs. Das ist allerdings auch den Extras für den S-Pen zuzuschreiben.

Mit 120 Hertz schafft das Tablet nur zwischen sieben und acht Stunden, mit 60 Hertz wird das zwar etwas mehr, aber dafür muss man eben auch auf den schnellen Modus verzichten.

Das Galaxy Tab S7 ist trotz einiger Software-Mängel ein hervorragendes Tablet. Die Kombination des guten Displays, der tollen Verarbeitung, dem DeX-Modus sowie dem S-Pen machen das S7 zu einem Top-Gerät. Und wenn nun Samsung noch sein Versprechen hält, die Tablets längerfristig mit Updates für Android zu versorgen, lohnt sich der Kauf allemal.

Performance-Monster: Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Performance-Monster

Apple iPad Pro 12.9 (2021)

Was die technische Ausstattung angeht, gibt es derzeit wohl kaum etwas besseres als das iPad Pro 12.9. Grund hierfür ist der M1-Chip, der hier verbaut ist und der ebenso in Apples Mac-Palette zum Einsatz kommt.

Was sofort auffällt, ist aber nicht der potente Chip, sondern das hervorragende Display, das durch die verbauten Mini-LEDs sehr hell ist, aber gleichzeitig hervorragende Kontrast- und Farbdarstellungen liefert. Die Vorteile des Displays zeigen sich deshalb vor allem bei der Wiedergabe von HDR-Videos.

Auch bei den Benchmarktests lässt das iPad die Muskeln spielen. Mitbewerbern lässt es in puncto Performance nicht den Hauch einer Chance. Der mit acht Gigabyte recht großzügig dimensionierte Arbeitsspeicher schlägt in die gleiche Kerbe und ist der perfekten Performance ebenfalls zuträglich. Ruckler und Verzögerungen beim Starten von Apps gibt es damit praktisch nicht mehr. Dank Thunderbolt-3-Anschluss und optionalem 5G-Modul ist das iPad Pro auch bei Datentransfers schnell unterwegs.

Die auf der Rückseite verbaute Kamera des iPhone macht ihre Sache gut. Für Augmented-Reality-Apps ist zusätzlich ein LiDAR-Sensor verbaut. Das alles macht das iPad Pro 12.9 zum derzeit leistungsfähigsten Tablet auf dem Markt. Das führt uns aber gleich zum größten Nachteil des Premium-Tablets: Aktuell gibt es einfach keine App, die die Hardware wirklich ausreizen kann.

Insofern kann man die Anschaffung des iPad Pro 12.9 lediglich als Investition betrachten, denn man kann davon ausgehen, dass die Software immer anspruchsvoller wird.

Kompakt und kräftig: Apple iPad Mini (2021)

Das iPad in der Mini-Version (2021) vereint viel Leistung in einem verhältnismäßig kleinen Format. Weil sich Apple auch von dem seit 2013 unverändert gebliebenen Design in der nun sechsten Generation verabschiedet hat, haben wir es hier mit einer komplett runderneuerten Version zu tun.

Kompakt und kräftig

Apple iPad Mini 6

Haptisch gibt es hier keinen Grund zu meckern, das Tablet im Mini-Format und kantigem Design fühlt sich wertig an und macht einen ausgesprochen soliden Eindruck. Geladen wird das kleine iPad über den USB-C-Anschluss, der sich an der Unterseite des Tablets befindet. Ein Stück weit darüber befindet sich der Power-Button mit integriertem Fingerabdrucksensor. In gewohnter Apple-Manier hat der im Test stets zuverlässig und schnell funktioniert.

Gegenüber der Vorgängergeneration ist der Touchscreen des iPad Mini ein klein wenig angewachsen und misst nun 8,3 Zoll in der Diagonalen, was sich im Alltag, beispielsweise beim Surfen im Internet, deutlich bemerkbar macht. Gut gefallen hat uns auch die hohe Qualität des Bildschirms selbst. Technologien wie Mini-LED oder 120 Hertz sucht man hier war vergeblich, das Ergebnis kann sich aber trotzdem sehen lassen, Farben werden gut dargestellt und auch die Helligkeit lässt sich auf ein hohes Niveau schrauben.

Weil Apple dem iPad Mini den A14-Chip spendiert hat, wie man ihn auch im neuen iPhone 13 findet, ist die Performance des Tablets über alle Zweifel erhaben. Besonders deutlich wird der Unterschied, wenn man das neue iPad mit seinem Vorgänger vergleicht, in dem noch ein A12 schlummert.

Kritik gibt es für das sogenannte »Jelly Scrolling«. Hält man das iPad beim Scrollen durch Texte hochkant, kann es bei zu schneller Ausführung dazu kommen, dass nicht überall auf dem Display die Inhalte zur selben Zeit aktualisiert werden. Das kann durchaus störend sein. Ebenso Kritik gibt es für den Preis. Auch hier hat Apple nämlich aufgerüstet und so gibt es die günstigste Version des Tablets nun für sportliche 549 Euro. Dafür bekommt man aber auch ein kompaktes Tablet, das enorm leistungsfähig ist.

Preiswert: Apple iPad (2021)

Beim klassischen iPad hat sich nicht viel getan – und das ist gut so, denn damit ist es nach wie vor das iPad mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Preiswert

Apple iPad (2021)

Ein paar Neuerungen haben es aber dann doch in die neue iPad-Generation geschafft. So verfügt das kleinste Modell nun über einen 64 Gigabyte großen Speicher und auch beim Prozessor hat sich Apple nicht lumpen lassen und dem Tablet den neuen A13 spendiert. Wie man es von Apple kennt, ist die Speicher-Politik eine kostspielige Angelegenheit, 170 Euro werden für eine Verdopplung des Speichers fällig.

Und auch sonst haben die Kalifornier ihr Tablet größtenteils unverändert gelassen, was auch am Zubehör deutlich wird, mit dem man das Tablet kombinieren kann. Denn weder das Smart Keyboard Cover noch der mittlerweile etwas in die Jahre gekommene Apple Pencil sind State of the Art, was die verbaute Technik angeht. Aber: Beide funktionieren hervorragend und kosten deutlich weniger als ihre neueren Pendants.

Auch beim Display hat sich nicht viel getan. Der 10,2-Zöller überzeugt mit akkurater Farbwiedergabe und ausgezeichneter Helligkeit. Im Vergleich zu deutlich teureren Modellen vermisst man hier lediglich die Laminierung zwischen Rand und Bildinhalt. Der Home-Button, der zugleich auch Fingerabdrucksensor ist, hat im Test problemlos funktioniert. Das alles macht das iPad 2021 zu einer gelungenen Empfehlung für den schmalen Geldbeutel.

Was gibt es sonst noch?

Das Surface Go 2 ist eine neue Variante des Einsteiger-Tablets von Microsoft. Äußerlich ist es nur ein klein wenig gewachsen, aber gerade in den höherpreisigen Versionen ist es auch deutlich leistungsstärker. Wie schon beim Vorgänger ist Windows 10 Home (S-Modus) auf dem Gerät installiert. Damit können nur Apps im Microsoft Store gesucht werden. Die Apps funktionieren zwar gut über Touch, allerdings wird beim Navigieren im Windows-Explorer doch eher eine Maus nötig.

Das iPad Pro (2020) ist mit einem schnellen A12Z-Prozessor und 6 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet sowie einem internen Speicher von 128 Gigabyte – und damit auch mehr Platz für neue iPadOS-Versionen. Dank des verbaten LiDAR-Sensor können auch Apps mit Augmented Reality genutzt werden, auch wenn es davon bisher nicht viele gibt. Wie bei allen aktuellen iPhones läuft auch hier die Gesichtserkennung zuverlässig.

Die Light-Variante der Galaxy-Topgeräte ist zwar mit dem Tab S6 lite etwas abgespeckt, dafür aber günstiger. Sowohl beim Gehäuse als auch beim Display merkt man kaum Unterschiede. Dafür gibt es keinen Fingerabdrucksensor, außerdem zeigt das Gerät immer wieder kleine Ruckler und Verzögerungen. Dafür ist der S-Pen gleich mit dabei. Als Arbeitsgerät ist es wahrscheinlich eher ungeeignet, dennoch ist es eine grundsolide Alternative zu Apple.

Das iPad Mini nutzt einen nur 7,9 Zoll großen Bildschirm und ist somit in Sachen Diagonale nicht allzu viel größer als aktuelle Smartphones. Der verbaute A12-Prozessor ist schön leistungsstark und gewährleistet eine zügige Bedienung ohne Hänger und Verzögerungen, das Display ist hochwertig, und das Tablet unterstützt den Eingabestift Apple Pencil 1. Auf den Pencil 2, das Smart Keyboard und auch auf FaceID müssen geneigte Käufer hingegen verzichten. Für alle, die ein möglichst kleines Tablet suchen, ist das iPad Mini in jedem Fall einen Blick wert.

Beim Pro X der Surface-Reihe kommen keine Intel-Prozessoren zum Einsatz, sondern CPUs, die auf der ARM-Basis laufen. Der SQ1 genannte Prozessor lehrt der Konkurrenz aus dem Hause Intel zwar nicht das Fürchten, für ein flüssiges Arbeiten mit dem Tablet reicht es aber allemal.

Wissenswertes über Tablets

Vielen wird es schon bei unseren Empfehlungen aufgefallen sein: Der Tablet-Markt wird maßgeblich von Apple dominiert. Obwohl Android mit großem Abstand unangefochtener Marktführer bei Smartphone-Betriebssystemen ist, wollte sich der Erfolg bei Tablets nie richtig einstellen, und mittlerweile haben sich die meisten Hersteller aus dem Sektor zurückgezogen – der Nachschub an neuen Androids mit mehr als sieben Zoll Bildschirmdiagonale hält sich dementsprechend in engen Grenzen.

Ganz anders sieht es bei Apple aus, die neben dem normalen iPad auch noch die Varianten Pro, Air und Mini anbieten und davon regelmäßig Updates veröffentlichen. Interessanterweise gilt einer der häufigsten genannten Kritikpunkten, der Apple-Produkten sonst entgegengebracht wird, nämlich der hohe Kaufpreis, bei Tablets nicht – hochwertige Androids sind oft sogar teurer als die Apple-Alternativen.

Ein weiteres Problem bei Android-Tablets ergibt sich aus nicht angepasster Software. Zwar sind die Apps aus dem Google Play Store grundsätzlich lauffähig, hinterlassen aber durch die größere Darstellung und die fehlende, aber eigentlich notwendige Anpassung der Bedienung oft eine durchwachsene Nutzbarkeit.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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