Test: Ipad

Tablets im Test : Handliche Multimedia-Meister

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Update 08.10.2020

Tablets sind mehr als nur größere Smartphones. Die höhere Bildschirmdiagonale kommt nicht nur dem Filmgenuss zuhause und unterwegs zugute, sie ist auch grundlegend für einige Sonderfunktionen, die man auf Mobiltelefonen so nicht findet. Dank zusätzlicher Eingabegeräte werden Tablets schnell zum Laptop-Ersatz oder zur Leinwand für digitale Zeichnungen.

Update 11. Dezember 2020

Nun haben wir auch das iPad Air (2020) getestet – und wir können es ohne Vorbehalte empfehlen.

8. Oktober 2020

Apple stellte das iPad Air aus der vierten und das iPad aus der achten Generation vor. Wir haben das iPad (2020) bereits getestet und es ist definitiv eine Empfehlung geworden.

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Boris Hofferbert
Boris Hofferbert
schreibt als freier Redakteur unter anderem für digitalPhoto, Tech.de und PC Welt und betreibt das Hilfe-Portal Tutonaut. Er testet am liebsten Tablets, eBook-Reader und Fernseher.

Das Tablet-Angebot ist, wenn man es mit dem Markt für Smartphones vergleicht, nicht allzu groß. Eine Handvoll Hersteller konkurrieren um die Aufmerksamkeit der Käufer. Die Geräte unterscheiden sich dabei nicht nur bei der Ausstattung und Konzept, sondern auch preislich gibt es große Unterschiede. Wir haben 28 verschiedene Modelle getestet, wovon 16 noch im Handel verfügbar sind, und sagen Ihnen, welche wir für empfehlenswert halten.

Elegant und leistungsstark: Apple iPad Air (2020)

Elegant und leistungsstark

Apple iPad Air (2020)

Die 2020er-Version des iPad Air kommt gegenüber seinem Vorgänger deutlich überarbeitet daher und bietet nun einige Funktionen, die man sonst nur aus der Pro-Serie kennt – selbst das Äußere erinnert an die Pro-Modelle. Im Inneren dagegen befindet sich nun der neue, leistungsstärkere A14-Chipsatz, außerdem bekam das Zubehör ein Upgrade: Sowohl der Apple Pencil 2 als auch das Apple Magic Keyboard werden jetzt unterstützt.

Designtechnisch fallen direkt Parallelen zum iPad Pro auf: Das Gehäuse ist aus recyceltem Aluminium gefertigt und bestens verarbeitet – das fühlt man bei der Nutzung auch. Mit 460 Gramm ist es nicht sonderlich schwer und kann so angenehm getragen werden. Der einzige optische Dämpfer ist die etwas herausstehende Kamera. Legt man das iPad ohne Hülle auf den Tisch, so liegt es nicht ganz plan. Wenigstens knipst die Kamera für ein Tablet sehr brauchbare Fotos, die von der Qualität her ungefähr mit dem iPhone SE vergleichbar sind.

Einen Home-Button gibt es nicht, das Entsperren erfolgt stattdessen per Einschaltknopf an der Seite, in den auch ein Fingerabdrucksensor integriert wurde. Der Sensor funktionierte im Test stets zuverlässig, ganz so komfortabel wie eine Gesichtserkennung – auf die leider verzichtet wurde – ist es aber nicht. Navigiert wird wie gewohnt mit Wischgesten.

Das Display misst mit 10,9 Zoll nun 0,4 Zoll mehr als das des Vorgängers und ist damit fast genauso groß wie die elf-Zoll-Displays aus der Pro-Serie. Typisch für ein iPad ist es angenehm hell, farbecht und scharf, damit lässt es sich selbst an sonnigen Tagen draußen noch gut ablesen. Somit eignet sich das Tablet auch für Film- oder Videobearbeitung. Überhaupt kommen Videos sehr gut zur Geltung, dank der Stereo-Lautsprecher werden die auch klanglich schön untermalt. Natürlich kommt der Sound nicht mit dem Vier-Boxen-Setup des iPad Pros mit, aber für ein Tablet klingt es doch sehr respektabel.

Ein kleiner Coup ist Apple mit dem A14-Chipsatz gelungen. In puncto Rechenleistung übertrumpft er seinen Vorgänger A12 deutlich und je nach Testszenario schlägt er sogar den A12Z, der den Pro-Modellen vorbehalten ist. Noch interessanter als Benchmarks ist aber die praktische Performance, bei der sich das Air 2020 keine Schwächen erlaubte. Ob 3D-Spiel, Photoshop-Projekte oder 4K-Videomaterial – nichts brachte das Tablet sonderlich ins Schwitzen.

Das Betriebssystem iPadOS 14 lässt sich selbst von ausgiebigem Multitasking nicht ausbremsen. In Kombination mit dem starken Chipsatz ist man damit bestens für die kommenden Jahre gerüstet.

Eine weitere Veränderung gegenüber dem Vorgänger ist der neue USB-C-Anschluss. Nicht nur schnelleres Aufladen ist damit möglich, sondern auch in Sachen Zubehör ist man deutlich vielseitiger: Externe SSDs, Funkmäuse, USB-Headset, USB-Sticks oder auch Ethernet-Anschluss – alles kein Problem. Ein sehr gelungenes Upgrade!

Überhaupt wurde die Zubehörunterstützung aufgerüstet. Die 2020er-Version des iPad Air unterstützt nun den Apple Pencil 2 und das Apple Magic Keyboard, was dem Nutzer einige spannende Möglichkeiten mehr einräumt. Im Vergleich zu seinem Vorgänger liegt der Apple Pencil 2 noch besser in der Hand, daher erlaubt er nicht nur handschriftliche Notizen, sondern auch feine Zeichnungen. Der Pencil dockt magnetisch ans Tablet an und wird auch so geladen.

Das Magic Keyboard, das bislang nur dem iPad Pro vorbehalten war, verwandelt das Tablet in ein Convertible. Beim Schreiben fühlt sich die Tastatur sehr angenehm an, außerdem machen die beleuchteten Tasten einiges her. Mit dem iPad Air selbst und der Tastatur bekommt man ein tolles Gesamtpaket, das aber auch seinen Preis hat. Günstige Alternativen gibt es zwar auf Markt reichlich, aber die sind eben nicht perfekt auf das Tablet abgestimmt.

Auch in Sachen Konnektivität ist etwas passiert: WiFi 6, der aktuelle WLAN-Standard, wird nun unterstützt, dadurch hat man mit einem entsprechenden Router eine noch schnellere Verbindung. Wie schon beim iPhone 12 wurde auf 5G verzichtet, optional gibt es das iPad Air aber mit LTE.

Ein rundum starkes iPad also – aber es gibt auch kleine Nachteile. Dass es in manchen Bereichen dem iPad Pro noch hinterherhinkt, ist verständlich, da Apple das Pro-Modell natürlich nicht entwerten möchte. Der vermutlich größte Negativpunkt ist eine fehlende 128-Gigabyte-Version. 64 Gigabyte Speicher dürften nämlich für viele zu wenig sein, aber gleich 256 Gigabyte (mit entsprechend happigem Aufpreis!) braucht eben auch nicht jeder.

Den bereits angesprochenen Kamera-Hubbel kann man gut mit einer Schutzhülle kaschieren. Wer Kabel-Kopfhörer besitzt, wird außerdem einen Klinkenstecker vermissen. Musikhören funktioniert daher nur via Bluetooth, mit USB-C-Kopfhörern oder mithilfe eines passenden Adapters.

Nichtsdestotrotz macht die Kombination aus schöner Verarbeitung, einer starken Performance und erweitertem Zubehör das iPad Air 2020 zu einem Top-Tablet, das auch einen Laptop ersetzen kann. Dass der Preis im Vergleich zum Vorgänger nochmal gestiegen ist, ist daher verständlich und verschmerzbar.

Android-Favorit: Samsung Galaxy Tab S7

Android-Favorit

Samsung Galaxy Tab S7

Das Samsung Galaxy Tab S7 gehört wie auch seine Plus-Variante zu den besten Android-Tablets, die derzeit erhältlich sind. Auch wenn die Plus-Version etwas größer ist und eine etwas höhere Auflösung hat, sprechen für uns Preis und kompakte Größe eher für diese Variante.

Samsung hat sein aktuelles Tablet stark weiterentwickelt. Der Display ist sehr gut und mit 120-Hertz-Bildwiederholfrequenz scrollt es sich ruckelfrei. Ganze vier Lautsprecher sorgen dazu noch für guten Sound.

Das Galaxy Tab S7 ist hervorragend verarbeitet und durch das Aluminiumgehäuse sehr leicht. Den Antrieb des Tablets übernimmt ein Snapdragon 865+, der von sechs Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Apples aktueller Chipsatz hat zwar deutlich mehr Leistung, bei der Nutzung des Android-Tablets merkt man die vermeintliche Unterlegenheit aber nicht: Alles läuft schnell und sauber.

Gleich mitgeliefert wird der S-Pen. Mit dem neuen Eingabestift kommt handschriftliches Schreiben auf dem Tablet immer näher an Schreiben auf dem Papier heran. Und auch Zeichnen funktioniert sogar noch besser als mit dem ohnehin guten Vorgänger. Wird er nicht genutzt, kann der Pen magnetisch auf der Rückseite des Gehäuses befestigt werden. Noch besser: Dabei lädt er sogar automatisch auf.

Erfreulich ist zudem der ausgereifte DeX-Modus. Mit Tastatur und Maus kann man den Bildschirm des Tab S7 in einen Desktop verwandeln. Apps von Samsung und vom Office-Paket lassen sich ohne Probleme nutzen. Google Play-Apps laufen zwar nicht völlig reibungslos, dennoch zeigt das DeX, was für ein Potenzial in Android-Desktop-Systemen steckt – leider verfolgte Google diese Möglichkeit bisher kaum.

Leider wirkt das Galaxy Tab S7 aber etwas überfrachtet. Es gibt jede Menge bereits vorinstallierte Apps und einige zu wenig ausgereifte Optionen wie den Bixby-Sprachassistent, zwei verschiedene App-Stores, einen Kinder-Modus und verschachtelte Menüs. Das ist allerdings auch den Extras für den S-Pen zuzuschreiben.

Ebenfalls nicht optimal ist die Akkulaufzeit. Mit 120 Hertz schafft das Tablet nur zwischen sieben und acht Stunden, mit 60 Hertz wird das zwar etwas mehr, aber dafür muss man eben auch auf den schnellen Modus verzichten.

Das Galaxy Tab S7 ist trotz einiger Software-Mängel ein hervorragendes Tablet. Die Kombination des guten Displays, der tollen Verarbeitung, dem DeX-Modus sowie dem S-Pen machen das S7 zu einem Top-Gerät. Und wenn nun Samsung noch sein Versprechen hält, die Tablets längerfristig mit Updates für Android zu versorgen, lohnt sich der Kauf allemal.

Technisches Wunder: Apple iPad Pro 2020

Technisches Wunder

Apple iPad Pro (2020)

Die neue Version des iPad Pro ist da: Design und Display-Technologie bleiben zwar gleich, dafür ist das neue Tablet durch einen überholten A12Z-Prozessor noch schneller. Außerdem gibt es 6 Gigabyte Arbeitsspeicher sowie einen internen Speicher von 128 Gigabyte – und damit auch mehr Platz für neue iPadOS-Versionen.

Die teurere Variante hat etwas weniger Rahmen und eine 120-Hertz-Bildwiederholfrequenz, durch die Animationen flüssig abgespielt werden. Das Kamerasystem wurde verbessert und durch einen sogenannten LiDAR-Sensor können auch Apps mit Augmented Reality genutzt werden, auch wenn es davon bisher nicht viele gibt. Wie bei allen aktuellen iPhones läuft auch hier die Gesichtserkennung zuverlässig.

Besonders überzeugend am iPad Pro: Sein Zubehör. Da wäre zum einen der Apple Pencil 2, der seinen Vorgänger hinter sich lässt. Er läuft präziser und kann magnetisch ans Gehäuse gedockt und damit auch geladen werden. Zum anderen ist da das Magic Keyboard, das per Magnet an das iPad gesteckt werden kann. Tastatur, Trackpad und auch Maussteuerung funktionieren hervorragend – so nahe an einem vollwertigen Laptop-Ersatz war Apple noch nie.

Das Keyboard ist aber selbst für Apple recht teuer. Außerdem ist das iPad Pro in Kombination mit dem Magic Keyboard nicht nur relativ dick, sondern auch schwer. Auch die Akku-Leistung von 10 Stunden leidet unter Einsatz des Keyboards. Erfreulich ist, dass das iPad Pro (2018) mit dem neuen Magic Keyboard genutzt werden kann sowie auch Trackpads, Bluetooth-Tastaturen und Mäuse kompatibel sind.

Egal, ob mit oder ohne Zubehör, das iPad Pro (2020) ist technisch mit das beste Tablet derzeit auf dem Markt. Aber der hohe Preis macht es nicht für jeden erstrebenswert.

Günstig: Apple iPad 2020

Günstiger als die Pro-Variante ist das Apple iPad von 2020. Die mittlerweile achte Generation wurde von Apple ordentlich aufgewartet. Statt dem langsamen Chipsatz Apple A10 verfügt die 2020-Variante über einen flotten Apple A 12. Natürlich ist das für den Preis immer noch nicht die Spitzenklasse, dennoch zeigen sich weitaus weniger Ruckler als noch beim iPad von 2019.

Ansonsten gibt es allerdings bei der neuen Version keine maßgeblichen Veränderungen. Von außen ist alles gleich geblieben, der breite Rand sowie der Home-Button mit Finger-Touch-ID wirken bereits etwas überholt. Das Display ist jedoch farbecht, hell und scharf, nur gibt es keine Farbanpassung über TrueTone oder eine Erweiterung des P3-Farbraums. Allerdings sind das zugegebenermaßen unbegründete Beschwerden, ist doch das Display trotz allem noch immer auf dem Niveau der besten Tablets. Geladen wird das Gerät per Lightning-Port, einen USB-C-Anschluss gibt es nur bei teureren Geräten.

Die günstige iPad-Variante unterstützt zwar Smart Keyboard und Apple Pencil, deren Nachfolger sind allerdings der oberen Klasse vorbehalten. Doch nicht nur mit dem Neuesten vom Neusten arbeitet es sich gut, auch die älteren Varianten machen einen sehr guten Job – seit iPadOS 14 arbeitet der Pen sogar noch ein bisschen besser. Vielleicht entwickelt sich das durch die geplante Verbesserung der Handschriftenerkennung (Scribble) sogar noch ein bisschen weiter, zu unserem Testzeitpunkt war die allerdings noch nicht verfügbar. Schade ist aber, dass sich der Pen der ersten Generation nicht per Magnet an der Rückseite des Gehäuses verstauen und laden lässt.

Durch den schnelleren Chipsatz wurde von Apple beim iPad (2020) der größte Kritikpunkt der letzten Jahre beseitigt. Denn seit dem Update des Prozessors ist das Gerät wirklich deutlich leistungsstärker. Es ist zwar vielleicht nicht so edel wie seine großen Geschwister, dennoch ist es als Surf-, Medien- oder Gamingtablet optimal geeignet. Durch die Mehrleistung ist das neue iPad aber auch als Arbeitsgerät interessanter geworden, die Bearbeitung von Bildern funktioniert beispielsweise schon viel besser als beim früheren Modell.

Und tatsächlich ist das iPad derzeit auch mit keiner App überfordert – was für ein Leistungs-Boost. Zudem erhält das iPad von 2020 Apple-üblich auch in Zukunft noch iPadOS-Updates, sodass auch eine längere Nutzung mit ihm möglich sein wird. Einziger Kritikpunkt (der leider doch sehr gewichtig ist): Ein Tablet dieser Preiskategorie mit nur 32 Gigabyte Speicher auszustatten, finden wir etwas schwach. Jeder, der nicht nur streamt und surft, muss wohl gezwungenermaßen mehr investieren, um 128 Gigabyte Speicher zu erhalten.

Windows-Kandidat: Microsoft Surface Go 2

Windows-Kandidat

Microsoft Surface Go 2

Das Surface Go 2 ist eine neue Variante des Einsteiger-Tablets von Microsoft. Äußerlich ist es nur ein klein wenig gewachsen, aber gerade in den höherpreisigen Versionen ist es auch deutlich leistungsstärker.

Wie schon beim Vorgänger ist Windows 10 Home im S-Modus auf dem Gerät installiert. Damit können nur Apps im Microsoft Store gesucht werden. Es gibt dort zwar viele große Namen, allerdings eben auch nicht die breiteste Auswahl. Zum Glück kann auf Wunsch einmalig auf Windows 10 gewechselt werden – so erhält man ein vollständiges Windows-Convertible.

Für einen besseren Vergleich nutzten wir im Test aber den S-Mode. Der lief durchgehend flüssig, kann aber mit der Leistung der iPads nicht mithalten. Eventuell vermag das die teurere Version – allerdings ist die auch preislich schon auf dem Niveau des iPads.

Die Akkulaufzeit liegt zwischen acht und zehn Stunden und ist damit in einem sehr guten Bereich. Auch die Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses ist hochwertig und das leichte Tablet mit circa 500 Gramm liegt gut in den Händen.

Das Surface Go 2 im S-Modus scheint weder ganz Tablet, noch ganz Laptop: Die Apps funktionieren zwar gut über Touch, allerdings wird beim Navigieren im Windows-Explorer doch eher eine Maus nötig.

Ohnehin ist aber das Type Cover von Microsoft empfehlenswert. Es liefert nicht nur eine per Magnet montierbare Tastatur, sondern auch einen Schutz für das Gerät. Mit dem Magic Keyboard von Apple kann es aber nicht mithalten. Dafür ist es um Längen günstiger zu haben. Für den Surface Pen muss ebenfalls gesondert zum Geldbeutel gegriffen werden.

Das Surface Go 2 eignet sich für alle Windows-Fans, die eine leichte, lüfterlose und portable Ergänzung zu ihrem Desktop suchen.

Was gibt es sonst noch?

Die Light-Variante der Galaxy-Topgeräte ist zwar mit dem Tab S6 lite etwas abgespeckt, dafür aber günstiger. Sowohl beim Gehäuse als auch beim Display merkt man kaum Unterschiede. Dafür gibt es keinen Fingerabdrucksensor, außerdem zeigt das Gerät immer wieder kleine Ruckler und Verzögerungen. Dafür ist der S-Pen gleich mit dabei. Als Arbeitsgerät ist es wahrscheinlich eher ungeeignet, dennoch ist es eine grundsolide Alternative zu Apple.

Das iPad Mini nutzt einen nur 7,9 Zoll großen Bildschirm und ist somit in Sachen Diagonale nicht allzu viel größer als aktuelle Smartphones. Der verbaute A12-Prozessor ist schön leistungsstark und gewährleistet eine zügige Bedienung ohne Hänger und Verzögerungen, das Display ist hochwertig, und das Tablet unterstützt den Eingabestift Apple Pencil 1. Auf den Pencil 2, das Smart Keyboard und auch auf FaceID müssen geneigte Käufer hingegen verzichten. Für alle, die ein möglichst kleines Tablet suchen, ist das iPad Mini in jedem Fall einen Blick wert.

Das Huawei MediaPad M5 ist dank guter Lautsprecher und ordentlicher Hardware immer noch ein solides Tablet und läuft seit dem Update im April 2019 unter Android 9, erinnert bei der Oberfläche aber stark an iOS. Angenehm ist, dass Huawei seinen Nutzern viel Spielraum bei deren Anpassung lässt. Da der Preis des Tablets seit seiner Veröffentlichung vor einem guten Jahr merklich gefallen ist, kann man auch heute noch ohne zu zögern zum MediaPad M5 greifen.

Wissenswertes über Tablets

Vielen wird es schon bei unseren Empfehlungen aufgefallen sein: Der Tablet-Markt wird maßgeblich von Apple dominiert. Obwohl Android mit großem Abstand unangefochtener Marktführer bei Smartphone-Betriebssystemen ist, wollte sich der Erfolg bei Tablets nie richtig einstellen, und mittlerweile haben sich die meisten Hersteller aus dem Sektor zurückgezogen – der Nachschub an neuen Androids mit mehr als sieben Zoll Bildschirmdiagonale hält sich dementsprechend in engen Grenzen.

Ganz anders sieht es bei Apple aus, die mit neben dem normalen iPad auch noch die Varianten Pro, Air und Mini anbieten und davon regelmäßig Updates veröffentlichen. Interessanterweise gilt einer der häufigsten genannten Kritikpunkten, der Apple-Produkten sonst entgegengebracht wird, nämlich der hohe Kaufpreis, bei Tablets nicht – hochwertige Androids sind oft sogar teurer als die Apple-Alternativen.

Ein weiteres Problem bei Android-Tablets ergibt sich aus nicht angepasster Software. Zwar sind die Apps aus dem Google Play Store grundsätzlich lauffähig, hinterlassen aber durch die größere Darstellung und die fehlende, aber eigentlich notwendige Anpassung der Bedienung oft eine durchwachsene Nutzbarkeit.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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