Smartphone Test: Smartphone Titel

Premium-Smartphones im Test : Im Meer der Flaggschiff-Smartphones

Update 13.07.2021

In der Königsklasse der Smartphones gibt man gut und gerne mal eine vierstellige Summe aus, bekommt dafür aber auch Qualität. Gerade was die Kameras – ja, es sind immer mehrere – angeht, hat sich hier einiges getan. Große Displays und schnelle Prozessoren runden das Erlebnis ab.

Update 13. Juli 2021

Wir haben weitere Smartphones unter die Lupe genommen. Neue Empfehlungen sind das Apple iPhone 12 Mini und das Vivo X60 Pro 5G.

21. April 2021

Wir haben weitere Smartphones getestet. Das OnePlus 9 Pro 5G ist eine neue Empfehlung.

10. März 2021

Wir haben eine ganze Menge weitere Premium-Smartphones getestet. Das iPhone 12 Pro, das Samsung Galaxy S21 Ultra, das Samsung Galaxy Z Fold2 und das OnePlus 8T sind empfehlenswert.

3. September 2020

Nach dem Test weiterer Smartphones haben wir zwei neue Empfehlungen im Rennen: das Realme X50 Pro und das Sony Xperia 1 II.

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Thomas Johannsen
hat sein Faible fürs Testen und Messen schon bei seiner Ausbildung zum Rundfunk- und Fernseh­techniker entdeckt. Seit über 20 Jahren ist er Test­redakteur. Er schreibt unter anderem für Fachzeitschriften wie AV-Magazin, Heimkino und Digital Home.

Die Leistungsdichte unter den Flaggschiff-Smartphones ist hoch: Die Top-Modelle der einzelnen Hersteller gleichen sich mittlerweile in Bezug auf Verarbeitungsqualität und technische Leistung immer mehr. Beispielhaft dafür sind die Kameras, denn hier überzeugen durch die Bank alle der getesteten Premium-Smartphones. Unterschiede findet man lediglich in Details – und natürlich beim Preis.

Gerade bei der Fotografie heben sich die teuersten Smartphones doch um einiges von den Mittelklasse-Modellen ab. Den Bokeh-Effekt etwa, der beim Fotografieren mit großer Blendenöffnung das eigentliche Motiv in den Vordergrund stellt und den Hintergrund unschärfer werden lässt, beherrschen inzwischen fast alle der Flaggschiff-Smartphones. Die sind außerdem mit bis zu vier Kameras ausgestattet, von denen jede ihr Spezialgebiet hat.

Bei den Top-Smartphones geht es natürlich auch um Prestige. Deswegen achten die Hersteller sehr auf die Verarbeitung und versuchen, ein Design mit Wow-Effekt zu schaffen. Das schlägt sich letztendlich auch im Preis nieder. Dabei sind Mittelklasse-Smartphones was die technische Leistung betrifft gar nicht viel schlechter, im Gegenteil stechen sie ihre teureren Konkurrenten etwa hinsichtlich Akkulaufzeit häufig sogar aus.

Das bedeutet aber auch: Wer wenig Interesse an der Kamera hat und nicht immer unbedingt das neuste Smartphone möchte, findet wohl eher in günstigeren Preisklassen sein Glück. Möchte man doch in der Flaggschiff-Kategorie bleiben, so entscheiden letzten Endes oft persönliche Vorlieben, allen voran die Frage, ob man Android oder iOS bevorzugt.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Apple-FlaggschiffAndroid-AlternativeMini-iPhoneGünstigGroßes Klapp-Display
Test: Apple Iphone 12 ProTest: Oneplus 9 Pro 5gTest: Apple Iphone 12 MiniTest: Vivo X60 ProTest  Im Meer Flaggschiff-Smartphones: Samsung Galaxy Z Fold2
Modell Apple iPhone 12 Pro OnePlus 9 Pro 5G Apple iPhone 12 Mini Vivo X60 Pro 5G Samsung Galaxy Z Fold2
Pro
  • Hervorragende Foto­qualität
  • Sehr gutes Display
  • Tolles, griffiges Design
  • Hervorragende Fotoqualität
  • Tolles Display
  • Sehr gutes, hoch auflösendes Display
  • Apple Hightech in kompaktem Gehäuse
  • Sehr gutes Display
  • Hervorragende Fotoleistungen
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Hervorragende Foto­ausstattung
  • Wahlweise kleines oder großes Display nutzbar
Contra
  • Kein Ladegerät im Lieferumfang
  • Recht teuer
  • Nicht wasserdicht
  • Kein Ladegerät im Lieferumfang
  • Nicht wasserdicht
  • Nicht wasserdicht
Bester Preis
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Apple-Flaggschiff: Apple iPhone 12 Pro

Apple-Flaggschiff

Apple iPhone 12 Pro

Test: Apple Iphone 12 Pro
Beim 12er iPhone hat Apple sich vom Design her auf die Anfänge besonnen. Viele Fans wird das freuen, zumal die verwendete Technik vom Feinsten ist.

Das iPhone 12 Pro wird von Apple in drei unterschiedlichen Ausbaustufen angeboten, die sich aber nur hinsichtlich ihrer Speicherausstattung unterscheiden. Im Test hatten wir die kleinste Variante mit einem 128 Gigabyte großen Speicher. Für welches Modell man sich entscheidet, ist aber letztlich eine Frage von Geschmack und Preis.

Typisch für Apple gibt es auch bei dieser iPhone-Auflage keine Möglichkeit den Speicher zu erweitern. Was die äußere Erscheinung des Smartphones betrifft, so ist Apple hier wieder ein paar Schritte zurückgegangen und hat sich dem kantigen Design verschrieben, das bereits vor einigen Jahren im iPhone 4 schick ausgesehen hat.

Die verwendeten Materialen sind, ebenso wie der Verarbeitung selbst, auf einem sehr hohen Niveau, aber das ist man von den Kaliforniern ja gewohnt.

Der Bildschirm des Pro-Modells misst 6,1 Zoll in der Diagonalen und ist dank OLED-Technologie sehr brillant. Damit das ganze auch flüssig läuft, hat es Apple nicht versäumt, dem iPhone einen neuen Chip zu spendieren. Der stammt aus eigener Herstellung, hört auf den Namen A14 Bionic und sorgt für Rechenleistung satt. Auch 5G ist mit an Bord, auch wenn das für die meisten Nutzer noch keine große Rolle spielen dürfte.

Auf der Rückseite sind drei Kameras (Tele, Weitwinkel, Ultra-Weitwinkel) sowie ein LiDAR-Scanner untergebracht. Beim Scanner handelt es sich um einen Entfernungsmesser, der den Autofokus unterstützt. Die Fotos des iPhone 12 Pro sind selbst bei wenig Umgebungslicht sehr gut. Für zusätzlich Helligkeit sorgt in dunklen Situation der HDR-Modus.

Auch schwierige Gegenlichtsituationen können die Kamera des iPhone nicht ins Schwitzen bringen, ganz egal, welche der drei Brennweiten man verwendet. Erfreulich ist, dass man bei den traditionell zu Verzerrungen neigenden Weitwinkel-Objektiven diesen Verzerr-Fehler bei der Linse des neuen iPhone vergeblich sucht: Weitwinkelaufnahmen gelingen ohne nennenswerte Verzerrungen.

Unter laborähnlichen Test-Bedingungen haben wir der Foto-Expertise des iPhones noch einmal so richtig auf den Zahn gefühlt. Doch selbst dort konnten wir fast keine Fehler erkennen, lediglich eine zuweilen etwas zu stark eingreifende Schärfekorrektur ist uns aufgefallen.

Im Portrait-Modus verzückt die Kamera dann wiederum mit einem traumhaften Bokeh. Während das Gesicht scharf und kontrastreich dargestellt wird, verschwimmt der Hintergrund mit einer Unschärfe, die der Software des iPhone hervorragend gelingt.

 Smartphone Test: Iphonepro Portrait
Der Portrait-Modus ist ganz klar eine Stärke des iPhone. Ein wenig schade ist, dass man in diesem Modus auf den Zoom verzichten muss.

Ein absolutes Novum beim neuen iPhone 12 ist der Verzicht auf das beigelegte Netzteil. Im Lieferumfang befindet sich lediglich ein USB-C-Kabel. Weil man ohne größere Adapter-Orgien nicht das Netzteil der Vorgängergenerationen verwenden kann, werden sich die meisten Käufer wohl auch gleich ein Netzteil mit anschaffen müssen.

Die Akkukapazität ist mit rund 3.000 Milliamperestunden alles andere als groß, in unserem Dauer-Video-Test hielt das iPhone 12 Pro aber trotzdem 30 Stunden durch.

Android-Alternative: OnePlus 9 Pro 5G

Android-Alternative

OnePlus 9 Pro 5G

Test: Oneplus 9 Pro 5g
OnePlus hat mit dem 9 Pro ordentlich zugelegt. Insbesondere die Fotoabteilung und das Energie-Management sind bei diesem Smartphone Spitze.

Das OnePlus 9 Pro 5G gibt es in drei verschiedenen Farben (Morning Mist, Pine Green und Stellar Black) und zwei verschiedenen Speichervarianten. Die Wahl der Speichergröße sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn eine Möglichkeit, diesen mithilfe einer microSD-Karte zu erweitern, gibt es nicht.

Zur Wahl stehen 128 und 256 Gigabyte. Wer sich für das Modell mit dem größeren Speicher entscheidet, der bekommt auch einen größeren Arbeitsspeicher, nämlich 12 anstatt 8 Gigabyte. Beim Betriebssystem setzt OnePlus auf den Android-Clone aus eigenem Hause: Oxygen OS 12.2.11.

Dank Oxygen OS kann man Musik via Bluetooth nahezu verlustfrei an Kopfhörer und Co. streamen, von AAC über aptX HD bis hin zu LDAC werden bei der Wahl des Übertragungsstandards keine Wünsche offen gelassen. Für die Rechenleistung ist beim OnePlus ein Prozessor namens Snapdragon 888 zuständig. Mit dieser Rechenpower ist das Smartphone sogar den Flaggschiff-Modellen von Samsung überlegen.

Obendrein ist der Chipsatz auch noch sparsam, weshalb das OnePlus in unserem Dauertest sage und schreibe 30 Stunden durchgehalten hat – bei 120 Hertz wohlgemerkt. Neben der hervorragenden Akkulaufzeit hat uns aber auch der Lieferumfang des 9 Pro 5G überzeugt, denn hier findet man, was man sich bei vielen Konkurrenten inzwischen selbst anschaffen muss: ein Ladegerät.

Ganz nebenbei liefert dieses Ladegerät auch noch eine Leistung von 65 Watt, was dafür sorgt, dass der Akku des OnePlus innerhalb von etwas mehr als 30 Minuten wieder voll im Saft steht. Natürlich kann man das Smartphone auch drahtlos laden, dann ist die Ladeleistung allerdings auf 15 Watt limitiert.

Auch die Displayqualität kann sich sehen lassen, die Farben des AMOLED-Displays sind knackig, selbst Schwarz wird satt und tief dargestellt und Auflösung und Bildwiederholrate bewegen sich auf einem deutliche höheren Niveau, als es beispielsweise beim iPhone der Fall ist.

 Smartphone Test: Screenshot Onepluspro
Im Pro-Modus stehen verschiedene Belichtungseinstellungen zur Auswahl.

Die Rückseite des 9 Pro ist mit vier Kameras ausgestattet, neben dem Tele- findet man hier auch Weitwinkel- und Ultra-Weitwinkel-Optiken. Wie es mittlerweile fast schon Tradition bei OnePlus ist, ist eine der Kameras für Schwarzweiß-Aufnahmen reserviert. Das nötige Kamera-Know-How kommt übrigens vom für seine Mittelformat-Kameras bekannten Hersteller Hasselblad. Geschadet hat das den fotografischen Qualitäten des Smartphones jedenfalls Fall nicht, wie die Testaufnahmen belegen.

Für ambitioniertere Smartphone-Knipser gibt es in der Kamera-App ein spezielles Pro-Menü, dort kann man dann vom ISO bis zum Weißabgleich alle wichtigen Parameter manuell auswählen. Wem das zu viel ist, der kann auch auf die Presets zurückgreifen, oder einfach der Kameraautomatik vertrauen. In beiden Fällen jedenfalls überzeugt das Ergebnis in Form von hervorragenden Aufnahmen.

Auch bei künstlichem Licht gibt sich die Kamera des OnePlus keine Blöße und kann es locker mit den Optiken der »Platzhirsche« aufnehmen. Ein kleiner Wermutstropfen ist die fehlende Möglichkeit zu zoomen, wenn der Modus »Portrait« aktiv ist.

In Anbetracht der guten Leistungen des OnePlus kann man festhalten, dass der chinesische Smartphone-Hersteller seine Hausaufgaben gemacht hat und das 9 Pro 5G der Konkurrenz im Premiumsegment mittlerweile mindestens ebenbürtig, in vielen Bereichen sogar überlegen ist. Leider gilt das auch für den Preis. Den ist das Premium-Smartphone aber allemal wert.

Mini-iPhone: Apple iPhone 12 Mini

Mini-iPhone

Apple iPhone 12 Mini

Beim iPhone 12 Mini handelt es sich um eine leicht abgespeckte Variante des iPhone 12, das mit seinen kompakteren Abmessungen in vielen Händen deutlich angenehmer liegen dürfte, als das bei seinem größeren Bruder der Fall ist. Apple-typisch gibt es drei verschiedene Speicher-Varianten, beginnend mit der kleinsten, der 64-Gigabyte-Variante.

Beim Display des iPhones im Mini-Format hat sich Apple nicht lumpen lassen und ihm ein ebenso hochwertiges Panel wie seinem großen Bruder spendiert. Sein Schwarzwert ist deshalb ebenso gut wie seine Blickwinkelstabilität und Farbdarstellung.

Im Zuge des Schrumpfungsprozesses ist nicht nur das Display deutlich kleiner geworden, sondern auch die Akkukapazität. Im Video-Dauertest hielt das kleine iPhone trotzdem noch 16 Stunden durch, bevor es zurück an die Steckdose musste. Ein Ladegerät ist allerdings nicht im Lieferumfang enthalten, wer also in den Genuss der Schnellladefunktion des Smartphones kommen will, muss sich selbst um ein schnellladefähiges Ladegerät kümmern.

Bei den rückseitig verbauten Kameras ist eine mit einem Weitwinkel und eine mit normaler Brennweite ausgestattet. Vermisst haben wir hier lediglich die Tele-Optik des iPhone 12 Pro, das ist aber – zugegeben – meckern auf hohem Niveau. Weil es sich ansonsten um dieselben Kameras handelt und auch die Bildverarbeitung identisch ist, bewegt sich die Fotoqualität folglich auf Augenhöhe zum großen Bruder.

Unter Laborbedingungen schwächeln die Kameras des iPhone ein wenig. Deutlich besser schlägt es sich bei natürlichem Licht, insbesondere der Portrait-Modus hat uns hier gut gefallen. Dabei sorgen Algorithmen dafür, dass der Hintergrund in künstlerischer Unschärfe verschwimmt – und das erstaunlich gut. Nur wenn man ganz genau hinsieht, erkennt man, dass Feinheiten am Motiv-Rand einfach in den Hintergrund gerechnet werden und damit leider auch in Unschärfe verschwinden.

Unterm Strich ist das iPhone 12 Mini nicht nur für kleine Hände eine echte Empfehlung, sondern kann auch mit seiner hervorragenden Technik und dem vergleichsweise günstigen Preises von sich überzeugen.

Günstig: Vivo X60 Pro 5G

Günstig

Vivo X60 Pro 5G

Das Vivo X60 Pro 5G ist das Flaggschiff eines Herstellers, der in Europa noch nahezu unbekannt ist. Weil sich aber selbst Vivos Spitzenmodell preislich angenehm zurücknimmt, haben wir den Neuling zu uns in die Testredaktion geholt.

Trotz des geringen Preises bewegt sich die Verarbeitung des acht Millimeter dünnen Smartphones auf einem überraschend hohen Niveau. Weil die Kanten des Displays und der Rückseite abgerundet sind, ist das Smartphone dort besonders flach. Im Test hatten wir die Version mit 256 Gigabyte Speicher. Weil die Anzahl an Steckplätzen beim Vivo begrenzt ist, sollte man sich im Vorfeld gut überlegen, wie viel Speicher man benötigt.

Die Pixeldichte bewegt sich mit etwa 400 ppi im Mittelfeld, Farben kommen damit sehr knackig rüber und auch der Schwarzwert gefällt. Die Bildwiederholrate beträgt bis zu 120 Hertz. Das Ladegerät ist mit 33 Watt ausreichend groß dimensioniert, um das Handy innerhalb von einer Stunde wieder voll zu bekommen, Xiaomi oder Oppo sind hier aber deutlich leistungsstärker unterwegs. Im Video-Dauertest waren je nach eingestellter Bildwiederholrate zwischen 18 und 20 Stunden drin.

Zwar befinden sich auf der Handy-Rückseite »nur« drei Kameras, die mit unterschiedlichen Brennweiten, vom Weitwinkel- bis zum Tele-Objektiv, einen großen Brennweiten-Bereich abdecken. Die Qualität der Aufnahmen ist hervorragend, selbst schwierige Bildverhältnisse meistern die Kameras des Vivo mit Bravour.

Selbst einen optischen Bildstabilisator hat Vivo der Hauptkamera seines Flaggschiff-Smartphones spendiert. Im Test hat der Stabilisator sowohl beim Fotografieren, als auch beim Filmen sehr gut funktioniert. Um die ideale Hintergrundunschärfe einstellen zu können, gibt es für den Portrait-Modus einen Schieberegler.

Dem Neuling in der Kategorie der Flaggschiff-Smartphones ist mit dem X60 Pro 5G ein gelungener Einstieg geglückt. Das Smartphone bietet jede Menge Leistung und ein hervorragendes Kamera-Arsenal für vergleichsweise wenig Geld.

Großes Klapp-Display: Samsung Galaxy Z Fold2

Großes Klapp-Display

Samsung Galaxy Z Fold2

Test  Im Meer Flaggschiff-Smartphones: Samsung Galaxy Z Fold2
Mit faltbarem Display und hervorragender Fotoausstattung.

Das Galaxy Z Fold2 zeigt, dass Smartphones mit faltbarem Bildschirm durchaus Mainstream-fähig sind. Ausgeklappt beträgt die Bildschirmdiagonale des aufklappbaren Smartphones nicht weniger als 19 Zentimeter.

Störte beim Vorgänger noch die mittig liegende Notch, ist diese beim Fold2 zum Glück gänzlich verschwunden. Auch das Außendisplay wurde verbessert und misst nun 6,2 Zoll.

Weil der Sensor für den Fingerabdruck sich nun an der Seite befindet, spielt es beim Entsperren keine Rolle, ob das Smartphone aufgeklappt ist. Die Qualität des Displays geht vollkommen in Ordnung und das, obwohl der Fokus hier nicht auf eine besonders hohe Auflösung oder eine erstklassige Farbreproduktion gelegt wurde, sondern auf den Klapp-Mechanismus.

Der 4.500 mAh große Akku sorgt dafür, dass das Mini-Tablet 20 Stunden lang Videos abspielen kann, ohne aufgeladen werden zu müssen. Bemerkenswert: Die 20 Stunden schaffte es im akkuzehrenden 120-Hertz-Modus, hier ist mit anderen Einstellungen also noch Luft nach oben.

Die drei Kameras auf der Rückseite haben jeweils eine andere Brennweite. Vom Ultraweitwinkel bis zum Tele ist hier alles dabei, was das Fotografenherz begehrt.

Sowohl die Ultraweitwinkel-, als auch die Weitwinkel-Kamera ist dieselbe, die auch im S20 5G verbaut ist. Das Tele hingegen ist ein wenig anders aufgebaut.

Im Live-Fokus-Mode, wo sich übrigens auch der Portrait-Modus versteckt, kann man nicht nur das Bokeh einstellen, sondern auch mit anderen tollen Blenden-Effekten herumspielen.

 Smartphone Test: Screenshot Samsung Galaxy Foldz2 Portrait
Im Modus »Live Fokus« ist die Unschärfe der Blende skalierbar. Auch viele weitere Blenden-Effekte kann man hier auswählen.

Dank des im Lieferumfang enthaltenen Schnellladegeräts ist das Fold2 innerhalb einer Stunde voll geladen. Weniger gut gefallen hat uns hingegen, dass das Fold2 nicht wasserdicht ist. Das ist wohl dem Klappmechanismus geschuldet. Wer sich sicher ist, von den Vorteilen des großen Klapp-Displays zu profitieren und den hohen Anschaffungspreis nicht scheut, der erhält mit dem Galaxy Z Fold2 von Samsung ein Smartphone der Spitzenklasse.

Was gibt es sonst noch?

Eine leicht abgespeckte Version des iPhone 11 Pro ist das Apple iPhone 11. Auf der Vorderseite gibt es kein OLED-Display, sondern »nur« die alte IPS-Technik. Damit ist der Bildschirm nicht ganz so blickwinkelstabil. Die Akkulaufzeit ist sehr stark, allerdings braucht das klein geratene Ladegeräte mehr als drei Stunden, um das Smartphone wieder komplett zu laden. Zwar ist das iPhone 11 um einiges günstiger als das iPhone 11 Pro, doch neben den Gemeinsamkeiten summieren sich auch die Einsparungen: Kein OLED-Display, längere Ladezeit und eine fehlende Kamera sind einige der Dinge, die sich bemängeln lassen. Apple-Liebhaber, die sich ein neues iPhone wünschen und dabei doch noch ein wenig sparen möchten, treffen mit dem iPhone 11 aber weiterhin eine gute Wahl.

Das 8T von OnePlus ist eine Weiterentwicklung des OnePlus 8. Die von uns getestete Version des 8T hat einen 8 Gigabyte großen Arbeitsspeicher und eine 128 Gigabyte große Festplatte. Mit einer Diagonalen von 6,55 Zoll ist das Display des 8T nicht gerade klein, löst aber mit einer Pixeldichte von etwas mehr als 400 ppi nicht besonders hoch auf. Mit bis zu 120 Hertz ist die Bildwechselfrequenz dafür aber recht hoch. Die vier Kameras liefern gute Bilder, selbst bei wenig Licht treffen sie die Atmosphäre recht zuverlässig. Lediglich etwas mehr Dynamik hätte ihnen gut getan. Gemeinsam mit dem hervorragenden Akku bekommt man hier viel Smartphone für verhältnismäßig wenig Geld.

Einer der schärfsten Konkurrenten des iPhone kommt aus dem Hause Samsung. Das Galaxy S21 Ultra hat alles, um den Platzhirschen gefährlich zu werden und kann es in so ziemlich jeder Disziplin mit dem iPhone aufnehmen. Die Bildwiederholrate des Displays beträgt 120 Hertz, passt sich aber je nach Situation an. Im Video-Test hat das Smartphone 25 Stunden durchgehalten (60fps). Besonders erfreulich: Mit einem entsprechend leistungsfähigen Ladegerät ist das Samsung in eineinhalb Stunden wie komplett aufgeladen. Eine Stärke des Samsung sind schwierige Lichtsituationen. Besonders wenn es dunkel wird und der kleine Smartphone-Sensor gerne einmal zum Rauschen neigt, leisten sich die verbauten Kameras kaum eine Schwäche.

Das Huawei P40 Pro gehört zu den ersten Smartphones von Huawei, die ohne den Playstore von Google auskommen. Mit Umwegen über eine Installation im Browser können einige Apps dennoch auf dem Gerät genutzt werden. Gängige Apps sind aber auch in der AppGallery von Huawei enthalten. Als Betriebssystem ist Android 10 in Kombination der EMUI Oberfläche von Huawei vorhanden. Sie bietet verschiedene Gesten-Befehle, ein Display für Nachrichten-Feeds und eine Toolbar, die individuell belegt werden kann. Das Display hat keine außergewöhnliche Auflösung, aber eine Bildwiederholrate von 60 bis 90 Bildern in der Sekunde. Auch Leistung und Akkulaufzeit können sich sehen lassen. Der Speicher von 256 Gigabyte kann im Hybrid-Slot erweitert werden. Sowohl die Selfie- als auch die Rückkameras leisten gute Arbeit. Vor allem bei Lowlight-Aufnahmen ist das deutlich zu sehen.

Das Underdog-Image von OnePlus ist nun spätestens mit dem OnePlus 8 Pro Geschichte. Für knapp 1000 Euro bekommt man einiges an Qualität, unter anderem den leistungsstarken Prozessor Snapdragon 865, der mit ganzen 12 Gigabyte Arbeitsspeicher läuft. Das 8 Pro ist nun per Induktion aufladbar, dazu hat OnePlus gleich noch ein hauseigenes Ladegerät entwickelt, das knapp 70 Euro kostet. Dann ist das Smartphone in einer guten Stunde geladen. Beim Fotografieren beeindruckt das 8 Pro besonders in Mischlicht-Situationen, leider offenbarte es aber Schwächen bei der Lowlight-Aufnahme, wo die Farben übersättigt wirkten. Dennoch bekommt man hier dank des Prozessors ein wirklich gutes und schnelles Smartphone.

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