Strom für unterwegs Test: Powerbanks

Powerbanks im Test : Strom für unterwegs

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Veröffentlicht 16.03.2020

Powerbanks können oft die Rettung für unterwegs sein – egal, ob bei langen Zugfahrten, beim Camping oder für längere Ausflüge. Gerade, wenn viel fotografiert und gefilmt wird, bleibt vom Akku des Smartphones oder Tablets nicht mehr viel übrig. Auch Laptops und jegliche Geräte, die über ein USB-Kabel geladen werden können, bekommen mit einer Powerbank wieder neue Energie.

Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Über 60 Reserveakkus haben wir getestet, etwa 40 sind noch verfügbar. Powerbanks bedienen eine große Schwachstelle der mobilen Zeit, in der wir leben: die Grenzen der Energiespeicher von Mobile Devices. Die Akku-Lader sind meist klein und passen in die Jackentasche. Verschiedene Kapazitäten sind dabei erhältlich: Powerbanks bis 10.000 Milliamperestunden, bis 20.000 oder sogar mehr. Wenn keine Steckdose in Sicht ist, können sie die Rettung in der Not sein.

Je nachdem, wie viel Kapazität die Powerbank hat, reicht sie für einmal voll Aufladen oder sogar für mehr Ladegänge. Je mehr Energie so ein Gerät speichern kann, desto größer ist es in der Regel auch – allerdings bleibt die Größe und das Gewicht immer im Rahmen und passt zumindest in eine Handtasche oder den Rucksack. Natürlich steigt mit den Milliamperestunden auch der Preis für die Powerbanks.

Klein, aber oho: Anker PowerCore 5000

Die Anker PowerCore 5000 ist sehr kompakt und passt spielend in die Jackentasche. Im Test punktete sie auch mit ihrer Leistungsfähigkeit: Die Angabe des Herstellers wurde weitestgehend erfüllt – ein seltener Fall bei Powerbanks. Ein weiterer Pluspunkt ist die geringe Zeit, die das Gerät benötigt, um wieder voll aufgeladen zu sein.

Wie man schon am Namen erkennen kann, hat die Powerbank von Anker eine Kapazität von 5.000 Milliamperestunden. Außerdem sind vom Hersteller 18.500 Milliwattstunden angegeben, von denen 17.222 erreicht wurden. Das ist mit 93 Prozent ein guter Wert. Ein Smartphone kann man mit dieser Leistung etwa eineinhalb Mal aufladen.

Die Powerbank hat einen USB-Ausgang und lädt Geräte mit zwei Ampere. Das gilt auch für den microUSB-Anschluss, der das Gerät selbst auflädt. Mit einem zusätzlichen Ladegerät geht das ganze noch schneller. Im Test war die Powerbank mit Ladegerät in etwa zweieinhalb Stunden aufgeladen: Damit zählt sie mit neun Minuten pro Wattstunde zu den schnellsten getesteten Geräten.

Mit nur zehn mal drei Zentimeter ist die Powerbank groß. Mit ihrer runden Form und dem geringen Gewicht von 144 Gramm liegt sie außerdem angenehm in der Hand. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, ist aber gut verarbeitet und macht einen robusten Eindruck. Über drei LEDs erfährt man den aktuellen Akkustand.

Etwa 75 Cent kostet hier die Wattstunde – preislich liegt das im Mittelfeld der Testgeräte. Die Leistung ist aber für ihre Größe auf jeden Fall in der Oberklasse.

Wer eine kleine Powerbank für zwischendurch sucht, die man leicht in der Jacken- oder Hosentasche transportieren kann, ist mit der Anker PowerCore 5000 gut beraten.

Guter Preis: Ainope Powerbank

Guter Preis

Ainope Powerbank

Die Powerbank von Ainope ist sehr kompakt und und flach: Dadurch liegt sie wie ein Smartphone in der Hosentasche. Diese Form ist für manche praktischer als die runde Bauweise der Anker PowerCore 5000. In Sachen Energieausbeute ähneln sich die Geräte, man kann also nach der Form entscheiden. Allerdings braucht die Ainope etwas länger zum Aufladen.

Die Ainope bringt Kapazitäten von 5.000 mAh bzw. 18.500 mWh mit. In unserem Test erreichten wir einen Wert von 15.594 mWh, was ein guter Wert ist, der nicht allzu stark von der Herstellerangabe abweicht. Dazu kommt ein sehr günstiger Preis, was die Ainope durchaus empfehlenswert macht.

Die Powerbank bietet einen USB-Ausgang für Typ-A-Stecker. Zum Aufladen können auch MicroUSB und Typ-C-Ports genutzt werden. Mit zwei Ampere Ladestrom wird die Powerbank nicht zu langsam aufgeladen. Nach etwa drei Stunden ist sie wieder vollständig einsatzbereit.

Strom für unterwegs Test: Ainope Scaled
Die Ainope Powerbank ist kompakt und die Leistung stimmt.

Besonders für Hosentaschen eignet sich die Bauform der Ainope mehr als vergleichbare runde Powerbanks. Das Tragegefühl ist angenehmer und sie verschwindet auch in Rucksäcken gut in den Seitentaschen. Die Abmessungen sind noch kompakter als die eines Smartphones.

Insgesamt ist die Ainope eine tolle, leistungsfähige, kleine Powerbank, die mit ihrer flachen Bauweise punkten kann. Wer damit kein Problem hat, sie nur per Typ-A an seine Geräte anschließen zu können, der kann hier ein Schnäppchen machen.

Solide Mittelklasse: Revolt Powerpack

Solide Mittelklasse

Revolt Powerpack

Die Revolt Powerpack ist kompakt und hat wenig Gewicht – dennoch bietet sie ordentlich Energie. Sie gehört zu den Geräten um die 10.000 Milliamperestunden. Auch hier kommen die Werte nah an die Herstellerangabe heran. Zwei USB-Ausgänge ermöglichen das Aufladen zweier Geräte zur gleichen Zeit.

36.000 Milliwattstunden sind von Revolt angegeben: Wir haben 33.350 gemessen. 93 Prozent werden also erreicht, das ist ein super Ergebnis. Mit dieser Powerbank kann ein Smartphone etwa dreimal aufgeladen werden. Mit nur 195 Gramm ist die Revolt Powerpack sehr leicht für ihre Leistungsklasse – nur 6 Gramm pro Wattstunde sind ein Wert, den wenige Modelle erreichen.

Revolt Powerpack: Klein, günstig und trotzdem Leistungsstark.

Die Revolt Powerpack lässt sich über microUSB aufladen und benötigt dafür etwa fünf Stunden. Das ist für ihre Kapazität in Ordnung, könnte aber auch noch schneller sein. Wer eine günstige, leistungsstarke Powerbank sucht, die lange durchhält, ist bei der Revolt Powerpack richtig.

Viel Kapazität: Anker PowerCore Essential

Viel Kapazität

Anker PowerCore Essential

Test Strom für unterwegs: Anker PowerCore Essential

von 33 Lesern gekauft

Die Anker PowerCore Essential kann Smartphones und Tablets schnell aufladen. Der Typ-C-Port funktioniert in beide Richtungen, ansonsten gibt es noch einen einzelnen Typ-A-Port.

Die Anker PowerCore Essential ist flach und etwa so groß wie ein modernes Smartphone. Sie ist gut zum Mitnehmen geeignet und bietet mit rund 20.000 mAh richtig viel Energie. Wir haben nur geringe Abweichungen von der Herstellerangabe feststellen können. Das reicht dann auch mal über ein Wochenende.

Die Anker unterstützt Schnellladefunktion und man kann sogar dank »Power Delivery« die Energieabgabe von fünf Volt bei drei Ampere einstellen, sodass auch größere Geräte geladen werden können. Die USB-Ports sind nicht auf eine feste Leistung begrenzt, man kann verschiedene Spannungen und Stromstärken einstellen.

Strom für unterwegs Test: Anker Powercore Scaled
Anker PowerCore Essential: Schlankes Design.

Das Gehäuse der Powerbank ist robust und qualitativ. Auch ein Power-Knopf wurde verbaut, der das Akkupack ein- und ausschaltet sowie die Ladestandsanzeige mittels vier LEDs ausgibt.

Die Anker PowerCore Essential ist eine solide Powerbank mit viel Kapazität. Hier hält der Hersteller vor allem, was er verspricht. Die Handhabung ist intuitiv und man erhält noch eine Stofftasche für den sicheren Transport.

Preis-Leistungs-Tipp: PowerAdd EnergyCell

Preis-Leistungs-Tipp

PowerAdd EnergyCell

Bei der EnergyCell stimmen sowohl Leistung als auch der Preis. Auch das Zubehör ist umfangreich und die Powerbank hat neben ihren vielen Ladeanschlüssen sogar noch einen Lightning-Port.

Ein Zusatzkabel braucht man mit der PowerAdd EnergyCell nicht. Sowohl ein MicroUSB-Kabel als auch ein Adapter für USB-Typ-C und Lightning liegen bei. Es können also alle möglichen Geräte mit nur einem Kabel bespielt werden.

Es gibt einen MicroUSB-Port und zwei Typ-A-Anschlüsse. Sie haben einen Ausgangsstrom von 2,4 Ampere und laden die Geräte etwas schneller als der allgemeine Standard, der bei zwei Ampere liegt. Wenn man die Powerbank selbst aufladen möchte, geschieht das mit dem MicroUSB-Port, hier aber »nur« mit zwei Ampere. Dadurch dauert das Aufladen auch etwas länger.

Strom für unterwegs Test: Poweradd Scaled
Die PowerAdd EnergyCell ist robust und kompakt.

Die EnergyCell ist kompakt und dabei dicker als ein Smartphone. Die Größe ist für 15.000 mAh recht klein, im Test kamen 8.589 mAh an, was in Ordnung geht. Im Lieferumfang ist noch eine Stofftasche enthalten, die beim Transport Schutz bietet.

Für den günstigen Preis bekommt man hier ein kompaktes Gerät, das eine gute Leistung vorweist und durch das universelle Kabel mit einer hohen Benutzerfreundlichkeit punktet.

Für den großen Strombedarf: RAV Power RP-PB006

Für den großen Strombedarf

RAV Power RP-PB006

Test besten Powerbanks: RAV Power RP-PB006

Keine Preise gefunden.

Mit der RAV Power RP-PB006 kann man sogar mehrere Tage ohne Strom seine Smartphones und Tablets durchfüttern. Diese Powerbank gehört zur Kapazitätsklasse um die 20.oo0 Milliamperestunden. Von den angegebenen 72.000 Millliwattstunden haben wir 68.650 gemessen – super Ergebnis!

Smartphones lassen sich damit sechs- bis siebenmal aufladen. Da kann sogar ein mehrtägiger Trip ohne Stromquelle kommen. Die RAV Power RP-PB006 erreicht ganze 95 Prozent der Herstellerangabe.

Über das Preis-Leistungs-Verhältnis kann man sich hier wahrlich nicht beschweren – manche Geräte dieser Klasse mögen günstiger sein, aber die Herstellerangaben weichen oft stark von der Realität ab, sodass man hier wirklich etwas für sein Geld geboten bekommt. Die Kosten liegen hier bei 41 Cent pro Wattstunde.

Hervorragend: Die Power RP-PB006 erreicht 95 Prozent der Kapazitätsangabe.

Stromstärke und Spannung sind standardisiert, es gibt auch hier zwei USB-Ausgänge zum parallelen Laden zweier Geräte. Wer eine sehr leistungsfähige Powerbank sucht, die einem über mehrere Tage Strom liefert und zudem nicht zu teuer ist, sollte zur RAV Power RP-PB006 greifen.

Für Abenteuerlustige: EasyAcc Outdoor

Für Abenteuerlustige

EasyAcc Outdoor

Test besten Powerbanks: EasyAcc Outdoor
Wasserdicht und stoßfest – die ideale Powerbank für Naturfreunde

von 40 Lesern gekauft

Wer eine robuste Powerbank für Outdoor-Aktivitäten sucht, der sollte einen Blick auf die EasyAcc Outdoor werfen. Stoßfest und wasserdicht – das beschreibt dieses Gerät sehr gut. Auch eine Taschenlampe ist an Bord, sodass man zu jeder Tageszeit gewappnet ist.

Wer campen geht oder sportlich aktiv ist und eine Powerbank benötigt, die auch einen gröberen Umgang aushält, für den ist die EasyAcc Outdoor das Richtige. Das Akkupack ist stoßfest und wasserdicht, die Powerbank ist sogar IP67 zertifiziert. Wasserfest gilt natürlich nur bei geschlossenen Klappen der Anschlüsse.

Ein weiteres Extra bei dieser Powerbank ist die Taschenlampe, die bei Outdoor-Aktivitäten durchaus nützlich sein kann. Sie ist hell und bietet die Modi Licht, Blinken und SOS-Signal.

Der Hersteller verspricht hier 74.000 mWh, wir haben 61.223 gemessen. Das ist für Powerbanks in Ordnung, da die Herstellerangaben so gut wie nie erreicht werden. Das Akkupack benötigt elf Stunden, bis sie vollständig aufgeladen ist.

Die EasyAcc ist perfekt für alle Outdoor-Freunde geeignet, die von den Extra-Funktionen profitieren können und eine größere Energiekapazität benötigen.

Für Laptops: Anker PowerCore+

Für Laptops

Anker PowerCore+

Test besten Powerbanks: Anker PowerCore+
USB-C-Port mit bis zu 30 Watt – das reicht, um ein Notebook aufzuladen

Die Anker PowerCore+ unterstützt USB Power Delivery. Sie liefert damit über USB-C bis zu 30 Watt. Damit können sogar Notebooks aufgeladen werden. Aufladen funktioniert hier allerdings auch nur über USB-C. Man benötigt ein zusätzliches Netzteil, das viel Leistung mitbringt, damit man nicht so lange auf seine volle Powerbank warten muss.

Mit der Funktion »USB Power Delivery« kann die Powerbank über ihren USB-C-Anschluss bis zu 30 Watt liefern. Neuere Laptops können neben Smartphones so ebenfalls aufgeladen werden, sofern sie PD unterstützen. Laut Hersteller bringt die PowerCore+ eine Kapazität von 96.480 mWh mit, wir haben 79.522 gemessen, was in Ordnung ist.

Die Powerbank hat zwei USB-A-Ports, die jeweils mit drei Ampere arbeiten. Das ist deutlich mehr als der Standard von zwei Ampere. Beim Aufladen kommt der USB-C-Port zum Einsatz, leider fehlt hier ein zusätzliches Netzteil, das die geforderte Leistung erbringen kann.

Das Gehäuse ist solide und hochwertig, mit 591 Gramm ist die Powerbank auch recht schwer. Zwei LEDs zeigen den Ladestand des Akkus an.

Wer unbedingt USB PD sucht, der sollte hier zugreifen. Die Powerbank hat eine hohe Kapazität und Qualität. Wer aber nur sein Smartphone aufladen möchte, kann sich weiter umsehen.

Was gibt es sonst noch?

Wer eine Powerbank sucht, mit der man sein Smartphone auch induktiv laden kann, der sollte sich die XLayer Powerbank Wireless Discover ansehen. Dazu gibt es eine Ersatzbatterie, die einen locker übers Wochenende bringt.

Die Powerbank von Jonkuu ist vor allem eins: sehr klein. Damit eignet sie sich super für die Hosen- oder Jackentasche. Zwar ist die Herstellerangabe von 13.400 mAh etwas zu hoch, wir haben 13.400 mAh gemssen, dafür bringt sie aber Ladeports für USB Typ-C, MicroUSB und Lightning mit.

Die günstige Aopawa Powerbank bietet laut Hersteller 25.800 mAh, wir haben allerdings nur 9.924 mAh gemessen, damit ist die Herstellerangabe definitiv zu hoch. Ein Pluspunkt ist, dass die Powerbank zwei USB-Typ-A-Anschlüsse bietet.

Was Sie über Powerbanks wissen sollten

Ganz so leicht lässt sich die Akku-Kapazität einer Powerbank nicht feststellen – sie ist sogar von der Außentemperatur abhängig. Bei tiefen Temperaturen liefern die Geräte erheblich weniger Energie. Auch die USB-Kabel sind keine zu vernachlässigenden Größen. Sie bestimmen die Energiemenge, die ein und aus geht. Die Hersteller übertreiben daher grundsätzlich bei ihren Angaben, denn ganz genau kann man es nie wissen.

Die Kapazität von Powerbanks wird üblicherweise in Milliamperestunden angegeben – allerdings sagen die Wattstunden viel mehr über die Leistung der Geräte aus. Wenn man sich entscheiden möchte, welches Gerät man nimmt, sollte man sich also diesen Wert anschauen. Wattstunden stehen für elektrische Arbeit und damit für die Energiemenge, die die Powerbank ausgeben kann.

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