Test: Smartphone

Mittelklasse-Smartphones im Test : Solide Technik trotz Kompromissen

Update 10.06.2021

Günstigere Smartphones müssen sich nicht mehr vor den teuren großen Brüdern verstecken. Sie kommen mit hochauflösenden Displays, großartigen Kameras und leistungsstarken Akkus. Im Gegensatz zu den Premium-Smartphones sprengen sie dabei nicht das Budget.

Update 10. Juni 2021

Wir haben weitere Smartphones getestet. Das Moto G100 von Motorola ist eine neue Empfehlung.

Da LG die Smartphone-Produktion eingestellt hat, ist das G8S ThinQ nicht mehr erhältlich.

23. Februar 2021

Wir haben weitere Mittelklasse-Smartphones getestet. Das OnePlus Nord N10 ist eine neue Empfehlung.

10. September 2020

Nach dem Test einiger neuer Smartphones haben wir zwei neue Empfehlungen mit im Programm: Das LG G8S ThinQ und das Huawei P40 Lite 5G.

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Thomas Johannsen
ist Chefredakteur der Zeitschrift Tablet und Smartphone. Als Hifi- und Heimkino-Experte schreibt er unter anderem für Fachzeitschriften wie Heimkino und Digital Home.

Die rasanten Fortschritte in der technischen Ausstattung für Smartphones machen es möglich, dass sehr gute Technik mittlerweile auch günstig zu haben ist. Für rund 300 Euro kriegt man bereits einiges an Qualität. Nicht nur die Kameras können überzeugen, sondern auch die hochauflösenden Displays und guten Designs. Den Geräten sieht man den geringen Preis nämlich überhaupt nicht an.

In dieser Preisklasse sind dennoch der ein oder andere Kompromiss nötig: So wird häufig ein größerer Akku verbaut, der das Gerät ein wenig dicker macht. Dafür bringt er aber auch eine bessere Akkuleistung mit sich, als bei so manchem Smartphone der Premium-Klasse. Die meisten Geräte lassen sich über USB-C auch sehr schnell wieder aufladen.

Außerdem können häufig zwei SIM-Karten genutzt oder zusätzlicher Speicher über eine SD-Karte hinzugefügt werden. Mehr Speicherplatz ist vor allem für diejenigen ein Kaufkriterium, die ihre Kamera intensiv nutzen. Mittlerweile schießen die Mittelklasse-Smartphones sehr gute Fotos, sogar in der Dunkelheit oder mit Unschärfe im Hintergrund, dem sogenannten Bokeh.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
PC-ErsatzGoogle-AlternativeEchter HinguckerFür SchnäppchenjägerRobust und smart
Test: Motorola Moto G100Test: Huawei P40 Lite 5gTest: Oppo Reno2 ZTest: Oneplus N10Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Modell Motorola Moto G100 Huawei P40 Lite 5G Oppo Reno2 Z OnePlus Nord N10 Doogee S90
Pro
  • Sehr gutes Display mit hoher Bildwiederholrate
  • Sehr gute Fotos
  • Inklusive „Ready For“-Dock2 und USB-C-HDMI-Kabel
  • Hervorragendes Display
  • Gute Fotos
  • Sehr gutes Energie­management mit langer Laufzeit und sehr kurzer Ladezeit
  • Einzigartiges Design mit echtem Full-Size-Display
  • Umfassende Ausstattung
  • Sehr gutes Display mit hoher Bild­wiederhol­rate
  • Gute Foto­abteilung
  • Sehr gutes Display
  • Hardcase und Zusatz-Akku im Lieferumfang
Contra
  • Ohne Google PlayStore
  • Mittelmäßige Foto­qualität
  • Knappe Akku-Ausdauer
  • Rückseite teilweise kratzanfällig
Bester Preis
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PC-Ersatz: Motorola Moto G100

PC-Ersatz

Motorola Moto G100

Test: Motorola Moto G100
Das Moto G100 kommt mit stattlichem 6,7-Zoll Display und gleich zwei Selfie-Kameras.

Das Moto G100 von Motorola ist nicht einfach nur ein Smartphone, sondern kann auch an den Monitor angeschlossen und als Alternative zum Desktop-PC verwendet werden. Damit das reibungslos klappt, ist im Lieferumfang ein entsprechendes Dock samt Adapterkabel enthalten.

Hat man das Smartphone an den Bildschirm angeschlossen, kann man dasselbe auch via Bluetooth mit Maus und Tastatur machen. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und stellt eine gute Alternative zu den übrigen Arbeitsplatz-Rechnern dar. Man kann aber auch einen Controller daran anschließen, dann wird aus dem Arbeitsplatz-Rechner eine Gaming-Zentrale. Die nötige Rechenleistung jedenfalls hat das Smartphone.

Der mit 128 Gigabyte alles andere als klein dimensionierte interne Speicher kann dank des Hybrid-Kartenslots auf ein Terabyte erweitert werden. Selbst aktuelle PCs bieten hier in der Regel nicht mehr.

Die für den PC-Ersatz nötige Rechenleistung kommt von einem Snapdragon 870, dem Motorola nicht weniger als acht Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite gestellt hat. Die Hardware ist dabei freilich nicht nur für den Einsatz als Desktop-Ersatz zu gebrauchen. Das installierte Android 11 läuft damit ebenso problemlos und flüssig. Auch das Display des Smartphones ist mit einer maximalen Bildwechselrate von 90 Hertz auf dem Stand der Zeit.

Weil solch eine potente Hardware auch viel Strom braucht, reicht der verbaute Akku mit 5.000 mAh Kapazität für knapp 20 Stunden, was noch immer ein sehr guter Wert ist. Innerhalb von zwei Stunden ist der leere Akku dann wieder voll geladen. Von den beiden vorderseitig verbauten Kameras ist eine mit einem Ultra-Weitwinkel-Objektiv ausgestattet. Damit ist man auch für Gruppen-Selfies bestens gerüstet.

 Mittelklasse-Smartphone Test: Motorola Motog100 Screenshot
Wie stark der Hintergrund in Unschärfe verschwinden soll, kann man im Portrait-Modus durch einen Schieberegler einstellen. Im Test hielt sich das Ergebnis allerdings in Grenzen.

Auch die drei rückseitig verbauten Kameras teilen sich den jeweiligen Einsatzzweck untereinander auf. Das »normale« Objektiv ist dabei besonders lichtstark (F1.7) und deshalb sehr gut für Aufnahmen mit wenig Umgebungslicht geeignet. Bei Kamera Nummer Zwei ist ein Hybrid-Objektiv verbaut, mit dem sich trotz Ultra-Weitwinkel-Brennweite auch Makroaufnahmen erstellen lassen. Bei der dritten Kamera handelt es sich um einen Tiefensensor. Seine Auflösung beträgt 2 Megapixel.

Egal ob bei Nacht oder Gegenlicht: Das Kamera-Arsenal des Moto G100 meisterte unseren Bilder-Test-Parkour mit Bravour. Besonders der HDR-Modus ist uns positiv aufgefallen, weil er mehr Dynamik aus den Bildern kitzelt, ohne sie unnatürlich aussehen zu lassen.

Um schlechten Lichtverhältnissen bei der Aufnahme entgegenzuwirken, wird das durch das Objektiv auf den Sensor fallende Licht künstlich verstärkt, indem die Sensor-Empfindlichkeit hochgeschraubt wird. Die Folge der erhöhten Empfindlichkeit ist oftmals das gefürchtete Bildrauschen. Dem wiederum versuchen die Hersteller durch Rauschfilter beizukommen. Beim Moto G100 ist das besonders gut gelungen.

Gut gefallen hat uns im Test auch der Portrait-Modus mit seinem natürlichen Bokeh. Wie stark der Hintergrund in Unschärfe verschwinden soll, kann man mithilfe eines Schiebereglers selbst wählen. Das Ergebnis ist aber nicht sonderlich überzeugend: Man kann kaum einen Unterschied feststellen, wenn man mit dem Regler herumexperimentiert. Diese kleine Schwäche ist aber durchaus zu verschmerzen. Billig ist der Alleskönner von Motorola zwar nicht, dafür bekommt man hier aber auch ein Smartphone, das sogar als PC-Ersatz eine gute Figur macht.

Google-Alternative: Huawei P40 Lite 5G

Google-Alternative

Huawei P40 Lite 5G

Test: Huawei P40 Lite 5g
Huawei hat sich beim P40 Lite 5G von den Google Diensten verabschiedet, und bietet erstmals eine eigene App-Plattform an.

Das Huawei P40 Lite 5G kommt ohne Google-Dienste aus und somit auch ohne Play Store. Als Alternative bietet Huawei eine eigene AppGalerie, die zwar noch über ein überschaubares Angebot verfügt, die wichtigsten Anwendungen sind aber vorhanden. Komplett ohne Googles Betriebssystem funktioniert das Gerät von Huawei zwar nicht, es wird aber wohl zwangsläufig irgendwann Ersatz für das Android-System geben.

Die winzige Selfie-Kamera und der schmale Rand resultieren in einem sehr großen, fast vollständig nutzbaren Display. Und der hat auch noch eine hervorragende Qualität!

Durch den hauseigenen Kirin 820 Chip und sechs Gigabyte Arbeitsspeicher ist eine solide Leistung garantiert. Das Betriebssystem ist das aktuelle Android 10, das mit Huaweis EMUI 10.1.1 kombiniert wird. Der Akku mit 4.000 mAh erreichte in unserem Test 23 Stunden Laufzeit. Aufgeladen ist das P40 Lite binnen einer Stunde.

Beim P40 Lite 5G sind vier Kameras auf der Rückseite zu finden: Ein Weitwinkel mit 64 Megapixeln, ein Ultraweitwinkel, ein Macro- und ein Tiefensensor, letztere mit je zwei Megapixeln Auflösung. Deren gutes Zusammenspiel mit der Bildverarbeitung zeigt sich bei schweren Lichtverhältnissen: Bei Gegenlicht, sehr hellem oder dunklem Licht fangen die Kameras die Umgebung gut ein. Nachtaufnahmen schafft das P40 Lite 5G ohne Probleme, nur die Leuchtschrift ist ohne den Nacht-Modus nicht lesbar.

Im Studio und bei einfacheren Lichtbedingungen gab es dann auch keine großen Überraschungen. Erstaunlicherweise patzte die Kamera ausgerechnet bei ausreichendem Licht – hier erzeugte das künstliche Nachschärfen deutliche Doppelkonturen. Lowlight-Aufnahmen funktionierten auch im Studio einwandfrei. Der Nacht-Modus sorgte für einen optimalen Weißabgleich mit wenig Rauschen und vielen Details.

Das Huawei P40 Lite 5G ist nicht nur eine Alternative zu Google, sondern hat viel mehr zu bieten. Und fehlen ein paar Apps in der Gallery, können sie über Umwege im Browser heruntergeladen werden.

Echter Hingucker: Oppo Reno2 Z

Echter Hingucker

Oppo Reno2 Z

Test: Oppo Reno2 Z
Oppo landet sein erstes Smartphone mit Full-Size-Display und ausfahrbarer Kamera auf dem deutschen Markt.

Das Oppo Reno2 Z nutzt eine interessante Methode: Damit das Display ohne Notch für die Frontkamera auskommt und die Vorderseite komplett ausfüllt, wird die 16 Megapixel-Kamera einfach ausgefahren. Diese Technik wurde zwar kopiert, aber immerhin gut und günstig nachgemacht. Insgesamt wurde viel Wert auf ein ansprechendes Design gelegt, ohne dass darunter die Funktion leidet oder der Preis in die Höhe getrieben wird.

Deutlich wird das bei der stabilen mitgelieferten Hülle und dem Head-Set, das eindeutig von den Kopfhörern von Apple inspiriert ist. Den ohnehin schon großzügigen 128 Gigabyte Speicher kann man problemlos mit einer SD-Karte erweitern und zusätzlich zwei SIM-Karten nutzen.

Der Akku hat in unserem Test, bei dem ein HD-Video unter ständiger Wiederholung abgespielt wurde, sagenhafte 21 Stunden durchgehalten und war auch dank der hauseigenen Dash-Ladefunktion extrem schnell wieder einsatzbereit.

Mit gleich vier Kameras können kreative Fotoliebhaber sich ordentlich austoben und mit 48 Megapixel und HDR knackscharfe Bilder schießen. In unseren Tests machte sie bei allen Bedingungen eine gute Figur und gute Bilder. Selbstverständlich können die Kameras mit der Tiefenschärfe und Unschärfe spielen und schöne Bokeh-Effekte abliefern.

Ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber auf den zweiten Blick überzeugend, ist die auf Android 9 basierte Nutzeroberfläche ColorOS. Wem das Design des Oppo Reno2 Z zusagt, der sollte hier zuschlagen, denn im Inneren des Handys steckt viel Qualität.

Für Schnäppchenjäger: OnePlus Nord N10

Für Schnäppchenjäger

OnePlus Nord N10

Das Nord N10 ist eine Art Light-Version des normalen Nord von OnePlus. Die 100 Euro Preisunterschied ergeben sich unter anderem aus dem deutlich schwächeren Prozessor, der im N10 verbaut ist. Einen Vorteil hat die billigere Variante aber auch: Ihr Speicher ist per microSD-Karte erweiterbar und kann so kostengünstig um bis zu 512 Gigabyte aufgestockt werden.

Beim Display hingegen nehmen sich die beiden Modelle nicht viel: Farbwiedergabe und Bildwiederholfrequenz bewegen sich auf einem ähnlich hohen Niveau. Im Test hielt das Smartphone bei 60 Hertz 17 Stunden durch, ein Wert, der noch gerade so okay ist. Positiv ist allerdings, dass der Akku innerhalb von einer Stunde wieder voll aufgeladen ist, dem dicken Netzteil sei Dank.

Dass sich auf der Rückseite eines Smartphones mehr als eine Kamera tummelt, ist mittlerweile normal. Insofern beeindruckt es uns auch nicht, dass das N10 gleich mit vier Kameras auf der Rückseite bestückt ist, denn das gehört heutzutage einfach zum guten Ton. Die Qualität der Aufnahmen ist unterm Strich recht gut, lediglich bei Nachtaufnahmen konnten wir ein deutliches Rauschen feststellen, das man aber mithilfe des Nachtmodus im Zaum halten kann.

Neben dem Automatikmodus, mit dem sich die meisten Anwendungsbereiche der Kamera abdecken lassen dürften, verfügt das N10 über zahlreiche weitere Bildmodi. Besonders gut hat uns der Portrait-Modus gefallen, der allerdings nur bei deaktiviertem Zoom benutzt werden kann. In Summe sind die Sparmaßnahmen recht gelungen, die wichtigsten Eigenschaften, nämlich Display und Kamera, hat das N10 von seinem größeren Schwestermodell übernehmen dürfen. Für Sparfüchse ist das Nord N10 deshalb eine gute Wahl.

Robust und smart: Doogee S90

Robust und smart

Doogee S90

Mittelklasse-Smartphone Test: Dogee S90
Das Doogee S90 gibt sich robust, wasserdicht und lässt sich zudem mit Zusatzmodulen leicht erweitern.

Für all diejenigen, bei denen es im Alltag etwas ruppiger und wilder zugeht, ist das Doogee S90 eine gute Lösung. Aber auch in Sachen Technik ist das Rugged-Smartphone bestens ausgestattet und ist weit mehr als nur ein gut geschütztes Baustellen-Handy. Das Smartphone ist mit der Schutzklasse IP68 versehen, was bedeutet, dass weder Wasser noch Staubpartikel dem Gerät etwas anhaben können.

Der sechs Gigabyte RAM Prozessor arbeitet mit Android 8.1 sauber und lässt das Gerät flüssig laufen. Der Speicher beträgt 128 Gigabyte und kann über den Hybrid-Slot mit einer SD-Karte sogar noch verdoppelt werden, sofern man nur eine SIM-Karte nutzt. Das Display löst in HD auf, hat allerdings nur eine Pixeldichte von 403ppi. Das Doogee S90 kommt mit zwei Hauptkameras, die mit 16 beziehungsweise 8 Megapixel solide arbeiten, jedoch bei schlechten und dunklen Lichtverhältnissen nicht mit der Konkurrenz mithalten können.

Das Gerät wird mit einigem Zubehör in einer HardCase-Tasche geliefert. Ein Teil davon ist ein Adapter für die USB-C Ladebuchse und ein zusätzlicher Akku, der einfach hinten auf das Handy geschoben und mit Magneten fixiert wird. Darüber hinaus können weitere Zusatzmodule erworben werden, wie eine Night-Vision-Kamera, ein Walkie-Talkie oder ein Modul, welches das Handy in eine Spielkonsole mit Joystick verwandelt.

Auch wenn das Doogee S90 einen sehr robusten Eindruck hinterlässt, hat sich die Aluminium-Rückseite bei unserem Foto-Shooting im Freien bereits Kratzer im Lack eingefangen und das beim Ablegen auf einem Stein. Manch einen stört das vielleicht, anderseits unterstützen die Kratzer auch den Outdoor-Charakter.

Im virtuellen Tool-Bag befinden sich Helferlein für die Baustelle zuhause in Form von vorinstallierten Apps. Dazu gehören unter anderem eine Wasserwaage und Winkel- oder Lotmesser. Insgesamt gelingt es dem Doogee S90 mit den Smartphones seiner Preisklasse noch mitzuhalten und zusätzlich einen unzerstörbaren Eindruck zu hinterlassen, sofern man kleinere Kratzer bei dem Outdoor-Look akzeptieren kann.

Was gibt es sonst noch?

Das Motorola One Vision hat sich in Sachen Frontkamera ein bisschen bei der Konkurrenz umgesehen und die kreisrunde Kamera, wie man es vom Samsung Galaxy S10 kennt, links oben ins Full-Size-Display gesetzt. Das sieht ganz gut aus und lässt nicht vermuten, dass man dieses Modell schon ab 250 Euro bekommt. Das HD-Display hat eine Punktdichte von 432 ppi, was sich in der Auflösung bemerkbar macht.

Unseren Akkutest schließt das One Vision mit 16 Stunden überdurchschnittlich gut ab und das bei schmalem Design. Auch im Bereich Speicher kann es Punkte sammeln, da über einen Hybrid-Slot zu den 128 Gigabyte per SD-Karte noch mehr Speicher hinzugefügt werden kann, solange man nur eine SIM-Karte nutzt.

Sowohl die Frontkamera mit 25 Megapixeln, als auch die Rückkameras mit 48 und 5 Megapixeln leisten hervorragende Arbeit. Gegenlicht stellt die Kamera vor keinerlei Probleme, die Farben werden realistisch wiedergegeben. Bei Low-Light schärft sie allerdings ein bisschen nach, was sich mit dem HDR-Modus verhindern lässt. Dabei werden wiederum die Details nicht so genau aufgenommen, nichtsdestotrotz liefert sie eine mehr als zufriedenstellende Kameraleistung ab. Das Motorola One Vision kommt im eleganten und modernen Glas-Design, ist sehr schmal und wirklich günstig zu haben.

Das Google Pixel 4a ist der Nachfolger des Pixel 3a. Es hat ein kleines Display und eine Akkulaufzeit von 18 Stunden. Auf der Rückseite ist zwar nur eine Kamera verbaut, aber die kann sich durch ihre sehr gute Fotoleistung sehen lassen. Nur auf eine Brennweite mit gleichbleibender Auflösung muss verzichtet werden.

Das Gerät gibt es nur in schwarz und auch nur mit den verbauten 128 Gigabyte – eine Dual-SIM oder eine microSD-Karte lassen sich nicht einsetzen. Google geht wohl davon aus, dass Nutzer ihre Daten in die Google Cloud hochladen. Das Betriebssystem ist selbstredend das aktuelle Android 10 und trotz nicht ganz aktuellem Chipsatz läuft das System, unterstützt von sechs Gigabyte RAM, flüssig. Nur bei einigen Spielen kann es zu Rucklern kommen.

Beim OnePlus Nord muss man sich vor dem Kauf zwischen einer Speicherkapazität von 128 oder 256 Gigabyte und einem jeweiligen Arbeitsspeicher von 8 oder 12 RAM entscheiden. Nachrüsten lässt sich dieser nämlich nicht. Nur eine weitere SIM-Karte findet in dem Slot Platz. Die Kameraleistung ist bei dem Nord-Modell durchwachsen: Nacht- und Gegenlichtaufnahmen schafft es gut, bei Standardlicht ist das Ergebnis weniger zufriedenstellend. Dennoch ist das Gerät sehr leistungsstark, hat einen schnellen Chipsatz und einen ausdauernden Akku. Auch das AMOLED-Display mit 400 ppi und einer Bildwechselfrequenz von 60 bis 90 Bildern finden wir sehr gut.

Poco ist eine Untermarke von Xiaomi und den Mi-Smartphones und geht mit dem Poco F2 Pro auf den Markt. Die hohe Leistung ist seine Kernkompetenz und auch die Akkulaufzeit von 30 Stunden kann begeistern. Die vier Kameras des Geräts produzieren bei wenig Licht leider deutliches Rauschen und bei normalem Licht werden die Bilder eher überbelichtet. Die Selfie-Kamera wird ausgefahren. Gelegenheitszocker und Leistungsfetischisten werden Spaß an dem Smartphone haben, allerdings ist die Speicherausstattung etwas sparsam und auch nicht aufzustocken.

So haben wir getestet

Die Rechenleistung der Smartphones haben wir mit Benchmark-Messsystemen von Antutu und CF-Bench überprüft. Anhand eines Videos in Full-HD-Auflösung, das im Loop wiederholt wurde, haben wir getestet, wie lange der Akku hält. Dabei wurde die Helligkeit auf 50% gestellt und das WLAN war eingeschaltet.

Am aufwendigsten wurden die Kameras geprüft, da diese mittlerweile als ein sehr entscheidendes Kriterium von Käufern gesehen werden. Dazu haben wir bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen fotografiert. Zuerst wurden in einem Studio optimale Lichtverhältnisse geschaffen, dann wurden die Performances auch unter schwieriger zu bewältigende Bedingungen, wie Dunkelheit und Lowlight, geprüft. Darüber hinaus haben wir die Kameras auch in anspruchsvollen, natürlichen Lichtsituationen ausprobiert, beispielsweise indem wir gegen die Sonne fotografiert haben.

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