Test: Drahtloseladegeräte

Drahtlose Ladegeräte im Test : Kabellose Power

Update 25.03.2021

Drahtlose Ladegeräte kommen zunehmend in Mode, da immer mehr Smartphones induktives Laden anbieten. Für den Alltag ist das eine kleine aber feine Erleichterung, da man sein Handy nur noch auf ein Pad legen oder auf einen Ladeständer stellen muss und schon geht das Aufladen los. Schluss mit Kabelsalat und kaputten Steckern!

Update 25. März 2021

Wir haben 17 weitere drahtlose Ladegeräte getestet. Neue Empfehlungen sind das Evershop TB TS09-11, das schnelle ESR HaloLock und die MagSafe-Lader AlCase E0760 und Kdely F190-38. Die Qi-Ladegeräte Anker PowerWave 10 Station, Te-Rich V10 und Anker PowerWave AK-A2521011 sind nicht mehr unter den Empfehlungen.

7. Oktober 2020

Nach dem Test einiger neuer drahtloser Ladegeräte haben wir zwei neue Empfehlungen: Das Lotta Power Wireless Charging Pad und die Anker PowerWave 10 Station.

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Lars Schönewerk
testet als Technik-Redakteur vorwiegend Elektrokleingeräte und Fahrrad-Zubehör.

In vielen Bereichen sind kabellose Funktionen bereits Standard: WLAN, Bluetooth, LTE – warum also nicht auch beim Laden? Wir haben 52 Qi-Ladegeräte, wie man sie ebenfalls nennt, getestet. Dabei gab es unterschiedliche Ergebnisse in Bezug auf die Ladegeschwindigkeit und den Stromverbrauch. Auch in Sachen Verarbeitung und Handhabung gibt es Unterschiede. Zum Beispiel ist es für den einen wichtig, die Ladelampe immer im Blick zu haben – der nächste möchte kein fest verlötetes USB-Kabel haben oder man besteht auf Fast Charging. So vielfältig wie die Ansprüche sind, so verschieden sind auch die angebotenen Modelle der Qi-Ladegeräte.

Das drahtlose Laden ist definitiv die Zukunft: Das leiten auch schon große Möbelhäuser ein, die ihre Nachttische mit induktiven Ladestationen ausstatten oder Aussparungen für Ladepads einbauen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Messwert-WunderModern & elegantBesonders schnellMagSafe-AlternativeMagnetisch
Test: 61evg8f 0gl. Ac Sl1000Test: Evershop Tb Ts09 11Test: 637456419075642350Test: Alcase E0760Test: Kdely F190 3b
Modell Lotta Power Wireless Charging Pad Evershop TB TS09-11 ESR HaloLock AlCase E0760 Kdely F190-3B
Pro
  • Schönes Design
  • Super Messwerte
  • Niedriger Verbrauch im Standby
  • Niedriger Standby-Verbrauch
  • Sehr gute Ladewerte
  • Flach
  • Große Fläche
  • Stoffüberzug
  • Hochwertig
  • Flach
  • Schöne LED-Anzeige
  • Niedriger Standby-Verbrauch
  • Super Ladewerte
  • Magnetisch
  • Kein Standby-Verbrauch
  • Sehr guter Ladewert
  • Mit Netzteil (nicht fest verlötet)
  • Magnetisch
  • Geringer Standby-Verbrauch
  • Kann auch als Ständer genutzt werden
  • Guter Ladewert
  • Magnetisch
Contra
  • USB-A-Stecker schwierig ein- und aussteckbar
  • Höherer Standby-Verbrauch
  • Andock-Fläche nicht material­schonend
Bester Preis

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Messwert-Wunder: Lotta Power Wireless Charging Pad

Messwert-Wunder

Lotta Power Wireless Charging Pad

Test: 61evg8f 0gl. Ac Sl1000
Das Lotta Power lädt schnell und hat einen geringen Standby-Verbrauch. Es ist in drei Stoff-Varianten und zwei Marmor-Designs erhältlich.

Unerwartet, aber doch sehr erfreulich: Das marmorierte Ladegerät von Lotta Power überraschte mit hervorragenden Ladewerten sowie geringem Standby-Verbrauch. Mit im Paket sind außerdem ein USB-C-Anschluss sowie ein hochwertiges Kabel mit Stoffummantelung. Das Lade-Pad ist ebenfalls mit Stoffüberzug erhältlich.

Lotta Power gehört zum Hersteller Xlayer, der ein richtiges Power-Gerät produziert hat. Wir haben 11,5 Watt beim iPhone sowie 9,3 Watt beim Android-Smartphone gemessen – damit erreicht das Pad von Lotta Power die höchsten Ladewerte in diesem Test. Enorm gering ist mit 0,03 auch der Verbrauch im Standby-Modus.

Der Rand sowie die Unterseite sind aus Aluminium, unten findet sich zudem eine Gummierung, damit das Gerät nicht wegrutscht. Die Lotta Power hat 8,5 Zentimeter Durchmesser und einen Zentimeter Höhe – Smartphones haben also genügend Platz. Das Kabel hat eine Länge von 120 Zentimetern. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Anschlusses ist ein LED-Licht, das den Ladestatus anzeigt. Eine andere Stelle wäre vielleicht sinnvoller gewesen, da Smartphones das Licht leicht verdecken. Während dem Laden pulsiert das weiße Licht, bei vollem Akku leuchtet es durchgängig.

Zugegebenermaßen hatten wir etwas Vorurteile gegenüber der Lotta Power, da die Oberfläche nicht besonders hochwertig wirkte und das Marmor-Design doch Geschmackssache ist. Das Pad gibt es aber auch in Stoff-Versionen und die Messwerte sprechen für sich.

Modern & elegant: Evershop TB TS09-11

Modern & elegant

Evershop TB TS09-11

Test: Evershop Tb Ts09 11
Das Ladepad von Evershop hat eine elegante Stoffoberfläche und ist extrem flach, was ebenfalls sehr modern wirkt. Die Ladewerte sind außerdem top!

Das Evershop TB TS09-11 überzeugt mit seinem Gesamtpaket: Das Ladegerät ist sehr flach und leicht. Der Stoffüberzug schont die Rückseite des Smartphones. Zudem verfügt das Modell über ein USB-C-Kabel, das in das Ladegerät gesteckt wird, zudem gibt es einen USB-A-Stecker. So kann man das Handy auch am PC aufladen.

Im Test wurden beim iPhone X 11,2 Watt und beim LG G7 9,7 Watt gemessen. Beides sind hervorragende Werte, vor allem da der Hersteller hier 10 Watt als Leistung angibt. Im Standby-Modus verbraucht das Evershop lediglich 0,1 Watt.

Ein Netzteil ist nicht im Lieferumfang enthalten, dafür kostet das Ladegerät auch nicht viel. Das TB TS09-11 ist in Braun und Schwarz erhältlich.

Besonders schnell: ESR HaloLock

Besonders schnell

ESR HaloLock

Test: 637456419075642350
Das ESR ist nicht nur hervorragend verarbeitet, es lädt unsere beiden Testhandys auch noch am schnellsten von allen!

Das ESR HaloLock macht direkt beim Auspacken einen guten Eindruck: Das Ladegerät ist besonders flach und wiegt in die Hand genommen angenehm schwer. Das Modell ist komplett aus Metall gearbeitet. Ein Netzteil befindet sich nicht im Zubehör, dafür ein USB-C-Kabel mit zusätzlichem USB-A-Stecker. So kann man das Smartphone auch am Laptop oder PC laden.

Das ESR bietet extrem gute Ladewerte: iPhone X und LG G7 wurden im Test jeweils mit mehr als 12 Watt geladen, obwohl nur 10 Watt als Leistung angegeben sind. Dafür ist aber auch der Standby-Verbrauch mit 0,7 Watt höher. Ist das Handy aufgelegt, leuchtet der LED-Ring grün auf, als Signal, dass das Laden begonnen hat. Nach ein paar Sekunden erlischt das Licht wieder.

Das Pad bietet zudem die Magnetfunktion, die mit dem iPhone 12 genutzt werden kann. Da das Pad allerdings sehr groß ist, liegt das Smartphone nicht sonderlich gut in der Hand. Dafür verrutscht es nicht so leicht und das Handy lässt sich aufgrund des Gewichts des Pads ohne Probleme lösen. Angeblich soll man lediglich die iPhone-12-Modelle aufladen können, allerdings wurden im Test beide Handys zufriedenstellend aufgeladen. Immerhin laden die Magnetlader genau wie andere Modelle mi Qi-Standard.

Tatsächlich wurden beim iPhone 12 Plus nur 6,5 Watt gemessen. Auf der anderen Seite ist dieses Ladegerät das einzige im Test, das das iPhone 12 Plus auch mit PopSocket mit derselben Leistung lädt.

Neben dem hohen Standby-Verbrauch gibt es beim ESR HaloLock noch einen weiteren kleinen Kritikpunkt: Der USB-A-Stecker ist etwas schwergängig beim Aus- und Einstecken. Trotzdem ist das Ladegerät empfehlenswert, besonders für alle, die schnell laden möchten.

MagSafe-Alternative: AlCase E0760

MagSafe-Alternative

AlCase E0760

Test: Alcase E0760
Das Ladegerät von AlCase kommt mit Netzteil und USB-C-Anschluss. Es hat tatsächlich keinen Standby-Verbrauch und fast perfekte Ladewerte von 9,9 Watt.

Keine Preise gefunden.

Das weiße, kleine AlCase E0760 sieht dem Apple MagSafe zum Verwechseln ähnlich. Abgesehen vom Äußeren gibt es hier allerdings doch einige Unterschiede, die das Modell besser machen als das Gerät von Apple.

Zum einen wird hier ein Netzteil mitgeliefert. Das USB-C-Kabel wird an das Netzteil angeschlossen, ein weiterer USB-C-Stecker auf der anderen Seite führt ins Ladegerät. Möchte man das Smartphone mit dem PC aufladen, benötigt man einen Adapter, wenn der Laptop oder PC nicht über einen USB-C-Anschluss verfügt.

Das iPhone 12 lädt das Gerät mit 9,9 Watt. Laut Hersteller beträgt die Leistung 18 Watt. Einen Verbrauch im Standby gibt es nicht. Das AlCase hat hinten ein Gehäuse aus Aluminium und vorne eine gummierte, weiße Fläche, wodurch das Handy geschont wird.

Magnetisch: Kdely F190-3B

Magnetisch

Kdely F190-3B

Test: Kdely F190 3b
Das magnetische Ladepad von Kdely lädt das iPhone 12 nicht nur schnell, sondern kann gleichzeitig als Stütze beim Videoschauen dienen.

Das Kdely F190-3B ist ein magnetisches Ladegerät. Es ist in Weiß und Schwarz erhältlich und verfügt über einen Ständer, sodass das Smartphone quer aufgestellt werden kann. Das ist zum einen praktisch für längere Videoanrufe oder um Videos zu gucken, ohne dass das Handy festgehalten werden muss.

Das iPhone 12 wird mit ordentlichen 9,6 Watt geladen und der Verbrauch von 0,1 Watt im Standby-Modus ist sehr gering. Der Hersteller gibt als Leistung 15 Watt an. Der metallische Ständer wird rückseitig magnetisch am Ladegerät gehalten. Ein Netzteil liegt nicht bei, das USB-C-Kabel besitzt einen USB-A-Stecker für das Laden an Laptop oder PC. Dieser lässt sich mit einer kleinen Haltelasche auch einfacher herausziehen.

Leider besteht die Auflagefläche aus hartem, glatten Kunststoff. Das wirkt nicht sonderlich materialschonend. Dafür ist aber auch der Preis des F190-3B erfreulich gering.

Was gibt es sonst noch?

Das Apple MagSafe ist magnetisch, das iPhone 12 Pro wird mit 9,2 Watt geladen. Das Gerät hat eine schöne Verarbeitung, hält ordentlich am Smartphone und bietet eine gummierte Auflagefläche. Mit nur 0,26 Watt hält sich der Standby-Verbrauch in Grenzen. Ein Netzteil befindet sich nicht im Lieferumfang und das USB-C-Kabel ist fest verlötet. Daher muss sich Apple der Kopie geschlagen geben, die ein Netzteil und bessere Werte liefert und zudem günstiger ist.

Das Ladegerät von Elegiant ist für iPhones nicht besonders gut geeignet: Das iPhone X wurde lediglich mit 6,0 Watt geladen. Trotzdem hat das Modell eine schöne Verarbeitung und beim LG G7 werden 9,3 Watt gemessen. Der Verbrauch von 0,08 im Standby ist auch sehr gering. Das Ladegerät ist flach und bietet eine große Andock-Fläche. Ein Netzteil wird nicht mitgeliefert, das USB-C-Kabel verfügt über einen USB-A-Stecker. Eine blaue LED leuchtet kurz ringförmig auf, wenn das Handy aufgelegt wird, um zu signalisieren, dass das Laden begonnen hat.

Das Te-Rich V10 hat eine glänzende, glatte Glasoberfläche, ein Aluminiumgehäuse und wirkt sehr hochwertig. Das minimalistische Design ist modern und auch die inneren Werte können überzeugen. Das Te-Rich ist eines der schnellsten Ladegeräte in unserer Testreihe, während sein Standby-Verbrauch gegen null geht. Der Preis von circa 20 Euro liegt im Mittelfeld und ist mehr als fair.

Was Sie über drahtloses Laden wissen müssen

Zuallererst muss man natürlich ein Smartphone besitzen, das induktive Ladung überhaupt zulässt – das sind im Moment eher noch die teureren Geräte. Die Rückseite muss aus Glas oder Kunststoff bestehen: Mit Aluminium kommt man da nicht weit.

Die Geschwindigkeit, mit der Smartphones induktiv geladen werden, ist generell niedriger als mit Kabel. Das wird auch durch die Position des Handys auf dem Pad nochmals positiv oder negativ beeinflusst.

Smartphones können mit zehn oder mehr Watt geladen werden, dann befindet man sich allerdings schon im Fast-Charging-Bereich, für das ein separates Netzteil sowie ein Fast-Charging-fähiges Qi-Ladegerät benötigt wird. Die Ladegeräte ohne Schnellladefunktion laden meist mit etwa fünf Watt.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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