Test: Test Smarthome Licht Kopie

Smart-Home-Systeme zur Lichtsteuerung im Test : Helle Freude im Zuhause

Update 30.09.2021

Smart-Home-Beleuchtung kann weit mehr als nur Licht an- und ausschalten. Richtig eingerichtet, sorgt sie automatisch für die zur Tages- und Jahreszeit passende Lichtstimmung, weckt den Nutzer sanft auf oder erhellt den Flur dezent für den nächtlichen Gang ins Badezimmer. Wir haben 32 smarte Beleuchtungssysteme getestet, von denen 22 noch verfügbar sind.

Update 30. September 2021

Wir hatten 11 weitere Smart-Home-Lampen im Test, vier davon sind neue Empfehlungen: Philips mit der White & Color Ambiance, die Ledvance Smart+ WiFi, die Xiaomi Mi LED Essential und die günstige Tapo L530E.

21. Juli 2021

Wir haben weitere Smart-Home-Systeme zur Lichtsteuerung getestet. Die LED-Lampe von Gosund und die Tradfri von Ikea sind neue Empfehlungen.

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Sebastian Jentsch
ist Technik-Journalist, passionierter Heimwerker und Hobbykoch. Er schreibt unter anderem für Notebookjournal und Notebookcheck über mobile Technik und testet regelmäßig Küchen-, Haushalts- und Gartengeräte.

Beleuchtung befindet sich in einem steten Wandel. Lange Zeit war Feuer das Mittel der Wahl, um die Nacht zu erhellen, wurde aber Ende des 19. Jahrhunderts sukzessiv durch Glühlampen ersetzt. Diese wiederum wurden später durch Leuchtstoffröhren abgelöst und die Leuchtstoffröhren zuletzt durch LEDs. Und das geschah aus gutem Grund: Die Technik ist nicht nur sparsamer, sie eröffnet auch neue Möglichkeiten. Vor allem Leuchtmittel mit Farbdarstellung finden zunehmend Verbreitung in den Haushalten. Im Zuge umfassender Vernetzung erlauben sie mannigfaltige Anwendungsmöglichkeiten und können den Wohlfühlfaktor in Ihrem Zuhause deutlich steigern.

Doch zuerst gilt es, sich einen Überblick über die vielen konkurrierenden Beleuchtungssysteme zu verschaffen und Vor- und Nachteile abzuwägen. Denn die Unterschiede zwischen den Produkten und den dazugehörigen Ökosystemen sind teils gewaltig.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Tolle FarbenBesonders hellPreistippViele Zusatzfunktionen
Helle Freude im Zuhause Test: Phillips White Color Ambiance E1628153615284Helle Freude im Zuhause Test: Xiaomi Mi Smart Led Bulb Essential E1628153640407Helle Freude im Zuhause Test: Tp Link Tapo Smart Wi Fi E1628153654621Helle Freude im Zuhause Test: Ledvance Smart Wifi Classic Multicolour E1628153679534
Modell Phillips White & Color Ambiance Xiaomi Mi Smart LED Bulb Essential tp-link Tapo L530E LEDVANCE SMART+ WiFi Classic Multicolour
Pro
  • Zigbee für bessere Verbindung
  • Sehr gute Farbwiedergabe
  • Umfangreiche App
  • Gute Kombination mit weiterer Technik
  • Sparsam im Standby
  • Zigbee für bessere Verbindung
  • Sehr gute Farbwiedergabe
  • Umfangreiche Smart-Home-App
  • Sehr günstig
  • Mit vielen weiteren Geräten kombinierbar
  • Sehr günstig
  • Anzeige Energieverbrauch
  • Umfangreiche Smarthome-App
  • Szenen, Routinen, Zeitplan
  • Geringer Standby-Verbrauch
  • Sehr helles und gleichmäßiges Licht
  • Helle und kräftige Farben
  • Komfortable App (Smartlife)
  • Sehr vielfältiges Programmangebot
Contra
  • Gateway wird benötigt
  • Sehr teuer
  • Mäßiges Watt-Lumen-Verhältnis
  • Hoher Standby-Verbrauch
  • App auf dem Tablet schlecht nutzbar
  • Farben und Helligkeit unkomfortabel einstellbar
  • Mäßige Helligkeit
  • Keine direkte Farbjustierung
  • Nur mäßig dimmbar
  • App etwas zu bunt
Bester Preis

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Tolle Farben: Philips White & Color Ambiance

Tolle Farben

Phillips White & Color Ambiance

Helle Freude im Zuhause Test: Phillips White Color Ambiance E1628153615284
Wenn es um eine umfassende smarte Beleuchtung geht, führt kein Weg an Phillips Hue vorbei. Hier findet man das beste Komplettpaket an guter Bedienbarkeit, einem reichhaltigen Lampenangebot und tollen Farben.

Das Philips White & Color Ambiance ist wie der Name schon sagt ein hervorragendes smartes Lichtsystem für Ambiente und Licht. Es überzeugt bereits in puncto Installation: Auspacken und Bridge am Router anschließen. Dann das Stromkabel einstecken und die Lampe in der Fassung befestigen. Dann kann man die Lampe ein- und ausschalten sowie dimmen.

Das System von Philip ist nicht günstig und kann dreimal so viel wie andere Smart-Home-Leuchten kosten. In Sachen Leuchtkraft ist es dabei schon seit längerer Zeit nicht mehr der absolute Spitzenreiter – das beweisen Xiaomi und Ledvance. Philips bietet aber dennoch das überzeugendste Grundpaket mitsamt gut durchdachtem, smarten Lichtsystem.

Die Nutzung des Zigbee-Protokolls für smarte Beleuchtung hat viele Vorteile: Es ist schnell, leicht installiert und das Funknetz baut sich mit jeder zusätzlichen Steckdose oder Lampe von selbst weiter aus. Wollte man auf einer zwei Kilometer langen Strecke aus 100 Lampen die letzte einschalten, würde der Befehl von einer Lampe zur nächsten weitergegeben, bis er schlussendlich bei der letzten Lampe ankommt.

Allerdings benötigt Zigbee eine Zentrale (Hub, Gateway), um die Signale aufzunehmen und dann ans Smartphone weiterzuleiten oder umgekehrt. Dazu hat Philips eine eigene Bridge mit der man auch weitere Zigbee-Geräte koppeln kann. Man kann alternativ auch einen Echo mit Zigbee-Hub nutzen, dann sind aber bei einigen Philips-Produkten nicht sämtliche Funktionen nutzbar.

Gute Ausleuchtung und kräftige Farben

Die Philips scheint zwar nicht am hellsten, hier haben jedoch alle Farben die gleiche, gute Qualität: Blau, Grün oder Rot – alle Farben sind kräftig und gleich hell. Bei anderen Lampen sind zwischen den einzelnen Farben deutliche Unterschiede erkennbar, vor allem Grün ist oft heller, aber auch blasser.

Das sehr kalte Kaltweiß hat einen leichten Blaustich. Das warmweiße Licht liegt mit seinen 2.000 Kelvin unter den üblichen 2.700 Kelvin und ist daher eher Orange. Das ist dann zwar nicht mehr warmweiß, das kann man ja aber stufenlos einstellen.

Das Alleinstellungsmerkmal der White & Color ist ihre Dimmbarkeit: Die Lichtintensität kann hier tatsächlich so gedrosselt werden, dass man kein Licht mehr sieht. Bei den Konkurrenz-Systemen ist bei etwa 20 Prozent das Ende erreicht, sodass sie sogar gedimmt noch ziemlich kräftig leuchten.

Die App

Beinahe alle smarten Beleuchtungssysteme bieten mittlerweile gute Apps und erschlagen den Nutzer dabei teils mit vielen Funktionen, die am Anfang Spaß machen, aber später meist nicht benötigt werden. Wichtiger ist zu wissen, ob sich festlegen lässt, wann nach Updates gesucht werden soll, was meistens einen Neustart bedeutet. Oder die Funktion festzulegen, wie sich die Leuchte nach einem Stromausfall verhalten soll. Die Philips Hue kann hier kräftig warmweiß, gar nicht oder in den Einstellungen wie vor dem Stromausfall leuchten.

Für die Nutzung der Philips Bridge oder die Integration der Lampen ist keine Anmeldung oder Registrierung notwendig. Einen Account muss man erst dann erstellen, wenn man das smarte Licht von unterwegs schalten oder eine Sprachsteuerung verbinden möchte.

Dann sind auch standortbasierte Szenen und Routen möglich. Hierbei ist es auch möglich festzulegen, welches Gerät dafür genutzt wird. Wenn man neben dem Smartphone auch ein Tablet mit derselben App nutzt, wird bei einigen Apps Geofencing bereits problematisch.

Die Hue-App hat ansonsten alles zu bieten, was man auch bei anderen Smart-Home-Apps findet: Man kann Routinen und Szenen anlegen, Räume und Gruppen erstellen und alle Smart-Home-Lampen des umfangreichen Angebots an smarten Geräten von Philips kombinieren.

Besonders hell: Xiaomi Mi Smart LED Bulb Essential

Besonders hell

Xiaomi Mi Smart LED Bulb Essential

Helle Freude im Zuhause Test: Xiaomi Mi Smart Led Bulb Essential E1628153640407
Xiaomi bahnt sich mit aller Gewalt den Weg in den Smarthome-Bereich und kommt mit extrem vielen Geräten. Die Mi Smart ist zwar mächtig schwer und hat einen hohen Standby-Verbrauch, ist aber sehr günstig und beim Licht der Philips Hue mehr als ebenbürtig.

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Im Bereich des smarten Zuhause kommt man an Xiaomi nicht mehr vorbei. Die Mi LED Smart Bulb Essential ist Teil einer ganzen Reihe an Smart-Home-Produkten, die insbesondere mit ihrem günstigen Preis auffallen.

Die Xiaomi fällt aber darüber hinaus damit auf, im Schnitt das dreifache Gewicht von anderen WLAN-Lampen zu haben. Nachvollziehbar ist das nicht und zudem nachteilig, wenn man das Modell als Hängelampe nutzen möchte. In puncto Licht kann die Xiaomi aber vollends überzeugen und ist ebenbürtig zur Ledvance Smart+ WiFi. Was die Dimmbarkeit angeht ist sie sogar besser, denn man kann sie mehr dimmen ohne dass sich dabei die Farbe verändert.

Die Xiaomi ist in Sachen Leuchtkraft absoluter Spitzenreiter – sie holt aus 9 Watt ganze 950 Lumen, so viel wie keine andere smarte Lampe. Diese Werte erreicht sie aber nur beim Kaltweiß, warmweißes Licht ist dunkler.

Durchweg hell und sehr prächtig erscheinen die Farben. Das Warmweiß hat allerdings leider nicht nur einen Gelbstich, sondern geht sogar über Orange bis hin ins Rötliche. Allerdings ist das mit 1.700 Kelvin angegeben und lässt sich anpassen. Im Gegensatz dazu ist das Kaltweiß auch ohne weitere Einstellung angenehm kalt und ohne Blaustich.

Die interessante und umfassende Xiaomi-App bringt eine Vielzahl an smarten, verknüpfbaren Geräten mit. So viele verschiedene Modelle zu vereinen ist nicht leicht, sodass die Bedienung ruhig etwas komfortabler sein könnte. Vor allem am Tablet scheint es, als würden die verbundenen Geräte jeweils ihre eigene App mitbringen, die sich in einem zu kleinen Fenster öffnen. Eventuell ist dadurch die App aber auch trotz der vielen Möglichkeiten ziemlich flott.

Auf dem Display des Smartphones erscheint die gewählte Lampe dann aber nicht in einem kleinen Fenster, sondern großflächig. Das lässt sich wesentlich besser nutzen. Weil man die Farben aber nicht direkt anwählen kann, sind die Farbeinstellungen sehr gewöhnungsbedürftig. Farbe und Helligkeit werden durch waagerechtes oder senkrechtes Wischen verstellt, die Farbskala wird in einem unscheinbaren, schmalen Balken angezeigt. Das könnte besser umgesetzt werden.

Ansonsten bietet die App im Smart-Home-Bereich nichts Auffälliges. Die relevanten Funktionen wie Routinen, Zeitpläne und Szenen erstellen sind aber dabei. Vermutlich wird sie erst dann interessant, wenn man unterschiedliche smarte Geräte miteinander verbinden möchte.

Die Mi LED Smart Bulb Essential von Xiaomi ist recht schwer und groß, hat dafür aber helles Licht und kräftige Farben zu bieten. Die App hat zwar noch Verbesserungspotenzial, was aber die Zahl der einzubindenden Geräte angeht, ist sie unschlagbar.

Preistipp
Helle Freude im Zuhause Test: Tp Link Tapo Smart Wi Fi E1628153654621
Die Tapo L530 ist nicht die beste smarte Beleuchtung und schwächelt bei der Leuchtkraft. Dafür liefert sie tolle Farben, ist mehr als günstig und passt in das Smarthome-Programm von TP-Link.

TP-Link ist mittlerweile mit seinen Tapo-Produkten auch im Bereich des Smart Home und der smarten Beleuchtung vertreten. Die Tapo L530E sticht hier nicht besonders hervor, bietet jedoch solide Werte und eine gute App. Dabei ist sie angenehm günstig.

Äußerlich ist die Tapo fast nicht von anderen preiswerten WLAN-Lampen zu unterscheiden und auch technisch wird es keine großen Unterschiede geben. Im Gegensatz zu vielen anderen günstigen Lampen zeigt sie aber kaum Schwächen: Das satte Rot ist nicht ganz so hell, dafür ist das Grün nicht ganz so kräftig aber sehr hell. Die Farben schwanken insgesamt zwar ein wenig, sind allerdings sehr angenehm.

Die Helligkeit ist für die Leistungsaufnahme von 8,7 Watt mit 93 Watt/Lumen in Ordnung. Im Standby verbraucht die Tapo lediglich 0,3 Watt. Die Xiaomi Mi LED verbraucht das Dreifache, die Yeelight viermal so viel.

Für die Farbtemperatur (weiß) werden 2.500 bis 6.500 Kelvin angegeben. Ähnlich wie bei der Mi LED Smart Essential von Xiaomi erscheint das Kaltweiß allerdings leicht bläulich, das warmweiße Licht geht bis zu einem tiefen Orange. Für das Xiaomi-Modell werden aber 1.700 bis 6.500 Kelvin angegeben. Allerdings ist es sicher nicht nachteilig, einen größeren Bereich abgedeckt wird als angegeben.

Die sehr aufgeräumte Tapo-App ist außerdem ein Smart-Home-Center. Die App überzeugt ebenfalls im Test der besten Überwachungskameras. Die erstklassige App verbindet alle verfügbaren Modelle der Tapo-Reihe.

Hier finden sich auch Funktionen, die es bei anderen Anbietern nicht gibt wie den Anwesenheitsmodus oder die Kontrolle des Energieverbrauchs. Standardfunktionen wie Routinen, Szenen und Zeitpläne gibt es natürlich auch. Nicht so ganz überzeugend ist die automatische Anpassung an die Tageszeit bzw. der Ausgleich des fehlenden Tageslichts: Hier wird nicht wie vermutet das Licht der Umgebung gemessen und dann als Berechnungsgrundlage genutzt. Stattdessen laufen beiden Funktionen lediglich nach Uhrzeit und berechnen Sonnenauf- und Untergangszeiten.

Dass man die Farben der Smart-Home-Leuchte nicht direkt und stufenlos einstellen kann erscheint zunächst unpraktisch, doch diese Funktion wird ohnehin nicht allzu häufig genutzt. Dafür verfügt die Tapo über sieben Speicherplätze die man mit der gewünschten Farbe und Helligkeit belegen kann.

Das Licht der Tapo L530E ist gut, aber nicht perfekt. Die Leuchtkraft könnte aber etwas besser sein. Ansonsten kann sie aber rundum überzeugen und bietet darüber hinaus eine erstklassig bedienbare App mit der sich andere smarte Geräte verknüpfen lassen. Das macht die Tapo zu einem gelungenem Gesamtpaket für einen unschlagbaren Preis.

Viele Zusatzfunktionen: LEDVANCE SMART+ WiFi Classic Multicolour

Viele Zusatzfunktionen

LEDVANCE SMART+ WiFi Classic Multicolour

Helle Freude im Zuhause Test: Ledvance Smart Wifi Classic Multicolour E1628153679534
In puncto Licht und Farben leistet sich die Ledvance Smart+ WiFi keine Fehler. Dass sie nur ihre eigene App mag, kann man verschmerzen, denn es scheint eine aufgearbeitete Version von Smartlife zu sein, die noch etwas mehr mitbringt.

Nutzt man viele Smart-Home-Lampen oder andere smarte WLAN-Geräte kommt man irgendwann nicht mehr an der App Smart Life vorbei. So machte sich wohl auch LedVance die App zu eigen – die Ledvance+ App zeigt sich aber deutlich bunter.

Das gilt auch für das enorm kräftige Licht: In Weiß und in Farbe schlägt die LedVance sogar die Empfehlung von Philips und sie liegt gleichauf mit der Xiaomi Mi LED Essential. Nur beim grünen Licht fehlt etwas farbige Kraft, sie lässt sich ebenfalls nicht bis auf Null dimmen und bekommt zudem einen Blaustich. Warmweiß und Kaltweiß gefallen ungedimmt jedoch sehr gut: Das warme Licht ist warm, aber ohne dabei gelb oder rotstichig zu sein. Das Kaltweiß hat keinen Blaustich.

Nicht nur in puncto Licht kann die Ledvance überzeugen, auch die App gefällt. Ob nun von SmartLife abgeguckt oder nicht – die App ist übersichtlich, bietet alle wichtigen Funktionen und wurde zudem optisch etwas aufgewertet. Allerdings beißt hier das kräftige Orange schon etwas in den Augen.

Die Advance-Smart+-App ist ein kleines Smart-Home-Center, das neben den üblichen Funktionen wie an/aus oder Farbe wählen auch Routinen, Szenen, Zeitsteuerung und Geofencing zu bieten hat. Routinen lassen sich auch anhand des Wetters oder des Schaltzustandes anderer Geräte auslösen. Bedient man zum Beispiel einen Funkschalter des Fernsehers mit der Hand, kann sich durch den Schaltzustand das Licht der Lampen hinsichtlich Farbe und Leuchtkraft verändern.

Neben diesen Grundfunktionen bringt jedes integrierte Gerät mehr oder weniger weitere Funktionen mit. Beispielsweise passt der »Biologische Rhythmus« Farbe und Helligkeit der Beleuchtung an den Tagesablauf vom Aufstehen bis zum Einschlafen an. Mit dem Schlaf-Weck-Plan lässt sich das Licht zu einer gewünschten Zeit für bis zu zwei Stunden langsam dimmen oder erhellen.

Darüber hinaus gibt es eine praktische Alarmfunktion, mit der Termine angelegt werden können, die per Licht und Push-Nachricht signalisiert werden. So kann das Licht zum täglichen Meeting im Büro angepasst und man gleichzeitig auf dem Smartphone an das Meeting erinnert werden.

Die Ledvance Smart+ WiFi überzeugt mit hellen, kräftigen Farben sowie mit angenehm warmen und kalten Weißtönen. Darüber hinaus gefällt die App durch ihre leichte Bedienbarkeit und den großen Funktionsumfang.

Was gibt es sonst noch?

Hinter der Yeelight Smart LED Bulb 1S (Color) steckt derselbe Hersteller wie hinter der Xiaomi Mi LED Bub Essential. Somit sind die beiden Modelle identisch was Farben und Leuchtkraft betrifft. Die smarte Lampe von Yeelight verbraucht aber mit 1,3 Watt im Standby etwas mehr Strom. In der Yeelight-App soll man sich dann auch mit seinem Xiaomi Account anmelden. Die hinzugefügte Yeelight-Lampe wird anschließend dann auch in der Xiaomi-App angezeigt und kann dort auch bedient werden. Die Yeelight-App ist für die Bedienung der Lampen jedoch ein wenig einfacher und komfortabler zu bedienen. Allerdings kostet die Yeelight fast das Doppelte der smarten Lampe von Xiaomi.

Die Philips Hue genießt breite Unterstützung von Fremdherstellern. Das betrifft sowohl eigenständige Produkte, wie etwa Lichtschalter, als auch Leuchtmittel von Drittanbietern. So lassen sich unter anderem auch Produkte von Osram, Innr und Ikea im Philips-Ökosystem betreiben. Die Hue kommuniziert per Zigbee-Funk. Die Einrichtung ist denkbar einfach, in der zugehörigen App benennt man die einzelnen Lampen, ordnet sie Gruppen zu und legt Lichtszenen an. Auf Wunsch kann man sogar Lichtwecker festlegen, die einen Sonnenaufgang simulieren.

Das Festlegen von Lichtfarbe und -intensität klappt unkompliziert, das System reagiert schnell und die Farben sind kräftig. Alte Lampen mit Netzstecker kann man derweil mit Hilfe einer smarten Steckdose einbinden und somit über das System zumindest ein- und ausschalten. Bedienen kann man Hue unter anderem über die bereits erwähnte App, per optional erhältlichem Lichtschalter, automatisch per Bewegungssensor oder per Sprachassistent – neben Alexa und dem Google Assistant arbeitet Hue auch mit Siri zusammen.

Wer noch günstiger beleuchten will, kann einen Blick auf Innr werfen. Auch Innr setzt auf Zigbee und die Leuchtmittel sind sogar mit den Systemen von Osram und Philips kompatibel. Das ist auch notwendig, wenn man sie per Google Assistant steuern möchte, das hauseigene System funktioniert nämlich nur im Zusammenspiel mit Alexa.  Sofern man sich für die Kombination aus Hue-Bridge und Innr-Lampen entscheidet, sollte man außerdem wissen, dass Hue Entertainment, also Philips Quasi-Ambilight-Lösung, nicht mit den Innr-Birnen zusammenarbeitet. Trotzdem ist Innr dennoch interessant für viele Menschen und das hat einen einfachen Grund: Der Preis liegt weit unter dem, was Philips für seine Gegenstücke aufruft – je nach Gerät oft nur bei der Hälfte.

Wissenswertes über smarte Beleuchtung

Wenn man sich voller Vorfreude auf eine Lampen-Shoppingtour begibt, sollte man einige Dinge wissen. Dazu gehört zuallererst, welche Leuchten Sie zuhause haben, in die Sie smarte Lampen einbauen wollen. Die meisten Hersteller vertreiben Leuchtmittel für die üblichen Standardfassungen E27, E14 und GU10. Allerdings ist es mit der Fassung noch nicht getan, denn smarte Lampen sind oft etwas größer als herkömmliche Glühbirnen. Wenn man Pech hat, passt das neu erworbene, smarte Leuchtmittel schlichtweg nicht in das Gehäuse der Lieblingslampe.

Ein weiterer Faktor ist der Stromverbrauch. Da man smarte Lampen niemals richtig ausschaltet, damit sie abrufbereit bleiben, sind sie permanente Stromverbraucher. Besonders wenn die Geräte per WLAN gesteuert werden anstatt über das verbrauchsarme Zigbee, addieren sich die Beträge – und je mehr Leuchtmittel man im Betrieb hat, umso höher fällt der Verbrauch aus. Am sparsamsten sind Philips Hue und Osram Lightify, bei denen allerdings noch der Stromverbrauch der Bridge dazukommt, am verschwenderischsten zeigten sich im Test die Lampen von Luminea.

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