Test: Bilderrahmen Aufmacher

Digitale Bilderrahmen im Test : Nicht nur Deko

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Update 06.10.2020

Digitale Bilderrahmen erfreuen sich größter Beliebtheit und sind ein originelles Geschenk. Sie eignen sich auch als Deko-Element und Informationsanzeige im gewerblichen Einsatz. Wir haben 17 digitale Bilderrahmen genauer unter die Lupe genommen und können vor allem ein Gerät empfehlen.

Update 6. Oktober 2020

Wir haben neue digitale Bilderrahmen getestet und zwei neue Empfehlungen: Der Nixplay X08H und der W10F aus gleichem Hause.

Doreen Menz
Doreen Menz
testet als passionierte Hobbyköchin nicht nur Küchen- und Haushaltsgeräte sondern interessiert sich auch für Gesundheitsthemen.

Digitale Bilderrahmen sind eine einfache Möglichkeit, Schnappschüsse und Erinnerungsfotos vom Smartphone oder der Digitalkamera an die Wand zu bringen. Die Geräte imitieren herkömmliche Bilderrahmen, doch anstelle eines fixen Motivs, können Sie frei entscheiden, welche Bilder zur welcher Zeit gezeigt werden.

Mit der integrierten Diashow-Funktion ersetzen sie ganze Fotoalben. Dadurch eignen sie sich als Geschenk etwa für die Eltern oder Großeltern. SD-Karte einlegen, die Lieblingsfotos darauf speichern und schon hat man ein persönliches Geschenk. Zudem haben manche Geräte auch eine integrierte Media-Player-Funktion für Musik und Videos.

Doch Vorsicht: Der Markt ist leider voll von schlecht verarbeiteter Billigware, die über veraltete Software und mangelhafte Anzeigequalität verfügen.

Wenn Sie vorhaben, einen digitalen Bilderrahmen zu verschenken, sollten Sie auch darauf achten, ein Produkt mit einfacher Bedienung auszuwählen. Viele Geräte haben keine gute Menüführung und oftmals sind die Einstellungen in Englisch oder in schlechtem Deutsch verfasst.

Rundum-sorglos-Paket: Nixplay X08H

Rundum-sorglos-Paket

Nixplay X08H

Test: Nixplay X08h
Der Nixplay X08H bringt das perfekte Gesamtpaket mit: Er überzeugt durch seine durchdachte Handhabung mit magnetischer Fernbedienung und höhenverstellbarem Ständer sowie der guten Bildqualität.

Der Nixplay X08H hat eine tolle Verarbeitung und einen stabilen Stand. Ton- und Bildqualität sind gut, die Fernbedienung ist schnell und das Menü schön. Eine Boje im Meer der Billigprodukte, denn wirklich viele der digitalen Bilderrahmen bringen mehr Enttäuschung als Freude.

Der Rahmen kann durch einen Ständer quer oder hoch gestellt werden – eigentlich simpel, aber selbst das können nur wenige andere als die Geräte von Nixplay. Der Rand des Geräts sieht wie ein echter Bilderrahmen aus, lediglich die Kunststoff-Quadrate verraten, dass es ein digitaler Bilderrahmen ist. Versteckt sind ein Bewegungsmelder, der auch deaktiviert werden kann, und für die Fernbedienung eine Infrarotstelle.

Der Ständer lässt sich auch entfernen und der Rahmen mit dem beiliegenden Montage-Set an die Wand hängen. Für die Übertragung der Daten stehen ein USB- wie ein SD-Slot zur Verfügung. Das Abspielen der Daten funktioniert gut und Videos werden flüssig und mit guter Tonqualität abgespielt.

Die Fernbedienung überzeugt uns, die Tasten haben eine angenehme Größe und sie wirkt solide. Außerdem kann sie durch einen Magnet an der Rückseite des Rahmen verstaut werden.

Der Nixplay X08H ist insgesamt ein super digitaler Bilderrahmen, nicht zu teuer und in allen Punkten zuverlässig. Unsere einzige Kritik: Man bekommt die Ständer-Einheit teils etwas mühselig heraus. Mit ein wenig Gewalt und mithilfe des Ständers geht es aber. Das ist aber für uns nicht ausschlaggebend, so oft ändert man die Position eines Bilderrahmens auch nicht.

Mit App: Nixplay W10F

Mit App

Nixplay W10F

Test: Nixplay W10f
Der Nixplay W10F wird ausschließlich per App mit Bildern gefüttert. Das ist Geschmackssache – ansonsten handelt es sich hier um ein echtes Premiumgerät.

Seine Fotos spielt man beim Nixplay W10F mit einer kostenlosen App auf das Gerät. Daher hat er auch keinen Slot für USB oder SD-Karten.

Er macht auch sonst einen hochwertigen Gesamteindruck, die Kabel sind mit Stoff verstärkt und das Netzkabel fungiert gleichzeitig als Ständer des Rahmens. Dennoch kann der Winkel individuell angepasst werden und die Konstruktion ist sehr stabil. Möchte man den Bilderrahmen mit dem im Lieferumfang enthaltenen Montageset aufhängen, kann man die Ständer-Einheit auch einfach entfernen.

Die qualitätsvolle Fernbedienung wird an der Rückseite des Rahmens magnetisch fixiert – sie ist so nicht im Weg und geht nicht verloren.

Der digitale Bilderrahmen hat eine Größe von 10,1 Zoll. Das Kabel ist lang, breit und wertig – so wirkt es aufgeräumt und ist ansprechend schlicht. Das Netzkabel kann außerdem in einem biegbaren Ständer verstaut werden, der dann gleichzeitig auch den Rahmen hält.

Der Bildschirm besitzt eine gute Auflösung von 1280 x 800 Pixeln und ist matt-glänzend (die Zwischenstufe gibt es wirklich). Man wird mit einem kurzen Einführungsvideo begrüßt und kann das Gerät dann mit dem WLAN verbinden. Dann nur noch die Nixplay-App installieren und los geht’s.

In der einfachen und modernen App können Alben und Playlists erstellt und Fotos direkt vom Smartphone auf den digitalen Bilderrahmen übertragen werden. Auch Helligkeit und Lautstärke können in der App eingestellt werden. Sogar die Uhrzeit kann eingeblendet oder automatische Zeiten zum An- und Ausschalten des Geräts festgelegt werden.

Der Nixplay W10F ist modern und perfekt für Menschen geeignet, die viel und gerne Zeit an ihrem Smartphone verbringen. Den Großeltern kann man Bilder von zuhause aus auf den Rahmen laden – wenn das nicht faszinierend ist!

Für den kleinen Geldbeutel: SSA Digitaler Bilderrahmen

Für den kleinen Geldbeutel

SSA Digitaler Bilderrahmen

Test digitale Bilderrahmen: SSA Digitaler Bilderrahmen
Wenn die Ansprüche nicht zu hoch sind, macht der SSA für kleines Geld Freude.

Keine Preise gefunden.

Der Digital-Bilderrahmen von SSA ist für seinen Preis ausreichend gut ausgestattet. Anders als unsere anderen Empfehlungen besitzt er eine Displaygröße von 8 Zoll, jedoch ebenfalls eine 720p HD-Auflösung. Es gibt mit 7 und 10 Zoll noch zwei weitere Zollgrößen, doch 7 Zoll empfinden wir für etwas zu klein und bei 10 Zoll relativiert sich der Preisvorteil. Die Bilderanzeige ist im Vergleich zu den anderen Testgeräten, die wir empfohlen haben, etwas zu kalt. Zudem sind die Effekte bei einer Diashow nicht ruckelfrei und auch wenn die Benutzeroberfläche funktional ist, könnte sie doch etwas kreativer gestaltet sein.

Fotos und sonstige Medien (Videos und Musik) lassen sich mit dem Gerät wiedergegeben. Diashows kann man sich auch ansehen und gleichzeitig Musik im Hintergrund abspielen. Kopfhöreranschluss und Stereo-Lautsprecher sind vorhanden. Die Bedienung des Menüs ist nicht umständlich, doch wir würden uns eine etwas schickere Umsetzung wünschen. Die Fernbedienung läuft ohne Probleme. Die Intervallstufen der Diashow liegen zwischen drei Sekunden und einer Stunde, leider ruckeln die kunstvollen Effekte beim Bildwechsel. Auch dieser digitale Bilderrahmen erlaubt die Bildfolge frei zu bestimmen.

Eine Weck- und bzw. Uhrfunktion sowie eine Kalenderfunktion bringt der digitale Bilderrahmen von SSA genauso mit. Ein berechtigter Kritikpunkt ist, dass keine Helligkeitseinstellung verfügbar sind, leider ist zudem das Display gespiegelt. Die Aufhängevorrichtung mit Schraube und Plastikring, womit man den Bilderrahmen an die Wand platzieren kann, gefällt uns hingegen gut.

Was gibt es sonst noch?

Der Nixplay W10 G kann im Prinzip das Gleiche, das auch der W10F zu tun vermag – nur zu einem viel höheren Preis. Zwar ist das Design in Spiegeloptik, das könnte aber eine bessere Verarbeitung haben und ist für Fingerabdrücke sehr anfällig. Da hilft auch das kleine Putztuch nicht viel, das anbei liegt. Zudem hat der Rahmen eine bessere Bildqualität von 2048 x 1536 Pixeln.

Auf dem Papier ist der Hama Slim Steel ein sehr gutes Gerät und macht auch optisch einiges her. Das Gehäuse ist aus Metall, extrem flach und sieht sehr schick aus. Ebenfalls schön ist die Farbwiedergabe. Wieso wir es dann nicht weiterempfehlen? Der Grund dafür ist die grauenhafte und unzumutbare Software. In unserem Test funktionierten verschiedene SD-Karten nicht und dann aber wieder doch. Selbst eine SD-Karte von Hama bereitete uns willkürlich Probleme. Der tolle Eindruck, den wir nach dem Auspacken und Einschalten hatten, ist gleich verflogen. Als dann die Bedienung sehr langsam und die Bildeffekte ruckelig waren, ist uns jeglicher Spaß vergangen. Schade!

Der digitale Bilderrahmen von Tenswall kommt wie der SSA Bilderrahmen mit einem stabilen Ständer und einer Aufhängevorrichtung. Die Bildqualität ist gut und die Oberfläche des 10-Zoll-Displays ist matt außerdem funktioniert die Bedienung gut. Unsere Kritikpunkte sind jedoch die nicht flüssigen Übergänge bei der Diashow und die altmodischen Übergänge. Videos werden zudem mit einer schlechten Tonqualität abgespielt. Das Gerät könnte eventuell interessant sein, falls Sie nur Standbilder anzeigen möchten.

Brauns DigiFrame 1890 ist hauptsächlich eins: überteuert. Er ist mit 18,5 Zoll ein sehr großes Modell, mit einer recht guten Bildqualität. Allerdings ist die Software äußerst veraltet. Moderne, mit exFAT formatierte, SD-Karten nicht erkannt, nur das ältere FAT32-Format (MS-DOS) funktionieren bei dem Gerät. Für den stolzen Preis kann man wenigstens flüssige Diashow-Effekte erwarten, doch auch hier werden wir während unserem Test schwer enttäuscht. Außerdem fragt man sich, ob man bei dem Preis nicht gleich zu einem passenden Monitor greifen und etwa einen kompakten Mediaplayer anschließen sollte.

Zu guter Letzt haben wir den Amazon-Bestseller Intenso Photobase getestet und wurden sehr enttäuscht: Das Gehäuse wirkt nicht wertig, der Rahmen ist sehr dick, die Bildqualität zu niedrig. Der Photobase ist schon lange auf dem Markt und die Hardware einfach nicht mehr zeitgemäß. Selbst mit seinen altmodischen Diashow-Effekten hat es zu kämpfen und kann diese nicht flüssig darstellen. Dass er sich bisher so gut verkauft hat, können wir uns nur durch den geringen Preis erklären und der Tatsache, dass es bereits seit 2010 im Handel ist.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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