Komfortabel und drahtlos ins Internet Test: Wlan

WLAN-Router im Test : Komfortabel und drahtlos ins Internet

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Update 12.11.2020

Die Anforderungen an Heimnetz-Router sind in den letzten Jahren stark gestiegen. Längst ist eine simple Verbindung ins Internet nicht mehr ausreichend, das erfordert leistungsfähige Hard- und Software. Wir haben 11 WLAN-Router für Sie getestet und sagen Ihnen, welcher für wen der Beste ist.

Update 12. November 2020

Wir haben den Honor Router 3 getestet und können ihn empfehlen!

Michael Seemann
Michael Seemann
ist Technik-Journalist mit Schwerpunkt IT und Netzwerk-Technik. Er schreibt unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PC Go und Connect und testet bevorzugt Router und Netzwerkgeräte.

Nahezu jeder Internetprovider in Deutschland bietet entweder kostenlos oder gegen einen kleinen monatlichen Aufpreis einen Router für seine Kunden an. Deshalb interessierten sich bis vor kurzem die meisten Internet-Nutzer kaum für ihre Netzwerkgeräte. Die Einrichtung war oftmals zu kompliziert, die Leistung war ohnehin völlig ausreichend und so wurde verwendet, was mitgeliefert wurde.

Die Anforderungen sind jedoch stark gestiegen und seit es eine gesetzlich garantierte Routerfreiheit gibt, kann jeder zuhause den Router verwenden, der seine Ansprüche am besten erfüllt.

In einem mehrköpfigen Haushalt kommt man mit diversen Computern, Smartphones, Konsolen und immer mehr smarten Geräten schnell auf zehn oder mehr Geräte, die häufig kabellos ins Heimnetz eingebunden sind. Zudem ist es keine Seltenheit, dass dank attraktiver Streaming-Dienste wie Amazon Prime und Netflix stundenlang hochauflösende Videoinhalte gestreamt werden.

Diese neue Realität erfordert nicht nur eine hohe Bandbreite des Internetzugangs, auch die schnelle interne Kommunikation im Netzwerk ist essenziell, ebenso wie eine intelligente Lastenverteilung seitens der Hardware.

Wir haben 11 Router auf diese Aspekte hin getestet. Vier Modelle können wir empfehlen.

Benutzerfreundlich und vielseitig: Fritzbox 7590

Benutzerfreundlich und vielseitig

AVM FritzBox 7590

Test WLAN-Router: AVM Fritz!Box 7590
AVMs All-in-One-Router überzeugt durch aktuelle Hardware, große Funktionalität und komfortable Bedienung.

Die FritzBox 7590 ist bereits seit einiger Zeit im Handel verfügbar und bietet nach wie vor eine ausgezeichnete Ausstattung. Die Einrichtung und Bedienung des Geräts sind selbst für Technik-Laien zu bewältigen und vorbildlich dokumentiert. Der Router ist mit einer großen Anzahl von sinnvollen und durchdachten Funktionen versehen und es kann bei Bedarf auch auf zusätzliche Einstellmöglichkeiten zugegriffen werden, was besonders erfahrene Anwender erfreuen dürfte. Eine Smartphone-App zur Bedienung aus der Ferne rundet das Gesamtpaket ab.

Mit seinen bereits werkseitig hervorragend vorkonfigurierten WLAN-Antennen gibt es an der Ausstattung der Fritzbox nichts zu beanstanden. Damit sind außerordentliche Übertragungsraten problemlos möglich. Den optimalen WLAN-Übertragungskanal ermittelt das Netzwerkgerät mit der Smart-Connect-Funktion ohne weiteres Zutun. Das gefiel uns besonders gut – andere Router im Test haben das nicht immer oder nicht so effektiv geschafft. Die Funktion ermöglicht ein Ausnutzen der gesamten, erlaubten Funkbandbreite. Besonders vorteilhaft ist die Funktion, wenn weitere Funknetzwerke in der unmittelbaren Nähe vorhanden sind, denn dadurch können störende oder überlastete Bandbreiten automatisch gefiltert werden. Dadurch konnte die Fritzbox als einziges Testgerät im 5-Gigahertz-Band die gesamte Bandbreite bis Kanal 128 verwenden.

Wie effektiv die Fritzbox seine WLAN-Funktionen nutzen kann, zeigte sich unserem Übertragungstest. Wir erreichen unter Idealbedingungen (5 Gigahertz, 4×4-Client, gleicher Raum) maximale Datenraten von mehr als 900 Mbit/s. Aber auch die Übertragungsraten an einem gewöhnlichen Notebook-Clienten über größere Entfernungen und mit Hindernissen in der Verbindungsstrecke sind ausgezeichnet. Die vier Antennen und die MU-MIMO-Technik kommen hier voll zur Geltung. Die Technik erhöht die Stabilität und den Datendurchsatz enorm, denn es erlaubt dem Sender mithilfe seiner Antennen mehrere Clients simultan mit multiplen Datenströmen zu bedienen. Ein weiteres praktisches Feature der Fritzbox: Die Möglichkeit sowohl kabellos als auch via LAN-Kabel einen separaten Gastzugang zu errichten.

Über die beiden USB3-Anschlüssen können externe Speichermedien angeschlossen werden, woraufhin der Router als Quasi-NAS fungiert. Der integrierte Medienserver streamt dann Video- und Audioinhalte auf Abspielgeräte im Heimnetz, die DLNA-kompatibel sind. Ältere USB-Drucker können auf diesem Wege ebenfalls in das heimische Netz eingebunden werden. Mithilfe des USB-Ports kann die Fritzbox gar in einen LTE-Router transformiert werden, vorausgesetzt passende Peripherie, wie ein Surfstick, ist vorhanden.

Auch eine DECT-Basis-Station ist integriert, damit können sechs DECT-Mobiltelefone und zwei analoge Telefone angeschlossen werden. An den für ISDN-Geräte benötigten S0-Anschluss wurde genauso gedacht. Ebenfalls über die DECT-Basis-Station realisiert der AVM-Router Smart-Home-Funktionen. Hierzu ist entsprechendes Zubehör nötig, wie etwa Schaltsteckdosen für das Einschalten von Elektrogeräten oder smarte Heizthermostate für eine intelligente Heizsteuerung, die über das DECT-ULE-Protokoll mit der Fritzbox kommunizieren. Allgemein ist die Integration der DECT-Geräte seitens AVM sehr clever und durchdacht. Die DECT-Mobiltelefone von AVM können beispielsweise Smart-Geräte steuern oder den Gäste-WLAN an- und ausschalten. Jede Komponente im AVM-Netzwerk hat seinen berechtigten Platz und zusätzliche nützliche Funktionen.

Schlicht und schnell
Test WLAN-Router 2: TP-Link Archer VR2800v
Der TP-Link kommt trotz toller Hardware-Ausstattung nicht an das ausgereifte Bedienungskonzept der Fritzbox heran, bietet aber interessante Spezialfunktionen.

Der Archer VR2800v von TP-Link ist ebenso exzellent ausgestattet und im Test lieferte das Gerät dank WLAN-AC und 4×4-MU-MIMO den Erwartungen entsprechend sehr gute Ergebnisse. Allerdings unterstützt der Archer-Router keine Smart-Connect-Funktion, die verbundene Geräte selbstständig in das vorteilhafteste WLAN-Band zuweist. Auch überzeugt uns im Test die automatische Kanalsuche nicht sonderlich. Der Router wählt grundsätzlich die Nicht-DFS-Kanäle 36 bis 48 aus, selbst wenn diese bereits von anderen WLAN-Routern in der Nähe belegt sind. Lobenswert hingegen ist die einfache Ersteinrichtung für Internet und Telefonie. Mit seiner übersichtlichen, wenn auch etwas kantig wirkenden, Benutzeroberfläche lässt sich der Router gut bedienen. Eine Online-Hilfe ist vorhanden, doch nicht so ausführlich und hilfreich wie bei der Fritzbox.

Der Hersteller hat auf die Implementierung von Smart-Home-Funktionen vollständig verzichtet. Das Gerät hat jedoch einige interessante Spezialfunktionen in petto, die es empfehlenswert machen, wie etwa die Unterstützung für portbasierte virtuelle Netzwerke. Diese Funktion erlaubt es individuelle Subnetze zu erstellen, damit können beispielsweise zwei strikt voneinander getrennte Netze für geschäftliche und private Zwecke eingestellt werden. Auch eine SNMP-Funktion ist vorhanden, womit Monitoring-Tools Informationen zum aktuellen Router-Status abrufen können. Eine Funktion die sonst üblich im Profi-Segment ist.

Zudem unterstützt der Access Point des Routers neben der gewöhnlichen WPA2-Verschlüsselung auch die WPA2-Pro-Authentifizierung, sodass sich der Router für den Einsatz in Büroumgebungen eignet. Ergänzt werden diese Features mit der Smartphone-App Tether, der einen Remotezugriff auf das Gerät gestattet. Toll ist, dass die Applikation selbst dann noch funktioniert, wenn die Verbindung zum Router über einen schwachen DS-Lite-Anschluss erfolgt.

Auf Sicherheit bedacht: Asus DSL-AC68VG

Auf Sicherheit bedacht

Asus DSL-AC68VG

Test WLAN-Router: Asus DSL-AC68VG
Der Asus-Router sorgt mit AiProtection für zusätzliche Sicherheit im Heimnetz, bietet kein Smart Home und spart an der Dokumentation.

Der All-in-One-Router Asus DSL-AC68VG ist für fortgeschrittene Nutzer geeignet, denn trotz gelungenem Setup-Assistenten, verzichtet der Hersteller auf detaillierte Informationen und ein Handbuch ist auch nicht im Lieferumfang enthalten. Die Online-Dokumentation ist nur bedingt hilfreich und bietet nur rudimentäre Erklärungen zu den verfügbaren Optionen an. Die erweiterten Konfigurationsmöglichkeiten werden ebenfalls nicht weiter ausgeführt und sollten von Laien gemieden werden. Wer über ausreichende Kenntnisse verfügt und wem die weniger zugängliche Software nicht abschreckt, darf sich aber über eine klasse Hardwareausstattung freuen.

Der Asus-Router ist wie die anderen Testgeräte mit AC-WLAN-Technik der zweiten Generation inklusive MU-MIMO versehen. Die vier externen Antennen deuten zwar auf einen 4×4-WLAN hin, das Netzwerkgerät arbeitet jedoch tatsächlich nur mit drei Sende-Empfangseinheiten. Die vierte Antenne ist eine DECT-Antenne und dient zur Reichweitenverbesserung für die unterstützten fünf DECT-Telefone. Das Gerät kann selbstverständlich aufgrund der fehlenden Antenne nicht dieselbe Leistung erbringen, wie ein 4×4-WLAN-Router. Dennoch sind die von uns gemessenen WLAN-Datenraten für ein 3×3-Gerät ausgezeichnet und sollte sich für Nutzer mit nicht zu zahlreichen Netzwerkteilnehmern bestens eignen.

Ein Alleinstellungsmerkmal ist die »AiProtection« genannte Sicherheitsfunktion des Routers. Diese weist den Benutzer mithilfe eines Diagnoseassistenten auf alle noch unsicheren Einstellungen im Heimnetz hin und kann diese Schwachstellen auch direkt korrigieren. Ein vom Sicherheitsunternehmen TrendMicro gepflegter Webfilter wird ebenfalls angeboten, der Online-Inhalte anhand verschiedener Kategorien filtern kann.

Speziell für Gaming-Enthusiasten: Netgear Nighthawk XR500

Speziell für Gaming-Enthusiasten

Netgear Nighthawk XR500

Test WLAN-Router 2: Netgear Nighthawk XR500
Der XR500 ist der ideale Zweitrouter für Gamer, der hinter einem eher schwachen AiO-Provider-Router zum Einsatz kommt.

Der Netgear Nighthawk XR500 richtet sich an Gaming-Enthusiasten und ist als Ergänzung zu anderen Heimnetz-Geräten zu sehen. Das wird einem auch rasch klar – das Gerät ist mit ausgezeichneter Hardware ausgestattet, jedoch ist kein Modem integriert und auch IP-Telefonie wird nicht unterstützt. Für den Betrieb wird folgerichtig ein Modem oder Router des Providers benötigt. Danach können alle WLAN-Clients im heimischen Netz von dem leistungsstarken 4×4-MU-MIMO-WLAN des Netgear-Routers profitieren. Ist die Einrichtung samt Erstkonfiguration abgeschlossen, wird man vom »DumaOS« genannten Betriebssystem und dessen Dashboard begrüßt. Diese ungewöhnliche, aber durchaus geschmackvolle Browser-Oberfläche kann individuell gestaltet werden.

Der Netgear XR500 besitzt unter anderem einen sogenannten Geo-Filter, über den maximale Entfernungen zu Spiele-Servern oder anderen Spielern im Internet administriert werden kann. Das dient zur Ping-Optimierung und Lag-Reduktion. Für Online-Spieler ist ein guter Ping-Wert äußerst wichtig, da es die Reaktionsgeschwindigkeit in zeitkritischen Online-Spielen erhöht und so manchmal über Sieg oder Niederlage entscheiden kann. Zusätzlich sorgt die spezielle Bandbreitenreservierung namens »Anti Bufferbloat« dafür, dass die Ping eines Spiele-PCs oder einer Konsole selbst bei massiven Up- oder Downloads anderer Netzwerkgeräte immer konstant bleibt. Das sorgt für einen ruckelfreies Online-Erlebnis.

Der Gaming-Router bietet aber auch weitere Konfigurationsmöglichkeiten, die bei der Priorisierung von Netzwerkgeräten helfen und so auch interessant für Nicht-Gamer sind. Die verfügbare Bandbreite kann dadurch auf mehrere gleichzeitig übertragenden Heimnetz-Geräte optimal verteilt werden. Das stellt sicher, dass alle Netzwerkteilnehmer eine stabile Verbindung aufbauen können und mit genügend Bandbreite versorgt werden.

Günstig: Honor Router 3

Günstig

Honor Router 3

Test: Kontaktgrill Aigostarhitte30hfa
Schlichter und dennoch vielseitiger Router, der das Heimnetz kostengünstig mit Wifi-6-WLAN aufrüstet.

Die meisten mit 802.11ax-WLAN ausgestatteten Router sind in der Regel teuer und optisch nur schwer mit dem Rest der Einrichtung zu kombinieren. Ganz anders der Router 3 von Honor. Dieser nimmt sich, was seine äußere Erscheinung anbelangt, nicht nur angenehm zurück, sondern ist auch preislich ein gutes Stück vom Rest des Testfeldes entfernt.

Leistungstechnisch braucht sich der Honor aber keinesfalls hinter seiner Konkurrenz zu verstecken, im Test konnten wir (nachdem wir erfolgreich zur WPA3-Verschlüsselung umgestellt hatten) Nettodatenraten von maximal 870 Megabit pro Sekunde messen. Zudem verbraucht der Router bei einer Leistung von lediglich vier Watt erfreulich wenig Strom.

Gespart wurde bei Honor leider nicht nur beim Stromverbrauch, sondern auch beim Benutzerhandbuch des Routers. Lediglich ein in englischer Sprache verfasstes Quickinfo-Faltblatt ist im Lieferumfang enthalten. Zum Einrichten des Routers kann man entweder auf die Smartphone-App oder den Browser zurückgreifen. Bei Letzterem findet man auch Erklärungen zu verschiedenen Einstellmöglichkeiten im Menü. Weil ein Modem nicht im Router integriert ist, wurde der Router mithilfe des WAN-Ports ins Testnetz eingebunden.

Mit dem Router 3 werden einem alle Möglichkeiten mit an die Hand gegeben, um das bestehende Heimnetz aufzuwerten und mit WiFi 6 auszurüsten. Das Gerät ist somit der ideale Zweit-Router und lässt sich ferner auch im Repeater-Modus sehr gut betreiben.

In diesem Modus erreichte der Router 3 mit einem FritzRepeater 3000, welcher als Access Point konfiguriert war, Übertragungsraten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde (LAN) und 200 Megabit pro Sekunde (WLAN), wobei in beiden Fällen eine 2×2-WLAN-Brücke zwischen dem im Repeater-Modus betriebenem Honor und dem FritzRepeater 3000  zum Einsatz kam. Die beiden Apps, mit denen sich der Router betreiben lässt, konnten uns im Test leider nicht überzeugen.

Was gibt es sonst noch?

Die weiteren getesteten Geräte FritzBox 7580, FritzBox 7490 und TP-Link Archer VR900v sind Highend-Geräte aus vorherigen Generationen. Die WLAN-Technik dieser Router ist veraltet und nicht zukunftssicher. Hinzu kommt, dass auch die integrierten Modems nur geringe VDSL-Raten unterstützen. Einzig die Fritzbox 7580 ist von der WLAN-Ausstattung her noch aktuell. Dennoch kann es sich für Käufer lohnen, sich diese Router genauer anzusehen. Die Geräte sind für deutlich günstiger Preise zu erwerben und kann Käufer mit einem schmalen Budget und wenigen Personen im Haushalt eventuell zufriedenstellen.

Auch in puncto Sicherheit sind die meisten Geräte bedenkenlos einsetzbar. Top-Modelle werden über viele Jahre hinweg mit Updates und Support versorgt. Hier ist besonders AVM zu nennen. Der Hersteller gewährleistet den Support und die Software-Aktualisierung seiner Geräte über einen außerordentlich langen Zeitraum. Außerdem können ältere Fritzboxen als WLAN-Repeater genutzt werden und mit Mesh-WLAN nahtlos ins AVM-Heimnetz hinzugefügt werden.

Im Handel ist der Vorgänger der FritzBox 7590, die FritzBox 7580 von AVM, noch erhältlich. Während sich die beiden Router hinsichtlich ihres Preises nicht groß unterscheiden, ist die Hardware ebenfalls ziemlich identisch, wobei das Vorgängermodell Vectoring nur bis zu einer Geschwindigkeit von 100 Megabit pro Sekunde unterstützt.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Die wichtigsten Fragen, die sich vor einem Neukauf stellen, sind, wie viele Räume abgedeckt und wie viele Teilnehmer gleichzeitig versorgt werden müssen. Aktuelle WLAN-Router senden in zwei Funkbändern, dem 2,4-Gigahertz-Band und dem 5-Gigahertz-Band. Ersterem stehen drei nicht überlappende Kanäle zur Verfügung und dem letzteren ganze 23 Kanäle. Doch das 2,4-GHz-Band ist nicht obsolet und existiert aus gutem Grund. Das Band kann zwar nicht so schnell Informationen übermitteln wie das 5-GHz-Band, kann das aber über eine viel größere Entfernung. Wenn außerdem mehrere Geräte nur über das gleiche Band mit dem Router verbunden sind und gleichzeitig Daten übertragen, können Störungen und Interferenzen entstehen. Deshalb ist eine intelligente Lastenverteilung nach Entfernung und belegten Kanälen von großer Bedeutung. Beachtet werden sollte also, dass dualband-fähige Router und Geräte im Netzwerk zum Einsatz kommen.

Ebenfalls wichtig ist, die im Test genannte MU-MIMO-Funktechnik. Ein Router mit MU-MIMO kann mit seinen Funkantennen WLAN-Geräte gleichzeitig mit Daten versorgen. Ein Router ohne MU-MIMO hingegen kann die Anfrage jedes WLAN-Clients nur der Reihe nach bearbeiten. So warten die anderen Geräte im Netzwerk erst auf eine abgeschlossene Anfrage bis sie ihre Daten erhalten und das sorgt für eine spürbare Verzögerung. Die MU-MIMO-Technik ist zwar vor allem bei mehreren verbundenen WLAN-Clients vorteilhaft, aber auch bei wenigen Geräten im Heimnetz verbessert es die Übertragungsrate. Im Idealfall kommuniziert ein Router mit 4×4-WLAN über vier verschiedene Antennen mit dem alleinigen Empfänger und beliefert das Gerät mit vier verschiedenen Datenströmen zur selben Zeit. Das sorgt für eine rasante kabellose Verbindung. Außerdem kann der Router mithilfe der vier Antennen den genauen Standort der Teilnehmer lokalisieren und das ideale Band und den dazugehörenden optimalen Kanal ermitteln.

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