Schnelles Internet für Zuhause und unterwegs Test: Lte Router

LTE-Router im Test : Schnelles Internet für Zuhause und unterwegs

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Veröffentlicht 16.03.2020

Internet via LTE kann eine leistungsstarke Alternative für DSL sein. Ein guter LTE-Router kann die Leistung eines sehr guten LTE-Modems mit allen Komfortfunktionen eines WLAN-Routers vereinen. Wir haben 17 LTE-Router getestet.

Michael Seemann
Michael Seemann
ist Technik-Journalist mit Schwerpunkt IT und Netzwerk-Technik. Er schreibt unter anderem für PC Magazin, PC Welt, PC Go und Connect und testet bevorzugt Router und Netzwerkgeräte.

Der Begründer des World Wide Web Tim Berners-Lee findet, Zugang zum Internet sei ein Grundrecht. Das sieht auch die Bundesregierung so. Doch gibt es einen Unterschied zwischen nutzbarer Internetverbindung und einer ausreichenden Verbindungsgeschwindigkeit.

In zahlreichen Standorten in Deutschland fehlt es immer noch an stationären Breitband-Anschlüssen. Die einzige Möglichkeit für schnelles Internet ist dann ein Mobilfunk-Router, der über den Mobilfunkstandard LTE für eine schnelle Datenanbindung sorgt. Dazu muss der LTE-Empfang innerhalb der eigenen vier Wände gar nicht perfekt sein. Ein suboptimaler Empfang kann völlig ausreichend sein, denn viele Geräten können mit externen Antennen ausgestattet oder umgerüstet werden. Das kann die Übertragungsgeschwindigkeit drastisch erhöhen.

Auf dem Markt gibt es eine Vielzahl LTE-Router, von denen wir sowohl stationäre Geräte als auch Modelle mit integriertem Akku getestet haben. Von den 17 getesteten Modellen können wir fünf empfehlen.

Preiswert und zukunftssicher: Huawei B525

Wer LTE als DSL-Ersatz nutzen möchten und sich mit den von den Providern bereitgestellten Router-Lösungen nicht zufrieden gibt, für den ist der stationäre LTE-Router Huawei B525 eine sehr gute Wahl. Auffallend ist bei diesem Router nicht nur das Design – ungleich den meisten anderen Modellen wird er hochkant aufgestellt – auch das Preis-Leistungsverhältnis des B525 ist erstaunlich gut. Es werden nahezu sämtliche Funktionen geboten, die man von einem stationären LTE-Router erwarten darf, ohne das dabei einen Premiumpreis verlangt wird.

Preiswert und zukunftssicher

Huawei B525

Test LTE-Router: Huawei B525
Mit dem B525 ist auch in Zukunft keine Neuanschaffung nötig. Die meisten Frequenzen – auch noch kommende – werden unterstützt.

von 239 Lesern gekauft

Das integrierte LTE-Modem der Kategorie 6 von Huawei kommt mit den in Deutschland drei wichtigsten Frequenzen zurecht: Band 20 (800  MHz), Band 3 (1.800 MHz) und Band 7 (2.600 MHz). Damit eignet sich das Gerät für alle Käufer und man muss sich keine Gedanken machen, ob der eigene Mobilfunkanbieter mit dem B525 funktioniert. Auch das von der Telekom und Vodafone für höhere LTE-Downloadraten verwendete Band 32 (1500 MHz) wird unterstützt. Selbst mit dem Band 8 (900 MHz), das von der Telekom für GSM und LTE-Übertragungen genutzt wird, weiß der Router von Huawei umzugehen. Einzig den vor Kurzem freigegebenen Band 28  (700 MHz) kann es nicht empfangen. Dieser soll die ländliche Mobilfunkversorgung verbessern und ist eher zu vernachlässigen, wenn man nicht in ländlichen Regionen wohnt.

Das Modem verfügt über die Carrier-Aggregation-Funktion, d.h. es vereint mehrere Frequenzen, und schafft so bis zu 300 MBit/s im Download. Solche hohen Downloadraten sind nur im Idealfall zu erreichen und vornehmlich nur in größerem, städtischen Raum verfügbar. Unsere Benchmarks haben wir in unserem Büro in der Stadtmitte realisiert. Mit vielen Funknetzen, die den Empfang beeinträchtigen können, ist das ein praxistaugliches Szenario. In unserem Test schnitt der B525 hervorragend ab. Alle anderen Modelle konnten die Downloadrate des Huawei-Routers nicht erreichen, beim Upload gab es hingegen kaum Unterschiede.

Der SIM-Karten-Slot befindet sich auf der Gehäuse-Unterseite.

Die maximale Download-Rate erreichten wir selbstverständlich in keinem Test. Wie bei DSL- und Kabelanschlüssen, ist das lediglich ein theoretischer Wert. Bei den Messergebnissen sollte ebenfalls bedacht werden, dass man keine allgemeingültigen Aussagen treffen kann. Die äußeren Faktoren variieren an jedem Standort und können die Verbindung unterschiedlich stark stören, ebenso beeinflusst die Distanz zum nächsten LTE-Mast die Ergebnisse. Den Funkempfang können Sie aber mit (Außen-) Antennen verbessern.

Hinter der Abdeckung auf der Rückseite sind SMA-Anschlüsse verfügbar, womit geeignete Antennen angebracht werden. Das UMTS/HSPDA- und oder gar das GSM-Netz beherrscht der Huawei-Router jedoch auch. Das ist vorteilhaft, denn ist ein 4G-Empfang nicht vorhanden, weicht der Router als Übergangslösung in das ältere Netz aus.

Abgesehen von der LTE-Router-Funktion kann er aber auch wie ein gewöhnlicher WLAN-Router genutzt und mit einem Modem verbunden werden. Zieht man an einen Ort mit guter DSL-Anbindung oder möchte aktuellere Hardware kaufen, ist es möglich, den B525 als WLAN-Router oder als Repeater zu nutzen. Mit dem WLAN-AC-Standard, der bis zu 1.300 MBit/s erreicht, und den verbauten vier Gigabit-Ethernet-Ports der Huawei-Router mit zeitgemäßer Hardware ausgestattet.

Die übrige Ausstattung ist typisch für aktuelle Router. Per USB können Datenträger oder Drucker für alle Nutzer im Heimnetz freigegeben werden. Genauso funktioniert der Router als Mediaserver und es ist möglich Medien über DLNA auf unterstützende Geräte zu streamen. Leider wurde lediglich ein USB-2.0-Port verbaut, dieser USB-Standard erlaubt keine hohe Transferraten. Für USB-Drucker ist es ausreichend, eine externe Festplatte würden wir damit aber nicht nutzen wollen.

An eine Telefonfunktion wurde ebenfalls gedacht, dieser wird über Voice over IP (VoIP) realisiert. Eine DECT-Basisstation ist nicht integriert, Anrufe werden mit einem über RJ11-Port verbundenen Telefon getätigt bzw. entgegengenommen. Unterstützt der gebuchte LTE-Tarif Voice over LTE (VoLTE) ist selbst kein VoIP-Anbieter nötig und man kann direkt über die Mobilfunknummer telefonieren. Die Einrichtung für VoLTE ist schnell erledigt, die Benutzeroberfläche und die Gerätekonfiguration sind allgemein lobenswert. Nützlich ist auch der Anrufbeantworter des B525, auf weitere Features verzichtet der Hersteller. Damit eignet sich die Telefonfunktion eher für Käufer, die nicht so großen Wert auf darauf legen.

Umfangreich ausgestattet: FritzBox 6890 LTE

Umfangreich ausgestattet

FritzBox 6890 LTE

Test LTE-Router: FritzBox 6890 LTE
Die FritzBox 6890 LTE ist vollwertiges DSL- und LTE-Modem in einem und bietet auch sonst jede Menge Funktionen.

Wie von anderen Geräten des Herstellers gewohnt, ist die FritzBox 6890 LTE von AVM ein echter Alleskönner. Neben seiner LTE-Hardware ist außerdem ein richtiges DSL-Modem verbaut, die WLAN-Technik ist auf dem aktuellsten Stand und die Telefonanlage unterstützt Analog-Telefonie, VoIP und sogar ISDN. Die Funktionsvielfalt hat seine Vor- und Nachteile. Wer einen kleinen und mobilen Router sucht, wird das Gerät für zu überladen halten. Für alle anderen, die keine Kompromisse eingehen möchten und den dafür verlangten hohen Preis nicht scheuen, ist die FritzBox 6890 LTE eine sehr gute Kaufentscheidung.

In der FritzBox 6890 ein Modem LTE Cat 6 verbaut und erreicht im Download bis zu 300 MBit/s. Zudem beherrscht er als einziger LTE-Router alle aktuellen (und wahrscheinlich zukünftigen) für Deutschland relevanten LTE-Frequenzbänder. Während die meisten LTE-Router einen internationalen Einsatz bezwecken, fokussiert sich AVM ganz klar auf einen Einsatz in Deutschland.

Mit den zwei zusätzlichen Antennen stellt das Gerät einen ausgezeichneten Funkempfang her und auf Wunsch können sie auch mit Außenantennen ausgetauscht werden. Besteht gerade kein LTE-Empfang, stellt das Modem per UMTS/HSDPA eine Verbindung mit dem Internet her. Der Router arbeitet mit der üblichen benutzerfreundlichen Oberfläche FritzOS, mit dem Einrichtungsassistenten sind die Einstellungen für die LTE-Verbindung (oder alternativ die DSL-Verbindung) in kürzester Zeit erledigt.

Was WLAN-Ausstattung gibt es ebenfalls nichts zu beanstanden. Der 6890 funkt in den aktuellen WLAN-N- und AC-Standard inklusive Dualband, die 2,4- und 5-GHz-Netze werden somit parallel betrieben. Der Router entscheidet dann, welcher Netz für einen optimalen Datenaustausch sorgt. Zudem versorgt der Router mittels MU-MIMO verbundene Geräte simultan mit Daten. Allerdings müssen die Geräte ebenfalls mit MU-MIMO-Empfang ausgestattet sein, um von dieser Technik zu profitieren. Auch in Hinblick auf die WLAN-Verbindung ist die FritzBox 6890 LTE deshalb äußerst zukunftssicher.

Ebenfalls vorhanden sind diverse Funktionen, die von diversen AVM-Geräten bekannt sind: DECT-Anschluss für analoge und ISDN-Telefone oder ein Anrufbeantworter fehlen nicht und eine Faxfunktion ist ebenfalls vorhanden. Über den USB-3.0-Eingang werden Drucker und Wechseldatenträger verbunden, ein Mediaserver ist ebenso integriert. Vier Gigabit- und ein DSL-Port, für ADSL und VDSL bis 300 MBit/s mit SuperVectoring, runden die herausragende Ausstattung ab.

Spezialist für den mobilen Betrieb
Test LTE-Router: TP-Link M7650
Funktionaler, gut ausgestatteter Cat11-LTE-Router mit Display-Steuerung für wenig Geld.

LTE-Router sind nicht nur als stationären Breitband-Ersatz gedacht, sie können auch als mobiler Begleiter genutzt werden. In den eigenen vier Wänden DSL nutzen, auf Terminen und Reisen auf LTE umsteigen ist kein seltenes Einsatzszenario. Für solche Zwecke ist der LTE-Router M7650 von TP-Link gedacht. Er bietet für vergleichsweise wenig Geld einen portablen LTE-Router mit überzeugender Hardware, der sich recht einfach bedienen lässt.

Die Konfiguration des TP-Link-Router geschieht über die eigene tpMiFi-App oder eine Weboberfläche an einem Computer. Für welche Variante man sich auch entscheidet, Kabel sind hierzu nicht nötig. Eine Verbindung über den WLAN des LTE-Routers ermöglicht das Aufrufen der Benutzeroberfläche. Die WLAN-Zugangsdaten werden auf der mit 1,44 Zoll ziemlich kleinen Anzeige abgelesen. Nicht zu Ende gedacht: Die Zugangsdaten für die Konfigurationsoberfläche sind hinter dem internen Akku abgedruckt. Das bedeutet, dass alles abgebrochen, das Gerät wieder ausgeschaltet und der Akku entfernt werden muss, um an das Login-Passwort zu kommen. Das hätte der Hersteller deutlich besser lösen können. Nach dem erfolgreichen Log-in funktioniert die Einrichtung aber dann problemlos und restliche Bedienung ist komfortabel.

 LTE-Router Test: Tp Link M7650 Status
Die Weboberfläche ist übersichtlich und bietet eine nützliche Online-Hilfe.

Für die erweiterten Einstellungen kommt man nicht herum, die Web-Oberfläche über die Browser-Adresse 192.168.0.1. aufzurufen. Mit der App hat man auf diese Einstellungen keinen Zugriff. Für die Konfigurations-Oberfläche steht lediglich Englisch zur Auswahl – das überrascht uns, denn die Smartphone-App ist vollständig in Deutsch verfügbar. Die Oberfläche hat immerhin eine gute Online-Hilfe.

Als WLAN-Netz wird entweder ein 2,4-Gigahertz-Netz (WLAN-n, 300 MBit/s) oder ein 5-Gigahertz-Netz (WLAN-AC, 867 MBit/s) aufgebaut. Gleichzeitig die Netze jedoch nicht verwendet werden. Das bedeutet, dass ältere Geräte bei einem 5 GHz Betrieb ausgeschlossen werden oder aber das 2,4-GHz-Band wird als kleinster gemeinsamer Nenner genutzt. Das schont den Akku, aber die bestmögliche und schnellste Verbindung zum WLAN-Client kann nicht hergestellt werden, wenn Singleband- und Dualband-Geräte parallel betrieben werden sollen. Das beurteilen wir aber nicht allzu negativ, wenn man das Gerät nur in Deutschland verwenden möchte – LTE-Netto-Raten, die das 5-GHz-Band wirklich auslasten, gibt es hier ohnehin nicht oft. Zudem lassen sich die Bänder ohne Smartphone-App und ohne Browser direkt über die Geräte-Anzeige und den beiden Tasten am Router wechseln.

Eine weitere interessante Funktion: Das Gerät lässt sich per microSD-Karte um bis zu 32 GB Speicher ausstatten, dessen Inhalt kann daraufhin mit dem SMB-Protokoll kabellos und lokal geteilt werden. Das klappte bei uns sehr gut. Unsere Speicherkarte wurde von verbundenen Clients schnell erkannt. Per USB-Kabel kann man ebenfalls auf die eingelegte microSD-Karte zugreifen.

Mit Zubehör vielseitig einsetzbar: Netgear AirCard 810

Mit Zubehör vielseitig einsetzbar

Netgear AirCard 810

Trotz seiner kompakten Größe ist das Gerät von Netgear ein vollwertiger LTE-Router und lässt keine Wünsche offen. Dank seinem ordentlichen Akku (2930 mAh) kommt er zudem bis zu einem halben Tag ohne Stromkabel aus.

Das kompakte Gerät, das etwas mehr als 100 Gramm wiegt, hat einen LTE-Modem verbaut, der Cat 11 unterstützt. Damit sind Downloadraten bis zu 600 MBit/s. Zum älteren 3G-Standard ist das Modem ebenso abwärtskompatibel. Der Router ist mit einem aktuellen Dualband-WLAN ausgestattet und liefert bis zu 300 MBit/s (2,4 GHz) und gleichzeitig bis zu 867 MBit/s im 5-GHz-Band. Gut gelöst ist in der AirCard Offloading-Funktion, bei der eines der beiden WLAN-Bänder mit einem vorhandenen WLAN-Zugang (einem Hotspot etwa) gekoppelt werden kann, um die LTE-Verbindung zu entlasten.

LAN-Anschlüsse sind keine verfügbar, wenigstens kann aber via USB-Tethering eine Verbindung mit dem Internet aufbauen. Leider wurde hier lediglich ein Micro-USB-Anschluss verbaut. Die zwei TS-9-Antennenanschlüsse hingegen haben uns sehr gefallen. Überzeugend ist auch die Dockingstation der AirCard 810, das separat erhältlich ist. Mit zwei Antennenanschlüssen, fünf Gigabit-Ports und einem Stromanschluss verwandelt sich der mobile Router dann in einen stationären WLAN-Router.

Besonders gelungen finden wir die einfache Konfiguration des Routers. Ungleich unseren anderen Testgeräten kann man auf die meisten Zwischenschritte verzichten: Über das Touch-Display kann direkt auf die wichtigsten Konfigurationspunkte zugegriffen werden. Nur für wenige erweiterte Einstellungen muss man den klassischen Konfigurationsweg bemühen.

Was wir außerdem positiv anmerken müssen: Netgear liefert ein Netzteil mit. Das klingt zwar selbstverständlich, doch leider hatte im Test kein anderer Hersteller außer Zyxel ein Ladekabel im Lieferumfang. Den Netgear gibt es auch in der günstigeren Variante als AirCard 790, der nur mit einem LTE-Modem der Kategorie 6 ausgestattet ist und Downloadraten mit bis zu 300 MBit/s ermöglicht. Das ist kein allzu großer Nachteil, denn meistens ist das ohnehin die maximale Downloadrate in den deutschen Netzen. Allerdings besitzt man dann nicht ein sonderlich aktuelles Gerät wie den AirCard 810 und muss sich gegebenenfalls in der nahen Zukunft einen neuen LTE-Router anschaffen.

Für den Outdoor-Einsatz geeignet: Zyxel LTE4506-M606

Für den Outdoor-Einsatz geeignet

Zyxel LTE4506-M606

Test LTE-Router: Zyxel LTE4506-M606
Mit einer Powerbank wird der stationäre Zyxel zum mobilen LTE-Router.

Von außen kann man denken, der LTE4506-M606 von Zyxel sei ein mobiler LTE-Router, doch trotz seiner kompakten Abmessungen ist er tatsächlich ein stationärer Router: Ein Akku ist nicht integriert. Dafür kann der Router aber mit einem Micro-USB-Netzteil oder sogar mit einer Powerbank mit Strom versorgt werden, womit es für es sich für einen Outdoor-Einsatz teilweise eignet.

Mit einem Cat 6 LTE-Modem und WLAN-AC verfügt der Zyxel über eine aktuelle Hardwareausstattung. Seine beiden WLAN-Bänder können gleichzeitig betrieben werden und das Gerät unterstützt sogar die LTE-Frequenzen 700 und 900. Damit sorgt der LTE-Router auch für die nächsten Jahre für eine ausreichende Leistung.

Dank einem Gigabit-LAN-Port kann können Computer per Kabel angebunden werden und den LTE-Empfang weiterleiten. Ein gewöhnlicher USB-Anschluss ist nicht verfügbar, der Micro-USB-Eingang dient nur zur Stromversorgung und liefert keine Daten. Ebenso ist es nicht möglich, externe Antennen an den Router anzubringen.

Was gibt es sonst noch?

Auf dem Papier ist Netgears Nighthawk M1 ein Gerät mit toller Ausstattung. Umso enttäuschender war es für uns im Test, dass die Hardware von der unbefriedigenden Software ausgebremst wurde. Eine Datenverbindung ließ sich erst gar nicht herstellen, dann funktionierte der Log-in über das Smartphone nicht. Das ansehnliche Display dient einzig der Anzeige von Verbindungsinformationen, die Einrichtung sowie sämtliche Einstellungen funktionieren nur über die App oder dem Browser. Das PDF-Handbuch ist detailliert, ist aber nicht in Deutsch verfügbar. Der Hersteller verzichtet ebenso auf eine deutsche Online-Hilfe. Das Gerät besitzt eine Offloading-Funktion, schaltet dann aber das 5-Gigahertz-Band ab.

Der Asus 4G-AC68U ist ein stationäres Modell und besitzt umfassende WLAN-Funktionen inklusive Sicherheitslösungen und interessanten QoS-Einstellungen. Neben dem starken WLAN-AC der zweiten Generation besitzt der LTE-Router vier Gigabit-Ports sowie einen weiteren WAN-Port. Diese, Dual-WAN genannte Einstellung, erlauben es zwei parallele Internetzugänge zu verwalten. Die Hardware ist eigentlich außerordentlich gut, das Modem unterstützt aber leider keine der drei aktuelleren LTE-Frequenzen 700, 900 oder 1500 MHz. Ärgerlich ist auch, wie das Entnehmen der SIM-Karte gelöst wurde – dazu müssen sechs schwer erreichbare Schrauben entfernt werden.

Große Hoffnungen hatten wir bei der FritzBox 6820 LTE.  Es handelt sich zwar um ein verwendbares Gerät, doch die Hardware ist nicht sonderlich gut. Sie kommt nur mit einem LTE-Modem der Kategorie 4, das 5-GHz-Band fehlt komplett, externe Antennen können nicht angeschlossen werden. Die einzige wirkliche Mehrwert dieser FritzBox ist die von AVM gewohnte Benutzerfreundlichkeit und die allgemein gut durchdachte Software. Sie unterstützt etwa den Nutzer beim Finden der optimalen Routerausrichtung. Solch ein Assistent fehlte jedem Testgerät, das nicht aus dem Hause AVM stammt.

Der Huawei E5186 war lange Zeit einer unserer Favoriten. Er ist beinahe baugleich mit seinem Nachfolger Huawei B525, verfügt jedoch über einen zusätzlichen Telefonanschluss. Wenn Sie darauf wert legen, sollten Sie den E5186 in Betracht ziehen. Allerdings sei angemerkt, dass der E5186 nicht das LTE-Band 32 (1.500 MHz) unterstützt. Preislich unterscheiden sich die auch kaum, weshalb wir direkt zum aktuelleren Modell raten.

Mit dem TP-Link M7310 haben wir erneut einen akkubetriebenen Router getestet. Dieser überzeugte uns nicht so sehr wie die anderen Testgeräte. Der Lieferumfang ist mit nur einem USB-Kabel spärlich. Am Display wurde ebenfalls gespart:  Toucheingaben kann man nicht machen und Einstellungen kann man kaum direkt am Gerät vornehmen. Sie sollten sich also mit der Konfigurationsoberfläche im Browser anfreunden. Einen Eingang für microSD-Speicherkarten gibt es immerhin und der Inhalt kann im Netzwerk freigegeben werden.

Wissenswertes vor dem Kauf

Je mehr Frequenzbänder ein LTE-Router unterstützt, umso höher ist die Chance auf guten LTE-Empfang. Allgemein gilt, dass die LTE-Frequenzen unterhalb 1000 MHz aufgrund ihrer höheren Reichweite für die Versorgung eher dünner besiedelten Regionen eingesetzt werden, während die Frequenzen ab 1500 MHz vornehmlich in den dichter besiedelten, städtischen Regionen zum Einsatz kommen. Sie sollten sich also vorab informieren, welche Frequenzen Ihr Provider unterstützt.

Aber nicht nur die Frequenzbänder entscheiden über eine gute Downloadrate. Die beste Hardware nützt nichts, wenn Sie keinen guten Empfang haben. Wenn Sie also Ihren Router stationär betreiben, sollten Sie ihn richtig positionieren. Ideal ist es, falls sich ein LTE-Funkmast in Ihrer nächsten Nähe befindet.  Als letzte Lösung ist es auch möglich, sich Außenantennen zu beschaffen. Dann sind selbst noch an Orten mit sehr schwacher Verbindung oft noch sehr gute Ergebnisse erzielbar.

Auch hier sollte darauf geachtet werden, welche Frequenzen die Antenne empfangen kann. Panel- und Biquad-Antennen sind zu empfehlen, da sie keinen direkten Sichtkontakt mit einem Funkmast benötigen und so schnell einsatzbereit sind. Allerdings sollte bei so einem Setup die Länge des Antennenkabels berücksichtigt werden, denn jeder Meter Kabel dämpft das Übertragungssignal.

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