Laptop Test: Dell Xps 13 9389 1

Premium-Laptops im Vergleich : Mobil im Arbeitsalltag

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Veröffentlicht 10.09.2019

Leistungsstark und überall dabei. Die neuesten Laptops lassen kaum noch Wünsche offen und machen die Zeit vergessen, als man noch an einen Desktop-Computer gebunden war. Die Auswahl ist inzwischen groß, der Vergleich zeigt, welcher Laptop zu wem passt.

Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Wer den ganzen Tag auf einen Bildschirm starrt, der möchte keine Kompromisse bei seinem Arbeitsgerät eingehen. Die Premium-Laptops haben nahezu alle Kinderkrankheiten abgelegt und sind wahrlich starke Performer. Sie können mit leistungsstarken Prozessoren, hervorragenden Displays, langanhaltenden Akkus aufwarten und die Zeit von schweren »Schlepptops« ist schon lange vorbei, da die Geräte kaum noch etwas wiegen.

Die Leistungsstärke der Prozessoren hat sich in der letzten Zeit nicht mehr merklich verändert, allerdings bringen die neuesten Laptops die gleiche Leistung, verbrauchen jedoch weitaus weniger Strom. Das führt dazu, dass die Kühlung kleiner und auch die Akkus leichter werden. Eine immer noch fragliche Entwicklung ist der große Verzicht auf Anschlüsse, was einen in Zeiten von Bluetooth und Cloud-Lösungen nicht vor große Probleme stellt, aber für viele immer noch einen gewöhnungsbedürftigen Trend darstellt.

Stutzig macht vielleicht der Preis, aber dabei sind die Geräte mittlerweile nur ein bisschen teurer als die neuesten Smartphones der Marktführer. Wir haben genau untersucht, wo die Unterschiede liegen und ermöglichen Ihnen den richtigen Laptop für ihr tägliches Einsatzgebiet zu finden.

Starkes Gesamtpaket: Dell XPS 13 9300

Starkes Gesamtpaket

Dell XPS 13 9300

Test: Dell Xps 13 9300
Dell liefert wieder einmal ein sehr hochwertiges Notebook ab. Das XPS 13 9300 ist sehr gut, hat aber auch seinen Preis.

Das Dell XPS 13 9300 hinterlässt durchweg einen sehr positiven Eindruck und kommt in extrem schlanken Design. In Sachen Display hat man verschiedene Auswahlmöglichkeiten, die je nach Vorliebe und Geldbeutel zu treffen sind. Arbeitet man bei schwierigen Lichtverhältnissen, zum Beispiel auch draußen, macht das matte FullHD Display Sinn. Wer dagegen nicht auf die Touch-Funktion verzichten möchte, kann hier wählen zwischen einer Full-HD oder einer UHD-Variante. Alle 16:10-Displays wirken aufgrund der minimalen Display-Umrandung groß und ermöglichen ein angenehmes Arbeiten. Ein weiterer Pluspunkt ist die erhöhte Helligkeit.

Auch bei den Prozessoren hat man die Qual der Wahl, wir empfehlen hier die etwas teurere Core i7-1065G7  Variante, mit Spitzenleistung bis zu 3,9 GHz und im Normalbetrieb 1,3GHz. Alle Prozessoren stammen aus dem Hause Intel aus der Ice-Lake-Generation, günstiger sind die Core i5-1035G1 und Core i3-1005. Wie schon erwähnt haben sich die Leistungen der CPUs nicht groß verändert, allerdings arbeiten sie mit extrem hoher Effizienz, das heißt die Akkus halten länger, da weniger Energie notwendig ist. So können beispielsweise 4k Videos abgespielt werden, ohne dass hier die Lüftung aus dem letzten Loch pfeifen muss, weil das den Prozessor nicht besonders fordert.

Die sparsame und zügige Arbeitsweise wird durch die 512 Gigabyte-SSD-Festplatte unterstützt und es gibt keine ärgerlichen Wartezeiten. Die Grafikkarte Iris Plus Graphics G7 von Intel lässt das Gamer-Herz nicht höher schlagen, reicht aber zum Arbeiten völlig aus. Bringt man den Dell XPS 13 9300 an seine Leistungsgrenze, hört man die Lüftung leise arbeiten und man merkt, dass er sich leicht erwärmt. Das hält sich allerdings absolut im Rahmen und im Normalbetrieb ist nichts davon zu hören.

Der Laptop ist ein robustes Leichtgewicht, trotz seines stabilen, CNC-gefrästem Aluminiumgehäuses, wiegt er nur 1,2 Kilogramm. Die Tastatur überzeugt mit angenehmer Haptik und kann darüberhinaus beleuchtet werden. Auch beim Touchpad gibt es nichts zu kritisieren, es reagiert einwandfrei und gibt beim Betätigen ein angenehmes Feedback. Dreht man die Helligkeit nicht vollends auf und fordert den Prozessor nicht extrem, hält der Akku locker den ganzen Tag, wer ihn nur minimal auslastet, muss ihn erst nach ungefähr 11 Stunden an den Strom anschließen.

Der Dell XPS 13 9300 hat insgesamt nur noch vier Anschlüsse, zwei auf jeder Seite: Links ein Thunderbolt 3- und ein microSD-, rechts Thunderbolt- und Klinken-Anschluss. Wie bereits einleitend erwähnt, ist das Geschmackssache und den ein oder anderen nerven die nicht vorhandenen USB-A-Buchsen, immerhin liefert Dell einen Adapter und die hohe Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 40 Gigabit pro Sekunde sprechen für die Thunderbolt 3 Anschlüsse.

Günstige Alternative: Huawei MateBook 13

Günstige Alternative

Huawei MateBook 13

Test Laptop: Huawei MateBook 13
Wer ein schlankes Notebook sucht und dem 16:9-Breitbildformat nichts abgewinnen kann, wird mit dem MateBook 13 glücklich.

Weitaus günstiger ist das MateBook 13 von Huawei. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das Seitenverhältnis des Displays von 3:2, das kann jedoch durch seine hohe Auflösung von 2.160 x 1440 Bildpunkten überzeugen. Außerdem punktet es mit der Touch-Funktion, was jedoch dazu führt, dass das Display in der Sonne spiegelt. Auch bei Huawei wird das Display von einem schmalen Rahmen umrandet, in dem oben eine Webcam integriert ist.

In Sachen CPU kommt Huawei mit einem Intel Core-i7-Prozessor aus der Whiskey-Lake-Generation, der älter ist als die im Dell XPS 13 9300 verbauten Prozessoren, aber immer noch auf aktuellem Niveau. In Zusammenarbeit mit der SSD-Festplatte und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher arbeitet das  MateBook 13 flott und ohne Verzögerungen.

Im ansprechenden Space Grey-Farbton steht der Laptop seinen Konkurrenten in Sachen Design in nichts nach. Das dünne Aluminiumgehäuse macht den Laptop zum leichten Begleiter im eleganten Design. Die schlanke Bauweise beschränkt auch hier die Anschlussmöglichkeiten, so kommt der Laptop mit nur zwei USB-3.1-Typ-C- und einem Kopfhörer-Ausgang

Für sparsam arbeitende Nutzer, kann eine Akku-Ladung für einen Tag ausreichen, ist aber mit rund sieben Stunden nicht die beste Leistung. Auch hier erwärmt sich das Gerät, wenn man es an seine Leistungsgrenze bringt und arbeitet dann immer langsamer, je wärmer es wird. Nichtsdestotrotz bekommt man für den vergleichsweise günstigeren Preis einen sehr gut und flott arbeitenden Laptop, der mit der Konkurrenz mithalten kann.

Mac-Flaggschiff: Apple MacBook Pro

Mac-Flaggschiff

Apple MacBook Pro 13 mit Touchbar (2020)

Das Apple MacBook Pro (2020) ist die verbesserte und aktuellste Version des Klassikers. Neu ist die Tastatur, die in den vorherigen Generationen für viel Ärger und Kritik gesorgt hat, sie wurde angehoben und macht die Schreib- und Tipp-Haptik viel besser. Zu dem Magic-Keyboard gehört auch die Touch Bar, die sich individuell anpassen lässt und so entweder die F-Tasten ersetzen kann oder auch bei bestimmten Programmen eigene Funktionen aufführt.

Außerdem neu ist die größerer Varianz in der Prozessorwahl: Neben den i5- und i7-Prozessoren der 8. Generation von Intel, kann man auch die der 10. Generation auswählen, sofern man gerade 700 Euro übrig hat. Entscheidet man sich für die günstigeren CPUs, muss man sich außerdem mit nur zwei Thunderbolt-3-Schnittstellen zufriedengeben, bei den teureren kriegt man vier und obendrein den zweifachen Arbeits- und Festplattenspeicher.

Der Unterschied zwischen den Prozessoren ist vor allem, dass die teureren weniger Energie verbrauchen, betrachtet man die Rechenleistung, gibt es kaum Unterschiede, denn alle ermöglichen ein schnelles Arbeiten ohne Wartezeiten, sogar wenn mehrere Programme gleichzeitig genutzt werden. Die Kühlung funktioniert im Normalbetrieb geräuschlos, wird das MacBook Pro jedoch länger stark beansprucht, kann man sie deutlich wahrnehmen. In diesem Fall wird auch die Gesamtleistung langsamer, aber nicht so sehr, wie bei früheren Generationen.

Auch im Bereich Akku gibt es positive Veränderungen und er hält auch ungefähr einen Arbeitstag durch, sofern man ihn nicht überbeansprucht. Unter normaler Nutzung verstehen wir beispielsweise Surfen über WLAN bei mittlerer Helligkeit des Displays, das kann man locker für acht Stunden machen.

Apple-Fans werden mit dem neuen MacBook Pro wieder weitaus zufriedener sein und werden sich auch nicht durch den teuren Preis abschrecken lassen, der mit der besten Ausstattung bereits eine zwei vorne dran stehen hat. Aber für sein Geld kriegt man dann auch ordentlich Power und das in einem, wie immer, ansprechenden Design aus Kalifornien.

Leichtgewicht: Apple MacBook Air

Leichtgewicht

Apple MacBook Air (2020)

Test: Apple Macbook Air 2020
Mit dem neuen MacBook Air knüpft Apple an alte Erfolge an. In der günstigsten Variante bietet es genug Leistung und ein schickes Design.

Die luftige und auch etwas günstigere Variante von Apple ist das MacBook Air (2020), das noch schlanker daherkommt, dem aber sonst nicht viel fehlt. Auch hier wurde die Tastatur im Vergleich zum Vorgänger erneuert, sie kommt jedoch ohne die Touch-Bar-Leiste und mit klassischen F-Tasten.

Das 13,3 Zoll Retina Display hat 2560 x 1600 Pixel, die ein ordentliches Farbspektrum abbilden, für das Arbeiten im Sonnenlicht kann man es jedoch nicht hell genug einstellen. Bei den Prozessoren hat man die Wahl zwischen dem i3-, i5- und i7-Prozessor der 10. Generation von Intel. Wir haben die günstigere i3-Variante getestet und können sagen, dass dieser für normale Bürotätigkeiten völlig ausreicht, dabei hält der Akku einen Tag locker durch.

Im Normalgebrauch arbeitet das MacBook Air (2020) geräuschlos, wird viel Rechenleistung gefordert, meldet sich die Lüftung und macht sich laut bemerkbar und das Gehäuse wird wärmer. Dabei kommt es auch auf den Prozessor an, je mehr Leistung der bringen kann, desto mehr muss auch die Lüftung arbeiten.

Die Grafikkarte reicht aus, um das ein oder andere ältere oder nicht allzu anspruchsvolle Spiel zu zocken, ohne dass es ruckelt. Außerdem kann man mit ihr auch gut und flüssig Fotos bearbeiten. Mit acht Gigabyte RAM und dem schnellen SSD-Speicher performt der Laptop wirklich sauber.

Die 1,1 GHz Dual-Core Core i3-Prozessor-Variante ist eine gute und günstige Alternative für alle Apple-Liebhaber, das 1,3 Kilogramm leichte Gerät kommt im schlichten Design und reicht völlig aus für den Büro-Alltag. Wer jedoch mehr Arbeitsleistung wünscht, der sollte sich auch bei den MacBook Pro Modellen umsehen, denn wie immer gilt hier, je mehr Leistung, desto teurer wird das Gerät und bei der besten Ausstattung sind die Preise der beiden Modelle fast identisch.

Schnäppchen: Lenovo IdeaPad S540-13API

Schnäppchen

Lenovo IdeaPad S540-13API

Test: Lenovo Ideapad S340
Ein niedriger Preis kombiniert mit guter Leistung und Ausdauer. Unser Tipp für jeden, der nicht viel Geld ausgeben möchte.

Weitaus günstiger kommt man mit dem Lenovo IdeaPad S540-13API weg. Lenovo schafft es mit diesem Modell die Waage zwischen Preis und Leistung zu halten. Für Power sorgt der AMD Ryzen 5 3550H, der eine durch und durch stabile und hohe Leistung abruft. Mit den 16 Gigabyte ist genug Arbeitsspeicher vorhanden, der die Grafikkarte ausreichend füttert, so dass man ohne Probleme Bilder bearbeiten und das ein oder andere Game spielen kann.

Nur teilweise überzeugen kann der Bildschirm, der zwar mit 2.560 x 1.600 Pixeln, Farben prächtig und hoch auflöst, aber leider  deutlich spiegelt. Die Helligkeit lässt sich dagegen gut einstellen. Positiv aufgefallen ist außerdem die Akku-Leistung, die locker einen Arbeitstag durchhält und man sogar problemlos noch ein bis zwei Überstunden dranhängen kann.

Anders als die meisten Konkurrenten kommt das Lenovo IdeaPad S540-13API neben zwei USB3.0 Typ C-Anschluss auch mit einem USB 3.0 Typ-A und einem Klinkenstecker. Für Traditionalisten ist das ein dickes Plus. Der Laptop ist eine günstige Alternative, der ordentlich was unter der Haube hat und sich in Sachen Performance nicht verstecken muss. Darüber hinaus ist er ebenso ein Leichtgewicht in ansprechendem Design.

Was gibt es sonst noch?

Das Asus ZenBook 14 ist ein Alleskönner in schönem Gewand. In Sachen Design wurde alles richtig gemacht und es wurde dabei auf Qualität geachtet. Hervorzuheben ist das Touchpad, das einen Ziffernblock anzeigen kann. Mit 14 Zoll ist der Bildschirm groß und löst in FullHD auf. Die Farben werden sauber und präzise dargestellt und auch an der Helligkeit des Displays gibt es nichts zu beanstanden. Der Akku hält einen Arbeitstag gerade so durch, meistens wird er sich aber bereits nach sieben Stunden verabschieden. Die Kombination mit dem Intel Core i7-10510U-Prozessor und 16 Gigabyte RAM, gepaart mit einer SSD mit bis zu 512 Gigabyte, bringt der Asus ZenBook 14 genug Leistung, um Videos oder Bilder zu bearbeiten oder auch das ein oder andere nicht allzu anspruchsvolle Spiel zu spielen.  Für diese Leistungen ein guter Preis.

Der Surface Laptop 3 von Microsoft ist ein leistungsstarker Laptop mit dem neuesten Intel-Prozessor, dem i7 der 10. Generation und einem sehr guten und hochauflösenden Bildschirm mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Außerdem ist auch die Akku-Leistung überragend, aber auch der Preis überragt die meisten Konkurrenten, was den Surface Laptop 3 vor allem für wahre Microsoft-Fans interessant macht, aber für die meisten wohl zu teuer ist.

Das Vaio SX14 kommt zwar nicht mit dem neuesten Intel-Prozessor aber dennoch mit einer sehr guten Gesamtleistung und obendrein mit zahlreichen Schnittstellen wie USB-Typ-A oder HDMI. Darüber hinaus sieht der Laptop mit seinem Aluminium-Gehäuse mit Karbon-Details sehr gut und einzigartig aus. Da es sich, um ein etwas älteres Modell handelt ist er mittlerweile recht günstig zu haben. Nichtsdestotrotz arbeitet er mit der 256 Gigabyte SSD-Festplatte zügig und flott. Für Schnäppchenjäger mit einem Hang zur Extravaganz, definitiv die richtige Wahl.

Das MacBook Pro 2019 ist bei vielen Händlern noch verfügbar und von außen kaum vom MacBook Pro 2020 zu unterscheiden. Der Preis ist selbstverständlich gesunken, aber dafür muss man sich auch mit der alten Tastatur begnügen, die zu wünschen übrig lässt. Wem das nichts ausmacht, der wird schnell fündig und erhält hohe Apple-Qualität, die immer noch mit der aktuellen Konkurrenz mithalten kann zum günstigen Preis. Aber es hat natürlich auch seine Gründe, weshalb so schnell bereits eine deutlich überarbeitete Version auf den Markt gekommen ist.

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