Wildkamera Test: 20190623

Wildkameras im Test : Was regt sich da im Garten?

Update 10.06.2021

Eine Wildkamera ist hilfreich, wenn man das Gefühl hat, dass unerwünschte Besucher im Garten ihr Unwesen treiben. Egal ob Fuchs oder Waschbär: Mit einer Wildkamera kommt man dem nächtlichen Treiben auf die Spur. Wir haben 29 Modelle für Sie getestet.

Update 10. Juni 2021

Wir haben weitere Wildkameras getestet. Eine neue Empfehlung ist die BlazeVideo A252.

7. Dezember 2020

Wir haben eine neue Wildkamera getestet: Dabei konnte die Victure HC500 überzeugen und bekommt eine Empfehlung.

26. November 2020

Wir haben sieben weitere Wildkameras getestet. Die Campark T80 ist eine weitere Empfehlung.

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Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Bei Wildkameras handelt es sich um Überwachungsgeräte, die auf Bewegungen reagieren. Dabei werden die Objekte je nach Wunsch fotografiert oder gefilmt. Der große Vorteil dieser Geräte ist, dass man sie überall zum Einsatz bringen kann. Da sie mit Akkus bzw. Batterien laufen, können sie auch im Wald oder im Garten benutzt werden.

Die Akkus bzw. Batterien halten in der Regel mehrere Wochen durch. Bei fast allen Kameras kommen acht Batterien zum Einsatz. Natürlich kommt es darauf an, wie man die Kamera benutzt: Werden nur ab und zu Bilder geknipst, hält die Akkulaufzeit länger – bei Videos geht sie schneller zur Neige. Manche Geräte sind praktischerweise auch mit Solarpanels ausgestattet.

Wildkameras sind robust gebaut und im Camouflage-Look designt. Natürlich bringen sie auch eine gewisse Wetterfestigkeit mit, sodass der Garten auch im Winter oder bei ungemütlichem Wetter beobachtet werden kann. Entweder stellt man sie einfach auf den Boden oder bindet sie an Bäumen fest.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Hervorragend bei TageslichtMit DatenfunkEs geht auch günstigMit App-SteuerungGute Bildqualität
Test: Blazevideo A252Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38Test Wildkamera: Victure HC300Test: Campark T80Test: Victure Hc500
Modell BlazeVideo A252 Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition Victure HC300 Campark T80 Victure HC500
Pro
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • Einfache Bedienung
  • Fairer Preis
  • Exzellente Foto- und Videoqualität
  • Reagiert auch aus großer Distanz
  • Einfache Bedienung
  • Foto- und Videoversand per SMS
  • Fernsteuerung möglich
  • Koffer
  • Tolle Foto- und Video­qualität
  • Einfache Bedienung
  • Beleuchtete Tasten
  • Günstig
  • Gute Foto- und Videoqualität
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weit­winkel­bereich
  • Sehr überzeugende Fotos und Videos
  • WLAN und App-Steuerung
  • Einfache Bedienung
  • Guter Weit­winkel­bereich
Contra
  • Etwas wenig Weitwinkel
  • Teuer
  • Zu wenig Weitwinkel
  • Fotos und Videos nachts etwas zu dunkel
  • In dunklen Bereichen gehen nachts viele Details verloren
Bester Preis
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Hervorragend bei Tageslicht: BlazeVideo A252

Hervorragend bei Tageslicht

BlazeVideo A252

Test: Blazevideo A252
Ohne Allüren, aber mit guten Fotos und Videos sowie simpler Bedienung macht die Überwachung mit der BlazeVideo A252 viel Spaß.

Die preiswerte BlazeVideo A252 ist für alle Aufgaben, die im Wildkamera-Alltag anfallen, gut geeignet. Dank ihres großen Displays und den sechs Bedien-Tasten geht die Steuerung der Kamera spielend leicht von der Hand. Das Gehäuse und der Verschluss sind stabil und machen einen soliden Eindruck.

Je nachdem, wo die Kamera zum Einsatz kommen soll, gibt es die Wildkamera in unterschiedlichen Tarn-Farben. Abhängig davon, ob man die Kamera mit acht oder vier AA-Batterien befüllt, hält sie im Standby-Betrieb etwa drei beziehungsweise sechs Monate lang durch. Wem das nicht reicht, der kann die BlazeVideo auch über ein externes Netzteil mit Strom versorgen, über den entsprechenden Anschluss verfügt sie jedenfalls.

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Das Videomaterial speichert die Kamera auf einer SD-Karte, hier dürfen Modelle mit einer Speicherkapazität von maximal 128 Gigabyte zum Einsatz kommen. Videos werden in FULLHD, Fotos mit einer Auflösung von bis zu 20 Megapixeln erstellt.

Noch wichtiger als der Bildsensor ist für Wildkameras der Bewegungssensor. Der kann bei der A 252 in drei Stufen reguliert und so den individuellen Gegebenheiten angepasst werden. Erfasst wird ein Bildwinkel von 70 Grad. Die Länge der Aufnahme kann man einstellen, die Untergrenze liegt bei zwei Sekunden, die Obergrenze bei fünf Minuten.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Innen
Die Ablese-Eigenschaften des Displays sind hervorragend.

Für den Nacht-Betrieb gibt es 36 Infrarot-LEDs, die das Bild aufhellen und bei Nacht für eine maximale Reichweite von 20 Metern sorgen. Egal ob nachts oder bei Tageslicht: Sämtliche Bilder können wahlweise mit einem Zeitstempel versehen werden.

Ebenso mit an Bord ist ein Timer, ein Passwortschutz und ein Alarm, der bei niedriger Energiespannung aktiviert wird. Das farbige Menü der Wildkamera ist übersichtlich gestaltet, sodass man ohne große Eingewöhnungszeit damit zurechtkommt.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Tag
Bei Tageslicht-Aufnahmen erlaubt sich die Wildkamera von BlazeVideo nahezu keinen Fehler.

Die Tageslicht-Aufnahmen der BlazeVideo waren durch die Bank scharf, in keiner einzigen Aufnahme war das Motiv verschwommen. Auch die Farbwiedergabe gefällt mit kräftigen und natürlichen Farben. Nachts sinkt die Qualität der Aufnahmen allerdings merklich ab, das Motiv ist dann nur noch gut ausgeleuchtet, wenn sein Abstand zur Kamera unter zwei Meter bleibt. In Summe ist das Ergebnis aber auch bei Dunkelheit noch zufriedenstellend. Man erkennt schließlich deutlich, um was für ein Tier es sich vor der Kamera handelt.

 Wildkamera Test: Wildkameras Mai2021 Blazevideo A252 Nacht
Bei Nacht ist die Aufnahmequalität nicht mehr ganz so hoch, das Wesentliche kann man aber nach wie vor erkennen.

Bei genügend Licht braucht sich die BlazeVideo nicht hinter der Videoqualität von günstigen HD-Camcordern verstecken. Ihre Nachtaufnahmen lassen zwar einiges von der Brillanz der Tageslicht-Aufnahmen vermissen, ist das Objekt nahe genug, bekommt man aber auch hier noch ein ausreichend detailreiches Bild. In Anbetracht ihres vergleichsweise günstigen Preises ist die A252 eine gute Wahl.

Mit Datenfunk: Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Mit Datenfunk

Seissiger Special Cam LTE Supersim-Edition

Wildkamera Test: Bildschirmfoto 2019 06 14 Um 00.58.38
Wer die beste Videoqualität wünscht, kommt an der Seissiger-Wildkamera nicht vorbei.

Eine professionelle Lösung ist die Seissiger Special-Cam LTE Supersim-Edition. Sie liefert für eine Wildkamera sehr hochwertige Videoaufnahmen und überträgt sie gleich per LTE – aber dieser Luxus hat auch seinen Preis.

Die Kamera ist recht groß und schwer, besonders durch die auffällige Antenne hebt sie sich von den anderen Testkandidaten ab. Das geht aber nicht zu Lasten der Montage an Bäumen, die einfach und schnell machbar ist.

Ganze zwölf Batterien braucht diese Wildkamera – zum Glück sind sie schon im Lieferumfang enthalten. Allerdings kann die Kamera auch extern mit Strom versorgt werden. Eine SD-Karte mit acht Gigabyte wird praktischerweise ebenfalls beigelegt. Das Display der Seissiger Special Cam ist zwei Zoll groß und die Bedienung ist denkbar simpel.

Die Kamera kann Serienbilder anfertigen oder parallel fotografieren und filmen. Die Videos, die nie länger als 30 Sekunden gehen, werden mit 1080p und 30 Vollbildern erstellt, Fotos mit maximal zwölf Megapixeln. Zeitraffer und Timer sind in der Grundausstattung enthalten. Auch die Empfindlichkeit kann man genau einstellen. Ob man einen Stempel mit Datum, Uhrzeit, Temperatur, Batteriezustand und Mondphase auf den Bildern haben möchte, kann man selbst bestimmen.

Der Auslöser reagiert sogar bei Objekten in 20 Metern Entfernung – das ist im Vergleich zu den anderen Modellen eine sehr gute Leistung. Die Videos sehen einfach super aus: Man könnte meinen, sie wären mit einer ganz normalen Kamera gedreht. Das gilt sowohl für Tag- als auch für Nachtaufnahmen.

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Eine Besonderheit der Seissiger Special-Cam LTE ist, dass sie mit einer Supersim, also einer Prepaidkarte, genutzt wird. Wenn man möchte werden die geschossenen Bilder oder bis zehn Sekunden dauernde Videos automatisch per Mail gesendet. Mit der zugehörigen App, Internetseite oder auch über SMS lässt sich die Kamera auch fernsteuern und auslösen. Das klappte in unserem Praxistest wunderbar. Es gibt hierfür keinen Vertrag, lediglich eine Mindestaufladung von 29 Euro im Jahr wäre fällig, sofern man diese Funktion überhaupt nutzen möchte.

Es geht auch günstig: Victure HC300

Es geht auch günstig

Victure HC300

Test Wildkamera: Victure HC300
Für diesen Preis ist die Victure HC300 unschlagbar, ihre Videoqualität ist top.

von 35 Lesern gekauft

Mit rund 50 Euro gehört die Victure HC300 zu den günstigen Geräten und eignet sich besonders für Schnäppchenjäger. Äußerlich unterscheidet sie sich kaum von den anderen Testkandidaten – auch die Bedienung ist ähnlich.

Die Wildkamera läuft mit acht Batterien, aber auch ein Netzteil ist im Lieferumfang enthalten.

Wildkamera Test: 20190704
Auch bei der Victure HC300 findet man den Camouflage-Look.

Die Klappbügel der Victure HC300 sind äußerst robust gebaut. Das Display ist zwei Zoll groß und mit beleuchteten Menütasten ausgestattet. 38 LEDs leuchten im Dunkeln – die Auffälligkeit ist aber nicht besonders hoch. Mit 1080p und 30 Bildern wird gefilmt – fotografiert mit höchstens 16 Megapixeln. Auch ein Tag-Nacht-Sensor ist verbaut.

Capture-Series für bis zu drei Fotos nacheinander, Zeitraffer-Modus, Zeitstempel und Passwortschutz sind Standardausstattung. Die Empfindlichkeit des Auslösers kann individuell bestimmt werden – und auch dessen Intervall. Für eine Wildkamera um die 60 Euro schießt die HC300 tolle Bilder: Das gilt sowohl für Tagaufnahmen als auch für nächtliche Aufzeichnungen. Videos sind auf fünf Minuten begrenzt, was im Vergleich zu anderen Kameras doch recht viel ist. Auch hier stimmt die Qualität, allerdings fehlt es ein wenig an Weitwinkel.

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Mit App-Steuerung: Campark T80

Mit App-Steuerung

Campark T80

Test: Campark T80
Die Campark T80 hat man dank WLAN per Smartphone voll im Griff, Fotos und Videos können sich zudem echt sehen lassen.

Für ihren Preis ist die Campark T80 eine kompakte Wildkamera mit einer guten Ausstattung, einer einfachen Bedienung und lobenswerter Foto- und Videoqualität. Das 2,3-Zoll-große Display hat eine Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten. Es liefert so genügend bildliche Impressionen und Informationen von der Umgebung, um sie optimal ausrichten zu können. Zudem bietet die T80 36 Infrarot-LEDs.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80
Die Campark T80 ist kompakt und bietet einen Erfassungswinkel von insgesamt 120 Grad.

Die Konstruktion und Verarbeitung ist ähnlich wie bei vielen anderen Modellen: Das Gehäuse ist aus schlagfestem Kunststoff, die Box wird von zwei Kunststoffbügeln und zwei Metallklammern zusammengehalten. Betrieben wird die T80 mit acht AA-Batterien, es ist zudem ein externes Netzteil separat erhältlich. Die SD-Speicherkarte fasst maximal 32 Gigabyte und laut Hersteller beträgt die Standby-Zeit bis zu sechs Monate.

Fotos werden mit 2, 3, 5, 8, 12, 16 oder 20 Megapixeln geschossen, die maximale Auflösung für Videos beträgt 1728 x 1296 Pixel mit 30 Vollbildern. Dabei wird im MP4-Format gefilmt. Insgesamt steht ein Erfassungswinkel von 120 Grad zur Verfügung: Ein Winkel von 60 Grad beim Hauptsensor sowie jeweils 30 Grad bei den beiden seitlichen Sensoren. Die Auslösezeit beträgt nur 0,3 Sekunden.

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Der Aufbau des Menüs ist einfach. Videos und Fotos können auch gleichzeitig aufgenommen werden. Die Intensität der Aufnahmen kann in drei Stufen ausgewählt werden. Der Shutterspeed lässt sich zwischen 1/15, 1/20 und 1/30 anpassen, Videos können maximal 180 Sekunden lang sein. In das Bild oder Video können Infos wie Uhrzeit, Datum und Temperatur eingeblendet werden.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto1
Bei Tageslicht stimmen Details, Farben und Schärfe.

Tagsüber sehen die Fotos klasse aus: Saubere Konturen und Kanten, farbenfroh und scharf. Nachts wird besonders der Nahbereich erhellt: So ist die Aufnahme recht rauschfrei und scharf, das Zielobjekt ist zu erkennen, geht aber teils in der Dunkelheit unter. Auch die Filmaufnahmen können bei Tag voll überzeugen: Alle Kriterien, die eine gute Aufnahme ausmachen, stimmen. Im Dunkeln gibt es zwar keine Bildfehler, dennoch sollte das Objekt nicht allzu weit entfernt von der Wildkamera sein.

 Wildkamera Test: Wildkameras Oktober2020 Camparkt80 Foto2
Im Dunkeln geht das Objekt etwas unter.

Die T80 lässt sich über die beigelegte Fernbedienung an- und ausschalten. In einem Umkreis von bis zu zehn Metern bietet sie einen eigenen WLAN-Hotspot. Nun muss man nur noch auf dem iOS- oder Android-Mobilgerät die »WIFI Hunting Camera«-App installieren und sich in das WLAN der Kamera einwählen – schon hat man eine Live-Vorschau auf dem Tablet oder Smartphone, kann jegliche Einstellungen verändern oder Fotos schießen. Zudem lassen sich alle Aufnahmen anschauen.

So bietet die Campark T80 eine sehr gut ausgestattete Wildkamera mit ordentlicher Video- und Fotoqualität, Fernbedienung und WLAN zu einem fairen Preis. Somit gibt es für dieses Modell eine klare Kaufempfehlung.

Gute Bildqualität: Victure HC500

Gute Bildqualität

Victure HC500

Test: Victure Hc500
Tagsüber liefert die Victure HC500 mit die besten Fotos und Videos. Sie kann per App gesteuert werden und bietet ein sehr gutes Komplettpaket.

Die HC500 von Victure ist eine weitere empfehlenswerte Wildkamera mit WLAN-Steuerung und guter Bildqualität. Das Display ist zwei Zoll groß, sitzt an der Vorderseite und wird mit einer Klappe geschützt. Hier können alle Einstellungen vorgenommen und die Aufnahmen kontrolliert werden. Das Modell ist in Tarnfarbe gestaltet und beinhaltet acht AA-Batterien. Optional ist die Stromversorgung auch mit einem externen Netzteil möglich. In das SD-Kartenfach können Speicherkarten von maximal 128 Gigabyte eingelegt werden.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500
Hinter der kleinen Klappe auf der Vorderseite befindet sich das Display.

Die Kamera hat einen 120-Grad-großen Erkennungswinkel, so werden auch weiter entfernte Tiere erfasst. Nachts wird mit 36 Infrarot-LEDs ausgeleuchtet. Fotos können mit bis zu 30 Megapixeln geschossen werden, Videos mit einer maximalen Auflösung von 1.728 x 1.296 Pixeln mit 30 Vollbildern. Die Empfindlichkeit ist anpassbar, ebenso wie der Shutter-Speed. Es lassen sich bis zu zehn Fotos in Serie schießen, Videos sind maximal 180 Sekunden lang. Zudem lassen sich auch Videos und Fotos parallel realisieren.

Die Auslösezeit beträgt laut Hersteller 0,2 bis 0,4 Sekunden. In die Aufnahmen können auch Datum und Uhrzeit eingeblendet werden. Zusätzlich erhält man auch Informationen über die Temperatur und den Akkustand. Die HC500 hat ein robustes, wasserdichtes Gehäuse und kann zudem auf einem Stativ montiert werden.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Tag
Tagsüber sind die Bildaufnahmen auch ohne Sonnenlicht überzeugend.

Tagsüber ist die Fotoqualität sehr überzeugend: Natürliche Farben, eine ordentliche Schärfe und kein störendes Bildrauschen. Zudem sind die Konturen von Objekten klar zu sehen. Im Dunkeln ist die Ausleuchtung der Kamera begrenzt, daher muss man ein paar Abstriche hinnehmen. Dunkle Objekte, die sich ein wenig entfernt von der Kamera befinden, gehen in der Dunkelheit unter. Die nahen Grashalme werden dagegen kräftig ausgeleuchtet und sind so gut erkennbar.

 Wildkamera Test: Wildkameras November2020 Victurehc500 Foto Nacht
Nachts geht das Wunschobjekt in größerer Entfernung ein wenig in der Dunkelheit unter.

Auch die Videos können tagsüber mit flüssigen Bewegungen, Schärfe, Rauschverhalten und natürlichen Farben punkten. Hier liefert die Victure mit die besten Ergebnisse im Test. Auch bei Dunkelheit ist der Hund eindeutig als solcher zu identifizieren. Das schwarze Fell verschwindet zwar ein wenig in der Nacht, aber das Halsband und die weißen Partien heben sich deutlich ab.

Die dazugehörige App »Hunting Camera Pro« ist kostenlos für Android- und iOS-Geräte erhältlich. Mit ihr lässt sich die Wildkamera über ihr eigenes WLAN fernsteuern. Zudem kann man alle Einstellungen verändern, Videos und Fotos erstellen, sowie sich ältere Aufnahmen ansehen. So lassen sich die Aufnahmen zudem auf das Smartphone herunterladen. Es können Verbindungen von höchstens 40 Metern per WLAN überbrückt werden.

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Die Victure HC500 bietet besonders bei Tageslicht eine sehr gute Video- und Fotoqualität, eine unkomplizierte Bedienung sowie eine praktische Steuerung per App zu einem fairen Preis.

Was gibt es sonst noch?

Sofern man auf eine bestimmte Funktion Wert legt, lohnt es sich, auch andere Modelle in Augenschein zu nehmen. Wer zum Beispiel Aufzeichnungen umgehend per Mail oder App erhalten möchte ohne allzu viel beim Preis drauflegen zu müssen, sollte sich die SECACAM Raptor Mobile ansehen. Hierfür muss man sich nur auf der Website des Herstellers oder per App anmelden und die mitgelieferte PIN eingeben. Bei Kauf der Kamera erhält man ein Startguthaben von 100 Bildsendungen, danach kann man verschiedene Bildpakete erwerben.

Auch der Hersteller HomeVista bietet mit der HomeVista mobile eine Wildkamera an, die über die App oder den Browser Einsicht auf die geschossenen Aufnahmen ermöglicht. Der große Vorteil hierbei ist, dass man keine Mobilkarte benötigt.

Die Icucam 4 ist mit einer Antenne für den 4G-Versand von Bildern ausgestattet, zudem ist das Gehäuse aus sehr schlagfestem Kunststoff. Leider beträgt der Erfassungswinkel nur 50 Grad. Dies ist bei größeren Entfernungen zum Wunschobjekt kein Problem, befindet sich das Tier in der Nähe der Kamera, ist es entweder stark angeschnitten oder außerhalb des Bildausschnitts. Bei Tageslicht können die Aufnahmen überzeugen, nachts ist dagegen die Ausleuchtung sehr stark aufgehellt, wodurch Konturen und Details verloren gehen.

Was Sie über Wildkameras wissen sollten

Wildkameras sind für all diejenigen nützlich, die ihren Garten bzw. ihr Grundstück überwachen wollen. Von wem stammen die Fußspuren, wer zertrampelt die Beete, wer frisst die Sträucher leer? Auch Jäger und Förster profitieren von Wildkameras, da sie damit Waldgebiete überwachen und Wild beobachten können.

Nicht nur Tiere müssen der Grund für die Anschaffung sein: Auch Opfer von Vandalismus oder Diebstahl können in einer Wildkamera den richtigen Helfer für die Ermittlung finden. Hier ist die Tarnung der Geräte von großem Vorteil. Auf dem Boden oder an Bäumen befestigt fallen die Geräte nicht auf.

Wildkameras funktionieren mit Bewegungsmeldern. Auf Bewegung und Wärme reagiert der eingebaute Sensor und die Kamera fängt an, zu filmen oder zu fotografieren. Wie schnell die Kamera auslöst, kann man in der Regel einstellen. Dabei sollte die Empfindlichkeit nicht zu hoch sein, da sonst schon Bewegungen von Pflanzen im Wind aufgezeichnet werden.

Besonders der Nachtmodus ist bei solchen Geräten essentiell. Alle Wildkameras liefern nachts Schwarz-Weiß-Aufnahmen, aber die Qualität unterscheidet sich deutlich. Es gibt hier zwei Arten der Ausleuchtung: White-LEDs und Black-LEDs. Erstere haben den Vorteil, dass sie weniger Strom verbrauchen und eine hohe Reichweite aufweisen. Allerdings leuchtet bei White-LEDs immer eine kleine rote Lampe. Die Black-LEDs hingegen sind weniger auffällig, da ein unsichtbarer Infrarot-Blitz zum Einsatz kommt.

Wildkameras sind für den Dauereinsatz gedacht. Damit man die Ergebnisse auch zwischendurch überprüfen kann, eignen sich Modelle mit SIM-Karten, die die Aufnahmen per Mail oder App an den Nutzer senden. Die Länge, Pixelzahl und Qualität der gedrehten Videos können individuell angepasst werden. Funktionen wie Zeitlupe oder Bilderserien bringen fast alle Modelle mit. Natürlich werden auch Datum und Uhrzeit in die Fotos und Videos eingebunden.

Tipps zum Kauf

Worauf sollte man achten, wenn man sich eine Wildkamera zulegt? Auf jeden Fall sollte das gewählte Modell eine gute Reichweite vorweisen können. Zwar werden öfter 50 Meter angegeben, aber 15 Meter sind ein guter realistischer Wert. Auch die Reaktionszeit der Kamera darf nicht zu lang sein, denn sonst ist das zu beobachtende Tier vielleicht schon wieder aus dem Bild gehuscht. Mehr als eine Sekunde sollte es nicht dauern. Die Auflösung sollte mindestens 5 Megapixel betragen und zum Filmen empfehlen wir Full-HD. Wer seine Kamera perfekt getarnt wissen möchte, sollte sich nach Modellen mit Black-LEDs umsehen.

Last but not least ist auch eine externe Stromversorgung praktisch, damit man nicht jedes Mal die Batterien wechseln muss. Gerade Solarpanels erweisen sich hier als nützlich, da die Kamera dann komplett selbstständig läuft.

So haben wir getestet

Damit für alle Modelle identische Testmodelle vorliegen, konnte der Test leider nicht im Wald durchgeführt werden. Stattdessen wurden die Kameras mit dem Berner Sennenhund Kalle ausgelöst – entweder an der Leine oder durch eine Leckerlie-Spur geführt. Tagsüber waren die Wildkameras nebeneinander auf einer Linie mit einem Abstand von einem Meter verteilt. Dann wurde Kalle in einer Entfernung von 5, 10 und 20 Metern langsam an den Kameras vorbeigeführt. Nachts war die Distanz stets 5 Meter und die Modelle wurden alle einzeln getestet.

Es wurden jeweils die höchsten Foto- und Videoauflösungen getestet, sowie der Modus, in dem die Kameras fotografieren und filmen. Die Videolänge wurde auf 20 Sekunden festgelegt und die Empfindlichkeit auf mittel. Darüber hinaus bietet jedes Modell noch zahlreiche individuelle Einstellungsoptionen. Da es allerdings den Rahmen sprengen würde, alle unterschiedlichen Settings auszutesten, musste jeweils mit einem Kompromiss vorlieb genommen werden.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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