Video-Drohnen im Test: Filmen aus der Lüfte Test: 20181103 1244x830

Video-Drohnen im Test : Filmen aus der Luft

von
Update 15.10.2020

Video-Drohnen sind der neue Trend schlechthin, wenn es ums Filmen aus der Vogelperspektive geht. Mit ihnen haben auch Privatanwender die Möglichkeit, tolle Luftaufnahmen zu kreieren. Wir haben 15 Modelle zwischen 100 und 1.500 Euro getestet und stellen die interessantesten Geräte vor.

Update 15. Oktober 2020

Wir haben vier neue Drohnen getestet. Die Parrot Anafi FPV macht DJI Konkurrenz, aber auch der Marktführer hat mit der Mavic Mini gut nachgelegt.

Jochen Wieloch
Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Mit Drohnen hat man völlig neue kreative Möglichkeiten, Filme und Fotos zu produzieren. Die kleinen Fluggeräte werden von Jahr zu Jahr besser und eignen sich dank ihrer einfachen Bedienung auch für Anfänger, denn sie stehen eigenständig und stabil in der Luft und kehren automatisch zurück, wenn der Akku zur Neige geht.

Kein Wunder, dass der Drohnen-Markt boomt und immer mehr Menschen diese Technologie nutzen möchten. Zwar hat die Drohnenverordnung das Filmvergnügen etwas eingeschränkt, da man nun auf Wohngebiete besonders Acht geben muss – tollen Naturaufnahmen steht aber weiterhin nichts im Wege.

Mit Zoom: DJI Mavic 2 Zoom

Die DJI Mavic 2 Zoom ist die erste Video-Drohne, die einen optischen Zoom mitbringt. Dank toller Bildqualität eignet sie sich auch für den professionellen Einsatz. Sie wiegt 905 Gramm und kann zusammengefaltet werden, so kann man sie bequem im Rucksack transportieren.

Mit Zoom

DJI Mavic 2 Zoom

Test Video-Drohne: DJI Mavic 2 Zoom
Dank Zoomfunktion, extrem vieler Sicherheitsfeatures und toller Videoqualität ist die DJI Mavic 2 Zoom unsere Referenz.

Die Mavic 2 Zoom ist sehr gut verarbeitet und macht einen stabilen und robusten Eindruck. Die Kamera und der Gimbal, der das Bild stabilisiert, werden mit einer durchsichtigen Kunststoffglocke geschützt. Die Propeller werden schnell und einfach an das Gerät angebracht. MicroSD-Karten von 32 bis 128 Gigabyte können in die Drohne eingesetzt werden – dabei sind 8 Gigabyte schon fest im Gerätespeicher vorhanden. Die restliche Akkukapazität verrät ein simpler Fingerdruck.

Die DJI Mavic 2 Zoom fliegt sich sehr angenehm und steht still in der Luft. Auch Wind beeinträchtigt das Filmen dank des sehr guten Gimbals nicht. Dazu kommt, dass die Propeller angenehm leise sind.

Die Kamera hat einen 1/2.3-Zoll-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 12 Millionen Pixeln. Ein Drei-Achsen-Gimbal ermöglicht ruckelfreie Aufnahmen in allen Fluglagen. Videos werden in 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel und 24, 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde aufgenommen. Bei Full-HD sind es maximal 120 Bilder. Die gedrehten Filme haben natürliche Farben, sind scharf und frei von Rauschen. Mit der Drohne können auch Fotos mit 4.000 x 3.000 Bildpunkten geschossen werden, auf Wunsch sogar im RAW-Format.

Während man filmt oder Fotos schießt, kann man die Brennweite anpassen: Der zweifach optische Zoom bewirkt keinen Qualitätsverlust. Film man in Full-HD, ist sogar ein vierfach optischer Zoom drin.

Mit dem Smartphone und der Fernbedienung gelingt die Steuerung einfach. Man verbindet das Handy per Kabel an die Fernsteuerung – entsprechende Kabel für Apple und Android sind schon dabei.

Die Akku-Kapazität lässt sich auf dem Kontroll-Display ablesen – auch Geschwindigkeit, Entfernung, Signalstärke und Höhe kann man hier auf einen Blick sehen. Mit der Fernsteuerung kann der Winkel der Kamera verändert werden, auch die Helligkeit lässt sich manuell regulieren. Natürlich werden auch Höhe, Schnelligkeit und Richtung der Drohne gesteuert. Mit der App DJI Go 4 kann man dann noch Feintuning betreiben. Leider ist der Akku fest in der Fernbedienung verbaut.

Mit zehn Hindernissensoren, die in alle Richtungen ausgerichtet sind, kann der Drohne nicht viel passieren. Sobald ein Gegenstand den Weg versperrt, stoppt die Drohne automatisch. Das ist auch gut so, denn die Mavic 2 Zoom ist erstaunlich schnell: Ganze 72 Kilometer pro Stunde kann sie zurücklegen. Auch die Steiggeschwindigkeit ist nicht zu verachten: Mit fünf Metern pro Sekunde schießt sie schnell in die Höhe. Das Signal ist generell sehr stabil, so passieren keine Verbindungsabbrüche.

Etwa eine halbe Stunde hält der Akku im Normalbetrieb durch, man sollte aber immer schon etwas früher zum Landeanflug ansetzen, damit man im Notfall mehrere Landeversuche oder ein Ausweichmanöver meistern kann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wie viele andere Modelle kehrt die Mavic 2 Zoom wenn nötig allein an den Ausgangspunkt zurück. Dieses Modell allerdings hat noch ein paar Extras auf Lager: z.B. den Dolly-Zoomeffekt, bei dem die Drohne von einem Objekt wegfliegt und gleichzeitig heranzoomt. Auch Fotos mit 48 Megapixeln kann die Drohne schießen, auf Wunsch im Panorama-Modus. Zeitraffer und das Fliegen in angegebenen Mustern ist ebenso möglich. Man kann sogar einen Ort in Google Maps markieren, zu dem die Drohne dann fliegt. Die Mavic 2 Zoom kann einen auf Wunsch auch auf dem Fahrrad, beim Joggen oder Ski fahren verfolgen.

Die DJI Mavic 2 Zoom überzeugt mit ihrer guten Videoqualität und ihrem tollem Handling. Knapp 1200 Euro sind zwar kein Pappenstiel, aber dafür bekommt man auch eine leistungsfähige Drohne samt Kamera, Gimbal und Fernsteuerung, die fast keine Wünsche offen lässt.

Bessere Kamera: DJI Mavic 2 Pro

Bessere Kamera

DJI Mavic 2 Pro

Test Video-Drohne: DJI Mavic 2 Pro
Eine Hasselblad-Kamera für die Luft: Damit holt die DJI Mavic 2 Pro das Maximum bei Filmen heraus.

Die DJI Mavic 2 Pro gleicht der DJI Mavic 2 Zoom wie ein Ei dem anderen – bis auf ein entscheidendes Kriterium: die Kamera. Die kommt hier vom Profi-Hersteller Hasselblad und liefert eine noch ein Stückchen bessere Bildqualität, hat dafür aber keinen Zoom. Wem der Zoom also nicht so wichtig ist und lieber die beste Bildqualität haben möchte, sollte hier zugreifen.

Der 1 Zoll große CMOS-Sensor ermöglicht besonders bei ungünstigen Lichtverhältnissen gute Aufnahmen. Die Mavic 2 Pro erzeugt Aufnahmen mit brillanter Tiefenschärfe und tollen Farben. Bildrauschen findet man wenn überhaupt nur minimal vor. Man erhält die Bilder im DNG-Format, was eine intensive nachträgliche Bearbeitung ermöglicht.

 Video-Drohne Test: 20181210
Die Mavic 2 Pro überzeugt mit der besseren Kamera, dafür muss auf einen Zoom verzichten.

Fotos werden mit 5.472 × 3.648 Pixeln geschossen. Gerade bei Kontrasten fährt die Pro ihre Geschütze auf. Die Darstellung heller und dunkler Flächen gelingt hier meisterhaft. Die Kameras der Mavic 2 und der Mavic 2 Zoom sind übrigens austauschbar – allerdings nur durch den Hersteller.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Funktionen, Ausstattung und Flugverhalten sind identisch mit der Mavic 2 Zoom. Allerdings kostet die Mavic 2 Pro noch einmal ein Stückchen mehr.

Für Profis: DJI Phantom 4 Pro

Für Profis

DJI Phantom 4 Pro

Perfekte Videos, super Flugverhalten und viele Sicherheits-Features.

Die Phantom 4 Pro ist die neueste Version des Top-Modells des chinesischen Herstellers DJI. Sie ist deutlich größer und schwerer als die beiden Mavic-Modelle und überzeugt mit tollen Flugverhalten, sehr guter Videoqualität und erstklassiger Verarbeitung. Zusammen mit dem hervorragenden Gimbal führt das zu sanften Kamerafahrten und ruhigen Aufnahmen.

Die Kamera hat einen 20 Megapixel CMOS-Sensor und das Objektiv ist mit acht Bestandteilen sehr komplex. Mit der 24 Millimeter Brennweite des Weitwinkelobjektivs und einem maximalen ISO-Bereich von 12.800 kann die Drohne UHD-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixeln produzieren. Ob man dabei 60, 50, 48, 30, 25 oder 24 Vollbilder haben möchte, kann man selbst einstellen. Sie schießt Fotos mit 5.472 × 3.648 Pixeln – auch im RAW-Format.

Mit der Fernbedienung und einem eingespannten Smartphone oder Tablet wird die Drohne gesteuert. Geschwindigkeit, Höhe und Richtung können hiermit angepasst werden. Die Kamera der Phantom 4 Pro lässt sich außerdem neigen. Insgesamt reagiert das Gerät präzise auf die Anweisungen. Selbst Seitenwind macht der Drohne nicht zu schaffen, sie fliegt sehr geradlinig durch die Lüfte. Die maximale Geschwindigkeit der Phantom beträgt 72 Kilometer pro Stunde und die höchste Reichweite liegt bei sieben Kilometern.

Die Live-Übertragung aufs Smartphone klappt ebenfalls super, vor Verbindungsabbrüchen muss man aufgrund des Lightbridge-Systems keine Angst haben. Und selbst wenn es mal der Fall sein sollte, kehrt die Drohne artig von selbst zum Ausgangspunkt oder zum gesetzten Home Point zurück.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die Qualität der Videos ist klasse: Ruhig, scharf und mit natürlichen Farben kann man hier Aufnahmen produzieren. Das verdankt die Drohne vor allem ihrem hochwertigen Gimbal.

Man kann zwischen HD- und Ultra-HD-Auflösung wählen, wobei man sich immer für letzteres entscheiden sollte, selbst wenn der fertige Film nur in HD benötigt wird. Über die einfach gestaltete App kann man noch viele weitere Einstellungen vornehmen und sich entscheiden, ob Fotos als RAW oder JPG gespeichert werden. Falls der Akku zur Neige gehen sollte, warnt ein Signalton, ab welchem Ladestand das passiert, kann man individuell einstellen.

Die Drohne kann eine Route abfliegen, die man vorher händisch auf dem Bildschirm festgelegt hat – diese Funktion nennt sich »Draw«. Mit »Active Track« hingegen kann das Gerät einem Objekt folgen und im Gestenmodus werden Selfies durch Handbewegungen geknipst.

Die Phantom 4 Pro ist eine Drohne für professionelle Video-Anwender, denen es nichts ausmacht, dass sie etwas größer und schwerer ist. Dafür geht auch der höhere Preis absolut in Ordnung.

Mit First-Person-View: Parrot Anafi FPV

Mit First-Person-View

Parrot Anafi FPV

Test: Parrot Anafi Fpv
Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Flugverhalten und Videoqualität und holt den Piloten dank FPV-Brille virtuell ins Cockpit.

Die Parrot Anafi FPV bietet eine Besonderheit: FPV steht für First Person View und so hat der Nutzer durch eine spezielle Brille das Gefühl, in der Drohne mitzufliegen. Das Smartphone wird dabei in die Brille eingeklemmt. Die Anafi wiegt 315 Gramm, sodass laut Gesetz eine weitere Person anwesend sein muss, die den Piloten auf Gefahren hinweist. Man darf mit dieser Drohnen auch nicht höher fliegen als 30 Meter.

Die Parrot Anafi kann auch ohne FPV als einfache Drohne genutzt werden. Wer den FPV-Modus generell nicht braucht, kann ohnehin auf die 100 Euro günstigere Anafi Base zurückgreifen.

Auch diese Drohne hat ausklappbare Arme. Mit den Modellen des Branchenprimus DJI kann die Anafi FPV aber nicht ganz mithalten: Alles wirkt ein wenig instabil, die Halteplatte der Kamera ist an Gummis aufgehängt und möchte man die Micro-SD-Speicherkarte wechseln, muss zunächst der Akku herausgenommen werden. Um die Drohne zusammenzufalten, müssen allerdings die Propeller nicht demontiert werden.

Für eine exakte Positionsbestimmung ist die Parrot Anafi FPV mit GPS, Ultraschallsensor, Vertikalkamera, Glonass, Magnetometer und Barometer ausgestattet. Die Drohne fliegt maximal 55 Stundenkilometer und mit dem Controller schafft man Übertragungsdistanzen von höchstens 4 Kilometern. Die Kamera nimmt Fotos mit maximal 21 Megapixeln auf, Filme entstehen mit 30 Vollbildern, in Full-HD mit 60 Vollbildern. Die Fotos kann man im RAW- und im JPG-Format speichern.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Über die Fernbedienung kann man die Drohne steuern, die Kamera neigen, zoomen und Fotos und Videos auslösen. In die Smartphone-Halterung passen dabei Handys mit maximal 6,5 Zoll Display. Der Akku hält bei Apple-Geräten bis zu fünfeinhalb Stunden, bei Android-Geräten ist die Akkuzeit ganze drei Stunden kürzer. Den vollen Umfang an Funktionen erhält man mit der kostenlosen »FreeFlight 6«-App: Hier hat man auch die Wahl zwischen den verschiedenen Modi Film, Sport und Cinematic.

Der Dolly-Zoom, das 360°-Panorama und die Funktion »Little Planet« sind bei der Parrot Anafi FPV inklusive. Die Funktion »Follow Me«, in der die Drohne Objekten oder Personen folgt, muss man zusätzlich erwerben. Ebenso die Funktion, auf Google Maps Zielpunkte zu definieren. Bei JPG-Fotos mangelt es ein bisschen an Brillanz, Dynamik und Schärfe. Das kann aber in der Nachbearbeitung korrigiert werden.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Foto
JPG-Fotos fehlt es ein bisschen an Brillanz und Dynamik, auch die Schärfe ist ausbaufähig.

Zuletzt nochmal zu dem Feature, das die Anafi ausmacht: Für den First Person View wird das Smartphone vorne in die Brille eingelegt und mit der Fernbedienung verbunden. Das Gewicht von Brille und Smartphone ist dabei schnell auf der Nase spürbar, auf längere Zeit könnte des unbequem werden. Durch die Brille sieht man ausschließlich, was die Kamera der Parrot Anafi FPV einfängt: Das vermittelt ein tolles neues Flug- und Raumgefühl. Ob man dafür aber 100 Euro mehr ausgeben möchte, ist Geschmackssache.

Klein und kompakt: DJI Mavic Mini

Klein und kompakt

DJI Mavic Mini

Test: Dji Mavic Mini
Die Mavic Mini ist die perfekte Drohne zum überall Dabeihaben und liefert zum fairen Preis sehr ordentliche Videos und Fotos.

Die DJI Mavic Mini ist mit 249 Gramm erstaunlich leicht und unterschreitet damit auch die Grenze für die Verpflichtung, eine feuerfeste Plakette mit Namen und Anschrift das Halters anzubringen. Die Drohne ist sehr kompakt: Die Arme mit Propellern lassen sich einklappen, die Propeller müssen für den Transport nicht abgeschraubt werden. So passt die Drohne in jede Jackentasche.

 Filmen aus der Luft Test: 71w6csxfwpl Ac Sl1500 1
Zusammengefaltet ist die DJI Mavic Mini kaum größer als eine Handfläche.

Die Kamera der DJI Mavic Mini filmt bestenfalls in 2.7K und 25 bzw. 30 Vollbildern. Fotos schießt sie im 4:3- oder 16:9-Format, allerdings steht nur das JPG-Format zur Verfügung. Fotos mit RAW sind nicht möglich. Die Drohne verfügt nicht über Abstandsmesser und sie kann höchstens 46 Stundenkilometern fliegen.

 Filmen aus der Luft Test: 71hh2367 Tl Ac Sl1500 895x830
In komplett ausgeklapptem Zustand bringt es der Winzling dann immerhin auf 24,5 x 29 Zentimeter.

Der Funktionsumfang der »DJI Fly«-App ist nicht so umfangreich wie der der Vorgängerapp: Die ISO-Einstellung kann automatisch oder manuell vorgenommen werden, Belichtung und Auflösung können ebenfalls eingestellt werden. Auch die Akkutemperatur und die Flugzeit kann man hier im Blick behalten. Über die Einstellungen kann auch die größtmögliche Flughöhe und die maximale Flugdistanz festgelegt werden. An automatisierten Flugmanövern hat die Mavic Mini Dronies, Kreisen, Rocket und Helix an Bord.

Mit der Fernbedienung wird die Drohne in alle Richtungen manövriert, man kann filmen, Fotos schießen und die Rückkehrfunktion aktivieren. Verbindet man das Smartphone via Kabel mit dem Controller, kann man sich auf dem Display die Live-Vorschau ansehen und wichtige Flugdaten ablesen.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Die DJI Mavic Mini lässt gut steuern und an jeden Punkt nach Wahl navigieren, Hindernissensoren fehlen allerdings. Bei böigem Wind sind größere und schwerere Drohnen im Vorteil. Die Aufnahmen der Mavic Mini sind scharf, mit kräftigen Farben und präzise herausgearbeiteten Details.

Für Einsteiger und alle, die sich eine handliche Drohne für unterwegs wünschen, ist die DJI Mavic Mini perfekt. Wer allerdings Wert auf 4K-Auflösung, Hindernissensoren und diverse manuelle Einstellungen Wert legt, sollte ein bisschen mehr Geld für ein anderes Modell investieren.

Was gibt es sonst noch?

Die DJI Mavic Air ist gewissermaßen eine fliegende Action-Cam, die vor allem auf Mobilität getrimmt ist: Das Gerät bringt einen internen Speicher von acht Gigabyte mit und der Gimbal sorgt für ordentliche Bildstabilität. Die Kamera der Drohne ist gut geschützt, da sie weit im Gehäuse liegt und mit einer Schutzkappe versehen ist. Die Steuerung der Drohne funktioniert über eine Fernbedienung, in die man ein Smartphone einspannt und per USB-Kabel verbindet. Die Kamera der Mavic Air schießt Fotos mit 3.840 x 2.160 Pixeln, allerdings wird mit nur 30 Vollbildern pro Sekunde gefilmt. Im Full-HD-Modus sind 120 Bilder pro Sekunde drin.

Ein Modell eines anderen Herstellers ist die Parrot Bebop 2 Power. Sie bietet ein tolles Komplettpaket mit viel Zubehör und bleibt lange in der Luft, ist aber bei der Bildqualität den Modellen von DJI unterlegen. Außerdem bringt sie nur einen acht Gigabyte großen internen Speicher mit – ohne die Möglichkeit, microSD-Karten zu ergänzen.

Man sollte sich immer vorher überlegen, wo genau man filmt und ob man das auch darf.

Was Sie über Video-Drohnen wissen sollten

Laut der Drohnenverordnung von 2017 müssen alle Drohnen ab 250 Gramm eine feuerfeste Plakette mit Name und Adresse tragen. Ab zwei Kilogramm Fluggewicht benötigt man sogar einen Nachweis vom Bundesamt für Luftfahrt, dass man die Drohne steuern kann. Ab fünf Kilogramm ist dann noch eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde von Nöten.

Über Privatgrundstücken darf generell nicht geflogen werden. Das gilt genauso für Menschenmengen, Industriegebiete, Autobahnen, Gleise, Krankenhäuser, Naturschutzgebiete, Verfassungsorgane, Polizeigebiete, Rettungskräfte und die Nähe von Flughäfen. Sie sehen: Die Liste ist lang. Hinzu kommt, dass die Drohne nicht mehr als 100 Meter über dem Boden fliegen darf. Außerdem muss man das Gerät immer mit bloßem Auge im Blick haben können.

Es gibt also viele Beschränkungen für das Fliegen von Video-Drohnen. Am besten fliegen Sie daher in der freien Natur.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.