Video-Drohnen im Test: Filmen aus der Lüfte Test: 20181103 1244x830

Video-Drohnen im Test : Filmen aus der Luft

Update 22.04.2021

Video-Drohnen sind der neue Trend schlechthin, wenn es ums Filmen aus der Vogelperspektive geht. Mit ihnen haben auch Privatanwender die Möglichkeit, tolle Luftaufnahmen zu kreieren. Wir haben 17 Modelle zwischen 100 und 1.500 Euro getestet und stellen die interessantesten Geräte vor.

Update 22. April 2021

Wir haben die DJI FPV getestet und finden sie empfehlenswert.

5. März 2021

Wir haben die Mini 2 von DJI getestet und können sie vor allem Einsteigern empfehlen.

15. Oktober 2020

Wir haben vier neue Drohnen getestet. Die Parrot Anafi FPV macht DJI Konkurrenz, aber auch der Marktführer hat mit der Mavic Mini gut nachgelegt.

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Jochen Wieloch
schreibt unter anderem für Audiovision und i-fidelity und testet überwiegend Unterhaltungselektronik, Sport- und Fitnessgeräte sowie Video-Drohnen.

Mit Drohnen hat man völlig neue kreative Möglichkeiten, Filme und Fotos zu produzieren. Die kleinen Fluggeräte werden von Jahr zu Jahr besser und eignen sich dank ihrer einfachen Bedienung auch für Anfänger, denn sie stehen eigenständig und stabil in der Luft und kehren automatisch zurück, wenn der Akku zur Neige geht.

Kein Wunder, dass der Drohnen-Markt boomt und immer mehr Menschen diese Technologie nutzen möchten. Zwar hat die Drohnenverordnung das Filmvergnügen etwas eingeschränkt, da man nun auf Wohngebiete besonders Acht geben muss – tollen Naturaufnahmen steht aber weiterhin nichts im Wege.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Mit ZoomBessere KameraMit First-Person-ViewCockpit-FeelingKompakt
Test  Video-Drohne: DJI Mavic 2 ZoomTest  Video-Drohne: DJI Mavic 2 ProTest: Parrot Anafi FpvTest: Dji FpvTest  Filmen aus Luft: DJI Mini 2
Modell DJI Mavic 2 Zoom DJI Mavic 2 Pro Parrot Anafi FPV DJI FPV DJI Mini 2
Pro
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flug­verhalten
  • Viele Sicherheits­funktionen
  • Zoom-Funktion
  • 8 GB interner Speicher
  • Sehr gute Video- und Fotoqualität
  • Sehr gutes Flug­verhalten
  • Viele Sicherheits­funktionen
  • Hasselblad-Kamera
  • 8 GB interner Speicher
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Gute Videoqualität
  • Zoom-Funktion
  • FPV-Brille
  • Sehr stabiles und ruhiges Flugverhalten
  • Sehr stabile Signal­übertragung
  • Überzeugende Brille
  • Bei Bedarf bis zu 140 km/h schnell
  • Gute Videoqualität
  • Gute Video- und Fotoqualität
  • Extrem klein und leicht
  • Sehr stabiles Flugverhalten
  • Fairer Preis
  • UHD-Auflösung
Contra
  • Akku des Controller könnte länger halten
  • Akku des Controller könnte länger halten
  • Keine Hindernis­erkennung
  • Fotoqualität nicht ganz überzeugend
  • Zusatzfunktionen nur gegen Aufpreis
  • Videostabilisierung nicht so gut wie bei anderen DJI-Drohnen
  • Wenige Optionen für Videos und Fotos
  • DJI Flugsimulator App nur für iOS
  • Nur 30 Vollbilder bei höchster Auflösung
  • Kein automatisiertes Folgen bewegter Objekte
  • Anfällig bei starkem Wind
Bester Preis
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Mit Zoom: DJI Mavic 2 Zoom

Mit Zoom

DJI Mavic 2 Zoom

Test  Video-Drohne: DJI Mavic 2 Zoom
Dank Zoomfunktion, extrem vieler Sicherheitsfeatures und toller Videoqualität ist die DJI Mavic 2 Zoom unsere Referenz.

Die DJI Mavic 2 Zoom ist die erste Video-Drohne, die einen optischen Zoom mitbringt. Dank toller Bildqualität eignet sie sich auch für den professionellen Einsatz. Sie wiegt 905 Gramm und kann zusammengefaltet werden, so kann man sie bequem im Rucksack transportieren.

Die Mavic 2 Zoom ist sehr gut verarbeitet und macht einen stabilen und robusten Eindruck. Die Kamera und der Gimbal, der das Bild stabilisiert, werden mit einer durchsichtigen Kunststoffglocke geschützt. Die Propeller werden schnell und einfach an das Gerät angebracht. MicroSD-Karten von 32 bis 128 Gigabyte können in die Drohne eingesetzt werden – dabei sind 8 Gigabyte schon fest im Gerätespeicher vorhanden. Die restliche Akkukapazität verrät ein simpler Fingerdruck.

Die DJI Mavic 2 Zoom fliegt sich sehr angenehm und steht still in der Luft. Auch Wind beeinträchtigt das Filmen dank des sehr guten Gimbals nicht. Dazu kommt, dass die Propeller angenehm leise sind.

Die Kamera hat einen 1/2.3-Zoll-CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 12 Millionen Pixeln. Ein Drei-Achsen-Gimbal ermöglicht ruckelfreie Aufnahmen in allen Fluglagen. Videos werden in 4K mit 3.840 x 2.160 Pixel und 24, 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde aufgenommen. Bei Full-HD sind es maximal 120 Bilder. Die gedrehten Filme haben natürliche Farben, sind scharf und frei von Rauschen. Mit der Drohne können auch Fotos mit 4.000 x 3.000 Bildpunkten geschossen werden, auf Wunsch sogar im RAW-Format.

Während man filmt oder Fotos schießt, kann man die Brennweite anpassen: Der zweifach optische Zoom bewirkt keinen Qualitätsverlust. Filmt man in Full-HD, ist sogar ein vierfach optischer Zoom drin.

Mit dem Smartphone und der Fernbedienung gelingt die Steuerung einfach. Man verbindet das Handy per Kabel an die Fernsteuerung – entsprechende Kabel für Apple und Android sind schon dabei.

Die Akku-Kapazität lässt sich auf dem Kontroll-Display ablesen – auch Geschwindigkeit, Entfernung, Signalstärke und Höhe kann man hier auf einen Blick sehen. Mit der Fernsteuerung kann der Winkel der Kamera verändert werden, auch die Helligkeit lässt sich manuell regulieren. Natürlich werden auch Höhe, Schnelligkeit und Richtung der Drohne gesteuert. Mit der App DJI Go 4 kann man dann noch Feintuning betreiben. Leider ist der Akku fest in der Fernbedienung verbaut.

Mit zehn Hindernissensoren, die in alle Richtungen ausgerichtet sind, kann der Drohne nicht viel passieren. Sobald ein Gegenstand den Weg versperrt, stoppt die Drohne automatisch. Das ist auch gut so, denn die Mavic 2 Zoom ist erstaunlich schnell: Ganze 72 Kilometer pro Stunde kann sie zurücklegen. Auch die Steiggeschwindigkeit ist nicht zu verachten: Mit fünf Metern pro Sekunde schießt sie schnell in die Höhe. Das Signal ist generell sehr stabil, so passieren keine Verbindungsabbrüche.

Etwa eine halbe Stunde hält der Akku im Normalbetrieb durch, man sollte aber immer schon etwas früher zum Landeanflug ansetzen, damit man im Notfall mehrere Landeversuche oder ein Ausweichmanöver meistern kann.

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Wie viele andere Modelle kehrt die Mavic 2 Zoom wenn nötig allein an den Ausgangspunkt zurück. Dieses Modell hat allerdings noch ein paar Extras auf Lager: z.B. den Dolly-Zoomeffekt, bei dem die Drohne von einem Objekt wegfliegt und gleichzeitig heranzoomt. Auch Fotos mit 48 Megapixeln kann die Drohne schießen, auf Wunsch im Panorama-Modus. Zeitraffer und das Fliegen in angegebenen Mustern ist ebenso möglich. Man kann sogar einen Ort in Google Maps markieren, zu dem die Drohne dann fliegt. Die Mavic 2 Zoom kann einen auf Wunsch auch auf dem Fahrrad, beim Joggen oder Ski fahren verfolgen.

Die DJI Mavic 2 Zoom überzeugt mit ihrer guten Videoqualität und ihrem tollem Handling. Knapp 1200 Euro sind zwar kein Pappenstiel, aber dafür bekommt man auch eine leistungsfähige Drohne samt Kamera, Gimbal und Fernsteuerung, die fast keine Wünsche offen lässt.

Bessere Kamera: DJI Mavic 2 Pro

Bessere Kamera

DJI Mavic 2 Pro

Test  Video-Drohne: DJI Mavic 2 Pro
Eine Hasselblad-Kamera für die Luft: Damit holt die DJI Mavic 2 Pro das Maximum bei Filmen heraus.

Die DJI Mavic 2 Pro gleicht der DJI Mavic 2 Zoom wie ein Ei dem anderen – bis auf ein entscheidendes Kriterium: die Kamera. Die kommt hier vom Profi-Hersteller Hasselblad und liefert eine noch ein Stückchen bessere Bildqualität, hat dafür aber keinen Zoom. Wem der Zoom also nicht so wichtig ist und lieber die beste Bildqualität haben möchte, sollte hier zugreifen.

Der 1 Zoll große CMOS-Sensor ermöglicht besonders bei ungünstigen Lichtverhältnissen gute Aufnahmen. Die Mavic 2 Pro erzeugt Aufnahmen mit brillanter Tiefenschärfe und tollen Farben. Bildrauschen findet man wenn überhaupt nur minimal vor. Man erhält die Bilder im DNG-Format, was eine intensive nachträgliche Bearbeitung ermöglicht.

 Video-Drohne Test: 20181210
Die Mavic 2 Pro überzeugt mit der besseren Kamera, dafür muss man auf einen Zoom verzichten.

Fotos werden mit 5.472 × 3.648 Pixeln geschossen. Gerade bei Kontrasten fährt die Pro ihre Geschütze auf. Die Darstellung heller und dunkler Flächen gelingt hier meisterhaft. Die Kameras der Mavic 2 und der Mavic 2 Zoom sind übrigens austauschbar – allerdings nur durch den Hersteller.

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Funktionen, Ausstattung und Flugverhalten sind identisch mit der Mavic 2 Zoom. Allerdings kostet die Mavic 2 Pro noch einmal ein Stückchen mehr.

Mit First-Person-View: Parrot Anafi FPV

Mit First-Person-View

Parrot Anafi FPV

Test: Parrot Anafi Fpv
Die Parrot Anafi FPV überzeugt bei Flugverhalten und Videoqualität und holt den Piloten dank FPV-Brille virtuell ins Cockpit.

Die Parrot Anafi FPV bietet eine Besonderheit: FPV steht für First Person View und so hat der Nutzer durch eine spezielle Brille das Gefühl, in der Drohne mitzufliegen. Das Smartphone wird dabei in die Brille eingeklemmt. Die Anafi wiegt 315 Gramm, sodass laut Gesetz eine weitere Person anwesend sein muss, die den Piloten auf Gefahren hinweist. Man darf mit dieser Drohnen auch nicht höher fliegen als 30 Meter.

Die Parrot Anafi kann auch ohne FPV als einfache Drohne genutzt werden. Wer den FPV-Modus generell nicht braucht, kann ohnehin auf die 100 Euro günstigere Anafi Base zurückgreifen.

Auch diese Drohne hat ausklappbare Arme. Mit den Modellen des Branchenprimus DJI kann die Anafi FPV aber nicht ganz mithalten: Alles wirkt ein wenig instabil, die Halteplatte der Kamera ist an Gummis aufgehängt und möchte man die Micro-SD-Speicherkarte wechseln, muss zunächst der Akku herausgenommen werden. Um die Drohne zusammenzufalten, müssen allerdings die Propeller nicht demontiert werden.

Für eine exakte Positionsbestimmung ist die Parrot Anafi FPV mit GPS, Ultraschallsensor, Vertikalkamera, Glonass, Magnetometer und Barometer ausgestattet. Die Drohne fliegt maximal 55 Stundenkilometer und mit dem Controller schafft man Übertragungsdistanzen von höchstens 4 Kilometern. Die Kamera nimmt Fotos mit maximal 21 Megapixeln auf, Filme entstehen mit 30 Vollbildern, in Full-HD mit 60 Vollbildern. Die Fotos kann man im RAW- und im JPG-Format speichern.

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Über die Fernbedienung kann man die Drohne steuern, die Kamera neigen, zoomen und Fotos und Videos auslösen. In die Smartphone-Halterung passen dabei Handys mit maximal 6,5 Zoll Display. Der Akku hält bei Apple-Geräten bis zu fünfeinhalb Stunden, bei Android-Geräten ist die Akkuzeit ganze drei Stunden kürzer. Den vollen Umfang an Funktionen erhält man mit der kostenlosen »FreeFlight 6«-App: Hier hat man auch die Wahl zwischen den verschiedenen Modi Film, Sport und Cinematic.

Der Dolly-Zoom, das 360°-Panorama und die Funktion »Little Planet« sind bei der Parrot Anafi FPV inklusive. Die Funktion »Follow Me«, in der die Drohne Objekten oder Personen folgt, muss man zusätzlich erwerben. Ebenso die Funktion, auf Google Maps Zielpunkte zu definieren. Bei JPG-Fotos mangelt es ein bisschen an Brillanz, Dynamik und Schärfe. Das kann aber in der Nachbearbeitung korrigiert werden.

 Video-Drohne Test: Drohnentest Mai2020 Parrot Anafi Fpv Foto
JPG-Fotos fehlt es ein bisschen an Brillanz und Dynamik, auch die Schärfe ist ausbaufähig.

Zuletzt nochmal zu dem Feature, das die Anafi ausmacht: Für den First Person View wird das Smartphone vorne in die Brille eingelegt und mit der Fernbedienung verbunden. Das Gewicht von Brille und Smartphone ist dabei schnell auf der Nase spürbar, auf längere Zeit könnte des unbequem werden. Durch die Brille sieht man ausschließlich, was die Kamera der Parrot Anafi FPV einfängt: Das vermittelt ein tolles neues Flug- und Raumgefühl. Ob man dafür aber 100 Euro mehr ausgeben möchte, ist Geschmackssache.

Cockpit-Feeling: DJI FPV

Cockpit-Feeling

DJI FPV

Test: Dji Fpv
Die DJI FPV fliegt bis zu 140 km/h schnell und liefert über eine Spezialbrille beeindruckende Aufnahmen, als würde man selbst im Cockpit sitzen.

Mit der FPV versucht der Drohnenspezialist DJI den Spagat zwischen klassischem Kopter und Racing-Drohne. Unabhängig vom Verwendungszweck und der Fluggeschwindigkeit sorgt die im Set ebenfalls enthaltene Videobrille für interessante Einblicke.

140 Stundenkilometer schafft die 800 Gramm leichte Drohne, aus dem Stand beschleunigt sie innerhalb von zwei Sekunden auf 100 Stundenkilometer. Damit kann man die DJI durchaus der Kategorie »Renndrohne« zuordnen, wobei sich der Hybrid nicht die negativen Eigenschaften dieser Kategorie, nämlich die oft recht schwierige Bedienung und die nicht vorhandenen Sicherheitsfeatures teilt. Im Test hat die Drohne etwa 18 Minuten durchgehalten, wer viel damit heizt, der muss natürlich schneller wieder auf den Boden.

 Video-Drohne Test: Drohnen April2020 Dji Fpv
Liegt gut in der Luft: die FPV von DJI.

Weil die Drohne so flott unterwegs ist, muss sie besonders stabil sein. Aus diesem Grund kann man die Konstruktion, wie es sonst bei vielen Drohnen von DJI möglich ist, nicht zusammenfalten. Das schränkt zwar die Transporteigenschaften des unbemannten Flugobjekts ein wenig ein, den guten Video-Eigenschaften der Drohne tut das aber keinen Abbruch. Der verbaute 1/2,3 Zoll großer Sensor löst mit bis zu 3.840 × 2.160 Pixeln auf, wobei für Videoaufnahmen eine Auflösung von maximal 3.840 x 2.160 Bildpunkten zur Verfügung steht. Gespeichert wird das Aufnahmematerial auf einer MicroSD-Karte.

Das Kamerabild kann man entweder mithilfe der DJI-App auf dem Smartphone verfolgen, oder die dazu vorgesehene Brille verwenden, die mit einem Gewicht von 420 Gramm alles andere als ein Leichtgewicht ist. Überrascht waren wir allerdings davon, dass man als Brillenträger seine eigene Sehhilfe nicht abnehmen muss, wenn man den Klopper aufsetzt, denn nichts reibt oder drückt hier – sehr schön. Jedes Auge wird durch ein zwei Zoll großes Display mit Videomaterial versorgt, das in einer Auflösung von 1.440 x 810 dargestellt wird. Das klappt bis zu einer Entfernung von sechs Kilometern.

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Wer sich für einen Flug mit Brille entscheidet, muss laut Gesetz übrigens einen Helfer mit dabei haben, der ein Auge auf die Drohne und das Flugfeld hat. Das ist auch besser so, denn auf diese Weise kann sich der Drohnenpilot voll und ganz auf das fantastische Flugerlebnis konzentrieren. Die Videoqualität ist, was Schärfe, Details und Farbgebung anbelangt, sehr gut. Beim Aufsetzen der Brille kommt dann sofort Cockpit-Feeling auf. Nur die minimal ins Bild ragenden Propeller trüben den guten Video-Eindruck ein wenig.

Je nachdem für welchen Flugmodus man sich entscheidet, fliegt man entweder mit aktivierten Sicherheitsfunktionen und einer Höchstgeschwindigkeit von 54 Stundenkilometern, mit 97 Stundenkilometern (S-Modus) oder mit 140 Stundenkilometern (M-Modus).

Weil bei Letzterem sämtliche Flugunterstützungen deaktiviert sind, ist die Drohne in diesem Modus nicht nur schnell, sondern auch extrem manövrierfähig. Auch in diesem Modus gibt es aber, wie bei allen anderen auch, eine Schwebe- und Notbremsfunktion. Das alles macht die DJI FPV zu einem gelungen Hybriden, mit dem sich viele Möglichkeiten eröffnen.

Kompakt: DJI Mini 2

Kompakt

DJI Mini 2

Test  Filmen aus Luft: DJI Mini 2
Die DJI Mini 2 ist die perfekte Drohne zum überall Dabeihaben. Sie filmt in 4K-Auflösung, fliegt super stabil und liefert sehr ordentliche Videos und Fotos.

Nur ein Jahr hat es gedauert, bis unsere alte Empfehlung, die Mavic Mini, einen Nachfolger bekommen hat. Die Mini 2 ist wieder eine Drohne im Jackentaschenformat. Während sich beim Gewicht wenig getan hat, wurde vor allem beim Übertragungssystem und der Auflösung nachgebessert.

Mit ihren 249 Gramm liegt die Mini 2 genau ein Gramm unter dem gesetzlichen Grenzwert. Anders ausgedrückt: Ein einziges Gramm mehr und sie müsste mit einem Kennzeichen und einer Plakette ausgerüstet sein, auf der die Adressdaten ihres Besitzers abgedruckt sind. Zwar ist das bei der Mini 2 dank der von DJI verordneten Schlankheitskur nicht der Fall, eine entsprechende Versicherung für Drohnen sollte man aber (sofern das nicht sowieso schon in der eigenen Haftpflicht inkludiert ist) in jedem Fall abschließen.

 Video-Drohne Test: Drohnen Update Januar2021 Dji Mini2 Hand
Die Mini 2 ist wirklich mini.

Die Propeller der Drohne sind verschraubt und müssen beim Transport nicht abmontiert werden. Geschützt werden sie durch einen Kunststoffbügel. Erfreulich ist auch, dass sich die Rotorblätter jeweils einzeln wechseln lassen. Dass bei diesem Modell mit allen Mitteln versucht wurde, unter der 250-Gramm-Grenze zu bleiben, merkt man der Mini 2 an. Der Kunststoff wirkt im Vergleich zu anderen DJI-Drohnen weicher und die unterseitig angebrachten Schlitze scheinen hier weniger der Kühlung als vielmehr der Gewichtsreduktion zu dienen.

Trotz der gewichtsbedingten Sparmaßnahmen ist die Verarbeitungsqualität hoch. Der Akku der Drohne ist im Heck untergebracht, eine Kunststoffklappe sorgt dafür, dass man ihn nicht sieht. Direkt darunter befindet sich der Steckplatz für eine MicroSD-Speicherkarte. An der Vorderseite ist ein Drei-Achsen-Gimbal untergebracht. Die dort befestigte Kamera ist keine Neuentwicklung, sondern aus der Osmo Pocket und der Mavic Air bereits bekannt.

Gefilmt wird mit einer maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. In einer Sekunde kann die Kamera so 30 Bilder aufnehmen. Schraubt man die Auflösung auf 2.7K herunter, sind doppelt so viele Bilder in der gleichen Zeit möglich.

 Filmen aus der Luft Test: 20200108 880x587
Man muss die Propeller nicht abmontieren, um die Arme einzuklappen.

Im Foto-Modus steht eine maximale Auflösung von 12 Megapixeln zur Verfügung, wobei nicht nur Einzel-, sondern auch Intervallaufnahmen gemacht werden können. Auf der Speicherkarte werden die Aufnahmen dann entweder im JPG-, oder im RAW-Format abgelegt. Auch Belichtungsreihen und Panoramaaufnahmen sind möglich.

Vermisst haben wir im Test eine Hinderniserkennung, denn die Sensoren des Winzlings dienen lediglich dazu, dass die Drohne stabil in der Luft steht. Laut DJI soll so auch das Fliegen bei Windstärke fünf kein Problem sein. Möglich machen das aber nicht nur die Sensoren, sondern auch die leistungsstarken Motoren: Verlässt man den auf 36 km/h limitierten Anfänger-Modus, flitzt die Mini 2 mit maximal 57 km/h durch die Luft.

Dank OcuSync 2.0 unterstützt die Drohne zwei Frequenzbänder (2,4-GHz und 5,8-GHz), was sie deutlich unempfindlicher gegenüber Störungen macht und für eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern sorgt. Der Controller der DJI macht einen hochwertigen Eindruck. Gemeinsam mit dem integrierten Smartphone-Halter sollte dem reibungslosen Steuern der Drohne also nichts im Wege stehen.

 Video-Drohne Test: Drohnen Update Januar2021 Dji Mini2 Controller
Der Controller macht einen guten Eindruck und sorgt für ungetrübten Flugspaß.

Natürlich kann man die Mini 2 auch per App (»DJI Fly«) steuern. Das ist sogar besser, da sich mehr Einstellungen vornehmen lassen. Die Bedienung der App funktioniert intuitiv. Besonders gut gefallen haben uns die Quickshots. Das sind vorgegebene Flugmanöver, die von der Drohne dann auf Knopfdruck abgespult werden.

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Die App »DJI Fly« ist vor allem für Anfänger eine gute Gelegenheit, um die Funktionen der Drohne kennenzulernen.

In den Untiefen des Einstellungs-Menüs kann man festlegen, wie hoch die Drohne maximal fliegen soll (gesetzeskonform sind 100 Meter) und wie weit sie sich entfernen darf.

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In der App lassen sich viele nützliche Funktionen einstellen.

Die Drohne zu fliegen könnte nicht einfacher sein. Starten und Landen funktioniert per Knopfdruck und wenn es sein muss, kann sie das auch ohne Hilfe. Für Anfänger eine echt Erleichterung ist sicherlich auch die Tatsache, dass die Mini 2 wie angewurzelt ihre aktuelle Position beibehält, sobald man den Steuerknüppel loslässt. Selbst Wind bringt sie in diesem Modus nicht aus der Ruhe. Apropos Wind: Gegen den kommt sie trotz ihrer geringen Größe erstaunlich gut an.

Egal ob windig oder nicht: Die Videoaufzeichnungen, die bei so einem Ausflug herauskommen sind qualitativ hochwertig und sehr scharf. Wenn die Helligkeit stimmt, ist auch nicht ein Hauch von Bildrauschen wahrnehmbar. Farben kommen auf Videos recht kräftig rüber und auch die Bildtiefe bleibt über alle Zweifel erhaben. Nur im direkten Vergleich mit den deutlich größeren und teureren Modellen aus dem Hause DJI werden Unterschiede sichtbar.

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Zusammen mit einem Akku werden für die Mini ca. 440 Euro fällig. Deutlich umfangreicher und deswegen für den ambitionierten Hobby-Drohnenflieger besser geeignet, ist die Fly More Combo des Herstellers. Von zwei Ersatzpropellern über zwei Akkus, bis hin zum Ladegerät und einem Propellerhalter, ist in diesem Set alles enthalten, was das Fliegerherz begehrt. Unabhängig von der Wahl des Zubehörs, bleibt festzuhalten, dass die Mini 2 von DJI trotz ihrer geringen Größe eine ganz Große ist.

Was gibt es sonst noch?

Die Phantom 4 Pro ist die neueste Version des Top-Modells des chinesischen Herstellers DJI. Sie ist deutlich größer und schwerer als die beiden Mavic-Modelle und überzeugt mit tollen Flugverhalten, sehr guter Videoqualität und erstklassiger Verarbeitung. Zusammen mit dem hervorragenden Gimbal führt das zu sanften Kamerafahrten und ruhigen Aufnahmen.

Die Kamera hat einen 20 Megapixel CMOS-Sensor und das Objektiv ist mit acht Bestandteilen sehr komplex. Mit der 24 Millimeter Brennweite des Weitwinkelobjektivs und einem maximalen ISO-Bereich von 12.800 kann die Drohne UHD-Videos mit 3.840 x 2.160 Pixeln produzieren. Ob man dabei 60, 50, 48, 30, 25 oder 24 Vollbilder haben möchte, kann man selbst einstellen. Sie schießt Fotos mit 5.472 × 3.648 Pixeln – auch im RAW-Format.

Mit der Fernbedienung und einem eingespannten Smartphone oder Tablet wird die Drohne gesteuert. Geschwindigkeit, Höhe und Richtung können hiermit angepasst werden. Die Kamera der Phantom 4 Pro lässt sich außerdem neigen. Insgesamt reagiert das Gerät präzise auf die Anweisungen. Selbst Seitenwind macht der Drohne nicht zu schaffen, sie fliegt sehr geradlinig durch die Lüfte. Die maximale Geschwindigkeit der Phantom beträgt 72 Kilometer pro Stunde und die höchste Reichweite liegt bei sieben Kilometern.

Die Live-Übertragung aufs Smartphone klappt ebenfalls super, vor Verbindungsabbrüchen muss man aufgrund des Lightbridge-Systems keine Angst haben. Und selbst wenn es mal der Fall sein sollte, kehrt die Drohne artig von selbst zum Ausgangspunkt oder zum gesetzten Home Point zurück.

Die Qualität der Videos ist klasse: Ruhig, scharf und mit natürlichen Farben kann man hier Aufnahmen produzieren. Das verdankt die Drohne vor allem ihrem hochwertigen Gimbal.

Man kann zwischen HD- und Ultra-HD-Auflösung wählen, wobei man sich immer für letzteres entscheiden sollte, selbst wenn der fertige Film nur in HD benötigt wird. Über die einfach gestaltete App kann man noch viele weitere Einstellungen vornehmen und sich entscheiden, ob Fotos als RAW oder JPG gespeichert werden. Falls der Akku zur Neige gehen sollte, warnt ein Signalton. Ab welchem Ladestand das passiert, kann man individuell einstellen.

Die Drohne kann eine Route abfliegen, die man vorher händisch auf dem Bildschirm festgelegt hat – diese Funktion nennt sich »Draw«. Mit »Active Track« hingegen kann das Gerät einem Objekt folgen und im Gestenmodus werden Selfies durch Handbewegungen geknipst.

Die Phantom 4 Pro ist eine Drohne für professionelle Video-Anwender, denen es nichts ausmacht, dass sie etwas größer und schwerer ist. Dafür geht auch der höhere Preis absolut in Ordnung.

Die DJI Mavic Air ist gewissermaßen eine fliegende Action-Cam, die vor allem auf Mobilität getrimmt ist: Das Gerät bringt einen internen Speicher von acht Gigabyte mit und der Gimbal sorgt für ordentliche Bildstabilität. Die Kamera der Drohne ist gut geschützt, da sie weit im Gehäuse liegt und mit einer Schutzkappe versehen ist. Die Steuerung der Drohne funktioniert über eine Fernbedienung, in die man ein Smartphone einspannt und per USB-Kabel verbindet. Die Kamera der Mavic Air schießt Fotos mit 3.840 x 2.160 Pixeln, allerdings wird mit nur 30 Vollbildern pro Sekunde gefilmt. Im Full-HD-Modus sind 120 Bilder pro Sekunde drin.

Was Sie über Video-Drohnen wissen sollten

Laut der Drohnenverordnung von 2017 müssen alle Drohnen ab 250 Gramm eine feuerfeste Plakette mit Name und Adresse tragen. Ab zwei Kilogramm Fluggewicht benötigt man sogar einen Nachweis vom Bundesamt für Luftfahrt, dass man die Drohne steuern kann. Ab fünf Kilogramm ist dann noch eine Aufstiegserlaubnis der Landesluftfahrtbehörde von Nöten.

Über Privatgrundstücken darf generell nicht geflogen werden. Das gilt genauso für Menschenmengen, Industriegebiete, Autobahnen, Gleise, Krankenhäuser, Naturschutzgebiete, Verfassungsorgane, Polizeigebiete, Rettungskräfte und die Nähe von Flughäfen. Sie sehen: Die Liste ist lang. Hinzu kommt, dass die Drohne nicht mehr als 100 Meter über dem Boden fliegen darf. Außerdem muss man das Gerät immer mit bloßem Auge im Blick haben können.

Es gibt also viele Beschränkungen für das Fliegen von Video-Drohnen. Am besten fliegen Sie daher in der freien Natur.

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