Mittelklasse der Systemkameras Test: Systemkamera Fujifilm X S10 2048x1152

Systemkameras bis 1300 Euro im Test : Die Mittelklasse der Systemkameras

Update 18.02.2021

Spiegellose Systemkameras machen den digitalen Spiegelreflexkameras Konkurrenz. Damit jeder die passende Kamera findet, haben wir Modelle in verschiedenen Preiskategorien getestet. In diesem Fall Systemkameras bis maximal 1300 Euro. 10 Kameras mussten sich dem Praxistest stellen.

Update 18. Februar 2021

Wir haben weitere Systemkameras unter 1.300 Euro getestet. Eine Empfehlung ist die Fujifilm X-S10.

11. September 2020

Wir haben eine weitere Systemkamera getestet: Die Nikon Z 50 können wir guten Gewissens empfehlen.

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Jan-Markus Rupprecht
ist Chefredakteur und Herausgeber von digitalkamera.de und digitalEyes und testet alle Arten von Kameras.

Spiegellose Systemkameras bieten viele Vorteile, sie sind kompakt und handlich und stehen einer DSLR in nichts mehr nach. Auch ein Objektiv-Wechsel ist möglich.

In diesem Test wollen wir den Mittelklasse-Bereich der spiegellosen Systemkameras abdecken, ohne Objektiv zahlt man dafür etwa 1000 Euro und bekommt dafür eine toll ausgestattete Kamera mit einigen Leistungsmerkmalen, die sich auch bei den teureren Modellen finden. Vor allem, wenn man von einer älteren Spiegelreflexkamera oder einer Kompaktkamera umsteigen möchte, ist diese Preiskategorie interessant. Wir haben uns daher nicht nur die Kamera, sondern das gesamte System angesehen.

Maximal 1300 Euro sollten sie dabei kosten, mit Objektiv. Häufig wird ein Bundle angeboten samt Objektiv-Kit für nur wenig Aufpreis, jedoch taugt das meist auch nicht viel. Daher ist es sicher lohnenswert etwas mehr in ein gutes Objektiv zu investieren, dann bekommt man auch bessere Bildqualität. In dieser Preisklasse sind nämlich die Objektive der limitierende Faktor, nicht aber die Kamera selbst.

Wer weniger ausgeben möchte, findet in unserem Test der spiegellosen Systemkameras bis 800 Euro günstigere Alternativen. Ohne Preislimit haben wir aber auch Spitzenmodelle getestet bei der besten spiegellosen Systemkamera.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
HochwertigTolle BildqualitätAlleskönnerSchnelle SerienbilderFür Nikon-Fans
Test: Fujifilm X S10 Mit Xf 18 55 Mm [foto Fujifilm] I2vi1ispiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Fujifilm X T30 Mit Xc 15 45 Mm Schwarz Schwarz [foto Fujifilm] Sj13daspiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Sony Alpha 6400 Mit 16 50 Mm [foto Sony] Va4g45spiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Canon Eos M6 Mark Ii [foto Canon] MasnmcTest: Nikon Z 50 Mit Z 16 50 Mm Vr Dx [foto Nikon] 0zricg
Modell Fujifilm X-S10 Fujifilm X-T30 Sony Alpha 6400 Canon EOS M6 Mark II Nikon Z 50
Pro
  • Wirksamer Bildstabilisator
  • Ergonomisches Gehäuse
  • Vollbeweglicher Monitor
  • Beste Bildqualität dieser Klasse
  • Sehr universelle Kamera
  • Professionelle Video-Funktionen
  • Sehr schnelle Serienbilder
  • Höchste Auflösung eines APS-C-Sensors
  • Extrem schnelle Serienbilder
  • 4K-Video
  • Griffiges, ergonomisches Gehäuse
Contra
  • Kein in der Kamera eingebauten Bildstabilisator
  • Kein in der Kamera eingebauten Bildstabilisator
  • Kein in der Kamera eingebauten Bildstabilisator
  • Kein eingebauter Sucher (aber elektronischer Aufstecksucher mitgeliefert)
  • Nur kleines Wechselobjektiv-Angebot
  • Kein in der Kamera eingebauten Bildstabilisator
  • Nur kleines Wechselobjektiv-Angebot
Bester Preis

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Hochwertig: Fujifilm X-S10

Das Design der X-S10 ist zeitlos, im Inneren verbirgt sich feinste Technik und dank Klappmonitor ist sie sogar für Selfies und Vlogs zu gebrauchen. Weil Fujifilm sich zudem seit Jahren erfolgreich dem Ausbau seiner Objektiv-Palette widmet, bleiben auch bei der Wahl der Optik (fast) keine Wünsche offen.

Hochwertig

Fujifilm X-S10

Test: Fujifilm X S10 Mit Xf 18 55 Mm [foto Fujifilm] I2vi1i
Mit ihrem ergonomischen Handgriff und ihrer kompletten Ausstattung (inklusive internem Bildstabilisator) lässt die X-S10 kaum Wünsche offen.

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Weil man mit dem Body alleine wenig anfangen kann, haben wir im Test der Fujifilm auf das XF 18-55 mm F2,8-4 R LM OIS zurückgegriffen. Wer mit dieser Optik nicht glücklich ist, der kann natürlich ein anderes Objektiv aus dem breiten Fujifilm-Angebot wählen.

Schon der erste Kontakt mit der Kamera macht klar, dass der Hersteller bei den verwendeten Materialien etwas höher ins Regal gegriffen hat. Der Body ist aus Magnesium gefertigt und gefällt mit seiner Schlichtheit. Für Grifffestigkeit sorgt die Gummierung des Handgriffs. Garnicht in dieses Bild passt der Kunststoff-Monitor auf der Rückseite, der im Vergleich zum Rest einen recht billigen Eindruck macht. Auf einen Staub- und Spritzwasserschutz hat der Hersteller bei der X-S10 leider verzichtet, aber bei diesem Preis muss man auch irgendwo Abstriche machen.

 Test: Fujifilm X S10 [foto Medianord]

Worauf man bei der Fujifilm glücklicherweise nicht verzichten muss, ist ein optischer Bildstabilisator. Der beugt verwackelten Aufnahmen recht erfolgreich vor und hat den zusätzlichen Vorteil, dass er in der Kamera verbaut ist. So braucht man nichtmehr darauf zu achten, ob ein Bildstabilisator im Objektiv verbaut ist, man hat ja sowieso einen. Weil die Fujifilm aktuell das einzige Modell mit einem solchen Ausstattungs-Highlight ist, rechnen wir ihr das im Test hoch an. Auch Videos profitieren von diesem Extra.

Letztere dreht die Kamera übrigens in 4K-Auflösung, das ist mittlerweile aber Standard, dafür gibt es keinen Szenenapplaus. Zur Tonabnahme kann man entweder das integrierte Stereo-Mikrofon verwenden, oder man investiert in ein externes Mikrofon, den entsprechenden Anschluss hat die Kamera jedenfalls.

Im Test hat uns der Klappbildschirm, obwohl er recht billig wirkt, gut gefallen, denn so kann man die Kamera nicht nur besser für Vlogs nutzen, sondern muss sich bei bodennahen Aufnahmen nicht unbedingt auf selbigen legen, um sehen zu können, was aufs Bild kommt.

Wenn es zu hell wird, oder wer es einfach nur gewohnt ist, der wird aber meist auf den Sucher bei der Bildkomposition zurückgreifen. Der elektronische Sucher der Fujifilm löst mit 2,36 Millionen Pixeln auf (OLED) und besticht durch seinen hohen Kontrast und brillant dargestellte Farben. Eine spürbare Verzögerung konnten wir im Test nicht feststellen und auch die Bildwiederholrate ist auf einem angenehm hohen Niveau.

Direkt neben dem Sucher befindet sich der Blitz. Den muss man manuell aufklappen und er ist mit einer Leitzahl von acht (ISO 100, 1m Abstand) alles andere als eine Granate. Wer öfter mit Blitz fotografiert, sollte deshalb vom Blitzschuh der Fujifilm gebrauch machen und diesen mit einem vernünftigen Blitzgerät ausstatten.

Praktisch ist der USB-C-Anschluss. An den kann man die Kamera zum Laden hängen. Im Studio ist so auch ein Dauerbetrieb möglich. Eine gute Möglichkeit zum Laden des Akkus ist bei der Kamera auch notwendig, denn mit 325 Aufnahmen pro Akkuladung (CIPA-Standardmessverfahren), performt die Fujifilm in dieser Disziplin eher unterdurchschnittlich.

Oberer Durchschnitt hingegen ist sie bei Intervallaufnahmen, 999 Fotos kann man im Abstand von je einer Sekunde machen, womit sich beeindruckende Effekte erzielen lassen. Auch die Serienbildgeschwindigkeit ist mit acht (mechanischer Verschluss) und 20 (elektronischer Verschluss) Bildern pro Sekunde auf einem erfreulich hohen Niveau. Nicht minder erfreulich: Der Fokus wird währenddessen nachgeführt. Auch moderne Schnittstellen in Form von WLAN und Bluetooth beherrscht die Kamera.

Der Bildsensor im ABS-C-Format löst mit 26 Megapixeln auf und verwendet das X-Trans-Farbfilterdesign. In der Praxis soll das nicht nur für eine höhere Farbauflösung und Bildqualität sorgen, sondern auch dem berühmt-berüchtigten Moirés-Effekt vorbeugen. Zusammen mit der Test-Linse können wir der Fujifilm eine sehr gute Bildqualität bescheinigen. Bei Offenblende zählten wir pro Millimeter 52 Linienpaare. Was die objektivunabhängige Bildqualität angeht, konnten wir ab ISO 800 ein Eingreifen der Rauschunterdrückungs-Software feststellen, erste feine Details wurden dann weggebügelt.

Weil Fujifilm in den letzten Jahren sein Objektiv-Portfolio konsequent ausgebaut hat, kann man nun aus einem breiten Angebot schöpfen. Vom günstigen Einsteigermodell bis hin zum lichtstarken Teleobjektiv ist alles dabei. Zudem kann man bei den Objektiven auch auf Fremdhersteller zurückgreifen. Noch ein Punkt also, der für die Fujifilm X-S10 spricht.

Tolle Bildqualität: Fujifilm X-T30

Tolle Bildqualität

Fujifilm X-T30

spiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Fujifilm X T30 Mit Xc 15 45 Mm Schwarz Schwarz [foto Fujifilm] Sj13da
Dank hochwertigem Objektiv liefert die X-T30 die beste Bildqualität ihrer Klasse. Design und Bedienung sind sehr klassisch gehalten, man könnte auch sagen "retro".

Die Fujifilm X-T30 ist das neue Modell der APS-C-Systemkameras der Marke. Das Fijifilm X-System existiert seit 2012, inzwischen ist das Sortiment recht umfangreich und es gibt teils sehr hochwertige Objektive, speziell entwickelt für dieses spiegellose System. Diese Kamera hier stammt aus dem Jahr 2019, einiges an Technik wurde dabei von der teureren X-T3 übernommen.

Vor allem von der hervorragenden Bildqualität waren wir überzeugt, zusammen mit dem Zoomobjektiv XF 18-55 F2,8-4 sind wir begeistert. Um ein billiges Kit-Objektiv handelt es sich dabei ganz und gar nicht, es ist ein universelles und hochwertiges Alltagsobjektiv, das eine hohe optische Leistung bietet, ebenso kompakte Abmessungen sowie gute Lichtstärke. Nur das Objektiv kostet etwa 650 Euro, samt Kamera kann man 200 Euro sparen – definitiv eine Überlegung wert.

Man kann diese Kamera aber auch mit einem Motorzoom-Objektiv XC 15-45 mm F3.5-5.6 OIS PZ kaufen, das ist schlechter und weniger lichtstark, aber als Set gibt es das Ganze für etwa 1000 Euro. Wir würden aber definitiv zum besseren Objektiv raten.

Mit den Abmessungen 12 x 8 x 5 ist die Kamera recht kompakt, dennoch fällt sie höher aus als etwa die Sony Alpha 6400.  Im Vergleich zu Sony wird hier auf klassisches 80er-Jahre-Design gesetzt, das merkt man ebenfalls an den analogen Rädern.

Die Kamera fühlt sich hochwertig an, die Verarbeitung ist sauber. Boden- und Topplatte sind aus einer Magnesiumlegierung und anthrazit, silber oder schwarz lackiert erhältlich. Der mittlere Gehäuseteil ist aus Kunststoff, davon ist aber nicht so viel zu sehen, da die Kamera mit genarbtem, griffigem Gummi großzügig »beledert« ist. Einen Schutz gegen Staub und Spritzwasser gibt es nicht, erst bei höheren Preisklassen gibt es das.

 spiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Fujifilm X T30 [foto Medianord] 25f5bn

 

Auch das Bedienkonzept ist klassisch, es gibt drei Bedienräder oben und wie früher beim Auslöse-Knopf ein Gewinde für den Draht-Fernauslöser. Einen Kabel-Fernauslöser kann man aber auch nehmen, ebenso weitere moderne Lösungen, darauf gehen wir aber noch ein. Verzichten muss man auf moderne Drück-/Dreh-Multifunktionsräder aber nicht, sie haben zwar wenig Grip, aber etwas feinfühliger klappt das dann auch.

Rechts hinten ist das Belichtungskorrekturrad, mit den Daumen kann es gut gedreht werden. Verriegelt ist es nicht, so muss man vorsichtig sein, damit man es nicht aus Versehen verstellt. Auch beim Vollautomatikmodus verliert dieses Rad die Funktion nicht. Auch die Position der Quick-Menü-Taste direkt an der Daumenmulde ist nicht so toll, denn die filigrane Bedienung ist für Grobmotoriker ein Problem, allgemein klappt die Bedienung aber gut.

Mit dem linken Wahlrad wird der Aufnahmemodus eingestellt. Rechts neben dem Sucherbuckel ist das Belichtungszeitenrad samt Belichtungszeitaufdrucken in ganzen Blendenstufen und Automatikstellung. Mit dem Multifunktionsrad können die Zwischenschritte dann in Drittelstufen eingestellt werden. Es ist aber praktischer, wenn man bei einer manuellen Belichtung den Blendenring am Objektiv nutzt, der geringe Blendenunterschied dürfte für die Schärfentiefe nicht so relevant sein. Wenn man das Belichtungszeitenrad auf »T« stellt, kann die Belichtungszeit übers Multifunktionsrad bequem eingestellt werden, wie das auch bei allen anderen modernen Kameras geht.

An der Rückseite der Kamera gibt es einen Joystick, mit dem der Autofokuspunkt einfach platziert werden kann, auch die Navigation durchs Menü erfolgt damit. Bei Fujifilm sind die Menüs umfangreich und es gibt viele Möglichkeiten zur Individualisierung, von Spezialfunktionen bis zur Tasten- und Funktionsbelegung. Der Bildschirm hat etwa 7,5 Zentimeter in der Diagonale und beim Livebild verschwendet er dank 3:2-Seitenverhältnis keinen Platz. Helligkeit sowie Auflösung sind ordentlich.

Die Touchfunktion ist praktisch, genauso wie die Klappmöglichkeit nach unten um 45 Grad oder nach oben um gut 90 Grad. Für Selfies reicht das zwar nicht aus, aber dafür für Über-Kopf-Fotos und für bodennahe Aufnahmen. Aber es geht dabei nicht nur ums Fokussieren auf ein Detail des Motivs durch Fingertipper sowie ums Auslösen, sondern zudem ums Wischen durch Aufnahmen bei der Wiedergabe und man kann außerdem Verkleinern oder Vergrößern. Beim Hauptmenü geht die Touchfunktion nicht, im Quick-Menü aber schon. Aber trotzdem handelt es sich bei der Touchfunktion lediglich um ein Zusatz-Feature, wer das nicht nutzen will, kann auch die Tasten benutzen.

Ein elektronischer Sucher ist auch vorhanden. Aufgelöst werden mit dem OLED 2,36 Millionen Bildpunkte, er ist außerdem fest verbaut. Es wird ein hoher Kontrast gezeigt sowie tolle Farbbrillanz. Farbabgleich sowie Helligkeit können eingestellt werden, bei der Standardeinstellung regelt der Sucher die Helligkeit – im Gegensatz zu dem Bildschirm – automatisch. Quasi verzögerungsfrei arbeitet der Sucher und hat eine hohe Bildwiederholrate, wenn genug Umgebungslicht vorhanden ist, ruckelt er nicht. Es gibt einen Näherungssensor, damit aktiviert der Sucher sich automatisch. Dank kleinbildäquivalenter 0,62-facher Vergrößerung ist er groß genug, aber man kann ihn mit Brille nicht ganz überblicken. Eine Dioptrienkorrektur ist von -4 bis +2 ohne Probleme möglich.

Dank USB-C-Buchse kann man die Kamera auch an einer entsprechenden Powerbank oder mit Fremdgeräten aufladen, für Reisen ist das recht praktisch. Auch wenn sie eingeschaltet ist,  nimmt sie Strom per USB, damit sie funktioniert, muss aber immer der Akku eingelegt sein. Der hält für 380 Aufnahmen durch nach dem CIPA-Standardmessverfahren, für eine kleine Spiegellose ist der Wert gut.

Die Filmsimulationsmodi sollte man unbedingt ausprobieren, etwa Astia, Velvia oder auch Classic Chrome, damit kann der Bild-Look verändert werden.

Auch der Acros Schwarzweißeffekt mit Körnungssimulation, ursprünglich eingeführt mit GFX-System, ist inzwischen bei der Mittelklasse angekommen. Andere Bildeffekte kann man aber auch nutzen, etwa Lochkamera, Miniatur oder Ähnliches. Man erreicht sie über Adv.-Einstellungen vom Drive-Wahlrad. Da findet man ebenso die Schwenkpanoramafunktion, so toll ist die aber hier nicht, denn damit erzielt man keine Auflösungen, die wirklich hoch sind. Das Smartphone wäre hier womöglich sogar besser.

Was die X-T30 gut kann, sind die Intervallaufnahmen. Man kann mit einer Sekunde Abstand bis 999 Fotos aufnehmen, maximal 24 Stunden lang. Auch die Bracketing-Funktion ist mächtig, sie eignet sich für Reihenaufnahmen in verschiedenen Einstellungen. Bei den Serienbildern mit mechanischem Verschluss sind maximal acht Bilder in der Sekunde drin, die Konkurrenz ist hier teils noch schneller, bei JPEG wird das durchgehalten für 82, bei Raw für 17 Bilder. Anschließend geht es weiter mit 3,6 Bildern pro Sekunde für JPEG und 1,9 Bildern in der Sekunde für Raw, solange, bis nichts mehr auf die Speicherkarte passt.

Der Fokus wird dabei zwar nachgeführt, nicht aber die Belichtung. Der Puffer ist recht klein und in zehn Sekunden geleert, die Kamera bleibt dabei immer einsatzbereit. Mit dem elektronischen Verschluss sind schnelle 20 Bilder in der Sekunde drin ohne Crop, mit 1,25-fachem Crop auch 30. Auch hier wird der Fokus nachgeführt.

Auf dem Bildschirm sind 2,16 Millionen Phasen-AF-Sensoren integriert, definitiv ein Rekord. Damit die Bedienbarkeit gut ist, sind die AF-Felder aber begrenzt auf maximal 425. Jedoch wird bei der Geschwindigkeit vom Autofokus etwas geschummelt. In der Werkseinstellung wird beim AF-S-Modus nicht mit klassischer Schärfenpriorität gearbeitet, sondern im ausbalancierten Modus aus Auslöse- und Schärfepriorität. Hier fokussiert sie recht schnell, gut arbeitet auch der AF-C mit Augen- und Gesichtserkennung, die Motive werden dabei gut verfolgt über unterschiedliche Autofokusfelder hinweg. Wenn man auf Schärfepriorität schaltet, ist der Autofokus langsamer, aber die Fotos sind dann sicher korrekt fokussiert. Man hat also die Wahl zwischen zuverlässig präziser und schneller Fokussierung.

Videos kann sie auch, mit 4K und 17:9 oder 16:9 Seitenverhältnis. Genutzt wird die gesamte Sensorbreite. Gute Videoqualität wird durch hohe Datenraten und Oversampling erzielt. Eher ungewöhnlich: die Cliplänge sind maximal zehn Minuten am Stück. Danach lässt einen die Kamera aber direkt weiterfilmen, nur nicht ohne Unterbrechung. Bei kurzen Sequenzen ist das aber irrelevant.

Will man sie aber durchlaufen lassen für dokumentarische Zwecke, klappt das hier nicht. Filmsimulation steht bei Videos auch zur Verfügung. Bei der Eterna-Filmsimulation etwa gibt es reiche Schatten und sanfte Farben für den typischen Kinolook.

Drahtlos kann auch kommuniziert werden über Bluetooth, WLAN ist auch dabei. Eine Bluetooth-Verbindung kann einfach hergestellt werden und erlaubt eine energiesparende Dauerverbindung, so kann auch das GPS vom Smartphone genutzt werden. Dank WLAN können die Fotos schnell und bequem auf das Mobilgerät oder auch den PC übertragen werden. Per App kann die Kamera auch ferngesteuert werden, inklusive Liveübertragung sowie Einstellen von Aufnahmeparametern.

Sinnvoll ist auch, dass Fujifilm hier beim Anschluss an einen PC den leistungsstarken X-Prozessor 4 nutzt zur Raw-Convertierung. So können die Bilder vor allem auf Systemen, die weniger leistungsstark sind, schnell bearbeitet und auch in JPEG verwandelt werden.

Von den anderen APS-C-Kameras hebt sie sich ab durch zwei Dinge. Das erste wäre der Bildsensor, der mit etwa 26 anstatt nur 24 Megapixel auflöst. Zudem wird das X-Trans-Farbfilterdesign verwendet, welches von Fujifilm erfunden wurde statt dem Bayer-Muster. Damit soll bessere Bildqualität samt höherer Farbauflösung erzielt werden sowie weniger Moirés. In jeder Spalte und Sensorzelle befinden sich die drei Grundfarben Blau, Grün und Rot anstatt nur zwei, wie es beim Bayer-Muster der Fall ist.

Kombiniert mit einem XF 18-55 F2,8-4 Objektiv erreicht man bei einer mittleren Brennweite den Bestwert 8 Linienpaaren pro Millimeter im Zentrum und 55 lp/mm am Bildrand schon bei Offenblende. Bei anderen Blendenöffnungen und Brennweite  gibt es niedrigere Auflösungen, die Ergebnisse können sich insgesamt aber sehen lassen.

Bei objektivunabhängiger Bildqualität schlägt sich die Kamera auch gut. Geringes Rauschen mit ISO 400, bei 800 kann man damit auch noch arbeiten, über einem ISO-Wert von 800 werden feine Details durch die Rauschunterdrückung weggebügelt und der Dynamikumfang sinkt. Auch die Anzahl an Farben, die im Bild wirklich enthalten sind. Daher sollte man ISO-Werte über 800 vermeiden.

Die Bilder werden insgesamt ausgewogen, schön und ohne Effekthascherei. Durch die Filmsimulationsmodi und das Anpassen von Bildaufbereitungsparametern können aber auch gedämpftere oder poppigere Kontraste, Detailauflösungen, Farben etc. erreicht werden. Die Belichtung ist in Ordnung, teils etwas knapp, aber das ist besser für die Bilderbearbeitung als Fotos, die überbelichtet sind. In recht kontrastreichen Situationen ist es teilweise vorgekommen, dass die Fujifilm-Kamera reichlich belichtet hat und wir uns die Schatten dunkler gewünscht hätten.

Das X-System von Fujifilm existiert seit 2012 und wurde seitdem auch konsequent ausgebaut. Alles vom günstigen Einsteigermodell bis hin zum hochpreisigen Spitzenmodell ist drin, Pancake-Objektiv bis F2-lichtstarke Teleobjektive. Momenten gibt es etwa 25 Objektive der Marke, darunter auch ein paar günstigere.

Viele richten sich aber an Käufer mit hohen Qualitätsansprüchen, kein Wunder, dass das System einen solch guten Ruf hat. Bei beinahe der Hälfte gibt es einen Bildstabilisator, der eingebaut ist, nur die X-H1 bietet bislang einen Stabilisator, der im Kameragehäuse verbaut ist.

Alleskönner: Sony Alpha 6500

Die Sony Alpha 6400 ist zeitlos, was Konzept und Design betrifft. Platzsparend im Gehäuse verbauter Sucher, das fällt dadurch niedriger aus. Ganz so praktisch ist das aber nicht, zumindest nicht mit montierter Gummi-Augenmuschel, da diese dann übersteht, damit sind die Maße der Kamera dann doch wieder größer.

Alleskönner

Sony Alpha 6400

spiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Sony Alpha 6400 Mit 16 50 Mm [foto Sony] Va4g45
Die Objektive sind nicht ganz so scharf, dafür im Vergleich zum Testsieger entweder kleiner oder mit mehr Zoom. Die Video-Funktionen stellen auch ambitionierte Videofilmer zufrieden.

Mäßig ausgeprägter Handgriff, so liegt die Kamera nur »mittelgut« in der Hand. Dafür aber eine tadellose Verarbeitung und ein leichtes und stabiles Gehäuse, teils aus Magnesium-Druckguss gefertigt. Aber es gibt keine Abdichtungen gegen Spritzwasser und Staub, angegeben wird dennoch »feuchtigkeitsresistent«.

Hier findet man den recht leistungsfähigen Bildprozessor aus der Profi-Kamera Alpha 9, das merkt man bei der Serienbildrate mit 11 Bildern in der Sekunde, die Schärfe wird hier sogar nachgestellt, außerdem sieht man das beim schnellen Autofokus, dieser bezieht die Daten aus 425 Messpunkten, alle fast über die ganze Bildfläche verteilt. Echtzeit-Verfolgung kann die Kamera auch, dazu zählt nicht nur der Echtzeit-Autofokus für die Augen von Menschen, sondern auch für Tiere. Hier führt Sony derzeit.

Ein Touch-Screen darf natürlich nicht fehlen, denn den braucht man teils zum Bedienen derartiger Autofokus-Funktionen. Man kann den Monitor bis maximal 74 Grad runter und sogar 180 Grad nach oben klappen. So kann er auch für Selbstporträts genutzt werden. Vlogger werden das zu schätzen wissen, die Video-Blogger haben meist keinen Kameramann, da ist es hilfreich zu wissen, wie man im Video aussieht.

Vor allem für semiprofessionelle Videofilmer ist diese Kamera geeignet, sie kann S-Log 2 und S-Log 3 Gammakurven samt großem Dynamikumfang, außerdem beherrscht sie HDR-Videos, die für HLG-kompatible Fernsehgeräte aufgezeichnet werden. Hier ist sie sogar besser als unsere erste Empfehlung.

Man bekommt hier ein 16:9 Seitenverhältnis, trotz 3:2 Format-Sensor. Das ist toll für 16:9-Videos, Fotos jedoch zeigt sie lediglich mit einer Diagonale von etwa 6,6 Zentimetern an.

Die Kamera kann wahlweise auch als Kit mit zwei unterschiedlichen Objektiven gekauft werden. Weniger als 1000 Euro zahlt man samt dem flachen und kleinen 16-50 mm 3,5-5,6 PZ OSS, damit bekommt man klassischen 3-fach-Zoombereich mit einer Kleinbrennweite von 24 bis 75 mm, die Kamera bleibt also kompakt. Der Zoom fährt dann erst ein Stück aus, wenn die Kamera eingeschaltet wird. Bedient wird der Zoom dann motorisch per Schiebewippe. Alternativ kann man sie auch für etwa 1300 Euro samt 18-135 mm F3.5-5.6 OSS kaufen, das ist ein Objektiv mit erweitertem Zoomfaktor, auf Kleinbild umgerechnet 27 bis 203 mm.

Viele werden den 7,5-fachen Zoombereich toll finden, wenn sie da Objektiv nicht wechseln wollen, oder mit einem Objektiv zumindest einen recht großen Zoombereich abdecken können. Klein ist das 18-135 mm aber nicht, steht von der Kamera andauernd weit ab. Beide Objektive sind aber nur »Mittelmaß« was die Qualität betrifft. Eines aufgrund des niedrigen Preises und der geringen Bauform, das zweite aufgrund des großen Zoombereichs. Als Grundausstattung finden wir bei beiden aber dennoch ganz gut, je nach Geschmack des Käufers.

Mehr hochwertige Objektive, die für das E-Bajonett von Sony geeignet sind, gibt es vom Hersteller selbst, aber auch von weiteren Herstellern, ebenso mit Autofokus. Von Sony werden ebenfalls andauernd hochwertige neue Objektive entwickelt mit einem Bildkreis für den APS-C-Sensor. Sie sind preisgünstiger und kompakter als jene Objektive, die für das Kleinbild-Vollformat gerechnet sind, lassen sich an  APS-C-Kameras von der Baureihe Alpha-6000 aber ebenso verwenden.

Schnelle Serienbilder: Canon EOS M6 Mark II

Schnelle Serienbilder

Canon EOS M6 Mark II

spiegellose Systemkamera bis 1.300 Euro Test: Canon Eos M6 Mark Ii [foto Canon] Masnmc
Schnellste Serienbilder und ein leistungsfähiger Autofokus. Dazu einen APS-C-Sensor mit den meisten Megapixeln. Der Sucher ist nicht eingebaut, sondern wird oben aufs Gehäuse gesteckt. Leider gibt es für das EOS-M-System kaum Objektive und Canon tun auch wenig, um dies zu verbessern.

Die Canon EOS M6 Mark I gibt es seit September 2019. Wir kennen auch das Schwestermodell sowie den Vorgänger gut, der Gesamteindruck war uns also vorher nicht unbekannt.

Die Sensorauflösung sind 32,5 Megapixel, die Serienbildgeschwindigkeit 14 Bilder in der Sekunde bei voller Auflösung samt Autofokus-Nachführung. Aktuell ist diese Kamera kaum zu überbieten. Wird die Auflösung auf 18 Megapixel verringert, schafft sie sogar 30 Bilder in der Sekunde im speziellen Raw-Burst-Modus. Das ist toll! Bislang waren derartige Geschwindigkeiten beschränkt auf die 4K-Auflösung mit 8,3 Megapixeln. Der Autofokus ist auch einer der besten auf dem Markt. Sogar bei Mondschein arbeitet er noch, derart lichtempfindlich ist er. 4K-Videos nutzen die gesamte Sensorbreite, bei Canon ist das sonst nicht oft der Fall. Augenautofokus und Gesichtserkennung gibt es auch, beides klappt auch bei Serienaufnahmen sowie bei Videoaufzeichnungen.

Eher unüblich für diese Preis- sowie Leistungsklasse: es gibt keinen Sucher. Wählt man ein Kit mit Standard-Zoom ist aber immerhin für den Blitzschuh ein elektronischer Aufstecksucher dabei. Leben kann man damit definitiv, etwas unförmig wirkt diese Kombination aber schon, jedoch keinesfalls hässlich. Für das Bundle zahlt man etwa 1200 Euro, attraktiv ist es damit durchaus. Nur das Gehäuse kostet 930 Euro, wir raten also zum Bundle.

Was uns stört, ist das lückenhafte und kleine Angebot an Objektiven für das System EOS-M. Dieses wird nur recht zögerlich ergänzt. Auf dem Markt ist das System zwar seit 2012, der Start glückte aber nicht wirklich, die Kameras waren erst wenig überzeugend, mittlerweile hat sich das aber geändert.

Was die Objektive betrifft, bleibt das Problem aber, es gibt nur acht mit einem EF-M-Bajonett, inklusive zweier Kit-Objektive, die meist gemeinsam mit Kameras vorgestellt werden. Über ein Jahr ist es außerdem her, dass das letzte vorgestellt wurde. Außerdem handelt es sich eher um günstige oder/und teils lichtschwache Zoom-Objektive, dabei ist auch ein »Reisezoom«, der einen großen Brennweitenbereich hat. Die zwei Festbrennweiten sind aber schon interessant, das wären das lichtstarke Normalobjektiv sowie ein Makro-Objektiv mit einem integrierten LED-Licht.

Für eine derartige Kamera reicht das alles aber keinesfalls aus. Um digitalkamera.de-Testredakteur Benjamin Kirchheim mit einem Augenzwinkern zu zitieren: »Mit weniger als drei lichtstarken Zooms und fünf lichtstarken Festbrennweiten im Programm kann eine Kamera nicht die Beste werden.«

Für Nikon-Fans: Nikon Z 50

Für Nikon-Fans

Nikon Z 50

Test: Nikon Z 50 Mit Z 16 50 Mm Vr Dx [foto Nikon] 0zricg
Gelungener Nikon-Einstieg ins spiegellose APS-C-Format. Bislang nur zwei Objektive, beide bieten jedoch super Qualität fürs Geld.

Die Nikon Z 50 hat uns gut gefallen, hier bekommt man ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis und auch die Ausstattung ist toll. Ergonomisches Gehäuse, gutes Bedienkonzept für ambitioniertere Hobbyfotografen inklusive vieler Einstellungsmöglichkeiten sowie Fokus auf kreativer Fotografie. Fotografische Funktionen vermisst man hier nicht, außer es geht um sehr spezialisierte Fotoanwendungen.

Der Bildsensor hat zwar lediglich 20 Megapixel, ein Nachteil ist das aber nicht. Die Sensorauflösung wird hier in hohe praktisch nutzbare Auflösung umgemünzt. Die JPEG-Bilder sind knackig, aber nicht ganz farbtreu. Nutzt man Werte bis maximal ISO 1600, ist die Bildqualität gut, auch bei 3200 noch befriedigend. Ein Bildstabilisator ist nicht im Kameragehäuse eingebaut, bei der Preisklasse muss man das aber auch nicht erwarten.

Der Monitor kann bis 180 Grad nach unten geklappt werden, Selfie-Stellung also, für Selbstportraits ist das praktisch, fürs Vlogging auch. Auf ein Stativ kann man diese Kamera so aber nicht mehr einfach schrauben, wir finden hier nach oben oder seitlich schwenkbare Monitore besser. Ihr gutes Ergebnis in unserem Test liegt auch am Set-Objektiv, denn – und das ist wichtig – Kamera und Objektiv zusammen sorgen für ein gutes Bild. Denn auf der Speicherkarte kann nur landen, was vom Objektiv auf den Bildsensor gebracht wird.

Das Angebot an Objektiven für die Nikon Z 50 ist noch sehr klein. Es gibt nur eines mit kompaktem Motor-Standard-Zoom und eines im Telezoom, Brennweitenbereich bis 250 mm, auf das Kleinbildformat umgerechnet sind das 400 Millimeter. Qualitativ sind die beiden Objektive recht gut, vor allem dann, wenn man weiß, sie günstig sie im Doppelzoom-Kit sind. Wir raten daher definitiv zum Set mit beiden Objektiven. Wer noch mehr braucht, nimmt entweder die guten aber teuren des Z-Systems (Vollformat-Objektive) oder nutzt per Adapter FTZ-Adapter Spiegelreflex-Objektive, das würde sich auch gut für Umsteiger eignen.

Wir empfehlen die Nikon Z 50 nicht nur für Nikon-Umsteiger, sondern auch für alle, die erstmal mit den zwei Set-Objektiven leben können.

Was gibt es sonst noch?

Bei der Panasonic Lumix G91 gibt es einen kleineren Micro-Four-Thirds-Sensor und nur 20 Megapixel. Dafür ist dieser Sensor aber in einem schwereren und größeren Kameragehäuse verbaut als bei den vorher genannten. Jedoch ist der Sensor beweglich aufgehängt, einen Bildstabilisator hat er auch. Bei Modellen mit einem APS-C-Sensor ist das erst für mehr Geld zu haben.

Auch wenn ein Objektiv einen Bildstabilisator hat, so ist einer, der im Gehäuse verbaut ist, dennoch gut. Die Systeme ergänzen sich, das erhöht die Chance darauf, dass die Fotos nicht verwackeln, auch dort, wo einfache Systeme an ihre Grenzen stoßen.

Besonders Augenmerk galt den Videofunktionen bei der Entwicklung. Die Aufnahmedauer ist unbegrenzt und man kann externe Kopfhörer, Mikrofone und Recorder anschließen, hier hat man es mit einem echten Video/Foto-Hybriden zu tun.

Die Kamera liegt gut in der Hand und auch bei Regen gibt es dank verschiedener Dichtungen keine Probleme. Vorzügliches Handling dank exzellentem Handgriff und Individualisierbarkeit. »Mein Menü« etwa lässt sich individuell zusammenstellen und der Touchscreen ist auch toll integriert.

Übrigens war das Micro-Four-Thirds-Sytsem das erste spiegellose Kamerasystem, das Angebot an Objektiven ist daher von Olympus, Panasonic aber auch von Fremdherstellern groß. Kompakt sind diese Objektive auch noch bei sehr guter bis guter Qualität zum bezahlbaren Preis.

Für weniger als 1300 Euro bekommt man neben der Kamera noch ein 12-60mm-Objektiv, auf Kleinbild umgerechnet wäre das eine Brennweite von 24 bis 120 mm, soll heißen viel Weitwinkel und ordentlich Tele. Die Kamera-Leistung wird durch das Objektiv nicht voll ausgereizt, da es aber nur ein geringer Aufpreis ist, empfehlen wir es dennoch. Ansonsten kann man auch den 14-140mm Superzoom (umgerechnet 24-280mm Brennweite) wählen.

Im Gegensatz zur ersten Empfehlung ist die Kamera durch den kleineren Sensor im Nachteil, höhere Lichtempfindlichkeiten sind da nicht gut, über einen ISO-Wert von 800 würden wir nicht gehen. Mehr Foto-Qualität wird bei der Konkurrenz geboten mit Sensor in APS-C-Größe, sofern ein gutes Objektiv genutzt wird. Bei Videos ist die Panasonic aber ganz vorne dabei.

Die Olympus PEN-F gibt es schon etwas länger, seit 2016 genaugenommen. Gut ist sie aber noch immer, denn damals war ihre Technik top, so etwa der 20-Megapixel-Micro-Four-Thirds-Sensor, gelagert in einem Bildstabilisator. Diese Kamera ist sehr retro, edel aber auch. Sie kann aber keine 4K-Videos, bei dieser starken Konkurrenz können wir sie daher nicht empfehlen. Wer aber keinen großen Wert auf Videos legt, für den ist sie dennoch eine Überlegung wert. Für etwa 1300 Euro bekommt man ein 14-42mm-Objektiv (24-84 mm Kleinbildbrennweite) samt der Kamera, oder für etwas mehr mit 17mm-Festbrennweite mit F1,8-Lichtstärke.

Die Sony Alpha 6100 ist recht neu und legitimer Nachfolger der Alpha 6000. Gemeinsamkeit der beiden: ein Kunststoff-Gehäuse anstatt Magnesium-Druckguss. Die Technik ist aktuell und der 6400 recht ähnlich, wir erwähnen daher die Unterschiede: Gehäuse und elektronischer Sucher wurden weniger hochauflösend und günstiger gewählt, beim maximalen ISO-Wert gibt es eine Stufe weniger, das spielt aber keine Rolle in der Praxis. Das war auch schon alles, wir finden das Preisgefüge aber nicht gut, wenn sich das ändert, könnte diese Kamera auch zu den Favoriten wandern. Momentan tendieren wir daher zur teureren Alpha 6400, denn die bietet einen Spritzwasserschutz und der Sucher ist besser.

Die Olympus OM-D E-M5 Mark II gibt es seit 2015 und das merkt man auch. Hier gibt es nur einen Sucher mit 16 Megapixel, und das obwohl 20 Megapixel beim Micro-Four-Thirds-System schon seit längerem Standard ist. 4K-Videos kann sie auch nicht, teuer ist sie dennoch. Dafür ist aber das Gehäuse gedichtet und edel, der Bildstabilisator toll. 2015 setzte ebenso die Bildqualität Bestmarken. Heutzutage hat die Konkurrenz aber mehr drauf und liegt preislich gleichauf.

Wissenswertes über Kameras

Momentan gibt es 66 unterschiedliche aktuelle Systemkameras. Teils sind auch Auslaufmodelle erhältlich, so kommt man auf rund 75 insgesamt, die es neu zu kaufen gibt. Günstige sind samt Objektiv für 500 Euro erhältlich, teure reichen bis über 10.000 Euro und das ohne Objektiv. Daher gibt es deutliche Leistungsunterschiede.

Wir haben hier die Mittelklasse getestet bei den spiegellosen Systemkameras, genauer »untere Mittelklasse«. Meist haben diese Kameras eine tolle Ausstattung und Leistungsmerkmale, die man sonst nur bei teuren Spitzenmodellen findet. Auch für Umsteiger ist diese Klasse interessant. Betrachtet wird daher nicht einfach eine nackte Kamera, wir schauen uns auch das System an. Relevant ist daher, wie das System etabliert ist, wie viele Objektive dafür erhältlich sind und deren Qualität und ob das System Zukunft hat und vom Hersteller ausgebaut wird.

Wir haben uns dabei preislich ein Ziel von maximal 1300 Euro mit Objektiv gesetzt. Nur für das Gehäuse zahlt man bei unserer Auswahl etwa 1000 Euro, für wenig Aufpreis bekommt man aber meist schon ein Bundle samt Objektiv-Kit. Besonders hochwertig ist das meist nicht, wir raten daher eher zum Nächstbesseren, denn das erhöht die Bildqualität. Limitierend ist in dieser Klasse das Objektiv, nicht die Kamera. Unsere Anforderungen haben wir schon beim Test der Kameras bis 800 Euro sehr konkret formuliert, hieran ändert sich nichts.

 Systemkamera bis 1.300 Euro Test: 81 Iyffuqpl. Sl1500

Bei 1300 Euro erwarten wir ein Zoom-Objektiv, so ist man auch auf lange Sicht zufrieden. Auch wenn man noch andere Objektive dazukauft, sollte das Kit auch manchmal genutzt werden.

Das Angebot an Objektiven sollte auf jeden Fall breit genug sein, Autofokus muss es auch geben. Unterstützen auch noch Fremdhersteller das System, ist das noch besser, denn das macht das Angebot an Objektiven größer.

Trotz dieser recht hohen Anforderungen finden wir genug Testmodelle, sodass wir uns nicht nur auf wenige Empfehlungen beschränken müssen.

So haben wir getestet

Bei den Kameratests arbeitet unser AllesBeste-Team mit digitalkamera.de zusammen, das ist das seit 1997 meist frequentierte Online-Portal für (digitale) Fotografie. Einer der Schwerpunkte: Tests von Kameras in einem eigenen Testlabor. Dabei werden Objektive und Kameras erst messtechnisch untersucht hinsichtlich Farbtreue, Rauschverhalten, Auflösung und Geschwindigkeit. Außerdem werden Testaufnahmen gemacht, die praxisgerecht sind und unter exakt gleichen Bedingungen entstehen. So wird für die Tester später eine visuelle Beurteilung ermöglicht. Dann folgt die praktische Erprobung und somit entsteht ein Gesamteindruck, der in Form eines Testberichts dargelegt wird.

Idealerweise hat das Portal die Kameras bereits kurz nach ihrer Einführung auf dem Markt oder sogar davor als Leihstellung vom Hersteller bekommen, so bleiben diese raren Kameras zwischen ein und drei Wochen in der Redaktion. Ein komplettes Testfeld ist also nie gleichzeitig vor Ort, es gibt daher bei unserem Test keine Gruppenaufnahmen, wie das sonst der Fall wäre.

Die Bedingungen im Testlabor sind identisch, die Tests laufen stets gleich ab, so können die Einzelteste von Objektiven und Kameras auch Jahre später noch miteinander verglichen werden. Auf diese Weise entsteht der Vergleichstest für AllesBeste, neue Kameras können hier nach deren Erscheinen hinzugefügt werden. Ausführliche Testberichte finden Sie auf digitalkamera.de, kostenlos als Testbericht oder die Fotos als Bezahlinhalt, ebenso die Labortest-Protokolle und Tests aus Fachzeitschriften.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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