Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger Test: Canon Eosd

Spiegelreflexkameras für Einsteiger im Test : Einstieg in die Welt der DSLRs

Veröffentlicht 17.05.2019

So viele Kameramodelle wie bei den digitalen Spiegelreflexkameras wird man sonst kaum in einer Klasse finden. Wir haben uns daher in diesem Test auf Modelle für Einsteiger beschränkt und 12 DSLRs ausgiebig getestet.

Martin Vieten
ist Chefredakteur des Photo-Magazins Photoscala und Autor zahlreicher Ratgeber zu Kameras und digitaler Bild­ver­ar­bei­tung.

Bei den DSLRs gibt es viele Modelle bis maximal 800 Euro. Und das, obwohl die spiegellosen Systemkameras definitiv auf dem Vormarsch sind. Wer sich dennoch für eine digitale Spiegelreflexkamera entscheidet, hat fast freie Auswahl.

Ein Vorteil: das Objektiv kann gewechselt werden, egal ob Porträt oder Landschaft, für jeden Zweck gibt es das passende Objektiv. Spiegellose können das auch, dennoch haben die DSLRs in manchen Punkten die Nase vorn. Bei der Akkureichweite und beim Autofokus, da können bislang höchstens teure Systemkameras mithalten. Einen großen Bildsensor gibt es auch, oft viele (24) Megapixel, das sorgt für gute Bildqualität. Limitiert wird die maximal durchs Kit-Zoomobjektiv, das mitgeliefert wird.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Professioneller AutofokusTolle BildqualitätElektronischer SucherGünstig
Test Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Canon EOS 800DTest  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Nikon D5600Test  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Sony  Alpha SLT-68Test  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Canon EOS 2000D
Modell Canon EOS 800D Nikon D5600 Sony Alpha 68 Canon EOS 2000D
Pro
  • Sehr großer Funktionsumfang
  • Gute Bildqualität
  • Beste Bildqualität im Testfeld
  • Top bei Video-Aufnahmen und schnellen Bildfolgen
  • Sehr günstiger Einstieg in die DSLR-Welt
Contra
  • Bildqualität nicht ganz auf Top-Niveau
  • Bei Videoaufnahmen langsamer Autofokus
  • Keine wirkliche Spiegelreflexkamera, nur ein elektronischer Sucher vorhanden
  • Mickriger Sucher
  • Klappriges Gehäuse
  • Schwacher Autofokus
Bester Preis
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Professioneller Autofokus: Canon EOS 800D

Professioneller Autofokus

Canon EOS 800D

Test Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Canon EOS 800D
Professioneller Autofokus, gute Bildqualität und hervorragende Ausstattung – mit unserer Top-Empfehlung gehen Sie keine Kompromisse ein.

Die EOS 800D hat einen enormen Ausstattungs- und Funktionsumfang. Geeignet ist sie damit für Profis und Einsteiger gleichermaßen. Vor allem gefällt uns der Autofokus, er ist hochentwickelt und sticht heraus bei unserem Testfeld, nur die EOS 77D kann da mithalten.

Ebenso gilt das für die Video-Aufnahmen sowie für den Live-View-Modus mit Display als Sucher. Sind die Lichtverhältnisse mal schlecht, kann ein kleiner Blitz ausgeklappt werden. Mit einer Auflösung von 24 Megapixeln bringt der Bildsensor auch schöne Farben und detailreiche Bilder.

Test: Spiegelreflexkameras für Einsteiger – Testsieger: Canon EOS 800D

Die Ausstattung entspricht einer semiprofessionellen DSLR, Einsteiger werden aber auch nicht außen vor gelassen. Es gibt eine intelligente Vollautomatik, da muss eigentlich lediglich noch der Auslöser gedrückt werden. Für schwierige Situationen gibt es auch Spezialfunktionen. So etwa ein HDR-Programm, dabei werden mehrere verschieden belichtete Aufnahmen zusammengefasst zu einem Bild. Das Kameramenü ist sehr nutzerfreundlich.

Wählen können Einsteiger zwischen einem normalen Kameramenü und einem vereinfachten, hier gibt es Erklärungs- und Hilfetexte.

Wer beim Fotografieren lieber aufs Display blickt und nicht durch den Sucher, bekommt hier einen Monitor, der in viele Richtungen bewegt werden kann. Vor allem, wenn man in Bodennähe oder über Kopf fotografiert, ist das praktisch. Zudem ist das Display auch berührungsempfindlich, per Fingertipp kann ausgelöst oder scharfgestellt werden.

Ebenso praktisch: es gibt genügend Knöpfe und Schalter. Wenige der Bedienelemente haben eine Doppelfunktion, so wird die Kamera-Bedienung sehr erleichtert. Die EOS 77D ist teurer und bei der gibt es an der Rückseite noch ein Daumenrad, verstellt man aber nicht andauernd etwas, ist das nicht so wichtig.

Auch den Sucher dieser Kamera finden wir gut, dort werden wichtige Informationen eingeblendet und auch die Autofokus-Felder sind gut markiert. Die Pentax K-70 mit Pentaprisma wäre noch besser. Bei unserem Canon-Modell bekommt man trotz üppiger Ausstattung ein kompaktes Gehäuse, leicht ist sie mit ihren 532 Gramm nicht wirklich, handlich aber dennoch. 600 Fotos sind bei der Akkureichweite auch gut. Nur Nikon schafft da viel mehr, etwa die Nikon D3400, die pro Akkuladung 1200 Aufnahmen ermöglicht.

Der Autofokus bei einer DSLR galt lange als einer Spiegellosen überlegen und schneller. Der Vorsprung ist inzwischen nicht mehr groß und DSLRs haben nun mit einem Nachteil zu kämpfen. Denn wenn sie lediglich neun AF-Sensoren haben, wird nur in der Bildmitte ein kleiner Bereich abgedeckt.

Beim Canon-Modell 800D sieht das anders aus, 45-Autofokus-Sensoren gibt es, die funktionieren dann auch, wenn eine gleichmäßige Fläche anvisiert wird, so etwa eine Wand. Einfacher aufgebaute Liniensensoren können da nicht mithalten.

Wenn man auf »Live View« umschaltet, das Sucherbild also auf dem rückwärtigen Display ansieht, wird hier recht schnell scharfgestellt. Hier ist nur die Sony Alpha 68 besser, denn dank elektronischem Sucher ist sie mehr oder weniger dauerhaft im Live-View-Modus.

Sie Serienbildrate beträgt 6 Bilder in der Sekunde, ausreichend also für schnelle Schnappschuss-Serien und definitiv schnell genug für Sportfotos. Das Sony-Modell ist ihr auf dem Papier überlegen, beim hohen Tempo wird aber der Fokus nicht mehr nachgeführt, da schafft sie lediglich 5 Bilder in der Sekunde. Somit sind unsere EOS 800D sowie die 77D gut für Action-Fotos geeignet.

DSLRs sind bei Videos allgemein nicht so gut, so auch diese Kamera. Spiegellose haben das besser drauf. Wer aber nur ab und zu filmen will, kann das auch mit der EOS 800D tun. Mit dem »Dual Pixel AF« wird der Fokus schnell nachgeführt beim Filmen, die Alpha68 von Sony ist aber besser. Gut gefällt uns auch der elektronische Bildstabilisator, per Hand gemachte Videoaufnahmen stehen wie festgetackert, seekrank wird da beim Anschauen sicher niemand. In 4K wird hier nicht gefilmt, das können die anderen Testkandidaten aber auch nicht, 60 Vollbilder in der Sekunde und Full-HD sind aber dennoch drin.

Anschlüsse hat sie wie eine Profi-Kamera. Auch drahtlos gibt es zahlreiche Kontaktmöglichkeiten, etwa Bluetooth als Verbindung mit dem Handy. Von dem bekommt sie dann auch Ortskoordinaten, ein eingebauter GPS-Empfänger ist daher unnötig.

Per WLAN kann sie sich auch mit smarten Geräten verbinden, hier werden dann die Fotos ans Smartphone gesendet oder man kann die Kamera fernsteuern. All das funktioniert über eine App, die sich recht leicht bedienen lässt, abgesehen von der Alpha 68 gibt es bei allen Testmodellen WLAN samt passender App. Fotos und Videos können per HDMI einfach am Monitor oder TV-Gerät angezeigt werden. Hierfür ist eine USB-Buchse dabei, ein externes Mikro kann auch angeschlossen werden.

Tolle Bildqualität: Nikon D5600

Tolle Bildqualität

Nikon D5600

Test  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Nikon D5600
Bildqualität noch etwas besser als bei unserem Testsieger. Autofokus mit weniger Sensoren, der zudem beim Filmen zudem recht langsam reagiert.

Die Nikon D5600 ist eigentlich schon seit dem November 2016 erhältlich, aber die Bildqualität kann sich noch immer sehen lassen. Detailliert und klar, so gut schafft keine andere Kamera das, außer natürlich, sie kommt auch von Nikon. Sogar wenn das Licht schlecht ist, bleibt sie unserer ersten Empfehlung noch überlegen.

Die gehobene Einsteiger-DSLR ist kompakt, eher ungeeignet ist sie somit für Profi-Objektive, die schwer sind. Mit ihrem Gewicht von unter 500 Gramm kann man sie dafür aber auch gut mit in den Urlaub nehmen und das Monocoque-Gehäuse ist auch robust. Ein Touch-Display gibt es ebenfalls, das kann man zur Seite und nach oben drehen. Wer zuhause noch Nikon-Objektive hat, die älter sind: einen AF-Motor gibt es hier nicht, sie kann daher nur die neueren AF-S-Objektive mit eigenem Fokusantrieb scharfstellen.

Die Funktionen sind vielfältig, die Bedienung dennoch einfach, per Wählrad kann man die wichtigsten Funktionen aufrufen. Messwerte und aktuelle Einstellungen werden auf dem Display an der Rückseite angezeigt, das Anzeigen-Layout kann man anpassen.

Das Autofokus-System dieser Kamera ist trotz ihres Alters noch recht gut. Es gibt 39 Autofokus-Sensoren, neun davon sind als sehr empfindliche Kreuzsensoren im Zentrum ausgeführt. Wenn man filmt oder den Live-View-Modus nutzt, wird nur langsam scharfgestellt, unsere erste Empfehlung macht das besser. Bei der Serienbildrate bekommen wir fünf Bilder in der Sekunde, ganz so schnell ist das zwar nicht, für gute Schnappschüsse aber dennoch schnell genug.

Elektronischer Sucher: Sony Alpha 68

Elektronischer Sucher

Sony Alpha 68

Test  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Sony  Alpha SLT-68
Dank elektronischem Sucher besser als alle anderen für Videos geeignet. Gute Bildqualität, schneller Autofokus, GPS und WLAN gibt's leider nicht.

Die Sony Alpha 68 ist, wenn man es genau nimmt, keine Spiegelreflexkamera, denn der optische Sucher fehlt, es gibt nur – wie auch bei den Spiegellosen – einen Videosucher. Aber die Konstruktion vom Autofokus ist wie bei einer DSLR, es gibt fürs Scharfstellen ein spezielles Modul. Besonders dabei: der Phasen-Aufotokus geht auch beim Live-View-Modus und beim Filmen, das kann die klassische DSLR nicht. Wenn man also eine DSLR speziell für Videos sucht, ist man hier richtig.

Außerdem hat sie auch sonst einiges drauf. Beim Autofokus mit 79 Feldern wird der Großteil des Bildes abgedeckt. Es gibt auch ein Schulterdisplay, das informiert über aktuelle Kameraeinstellungen sowie Messwerte in einem Blick.

Gespart wurde aber auch, so etwa beim Display mit der Diagonale von 2,7 Zoll, das ist kleiner als normal. Aufgelöst wird außerdem nur mit 460.800 Bildpunkten, recht grob also. Der Bajonettanschluss besteht aus Kunststoff, häufige Objektivwechsel könnten damit zum Problem werden. 

Was die Bedienung betrifft, so wird auf Tasten gesetzt, die frei konfigurierbar sind. Davon gibt es ganze zehn. So kann die Kamera sicher und schnell bedient werden, aber zuerst muss das alles erstmal eher umständlich eingerichtet werden. Einsteiger-Menüs gibt es nicht, die Automatikfunktionen sind dafür aber toll. So gibt es eine Gesichtserkennung, die stellt auf ein Gesicht automatisch scharf.

Auch die Bildqualität ist gut, nur wenn es dank schlechtem Licht an hohe ISO-Werte geht, zeigt sie Schwächen. Nikon ist da definitiv besser. Farben werden natürlich gezeichnet und dem Sensor mit seinen 24 Megapixeln entgeht auch kein Detail.

Günstig: Canon EOS 2000D

Günstig

Canon EOS 2000D

Test  Spiegel­­reflex­kamera für Einsteiger: Canon EOS 2000D
Beim sehr günstigen Einstieg in die DSLR-Welt gibt es zeitgemäße 24 Megapixel aber auch einen kleinen Sucher und lahmen Autofokus.

Die Canon EOS 2000D ist vor allem eins: günstig! Dafür muss man dann aber auch mit Einschränkungen leben können.

Aber immerhin nicht beim Bildsensor, dessen Auflösung ist dank 24 Megapixel zeitgemäß. Der Bildprozessor jedoch ist veraltet, das ganze Potential des Sensors kann er nicht ausschöpfen. Wenn man nicht bei schlechten Lichtverhältnissen und mit hohen ISO-Werten fotografiert, macht das aber keine Probleme. Solange die Empfindlichkeit moderat oder niedrig ist, entstehen mit dieser Kamera knackige Fotos, die mit frischen Farben punkten.

Beim Autofokus gibt es in der Bildmitte lediglich neun Messfelder. Das Scharfstellen auf Motive am Bildrand ist also umständlich, man muss erst direkt anvisieren, die Kamera dann verschwenken, während der Auslöser halb gedrückt bleibt. Action-Fotos sind damit nicht machbar. Das würde durch die Serienbildrate von lediglich 3 Bildern in der Sekunde aber ohnehin nicht gehen.

Was die Bedienung betrifft, so ist diese Kamera für Einsteiger geeignet. Das Menü ist leicht verständlich und bietet Hilfetexte bei Bedarf. Mit dem Moduswählrad können außerdem alle wichtigen Einstellungen vorgenommen werden, es befindet sich oben.

WLAN gibt es auch, für diesen Preis ist das alles anderes als selbstverständlich. Bei Videos wird mit Full-HD gefilmt, aber nur mit 30 Bildern in der Sekunde. Schnelle Bewegungen sind da weniger flüssig in der Wiedergabe. Dafür bekommt man hier aber ein preiswertes Einsteigergerät in die DSLR-Welt, ausbauen kann man das alles immer noch, denn Canon bietet einiges an Objektiven.

Was gibt es sonst noch?

Bei der Pentax K-70 werden zwei Eigenschaften vereint, wie bei sonst keinem Testgerät: tolle Bildqualität und wettergeschütztes, robustes Gehäuse. Spritzwassergeschützte Objektive gibt es auch, somit empfehlen wir sie für alle Einsätze, bei denen die Witterung extremer ausfallen kann, etwa beim Sport oder auf Reisen. Außerdem gibt es hier das klassische Pentaprisma, das Sucherbild ist somit sehr klar und hell. 

Schwer ist sie jedoch auch, zudem ist der Autofokus eher langsam beim Scharfstellen, vor allem, wenn es um Videos oder den Live-View-Betrieb geht. Andererseits wird ein toller Funktionsumfang geboten, der kann sogar Profi-DSLRs das Wasser reichen. Eine Empfehlung wurde sie aufgrund des geringen Objektivumfangs nicht.

Eigentlich ist die Canon EOS 77D keine Kamera für Einsteiger, sondern eher nahe am Profi-Sektor dran. Preislich passt sie aber noch in unseren Test, wenn sie auch teuer war. Innen ähnelt sie der 800D, das Gehäuse ist aber bei der 77D stabiler und außerdem sind einige professionelle Ausstattungsmerkmale dabei. So etwa das Schulterdisplay und das griffige Daumenrad an der Rückseite, so kann die Kamera schnell eingestellt werden. Jedoch gibt es für Einsteiger hier keine Assistenzfunktionen und für den Preis sollte man sich die Investition auch gut überlegen.

Quasi die kleine Schwester von der Nikon D5600 ist die Nikon D3500, hier wurde aber definitiv gespart, dafür ist sie auch günstig. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff, der Autofokus hat nur im Bildzentrum 11 Sensoren, es gibt kein WLAN, dafür aber Bluetooth, GPS-Daten können so immerhin vom Smartphone bezogen werden. Dank 24-Megapixel Sensor ist aber die Bildqualität gut und auch fünf Bildern in der Sekunde bei der Serienbildrate sind wir zufrieden. Besonders: die Akkulaufzeit mit 1550 Bildern bei einer Akkuladung.

Wissenswertes über Einsteiger-DSLRs

Die Hersteller versuchen, den Preis der Einsteiger-DSLRs gering zu halten, das erfordert natürlich gewisse Abstriche. Wo genau gespart wird, ist aber je nach Händler unterschiedlich.

So sparen manche zum Beispiel beim Gehäuse der Kamera, einen Spritzwasserschutz hat das meist nicht bei dieser Klasse. Wer also bei starkem Regen fotografieren will, hat hier ein Problem, dann sollte man sich die Pentax K-70 ansehen. Hier gibt es neben einer Abdichtung auch das robusteste Gehäuse im ganzen Test.

Bewährte Komponenten werden auch oft in Einsteigermodelle eingebaut und nicht neu entwickelt, oder aber das Modell bleibt trotz Nachfolger noch auf dem Markt, so etwa bei der Nikon D5300, die günstiger als ihr Nachfolgemodell ist und sich von diesem nur wenig unterscheidet.

Außerdem gibt es ein recht einfaches Autofokus-Modul bei diesen Kameras. Etwa bei der Canon EOS 2000D lediglich neun Autofokus-Sensoren, bei der EOS 77D gibt es dagegen ganze 45 und bei der Alpha 68 von Sony sogar 79. Mehr Autofokus bedeutet, dass auch auf kleine Motive sowie auf Motive, die außerhalb des Bildzentrums liegen, scharfgestellt wird.

Die Sucher-Konstruktion wirkt sich ebenso auf die Preisgestaltung aus, bei den meisten Testgeräten wird das seitenrichtige Sucherbild erzeugt durch eine Spiegelkonstruktion. Dadurch ist dann das Sucherbild ein wenig dunkel, ebenso klein bei günstigen Kameras. Lediglich bei der Pentax wird ein Pentaprisma geboten, das aufwändiger ist. Wer einen guten Sucher will, ist bei ihr an der richtigen Stelle. Bei der D3400 von Nikon findet sich ebenfalls ein recht großer Sucher und auch bei der Alpha 68 von Sony. Genaugenommen ist die aber keine Spiegelreflexkamera, denn das Sucherbild wird elektronisch erzeugt.

Auch bei der Serienbildgeschwindigkeit sind die Unterschiede groß. Sechs Bilder in der Sekunde sollten es für Tier- oder Sportaufnahmen schon sein. Das kann die erste Empfehlung und auch die EOS 77D, mit der Sony Alpha 68 bekommt man sogar 8 Bilder in der Sekunde. Wer nur im Urlaub fotografiert oder vorwiegend Landschaftsaufnahmen macht,  braucht keine so hohe Bildrate und sollte den Fokus eher auf gute Bildqualität legen. Die bietet etwa die Nikon D5600.

Die Ausstattung kostet auch Geld, am teuersten ist die EOS 77D von Canon im Test, sie kommt mit Schulter-Display. Schnell auf die Oberseite sehen und man weiß, wie man die Kamera eingestellt hatte. Neuere Modelle bieten zudem Bluetooth oder WLAN. Man kann die Kamera dann mit dem Smartgerät koppeln und sie fernsteuern oder die Bilder ins Internet hochladen.

Was die Bildqualität betrifft, so konnten wir keine großen Unterschiede im Test feststellen, auch nicht bei den Video-Aufnahmen. Die Kameras haben alle einen 24-Megapixel-Sensor und somit ausreichend Reserve für nachträgliche Bildausschnitte. Unterschiede bemerkt man höchstens dann, wenn das Licht schlecht und der ISO-Wert hoch ist. Hier sind die Nikon-Modelle ein wenig besser.

Auch bei den Videos gibt es keine grundlegenden Unterschiede, alle können in Full-HD auflösen, aber nur eine, nämlich die Canon EOS 250D kann auch 4K. Die Alpha 68 von Sony eignet sich besonders für Videos, hier ist der Autofokus beim Dreh am besten. Aber auch die EOS 77D und 800D von Canon kann sich sehen lassen bei Videoaufnahmen.

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