Test: Sony Alpha 6100

Systemkameras bis 800 Euro im Test : Spiegellose Bilder

von
Veröffentlicht 03.07.2019

Spiegellose Systemkameras vereinen die Bildqualität einer DSLR mit der handlichen Größe einer Kompaktkamera. Wir haben 13 Modelle bis maximal 800 Euro getestet.

Jan-Markus Rupprecht
Jan-Markus Rupprecht
ist Chefredakteur und Herausgeber von digitalkamera.de und digitalEyes und testet alle Arten von Kameras.

Mit einer spiegellosen Systemkamera – oder DSLM – bekommt man eine handliche Kamera, deren Bildqualität mit einer digitalen Spiegelreflexkamera mithalten kann.

Wie auch bei der DSLR kann man hier auch das Objektiv wechseln, etwa um ein Weitwinkelobjektiv für Landschaften zu nutzen oder ein Teleobjektiv, um Fernes ganz nah heranzuholen. Systemkameras kann man zwischen 500 und über 10.000 Euro ausgeben, nimmt man ein günstiges Modell, ist häufig ein Objektiv mit dabei, bei den teureren muss man dafür meist extra zahlen.

Wir haben hier Systemkameras getestet und uns beim Preis eine Obergrenze von 800 Euro gesetzt. Mit dabei sollte jedenfalls ein günstiges Objektiv sein, denn für einige Käufer dürfte es sich um die erste eigene Systemkamera handeln, mehr dazukaufen kann man immer noch.

Für Anfänger und Profis: Sony Alpha 6300

Für Anfänger und Profis

Sony Alpha 6300

Test Systemkamera bis 800 Euro: Sony Alpha 6300
Hervorragende Bildqualität, pfeilschneller Autofokus, kompaktes Gehäuse – das Gesamtpaket überzeugt auf ganzer Linie.

Die Sony Alpha 6300 eignet sich sowohl für Profis als auch für Amateure. Die Ausstattung ist gut und auch für Hobbyfotografen ist sie geeignet dank eines übersichtlichen Automatikmodus.

Von der Bildqualität sind wir ebenso beeindruckt, die Aufnahmen als Poster ausdrucken? Kein Problem mit dieser Kamera. Sogar bei schlechten Lichtverhältnissen bekommt man noch detaillierte und kontrastreiche Aufnahmen.

Eine Kamera sollte sich ihrem Nutzer anpassen, nicht umgekehrt. Hier gibt es einiges an Tasten und Knöpfen, die können alle nach Belieben mit Funktionen belegt werden. Zu Beginn ist das zwar mühsam, aber es zahlt sich aus, denn einmal eingestellt, können die Einstellungen schnell abgerufen werden.

Aber nicht jedem dürften die Knöpfe gefallen, denn man sieht ihnen nicht sofort an, wofür sie da sind. Wenn man lieber eine Kamera möchte, die man nicht groß konfigurieren muss, wären die Modelle von Fujifilm besser geeignet. Bei der X-E3 und X-T20 gibt es Bedienelemente für grundlegende Funktionen, die fest zugewiesen sind.

Kleinere Kamera bedeutet auch fummelige Knöpfe. Im Winter mit Handschuhen kann das lästig werden, etwa die PEN-Modelle von Olympus sind dann schwer zu bedienen. Bei der Größe punkten sie dafür aber.

 Systemkamera bis 800 Euro Test: Sony Alpha 6300 [foto Medianord] Jezmtq

Wer in eher ungewöhnlichen Perspektiven fotografiert, braucht ein frei bewegliches Display. Das findet man etwa beim Canon-Modell. Hier lässt sich der Monitor auch nach vorne schwenken, auch für Selfies ist das praktisch. Bei der Panasonic Lumix DC-GX9 kann man sogar den Sucher hochklappen und so etwa Kinder dann auf Augenhöhe fotografieren.

Es gibt hier 24 Megapixel Auflösung sowie einen Sensor mit APS-C-Größe. Die Bezeichnung stammt aus der Zeit des Analogfilms. Wichtig: die Sensoren sind kleiner als Kleinbild-Vollformat-Sensoren, die findet man bei den höherpreisigen Produkten. Aber sie sind auch größer als Micro-Four-Thirds-Sensoren etwa von Panasonic und Olympus. Daher kommt auch die unterschiedliche Megapixel Zahl, wobei die einzelnen Pixel sogar ein wenig größer sind, was für die Bildqualität grundsätzlich gut ist.

Bei den APS-C-Sensoren gibt es ein 3:2-Seitenverhältnis, bei den Micro-Four-Thirds-Sensoren 4:3-Format. Für uns sind die 3:2-Sensoren im Vorteil. Das 4:3-Format sieht auf dem iPad gut aus, mehr aber auch nicht. Will man ein klassisches Bildformat drucken, braucht man 3:2, ebenso bei DIN-A3 oder DIN-A4, wenn formatfüllend gedruckt werden soll. Insgesamt wird man mit einem APS-C-Sensor mit 24 Megapixel also keine Probleme bekommen.

Wenn man einen perfekten Moment ablichten will, etwa wenn der Hund geraden den Ball fängt, wird es schwierig. Hier helfen vor allem Hobbyfotografen Serienbildreihen.

Beinahe alle Kameras im Test können schnelle Serienbildreihen, dabei sollte jedes Einzelbild aber scharf sein, dazu braucht man einen schnellen Autofokus. Hier, bei der Kombination von schnellem Autofokus und hoher Serienbildrate, punktet die Alpha 6300. Die Fujifilm-Kameras schaffen pro Sekunde zwar etwas mehr Bilder, in der Praxis merkt man den Unterschied aber kaum.

Bei manchen Kameras geht auch die Serienbildrate zurück, wenn der Autofokus andauernd scharf stellen soll. Etwa bei Canon EOS M50 und Panasonic Lumix DC-GX9. Ein Nachteil ist das aber nicht immer. Denn bei einer geringeren Serienbildgeschwindigkeit passen mehr Bilder in den Pufferspeicher. Die Kamera hält dann länger beim Tempo durch, ehe sie ins Stottern gerät.

Es gibt auch Kameras, die noch mehr Serienbilder in der Sekunde schaffen, etwa 30 oder 25, das liegt daran, dass sie in 4K filmen, anstatt Fotos aufzunehmen. Eine Funktion ermöglicht dann das Extrahieren des besten Bildes daraus. Der Nachteil: Bei Weitem reicht die Bildqualität nicht an echte Fotoaufnahmen heran.

Auch die Videoqualität ist bei unseren Testprodukten toll. Jede der Kameras kann auf jeden Fall Full-HD, teils auch 4K. Eine hohe 4K-Auflösung bringt vor allem dann was, wenn man den passenden Fernseher hat. Aber dafür ist beim 4K-Material die Nachbearbeitung aufwändiger.

Wenn Sie Wert auf 4K legen, sollten Sie auf eine möglichst hohe Bildrate achten. Die Sony-Kamera schafft 30 Bilder in der Sekunde, somit können auch schnelle Bewegungen flüssig wiedergegeben werden.

Bei guten Videoaufnahmen ist die Auflösung wichtig, aber ebenso ein schneller Autofokus, so zieht die Kamera beim Schwenken die Schärfe schnell nach. Auch hier punktet das Sony-Modell.

Wichtig ist außerdem, dass das Bild möglichst ruhig sein sollte. Außer dem Stativ kommt dafür ein wirkungsvoller Bildstabilisator infrage. Entweder in der Kamera oder im Objektiv. Eine Kombination von beidem geht auch, im Test hatten wir das aber nur bei Olympus und Panasonic.

Bei beinahe allen Herstellern findet sich ein Bildstabilisator im Objektiv, bei dem der Sony etwa am Namenszusatz »OSS« erkennbar.

Der größte Vorteil von spiegellosen Systemkameras ist, dass man kein Objektiv wechseln muss, hier kann der Apparat schnell ans Motiv angepasst werden. Ob nun ein Makro-Objektiv für eine Nahaufnahme oder Weitwinkel für die Landschaft, oder aber Tele für weit entfernte Motive. All das ist kein Problem und »Immerdrauf-Zooms« gab es bei unseren Testprodukten auch, hier wird von Tele bis Weitwinkel ein großer Brennweitenbereich abgedeckt.

Vor allem bei Panasonic und Olympus gibt es viele passende Objektive. Denn hier wird der Micro-Four-Third-Standard befolgt, damit passen Kamera und Objektive der beiden Hersteller immer zusammen.

Aber auch Sony hat einiges an Auswahl zu bieten, bei Fujifilm ist die Auswahl sogar noch größer und die Objektive größtenteils hochwertig.

Für die spiegellosen Kameras von Canon sind nur wenig passende Objektive verfügbar, damit sind auch die Einsatzmöglichkeiten für die Kamera eingeschränkt.

Meist ist man auch nicht auf Objektive vom Hersteller der Kamera festgelegt, geeignete Systeme gibt es auch von anderen Herstellern, etwa Sigma für Micro-Four-Thirds oder Zeiss für Sony und Fujifilm.

Mit Touchscreen: Fujifilm X-T20

Mit Touchscreen

Fujifilm X-T20

Technisch auf Augenhöhe mit der Alpha 6300, dazu mit Touchscreen. Aber das Bedienkonzept ist nicht jedermanns Sache.

Die X-T20 von Fujifilm kann auch durch Wischen und Tippen aufs Display bedient werden, das klappt auch im Schnellmenü mit großen Einstellfeldern, wir finden das toll.

Sie wirkt ein wenig wie eine Spiegelreflexkamera aus dem letzten Jahrhundert, bei Fujifilm ist das Retrodesign ein Markenzeichen. Ob nun »old school« oder »klassisch«, das ist wohl Geschmackssache, darunter verbirgt sich aber in jedem Fall modernste Technik.

Es gibt beim Sucherbuckel einen versteckten Bordblitz, der kann mit einem eigenen Hebel ausgeklappt und aktiviert werden. Beinahe für jede Funktion gibt es bei dieser Kamera ein eigenes Bedienelement. Etwa ein Wählrad, damit kann die Belichtungszeit eingestellt werden.

Ein Moduswählrad hätten wir uns noch gewünscht, denn das fehlt hier. Dafür gibt es aber einen Automatik-Hebel, betätigt man den, kann man anschließend auch Motivprogramme wählen. Klassische Kreativprogramme wie Blenden-, Zeit- und Programmautomatik und auch den manuellen Modus stellt man aber wie vor Jahrzehnten ein. Das analoge Bedienkonzept ist also toll für alle, die schon länger fotografieren und das gewohnt sind.

Die Technik ist aber mit unserer ersten Empfehlung auf Augenhöhe, die Serienbildrate sind 14 Bilder in der Sekunde, zusammen mit einem schnellen Autofokus überzeugt uns das. Auch Action- oder Sportfotos sind kein Problem. Auch diese Kamera hat ein Display, das klappbar ist, so werden bodennahe Fotos und Überkopf-Fotos erleichtert.

Auch das Niveau der Bildqualität ist hoch, vor allem dann, wenn die Bildaufbereitung durch die Kamera ein wenig angepasst wird. Das bringt knackscharfe und detailreiche Fotos, auch dann, wenn das Licht schwindet und man höhere ISO-Werte braucht. Raum für kreative Spielereien bleibt auch. So kann man etwa Bildlooks von analogen Filmen simulieren, aber nur welche von Fujifilm.

Unklar ist aber, wie lange diese Kamera noch verfügbar sein wird. Bei alten Modellen lässt Sony diese zum Beispiel lange im Programm, der Preis fällt. Bei Fujifilm werden die Vorgänger aber vom Nachfolger abgelöst und in anderen Preisklassen gibt es günstigere Kameras.

Dieses Gerät gibt es seit Februar 2017 zu kaufen, seit Mai 2019 ist aber ein direkter Nachfolger verfügbar. Noch kann man unsere Test-Kamera kaufen, etwa 800 Euro zahlt man samt XC 15-45mm Objektiv. Fraglich bleibt, wie lange der Vorrat reicht. Gefällt Ihnen die Kamera, sollten Sie lieber schnell sein, solange sie noch verfügbar ist.

Mit 4K: Panasonic Lumix DC-GX9

Mit 4K

Panasonic Lumix DC-GX9

Test Systemkamera bis 1.000 Euro: Panasonic Lumix DC-GX9
Klein und handlich, aber ein wahres Ausstattungswunder. Super auch zum Filmen in 4K geeignet. Das kompakte Gehäuse ist allerdings nicht so griffig und ein Wetterschutz fehlt.

Die Lumix DC-GX9 ist eine sehr kompakte Systemkamera, die einiges drauf hat. So ist ein integrierter Bildstabilisator vorhanden, mit dem eine bis viermal längere Belichtungszeit drin ist. Auch 4K-Aufnahmen mit 30 Bildern in der Sekunde sind drin.

Die Ausstattungsdetails dieser Kamera dürften vor allem für Reisen interessant sein, sie kann sich per WiFi und auch per Bluetooth mit dem Smartphone verbinden, so können die Aufnahmen auf Wunsch auch aufs Handy übertragen werden. Da kann man sie dann einfach per Mail verschicken oder auf den Social Media Kanälen posten. Die GPS-Daten bekommt die Kamera auch vom Smartphone.

Auch ein kleiner Bordblitz ist mit dabei, bei Bedarf springt er raus und wenn die Leistung nicht ausreicht, kann man auch einen Systemblitz anschließen. Aber auch ohne den Blitz werden die Fotos bei schwachem Licht noch gut. Der Bildstabilisator ist leistungsfähig, so sind sogar bis zu viermal längere Belichtungszeiten drin ohne verwackelte Aufnahmen. So kann die ISO-Empfindlichkeit und mit der auch das Bildrauschen gering gehalten werden.

Das Kamera-Gehäuse ist recht klein, dennoch gibt es genug Bedienelemente. Wichtige Betriebsarten wie etwa Autofokus kann man mit einem Schalter umschalten ohne Umweg ins Kameramenü. Beim Bildsensor ist die Auflösung rund 20 Megapixel, das ist hoch. Jedoch ist dieser Sensor mit Micro-Four-Thirds-Format kleiner als bei der ersten Empfehlung. Das merkt man vor allem dann, wenn man bei geringem Licht fotografiert. Dunkle Kirchen von innen oder nächtliche Aufnahmen in der Stadt werden hier nicht ganz so toll.

Dafür gibt es aber bei den Objektiven ein großes Angebot. Auch alle Olympus-Objektive passen auf diese Kamera, ebenso passen die Panasonic Objektive auf die Olympus-Geräte.

Schnelle Serienbilder: Sony Alpha 6000

Schnelle Serienbilder

Sony Alpha 6000

Test Systemkamera: Sony Alpha 6000
Hier bekommt man Top-Bildqualität zu einem unschlagbaren Preis. 4K-Videos und Bildstabilisator fehlen aber.

Die Alpha 6000 von Sony überzeugt mit ihrem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Bildqualität ist noch immer toll und das Gehäuse leicht und kompakt.

Jedoch ist diese Kamera nicht ganz so hochwertig wie andere Testkandidaten. Klapprig wirkt sie nicht, aber die Kamera von Fujitsu etwa wirkt deutlich edler. Einen besonderen Schutz gegen Spritzwasser oder Staub gibt es hier auch nicht und die elektronische Wasserwaage ihres Nachfolgers hat sie auch nicht. Diese Wasserwaage dient beim Fotografieren dazu, dass die Kamera genau waagrecht ausgerichtet wird.

Sie filmt nur in FullHD, bei dem günstigen Preis ist das aber akzeptabel, das Gleiche gilt für den fehlenden Bildstabilisator.

Was gibt es sonst noch?

Die EOS M50 kommt von Canon und bietet einige Vorteile, etwa das wahlweise Filmen in 4K. Außerdem ist der Autofokus sehr gut, ebenso das ergonomische Gehäuse und die Bedienung über den Touchscreen. Neue Fotos werden außerdem automatisch ans Smartphone übertragen. Der Akku hält aber nicht ganz so lange durch, bei den 4K-Videos wird außerdem das Bild beschnitten und es werden nur 25 Bilder in der Sekunde aufgezeichnet.

Die Olympus OM-D E-M10 III ist eine besonders kompakte Kamera, dafür hat sie aber einen kleineren Bildsensor, im Alltag merkt man davon aber nichts. Wenn die Lichtverhältnisse aber schlecht sind, merkt man das auch beim Fotografieren. Dafür gibt es hier aber viele pfiffige Automatikfunktionen, vor allem weniger versierte Fotografen dürften sich darüber freuen.

Die nominell beste spiegellose Kamera von Canon ist die EOS M5, sie hat einiges drauf. So punktet sie etwa beim Bedienkonzept, das ist dem der Spiegelreflexkameras von Canon recht ähnlich und wichtig für alle, die schon eine DSLR von Canon nutzen. Zudem ist die Touch-Bedienung durchdacht, der Autofokus schnell, die Bildqualität klassentypisch. Leider filmt sie nicht in 4K und bei den Objektiven ist das Angebot auch eher mager.

Die Pen E-PL9 von Olympus ist stylisch, da rückt die technische Ausstattung eher in den Hintergrund, wobei die durchaus überzeugend ist. Es gibt einen Bildstabilisator und in 4K filmt sie auch, per Bluetooth koppelt man die Kamera mit dem Smartphone, 16 Megapixel sind aber nicht ganz so überzeugend.

Wissenswertes über Systemkameras

Günstige Systemkameras liegen bei etwa 500 Euro mit Objektiv, für teure zahlt man ohne Objektiv schon über 10.000. Dementsprechend ist auch der Leistungsunterschied groß.

Die günstigen Kameras – egal ob aktuell oder schon älter – sind technisch nicht ganz so auf der Höhe der Zeit, aber auch mit ihnen kann man durchaus gute Fotos machen. Wir haben einige dieser Kameras dennoch getestet.

Für etwa 300 Euro mehr bekommt man neuere Technik oder auch gehobene Mittelklasse-Modelle, die zu Beginn noch deutlich mehr gekostet hätten. Man muss also kaum noch Kompromisse eingehen, wir haben daher hohe Anforderungen an die Testgeräte, konkret waren das:

  • Sie sollten mindestens 20 Megapixel Bildgröße haben, wenn möglich mehr. Über die Bildqualität sagt die Megapixel-Zahl nicht viel aus, aber bei höherer Zahl kann man nachträglich einen Bildausschnitt genauer festlegen.
  • Der Autofokus sollte präzise und schnell sein, nicht nur für Sport-Aufnahmen, sondern auch für Fotos von Kindern oder Tieren
  • Pluspunkte gibt es für schnelle Serienbilder, denn »Draufhalten« hilft manchmal, danach kann man sich das beste Bild dann heraussuchen.
  • Auch hochauflösende 4K-Videos sollten möglich sein, dann aber mit ruckelfreier Bildrate von 25 oder 30 Bildern in der Sekunde. Diese Videos sehen toll aus und wenn der aktuelle Fernseher keiner ist – der nächste wird sicherlich ein 4K-Fernseher sein.
  • Für einen Sensor-Shift-Bildstabilisator gibt es auch Pluspunkte, Bedingung ist das aber nicht. Einige Objektive haben auch einen eingebauten Bildstabilisator, aber wenn die Kamera auch noch einen hat, schadet das sicher nicht. Man kann auch für eine bessere Stabilisierungsleistung beides kombinieren.
  • Ein Sucher muss aber sein, nicht nur am Monitor. Auf den Monitoren ist das Bild im grellen Sonnenlicht oft schlecht zu erkennen. Aber auch wenn man konzentriert fotografieren möchte, ist ein Sucher hilfreich. Außerdem vermeidet man Verwacklungen, wenn die Kamera am Kopf und dicht am Körper gehalten wird. Der Bildstabilisator hat bei einem Blick auf den Live-View-Monitor und vielleicht noch bei ausgestrecktem Arm einiges zu tun.
  • Auch ein Klapp-Monitor ist toll, damit kann man etwa über Menschenmengen hinweg aufnehmen oder auch dicht am Boden, ohne dabei dreckig zu werden. Pflicht war dieses Kriterium für uns nicht, aber definitiv ein Vorteil.
  • Touchscreen ist so eine Sache. Bislang war die Konfiguration der Einstellungen am Touchscreen bei keinem Hersteller gut umgesetzt. Dazu sind sie an den alten Bedienkonzepten noch zu sehr verhaftet. Dennoch ist der Touchscreen gut, wenn man den Punkt wählen will, auf den die Kamera scharfstellen soll. Am Monitor antippen und schon wird scharfgestellt. Meist klappt das sogar, wenn man in den Sucher und nicht direkt auf den Monitor schaut. Ansonsten könnte man den Fokus-Punkt auch per Joystick wählen, viele Anwender sind davon überzeugt und deaktivieren den Touchscreen lieber. Pluspunkte gibt es bei uns für den Touchscreen, wir machen ihn aber nicht zur Bedingung.
  • Ein Zoom-Objektiv sollte für 800 Euro schon drin sein, höherwertige Objektive kann man immer noch dazukaufen, aber zumindest fürs spätere Verkaufen der Kamera ist ein Objektiv im Lieferumfang sinnvoll.
  • Bei den empfehlenswerten Produkten legen wir Wert auf eine breite Auswahl an Objektiven, natürlich mit Autofokus. Sinnvoll ist es auch, wenn das System von Fremdherstellern unterstützt wird, so wird das Angebot nochmal größer.

 

Trotz dieser ganzen Anforderungen gibt es viele Angebote, wir haben daher viele spannende Empfehlungen gefunden für unterschiedliche Ansprüche.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links, die mit markiert sind. Kaufen Sie über diese Links ein Produkt, erhalten wir eine kleine Provision. Mehr dazu.