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Alles im Kasten: Camcorder im Test Test: 20181011 1244x830

4K-Camcorder im Test

Hobbyfilmer, die einen leistungsstarken Rechner zu Hause haben, können sich auch mit den 4K-Modellen befassen. Die Nachbearbeitung von 4K-Aufnahmen benötigt nämlich einige Ressourcen. Sie haben im Rohzustand 3.840 x 2.160 Pixel und sind damit um einiges schärfer als HD-Videos.

Um das zu verdeutlichen: Wenn man um 200 Prozent in eine 4K-Aufnahme hineinzoomt, ist man erst bei der Qualität von HD angelangt. Dadurch kann man in der Nachbearbeitung auch mal Bildausschnitte auswählen, ohne einen Qualitätsverlust zu haben. Allerdings kosten die 4K-Camcorder auch 40 bis 50 Prozent mehr als die HD-Geräte.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
AllrounderGutes Bild, guter TonGroßer Brennweitenbereich
Test  besten HD- und UHD-Camcorder: Panasonic HC-VXF11Test  besten HD- und UHD-Camcorder: Sony FDR-AX53Test: Panasonic Hc X1500
Modell Panasonic HC-VXF11 Sony FDR-AX53 Panasonic HC-X1500
Pro
  • Sehr gute Bildqualität
  • Tolle Verarbeitung
  • Optischer Sucher
  • WLAN-Funktion
  • Guter Bildstabilisator
  • Sehr gute Bildqualität
  • Tolle Verarbeitung
  • Optischer Sucher
  • WLAN-Funktion
  • Guter Bildstabilisator
  • Dual-Karten-Slot
  • Sehr lange Akkulaufzeit
  • Großer Brennweitenbereich
  • Sehr gute Bildqualität
  • 60 Bilder bei UHD-Auflösung
  • Guter Bildstabilisator
Contra
  • Max. 25 Bilder bei UHD-Auflösung
  • Max. 25 Bilder bei UHD-Auflösung
  • Teuer
  • Separates Ladegerät muss extra erworben werden
Bester Preis
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Allrounder: Panasonic HC-VXF11

Allrounder

Panasonic HC-VXF11

Test  besten HD- und UHD-Camcorder: Panasonic HC-VXF11
Für UHD-Aufnahmen ist der Panasonic HC-VXF11 der beste Allround-Camcorder mit zusätzlichem optischen Sucher.

Der Panasonic HC-VXF11 kommt mit einer tollen Ausstattung, optischem Sucher und super Bildqualität. Die Bedienung ist simpel und funktioniert mit einem Farb-Touchscreen und einem Objektivring für manuelle Einstellungen.

Der HC-VXF11 ist handlich, kompakt und gut verarbeitet. Er bietet Anschlüsse für Mikrofon, Kopfhörer und Zubehörschuh. Das leicht zu bedienende Menü bietet komplexe Möglichkeiten, manuelle Einstellungen vorzunehmen.

Der Camcorder ist sehr schnell startklar: Man muss nur den Sucher, den man nach oben anwinkeln kann, herausziehen oder das Display aufklappen. Den LCD-Monitor ist um 180 Grad drehbar. Außerdem verfügt die Kamera über einen 24-fach optischer Zoom. Ein Leica-Objektiv mit F1.8-Blende deckt einen Bereich von 25 Millimeter Weitwinkel bis 600 Millimeter Tele ab. Unschärfen werden mit einer Korrektur um fünf Achsen vermieden.

Fokus, Zoom und Iris lassen sich hier manuell einstellen. Wenn man die Videos direkt am Fernseher abspielen möchte, ist das kein Problem, denn der Panasonic hat einen HDMI-Anschluss. Gut finden wir auch, dass man vier Funktionstasten nach Belieben belegen kann.

Damit Helligkeitsunterschiede ausgeglichen werden können, verfügt der HC-V777 auch über HDR. Im 4K-Modus funktioniert der allerdings nicht. Mit der Image App kann man den Camcorder auch mit per Smartphone steuern und Einstellungen vornehmen.

Der HC-V777 bietet die Formate AVCHD und MP4 an. Letzteres benötigt man für Videos der maximalen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln. Leider kann man so nur Aufnahmen mit maximal 25 Bildern pro Sekunde machen. Wenn man allerdings mit Full-HD filmt, sind 50 Bilder pro Sekunde drin. Elf Modi für verschiedene Situationen, wie z.B. Sport, Porträt oder Landschaft sind beim V777 verfügbar. Aber auch der halbautomatische Modus iA+, bei dem man nur Farbe und Helligkeit manuell verändern kann, ist an Bord. Wer natürlich alles selbst in der Hand haben will, kann sich auch komplett manuell bei vielen Einstellungen austoben.

Man kann sich auf dem Display Hilfslinien anzeigen lassen, um z.B. einen waagerechten Horizont zu erreichen. Auch Optionen wie Zeitlupe oder Zeitraffer bieten weitere kreative Möglichkeiten. Sogar ein Dolly-Zoom ist verfügbar! Die Akkulaufzeit beläuft sich auf circa 45 Minuten.

Der V777 kreiert in seiner höchsten Auflösung bei hellen Lichtverhältnissen detailreiche Aufnahmen und glänzt mit natürlichen Farben. Selbst der Himmel wird nicht monoton dargestellt, verschiedene Blaunuancen werden sichtbar. Auch Blätter und Nadeln werden toll herausgestellt.

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Der Autofokus kommt gut mit wechselnden Lichtverhältnissen klar. Schwenks gelingen zwar nicht vollständig gleichmäßig, aber insgesamt leistet auch der Bildstabilisator einen guten Job. Bei dunkleren Lichtverhältnissen gibt es allerdings ein wenig Bildrauschen und die Zeichnung ist nicht mehr ganz so schön.

Der Ton kann sich hören lassen: 5.1-Surroundsound ist hier das Maximum. Verschiedene Modi wie Sprache, Musik, Natur etc. unterstützen einen guten Klang in der jeweiligen Situation. Die Frequenz und Verstärkung kann man zusätzlich manuell anpassen.

Gutes Bild, guter Ton: Sony FDR-AX53

Gutes Bild, guter Ton

Sony FDR-AX53

Test  besten HD- und UHD-Camcorder: Sony FDR-AX53
Der Sony FDR-AX53 liefert ein tolles Bild und punktet durch seine umfangreiche Ausstattung.

Der Sony FDR-AX53 kann vor allem mit seinem optischen Sucher trumpfen. Der ist in der Höhe verstellbar, aber auch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten ebnen den Weg für kreative Arbeiten. So gut wie das Bild ist, ist auch der Ton. Das Gerät kann in jeder Disziplin ordentliche Ergebnisse vorweisen.

Der FDR-AX53 ist super verarbeitet und auch die Bildstabilisation kann sich sehen lassen. Sowohl Bild als auch Ton sind hier auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Einzig der abstehende Akku auf der Hinterseite hätte noch etwas besser platziert werden können.

 HD- und UHD-Camcorder Test: 20181010
Sony hat beim FDR-AX53 ein Zeiss-Objektiv verbaut.

Das Display des Geräts ist schön scharf und gut ablesbar. Sobald man es aufklappt, ist die Kamera startklar. Der Camcorder ist mit einem 20-fach optischen Zoom ausgestattet und man kann ihn mit einem Regler am Gerät oder via Touchscreen bedienen. Das 26,8-Millimeter-Weitwinkelobjektiv macht seinem Namen hier alle Ehre. In der höchsten Auflösung wird mit dem Sony mit maximal 25 Vollbildern gefilmt. Der Ton ermöglicht auch hier 5.1-Surroundsound.

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Zeitraffer und -lupe gehören mit zur Standardausstattung, hier hat man aber zusätzlich Gesichtserkennung und Rote-Augen-Korrektur dabei. Das Gerät kann sich auch mit WLAN verbinden. Den Himmel kann die Kamera differenziert darstellen, auch Bewegungen werden meisterhaft eingefangen. Je mehr Licht man hier zur Verfügung hat, desto besser werden die Aufnahmen.

Großer Brennweitenbereich: Panasonic HC-X1500

Großer Brennweitenbereich

Panasonic HC-X1500

Test: Panasonic Hc X1500
Der Panasonic HC-X1500 mit großem Brennweitenbereich ermöglicht semi-professionelles Arbeiten und liefert exzellente Videos mit sehr hoher Schärfe.

Der Panasonic HC-X1500 richtet sich mit Ausstattung, Gewicht, Größe und Preis an semiprofessionelle Nutzer. Der Camcorder filmt mit höchstens 3.840 x 2.160 Bildpunkten und beherrscht in der höchsten Auflösung 60 Vollbilder. Das Display ist 8,8 Zentimeter groß, scharf und auch draußen gut ablesbar.

Am unteren linken Rand des HC-X1500 befinden sich fünf Drucktaster mit denen das Menü aufgerufen wird, oder man Gain-, Iris- und Shutterwerte verändern kann. Die Haptik ist hier nicht ganz optimal. Die Bedienung des vorderen Multiregler ist bei montierter Stativplatte erschwert. Auf zwölf frei definierbaren Tasten kann man 38 Funktionen individuell abspeichern.

 Camcorder Test: 20200401
Die unteren Menütasten sind im Stativ-Betrieb nicht optimal zugänglich.

Eine große Zoomwippe ermöglicht weiche Kamerafahrten. Die Brennweite beträgt dabei 25 bis 600 mm. Mit zwei Einstellringen am Objektiv kann man händisch fokussieren und hat so auch unmittelbaren Zugriff auf Zoom und Blende. In die zwei SD-Kartenslots passen Speicherkarten mit jeweils bis zu 128 Gigabyte. Für eine optimale Beleuchtung und eine gleichmäßige Bewegungsdarstellung sorgt der integrierte ND-Filter.

Der Sensor des HC-X1500 ist 1/25,-Zoll groß. Bei guter Ausleuchtung deckt der Autofokus einen sehr breiten Schärfenbereich ab. Das Menü ist simpel gestaltet, aber es fehlen Symbole für eine schnelle Orientierung. So findet man nicht gleich jeden Menüpunkt. Über Wisch- und Tippgesten kann man durch das Menü navigieren.

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Der Panasonic HC-X1500 wird ohne Handgriff geliefert, dieser kann aber für knapp 300 Euro zusätzlich erworben werden. Die Anschaffung lohnt sich: Mit dem Griff lassen sich Aufnahmen aus diversen Perspektiven entspannter erstellen und gerade beim Laufen oder für Schwenks ist der Griff eine große Hilfe.

Die Bildqualität des Camcorders begeistert mit exzellenter Schärfe, natürlichen und fein abgestuften Farben, sowie präzisen Übergängen. Der Stabilisator gleicht Bildunebenheiten fünfachsig aus. Der Akku bietet auch bei stärkerem Gebrauch des Panasonic HC-X1500 eine Laufzeit von über vier Stunden. Allerdings muss er im Gerät geladen werden, ein vollständiges Laden dauert über drei Stunden.

Was gibt es sonst noch?

Der Sony FDR-AX43 verfügt nicht über einen integrierten optischen Sucher. So muss man sich beim Filmen vollständig auf das 7,5 Zentimeter große Display verlassen. Der Camcorder bietet zudem eine spezielle Nightshot-Funktion. Der FDR-AX43 hat einen 20-fachen optischen Zoom, eine fünfachsige Bewegungskorrektur und ein 26,8-mm-Weitwinkelobjektiv. An Funktionen hat der Camcorder unter anderem Gesichtserkennung, sowie Zeitlupe und Zeitraffer und als Modi Nachtaufnahme, Landschaft oder Porträt zu bieten. Im Idealfall hält der Akku vier Stunden. Die Bildqualität überzeugt mit kräftigen Farben, Schärfe und einer homogenen Bildausleuchtung.

Auch der JVC GZ-RY980HEU verfügt nicht über einen optischen Sucher. So kann das Motiv nur über das 7,6 Zentimeter große Display kontrolliert werden. Des Weiteren gibt es auch keine Drehregler oder Knöpfe, sodass die Bedienung nur über das Touchpanel erfolgt. Es können gleich zwei SD-Karten untergebracht werden. Das Gehäuse ist wasser- und stoßfest, sowie immun gegen Crashs aus 1,5 Metern Fallhöhe. Der Akku hält im HD-Modus fast 5,5 Stunden.

Hier sehen Sie alle Testvideos zu den Camcordern.

Was Sie über Camcorder wissen sollten

Gute Camcorder machen immer noch bessere Videos als die meisten Smartphones. Wer hochwertige Videos aus dem Urlaub oder von Ausflügen machen möchte, sollte über einen Camcorder nachdenken.

Camcorder trumpfen vor allem auch mit ihrer einfachen Handhabung: Sie sind ergonomisch und bieten einen sicheren Halt. Der optische Zoom und verschiedene Schärfeeinstellungen sind weitere Pluspunkte.

Wer die produzierten Videos auf seinem 4K-Fernseher anschauen möchte, sollte auch zum Camcorder greifen. Auch ein HD-Modell ist hier noch eine gute Wahl. Wenn die Wahl aber doch auf einen 4K-Camcorder fällt, sollte man sich vergewissern, dass man einen flotten Rechner zu Hause hat, denn sonst kann man das Material nicht vernünftig nachbearbeiten – Mindestanforderungen: Intel i5, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, SSD-Festplatte und eine leistungsstarke Grafikkarte. Das Material von HD-Modellen sollten aber alle gängigen Rechner gut verarbeiten können.

So haben wir getestet

Wir haben die Camcorder einem reinen Anwendungstest unterzogen, ins Labor wurden sie nicht geschickt. Verschiedene Motive und Lichtverhältnisse wurden in der Natur von uns abgefilmt. Bewegte und ruhende Objekte, kleine und große haben wir uns dabei ausgesucht. Neben der Bildqualität haben wir auch die Handhabung, Ausstattung, die jeweils technischen Vorzüge und Apps begutachtet.

Die bekanntesten Marken in diesem Bereich sind Sony, Canon, Panasonic und JVC – neben diesen Herstellern wollten wir aber auch das Niedrigpreissegment untersuchen und haben ein paar günstigere Modelle hinzugenommen. Allerdings ist hier teurer auch besser!

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