Test: Gamingtastatur

Gaming-Tastaturen im Test : Pompöses Zocken

Update 01.07.2021

PC-Gamer bevorzugen zum Zocken robuste Tastaturen mit einer geeigneten Schaltertechnik unter den Tastenkappen, denn mechanische Schalter sind langlebiger und präziser. Auch eine RGB-Beleuchtung wird gern gesehen und ist der Hingucker auf der nächsten LAN-Party. Wir haben 61 Gaming-Tastaturen getestet.

Update 1. Juli 2021

Elf weitere Gaming-Tastaturen haben es zu uns in die Testredaktion geschafft. Mit der Huntsman V2 Analog und der SteelSeries APEX Pro gibt es zwei neue Empfehlungen.

17. Februar 2021

Wir haben zwei weitere Gaming-Tastaturen unter die Lupe genommen. Die HP OMEN Encoder und die Sharkoon Skiller Mech SGK30 haben es beide zur Empfehlung geschafft. Ebenso in die Riege der Empfehlungen aufgerückt ist die Roccat Vulcan TKL Pro.

29. Januar 2021

Sieben weitere Gaming-Tastaturen wurden von uns getestet. Empfehlenswert ist die Ornata V2 von Razer.

7. Oktober 2020

Gleich neun weitere Gaming-Tastaturen haben wir getestet. Darunter sind vier, die wir empfehlen können: die Logitech G915 TKL, die Razer Huntsman Mini, die Das Keyboard X50Q und die Aukey KM-G12.

12. August 2020

Wir hatten fünf weitere Gaming-Tastaturen im Test. Neue Empfehlungen sind die Fnatic Streak und die HyperX Alloy Origins.

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Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Eine ordentliche, zum Spielen ausgelegte Tastatur gehört genauso wie die Gaming-Maus zum Werkzeug eines echten Gamers. Das Keyboard muss sehr reaktionsfähig sein und einiges aushalten können. Denn im Rage-Modus geht man gern auch mal etwas gröber mit den Tasten um. Programmierbare Zusatztasten und bunte Lichter sind dabei genauso gern gesehen wie ergonomische Handablagen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gamers LieblingKompaktHochwertigRobustMit Plastikabdeckung
Test: Logitech G915 TklTest: Roccat Vulcan Tkl ProTest: Razer Huntsman V2 AnalogTest: Steelseries Apex ProTest: Sharkoon Skiller Mech Sgk30
Modell Logitech G915 TKL Roccat Vulcan TKL Pro Razer Huntsman V2 Analog SteelSeries APEX Pro Sharkoon Skiller Mech SGK30
Pro
  • Leise, mechanische Tastenschalter
  • Verzögerungsfreie Drahtlos­verbindung
  • Trotz Zusatz­funktionen übersichtlich
  • Große Lautstärke­walze und Makrotasten
  • Beleuchtung ohne Software abschalt- und regelbar
  • Recht leise
  • Kompakt
  • Hochwertige Aluminium­platte
  • USB-C-Kabel abnehmbar
  • Gut zum Schreiben
  • Tolle Handballenauflage
  • Keycaps sind rau
  • Sehr viele Funktionen
  • Analoge Switches
  • Hall-Technik mit Omni-Point-Switches
  • Üppige Ausstattung
  • Viele Funktionen (auch ohne Software)
  • Relativ leise
  • Gutes Tippgefühl
  • Beleuchtungs­einstellungen ohne Software möglich, auch Modi
  • Günstig
  • Mit Tastatur­abdeckung –eigentlich Verpackungs­material
Contra
  • Micro-USB statt USB-C zum Aufladen
  • Logitech-Software "Ghub" stürzt gelegentlich ab
  • Zieht Staub magisch an
  • Tastenbeschriftung ohne RGB-Beleuchtung kaum zu erkennen
  • Ohne Handballen­auflage
  • Sekundärtasten­beleuchtung eher schwach (aber sichtbar)
  • Design zieht Staub und Haare an
  • Teuer
  • Viele Funktionen nur über umständliche Software verfügbar
  • Steifes Doppelkabel
  • Beleuchtung auf höchster Stufe etwas schwach und teilweise ungleichmäßig
  • Teuer
  • Nur mit liniaren Switches verfügbar
  • Kabel ziemlich steif
  • Nur 61 der Tasten sind Omni-Point
  • Tastenkappen eher glatt
  • Nur Plastik
  • Relativ laut
  • Einzelne Tasten "klappern"
  • Medientasten haben "nur" Sekundär­belegung
  • Ohne Handgelenk­auflage
Bester Preis
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Gamers Liebling: Logitech G915 TKL

Gamers Liebling

Logitech G915 TKL

Test: Logitech G915 Tkl
Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet schnelle Schalter und ist nicht so laut wie andere Gaming-Tastaturen. Es gibt sie auch mit Nummernblock.

Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet viele Funktionen und ist sogar personalisierbar. Die kleine Personalisierung beginnt dabei schon vor dem Kauf, denn es stehen drei unterschiedliche Varianten der Tastatur zur Verfügung, die sich hinsichtlich ihrer Schaltertypen unterscheiden. Die Variante »GL Linear« ist besonders leise, »GL Tactile« hat einen leichten Widerstand und »GL Clicky« – der Name lässt es bereits vermuten – hebt sich durch seine guten Klick-Eigenschaften vom Rest ab.

Von uns wurde die leise Variante getestet, alle ihre Schalter lösen bei einer Eindrücktiefe von 1,5 Millimetern aus, der maximale Hubweg ist 2,7 Millimeter. Das ermöglicht nicht nur die flache Bauform der Tastatur, sondern auch schnelle Reaktionen, sowie ein flüssiges Tippen ihrer Benutzer.

Dass die Tastatur für Gamer und nicht fürs Büro entwickelt wurde, erkennt man nicht nur am Design, sondern auch am fehlenden Ziffernblock.  Dadurch wirkt die Tastatur nicht nur wesentlich kompakter, sondern bietet so auch mehr Platz für reflexhafte Mausbewegungen – die im Eifer des Gefechts ja durchaus einmal vorkommen können. Das nötige Maß an Standfestigkeit wird durch ausklappbare Standfüße auf der linken und rechten Seite der Tastatur sichergestellt.

Die gummierten Zusatztasten bieten Schnellzugriffe auf Media-Inhalte, oder bewirken einen Wechsel zwischen Bluetooth und Funk. Besonders angenehm ist uns im Test die griffige Walze an der rechten Oberseite der Tastatur aufgefallen, über die sich die Lautstärke regulieren lässt.

Für die richtige Verbindung sorgt die sogenannte Lightspeed-Funktechnologie. Wortwörtlich ein Highlight ist die RGB-Beleuchtung der Luxus-Tastatur. Mit dem Einstellen der richtigen Beleuchtung kann man sich dabei erschreckend lange beschäftigen.

Und weil das Thema Beleuchtung im Gamer-Bereich eine große Bedeutung hat, bietet Logitech zudem die Möglichkeit, mithilfe von Lightsync die Beleuchtungseinstellung sämtlicher Gaming-Hardware von Logitech miteinander zu synchronisieren. Ebenso ist es mithilfe der kostenlosen Software Ghub möglich, Beleuchtungseffekte zu konfigurieren, die sich sogar je nach Spiel definieren lassen. Auch die F-Tasten und sogar ganze Tastenkombinationen lassen sich mit bestimmten Funktionen hinterlegen.

Solch ein Aufwand muss natürlich in einem Profil gespeichert werden. Hierfür verfügt die Logitech G915 TKL sogar über einen eigenen internen Speicher, auf der sich die entsprechenden Daten sichern lassen. Eine Sache, die beim Tastaturkauf viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist die Reinigungsmöglichkeit. Und auch hier hat Logitech einen guten Job gemacht, die Tasten lassen sich abnehmen und so das gebürstete Aluminium der Tastatur gut reinigen.

Kompakt: Roccat Vulcan TKL Pro

Kompakt

Roccat Vulcan TKL Pro

Test: Roccat Vulcan Tkl Pro
Die durchweg hochwertige Tastatur glänzt durch ein gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es gibt sie auch im Vollformat.

Die Vulcan TKL Pro von Roccat überzeugt schon auf den ersten Blick durch ihre saubere Verarbeitung und die Verwendung hochwertiger Materialien. Die Switches der Tastatur sind beispielsweise aus Titan gefertigt, während die Abdeckung der Oberseite aus gebürstetem, schwarzen Aluminium besteht. In dieses Bild fügt sich auch das stoffummantelte und abnehmbare USB-C-Kabel.

Das alles sorgt dafür, dass das Keyboard ein echter Handschmeichler ist, der obendrein noch einen sehr stabilen Eindruck macht. Selbst Kleinigkeiten wie der Widerstand und die Haptik des Lautstärkereglers sind uns bei dieser Tastatur positiv in Erinnerung geblieben.

Eine gute Nachricht für Individualisten: Mithilfe der »Swarm« genannten Software von Roccat hat man viele kleine und große Einstellmöglichkeiten, selbst Lichteffekte kann man damit synchronisieren.

Weil die Roccat so kompakt gebaut ist, sind auch die Tasten und die Abstände zwischen ihnen recht gering. Im Test führte das dazu, dass manchmal mehrere Tasten auf einmal gedrückt wurden, das ist aber wohl eine Frage der Gewohnheit und der Fingerbreite. Wo wir gerade in Mecker-Laune sind: Das Keyboard bietet zwar viele verschiedene Funktionen, wie man die allerdings nutzt, muss man selbst herausfinden. Eine Anleitung hat der Hersteller jedenfalls nicht beigelegt.

Sieht man über diese kleinen Kritikpunkte hinweg, haben wir es bei der Roccat Vulcan Pro TKL mit einer hochwertigen und vor allem stabilen Tastatur zu tun, die eindeutig zu den besseren Gaming-Tastaturen gehört.

Hochwertig: Razer Huntsman V2 Analog

Hochwertig

Razer Huntsman V2 Analog

Test: Razer Huntsman V2 Analog
Mit unglaublich vielen Funktionen, einstellbarem Auslösepunkt und einem hohen Preis ist diese Analog-Tastatur ein wahres Luxusmodell.

Mit einem Anschaffungspreis von etwa 260 Euro ist die Huntsman V2 Analog von Razer zwar alles andere als günstig, dafür bekommt man aber eine Gaming-Tastatur, die im Hinblick auf Leistung und Qualität Maßstäbe setzt – vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld.

Was bei der V2 Analog sofort auffällt, ist ihre hervorragende Verarbeitung. Während die Keycaps aus Doubleshot-PTA bestehen, ist die Abdeckung aus unverwüstlichem Aluminium gefertigt. Trotzdem kommt die Tastatur nicht übertrieben daher, im Gegenteil, sie wirkt fast schon ein wenig schlicht. Vielschreiber werden sich zudem über die magnetische und mit einem Kunstleder-Überzug versehene Handballenauflage freuen. Direkt darunter befindet sich das LED-»Ambilight«. So geht stilvoll zocken.

Auch die Beleuchtung der Tastatur gefällt mit ihrer unaufdringlichen und milden Art. Allerdings muss man sich die Razer-Software herunterladen, um alle Möglichkeiten der Beleuchtungs-Einstellung nutzen zu können. Auch mit Software ist die Ausleuchtung der Tasten allerdings nicht immer gleichmäßig.

Deutlich besser gefallen hat uns da schon die Stromversorgung, denn das stoffummantelte USB-C-Kabel macht einen sehr wertigen Eindruck. Tastenanschlag und Widerstand sind nahezu perfekt und selbst das Feedback bietet nicht im Entferntesten Anlass zur Kritik.

Die Namensbezeichnung »Analog« ist übrigens gerechtfertigt, denn der Tastendruck wird von einem optomechanischen Schalter bestimmt, bei dem es sich um eine analoge Verbindung via Lichtschranken-Konstruktion handelt. Klingt nach unnötiger Spielerei, sorgt aber beim Zocken dafür, dass ein und dieselbe Taste mit mehreren Handlungen hinterlegt werden kann, die dann, je nach dem wie lange man die entsprechende Taste drückt, ablaufen. Auf diese Weise kann man das Gameplay mit der Huntsman V2 Analog von Razer signifikant verbessern.

Robust: SteelSeries Apex Pro

Robust

SteelSeries APEX Pro

Auch die Apex Pro von SteelSeries ist alles andere als ein Schnäppchen. In Anbetracht des programmierbaren OLED-Displays und der 61 Omni-Point-Switches ist aber auch diese kabelgebundene Tastatur ihr Geld wert.

Die Keycaps sorgen für ein flüssiges Tippgefühl, wobei sie manchen bereits etwas zu wenig Grip bieten könnten – Geschmackssache eben. Nicht ganz unseren Geschmack hat die harte und dadurch etwas unbequeme Handballenauflage getroffen. Abseits dieses kleinen Komfort-Lapsus macht die Apex Pro ihre Sache aber sehr gut. Die Beleuchtungshelligkeit kann man stufenlos regulieren und das OLED-Display macht es einfach, die vielen verschiedenen Funktionen der Tastatur sinnvoll zu nutzen. Hier kann man die Beleuchtung regeln, Gifs abspielen und Tastaturwiderstände einstellen – ganz ohne zusätzliche Software.

Wer trotzdem die Software herunterlädt, der bekommt eine Vielzahl an Zusatzfunktionen, die erfreulicherweise auch einfach zu bedienen sind. Ein besonderes Highlight sind die Omni-Point-Switches der Tastatur, die mit der sogenannten Hall-Technik berührungslos arbeiten. Weil die analoge Tastatur somit ganz ohne mechanische Abnutzungserscheinungen auskommt, macht sie das besonders langlebig. Allerdings sind nur 61 Tasten des Keyboards damit ausgestattet.

Über die Sinnhaftigkeit des Display lässt sich streiten. Unstrittig ist, dass es sich bei der Apex Pro um eine hervorragende Gaming-Tastatur mit vielen Funktionen und cleverer Technik handelt.

Mit Plastikabdeckung: Sharkoon Skiller Mech SGK 30

Mit Plastikabdeckung

Sharkoon Skiller Mech SGK30

Test: Sharkoon Skiller Mech Sgk30
Hier ist es nicht nur möglich, Geld zu sparen, sondern auch flottes Tippen. Besonders schön ist die große Caps-Beschriftung.

Die Beleuchtungsmodi der Skiller Mech SGK 30 kann man einstellen, ohne dafür auf eine spezielle Software zurückgreifen zu müssen. Das ist mittlerweile eine echte Seltenheit. Gut gefallen haben uns auch die großen und recht dicken Zeichen, die auf den Caps zu finden sind. Zusammen mit der entsprechenden RGB-Beleuchtung kann man sie gut ablesen.

Im Lieferumfang der Tastatur findet man außerdem noch eine durchsichtige Plastikabdeckung. Die kann man, sobald man mit Tippen fertig ist, über die Skiller ziehen. So ist sie optimal vor Staub geschützt.

Wer krampfhaft das Haar in der Suppe sucht, findet es in Form einer klappernden »0«-Taste auf dem Nummernblock. Auch dass Medientasten mittels Sekundärbelegung verfügbar sind, ist ein wenig ärgerlich, aber im Großen und Ganzen nicht weiter dramatisch, schließlich darf man den günstigen Preis der Skiller Mech SGK 30 nicht vergessen. Gemessen an diesem ist die Tastatur nämlich die perfekt Wahl für Sparfüchse.

Was gibt es sonst noch?

Die HyperX Alloy Origins ist schön kompakt und einfach gehalten und verzichtet daher etwa auf Medientasten. Das ist aber gar nicht so schlimm, weil die Tastatur auch mit Konsolen genutzt werden kann und man dort die extra Tasten eigentlich nicht benötigt. Ansonsten muss man die Zweitbelegung nutzen. Für die RGB-Beleuchtung muss man am PC Lichtprofile erstellen, die man dann im internen Speicher des Keyboards unterbringt.

Das Spielerlebnis fällt sehr angenehm aus, da die Tasten schön präzise auslösen und die Finger guten Grip auf der Oberfläche behalten. Die Wölbung der Tasten nach innen mag vielleicht für den ein oder anderen ungewohnt sein, aber mit der Zeit arrangiert man sich damit. Ebenso gewöhnen muss man sich an die hauseigenen HyperX-Red-Tasten, die ohne klaren Druckpunkt auskommen. Anfangs kann das schon mal zu krampfigen Fingern führen, aber auch hier wird man bald mit dem etwas federnden Widerstand klarkommen.

Schön ist der geringe Lärmpegel sowie die Möglichkeit, das Keyboard mit einer PlayStation 4 zu nutzen. Alles in allem eine eher schlichte, aber sehr solide Tastatur, an der man spätestens nach kurzer Eingewöhnungszeit Spaß haben wird.

Trotz aller Vorteile, die eine mechanische Tastatur mit sich bringt (robust, schnell…) haben sie doch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind verhältnismäßig laut. Selbst mit »silent« beschriebene Modelle machen auf dem Schreibtisch meist noch ordentlich Krach. Abhilfe schafft hier die Ornata V2 von Razer, indem sie das solide mechanische Tippgefühl ohne die dazugehörige Geräuschkulisse kombiniert.

Die dafür eingesetzten Schalter sind eine Eigenentwicklung von Razer. Sie quittieren jeden Anschlag mit einem hörbaren Klickgeräusch, sobald der entsprechende Druckpunkt erreicht wurde. Dass es nicht weiter nach unten geht, wird im nächsten Schritt durch weiches Feedback angezeigt. Gemeinsam mit dem verwendeten Material sorgt das für ein sehr lockeres und angenehmes Schreibgefühl.

Bedienungsmöglichkeiten hat die Tastatur natürlich auch zu bieten: Ein Lautstärkerad, drei Medientasten, sowie zahlreiche Makrofunktionen sorgen hier für zusätzlichen Bedienkomfort.

Über die beiliegende Software von Razer kann man zudem die Tastenbelegung und die Beleuchtung individualisieren. Die Helligkeit lässt sich per Tastendruck regulieren. Ein weiteres Highlight der Razer ist ihr Anschlusskabel, das ist nämlich stoffummantelt und macht so einen besonders robusten Eindruck. Selbiges kann man von der Handballenauflage leider nicht behaupten. Sie ist zwar angenehm weich, ob das Material aber lange im Gaming-Betrieb durchhält, darf bezweifelt werden.

Das Keyboard X50Q richtet sich an Gamer und Vielschreiber gleichermaßen. Man könnte auch sagen: Die Tastaturexperten von Das Keyboard erweitern mit dieser Kreation ihr Kundenportfolio, indem sie, neben den professionellen Schreibern, nun auch die Gamer von ihrem Know-How überzeugen wollen. Das Ergebnis ist eine Tastatur, die das Beste aus beiden Welten in sich vereint.

So richtet sich die leichte Wölbung der Tastatur und die Auflage an ihrer Unterseite an Vielschreiber und entspannt deren Handgelenke. Die Omron-Schalter der X50Q boten den Fingern nicht nur einen guten Halt, sondern verfügten auch über einen genau definierten Druckpunkt.

Der zwei Kilo schwere Koloss von Tastatur bot dabei nicht nur ein perfektes Schreibgefühl, sondern glänzte auch als Infotainment-Zentrale: Mithilfe einer kostenlosen Software ließen sich diverse Applets einbinden, die aus Tasten oder Tastengruppen ein Benachrichtigungsfeld machte. In der Praxis heißt das, dass beispielsweiße der Eingang einer neuen Mail durch das Aufleuchten einer bestimmten Taste signalisiert wird.

Die Razer Huntsman Mini ist auf das Wesentliche reduziert – kein Ziffernblock, keine Funktionstaste, nicht einmal Pfeiltasten haben auf der 60%-Tastatur Platz gefunden. Das Bisschen an Tasten, das es trotzdem auf die Tastatur geschafft hat, überzeugt jedoch auf ganzer Linie. Hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und ein sehr angenehmes Tippgefühl sorgen für ein rundum stimmiges Gesamtbild. Weil die Tastenkappen ein wenig angeraut sind, finden die Finger immer einen guten Halt.

Zudem verfügt die Razer über einen internen Speicher. In diesem lassen sich verschiedene Makro- und Beleuchtungsprofile ablegen. Insgesamt erfordert der Umgang mit der Tastatur ein wenig Übung, hat man sich jedoch erst einmal an das Format und die relativ hoch liegenden Tasten gewöhnt, bietet die Huntsman Mini eine qualitativ hochwertige Alternative zu den Gaming-Tastaturen im »Normal-Format«. Mit der Software Synapse-3 kann man sie darüber hinaus noch weiter individuell anpassen.

Die Corsair K95 RGB Platinum ist top verarbeitet und bietet eine schnelle Reaktionsfreudigkeit. Dabei gibt sie sich nicht nur mit den Standardtasten zufrieden, sondern bietet noch sechs Zusatztasten an der linken Seite, welche ebenso mit Funktionen belegt werden können. Die Handgelenkauflage besteht aus eher billigem Plastik und verträgt sich nicht mit dem ansonsten hochwertigen Gehäuse.

Die Auflage ist mit einem Gummi-Pad bedeckt, was für eine angenehme Handposition sorgt. Mit den MX-Speed-Silver-Schaltern wird ein Tastendruck nach einem enorm kurzen Schaltweg von 1,2 Millimetern ausgelöst. Der benötigte Druck beträgt nur 45 Gramm. Besonders für rasches Tippen ist das sehr praktisch. Zehn Wechselkappen für die WASD-Tasten sind im Lieferumfang enthalten. Auch Werkzeug liegt bei, um die Kappen der Tastatur unbeschadet abzuziehen.

Was Sie über Gaming-Tastaturen wissen sollten

Eine Gaming-Tastatur muss robust sein und ein besonderes Augenmerk sollte auf der Wahl der Schalter und Tastenkappen liegen. Mechanische Schalter sind deutlich präziser als Gummikuppeln. Die gängigen Schalter stammen von der Firma Cherry.

Es gibt lineare, taktile oder hörbar auslösende Schalter. Lineare lassen sich ohne Hindernis durchdrücken – das ist besonders bei schnellen Eingaben von Vorteil. Taktile Schalter beinhalten einen Schaltpunkt, der erst zu überwinden ist, um den Tastendruck auszulösen. Hier erhält man also auch ein Feedback. Hörbares Feedback ist dann noch eine Stufe weiter, da die Eingabe durch ein zusätzliches Klicken akustisch signalisiert wird.

Was hat es eigentlich mit der Beleuchtung auf sich? Besonders eine RGB-Beleuchtung ist meist recht teuer. Einerseits ist der Design-Aspekt ein Punkt, weshalb Gamer sich dafür begeistern: Man kann das Keyboard an die restliche Raumbeleuchtung oder den PC anpassen. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass man bestimmte Tasten farblich hervorheben kann, die wichtig im Spiel sind. Durch unterschiedliche Profile kann man außerdem für jedes Spiel andere Tasten hervorheben.

Weitere Spielereien sind Regenbogen-Effekte oder Blinken zum Takt von Liedern, womit man auf LAN-Partys Eindruck schinden kann. Auch die direkte Verbindung mit dem Spielgeschehen ist möglich, so kann man einstellen, dass die Tastatur z.B. grün leuchtet, wenn man vergiftet ist oder rot, wenn man Schaden bekommt.

Anti-Ghosting und Key-Rollover sind ebenfalls wichtige Funktionen, die eine Gaming-Tastatur mitbringen muss. Parallel gedrückte Tasten müssen nämlich zuverlässig erkannt werden. Auch schnelle Tastenfolgen können gängig Tastaturen überfordern, da dann manchmal Eingaben registriert werden, die gar nicht getätigt wurden – z.B. von umliegenden Tasten. Anti-Ghosting steuert dem entgegen und lässt nur tatsächliche Eingaben zu.

Zusätzliche Sondertasten sind praktisch, da man so noch mehr Eingabemöglichkeiten hat, z.B. um die Lautstärke zu regeln, die Helligkeit der Beleuchtung zu dimmen, die Windows-Taste zu sperren oder Lieder zu skippen.

Auch Makrotasten haben große Vorteile, da man sie mit selbst gewählten Funktionen belegen kann – z.B. auch mit Tastenfolgen. Das Kabel der Tastatur ist besonders langlebig, wenn es zusätzlich ummantelt ist. So haben Kabelbrüche keine Chance! Ein weiterer USB-Anschluss am Keyboard ermöglicht das bequeme Anschließen der Maus, des Headsets oder von Speichermedien, ohne am PC herumwerkeln zu müssen.

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