Test: Gamingtastatur

Gaming-Tastaturen im Test : Pompöses Zocken

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Update 17.02.2021

PC-Gamer bevorzugen zum Zocken robuste Tastaturen mit einer geeigneten Schaltertechnik unter den Tastenkappen, denn mechanische Schalter sind langlebiger und präziser. Auch eine RGB-Beleuchtung wird gern gesehen und ist der Hingucker auf der nächsten LAN-Party. Wir haben 50 Gaming-Tastaturen getestet.

Update 17. Februar 2021

Wir haben zwei weitere Gaming-Tastaturen unter die Lupe genommen. Die HP OMEN Encoder und die Sharkoon Skiller Mech SGK30 haben es beide zur Empfehlung geschafft. Ebenso in die Riege der Empfehlungen aufgerückt ist die Roccat Vulcan TKL Pro.

29. Januar 2021

Sieben weitere Gaming-Tastaturen wurden von uns getestet. Empfehlenswert ist die Ornata V2 von Razer.

7. Oktober 2020

Gleich neun weitere Gaming-Tastaturen haben wir getestet. Darunter sind vier, die wir empfehlen können: die Logitech G915 TKL, die Razer Huntsman Mini, die Das Keyboard X50Q und die Aukey KM-G12.

12. August 2020

Wir hatten fünf weitere Gaming-Tastaturen im Test. Neue Empfehlungen sind die Fnatic Streak und die HyperX Alloy Origins.

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Mike Wobker
Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Eine ordentliche, zum Spielen ausgelegte Tastatur gehört genauso wie die Gaming-Maus zum Werkzeug eines echten Gamers. Das Keyboard muss sehr reaktionsfähig sein und einiges aushalten können.

Denn im Rage-Modus geht man gern auch mal etwas gröber mit den Tasten um. Programmierbare Zusatztasten und bunte Lichter sind dabei genauso gern gesehen wie ergonomische Handablagen.

Gamers Liebling: Logitech G915 TKL

Gamers Liebling

Logitech G915 TKL

Test: Logitech G915 Tkl
Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet schnelle Schalter und ist nicht so laut wie andere Gaming-Tastaturen. Es gibt sie auch mit Nummernblock.

Die Logitech G915 TKL ist hochwertig verarbeitet, bietet viele Funktionen und ist sogar personalisierbar. Die kleine Personalisierung beginnt dabei schon vor dem Kauf, denn es stehen drei unterschiedliche Varianten der Tastatur zur Verfügung, die sich hinsichtlich ihrer Schaltertypen unterscheiden. Die Variante »GL Linear« ist besonders leise, »GL Tactile« hat einen leichten Widerstand und »GL Clicky« – der Name bereits lässt es bereits vermuten – hebt sich durch seine guten Klick-Eigenschaften vom Rest ab.

Von uns wurde die leise Variante getestet, alle ihre Schalter lösen bei einer Eindrücktiefe von 1,5 Millimetern aus, der maximale Hubweg ist 2,7 Millimeter. Das ermöglicht nicht nur die flache Bauform der Tastatur, sondern auch schnelle Reaktionen, sowie ein flüssiges Tippen ihrer Benutzer.

Dass die Tastatur für Gamer und nicht fürs Büro entwickelt wurde, erkennt man nicht nur am Design, sondern auch am fehlenden Ziffernblock.  Dadurch wirkt die Tastatur nicht nur wesentlich kompakter, sondern bietet so auch mehr Platz für reflexhafte Mausbewegungen – die im Eifer des Gefechts ja durchaus einmal vorkommen können. Das nötige Maß an Standfestigkeit wird durch ausklappbare Standfüße auf der linken und rechten Seite der Tastatur sichergestellt.

Die gummierten Zusatztasten bieten Schnellzugriffe auf Media-Inhalte, oder bewirken einen Wechsel zwischen Bluetooth und Funk. Besonders angenehm ist uns im Test die griffige Walze an der rechten Oberseite der Tastatur aufgefallen, über die sich die Lautstärke regulieren lässt.

Für die richtige Verbindung sorgt die sogenannte Lightspeed-Funktechnologie. Wortwörtlich ein Highlight ist die RGB-Beleuchtung der Luxus-Tastatur, mit dem Einstellen der richtigen Beleuchtung kann man sich dabei erschreckend lange beschäftigen.

Und weil das Thema Beleuchtung im Gamer-Bereich eine große Bedeutung hat, bietet Logitech zudem die Möglichkeit, mithilfe von Lightsync die Beleuchtungseinstellung sämtlicher Gaming-Hardware von Logitech miteinander zu synchronisieren. Ebenso ist es mithilfe der Software Ghub (kostenlos) möglich, Beleuchtungseffekte zu konfigurieren, die sich sogar je nach Spiel definieren lassen. Auch die F-Tasten und sogar ganze Tastenkombinationen lassen sich mit bestimmten Funktionen hinterlegen.

Solch ein Aufwand muss natürlich in einem Profil gespeichert werden. Hierfür verfügt die Logitech G915 TKL sogar über einen eigenen internen Speicher, auf der sich die entsprechenden Daten sichern lassen. Eine Sache, die beim Tastaturkauf viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommt, ist die Reinigungsmöglichkeit. Und auch hier hat Logitech einen guten Job gemacht, die Tasten lassen sich abnehmen und so das gebürstete Aluminium der Tastatur gut reinigen.

Kompakt: Roccat Vulcan TKL Pro

Kompakt

Roccat Vulcan TKL Pro

Test: Roccat Vulcan Tkl Pro
Die durchweg hochwertige Tastatur glänzt durch ein gesundes Preis-Leistungs-Verhältnis. Es gibt sie auch im Vollformat.

Die Vulcan TKL Pro von Roccat überzeugt schon auf den ersten Blick durch ihre saubere Verarbeitung und die Verwendung hochwertiger Materialien. Die Switches der Tastatur sind beispielsweise aus Titan gefertigt, während die Abdeckung der Oberseite aus gebürstetem, schwarzem Aluminium besteht. In dieses Bild fügt sich auch das stoffummantelte und abnehmbare USB-C-Kabel.

Das alles sorgt dafür, dass das Keyboard ein echter Handschmeichler ist, der obendrein noch einen sehr stabilen Eindruck macht. Selbst Kleinigkeiten wie der Widerstand und die Haptik des Lautstärkereglers sind uns bei dieser Tastatur positiv in Erinnerung geblieben.

Eine gute Nachricht für Individualisten: Mithilfe der »Swarm« genannten Software von Roccat hat man viele kleine und große Einstellmöglichkeiten, selbst Lichteffekte kann man damit synchronisieren.

Weil die Roccat so kompakt gebaut ist, sind auch die Tasten und die Abstände zwischen ihnen recht gering. Im Test führte das dazu, dass manchmal mehrere Tasten auf einmal gedrückt wurden, das ist aber wohl eine Frage der Gewohnheit und der Fingerbreite. Wo wir gerade in Mecker-Laune sind: Das Keyboard bietet zwar viele verschiedene Funktionen, wie man die allerdings nutzt, muss man selbst herausfinden. Eine Anleitung hat der Hersteller jedenfalls nicht beigelegt.

Sieht man über diese kleinen Kritikpunkte hinweg, haben wir es bei der Roccat Vulcan Pro TKL mit einer hochwertigen und vor allem stabilen Tastatur zu tun, die eindeutig zu den besseren Gaming-Tastaturen gehört.

Flüsterleise: Razer Ornata V2

Flüsterleise

Razer Ornata V2

Test: Razer Ornata V2
Für mehr Optionen sorgt Razers Hybrid-Tastatur, die noch dazu ein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis besitzt.

Trotz aller Vorteile, die eine mechanische Tastatur mit sich bringt (robust, schnell…) haben sie doch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind verhältnismäßig laut. Selbst mit »silent« beschriebene Modelle machen auf dem Schreibtisch meist noch ordentlich Krach. Abhilfe schafft hier die Ornata V2 von Razer, indem sie das solide mechanische Tippgefühl ohne die dazugehörige Geräuschkulisse kombiniert.

Die dafür eingesetzten Schalter sind eine Eigenentwicklung von Razer. Sie quittieren jeden Anschlag mit einem hörbaren Klickgeräusch, sobald der entsprechende Druckpunkt erreicht wurde. Dass es nicht weiter nach unten geht, wird im nächsten Schritt durch weiches Feedback angezeigt. Gemeinsam mit dem verwendeten Material sorgt das für ein sehr lockeres und angenehmes Schreibgefühl.

Bedienungsmöglichkeiten hat die Tastatur natürlich auch zu bieten: Ein Lautstärkerad, drei Medientasten, sowie zahlreiche Makrofunktionen sorgen hier für zusätzlichen Bedienkomfort.

Über die beiliegende Software von Razer kann man zudem die Tastenbelegung und die Beleuchtung individualisieren. Die Helligkeit lässt sich per Tastendruck regulieren. Ein weiteres Highlight der Razer ist ihr Anschlusskabel, das ist nämlich stoffummantelt und macht so einen besonders robusten Eindruck. Selbiges kann man von der Handballenauflage leider nicht behaupten. Sie ist zwar angenehm weich, ob das Material aber lange im Gaming-Betrieb durchhält, darf bezweifelt werden.

Unterm Strich ist das Hybrid-Modell der Ornata V2 ein interessantes Konzept, das sowohl für Gamer, als auch für Vielschreiber zu gebrauchen ist Besonders gut gefallen hat uns das leise Klickgeräusch.

Interessantes Design: HP Omen Encoder

Interessantes Design

HP OMEN Encoder

Test: Hp Omen Encoder
Hat alles, was man sich von einer Gaming-Tastatur wünschen kann. Es gibt sie mit verschiedenen Switches. Wir haben die Cherry Keys Red getestet.

Dass sich die Omen Encoder von HP an Gamer richtet, wird spätestens bei einem Blick aufs Keyboard deutlich. Dort sind die Bewegungstasten (WASD) nämlich Cherry-Rot, während sich der Rest der Tastatur in einem gleichermaßen edlen wie schicken Schwarz genügt. Der Kontrast wird von der Tastatur-Beleuchtung zusätzlich unterstrichen. Was die Anordnung der Tasten betrifft, so sind sie insgesamt recht hoch. Weil die Omen Encoder selbst auch nicht gerade flach geraten ist, hätten wir uns hier eine Handgelenkauflage gewünscht.

Beim Tippen kam uns das Tasten-Feedback ein bisschen gedämpft vor, da sind andere Tastaturen zuweilen knackiger. Unterm Strich ist das Ansprechverhalten der Tastatur aber trotzdem als sehr gut zu bezeichnen und obendrein noch leise. Etwas schade fanden wir, dass es (abgesehen von einer Zweitbelegung bei den Funktionstasten) keine weitere Möglichkeit gibt, Medien, Lautstärke und Makrofunktionen zu regeln.

Weil eine Software zur weiteren Feineinstellung im Bereich Gaming mittlerweile zum guten Ton gehört, hat HP der Encoder natürlich eine entsprechende Software spendiert. Mit der können Makros definiert und die Helligkeit angepasst werden. Eine Einstellung der RGB-Beleuchtung ist überflüssig, denn die hat die HP-Tastatur sowieso nicht.

Die glatten Casps sehen zwar schick aus, haben aber einen entscheidenden Nachteil: Sie ziehen »Finger-Fett« nahezu magisch an. Ansonsten hat die Encoder im Test allerdings kaum Schwächen gezeigt. Wegen ihrer hohen Bauweise richtet sie sich vor allem an Zocker, die es noch von früher gewohnt sind, auf solch hohen Tastaturen ihrem Hobby zu frönen.

Mit Plastikabdeckung: Sharkoon Skiller Mech SGK 30

Mit Plastikabdeckung

Sharkoon Skiller Mech SGK30

Test: Sharkoon Skiller Mech Sgk30
Hier ist es nicht nur möglich, Geld zu sparen, sondern auch flottes Tippen. Besonders schön ist die große Caps-Beschriftung.

Die Beleuchtungsmodi der Skiller Mech SGK 30 kann man einstellen, ohne dafür auf eine spezielle Software zurückgreifen zu müssen. Das ist mittlerweile eine echte Seltenheit. Gut gefallen haben uns auch die großen und recht dicken Zeichen, die auf den Caps zu finden sind. Zusammen mit der entsprechenden RGB-Beleuchtung kann man sie gut ablesen.

Im Lieferumfang der Tastatur findet man außerdem noch eine durchsichtige Plastikabdeckung. Die kann man, sobald man mit Tippen fertig ist, über die Skiller ziehen. So ist sie optimal vor Staub geschützt.

Wer krampfhaft das Haar in der Suppe sucht, findet es in Form einer klappernden »0«-Taste auf dem Nummernblock. Auch dass Medientasten mittels Sekundärbelegung verfügbar sind, ist ein wenig ärgerlich, aber im Großen und Ganzen nicht weiter dramatisch, schließlich darf man den günstigen Preis der Skiller Mech SGK 30 nicht vergessen. Gemessen an diesem ist die Tastatur nämlich die perfekt Wahl für Sparfüchse.

Was gibt es sonst noch?

Schlicht designt, aber dennoch gut verarbeitet ist die Fnatic Streak. Besonders die Alu-Oberplatte und die Tastenkappen machen einen sehr hochwertigen Eindruck. Für das optische i-Tüpfelchen sorgt die individuell programmierbare RGB-Beleuchtung, außerdem ist ein USB-Hub beigelegt. Rechts oben befindet sich eine Lautstärkewalze. Ganz angenehm zu erreichen ist sie nicht, aber immerhin wird so verhindert, dass man versehentlich drankommt.

Sehr komfortabel ist die verstellbare Handballenauflage. Sie lässt sich in drei unterschiedlichen Stufen befestigen, womit man für jede Hand eine angenehme Einstellung finden sollte. Dank der weichen Polsterung hat man keine Probleme mit dem Druckgefühl, dass bei Kunststoff-Auflagen hin und wieder auftritt. Auch die Tastatur selbst lässt sich übrigens in der Höhe verstellen.

Ein wenig störend ist lediglich das dicke Anschlusskabel. Darin befinden sich nämlich die Leitungen sowohl für die Tastatur, als auch für den USB-Hub. Mit seinen gummierten Kunststoffmantel ist es außerdem etwas schmutzanfällig.

Fnatic wirbt bei der Streak damit, dass sie »mit E-Sportlern entwickelt« wurde, und das merkt man insgesamt auch. Unnötigen Schnickschnack gibt es nicht, dafür hat man sich besonders auf gute Haptik fokussiert. Gamer werden hier deshalb sicherlich nicht enttäuscht werden.

Das Keyboard X50Q richtet sich an Gamer und Vielschreiber gleichermaßen. Man könnte auch sagen: Die Tastaturexperten von Das Keyboard erweitern mit dieser Kreation ihr Kundenportfolio, indem sie, neben den professionellen Schreibern, nun auch die Gamer von ihrem Know-How überzeugen wollen. Das Ergebnis ist eine Tastatur, die das Beste aus beiden Welten in sich vereint.

So richtet sich die leichte Wölbung der Tastatur und die Auflage an ihrer Unterseite an Vielschreiber und entspannt deren Handgelenke. Die Omron-Schalter der X50Q boten den Fingern nicht nur einen guten Halt, sondern verfügten auch über einen genau definierten Druckpunkt.

Der zwei Kilo schwere Koloss von Tastatur bot dabei nicht nur ein perfektes Schreibgefühl, sondern glänzte auch als Infotainment-Zentrale: Mithilfe einer kostenlosen Software ließen sich diverse Applets einbinden, die aus Tasten oder Tastengruppen ein Benachrichtigungsfeld machte. In der Praxis heißt das, dass beispielsweiße der Eingang einer neuen Mail durch das Aufleuchten einer bestimmten Taste signalisiert wird.

Trotz ihres vergleichsweise günstigen Preises wusste die Aukey KM-G12 in unserem Test durchaus zu überzeugen. Die Tastatur ist gut verarbeitet und ihre Oberseite besteht aus Metall. Dort sitzen auch die Outemu-Schalter, welche für ein gutes Gefühl sorgen, wenn man die Finger beim Schreiben über die Tastatur gleiten lässt. Im Großraumbüro dürfte die Tastatur aufgrund der beim Tippen entstehenden Lautstärke jedoch eine relativ geringe Halbwertszeit haben.

Die Beleuchtung der Tastatur lässt sich anpassen, steuern lässt sie sich mittels Zweitbelegung der Tasten. Ferner verfügt die KM-G12 über ein jeweils an ihren Seiten angebrachtes RGB-Leuchtband – für diese Preisklasse alles andere als normal. Was dieser Preisklasse hingegen schon eher entspricht, ist das Fehlen von programmierbaren Makrotasten. Wer darauf verzichten kann, dem bietet Aukey mit der KM-G12 eine gelungene Tastatur zu einem sehr fairen Preis.

Die Razer Huntsman Mini ist auf das Wesentliche reduziert – kein Ziffernblock, keine Funktionstaste, nicht einmal Pfeiltasten haben auf der 60%-Tastatur Platz gefunden. Das Bisschen an Tasten, das es trotzdem auf die Tastatur geschafft hat, überzeugt jedoch auf ganzer Linie. Hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und ein sehr angenehmes Tippgefühl sorgen für ein rundum stimmiges Gesamtbild. Weil die Tastenkappen ein wenig angeraut sind, finden die Finger immer einen guten Halt.

Zudem verfügt die Razer über einen internen Speicher. In diesem lassen sich verschiedene Makro- und Beleuchtungsprofile ablegen. Insgesamt erfordert der Umgang mit der Tastatur ein wenig Übung, hat man sich jedoch erst einmal an das Format und die relativ hoch liegenden Tasten gewöhnt, bietet die Huntsman Mini eine qualitativ hochwertige Alternative zu den Gaming-Tastaturen im »Normal-Format«. Mit der Software Synapse-3 kann man sie darüber hinaus noch weiter individuell anpassen.

Die Redragon K552 ist besonders günstig und mit ihren mechanischen Outemu-Schaltern löst sie sehr präzise aus. Eine einfarbige, rote LED-Beleuchtung verleiht ihr den Gamer-Charme. Man kann sie durch mehrere Helligkeitsstufen regulieren. Die Oberplatte besteht aus Metall, was für den Preis super ist. Das macht sie gleich noch robust und wertig.

Ihr Design ist schmal und kompakt, ein Nummernblock ist nicht vorhanden – das spart Platz auf dem Tisch. Leider gibt es hier keine Zusatztasten. Ein weiteres Manko ist, dass sie sehr laut klickt, das sollte man beim Kauf bedenken.

Die K552 überzeugt mit einer tollen Haptik und eignet sich auch sehr gut zum Tippen langer Texte – keine Eingabe geht verloren. Die verbauten Outemu-Schalter sind mit den Cherry-MX-Blue-Switches vergleichbar und lassen sich leicht drücken. Die N-Key-Rollover-Funktion funktioniert super – auch im Test mit Aqua Key können wir das bestätigen. Alle gleichzeitig betätigten Tasten werden erkannt. Ghosting ist hier glücklicherweise auch kein Thema.

Leider tönen neben den Schaltern auch die Tasten recht laut, wenn sie auf dem Boden aufkommen. Einziger Vorteil ist, dass man dadurch gutes Feedback erhält. Wenn man allerdings nach einer Tastatur sucht, die nicht ganz so laut ist, sollte man sich weiter umsehen. Für den günstigen Preis bekommt man ansonsten ein super Gamer-Keyboard, das das Nötigste mitbringt.

Die HyperX Alloy Origins ist schön kompakt und einfach gehalten und verzichtet daher etwa auf Medientasten. Das ist aber gar nicht so schlimm, weil die Tastatur auch mit Konsolen genutzt werden kann und man dort die extra Tasten eigentlich nicht benötigt. Ansonsten muss man die Zweitbelegung nutzen. Für die RGB-Beleuchtung muss man am PC Lichtprofile erstellen, die man dann im internen Speicher des Keyboards unterbringt.

Das Spielerlebnis fällt sehr angenehm aus, da die Tasten schön präzise auslösen und die Finger guten Grip auf der Oberfläche behalten. Die Wölbung der Tasten nach innen mag vielleicht für den ein oder anderen ungewohnt sein, aber mit der Zeit arrangiert man sich damit. Ebenso gewöhnen muss man sich an die hauseigenen HyperX-Red-Tasten, die ohne klaren Druckpunkt auskommen. Anfangs kann das schon mal zu krampfigen Fingern führen, aber auch hier wird man bald mit dem etwas federnden Widerstand klarkommen.

Die HyperX Alloy Origins hat also ihre Eigenheiten, die nicht jedem sofort gefallen werden. Schön ist aber der geringe Lärmpegel sowie die Möglichkeit, das Keyboard mit einer PlayStation 4 zu nutzen. Alles in allem eine eher schlichte, aber sehr solide Tastatur, an der man spätestens nach kurzer Eingewöhnungszeit Spaß haben wird.

Die Corsair K95 RGB Platinum ist top verarbeitet und bietet eine schnelle Reaktionsfreudigkeit. Dabei gibt sie sich nicht nur mit den Standardtasten zufrieden, sondern bietet noch sechs Zusatztasten an der linken Seite, welche ebenso mit Funktionen belegt werden können. Die Handgelenkauflage besteht aus eher billigem Plastik und verträgt sich nicht mit dem ansonsten hochwertigen Gehäuse.

Die Auflage ist mit einem Gummi-Pad bedeckt, was für eine angenehme Handposition sorgt. Mit den MX-Speed-Silver-Schaltern wird ein Tastendruck nach einem enorm kurzen Schaltweg von 1,2 Millimetern ausgelöst. Der benötigte Druck beträgt nur 45 Gramm. Besonders für rasches Tippen ist das sehr praktisch. Zehn Wechselkappen für die WASD-Tasten sind im Lieferumfang enthalten. Auch Werkzeug liegt bei, um die Kappen der Tastatur unbeschadet abzuziehen.

Die Razer Huntsman Elite bringt eine umfangreiche Ausstattung und eine tolle Verarbeitung mit. Sie ist mit Schaltern der eigenen Marke versehen, die opto-mechanisch, also mit einer Lichtbarriere, funktionieren. Diese Technik soll eine schnellere Auslösezeit bewirken. Eine komplexe Multimediasteuerung mit einem Lautstärkerad bildet eine komfortable Bedienung. Die abnehmbare, gepolsterte Handablage ist, wie auch das Gehäuse, mit einer Lichtleiste versehen. Razer hat außerdem seine Switches verbessert und einen Stabilisator eingefügt, der für ein stabileres Feedback bei Eingaben sorgt

Die Corsair K63 Wireless im TKL-Design ist kompakt und kommt ohne Nummernblock. Man kann das Keyboard per 2,4-GHz-Funk, Bluetooth oder USB nutzen. Auf eine RGB-Beleuchtung muss man verzichten – einfarbige, blaue LEDs sind hier verbaut. Die mechanischen Cherry-Schalter MX Red sind in der Gaming-Welt Standard und kommen auch hier zum Einsatz. Für das Gesamtpaket finden wir den Preis allerdings etwas hoch – auch in Anbetracht der Tatsache dass man aus berechtigten spromsparenden Gründen auf die ein oder andere Sache verzichten muss.

Die Omen Sequencer kann mit einem speziellen Schalterformat aufwarten. Ein Mix aus Mechanik und optischer Registrierung löst hier schneller aus. Auch optisch macht das Gerät einiges her und ist nicht zu verachten: Ein metallischer Rollbalken verleiht der Tastatur einen edlen Look. Die Tasten wirken ein bisschen wacklig und die Leertaste ist recht laut. Die Enter-Taste hätte größer ausfallen können.

Wer auf eine Handablage besteht, sollte die Roccat Vulcan 120 dem 100er Modell vorziehen. Ansonsten bringt sie alle Vorzüge mit, die auch das Schwestermodell bieten kann. Auch hier besticht designtechnisch die schwarze Alu-Bodenplatte mit den freistehenden Schaltern. Außerdem kann sie mit einer vergleichsweise geringen Tipp-Lautstärke punkten.

Was Sie über Gaming-Tastaturen wissen sollten

Eine Gaming-Tastatur muss robust sein und ein besonderes Augenmerk sollte auf der Wahl der Schalter und Tastenkappen liegen. Mechanische Schalter sind deutlich präziser als Gummikuppeln. Die gängigen Schalter stammen von der Firma Cherry.

Es gibt lineare, taktile oder hörbar auslösende Schalter. Lineare lassen sich ohne Hindernis durchdrücken – das ist besonders bei schnellen Eingaben von Vorteil. Taktile Schalter beinhalten einen Schaltpunkt, der erst zu überwinden ist, um den Tastendruck auszulösen. Hier erhält man also auch ein Feedback. Hörbares Feedback ist dann noch eine Stufe weiter, da die Eingabe durch ein zusätzliches Klicken akustisch signalisiert wird.

Was hat es eigentlich mit der Beleuchtung auf sich? Besonders eine RGB-Beleuchtung ist meist recht teuer. Einerseits ist der Design-Aspekt ein Punkt, weshalb Gamer sich dafür begeistern: Man kann das Keyboard an die restliche Raumbeleuchtung oder den PC anpassen. Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass man bestimmte Tasten farblich hervorheben kann, die wichtig im Spiel sind. Durch unterschiedliche Profile kann man außerdem für jedes Spiel andere Tasten hervorheben.

Weitere Spielereien sind Regenbogen-Effekte oder Blinken zum Takt von Liedern, womit man auf LAN-Partys Eindruck schinden kann. Auch die direkte Verbindung mit dem Spielgeschehen ist möglich, so kann man einstellen, dass die Tastatur z.B. grün leuchtet, wenn man vergiftet ist oder rot, wenn man Schaden bekommt.

Anti-Ghosting und Key-Rollover sind ebenfalls wichtige Funktionen, die eine Gaming-Tastatur mitbringen muss. Parallel gedrückte Tasten müssen nämlich zuverlässig erkannt werden. Auch schnelle Tastenfolgen können gängig Tastaturen überfordern, da dann manchmal Eingaben registriert werden, die gar nicht getätigt wurden – z.B. von umliegenden Tasten. Anti-Ghosting steuert dem entgegen und lässt nur tatsächliche Eingaben zu.

Zusätzliche Sondertasten sind praktisch, da man so noch mehr Eingabemöglichkeiten hat, z.B. um die Lautstärke zu regeln, die Helligkeit der Beleuchtung zu dimmen, die Windows-Taste zu sperren oder Lieder zu skippen.

Auch Makrotasten haben große Vorteile, da man sie mit selbst gewählten Funktionen belegen kann – z.B. auch mit Tastenfolgen. Das Kabel der Tastatur ist besonders langlebig, wenn es zusätzlich ummantelt ist. So haben Kabelbrüche keine Chance! Ein weiterer USB-Anschluss am Keyboard ermöglicht das bequeme Anschließen der Maus, des Headsets oder von Speichermedien, ohne am PC herumwerkeln zu müssen.

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