Gaming-PC Test: Gaming Pcs

Gaming-PCs im Vergleich : Leistungsstarke Spiele-Rechner

Update 14.04.2021

Für Gamer ist es essentiell, dass der PC alle Spiele flüssig und in möglichst guter Grafik wiedergeben kann. Die Sparte der Gaming-PCs konzentriert sich genau darauf. Wichtig ist ein schneller Prozessor und eine aktuelle Grafikkarte, aber auch der Speicher sollte nicht zu kurz kommen.

Update 14. April 2021

Drei weitere Gaming-PCs ergänzen unseren Vergleich. Alienware Aurora R11 und Lenovo Legion Tower 7i sind neue Empfehlungen und verdrängen die Modelle Alienware Aurora R9 und HP Pavilion Gaming TG01, die nicht mehr erhältlich sind.

29. März 2021

Wir haben den Vergleich aktualisiert und mit dem Acer Predator Orion 3000 eine neue Empfehlung.

12. August 2020

Wir hatten sieben weitere Gaming-PCs im Test. Neue Empfehlungen sind der HP Omen Obelisk 875 und der Alienware Aurora R9.

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Mike Wobker
schreibt als freier Technik-Journalist unter anderem für Notebookcheck, Netzwelt, Golem und Computerbase und testet alles rund um PC & Notebooks.

Beim Kauf eines Gaming-PCs hat man riesige Auswahl. Möchte man die aktuellsten Spiele auf den höchsten Grafikeinstellungen spielen und möglichst sogar noch für die Zukunft gerüstet sein, so muss man natürlich tendenziell etwas tiefer in die Tasche greifen. Allerdings sind viele Spiele von der Grafik her für die gängigen Konsolen wie PlayStation 4 und Xbox One konzipiert. Das bedeutet, dass auch günstigere Gaming-PCs keine Probleme haben sollten, deren Grafik flüssig darzustellen. Gleichzeitig heißt das aber auch, dass leistungsstarke PCs zu erheblich besserer Grafik imstande sind als Konsolen.

In diesem Zusammenhang stellt sich öfter die Frage, ob »echte« Gamer ihren entsprechenden PC nicht lieber selbst zusammenbauen sollten, statt ein fertiges Modell zu kaufen. Wer einfach nur hobbymäßig Spielen möchte, ist natürlich mit einem fertigen PC auf der sicheren Seite. Die Unterschiede in der Hardware sind schließlich marginal, sparen kann man mit vielen Einzelteilen auch nicht unbedingt. Außerdem hat man im Schadensfall so bessere Chancen auf Garantieansprüche.

Wir haben 26 Gaming-PCs verglichen. Viele davon bekommt man für einen niedrigen, vierstelligen Betrag, es gibt aber auch einzelne Modelle für Liebhaber, die beinahe ins Fünfstellige gehen.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Gut ausgestattetHinguckerEtwas teurer
Test: Acer Predator Orion 3000Test: Alienware Aurora R11Test: Lenovo Legion Tower 7i
Modell Acer Predator Orion 3000 Alienware Aurora R11 Lenovo Legion Tower 7i
Pro
  • Günstiger Preis
  • Viel Speicherplatz
  • Schmale Bauform
  • Gute Spieleleistung
  • Viele Anschlüsse
  • Sehr gutes Belüftungssystem
  • Besonderes Design
  • Sehr gute Leistung
  • Kompaktes Gehäuse
  • Gute Wartungsmöglichkeiten
  • Wasserkühlung
Contra
  • Kann recht laut werden
  • Nur einfache Tastatur und Maus im Lieferumfang
  • Braucht viel Platz
  • Hohes Gewicht
  • USB-C-Port nur an der Rückseite
Bester Preis
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Gut ausgestattet: Acer Predator Orion 3000

Gut ausgestattet

Acer Predator Orion 3000

Test: Acer Predator Orion 3000
Mit dem Acer Predator Orion 3000 bekommt man für wenig Geld aktuelle Hardware, viele Anschlüsse und einen solides Komplettpaket.

Mit dem Predator Orion 3000 von Acer kann man praktisch nichts verkehrt machen. Die verbaute Hardware ist für aktuelle Spieletitel völlig ausreichend, der aufgerufene Preis fair und wer in einigen Jahren die ein oder andere Hardware-Komponente einmal austauschen möchte, der wird vom Erweiterungspotential des Acer angetan sein.

Unter dem verhältnismäßig kompakten Gehäuse steckt leistungsstarke Hardware, die man dank der transparenten Seitenscheibe des Gehäuses auch jederzeit in Augenschein nehmen kann. Für weitere optische Akzente sorgt die RGB-Beleuchtung. Zwar muss man auf ein DVD-Laufwerk verzichten, dafür gibt es aber eine Halterung (ausziehbar!) für das Gaming-Headset. Während sich vorne, hinter einer Klappe verborgen, Audioanschlüsse und USB-Ports befinden, sind gegenüberliegend, also hinten, die üblichen Anschlüsse für Monitor und Co. verbaut.

Für Leistung satt sorgt ein i7-Prozessor zehnter Generation, der mit seinen sechs Kernen im Regelbetrieb mit 2,9 Gigahertz arbeitet, wenn es nötig ist aber auch mit 4,8 Gigahertz (zumindest kurzzeitig) takten kann. Ein Arbeitsspeicher mit 16 Gigabyte und eine SSD-Festplatte mit rund einem Terabyte Speicherkapazität sind ebenso im Inneren verbaut.

Das Herzstück der Hardware-Ausstattung bildet jedoch zweifelsohne die Geforce RTX 3070 aus dem Hause Nvidia, deren Videospeicher von acht Gigabyte auf Jahre hinaus für genug Grafikpower sorgt. Sollte es dann doch einmal zu wenig werden, kann man sie einfach ersetzen.

Wer mit dem etwa 11 Kilogramm schweren Boliden die eigenen vier Wände verlassen will, der wird sich über den eingebauten Handgriff freuen. Ein Hingucker sind die verbauten Beleuchtungselemente, die man zudem auch selbst konfigurieren kann. Hat man sich mithilfe eines Kreuzschlitzschraubendrehers Zugang ins Innere des PCs verschafft, findet man dort Anschlussmöglichkeiten für eine Festplatte im M.2-Format.

Die Vorderseite ist mit zahlreichen Anschlüssen wie USB (Typ A und C) oder Aux ausgestattet. Weil sie hinter einer Klappe verborgen liegen, wird die schicke Optik des Gaming-PCs davon nicht in Mitleidenschaft gezogen. Zwar gibt es beim Predator Orion 3000 viele verschiedene Ausstattungsvarianten, mit der hier vorgestellten sollte man aber in jedem Fall auf der sicheren Seite sein, was Leistungsfähigkeit und Aufrüstmöglichkeiten anbelangt.

Hingucker: Alienware Aurora R11

Hingucker

Alienware Aurora R11

Test: Alienware Aurora R11
Ein ansprechendes Design, viel Leistung und ein akzeptabler Preis: Das alles bietet der Aurora R11 von Alienware.

Geräte der Alien-Reihe fallen sofort durch ihr Design auf. Bei dem Aurora R11 ist es aber nicht nur das Design, das auffällt, sondern auch die Größe. Mit einer Höhe von 48,3 cm ist die Gaming-Zentrale kaum zu übersehen.

Erfreulicherweise ist der Rechner-Tower nicht nur groß, sondern auch anschlussfreudig. Vorder- und Rückseite sind mit USB-3.2-Gen2 und USB-C ausgestattet. Erfreulich ist, dass der Rechner schon für den neuen Wifi-6-Standard bereit ist. Der verbaute Intel-Prozessor gehört zwar nicht mehr zu den ganz neuen Modellen, weil er bereits ein Jahr auf dem Markt ist, mit seinen acht Kernen und einer Taktrate von 3,8 GHz verfügt er aber dennoch über mehr als ausreichend Leistung, um auch anspruchsvolle Gemüter zufrieden zu stellen.

Das gilt auch für die verbaute Grafikkarte, die GeForce RTX 3070 von Nvidia. Die sorgt nicht nur für Grafikpower satt, sondern auch für Anschlüsse satt: drei DisplayPort- und einen HDMI-Ausgang gibt es hier. Auch der verbaute Arbeitsspeicher ist mit 16 Gigabyte völlig ausreichend dimensioniert. Wer bedenken hat, dass das nicht reicht, der kann ihn ganz einfach aufrüsten.

Beim Speicher hat man sich bei Alienware für eine Hybrid-Lösung entschieden. Neben einer 512 Gigabyte großen SSD, die vor allem für den Systemstart und häufig verwendete Programme gedacht ist, gibt es auch eine doppelt so große RAID-Festplatte, auf der man alles ablegen kann, was man nur selten braucht. Der Aurora R11 ist nicht nur ein echter Hingucker, sondern bietet auch genau die Leistung, die ein Gamer braucht.

Etwas teurer: Lenovo Legion Tower 7i

Etwas teurer

Lenovo Legion Tower 7i

Test: Lenovo Legion Tower 7i
In der aktualisierten Version bietet der Lenovo Legion Tower 7i auch für 2021 genug Leistung in aktuellen und zukünftigen Spielen.

Bei wem es auch beim Preis ein bisschen mehr sein darf, der sollte einen Blick auf Lenovos Legion Tower 7i werfen. Der kann nicht nur mit einem schicken, zeitlosen Design aufwarten, sondern auch mit einer üppigen technischen Ausstattung.

48,3 Zentimeter ist der Rechner hoch und er bringt 12 Kilogramm auf die Wage. Damit kann er, wenn es denn sein muss, sogar auf den Tisch gestellt werden, ohne dass direkt Bruchgefahr droht. Das Design des Gaming-PCs ist zwar schlicht, trotzdem hat es der Hersteller nicht versäumt, konfigurierbare Beleuchtungselemente zu verbauen.

Auf der Rückseite befindet ein USB-Anschluss vom Typ-C, vorderseitig sind jedoch nur Typ-A USB-Schnittstellen verbaut. Bei der Internetverbindung ist der PC erfreulicherweise bereits fit für den neuen Wifi-Standard (Wifi 6) gemacht worden.

Auch beim Speicher hat sich Lenovo nicht lumpen lassen, eine ein Terabyte große SSD gehört ebenso zur Ausstattung des Gaming-PCs, wie ein mit 32 Gigabyte recht üppig dimensionierter Arbeitsspeicher. Das Herzstück des Rechners bildet aber zweifelsohne die GeForce RTX 3070 von Nvidia. Gemeinsam mit Intels Core i7-10700K reicht die Leistung selbst für anspruchsvolle Spieletitel locker aus. Die Grafikkarte macht es zudem möglich, dass man vier Monitore gleichzeitig anschließen kann – wenn man es denn braucht.

Zwar gibt es Lenovos Legion Tower 7i derzeit noch in recht wenigen Konfigurationsmöglichkeiten, diese hier kann man aber in jedem Falle für Gamer empfehlen.

Was gibt es sonst noch?

Ein schönes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man beim Lenovo Legion T730. Die Hardware hat genug Power, um nicht nur Full-HD-Inhalte, sondern auch 4K-Content gut auf den Bildschirm zu bringen. Zudem nimmt das kompakte Gehäuse nicht so viel Platz in Anspruch und kann zukünftig auch noch erweitert werden.

Die geballte Leistung des Legion T730 ist in einem nicht einmal 20 Zentimeter breiten Tower untergebracht. Der ist – obwohl er schlicht in Schwarz gehalten ist – trotzdem ziemlich auffällig: Das liegt nicht nur am praktischen Tragegriff auf der Oberseite, sondern vor allem an der RGB-Beleuchtung, die durch das Frontgitter und die Seitenabdeckung scheint. Da wird man beim Spielen beinahe abgelenkt.

Über jene Seitenabdeckung hat man übrigens auch unkomplizierten Zugriff auf das Innenleben. So kann man flott einzelne Bauteile ersetzen, obwohl das aufgrund der Qualität eigentlich gar nicht nötig ist. Trotz der kompakten Abmessungen ist der Innenraum nicht überladen, weswegen man keine Angst haben muss, dass die Leistung unter Überhitzung leidet.

Lenovo bietet seinen Legion T730 mit verschiedensten Ausstattungen an. Die hier vorgestellte Version besteht aus einem Intel-Core-i7-9700K-Prozessor mit acht Kernen, einem 16 Gigabyte große Arbeitsspeicher und einer ein-Terabyte-SSD. Flotter Spielbetrieb ist so sichergestellt. Besonders die SSD verleiht dem PC einen extra Geschwindigkeitsschub, da diese viel schneller als normale Festplatten auf Programme zugreifen kann. Deshalb werden das Betriebssystem sowie häufig verwendete Programme dort gespeichert.

Zusätzlich ist aber für das Spielearchiv auch eine ein Terabyte fassende Festplatte eingebaut. Für die Grafikkarte GeForce RTX 2070 Super sind 4K-Inhalte oder VR-Brillen kein Problem. Mit diesem Gesamtpaket ist man selbst für zukünftige Neuerscheinungen bestens gerüstet.

Anschlussmöglichkeiten sind zur Genüge vorhanden: Zahlreiche USB-Ports gewähren die Verbindung von Maus, Drucker, Headset oder anderen externen Geräten. Seinen Monitor schließt man über DVI, DisplayPort oder HDMI an, man kann aber auch alle Verbindungsmöglichkeiten für maximal vier Monitore gleichzeitig nutzen. Eine schnelle Internetverbindung bietet etwas das ac-WLAN oder der GigabitLAN-Anschluss. Oben an der Vorderseite findet man sogar noch einen DVD-Brenner.

Die hier vorgestellte Variante des Lenovo Legion T730 bietet wirklich starke Leistung bei Spielen und wird auch in der näheren Zukunft noch mit allen Neuerscheinungen bestens zurechtkommen. Für deutlich mehr Geld bekommt man die Version mit der Flaggschiff-Grafikkarte GeForce RTX 2080, den hohen Preisunterschied ist das aber momentan nicht wert, da die RTX 2070 Super ihren Job ebenso erstklassig erledigt. Größere Speicherausstattungen hingegen sind nicht viel teurer. Letztendlich kann jeder die genaue Ausstattung an seine Bedürfnisse anpassen und wird mit dem Legion T730 doch immer einen tollen Gaming-PC erhalten.

Eine sehr gute Gaming-Leistung bekommt man mit dem Acer Predator Orion 5000. Bei der Ausstattung hat Acer kaum etwas eingespart: Dank der Nvidia GeForce RTX 2070 Super und dem Intel Core i7-9700K-Prozessor mit 16 Gigabyte RAM landen Spiele absolut flüssig auf dem Bildschirm. Genügend Speicherplatz ist ebenso vorhanden, da neben einer schnellen, 512 Gigabyte großen SSD noch eine HDD mit 2 Gigabyte verbaut ist. Einziges Manko: Das klobige Gehäuse ist gerade wegen der Lüftung ziemlich laut. Gamer, die auf Kopfhörer setzen, sollte das aber nicht stören.

Ebenso mit Wasser gekühlt wird der Medion Erazer X87025. Auch sonst ist er bestens ausgestattet: Die Kombination aus Intel-Core-i9-9900-Prozessor und der Grafikkarte GeForce RTX 2080 Duke 8G macht den Medion zu einem der schnellsten Gaming-PCs auf dem Markt. 16 Gigabyte RAM sind Standard, darüber hinaus verfügt der Erazer X87025 über eine flinke SSD sowie eine zwei Terabyte fassende HDD. Öffnet man die Seitenabdeckung, so hat man schnell Zugriff auf den Innenraum und kann nach Belieben Bauteile austauschen. Leider befinden sich die Anschlüsse allesamt auf der Rückseite, was die Verkabelung manchmal etwas mühsam macht. Auf ein optisches Laufwerk muss man ebenso verzichten. Ansonsten ist man mit dem Medion Erazer aber bestens vorbereitet, auch für zukünftige Neuerscheinungen.

Wissenswertes über Gaming-PCs

Entscheidend für die Qualität eines Gaming-PCs ist ganz klar die Leistung. Die ist allerdings auch abhängig von anderen Faktoren, etwa dem Monitor. Hat man hier nur ein Full-HD-Modell, so lohnt sich der Kauf eines teuren PCs eher nicht, da der auch dem entsprechenden Monitor seine PS nicht auf die Straße kriegt. Ein 4K-Monitor hingegen kann die Power der Hardware besser umsetzen.

Ein wichtiger Bestandteil des Systems ist der Prozessor. Für aktuelle Spiele sollte mindestens ein AMD Ryzen 5 oder 7 beziehungsweise ein Intel-Core-i5 oder i7 mit mindestens vier Kernen – noch besser wären sechs oder mehr – verbaut sein. 16 Gigabyte Arbeitsspeicher reichen dann völlig aus. Als Festplatten eignen sich schnelle SSDs und große HDDs, um eine Vielzahl an Spielen zu speichern. Da kann man vielleicht etwas Geld sparen, das man dann in eine gute Grafikkarte investiert.

Hier hat sich nämlich in den vergangenen Jahren einiges getan, vor allem die GeForce-RTX-Serie von Nvidia gibt nun den Ton an. Auch preislich haben sich Grafikkarten wieder normalisiert. Selbst mit dem günstigsten RTX-Modell werden aktuelle und zukünftige Spiele zumindest in Full-HD flüssig wiedergegeben. Leistungsstarke Modelle wie die RTX 2070 meistern hingegen auch 4K-Inhalte problemlos und haben selbst mit VR-Anwendungen kein Problem.

   Unsere Empfehlungen sind redaktionell unabhängig.

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