Test: Gaming Monitore

Gaming-Monitore im Test : Gaming in höchster Qualität

Update 17.01.2022

Der leistungsstärkste Gaming-PC nützt wenig, wenn der Monitor nicht gut genug ist. Deshalb ist es lohnenswert, sich hier vor dem Kauf gründlich zu informieren. Es kommt nämlich längst nicht nur auf die Auflösung an, sondern auch auf Komponenten wie Bildwiederholrate, Helligkeit und Reaktionszeit.

Update 17. Januar 2022

Wir haben zwölf weitere Gaming-Monitore getestet und können neu den AOC Agon AG273QXP und den LG UltraGear 27GN750 empfehlen.

11. Januar 2021

Gleich zehn weitere Gaming-Monitore haben wir getestet. Einige davon haben uns wirklich überzeugt, sodass wir eine komplett überarbeitete Empfehlungsriege präsentieren.

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Nele Wobker
ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin und powert sich auch gern physisch aus. Als Technik-Redakteurin testet sie am liebsten Gaming-Zubehör und Fitness-Geräte.

Für anspruchsvolle Gamer muss nicht nur die Leistung des Gaming-PCs stimmen, sondern auch der Monitor. An Gaming-Monitore gibt es allerdings ganz spezielle Anforderungen. Essentiell sind besonders eine hohe Bildwiederholrate sowie eine schlierenfreie Darstellung.

Besonders im Bereich der Bildbearbeitung ist hohe Farbtreue natürlich unerlässlich, aber auch bei Gaming-Displays ist sie ein wichtiger Faktor. IPS-Displays machen in dieser Beziehung einen guten Job, noch dazu bieten sie endlich ausreichend schnelle Reaktionszeiten bei Spielen. Trotzdem setzen manche Hersteller immer noch auf TN-Technologie, obwohl diese den IPS-Panels was Farbtreue und Blickwinkelstabilität angeht unterlegen ist.

Die dritte Möglichkeit bei den Display-Varianten sind die VA-Panels. Die sind günstiger als IPS-Modelle und haben bei der Bildqualität stark aufgeholt. In Sachen Reaktionszeit liegen sie noch hinter TN, wobei die Unterschiede für Hobbyspieler aber kaum merklich sind.

Beim Kauf sollte man sich übrigens nicht unbedingt von der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten blenden lassen. Am Ende zählt nämlich, wie gut das System zusammenarbeitet. Hier sollte man – wenn möglich – ruhig den ein oder anderen Monitor selbst ausprobieren.

Mittlerweile haben wir uns 56 Gaming-Monitore angesehen. Die Preisspanne beginnt bei rund 200 Euro und geht bei einzelnen Modellen sogar ins Vierstellige.

Vergleichstabelle
Vergleichstabelle
Für lange Gaming-SessionsSchön schlichtMit FernbedienungSchnäppchenSatte Farben
Test: Aoc Agon Ag273qxpTest: Dell S2721dgfTest: Philips 558m1ryTest: Lg Ultragear 27gn750Test  Gaming in höchster Qualität: Asus ROG Strix XG438Q
Modell AOC Agon AG273QXP Dell S2721DGF Philips 558M1RY LG UltraGear 27GN750 Asus ROG Strix XG438Q
Pro
  • Satte Farben (eher warm)
  • Gute Blickwinkel­stabilität
  • Sichtschutzblende im Lieferumfang
  • Gute Reaktionszeit
  • Gute Bild­wiederholrate
  • Super Kontrast­verhältnis
  • 4K-Auflösung
  • Hohe Helligkeit
  • Mit integrierter Soundbar ...
  • Ohne externes Netzteil
  • Sehr schnell
  • Übersichtliches Menü
  • Angemessener Preis
  • Hohe Helligkeit
  • 4K-Auflösung
  • Gute Farben
Contra
  • Standfuß verbraucht unnötig viel Platz
  • Schwarzwert etwas erhöht
  • Leichte Nachzieh­effekte
  • Blickwinkel­stabilität könnte besser sein
  • Leichter Grünstich in Werkseinstellung
  • ... deren Klang­ergebnisse aber besser sein könnten
  • Braucht selbst­verständlich viel Platz
  • Eher für Konsolen-Gaming (kann aber auch am PC benutzt werden)
  • Zu grell
  • Relativ teuer
  • Blickwinkelstabilität könnte besser sein
  • IPS Glow in den unteren Ecken
  • schrecklicher/unbrauchbarer HDR-Modus (blass, grünstichig)
  • Relativ teuer
Bester Preis
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Für lange Gaming-Sessions: AOC Agon AG273QXP

Für lange Gaming-Sessions

AOC Agon AG273QXP

Test: Aoc Agon Ag273qxp
Preis-Leistung spielt während der Kaufentscheidung bei vielen Menschen eine wichtige Rolle. Unser neuer Testsieger ist der beste Gaming-Monitor für die meisten.

Im AOC Agon AG273QXP ist alles vereint, was man sich als Gamer von einem Bildschirm nur wünschen kann. Und das unabhängig davon, ob der Bildschirm mit einem PC oder einer Konsole verbunden ist. Eine gute Figur macht der Monitor von AOC in jedem Fall.

Das Design des Bildschirms mit dem dreibeinigen Standfuß gefällt ebenso wie die kleinen Extras, beispielsweise die ausziehbaren Halterungen an den Seiten des Monitors, an denen Mauskabel oder Kopfhörer aufgehängt werden können. Diese Zusatz-Features heben den Bildschirm von alternativen Produkten ab.

Der Agon AG273QXP hat eine QHD-Auflösung mit 2.560 x 1.440. Das macht ihn für PC-Gamer zu einem adäquaten Kompromiss zwischen scharfer Darstellung und der Leistung, die vom angeschlossenen PC kommt. Aus diesem Grund ist ein 4K-Monitor auch nicht unbedingt notwendig.

Eine wesentlich größere Rolle spielt, ob der Monitor beim Spielen eine hohe Bildwiederholrate hat. Das lässt das Spielgeschehen flüssiger aussehen und schont die Augen. Der Monitor kann entweder über einen der zwei HDMI-2.0-Anschlüsse oder den verfügbaren DisplayPort 1.4 angesteuert werden. Beide Optionen liefern bei der Bildwiederholrate Werte bis zu 165 Hertz.

Zudem sorgt AMDs FreeSync für eine noch flüssigere Bildfolge ohne ruckeln und Tearing (dem »Zerreißen« des Bildes). Zusammengenommen ergeben all diese Techniken und Eigenschaften ein besonders flüssiges und außergewöhnlich detailreiches Bild, das einem im Gedächtnis bleibt.

Aber das ist nicht alles: Der Bildschirm wartet außerdem mit einer Helligkeit von 350 cd/m² sowie einer überdurchschnittlich hohen Farbraumabdeckung auf. Wer dann noch die vorgefertigten Modi nutzt, kann Spiele jedweden Genres mit den optimalen Einstellungen genießen. Der optionale Blaulichtfilter sorgt darüber hinaus dafür, dass die Augen beim Spielen weniger strapaziert werden. Und auch auf HDR muss beim Agon AG273QXP von AOC nicht verzichtet werden, denn er ist nach HDR10 zertifiziert.

Gaming-PCs und Konsolen lassen sich mit dem Bildschirm verbinden – entweder via Displayport 1.4 oder einen der beiden HDMI-2.0-Anschlüsse. Beide Standards sind für einen Monitor mit QHD-Auflösung und einer Bildwiederholfrequenz von 165 Hertz völlig ausreichend. Neuere Versionen sind nur bei 4K-Monitoren nötig oder für das Verbinden von mehreren Bildschirmen miteinander.

 Gaming-Monitor Test: Aoc Agon Ag273qxp
Die Anschlüsse des AOC Agon AG273QXP findet man allesamt auf der Rückseite des Monitors.

Natürlich kommt auch der AOC mit den für Gaming-Monitore typischen, integrierten USB-Anschlüssen. Es gibt zwei USB-2.3-Anschlüsse und außerdem einen Kopfhöreranschluss für das Gaming-Headset. Weniger schön finden wir das externe Netzteil, da dieses zusätzlich einen Platz unter oder auf dem Tisch finden muss.

Was Gaming-Zubehör angeht setzen viele Hersteller auf kantige Designs mit vielen Stilelementen und beeindruckende Beleuchtung. Auch AOC ist hier keine Ausnahme. Die Firma setzt auf schwarze und rote Deko-Elemente auf grauem Metall. Der Leuchtring auf der Rückseite deckt sämtliche Farben des RGB-Spektrums ab. Man kann ihn, falls gewünscht, jedoch auch deaktivieren.

Mit dem Joystick auf der Unterseite des Monitors lässt sich das Bildschirmmenü aufrufen und nutzen. Das Menü bietet vielfältige Einstellungsmöglichkeiten, allen voran für die optimierte Darstellung von Spielen. Aufrufen lässt es sich, indem Sie den Joystick drücken. Jede Richtung hat allerdings auch außerhalb des Menüs eine Funktion. So können Sie beispielsweise ein Fadenkreuz ein- und ausblenden, indem Sie den Stick heranziehen.

Mit dem Stick lassen sich vorgefertigte Bildprofile einfach durchschalten. Hauptsächlich werden dabei Farb- und Helligkeitswerte des Bildschirms angepasst, sodass Sie das Spielerlebnis verschiedener Genres optimieren. So wird beispielsweise beim Profil »FPS« (First Person Shooter) eine deutliche Erhöhung des Kontrasts vorgenommen. Dadurch können Gegner in dunklen Abschnitten besser erkannt werden. Die entsprechenden Einstellungen können direkt am Monitor gemacht werden; die Bedienung ist dabei sehr intuitiv.

Der AOC-Monitor steht nicht einfach auf einem platten Standfuß, sondern hat ein massives Metall-Dreibein. Dadurch wird das Gewicht enorm erhöht. Für einen rutschfesten Stand sorgen kleine Gummiplättchen an den Füßen des Bildschirms. Und tatsächlich steht der Monitor damit felsenfest. Selbst beim Rütteln am Tisch verrutscht er nicht. Dennoch lässt er sich problemlos neigen und drehen sowie höher beziehungsweise tiefer stellen. Mit der Pivot-Funktion lässt er sich zudem im Querformat nutzen. Beeinträchtigt seitlich einstrahlendes Licht ihre Sicht, schaffen die mitgelieferten Sichtschutzblenden Abhilfe.

Anders als unsere vorherige Empfehlung, dem AOC Agon AG273QCG, ist der Agon AG273QXP nicht curved. Da es sich jedoch um Geschmackssache handelt, ob man dieses Feature mag oder als nötig empfinden, ist dies weder positiv noch negativ zu werten. Unserer Meinung nach ist die Krümmung erst bei breiteren, größeren Formaten ein echter Vorteil.

Trotz der hohen Bildwiederholungsrate des AOC-Monitors haben wir in unserem Test einen minimalen Nachzieheffekt beobachtet. Auch ist der Schwarzwert etwas erhöht, was bei dunklen Bildinhalten die Hintergrundbeleuchtung leicht durchschimmern lässt.

Aufgrund seiner massiven Bauweise ist der Monitor zwar standfest, aber auch nur schwer mit Absicht zu verschieben. Durch das hohe Gewicht bedarf es außerdem eines stabilen Tisches.

Schön schlicht: Dell S2721DGF

Schön schlicht

Dell S2721DGF

Test: Dell S2721dgf
Aufgrund starker Preisschwankungen hat es bei diesem Monitor "nur" für die "Auch gut"-Empfehlung gereicht. Ansonsten ähnelt er stark dem Testsieger.

Das Design des S2721DGF von Dell erinnert stark an die hauseigene Reihe der Gaming-Laptops, weshalb sich die schwarze schlichte Optik gemeinsam mit den leuchtenden Akzenten gut in das optische Gesamtbild des Sortiments einfügt. Die ausgereifte Technik in seinem Inneren sorgt ferner dafür, dass beim Bild des S2721DGF nur minimale Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Der Monitor löst in QHD, nämlich mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf. Bekommt er sein Bildmaterial via HDMI zugespielt, unterstützt er Bildwiederholraten mit maximal 144 Hertz, beim DisplayPort schafft er sogar 165 Hertz. Mit an Bord sind zudem AMDs FreeSync, sowie Nvidias G-Sync. Neben einer sehr hohen Farbabdeckung überzeugt der Monitor auch mit seiner Helligkeit von 400 cd/m². Zusammen mit den entsprechend vorgefertigten Modi kann er Spiele, je nach Genre, in der dafür am besten geeigneten Einstellungen darstellen.

Wie viele andere Gaming-Monitore auch verfügt der S2721DGF über einen integrierten USB-Hub. Vier USB-3.0-Ports sind dort zu finden. Zwei davon befinden sich am unteren Bildschirmrand auf der linken Seite, die anderen beiden findet man an der Rückseite, wo sich auch die übrigen Anschlüsse befinden.

Während Gaming-Zubehör bei vielen Herstellern möglichst bunt, leuchtstark und kantig daherkommt, hält sich der Monitor von Dell hier angenehm zurück und besticht durch seine klaren Kanten und wenig Leuchtelemente. Lediglich ein Leuchtstreifen, der sich an der Rückseite des Monitors befindet, bildet hier eine Ausnahme, aber auch den kann man deaktivieren.

Preislich ist der Dell zwar kein Schnäppchen, aber sein Geld allemal wert, zumal es auch deutlich teurere Konkurrenten gibt, die dem S2721DGF nicht unbedingt überlegen sind.

Mit Fernbedienung: Philips 558M1RY

Mit Fernbedienung

Philips 558M1RY

Test: Philips 558m1ry
Eher ein TV-Gerät als ein Gaming-Monitor, aber mit wesentlich besseren Werten als die meisten Fernseher bieten. Dieser riesige Monitor ist ein Gewinn für jedes Wohnzimmer.

Der 558M1RY von Philips ist mit seiner Bildschirmdiagonale von 55 Zoll lediglich noch für das Wohnzimmer zu gebrauchen und damit vor allem für Konsolenspieler interessant, die ein schnelleres Panel im Vergleich zu dem eines normalen Fernsehers bevorzugen. Mit seiner schnellen Reaktionszeit und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz bietet der Philips genau das und ist damit jedem »normalen« TV-Gerät überlegen.

Das Panel des Philips löst in 4K auf und besticht durch einen enorm guten Helligkeits-Wert, nämlich 750 cd/m². Aktiviert man den HDR1000-Modus, sind sogar 1.200 cd/m² möglich. Bei geringem Umgebungslicht ist das aber beinahe schon eine Zumutung für die Netzhaut. Farben kommen auf dem Monitor kräftig rüber, während schwarze Bildinhalte satt und tief wirken. Als angenehm empfanden wir zudem, dass der Monitor fast nicht spiegelt.

Ein DisplayPort (1.4), drei HDMI-2.0-Ports, ein Kopfhörerausgang und vier USB-3.2-Ports gehören zur Anschlussausstattung des Monitors. Für den richtigen Sound sorgt eine am Standfuß angebrachte Soundbar, die den integrierten Lösungen der Konkurrenz deutlich überlegen ist.

Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung erspart einem den Weg zum Monitor, wenn man Einstellungen beim Bild vornehmen will. Zudem lässt sich der Neigungswinkel des Philips verändern, was bei Monitoren dieser Größe nicht selbstverständlich ist.

Wer genug Platz und einen entsprechend tiefen Geldbeutel hat, der erhält mit dem 558M1RY einen Gaming-Monitor der Superlative, der sich vor allem an Konsolenspieler richtet. Dennoch werden sicherlich auch PC-Gamer ihr Freude daran haben.

Schnäppchen: LG UltraGear 27GN750

Schnäppchen

LG UltraGear 27GN750

Test: Lg Ultragear 27gn750
Unsere Empfehlung für Menschen, die aufs Geld achten wollen. Er könnte ruhig noch ein wenig günstiger werden, überzeugt aber mit einer super Leistung zum relativ kleinen Preis.

Auch in der Preiskategorie unterhalb der 300 Euro gibt es durchaus gute Gaming-Monitore. Einer davon ist der LG UltraGear 27GN750, der mit seiner 27-Zoll-Bildschirmdiagonale gar nicht so klein ist. Außerdem bietet er dank seinem 240-Hz-Panel eine Helligkeit von 400 cd/m².

Leider hat er dafür »nur« Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Bildpunkte). Das entspricht mittlerweile nicht mehr so ganz dem Standard. Bei aktivem HDR-Modus ist das Bild zudem blass und grünstichig. Ist HDR jedoch ausgeschaltet, ist das Bildergebnis durchaus sehenswert.

Eine bessere Blickwinkelstabilität wäre ebenfalls wünschenswert, aber das fällt ohnehin nur auf, wenn seitlich aufs Display geschaut wird. Bei dunklen Bildern ist in den beiden unteren Ecken manchmal ein IPS Glow zu beobachten.

Obwohl er recht günstig ist, muss man bei dem LG-Monitor nicht gänzlich auf Komfort-Features verzichten. So ist er höhenverstellbar und lässt sich auch was Drehung und Neigung angeht personalisieren und dank der Pivot-Funktion sogar hochkant stellen. Der Standfuß tut, was er soll. An Anschlüssen gibt es zwei HDMI-Anschlüsse, einen Displayport, sowie zwei USB-3.0-Ports und einen Kopfhörerausgang.

Bei dem günstigen Preis sind zwar ein paar Abstriche hinzunehmen, die wichtigsten Eigenschaften eines Gaming-Bildschirms liefert der LG UltraGear 27GN750 aber dennoch. Und weil letztlich sowieso vor allem ein reaktionsschnelles Bild zählt, könnten Sie mit diesem Bildschirm ein Schnäppchen machen.

Satte Farben: Asus ROG Strix XG 438Q

Satte Farben

Asus ROG Strix XG438Q

Test  Gaming in höchster Qualität: Asus ROG Strix XG438Q
Wer sich einmal einen Monitor gönnen will, mit dem er viele Jahre lang auf einem guten Niveau zocken kann, sollte zu diesem Modell greifen.

Der ROG Strix 438Q von Asus erreicht mit seiner Bildschirmdiagonale von 43 Zoll zwar Fernseher-Ausmaße, hat aber alle Eigenschaften, die einen Gaming-Monitor auszeichnen, nämlich eine hohe Bildwiederholrate (120Hz), eine schnelle Reaktionszeit (4 Millisekunden) und eine gute Helligkeit (450 cd/m²). Um den Monitor mit dem PC oder der Spielekonsole zu verbinden, kann man entweder auf den DisplayPort (1.4), oder einen der insgesamt drei HDMI-2.0-Ports zurückgreifen.

Einen Kopfhöreranschluss gibt es ebenso wie zwei USB-Anschlüsse. Weil der Bildschirm so groß ist und man dementsprechend weit davon entfernt sitzt, sind die Anschlüsse jedoch nicht gut erreichbar. Was das Bild angeht, so besticht das Panel des Asus mit einer 4K-Auflösung und einem guten Helligkeitswert. Dank des hohen Kontrastverhältnisses wirken schwarze Bildinhalte satt und tief, während Farben sehr kräftig rüberkommen. Aktiviert man den HDR600-Modus, wird das Spektrum der dargestellten Farben nochmals breiter. Der Monitor verfügt über FreeSync von AMD, auf Nvidias G-Sync muss man aber leider verzichten.

In puncto Ergonomie muss sich der Asus gegenüber seinen kleineren Mitbewerbern geschlagen geben, denn sobald der Monitor aufgestellt ist, kann man seine Position nur ändern, indem man ihn verrückt. Drehen oder in seiner Höhe verstellen lässt sich der Monitor nicht. Zwar sollte man beim Spielen wegen der Größe des Panels recht weit entfernt davon sitzen, um Einstellungen vorzunehmen muss man jedoch nah heranrücken. Die Knöpfe zum Öffnen des Einstellungsmenüs befinden sich rechts an der Rückseite des Geräts.

Der ROG Strix 438Q bietet hier die Wahl zwischen verschiedenen vorgefertigten Profilen, die sich jeweils an die verschiedenen Anforderungen von Spielertypen richten. Manuelle Anpassungen lassen sich jedoch ebenso vornehmen. Der Monitor von Asus braucht entweder einen sehr großen Schreibtisch, um darauf Platz zu finden, oder sollte direkt ins Wohnzimmer gestellt werden und als Fernseher-Ersatz dienen. Seine Eigenschaften machen ihn für Gamer aber sehr attraktiv.

Was gibt es sonst noch?

Nicht nur recht günstig, sondern mit 240 Hertz Bildwiederholrate auch noch wirklich schnell ist der Asus TUF Gaming VG279QM. Mit Full-HD-Auflösung bietet er einen guten Mittelweg für Gamer, die auf den Preis achten, aber nicht auf ordentliche Qualität verzichten möchten. Die Standplatte besteht schlicht aus Kunststoff und wirkt deshalb etwas billig, obwohl sie noch von einer Metallplatte unterstützt wird. Dafür ist der Monitor aber so mobil, wie es nur geht: Er lässt sich ohne Stufen drehen, neigen, in der Höhe verstellen und mit der Pivot-Funktion auch um 90 Grad drehen.

Unten rechts ist der Bedienknopf für das Menü angebracht. Leider ist er da öfter mal im Weg, wenn man den Bildschirm verstellen möchte. Der Monitor selbst ist 27 Zoll groß, besteht aus einem IPS-Panel und unterstützt G-Sync – das heißt, er hat eigentlich kein richtiges G-Sync-Modul, kann aber mit Grafikkarten von Nvidia zusammenarbeiten. Nichts zu meckern gibt es bei der Helligkeit von 400 cd/m² sowie der Reaktionszeit von einer Millisekunde. Man hat also keine Verzögerungen zu befürchten und bekommt ein Bild mit schönen Farben, lediglich auf integrierte Lautsprecher muss man verzichten.

Der BenQ EX2780Q sticht nicht nur durch seine schöne Optik ins Auge, sondern hat auch leistungstechnisch einige Besonderheiten zu bieten. Darunter fällt unter anderem der Lautsprecher, der klanglich der beste unter den getesteten Monitoren ist. Der EX2780Q kommt in Braun daher und hat als Fundament einen festen Metallstandfuß, den so schnell nichts erschüttern sollte. Im Standbein befindet sich auch die Kabelführung. Optisch wirkt der Monitor aufgrund der schön verarbeiteten Materialien sehr hochwertig.

Der gute, äußere Eindruck wird weitestgehend auch im Inneren bestätigt. Das Bild kommt flimmerfrei und ordentlich dargestellt auf den Monitor, weswegen man gemächliche fünf Millisekunden Reaktionszeit schon verschmerzen kann. Bei Licht-Schatten-Darstellung ist aber noch etwas Luft nach oben. Schade ist übrigens, dass man den Monitor weder schwenken, noch in der Höhe verstellen kann. Als Panel verwendet man ein WQHD-IPS-Modell mit Freesync, welches sich in Kombination mit der Bildwiederholrate von 144 Hertz als guter Allrounder erweist.

Eine mit nur 23,8 Zoll sehr kompakte Alternative speziell für den kleinen Geldbeutel stellt der AOC 24G2U/BK dar. Das IPS-Panel liefert dennoch gute Farben, ohne dabei zu flimmern. In rund einer Millisekunde reagiert der Monitor, die Bildwiederholrate von 144 Hertz ist ebenso absolut in Ordnung. Leider fehlt dem 24G2U/BK mit nur 250 cd/m² etwas die Helligkeit. Darüber hinaus sind Lautsprecher eingebaut, die zwar natürlich keinem Soundsystem oder Headset Konkurrenz machen können, aber für etwas Sound zwischendurch einen durchaus soliden Job machen.

Alles in allem bekommt man im Spiel ein sehr anständiges Bild. Weitere Anpassungen lassen sich im Einstellungsmenü vornehmen, das zwar ein wenig altbacken wirkt, aber viele Möglichkeiten bereithält. Wer also nicht so viel Geld ausgeben möchte und trotzdem auf einem guten Monitor spielen will, der trifft mit dem AOC 24G2U/BK eine gute Wahl.

Ein zweifelsohne eindrucksvoller Gaming-Monitor im Curved-Design ist der LG 38GL950G-B. Auch von der technischen Ausstattung her weiß er zu überzeugen: Das 37,5 Zoll große IPS-Panel scheint schön in hell in 450 cd/m², läuft mit der G-Sync-Technologie von Nvidia und bietet eine Bildwiederholrate von guten 175 Hertz.

Anschlüsse sind zahlreich vorhanden und gut erreichbar, auch der Bedienknopf befindet sich benutzerfreundlich unter der Mitte des Monitors. Der kann in der Höhe verstellt sowie geneigt werden, ist allerdings nicht drehbar. Ebenso muss man auf eigene Lautsprecher verzichten. Insgesamt leistet der LG zwar Beeindruckendes, jedoch hat er auch einen sehr stolzen Preis, weswegen hier andere Modelle noch knapp vorne liegen.

Für seinen recht kleinen Preis ist der LG 32GK850F mit 31,5 Zoll doch erstaunlich groß. Auch sonst lässt die Ausstattung auf einen guten Gaming-Monitor schließen: WQHD-Auflösung, 144 Hertz Bildwiederholrate sowie AMDs Freesync-Technologie. Das sorgt in der Praxis für sehr ordentliche Bildqualität, zudem fällt das Bild schön kontrastreich und mit 400 cd/m² ausreichend hell aus. Zu bemängeln wäre in dieser Beziehung höchstens, dass Farben je nach Spiel manchmal etwas comichaft erscheinen und dunkle Bildbereiche ein wenig zu hell wiedergegeben werden. Der Standfuß bietet dem Monitor Mobilität in alle Richtungen, hier bleibt nichts zu wünschen übrig. Sein Äußeres ist LG-typisch in Rot gehalten, Anschlüsse sind genügend vorhanden und leicht zugänglich.

Wissenswertes über Gaming-Monitore

Bei den Gaming-Monitoren stehen sich zwei Technologien gegenüber: Nvidias G-Sync und Freesync von AMD. Das Ziel beider Systeme ist es, dank besserer Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte ein flüssigeres Spielerlebnis zu gewährleisten. Genauer gesagt synchronisiert die Technik die Bildwiederholfrequenz vom Monitor mit der Framerate der Grafikkarte. Schafft eine Grafikkarte also beispielsweise 36 Frames pro Sekunde, so arbeitet der Monitor dann ebenso mit 36 Hertz. Mithilfe dieser Synchronisation sollen zerrissene Bilder (»Tearing«) bekämpft werden.

Gaming-Monitor Test: Bester Gaming Monitor 2018
Gamer haben spezielle Anforderungen an ihre Monitore.

Natürlich muss man eine solche Technologie auch bezahlen. Für Monitore mit G-Sync muss man aufgrund eines speziellen Chipsatzes bis zu 200 Euro mehr auf den Tisch legen. Außerdem ist man mit G-Sync an Nvidia gebunden: Damit das System funktioniert, muss man nämlich eine Nvidia GeForce-Grafikkarte verwenden. Das heißt auch: Leute, die nur auf der Konsole spielen, haben nichts von G-Sync.

Im Gegensatz dazu ist Freesync – wie der Name schon vermuten lässt – eine offene Technologie, die keine Lizenzgebühren an AMD erfordert. Deshalb fallen Freesync-Monitore in der Regel günstiger aus als G-Sync-Modelle. Allerdings braucht man auch hier eine entsprechende Grafikkarte der AMD-Radeon-Serie.

Für Konsolenspieler ist diese ganze Debatte somit uninteressant. Man sollte außerdem bedenken, dass Gaming-Monitore mit hoher Bildwiederholfrequenz – laut ComputerBase ab 144 Hertz – auch ohne G-Sync oder Freesync sehr gut performen. Dennoch lässt sich aber nicht abstreiten, dass diese Technologien doch eine flüssigere Darstellung gewährleisten, weshalb in unserem Test nur zwei Modelle komplett ohne eine der beiden Systeme auskommen.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Monitore haben wir sowohl am PC, als auch an der Konsole anhand jeweils zweier Videospiele ausprobiert. Um unvoreingenommen zu bleiben, haben wir die genauen Preise erst nach dem Test angesehen. Beim Test selbst kam es vor allem auf ein flüssiges und sauberes Bild an, aber auch auf kräftige Farben und schöne Lichteffekte.

Weil die meisten Gamer vermutlich auf Kalibrierungen verzichten, haben wir das auch getan. Auf den Fotos sind die Monitore mit 100 Prozent Helligkeit sowie 50 Prozent Kontrast zu sehen. Wichtig war uns auch, wie einfach die Bedienung von der Hand geht und welche Optionen man im Menü vorfindet, etwa wie viele bestimmte Modi für verschiedene Spielgenres zur Auswahl stehen.

Letztendlich kommt es noch auf die äußeren Eigenschaften der Gaming-Monitore an. Hier spielen Gewicht, Verstellmöglichkeiten in Höhe und Neigung sowie Drehbarkeit eine Rolle.

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