Test: Gaming Monitore

Gaming-Monitore im Test : Gaming in höchster Qualität

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Veröffentlicht 29.10.2019

Der leistungsstärkste Gaming-PC nützt wenig, wenn der Monitor nicht gut genug ist. Deshalb ist es lohnenswert, sich hier vor dem Kauf gründlich zu informieren. Es kommt nämlich längst nicht nur auf die Auflösung an, sondern auch auf Komponenten wie Bildwiederholrate, Helligkeit und Reaktionszeit.

Nele Wobker
Nele Wobker
ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin und powert sich auch gern physisch aus. Als Technik-Redakteurin testet sie am liebsten Gaming-Zubehör und Fitness-Geräte.

Für anspruchsvolle Gamer muss nicht nur die Leistung des Gaming-PCs stimmen, sondern auch der Monitor. An Gaming-Monitore gibt es allerdings ganz spezielle Anforderungen. Essentiell sind besonders eine hohe Bildwiederholrate sowie schlierenfreie Darstellung.

Besonders im Bereich der Bildbearbeitung ist hohe Farbtreue natürlich unerlässlich, aber auch bei Gaming-Displays ist sie ein wichtiger Faktor. IPS-Displays machen in dieser Beziehung einen guten Job, noch dazu bieten sie endlich ausreichend schnelle Reaktionszeiten bei Spielen. Trotzdem setzen manche Hersteller immer noch auf TN-Technologie, obwohl diese den IPS-Panels was Farbtreue und Blickwinkelstabilität angeht unterlegen ist.

Die dritte Möglichkeit bei den Display-Varianten sind die VA-Panels. Die sind günstiger als IPS-Modelle und haben bei der Bildqualität stark aufgeholt. In Sachen Reaktionszeit liegen sie noch hinter TN, wobei die Unterschiede für Hobbyspieler aber kaum merklich sind.

Beim Kauf sollte man sich übrigens nicht unbedingt von der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten blenden lassen. Am Ende zählt nämlich, wie gut das System zusammenarbeitet. Hier sollte man – wenn möglich – ruhig den ein oder anderen Monitor selbst ausprobieren.

Mittlerweile haben wir uns 34 Gaming-Monitore angesehen. Die Preisspanne beginnt bei rund 200 Euro und geht bei einzelnen Modellen sogar ins Vierstellige.

Starkes Gesamtpaket: AOC Agon AG273QCG

Starkes Gesamtpaket

AOC AG273QCG

Test Gaming-Monitor: AOC AG273QCG
Mit dem AOC macht man wirklich nichts verkehrt. Hier kommen Gamer voll auf ihre Kosten.

Egal ob am PC oder der Konsole: Als das aktuelle Flaggschiff unter den Gaming-Monitoren von AOC weiß der Agon AG273QCG überall zu überzeugen. Dabei muss er sich technisch nicht vor der ganz teuren Konkurrenz verstecken, bleibt aber selber preislich noch halbwegs im Rahmen.

Nicht jeder Gamer besitzt einen leistungsstarken PC, der Inhalte in 4K auflösen kann. Dann braucht man natürlich auch nicht unbedingt einen Monitor, der 4K-Inhalte darstellen kann. Der Agon etwa löst »nur« in 2.560 x 1.440 Pixeln auf, damit kommt aber immer noch ein scharfes und detailliertes Bild auf den Monitor. 27 Zoll reichen völlig für einen guten Überblick aus, der Bildschirm kommt außerdem im Curved-Design, also leicht nach innen gebogen. So hat man auch zu den äußeren Teilen des Bildschirms die gleiche Entfernung, was Verzerrungen vorbeugt und das Spielerlebnis noch intensiver machen soll. Eine sehr schöne Idee, die aber vielleicht nicht jedem gefällt. Hier gilt: Vorher ausprobieren!

Flimmerfreie Wiedergabe ist dank der 165 Hertz-Bildwiederholrate garantiert. Dank der G-Sync-Technologie von Nvidia laufen Spiele besonders flüssig und ohne Tearing, also ohne »Risse« im Bild. Diese Kombination lässt schließlich in Sachen Bildqualität nicht viel zu wünschen übrig,

Darüber hinaus deckt der Agon AG273QCG einen großen Farbraum ab und erreicht 400 cd/m² Helligkeit. Optional gibt es einen Blaulichtfilter, der verhindern soll, dass bei längeren Sessions die Augen nicht schnell müde werden. Das Kontrastverhältnis von 1000:1 ist gut genug, um Details in sowohl extrem hellen als auch sehr dunklen Bildern nicht verschwimmen zu lassen. Da ist es nicht so schlimm, dass man auch auf HDR verzichten muss.

Gaming-PC oder Konsole lassen sich gleichermaßen via HDMI-1.4 oder alternativ über den DisplayPort 1.2 anschließen. Für einen Nicht-4K-Monitor sind diese beiden Standards völlig ausreichend. Sehr angenehm ist USB-Hub, der gleich vier USB-3.0-Ports bietet, wovon einem sogar das Schnellladen von Tablets oder Smartphones möglich ist. Einziges Manko an den Ports ist die Platzierung an der Rückseite, was häufigere Verkabelung etwas mühsam macht. Immerhin ist das Netzteil direkt im Gehäuse untergebracht und liegt somit nicht irgendwo im Raum herum.

Beim Design setzt der AOC Agon AG273QCG auf eine ansprechende Mischung aus Schwarz und Rot mit einigen metallischen Elementen, im Gegensatz zu einigen anderen Herstellern wirkt der Monitor aber trotzdem nicht klobig. Ein Ring auf der Rückseite des Bildschirms sorgt bei Bedarf für Ambilight, was eine besondere Stimmung beim Spielen kreiert, ohne dabei abzulenken.

An der Unterseite des Monitors ertastet man einen kleinen Joystick, der für Einstellungen in Spielen zuständig ist. So kann man etwa Fadenkreuze einblenden, einen Timer setzen oder sich über die aktuelle Bildrate informieren. Zusätzlich findet man im Menü Bildprofile, die auf bestimmte Spielgenres abgestimmt sind. Das Profil »FPS« macht das Bild etwa deutlich kontrastreicher, um Gegner in First Person Shootern schneller zu erkennen. Insgesamt ist die Bedienung über den Stick sehr praktisch und intuitiv.

Das Fundament des Monitors bildet ein flexibles, dreibeiniges Metallgestell. Damit kann man den Monitor problemlos drehen, neigen oder schwenken. Außerdem ist der Agon nicht nur um rund elf Zentimeter in der Höhe verstellbar, sondern er lässt sich dank der Pivot-Funktion auch einfach um 90 Grad drehen. So kann man den Gaming-Monitor immer an die äußeren Gegebenheiten anpassen. Sehr angenehm!

Der AOC Agon AG273QCG überzeugt insgesamt durch hervorragende Bildqualität, selbst ohne 4K und HDR. Das liegt unter anderem an Nvidias G-Sync-Technologie. Neben all den technischen Details ist auch das Design gut gelungen und funktional. Preislich liegt er gerade noch im Rahmen – somit trifft jeder Gamer mit dem Agon eine sehr gute Wahl.

Schnelle Reaktionszeit: Asus TUF Gaming VG279QM

Schnelle Reaktionszeit

Asus TUF Gaming VG279QM

Test: Asus Tuf Gaming Vg279qm
Ultraschnell, schön hell und maximal verstellbar: Der Asus Monitor macht unserem Favoiten fast seinen Rang streitig.

Nicht nur recht günstig, sondern mit 240 Hertz Bildwiederholrate auch noch wirklich schnell ist der Asus TUF Gaming VG279QM. Mit Full-HD-Auflösung bietet er einen guten Mittelweg für Gamer, die auf den Preis achten, aber nicht auf ordentliche Qualität verzichten möchten. Auffällig ist die Markierung unten am Standbein, die den aktuellen Winkel des Bildschirms angibt. Ob man das braucht, ist fraglich, aber es macht auf jeden Fall etwas her.

Die Standplatte besteht schlicht aus Kunststoff und wirkt deshalb etwas billig, obwohl sie noch von einer Metallplatte unterstützt wird. Dafür ist der Monitor aber so mobil, wie es nur geht: Er lässt sich ohne Stufen drehen, neigen, in der Höhe verstellen und mit der Pivot-Funktion auch um 90 Grad drehen.

Unten rechts ist der Bedienknopf für das Menü angebracht. Leider ist er da öfter mal im Weg, wenn man den Bildschirm verstellen möchte. Dann landet man versehentlich erstmal im Menü. Der Monitor selbst ist 27 Zoll groß, besteht aus einem IPS-Panel und unterstützt G-Sync – das heißt, er hat eigentlich kein richtiges G-Sync-Modul, kann aber mit Grafikkarten von Nvidia zusammenarbeiten.

Nichts zu meckern gibt es bei der Helligkeit von 400 cd/m² sowie der Reaktionszeit von einer Millisekunde. Man hat also keine Verzögerungen zu befürchten und bekommt ein Bild mit schönen Farben. Wer sich integrierte Lautsprecher wünscht, wird enttäuscht sein. Eigene Lautsprecher am Monitor sucht man vergeblich.

Alles in allem bietet der Asus TUF Gaming VG279QM ein sehr solides Gesamtpaket für einen fairen Preis. Gerade an der Bildqualität gibt es wenig bis gar nichts auszusetzen, höchstens an seinem Äußeren lässt sich kleine Kritik festmachen.

Ultraweite Bildfläche: Samsung C49HG90

Ultraweite Bildfläche

Samsung C49HG90

Zwei Monitore in einem bekommt man beim Samsung C49HG90. Der ist nämlich circa 1,20 Meter breit und wirkt damit auf dem Schreibtisch auf den ersten Blick ziemlich eindrucksvoll, aber auch gewöhnungsbedürftig. In der Diagonale macht das im 32:9-Format 49 Zoll – das ist tatsächlich ungefähr so groß wie zwei normale Full-HD-Bildschirme. Noch dazu ist der C49GH90 im Curved-Design geschnitten und kommt so auf 40 Zentimeter Tiefe – hier muss man einiges an Platz auf dem Schreibtisch einplanen. Dafür kann man allerdings locker vier Fenster nebeneinander öffnen. Ob das der Produktivität dient oder eher ablenkt, ist wahrscheinlich vom Benutzer abhängig.

Im Inneren befindet sich ein VA-Panel mit der eigens von Samsung entwickelten QLED-Technologie, die verglichen mit LED-Versionen noch eine bessere Bildqualität liefern soll. Das funktioniert in der Praxis ziemlich gut, da das Bild sehr kontrastreich und natürlich wirkt und mit hoher Helligkeit glänzt. Negativ fällt lediglich die – für diese Größe – recht niedrige Auflösung von 3.840 x 1.080 Pixeln auf, die das Bild etwas unscharf erscheinen lässt.

In Spielen macht der C49HG90 eine durchgehend gute Figur. Die Bildwiederholrate von 144 Hertz ist ordentlich, dank der Bildsynchronisation durch Freesync werden Spiele immer schnell und absolut flüssig wiedergegeben. Auf dem On-Screen-Menü findet man neben einigen Bildeinstellungen und Optionen außerdem voreingestellte Bildprofile für unterschiedliche Genres.

Natürlich muss man darauf achten, dass die Lieblingsspiele auch das ungewöhnliche 32:9-Format unterstützen, da es sonst zu hässlichen Verzerrungen kommen kann. Andere Spiele wiederum unterstützen zwar 32:9, sind aber dennoch nicht perfekt darauf optimiert. Dann muss man, etwa um die Mini-Karte zu sehen, seinen Kopf immer wieder weit drehen, was auf Dauer nervig werden kann. Ansonsten steht einem aber ein wirklich tolles Spielerlebnis bevor.

Durch seine Breite ist der Samsung C49HG90 wirklich beeindruckend und wird so sicherlich immer seine Käufer finden. Allerdings kann der breite Monitor beim Spielen auch schnell zum Nachteil werden. Besonders hier ist wieder ausprobieren angesagt, denn mit seinem doch sehr stolzen Preis sollte man vielleicht nicht einfach auf gut Glück zuschlagen.

Vielseitig einsetzbar: BenQ EX2780Q

Vielseitig einsetzbar

BenQ EX2780Q

Test: Benq Ex2780q
Super für Leute, die sich nicht extra Lautsprecher oder ein Headset kaufen möchten, denn der BenQ hat bereits eigene, die sich hören lassen können.

Der BenQ EX2780Q sticht nicht nur durch seine schöne Optik ins Auge, sondern hat auch leistungstechnisch einige Besonderheiten zu bieten. Darunter fällt unter anderem der Lautsprecher, der klanglich der beste unter den getesteten Monitoren ist. Das dürfte Gamer freuen, die sich nicht unbedingt noch Boxen oder Kopfhörer anschaffen wollen, ist aber auch angenehm für Multimedia-Nutzer. Für die wiederum ist eine extra Fernbedienung beigelegt, außerdem empfängt der BenQ sogar über USB-C.

Der EX2780Q kommt in Braun daher und hat als Fundament einen festen Metallstandfuß, den so schnell nichts erschüttern sollte. Im Standbein befindet sich auch die Kabelführung. Optisch wirkt der Monitor aufgrund der schön verarbeiteten Materialien sehr hochwertig.

Der gute, äußere Eindruck wird weitestgehend auch im Inneren bestätigt. Das Bild kommt flimmerfrei und ordentlich dargestellt auf den Monitor, weswegen man gemächliche fünf Millisekunden Reaktionszeit schon verschmerzen kann. Bei Licht-Schatten-Darstellung ist aber noch etwas Luft nach oben.

Schade ist übrigens, dass man den Monitor weder schwenken, noch in der Höhe verstellen kann. Beim Aufbau benötigt man einen Schraubenzieher. Als Panel verwendet man ein WQHD-IPS-Modell mit Freesync, welches sich in Kombination mit der Bildwiederholrate von 144 Hertz als guter Allrounder erweist.

Gerade wer seinen Monitor nicht nur zum Gaming, sondern auch im Multimedia-Bereich nutzen möchte, kann getrost zum BenQ EX2780Q greifen. Dabei muss man zwar kleine Kompromisse eingehen, die aber unter anderem von der tollen Optik kompensiert werden.

Klein und günstig: AOC 24G2U/BK

Klein und günstig

AOC 24G2U/BK

Test Gaming-Monitor: XXX AOC 24G2U/BK
Bei diesem AOC-Monitor müssen kaum Abstriche gemacht werden. Bildqualität und Preis überzeugen auf ganzer Linie.

Eine mit nur 23,8 Zoll sehr kompakte Alternative speziell für den kleinen Geldbeutel stellt der AOC 24G2U/BK dar. Das IPS-Panel liefert dennoch gute Farben, ohne dabei zu flimmern. In rund einer Millisekunde reagiert der Monitor, die Bildwiederholrate von 144 Hertz ist ebenso absolut in Ordnung. Leider fehlt dem 24G2U/BK mit nur 250 cd/m² etwas die Helligkeit.

Ein wichtiger Teil des Gaming-Monitors ist der Standfuß. Flott und ohne Werkzeug ist er aufgebaut, dann bietet er stufenlose Höhenverstellung, er beherrscht aber auch neigen, drehen oder die Pivot-Stellung. An der Rückseite des Bildschirms befinden sich übrigens mehrere USB-Anschlüsse.

Darüber hinaus sind Lautsprecher eingebaut, die zwar natürlich keinem Soundsystem oder Headset Konkurrenz machen können, aber für etwas Sound zwischendurch einen durchaus soliden Job machen.

Alles in allem bekommt man im Spiel ein sehr anständiges Bild. Weitere Anpassungen lassen sich im Einstellungsmenü vornehmen, das zwar ein wenig altbacken wirkt, aber viele Möglichkeiten bereithält. Wer also nicht so viel Geld ausgeben möchte und trotzdem auf einem guten Monitor spielen will, der trifft mit dem AOC 24G2U/BK eine gute Wahl.

Außerdem getestet

Ein zweifelsohne eindrucksvoller Gaming-Monitor im Curved-Design ist der LG 38GL950G-B. Auch von der technischen Ausstattung her weiß er zu überzeugen: Das 37,5 Zoll große IPS-Panel scheint schön in hell in 450 cd/m², läuft mit der G-Sync-Technologie von Nvidia und bietet eine Bildwiederholrate von guten 175 Hertz.

Anschlüsse sind zahlreich vorhanden und gut erreichbar, auch der Bedienknopf befindet sich benutzerfreundlich unter der Mitte des Monitors. Der kann in der Höhe verstellt sowie geneigt werden, ist allerdings nicht drehbar. Ebenso muss man auf eigene Lautsprecher verzichten. Insgesamt leistet der LG zwar beeindruckendes, jedoch hat er auch einen sehr stolzen Preis, weswegen hier andere Modelle noch knapp vorne liegen.

Die Gaming-Marke Alienware von Dell steht bei vielen Leuten zwar für gute Qualität, aber auch für umso höhere Preise. Beim Alienware AW2720HF hält sich letzteres glücklicherweise in Grenzen, während man trotzdem einiges erwarten darf. Dank der schnellen Bildwiederholrate von 240 Hertz und der kurzen Reaktionszeit von einer Millisekunde ist das IPS-Panel mit Freesync durchaus ein Top-Modell.

Alles ist aber auch hier nicht perfekt: So wird etwa die Helligkeit etwas ungleichmäßig verteilt, außerdem ist der Bedienknopf an der Rückseite rechts auf mittiger Höhe angebracht – Linkshänder haben es da ohnehin schwer, aber selbst Rechtshändern wird irgendwann der Arm müde. Noch dazu ist die Gefahr groß, beim Drehen versehentlich an den Knopf zu kommen.

Mit einem leicht bedienbaren Menü, schnellen Reaktionszeiten, guter Helligkeit und starken Bildwiederholraten trumpft der ROG Strix XG279Q von Asus auf. Noch dazu lässt er sich neigen, stufenlos in der Höhe verstellen und in eine Pivot-Stellung bringen. Asus setzt neben G-Sync die sogenannte Extreme-Low-Motion-Blur-Sync-Technologie (ELMB SYNC) ein, die Tearing und Ghosting verhindern soll. Schaltet man diese Funktion aber aus, so kommt gerade das Ghosting stärker zur Geltung als bei der Konkurrenz. Insgesamt bekommt man dennoch eine sehr ordentliche Performance, es gibt aber auch Modelle, die Ähnliches für weniger Geld bieten.

Dank des externen Netzteils nimmt der AOC Gaming CQ27G2U/BK nicht viel Platz auf dem Schreibtisch weg, typisch für AOC ist auch der schnelle, simple Aufbau ohne jegliches Werkzeug. Mittig an der Unterseite ist der Bedienknopf angebracht, wodurch sich also sowohl Rechts- als auch Linkshändern bei der Bedienung nicht verrenken müssen. Ebenso angenehm ist der USB-Hub, der sämtliche USB-Ports leicht zugänglich macht. Der Curved-Monitor kommt mit Freesync und kann gedreht, geneigt und höhenverstellt werden. Darüber hinaus verfügt er auch über Pivot. Eigene Lautsprecher gibt es leider nicht, außerdem fällt das Bild etwas zu dunkel aus. Wem das egal ist, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Für seinen recht kleinen Preis ist der LG 32GK850F mit 31,5 Zoll doch erstaunlich groß. Auch sonst lässt die Ausstattung auf einen guten Gaming-Monitor schließen: WQHD-Auflösung, 144 Hertz Bildwiederholrate sowie AMDs Freesync-Technologie. Das sorgt in der Praxis für sehr ordentliche Bildqualität, zudem fällt das Bild schön kontrastreich und mit 400 cd/m² ausreichend hell aus. Zu bemängeln wäre in dieser Beziehung höchstens, dass Farben je nach Spiel manchmal etwas comichaft erscheinen und dunkle Bildbereiche ein wenig zu hell wiedergegeben werden.

Der Standfuß bietet dem Monitor Mobilität in alle Richtungen, hier bleibt nichts zu wünschen übrig. Sein Äußeres ist LG-typisch in Rot gehalten, Anschlüsse sind genügend vorhanden und leicht zugänglich.

Wissenswertes über Gaming-Monitore

Bei den Gaming-Monitoren stehen sich zwei Technologien gegenüber: Nvidias G-Sync und Freesync von AMD. Das Ziel beider Systeme ist es, dank besserer Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte ein flüssigeres Spielerlebnis zu gewährleisten. Genauer gesagt synchronisiert die Technik die Bildwiederholfrequenz vom Monitor mit der Framerate der Grafikkarte. Schafft eine Grafikkarte also beispielsweise 36 Frames pro Sekunde, so arbeitet der Monitor dann ebenso mit 36 Hertz. Mithilfe dieser Synchronisation sollen zerrissene Bilder (»Tearing«) bekämpft werden.

Gaming-Monitor Test: Bester Gaming Monitor 2018
Gamer haben spezielle Anforderungen an ihre Monitore.

Natürlich muss man eine solche Technologie auch bezahlen. Für Monitore mit G-Sync muss man aufgrund eines speziellen Chipsatzes bis zu 200 Euro mehr auf den Tisch legen. Außerdem ist man mit G-Sync an Nvidia gebunden: Damit das System funktioniert, muss man nämlich eine Nvidia GeForce-Grafikkarte verwenden. Das heißt auch: Leute, die nur auf der Konsole spielen, haben nichts von G-Sync.

Im Gegensatz dazu ist Freesync – wie der Name schon vermuten lässt – eine offene Technologie, die keine Lizenzgebühren an AMD erfordert. Deshalb fallen Freesync-Monitore in der Regel günstiger aus als G-Sync-Modelle. Allerdings braucht man auch hier eine entsprechende Grafikkarte der AMD-Radeon-Serie.

Für Konsolenspieler ist diese ganze Debatte somit uninteressant. Man sollte außerdem bedenken, dass Gaming-Monitore mit hoher Bildwiederholfrequenz – laut ComputerBase ab 144 Hertz – auch ohne G-Sync oder Freesync sehr gut performen. Dennoch lässt sich aber nicht abstreiten, dass diese Technologien doch eine flüssigere Darstellung gewährleisten, weshalb in unserem Test nur zwei Modelle komplett ohne eine der beiden Systeme auskommen.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Monitore haben wir sowohl am PC, als auch an der Konsole anhand jeweils zweier Videospiele ausprobiert. Um unvoreingenommen zu bleiben, haben wir die genauen Preise erst nach dem Test angesehen. Beim Test selbst kam es vor allem auf ein flüssiges und sauberes Bild an, aber auch auf kräftige Farben und schöne Lichteffekte.

Weil die meisten Gamer vermutlich auf Kalibrierungen verzichten, haben wir das auch getan. Auf den Fotos sind die Monitore mit 100 Prozent Helligkeit sowie 50 Prozent Kontrast zu sehen. Wichtig war uns auch, wie einfach die Bedienung von der Hand geht und welche Optionen man im Menü vorfindet, etwa wie viele bestimmte Modi für verschiedene Spielgenres zur Auswahl stehen.

Letztendlich kommt es noch auf die äußeren Eigenschaften der Gaming-Monitore an. Hier spielen Gewicht, Verstellmöglichkeiten in Höhe und Neigung sowie Drehbarkeit eine Rolle.

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