Test: Gaming Monitore

Gaming-Monitore im Test : Gaming in höchster Qualität

von
Update 11.01.2021

Der leistungsstärkste Gaming-PC nützt wenig, wenn der Monitor nicht gut genug ist. Deshalb ist es lohnenswert, sich hier vor dem Kauf gründlich zu informieren. Es kommt nämlich längst nicht nur auf die Auflösung an, sondern auch auf Komponenten wie Bildwiederholrate, Helligkeit und Reaktionszeit.

Update 11. Januar 2021

Gleich zehn weitere Gaming-Monitore haben wir getestet. Einige davon haben uns wirklich überzeugt, sodass wir eine komplett überarbeitete Empfehlungsriege präsentieren.

Nele Wobker
Nele Wobker
ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin und powert sich auch gern physisch aus. Als Technik-Redakteurin testet sie am liebsten Gaming-Zubehör und Fitness-Geräte.

Für anspruchsvolle Gamer muss nicht nur die Leistung des Gaming-PCs stimmen, sondern auch der Monitor. An Gaming-Monitore gibt es allerdings ganz spezielle Anforderungen. Essentiell sind besonders eine hohe Bildwiederholrate sowie schlierenfreie Darstellung.

Besonders im Bereich der Bildbearbeitung ist hohe Farbtreue natürlich unerlässlich, aber auch bei Gaming-Displays ist sie ein wichtiger Faktor. IPS-Displays machen in dieser Beziehung einen guten Job, noch dazu bieten sie endlich ausreichend schnelle Reaktionszeiten bei Spielen. Trotzdem setzen manche Hersteller immer noch auf TN-Technologie, obwohl diese den IPS-Panels was Farbtreue und Blickwinkelstabilität angeht unterlegen ist.

Die dritte Möglichkeit bei den Display-Varianten sind die VA-Panels. Die sind günstiger als IPS-Modelle und haben bei der Bildqualität stark aufgeholt. In Sachen Reaktionszeit liegen sie noch hinter TN, wobei die Unterschiede für Hobbyspieler aber kaum merklich sind.

Beim Kauf sollte man sich übrigens nicht unbedingt von der Leistungsfähigkeit einzelner Komponenten blenden lassen. Am Ende zählt nämlich, wie gut das System zusammenarbeitet. Hier sollte man – wenn möglich – ruhig den ein oder anderen Monitor selbst ausprobieren.

Mittlerweile haben wir uns 44 Gaming-Monitore angesehen. Die Preisspanne beginnt bei rund 200 Euro und geht bei einzelnen Modellen sogar ins Vierstellige.

Starkes Gesamtpaket: AOC Agon AG273QCG

Starkes Gesamtpaket

AOC Agon AG273QXP

Test: Aoc Agon Ag273qxp
Preis-Leistung spielt während der Kaufentscheidung bei vielen Menschen eine wichtige Rolle. Unser neuer Testsieger ist der beste Gaming-Monitor für die meisten.

Egal ob am PC oder der Konsole angeschlossen: Als das aktuelle Flaggschiff unter den Gaming-Monitoren von AOC weiß der Agon AG273QCG überall zu überzeugen. Dabei muss er sich technisch nicht vor der ganz teuren Konkurrenz verstecken, hält sich selbst beim Preis aber angenehm zurück.

Nicht jeder Gamer besitzt einen leistungsstarken PC, der Inhalte in 4K auflösen kann. Dann braucht man natürlich auch nicht unbedingt einen Monitor, der 4K-Inhalte darstellen kann. Der Agon etwa löst »nur« in 2.560 x 1.440 Pixeln auf, damit kommt aber immer noch ein scharfes und detailliertes Bild auf den Monitor. 27 Zoll reichen völlig für einen guten Überblick aus, der Bildschirm kommt außerdem im Curved-Design, also leicht nach innen gebogen. So hat man auch zu den äußeren Teilen des Bildschirms die gleiche Entfernung, was Verzerrungen vorbeugt und das Spielerlebnis noch intensiver machen soll. Eine sehr schöne Idee, die aber vielleicht nicht jedem gefällt. Hier gilt: Vorher ausprobieren!

Flimmerfreie Wiedergabe ist dank der 165 Hertz-Bildwiederholrate garantiert. Dank der G-Sync-Technologie von Nvidia laufen Spiele besonders flüssig und ohne Tearing, also ohne »Risse« im Bild. Diese Kombination lässt in Sachen Bildqualität nicht viel zu wünschen übrig,

Darüber hinaus deckt der Agon AG273QCG einen großen Farbraum ab und erreicht 400 cd/m² Helligkeit. Optional gibt es einen Blaulichtfilter, der verhindern soll, dass bei längeren Sessions die Augen nicht schnell müde werden. Das Kontrastverhältnis von 1000:1 ist gut genug, um Details in sowohl extrem hellen als auch sehr dunklen Bildern nicht verschwimmen zu lassen. Da ist es nicht so schlimm, dass man auf HDR verzichten muss.

Gaming-PC oder Konsole lassen sich gleichermaßen via HDMI-1.4 oder alternativ über den DisplayPort 1.2 anschließen. Für einen Nicht-4K-Monitor sind diese beiden Standards völlig ausreichend. Sehr angenehm ist der USB-Hub, der gleich vier USB-3.0-Ports bietet, wovon einem sogar das Schnellladen von Tablets oder Smartphones möglich ist. Einziges Manko an den Ports ist die Platzierung an der Rückseite, was häufigere Verkabelung etwas mühsam macht. Immerhin ist das Netzteil direkt im Gehäuse untergebracht und liegt somit nicht irgendwo im Raum herum.

Beim Design setzt der AOC Agon AG273QCG auf eine ansprechende Mischung aus Schwarz und Rot mit einigen metallischen Elementen, im Gegensatz zu einigen anderen Herstellern wirkt der Monitor aber trotzdem nicht klobig. Ein Ring auf der Rückseite des Bildschirms sorgt bei Bedarf für Ambilight, was eine besondere Stimmung beim Spielen kreiert, ohne dabei abzulenken.

An der Unterseite des Monitors ertastet man einen kleinen Joystick, der für Einstellungen in Spielen zuständig ist. So kann man etwa Fadenkreuze einblenden, einen Timer setzen oder sich über die aktuelle Bildrate informieren. Zusätzlich findet man im Menü Bildprofile, die auf bestimmte Spielgenres abgestimmt sind. Das Profil »FPS« macht das Bild etwa deutlich kontrastreicher, um Gegner in First Person Shootern schneller zu erkennen. Insgesamt ist die Bedienung über den Stick sehr praktisch und intuitiv.

Das Fundament des Monitors bildet ein flexibles, dreibeiniges Metallgestell. Damit kann man den Monitor problemlos drehen, neigen oder schwenken. Außerdem ist der Agon nicht nur um rund elf Zentimeter in der Höhe verstellbar, sondern er lässt sich dank der Pivot-Funktion auch einfach um 90 Grad drehen. So kann man den Gaming-Monitor immer an die äußeren Gegebenheiten anpassen. Sehr angenehm!

Der AOC Agon AG273QCG überzeugt insgesamt durch hervorragende Bildqualität, selbst ohne 4K und HDR. Das liegt unter anderem an Nvidias G-Sync-Technologie. Neben all den technischen Details ist auch das Design gut gelungen und funktional. Preislich liegt er gerade noch im Rahmen – somit trifft jeder Gamer mit dem Agon eine sehr gute Wahl.

Schön schlicht: Dell S2721DGF

Schön schlicht

Dell S2721DGF

Test: Dell S2721dgf
Aufgrund starker Preisschwankungen hat es bei diesem Monitor "nur" für die "Auch gut"-Empfehlung gereicht. Ansonsten ähnelt er stark dem Testsieger.

Das Design des S2721DGF von Dell erinnert stark an die hauseigene Reihe der Gaming-Laptops, weshalb sich die schwarze schlichte Optik gemeinsam mit den leuchtenden Akzenten gut in das optische Gesamtbild des Sortiments einfügt. Die ausgereifte Technik in seinem Inneren sorgt ferner dafür, dass beim Bild des S2721DGF nur minimale Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Der Monitor löst in QHD, nämlich mit 2.560 x 1.440 Bildpunkten auf. Bekommt er sein Bildmaterial via HDMI zugespielt, unterstützt er Bildwiederholraten mit maximal 144 Hertz, beim DisplayPort schafft er sogar 165 Hertz. Mit an Bord sind zudem AMDs FreeSync, sowie Nvidias G-Sync. Neben einer sehr hohen Farbabdeckung überzeugt der Monitor auch mit seiner Helligkeit von 400 cd/m². Zusammen mit den entsprechend vorgefertigten Modi kann er Spiele, je nach Genre, in der dafür am besten geeigneten Einstellungen darstellen.

Wie viele andere Gaming-Monitore auch verfügt der S2721DGF über einen integrierten USB-Hub. Vier USB-3.0-Ports sind dort zu finden. Zwei davon befinden sich am unteren Bildschirmrand auf der linken Seite, die anderen beiden findet man an der Rückseite, wo sich auch die übrigen Anschlüssen befinden.

Während Gaming-Zubehör bei vielen Herstellern möglichst bunt, leuchtstark und kantig daherkommt, hält sich der Monitor von Dell hier angenehm zurück und besticht durch seine klaren Kanten und wenig Leuchtelemente. Lediglich ein Leuchtstreifen, der sich an der Rückseite des Monitors befindet, bildet hier eine Ausnahme, aber auch den kann man deaktivieren.

Preislich ist der Dell zwar kein Schnäppchen, aber sein Geld allemal wert, zumal es auch deutlich teurere Konkurrenten gibt, die dem S2721DGF nicht unbedingt überlegen sind.

Satte Farben: Asus ROG Strix XG 438Q

Satte Farben

Asus ROG Strix XG438Q

Test: Asus Rog Strix Xg438q
Wer sich ein Mal einen Monitor gönnen will, mit dem er viele Jahre lang auf einem guten Niveau zocken kann, sollte zu diesem Modell greifen.

Der ROG Strix 438Q von Asus erreicht mit seiner Bildschirmdiagonale von 43 Zoll zwar Fernseher-Ausmaße, hat aber alle Eigenschaften, die einen Gaming-Monitor auszeichnen, nämlich eine hohe Bildwiederholrate (120Hz), eine schnelle Reaktionszeit (4 Millisekunden) und eine gute Helligkeit (450 cd/m²). Um den Monitor mit dem PC oder der Spielekonsole zu verbinden, kann man entweder auf den DisplayPort (1.4), oder einen der insgesamt drei HDMI-2.0-Ports zurückgreifen.

Einen Kopfhöreranschluss gibt es ebenso wie zwei USB-Anschlüsse. Weil der Bildschirm so groß ist und man dementsprechend weit davon entfernt sitzt, sind die Anschlüsse jedoch nicht gut erreichbar. Was das Bild angeht, so besticht das Panel des Asus mit einer 4K-Auflösung und einem guten Helligkeitswert. Dank des hohen Kontrastverhältnisses wirken schwarze Bildinhalte satt und tief, während Farben sehr kräftig rüberkommen. Aktiviert man den HDR600-Modus, wird das Spektrum der dargestellten Farben nochmals breiter. Der Monitor verfügt über FreeSync von AMD, auf Nvidias G-Sync muss man aber leider verzichten.

In puncto Ergonomie muss sich der Asus gegenüber seinen kleineren Mitbewerbern geschlagen geben, denn sobald der Monitor aufgestellt ist, kann man seine Position nur ändern, indem man ihn verrückt. Drehen oder in seiner Höhe verstellen lässt sich der Monitor nicht. Zwar sollte man beim Spielen wegen der Größe des Panels recht weit entfernt davon sitzen, um Einstellungen vorzunehmen muss man jedoch nah heranrücken. Die Knöpfe zum Öffnen des Einstellungsmenüs befinden sich rechts an der Rückseite des Geräts.

Der ROG Strix 438Q bietet hier die Wahl zwischen verschiedenen vorgefertigten Profilen, die sich jeweils an die verschiedenen Anforderungen von Spielertypen richten. Manuelle Anpassungen lassen sich jedoch ebenso vornehmen. Der Monitor von Asus braucht entweder einen sehr großen Schreibtisch, um darauf Platz zu finden, oder sollte direkt ins Wohnzimmer gestellt werden und als Fernseher-Ersatz dienen. Seine Eigenschaften machen ihn für Gamer aber sehr attraktiv.

Mit Fernbedienung: Philips 558M1RY

Mit Fernbedienung

Philips 558M1RY

Test: Philips 558m1ry
Eher ein TV-Gerät, als ein Gaming-Monitor aber mit wesentlich besseren Werten als die meisten Fernseher bieten. Dieser riesige Monitor ist ein Gewinn für jedes Wohnzimmer.

Der 558M1RY von Philips ist mit seiner Bildschirmdiagonale von 55 Zoll lediglich noch für das Wohnzimmer zu gebrauchen und damit vor allem für Konsolenspieler interessant, die ein schnelleres Panel im Vergleich zu dem eines normalen Fernsehers bevorzugen. Mit seiner schnellen Reaktionszeit und einer Bildwiederholrate von 120 Hertz bietet der Philips genau das und ist damit jedem »normalen« TV-Gerät überlegen.

Das Panel des Philips löst in 4K auf und besticht durch einen enorm guten Helligkeits-Wert, nämlich 750 cd/m². Aktiviert man den HDR1000-Modus, sind sogar 1.200 cd/m² möglich. Bei geringem Umgebungslicht ist das aber beinahe schon eine Zumutung für die Netzhaut. Farben kommen auf dem Monitor kräftig rüber, während schwarze Bildinhalte satt und tief wirken. Als angenehm empfanden wir zudem, dass der Monitor fast nicht spiegelt.

Ein DisplayPort (1.4), drei HDMI-2.0-Ports, ein Kopfhörerausgang und vier USB-3.2-Ports gehören zur Anschlussausstattung des Monitors. Für den richtigen Sound sorgt eine am Standfuß angebrachte Soundbar, die den integrierten Lösungen der Konkurrenz deutlich überlegen ist.

Die im Lieferumfang enthaltene Fernbedienung erspart einem den Weg zum Monitor, wenn man Einstellungen beim Bild vornehmen will. Zudem lässt sich der Neigungswinkel des Philips verändern, was bei Monitoren dieser Größe nicht selbstverständlich ist. Wer genug Platz und einen entsprechend tiefen Geldbeutel hat, der erhält mit dem 558M1RY einen Gaming-Monitor der Superlative, der sich vor allem an Konsolenspieler richtet. Dennoch werden sicherlich auch PC-Gamer ihr Freude daran haben.

Solide: BenQ MOBIUZ EX2710

Solide

BenQ MOBIUZ EX2710

Test: Benq Mobiuz Ex2710
Unsere neue Empfehlung für Menschen, die etwas aufs Geld achten wollen oder müssen, könnte ruhig noch ein wenig günstiger werden, überzeugt aber dennoch mit einer super Leistung zum relativ kleinen Preis.

Der MOBIUZ EX2710 von BenQ gehört zu den günstigeren Monitoren für Gamer. Trotzdem fällt seine Bildschirmdiagonale mit 27 Zoll nicht gerade gering aus. Zudem hat das Panel eine Bildwiederholrate von 144 Hertz und 400 cd/m² Helligkeit, was es für Spiele besonders gut geeignet macht. Lediglich bei der Auflösung merkt man dem Bildschirm an, dass er sich preislich im unteren Mittelfeld befindet, denn eine FULLHD-Auflösung ist nicht mehr ganz zeitgemäß.

Zudem ist uns das Bild ein wenig zu grell erschienen und die verschiedenen vorgefertigten Farbmodi stimmten nicht wirklich mit den dafür jeweils vorgesehenen Spielegenres überein. Wenn man das Bild manuell anpassen will, muss man sich durch das recht umständliche Menü wühlen.

Obwohl der Monitor recht günstig ist, hat ihm BenQ die ein oder andere Komfortfunktion spendiert. Darum man kann man den Bildschirm neigen, drehen und seine Höhe einstellen. Der Standfuß des Monitors erfüllte zwar seinen Dienst, macht aber keinen allzu vertrauenserweckenden Eindruck. Neben den beiden HDMI-2.0-Ports gibt es einen DisplayPort (1.2) sowie einen Kopfhörerausgang. Einen USB-Anschluss bietet der Bildschirm leider nicht.

So merkt man dem BenQ an, dass der Rotstift bei diesem Monitor das ein oder andere mal angesetzt wurde, um den Preis zu drücken. In den Kerndisziplinen eines Gaming-Monitors kann der MOBIUZ EX2710 aber durchaus überzeugen.

Außerdem getestet

Nicht nur recht günstig, sondern mit 240 Hertz Bildwiederholrate auch noch wirklich schnell ist der Asus TUF Gaming VG279QM. Mit Full-HD-Auflösung bietet er einen guten Mittelweg für Gamer, die auf den Preis achten, aber nicht auf ordentliche Qualität verzichten möchten.

Die Standplatte besteht schlicht aus Kunststoff und wirkt deshalb etwas billig, obwohl sie noch von einer Metallplatte unterstützt wird. Dafür ist der Monitor aber so mobil, wie es nur geht: Er lässt sich ohne Stufen drehen, neigen, in der Höhe verstellen und mit der Pivot-Funktion auch um 90 Grad drehen.

Unten rechts ist der Bedienknopf für das Menü angebracht. Leider ist er da öfter mal im Weg, wenn man den Bildschirm verstellen möchte. Der Monitor selbst ist 27 Zoll groß, besteht aus einem IPS-Panel und unterstützt G-Sync – das heißt, er hat eigentlich kein richtiges G-Sync-Modul, kann aber mit Grafikkarten von Nvidia zusammenarbeiten.

Nichts zu meckern gibt es bei der Helligkeit von 400 cd/m² sowie der Reaktionszeit von einer Millisekunde. Man hat also keine Verzögerungen zu befürchten und bekommt ein Bild mit schönen Farben, lediglich auf integrierte Lautsprecher muss man beim Asus TUF Gaming VG279QM verzichten.

Zwei Monitore in einem bekommt man beim Samsung C49HG90. Der ist nämlich circa 1,20 Meter breit und wirkt damit auf dem Schreibtisch auf den ersten Blick ziemlich eindrucksvoll, aber auch gewöhnungsbedürftig. In der Diagonale kommt das Panel im 32:9-Format auf stattliche 49 Zoll – das ist tatsächlich ungefähr so groß wie zwei normale Full-HD-Bildschirme. Noch dazu ist der C49GH90 im Curved-Design geschnitten und kommt so auf 40 Zentimeter Tiefe – hier muss man einiges an Platz auf dem Schreibtisch einplanen. Dafür kann man allerdings locker vier Fenster nebeneinander öffnen.

Im Inneren befindet sich ein VA-Panel mit der eigens von Samsung entwickelten QLED-Technologie, die verglichen mit LED-Versionen noch eine bessere Bildqualität liefern soll. Das funktioniert in der Praxis ziemlich gut, da das Bild sehr kontrastreich und natürlich wirkt und mit hoher Helligkeit glänzt. Negativ fällt lediglich die – für diese Größe – recht niedrige Auflösung von 3.840 x 1.080 Pixeln auf, die das Bild etwas unscharf erscheinen lässt.

In Spielen macht der C49HG90 eine durchgehend gute Figur. Die Bildwiederholrate von 144 Hertz ist ordentlich, dank der Bildsynchronisation durch Freesync werden Spiele immer schnell und absolut flüssig wiedergegeben. Auf dem On-Screen-Menü findet man neben einigen Bildeinstellungen und Optionen außerdem voreingestellte Bildprofile für unterschiedliche Genres.

Natürlich muss man darauf achten, dass die Lieblingsspiele auch das ungewöhnliche 32:9-Format unterstützen, da es sonst zu hässlichen Verzerrungen kommen kann. Andere Spiele wiederum unterstützen zwar 32:9, sind aber dennoch nicht perfekt darauf optimiert. Dann muss man, etwa um die Mini-Karte zu sehen, seinen Kopf immer wieder weit drehen, was auf Dauer nervig werden kann. Ansonsten steht einem aber ein wirklich tolles Spielerlebnis auf dem Samsung C49HG90 bevor.

Der BenQ EX2780Q sticht nicht nur durch seine schöne Optik ins Auge, sondern hat auch leistungstechnisch einige Besonderheiten zu bieten. Darunter fällt unter anderem der Lautsprecher, der klanglich der beste unter den getesteten Monitoren ist. Der EX2780Q kommt in Braun daher und hat als Fundament einen festen Metallstandfuß, den so schnell nichts erschüttern sollte. Im Standbein befindet sich auch die Kabelführung. Optisch wirkt der Monitor aufgrund der schön verarbeiteten Materialien sehr hochwertig.

Der gute, äußere Eindruck wird weitestgehend auch im Inneren bestätigt. Das Bild kommt flimmerfrei und ordentlich dargestellt auf den Monitor, weswegen man gemächliche fünf Millisekunden Reaktionszeit schon verschmerzen kann. Bei Licht-Schatten-Darstellung ist aber noch etwas Luft nach oben. Schade ist übrigens, dass man den Monitor weder schwenken, noch in der Höhe verstellen kann. Als Panel verwendet man ein WQHD-IPS-Modell mit Freesync, welches sich in Kombination mit der Bildwiederholrate von 144 Hertz als guter Allrounder erweist.

Eine mit nur 23,8 Zoll sehr kompakte Alternative speziell für den kleinen Geldbeutel stellt der AOC 24G2U/BK dar. Das IPS-Panel liefert dennoch gute Farben, ohne dabei zu flimmern. In rund einer Millisekunde reagiert der Monitor, die Bildwiederholrate von 144 Hertz ist ebenso absolut in Ordnung. Leider fehlt dem 24G2U/BK mit nur 250 cd/m² etwas die Helligkeit.

Darüber hinaus sind Lautsprecher eingebaut, die zwar natürlich keinem Soundsystem oder Headset Konkurrenz machen können, aber für etwas Sound zwischendurch einen durchaus soliden Job machen.

Alles in allem bekommt man im Spiel ein sehr anständiges Bild. Weitere Anpassungen lassen sich im Einstellungsmenü vornehmen, das zwar ein wenig altbacken wirkt, aber viele Möglichkeiten bereithält. Wer also nicht so viel Geld ausgeben möchte und trotzdem auf einem guten Monitor spielen will, der trifft mit dem AOC 24G2U/BK eine gute Wahl.

Ein zweifelsohne eindrucksvoller Gaming-Monitor im Curved-Design ist der LG 38GL950G-B. Auch von der technischen Ausstattung her weiß er zu überzeugen: Das 37,5 Zoll große IPS-Panel scheint schön in hell in 450 cd/m², läuft mit der G-Sync-Technologie von Nvidia und bietet eine Bildwiederholrate von guten 175 Hertz.

Anschlüsse sind zahlreich vorhanden und gut erreichbar, auch der Bedienknopf befindet sich benutzerfreundlich unter der Mitte des Monitors. Der kann in der Höhe verstellt sowie geneigt werden, ist allerdings nicht drehbar. Ebenso muss man auf eigene Lautsprecher verzichten. Insgesamt leistet der LG zwar beeindruckendes, jedoch hat er auch einen sehr stolzen Preis, weswegen hier andere Modelle noch knapp vorne liegen.

Die Gaming-Marke Alienware von Dell steht bei vielen Leuten zwar für gute Qualität, aber auch für umso höhere Preise. Beim Alienware AW2720HF hält sich letzteres glücklicherweise in Grenzen, während man trotzdem einiges erwarten darf. Dank der schnellen Bildwiederholrate von 240 Hertz und der kurzen Reaktionszeit von einer Millisekunde ist das IPS-Panel mit Freesync durchaus ein Top-Modell.

Alles ist aber auch hier nicht perfekt: So wird etwa die Helligkeit etwas ungleichmäßig verteilt, außerdem ist der Bedienknopf an der Rückseite rechts auf mittiger Höhe angebracht – Linkshänder haben es da ohnehin schwer, aber selbst Rechtshändern wird irgendwann der Arm müde. Noch dazu ist die Gefahr groß, beim Drehen versehentlich an den Knopf zu kommen.

Mit einem leicht bedienbaren Menü, schnellen Reaktionszeiten, guter Helligkeit und starken Bildwiederholraten trumpft der ROG Strix XG279Q von Asus auf. Noch dazu lässt er sich neigen, stufenlos in der Höhe verstellen und in eine Pivot-Stellung bringen. Asus setzt neben G-Sync die sogenannte Extreme-Low-Motion-Blur-Sync-Technologie (ELMB SYNC) ein, die Tearing und Ghosting verhindern soll. Schaltet man diese Funktion aber aus, so kommt gerade das Ghosting stärker zur Geltung als bei der Konkurrenz. Insgesamt bekommt man dennoch eine sehr ordentliche Performance, es gibt aber auch Modelle, die Ähnliches für weniger Geld bieten.

Dank des externen Netzteils nimmt der AOC Gaming CQ27G2U/BK nicht viel Platz auf dem Schreibtisch weg, typisch für AOC ist auch der schnelle, simple Aufbau ohne jegliches Werkzeug. Mittig an der Unterseite ist der Bedienknopf angebracht, wodurch sich also sowohl Rechts- als auch Linkshändern bei der Bedienung nicht verrenken müssen. Ebenso angenehm ist der USB-Hub, der sämtliche USB-Ports leicht zugänglich macht. Der Curved-Monitor kommt mit Freesync und kann gedreht, geneigt und höhenverstellt werden. Darüber hinaus verfügt er auch über Pivot. Eigene Lautsprecher gibt es leider nicht, außerdem fällt das Bild etwas zu dunkel aus. Wem das egal ist, der kann hier bedenkenlos zuschlagen.

Für seinen recht kleinen Preis ist der LG 32GK850F mit 31,5 Zoll doch erstaunlich groß. Auch sonst lässt die Ausstattung auf einen guten Gaming-Monitor schließen: WQHD-Auflösung, 144 Hertz Bildwiederholrate sowie AMDs Freesync-Technologie. Das sorgt in der Praxis für sehr ordentliche Bildqualität, zudem fällt das Bild schön kontrastreich und mit 400 cd/m² ausreichend hell aus. Zu bemängeln wäre in dieser Beziehung höchstens, dass Farben je nach Spiel manchmal etwas comichaft erscheinen und dunkle Bildbereiche ein wenig zu hell wiedergegeben werden.

Der Standfuß bietet dem Monitor Mobilität in alle Richtungen, hier bleibt nichts zu wünschen übrig. Sein Äußeres ist LG-typisch in Rot gehalten, Anschlüsse sind genügend vorhanden und leicht zugänglich.

Wissenswertes über Gaming-Monitore

Bei den Gaming-Monitoren stehen sich zwei Technologien gegenüber: Nvidias G-Sync und Freesync von AMD. Das Ziel beider Systeme ist es, dank besserer Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte ein flüssigeres Spielerlebnis zu gewährleisten. Genauer gesagt synchronisiert die Technik die Bildwiederholfrequenz vom Monitor mit der Framerate der Grafikkarte. Schafft eine Grafikkarte also beispielsweise 36 Frames pro Sekunde, so arbeitet der Monitor dann ebenso mit 36 Hertz. Mithilfe dieser Synchronisation sollen zerrissene Bilder (»Tearing«) bekämpft werden.

Gaming-Monitor Test: Bester Gaming Monitor 2018
Gamer haben spezielle Anforderungen an ihre Monitore.

Natürlich muss man eine solche Technologie auch bezahlen. Für Monitore mit G-Sync muss man aufgrund eines speziellen Chipsatzes bis zu 200 Euro mehr auf den Tisch legen. Außerdem ist man mit G-Sync an Nvidia gebunden: Damit das System funktioniert, muss man nämlich eine Nvidia GeForce-Grafikkarte verwenden. Das heißt auch: Leute, die nur auf der Konsole spielen, haben nichts von G-Sync.

Im Gegensatz dazu ist Freesync – wie der Name schon vermuten lässt – eine offene Technologie, die keine Lizenzgebühren an AMD erfordert. Deshalb fallen Freesync-Monitore in der Regel günstiger aus als G-Sync-Modelle. Allerdings braucht man auch hier eine entsprechende Grafikkarte der AMD-Radeon-Serie.

Für Konsolenspieler ist diese ganze Debatte somit uninteressant. Man sollte außerdem bedenken, dass Gaming-Monitore mit hoher Bildwiederholfrequenz – laut ComputerBase ab 144 Hertz – auch ohne G-Sync oder Freesync sehr gut performen. Dennoch lässt sich aber nicht abstreiten, dass diese Technologien doch eine flüssigere Darstellung gewährleisten, weshalb in unserem Test nur zwei Modelle komplett ohne eine der beiden Systeme auskommen.

So haben wir getestet

Alle Gaming-Monitore haben wir sowohl am PC, als auch an der Konsole anhand jeweils zweier Videospiele ausprobiert. Um unvoreingenommen zu bleiben, haben wir die genauen Preise erst nach dem Test angesehen. Beim Test selbst kam es vor allem auf ein flüssiges und sauberes Bild an, aber auch auf kräftige Farben und schöne Lichteffekte.

Weil die meisten Gamer vermutlich auf Kalibrierungen verzichten, haben wir das auch getan. Auf den Fotos sind die Monitore mit 100 Prozent Helligkeit sowie 50 Prozent Kontrast zu sehen. Wichtig war uns auch, wie einfach die Bedienung von der Hand geht und welche Optionen man im Menü vorfindet, etwa wie viele bestimmte Modi für verschiedene Spielgenres zur Auswahl stehen.

Letztendlich kommt es noch auf die äußeren Eigenschaften der Gaming-Monitore an. Hier spielen Gewicht, Verstellmöglichkeiten in Höhe und Neigung sowie Drehbarkeit eine Rolle.

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