Test: Gaming Headset

Gaming-Headsets im Test : Die richtige Klangkulisse beim Gamen

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Veröffentlicht 13.12.2019

Spezielle Gaming-Headsets sind aus der Ausstattung für Gamer kaum wegzudenken. Auch über längere Zeit müssen sie bequem sitzen und klanglich ansprechend sein. Gerade guter Raumklang wertet das Spielerlebnis erheblich auf. Für die Abstimmung mit Teamkollegen ist immer auch ein Mikrofon hilfreich.

Nele Wobker
Nele Wobker
ist freie Autorin und Vollblut-Gamerin und powert sich auch gern physisch aus. Als Technik-Redakteurin testet sie am liebsten Gaming-Zubehör und Fitness-Geräte.

Um beim Gamen eine anständige Klangkulisse zu bekommen, gibt es zwei Möglichkeiten: Ein mehrteiliges Lautsprechersystem oder ein gutes Gaming-Headset. Dabei haben Headsets diverse Vorteile: Nicht nur sind sie günstiger, sondern sie schonen auch die Nerven der Nachbarn und haben zudem ein Mikrofon integriert, über das man sich mit Teamkollegen besprechen kann.

Wie bei vielen, vielen anderen Produkten gilt auch bei Headsets, dass sie in Bezug auf einige Attribute schlicht Geschmackssache sind. Daher sollte man sich beim Kauf nicht nur auf Tests und Bewertungen verlassen, sondern – sofern möglich – einfach selbst einmal probehören.

Aufgrund des Booms des gesamten Gaming-Sektors findet man momentan unzählige Gaming-Headsets auf dem Markt. Wir haben inzwischen 38 Gaming-Headsets getestet, von denen noch 37 verfügbar sind. Dabei haben wir uns in der gesamten Preisspanne bedient, schließlich ist es immer interessant herauszufinden, ob es sich wirklich lohnt, mehr Geld in die Hand zu nehmen, oder ob man auch bei günstigen Modellen Qualität findet. Konkret bewegen sich die Headsets zwischen rund 15 und 300 Euro.

Allrounder: Plantronics RIG 700 HD

Allrounder

Plantronics RIG 700 HD

Gaming-Headset Test: Rig 700hd
Das RIG 700 HD bietet guten Klang für einen super Preis. Außerdem ist das Tragegefühl sehr angenehm.

Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man beim Plantronics RIG 700 HD. Für den wirklich guten Klang und den angenehmen Tragekomfort zahlt man nur rund 130 Euro, die Qualität kann sich aber mit weitaus teureren Modellen messen. Plantronics bietet verschiedene Varianten des RIG 700 an, je nachdem ob man es an der Xbox, der PlayStation oder am PC nutzen möchte, wobei sich aber an der technischen Basis nichts ändert.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (2)
Alle Bedienelemente sind an der linken Ohrmuschel bequem zu erreichen.

Drehbare Mikrofone gehören bei Plantronics nun der Vergangenheit an. Jetzt kann man es einfach an- oder abstecken, außerdem gibt es eine Mute-Taste an der linken Kapsel. Dort befindet sich etwas weiter oben auch ein Lautstärkerad, das ziemlich schwergängig ist. Das ist aber gar nicht schlecht, da man so nicht bei jeder versehentlichen Berührung etwas verstellt. Wandert man mit dem Finger noch weiter nach oben, so ertastet man erst den Ein- und Ausschalter und danach noch einen Regler, der wahlweise Sprachchat oder Spielgeräusche hervorhebt.

 Gaming-Headset Test: Plantronics Rig 700hd (4)
Das Zubehör ist praktisch und bietet auch ein optisches Audiokabel.

Im umweltfreundlichen Karton befinden sich einige Zubehörkabel sowie ein Funkempfänger. Letzteren steckt man wie gewohnt einfach in den USB-Port, auf Knopfdruck verbindet er sich dann mit dem Headset. Das wiederum wird per MicroUSB-Kabel geladen und läuft im Dauerbetrieb dann beinahe zwölf Stunden. Als kleines Extra ist ein optisches Kabel dabei, mit dem Audiosignale digital vom Funkempfänger übertragen werden.

Zuständig für den Klang sind zwei Bassreflexrohre a 40 Millimeter. Dank der Impedanz von lediglich 32 Ohm ist selbst bei schwächeren Quellen klarer Sound gewährleistet. Die Polster bestehen aus einem Gewebemix der aussieht wie Leder, beim Anfassen aber eher an Schaumstoff erinnert. So sitzt die Ohrmuschel schön weich und man schwitzt darunter nicht allzu schnell, auch Brillenträger haben keine Probleme mit Druckstellen.

Überhaupt ist das RIG 700 hochwertig verarbeitet, obwohl es überwiegend aus Kunststoff gefertigt ist. Das sorgt natürlich für ein angenehm geringes Gewicht. Der Bügel ist in drei Fassungen verstellbar, was zwar nach etwas wenig klingt, aber trotzdem sowohl für kleine als auch große Köpfe wenigstens eine passende Einstellung bereithält.

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Die Größe lässt sich nur mit drei festen Punkten einstellen.

Neben all der Ausstattung und dem Komfort ist letztendlich aber besonders der Klang entscheidend. Hier trumpft das RIG 700 HD mit einem sehr ausgeglichenen Klangbild auf. Egal ob Höhen, Mitten oder Tiefen, das Gaming-Headset leistet sich keine Schwächen. Schussgeräusche in Spielen klingen sehr kraftvoll. Gleichzeitig werden aber auch Hintergrundgeräusche in ruhigen Szenen schön detailliert wiedergegeben. Musikliebhaber werden ebenso nicht enttäuscht, denn auch anspruchsvollere Songs laufen in voller Bandbreite und sind dabei fein differenziert.

Speziell bei Gaming-Headsets ist noch eine andere Komponente wichtig, nämlich das Mikrofon. Wie bereits angedeutet ist das beim RIG 700 HD ein eigenes Bauteil, das man extra anstecken muss. Hat man den flexiblen Arm perfekt eingestellt, so kommt die Sprache des Trägers ohne Rauschen klar und deutlich zur Geltung. Da ist es auch nicht schlimm, dass auf einen Windschutz aus Schaumstoff verzichtet wird.

Mit dem Plantronics RIG 700 HD ist also bewiesen, dass man ein gutes Headset auch für einen vergleichsweise günstigen Preis bekommen kann. Sei es Klang, Tragekomfort, Mikrofon oder Ausstattung: Es fallen keine nennenswerten Defizite auf, weswegen das RIG 700 HD für eine große Zielgruppe empfehlenswert ist.

Flexible Bässe: HyperX Cloud Alpha S

Flexible Bässe

HyperX Cloud Alpha S

Test Gaming-Headset: HyperX Cloud Alpha S
Mit dem Cloud Alpha S verbessert HyperX sein solides Allround-Headset. Die Suround-Steuerung über USB funktioniert allerdings nur an PCs.

Aus einem ähnlichen Preissegment wie das Plantronics-Headset stammt auch das HyperX Cloud Alpha S. Wie beim Vorgänger, dem Cloud Alpha, ist ein Zweikammersystem verbaut, das Verzerrungen vorbeugt und gleichzeitig aber nicht das Klangbild beeinträchtigt.

Genauer gesagt sorgt das Zweikammersystem dafür, dass tiefe Frequenzen von mittleren und hohen Tönen getrennt werden. Somit kann der Bass satt und kräftig rüberkommen, ohne dabei den Rest des Klangspektrums zu übertönen. Das führt zu schön ausbalanciertem Klang, der nicht nur beim Spielen, sondern auch bei Filmen und Musik überzeugt. Sehr angenehm ist vor allem, dass die Bassreflexöffnung in der verschiedene Stufen einstellbar ist. Damit beeinflusst man den Druck, der durch die Ohrmuscheln kommt und reguliert so die Stärke der Bässe. Zu kritisieren wäre beim Klang allenfalls, dass den Höhen der letzte Feinschliff fehlt.

Nur 310 Gramm machen das Cloud Alpha S zu einem richtigen Leichtgewicht. Da es auch sonst hochwertig verarbeitet ist, sitzt es selbst nach mehreren Stunden noch sehr komfortabel, ohne dass die Ohren zu heiß werden. Beigelegt ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenkabel, das zur Flexibilität des Gaming-Headsets beiträgt, aber leider etwas kurz ausfällt. Über einen USB-Adapter ist außerdem virtueller 7.1-Surroundsound verfügbar, das geht aber nur am PC und nicht an Smartphones oder Konsolen.

Der Mikrofonarm ist schön flexibel und sogar komplett abnehmbar, leider gibt es für den Klinkenanschluss aber keine Abdeckung. Natürlich ist die Qualität nicht so hoch wie bei einem Studiomikrofon, aber für gute Verständlichkeit reicht es allemal.

Auch beim HyperX Cloud Alpha S gibt es also wenig zu meckern. Der 7.1-Surroundsound funktioniert leider nur am PC, weswegen Leute, die gerne an der Konsole spielen entscheiden müssen, wie schlimm das ist. Klanglich überzeugt das Zweikammersystem, hier ist wenn überhaupt nur bei den Höhen noch etwas Nachholbedarf.

Schnäppchen: Trust GXT 414 Zamak Premium

Schnäppchen

Trust GXT 414 Zamak Premium

Test Gaming-Headset: Trust GXT 414 Zamak Premium
Guter Klang muss nicht teuer sein, wenn auf Bedienelemente an der Ohrmuscheln und lange Kabel verzichtet wird.

von 31 Lesern gekauft

Sogar für weiter weniger als 100 Euro bekommt man schon guten Klang. Das zeigt sich am Trust GXT 414 Zamak Premium, das neben ausgewogenem Sound sogar noch einiges mehr zu bieten hat. Dank hochwertiger Materialien fühlen sich die Ohrmuscheln sehr angenehm am Kopf an, allerdings kann man sie leider nicht verdrehen und die Größenverstellung ist mitunter ziemlich hakelig.

Das ändert aber nichts daran, dass man auch über einen längeren Tragezeitraum nicht an den Ohren schwitzt oder sonstige Druckstellen zu beklagen hat. Zusätzliche Bedienelemente direkt am Kopfhörer sucht man jedoch vergebens.

Wie auch einige andere Hersteller versucht sich Trust an simuliertem 7.1-Raumklang, der helfen soll, Gegner im Spiel besser und vor allem genauer zu hören. Gerade in Shootern funktioniert das sehr gut, dabei kommen auch Hintergrundgeräusche nicht zu kurz. Lediglich Sprache dürfte gerne ein wenig klarer wiedergegeben werden.

Die im Lieferumfang befindlichen Kabel sind allesamt ziemlich kurz, aber dass überhaupt unterschiedliche 3.5-Millimeter-Klinkenkabel dabei sind, ist für den kleinen Preis nicht selbstverständlich. Überhaupt bekommt man bei den Trust GTX 414 Zamak Premium überraschend gute Qualität. Solange die kurzen Kabel nicht zum Problem werden, kann man hier guten Gewissens zugreifen.

Mit Ladestation: Astro A50 Wireless

Mit Ladestation

Astro A50 Wireless

Test Gaming-Headset: Astro A50 Wireless
Das Astro A50 bietet hervorragenden Klang, eine hochwertige Verarbeitung und tollen Tragekomfort. Außerdem kann man es drahtlos benutzen.

Wer das letzte bisschen Qualität herauskitzeln möchte, sollte sich das Astro A50 Wireless anschauen. Hier bekommt man neben der edlen Verarbeitung ein nahezu perfektes Klangbild, außerdem ist sogar eine Standladestation mitgeliefert.

Wie man dem Namen entnehmen kann, kommt das Astro A50 ohne Kabel aus. Eine zentrale Rolle spielt deshalb die Standladestation, die eben nicht nur zum Laden gebraucht wird. Sie ist auch für den Anschluss an Konsole oder PC zuständig, an ihr befinden sich nämlich Steckplätze für 3,5-Millimeter-Klinkenkabel, ein optischer Ausgang sowie externe Lautsprecher. Ersatzweise kann das Gaming-Headset übrigens auch über ein MicroUSB-Kabel geladen werden.

Die Ohrmuscheln sind ohne großartige Besonderheiten konstruiert und beschränken sich auf die wichtigen Bedienelemente wie Lautstärke, Equalizer und die Surround-Aktivierung. Mithilfe eines Slidepads am rechten Hörer kann man außerdem die Balance zwischen Voice-Chat und Spielgeschehen regeln. Das eher schlicht Design heißt aber nicht, dass das Headset nicht hochwertig verarbeitet ist. Gerade die extrem weiche Polsterung sorgt für hervorragenden Tragekomfort.

Die wirkliche Stärke des Astro A50 Wireless liegt aber im Sound. Schussgeräusche und Explosionen kommen schön kräftig rüber, überhaupt glänzt das Headset mit tollem Raumklang. Das macht das Spielerlebnis sehr intensiv, man spürt förmlich wie etwa Gesteinsbrocken an einer Felswand herunterfallen. Starke 30 Stunden Akkulaufzeit sorgen dafür, dass man das Astro A50 nicht nach jeder Session direkt wieder in die Ladestation stellen muss. In Verbindung mit der hohen Reichweite von rund zehn Metern trotz zweier Wände ergibt das ein sehr nutzerfreundliches Gesamtpaket.

Das Astro A50 Wireless ist also ein rundum hervorragendes Gaming-Headset. Diese Qualität muss man natürlich auch bezahlen, weswegen man sich hier schon eine oder zwei Preisklassen höher als bei den Konkurrenten bewegt.

Außerdem getestet

Mit Standmikrofon wird das Beyerdynamic TYGR 300 R geliefert, man kann es aber auch für einen kleineren Preis ohne Mikrofon erwerben. Die klanglichen Stärken des Gaming-Headsets liegen eher im Bereich der Musik, dennoch kommt auch die Soundkulisse in Spielen gut rüber. Schwächen offenbaren sich hier allerdings bei den Dialogen. Ebenso ist beim Tragekomfort noch Luft nach oben: Die Ohrmuscheln fallen ziemlich groß aus, während die Polster aber recht schmal aufliegen. Da diese sich weder drehen noch neigen lassen, entsteht mit der Zeit ein unangenehmes Druckgefühl auf den Ohren.

Beim Roccat Khan AIMO fällt zuerst die grelle Beleuchtung auf, die sich nur abstellen lässt, nachdem man die entsprechende Software installiert hat. Klanglich ist das Gaming-Headset ordentlich, wobei man aber bemerkt, dass hohe Töne etwas klirren, während Tiefen zum Dröhnen neigen –vor allem bei hoher Lautstärke. Das Kabel ist in Stoff gehüllt und ausreichend lang, allerdings hat man ansonsten viel auf billig aussehendes Plastik gesetzt. Leider hat man stets einen gewissen Druck auf den Ohren, außerdem kann man das Mikrofon nicht so leicht wegbiegen. Ein weiterer, großer Nachteil: Mit Konsolen kann man das Roccat Khan AIMO nicht nutzen.

Wer kabellose Gaming-Headsets bevorzugt, für den ist das Turtle Beach Elite Atlas Aero interessant. Das Mikrofon ist angenehm beweglich, jedoch extrem empfindlich, sodass man sogar seinen eigenen Atem hört. In Multiplayer-Spielen, wo man sich mit seinem Team austauschen muss, ist das sehr unpraktisch. Der Raumklang reagiert außerdem etwas zu träge, wodurch man Gegner im Spiel immer erst relativ spät akustisch orten kann. Ansonsten ist der Klang in Ordnung, manchmal jedoch etwas klirrend.

Schon etwas älter, aber klanglich immer noch auf einem hohen Niveau ist das Beyerdynamic MMX 300. Egal ob man es mit PC, Smartphone oder Konsole einsetzt – der Sound ist immer hervorragend. An der Verarbeitung und dem Lieferumfang gibt es nichts zu mäkeln, außerdem trägt sich das Gaming-Headset auch über längere Zeit stets angenehm. Obwohl das MMX 300 schon länger auf Markt ist, hat es immer noch einen ziemlich stolzen Preis.

Mit auffälligem Design und ohne Kabel kommt das Asus TUF H7 daher. Besonders der Metallbogen und die recht großen Ohrmuscheln springen ins Auge, die aber deshalb auch für hohen Tragekomfort sorgen. Dank dehnbarer Elemente, die sich von selbst an die Größe des Kopfes anpassen, braucht es keine händischen Verstellmöglichkeiten. Klanglich fällt das Headset besonders in Bereichen mit viel Hall positiv auf, also etwa Höhlen oder großen Räumen. Außengeräusche könnten allerdings besser abgeschirmt werden. Nach längerer Tragezeit entsteht ein gewisser »Luftballoneffekt«, sprich ein unangenehmes Drücken auf den Ohren, so als hätte man eben einen Luftballon aufgeblasen.

Ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bekommt man beim Sharkoon Skiller SGH3. Für einen kleinen Preis gibt es einen großen Lieferumfang und hochwertiges Material, das bestens verarbeitet wurde. Ein Highlight ist die USB-Soundkarte, die virtuellen 7.1-Surroundsound und weitere voreingestellte Klangprofile bietet. Das Headset trägt sich schön bequem und schottet gleichzeitig gut von störenden Nebengeräuschen ab. Klanglich fällt das Skiller SGH3 nur bei den Höhen ein wenig ab.

Wissenswertes über Gaming-Headsets

Hört man sich viele verschiedene Gaming-Headsets an, so fällt auf, dass sich die meisten Hersteller klanglich auf die Bässe sowie die Mitten konzentrieren. So kommen beispielsweise Explosionen viel wuchtiger und realistischer rüber, während aber auch Stimmen klar verständlich sind. Natürlich kann man die Klangeinstellungen per Equalizer auch selbständig noch verändern.

Entscheidend für die Klangqualität ist nicht nur das Headset selbst, sondern oft auch die Audio-Hardware des Computers. In PCs befinden sich nämlich quasi immer sogenannte Onboard-Soundchips, die allerdings nicht immer besonders hochwertig sind und daher die Ursache für Störsignale sein können. Teure Mainboards haben aber in der Regel auch eine gute Soundlösung, am besten sind spezielle Soundkarten. Vor dem Kauf eines Headsets sollte man sich daher auch informieren, was der PC kann, auf dem man spielt.

Gaming-Headset Test: Beyerdynamic Mmx300

Für ein perfektes Mittendrin-Gefühl ist ein möglichst echter Raumklang wichtig. So hört man etwa Schritte der Gegner räumlich und weiß daher sofort, aus welcher Richtung sie kommen. Dieser Surroundsound entsteht in der Regel durch unterschiedliche Modellierung der Schallwellen, wodurch das menschliche Gehirn wiederum ein räumliches Klangbild erkennt. Praktisch funktioniert das ziemlich gut, zumindest wenn entsprechende Software im USB-Soundchip oder im Treiber vorhanden ist.

Gaming-Headsets kann man analog oder digital anschließen. Bei der analogen Variante übernimmt also etwa der PC den Klang, was besonders bei einer starken Audiolösung empfehlenswert ist. Ein digitales Headset hingegen verarbeitet den Klang selbst, was in den meisten Fällen zu etwas mehr Klangqualität führt als auf analogem Wege. Mittlerweile bieten aber die meisten Headsets sowieso beide Möglichkeiten, sodass man schön flexibel ist.

Gaming Headset Test
Die verschiedenen Klinkenstecker: Oben zwei dreipolige Stecker, darunter eine vierpolige Klinke.

So haben wir getestet

Wir haben die Klangqualität der verschiedenen Gaming-Headsets natürlich stets am selben PC getestet. Zum Einsatz kam hier der Onboard-Soundchip »Realtek High Definition« auf dem Mainboard Asus Crosshair VI Hero. Die In-Game-Erfahrung haben wir zunächst anhand »Battlefield 1« im Multiplayer überprüft. Dabei kam es auf die Verständlichkeit der Teamkollegen im Sprach-Chat an, aber auch auf Soundeffekte wie Explosionen, Waffen und Motorengeräusche.

Um Dialoge detaillierter probe zu hören, folgte danach eine Runde »Witcher 3: The Wild Hunt« sowie »Dragon Age: Inquisition«. Schließlich mussten sich die Headsets auch bei der Blu-ray »Batman: The Dark Knight« und Songs wie »Hotel California« oder diversen Metaltracks beweisen. Dabei haben wir immer in den Standardeinstellungen getestet.

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